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am 10. Februar 2011
...oder empfindliche Mägen! :-)
So durchwachsen wie die Rezensionen hier sind, so widersprüchlich sind auch meine Empfindungen zu diesem Buch. Irgendwie ist das eine heiss-kalt-vorwärts-rückwärts-Achterbahn-Geschichte und ich bin hin und hergerissen zwischen distanziertem mildem Ekel und totaler Faszination - aber eins weiß ich: ich finde das Buch echt cool!
Und ich kann mit Fug und Recht sagen - sowas habe ich noch nie gelesen! Vielleicht hängt das ja mit der extremen Fremdartigkeit der dargestellten antiken mittelamerikanischen Welt und Zivilisation zusammen oder der Tatsache, dass ich nach knapp 900 Seiten kurz vor dem Ende immernoch bei dem Ich-Erzähler bin (sowas mag ich eigentlich überhaupt nicht!) und auf das Ende hinfiebere.
Das Buch ist dermassen bizarr und voller Details - und reizt bei mir auch das "Mehr-Wissen-Wollen", sodaß ich letztens u.a. bei arte an einem Bericht über das antike und heutige Mexiko und die verbliebenen und mit dem Christentum verwobenen heidnischen Bräuche hängengeblieben bin...

Zum "Antiheld-Held" - so ein ätzender Typ, der alles andere als liebens- oder bewundernswert ist und sich durch die Geschichte mogelt und dann doch wieder konsequent ist - und wenn er nur konsequent seine eigenen Ziele verfolgt. Ein sehr intelligenter unmachohafter Macho mit sozialen Inkompetenzen und mathematischer Inselbegabung für Kalender - der ohne mit der Wimpern zu zucken (nicht kaltblütig - nur völlig distanziert und unberührt) das Leiden von Menschen beobachtet - und Tränen vergiesst, als seine seltenen Meeresschnecken im Aquarium verenden.
Und das faszinierende dabei: in diesem ganzen Persönlichkeits-sozial-Arroganz-wer-bin-ich-eigentlich-Gewurschtel wächst er einem doch irgendwie widerwillig ans Herz.

Also - ich bin fasziniert von diesen krassen Widersprüchlichkeiten, finde die Geschichte dabei temporeich erzählt und spannend - und würde das Buch weiterempfehlen. Nur eben nicht an Leute mit empfindlichem Magen! :-)
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am 13. April 2009
Ja einfach macht es Brian D'amato einem nicht, wenn man das Buch liest. Schon allein die Maya Namen, die er verwendet und natürlich in erster Linie alles rund um die Datumsangaben macht es dem Leser nicht leicht immer zu folgen.
Jed ist ein Nachfahre der Mayas, ein Addierer, sprich einer, der sich mit Kalendern aber vor allem mit dem Opferspiel der Mayas auskennt. Von Klein auf hat er dieses Spiel gespielt und nutzt sein bisher begrenzt angesammeltes Wissen finanziell aus. Seine Kontakte zu einer Wissenschaftlergruppe, die sich an einen in diesem Buch recht undurchsichtig dargestellten Konzern verkauft hat bringen ihn zu einem Codex der Mayas, der ein Opferspiel beschreibt in dem das Ende der Welt vorhergesagt wird, aber nicht wie es zustande kommt. Da in diesem Spiel mit allen Maya-Mitteln gespielt wird, es also weit über Jeds Niveau hinausgeht, lässt er sich auf diesen Konzern und vor allem auf eine junge Frau ein, die ihn geschickt dazu bringt seinen Geist zurück zu den Mayas zu senden, um das Spiel zu lernen, wie es die alten Mayas gespielt haben.

Dort erlebt er als Jed2 die Kultur und die Zivilisation seiner Vorfahren kennen. Findet die Spielerin des Spiels und zettelt quasi einen Aufstand an, um zu bekommen wonach er sucht.

Der Roman spielt also auf zwei Zeitebenen und ehrlich gesagt ist der erste Teil des Buches wirklich sehr verwirrend und man schüttelt oft genug den Kopf, weil man nicht so richtig versteht, worum es geht. Der Teil in der Vergangenheitsebene verlangt viel Aufmerksamkeit, um sich zurechtzufinden. Hier übertreibt der Autor an mancher Stelle mit der Beschreibung der Umgebung und des Weges, den Jed2 mit seiner Gruppe nimmt. Klar ist es aus der Sicht des Autors sinnvoll die Kultur der Mayas und die Umgebung in der sie leben vor dem Leser auszubreiten und ich wünsche mir, dass die vielen geschichtlichen Darstellungen in den kommenden Bänden-die allerdings noch nicht einmal geschrieben zu sein scheinen-eine große Rolle spielen werden.

Diese Zeitebene wird-typischer Cliffhanger-abruppt verlassen. Verstärkt wird das Ganze noch dadurch, dass in einer späteren Hinterlassenschaft von Jed2 Hinweise auf weitere spannende Vorkommnisse zu finden sind.

Die Auflösung des Buches auf der heutigen Zeitschiene respektive Jahr 2012 ist allerdings dann natürlich die perfekte Basis für die Fortsetzungen.

Fazit: Wer etwas mit Zeitreise, Endzeittheorie und mittelamerikanischem Mystizismus mag, nicht schnell bei kleinen Längen in einem 880 Seiten Buch die Lust verliert, ist hier gut aufgehoben und deshalb klare Empfehlung.

Horror: Nicht der Inhalt, aber der Druck ist der reinste Horror, inhaltlich entstellende Druckfehler sind hier in einer solchen Masse angehäuft, dass der Leser gezwungen ist, den einen oder anderen Satz mehrmals zu lesen, bis er sich erschließt. Die Frage stellt sich heute immer mehr, wird in den Verlagen eigentlich noch redigiert oder wenigstens Korrektur gelesen? Ich kann nur vermuten Nie und Nimmer! Bastei Lübbe sollte sich etwas schämen! Deshalb keine 5 Sterne, die ich wegen des Themas und der tiefgründigen Umsetzung gern vergeben hätte.
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am 19. April 2009
Dass der Maya-Kalender am 21.12.2012 endet, dürfte vielen Lesern des Buches von Brian DŽAmato bereits bekannt gewesen sein. Im Internet kursieren schließlich unzählige Endzeitvarianten für dieses Datum. Selbst schwachsinnige Modelle, wie die Kollission eines Sterns oder eines bislang unbekannten Planeten unseres Sonnensystems mit der Erde werden dort zum besten gegeben. Oftmals kann man nur den Kopf schütteln. Erich von Däniken erwartet zu diesem Zeitpunkt im Übrigen die Rückkehr der Götter auf die Erde...

Der Autor entwickelt eine andere Art Endzeitszenario. Da das Buch "ein dicker Schinken" ist, ahnte ich beim Kauf nicht, dass es nur der erste Teil einer mehrbändigen Reihe ist, endete dies letztlich überraschend mit den Worten: "Ende des ersten Teiles.".

Der Autor selbst scheint ein Universalgenie auf allen möglichen Wissenschafts- und Trivialgebieten zu sein. Er kann sich über historische, astronomische, physikalische, chemische Ereignisse, politische Hintergründe, geographische Fragen, alles was mit Computern zu tun hat etc. detailgenau und dennoch witzig auslassen. Leider nervt die immer gleiche Art und Weise des Schreibstils zur witzigen Darstellung der Detailtreue mit der Zeit.

Der Thriller erinnert mich stark an eine moderne Version von "Zurück in die Zukunft". Leider kommt die gesamte Jed2-Story inmitten des Werkes nach starkem Anfang und verblüffendem Ende des ersten Teiles nur zