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am 18. August 2017
Es ist leider so, dass die Parapsychologie auch von Psychologen nicht als Wissenschaft anerkannt wird. Das ging in Amerika so weit, dass Militärs, in deren Abteilungen PSI-Forschung betrieben wurde, nicht offiziell dazu stehen konnten, um ihre militärische Karriere nicht zu gefährden. Aber zurück in den deutschen Sprachraum: Von Lucadou hat bei Hans Bender Psychologie studiert und in diesem Fach promoviert, außerdem auch in Physik. Und trotz Bender und Lucadou wird von der Wissenschaft die Parapsychologie und werden die Parapsychologen angefeindet; anscheinend wird vielfach noch immer nur Materielles anerkannt.
Man muss akzeptieren, dass es Menschen bzw. Ideologien gibt, für die Geistiges nur die Funktion von Körperlichem ist, sodass dem physischen Tod nichts mehr folgt. Demnach ist auch für solche RezensentInnen alles, was Wissenschaftler wie der Autor dieses Buches vertreten, reiner Unsinn.
Manche RezensentInnen (z.B. „M aus O“) lesen übrigens schlampig und kommen damit zu einem negativen Ergebnis; der eine Stern gebührte somit ihnen selbst und nicht von Lucadous Buch! (Mein Kommentar dort!)

Von Lucadou schreibt auch von seinen frühen Interessen für Physik und Parapsychologie, die ja viel miteinander zu tun haben (z.B. Cartesischer Schnitt, Seite 32ff). Haben RezensentInnen, die ihn in diesem Zusammenhang der Selbstbeweihräucherung bezichtigen, selbst psychische Probleme, etwa das eigene Selbstwertgefühl betreffend? Es spricht ja auch für den Autor, wenn es eine Zeit gab, „in der Wissenschaftler für mich zu Vorbildern wurden, wie Rockstars“ (48).

Im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts hatten circa zehn Prozent der Bevölkerung schon einmal etwas erlebt, das sie sich nicht erklären konnten (58f). Heute geben fast drei Viertel aller Deutschen zu, mindestens einmal in ihrem Leben etwas Derartiges erlebt zu haben (30). Höchstwahrscheinlich waren es vor mehr als 100 Jahren auch in etwa so viele, aber über so etwas zu sprechen, konnte damals dazu führen, in einer psychiatrischen Anstalt weggesperrt zu werden.

Ich weiß nicht mehr, woher ich die Empfehlung habe, einen Geist solle man fragen, ob man ihm helfen könne. Aber in keinem neueren Buch über Gespenster fragt irgendein Betroffener danach; auch nicht bei von Lucadou. Aber, wenn der Geist kein Gespenst mit Bewusstsein ist, dann hätte die Frage auch keinen Sinn.

Überrascht hat mich, dass in einem Kapitel „Verhexung, Verfluchung“ wissenschaftlich abgehandelt werden. Schwarze Magie (Verfluchung) funktioniert zwar nicht, wie sie in Voodoo-Filmen dargestellt wird, der Autor hält sie aber für höchst wirksam (151ff). Wenn ein Unglück das nächste zu jagen scheint, wird dies synchronistische Überschwemmung genannt. Man kann aber auch im positiven Sinne synchronistisch überschwemmt werden. Da ist man wohl selbst der Urheber, wenn man sich sagt: Ich habe immer Glück, ich bin ein Glückspilz! etc. Hier ist es von Vorteil, dass sich die Zufälle selbst organisieren können. Übrigens empfahl der wohl bedeutendste Vertreter des Positiven Denkens, Joseph Murphy, Verfluchungen mental dem Aussender zurückzuschicken, sodass der Fluch diesen selbst trifft. Ein gläubiger Christ kann sich zudem Gottes Schutz anvertrauen, denn wenn Gott für mich ist, wer ist dann gegen mich? (NT)

Ein vielleicht nur scheinbarer Widerspruch, den Spuk betreffend, ist mir aufgefallen: Auf Seite 175 bezeichnet der Autor den Spuk als psychosomatische Reaktion der Fokusperson, die sich in ihrer Umgebung auswirkt, wobei es sich um eine allgemeine Aussage handelt und nicht um einen speziellen Fall. Dagegen reagieren Fokuspersonen lt. Seite 177 nicht mit psychosomatischen Störungen. Das kann wohl nur heißen, dass die Fokusperson, die mit ihren psychosomatischen Störungen unwillkürlich und unwissend den Spuk produziert, auf diesen nicht mit psychosomatischen Störungen, die ihren eigenen Körper und nicht die Umwelt betreffen würden, reagiert.

Was nach dem Tod kommt, so kennen die meisten Menschen lt. von Lucadou zwei Möglichkeiten: „Entweder man stirbt und alles ist aus, oder die menschliche Seele existiert in einem Jenseits“ (196). Nun vertrete ich – wie auch die moderne Theologie dies sieht – die Auffassung, dass das Jenseits jenseits von Raum und Zeit ist, eben jenseits der Schöpfung, des Weltalls. Das verkauft der Autor uns als seine dritte und wahrscheinlichste Möglichkeit.

Im Anhang führt der von Lucadou Literatur zur Einführung in die Parapsychologie an. Diese ist allerdings alt bis sehr alt.
Die Alternativen, die ich empfehle, sind leider auch nicht mehr neu, weil es anscheinend nichts Neues gibt:
Walter von Lucadou, Dimension PSI
Roman Rýzl, Der Tod ist nicht das Ende (behandelt die Parapsychologie; irreführender Titel)
Joseph Murphy, Die Macht Ihres Unterbewusstseins

Zum Schluss noch eine vielleicht entbehrliche Anmerkung: Für mich wirkt von Lucadou am Cover dieses Buches selbst sehr magisch, wie ein Geist oder Gespenst; dasselbe gilt für die Abbildungen der Autorin Lucia Moiné auf der Rückseite ihrer Bücher („Reise ins Unbekannte“ 1,2,…).
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am 16. August 2017
Ich kenne Lucadous Werk von früher. Hier plaudert er meisterhaft und total entspannt aus der Schule; er verquickt gekonnt die Bereiche Wissenschaft und Unterhaltung. Ich habe es in zwei Tagen mit großem Gewinn durchgelesen. Auch als Einführung gut für Leute, die eine Scheu vor dem Thema haben. Hier werden sie glaubhaft entängstigt und gleichzeitig bereichert. Das Thema wird entmystifiziert und verliert doch nichts von seinem Zauber.
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am 19. November 2014
"Die Geister, die mich riefen" von Peter Wagner und Walther von Lucadou ist eine interessante Abhandlung über mögliche Spukphänomene in Deutschland.
Sie beginnt mit dem Tagesablauf Deutschlands bekanntesten Spukforschers, der gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt ist und sich einem vollen Schreibtisch mit Anfragen und Hilfeersuchen gegenübersieht. Im Laufe des Buches werden sämtliche Fälle abgearbeitet; einige exemplarische werden genannt und genauer dargestellt. Von Lucadou geht an die einzelnen Fälle mit seiner eigenen Theorie über Spuk heran: Seiner Ansicht nach sind sogenannte Verschränkungen, der Quantenphysik nicht unähnlich, für etliche Phänomene verantwortlich. Andererseits legt er sich aber auch nicht klar fest - so lässt er durchaus offen, ob in diesem oder jenem Fall eventuell auch Geister von Toten am Werk sein könnten.
Das Buch ist flüssig geschrieben, wenn auch sehr wissenschaftlich. Ein echter "Gruseleffekt" ist hier vergeblich zu suchen, und das ist auch so gewollt. Schließlich geht es um Ergründung und Begründung derartiger Phänomene, nicht um Effekthascherei. Von mir also vier Punkte dafür!
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am 27. Juni 2015
Ein sehr gut geschriebenes Buch, das ich mittags bekam und am Abend ausgelesen hatte. Sehr interessant geschrieben. Es werden nicht nur Fälle beschrieben und erzählt, sondern auch Erklärungsversuche geboten. Jedem, der sich für dieses Themenfeld interessiert, kann ich es empfehlen. Es lohnt sich.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 25. Mai 2013
Bin nach der Lektüre nicht schlauer als vorher. Sicher gibt es Dinge, die man n icht erklären kann. Aber das weiß ich auch ohne dieses Buch. Hatte mir etwas Aufklärung erhofft.
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am 29. Mai 2013
Nicht das, was ich erwartet hatte. Natürlich! Experten verraten auch nicht alles. Viele Erscheinungen bleiben eben ungeklärt, man muss sich selbst seinen Reim darauf machen.
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am 3. Januar 2013
Interessant zu lesen und trotz des Themas sehr sachlich. Punktabzug nur dafür, dass gegen Ende der Eindruck entsteht, es handle sich nur noch um Psychologie und die Beschreibungen vom Anfang etwas als Werbe-Aufhänger wirken.
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am 14. November 2013
Der Lucadou ist einfach klasse. Er ist Wissenschaftler und hat trotzdem das nötige Bauchgefühl und Fingerspitzengefühl, um das Thema zu behandeln.
Sehr gut.
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am 7. April 2014
Das ist das beste Buch in der Rubrik informative Literatur zu Spuk und Geistern. Genau so, sollte man über das Thema sprechen. Sehr gut.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 29. Dezember 2012
Ich habe schon ein anderes Buch dieses Autors gelesen: „Psi-Phänomene. Neue Erkenntnisse der Psychokinese-Forschung“. Der Punkt, der in beiden Büchern herausgearbeitet wird: es gibt parapsychologische Phänomene und sie existieren auch dann, wenn sie unserem gesunden Menschenverstand widersprechen, ja sogar, wenn sie in gewisser Weise unsere derzeitigen Erkenntnisse hinter sich lassen. Der Autor wiederholt dies in seinen Büchern zwar unermüdlich, aber genau da beginnt anscheinend bei Vielen der Widerspruch so stark zu werden, weil sowas sich nicht mehr ins alltägliche Denken integrieren lässt. Außerdem beleuchtet von Lucadou die „Elusivität“ der parapsychologischen Effekte, d.h. sie entziehen sich der exakten Beobachtung und sind auch nicht labormäßig kausal wiederholbar. Weil genau das ihr Kennzeichen ist, passen sie auch so schlecht in das etablierte Weltbild. Dass „ich“ ein Teil eines Systems sein kann, welches sogar materielle Auswirkungen erzeugt, ohne dass es dazu eine Kausalität (mit „Kausalität“ kann hier schon ein Lächeln gemeint sein) braucht, kann zwar oft wiederholt werden, es wird dadurch nicht besser. Es hieße ja, dass wir – auch – in einer Welt leben „in der das Wünschen noch geholfen hat“. Möglicherweise eine hinreichendere Erklärung für den Schützen, der sein Ziel auch im Dunkeln trifft.
Das Buch ist eine angenehme Lektüre, die zwar ohne Mathematik oder Physik auskommt, aber vom Leser eine gewisse Vorurteilslosigkeit verlangt. Hilfreich wohl auch, wenn man selbst schon das eine oder andere erlebt hat, das man sich nicht erklären konnte. Anschauliche Fälle beschreiben die auftretenden Phänomene, ihren Sinn und mögliche Strategien, damit umzugehen. Ich habe das Buch mit Freude gelesen, obwohl es einen nicht gerade vor Spannung zerreisst, und kann es empfehlen.
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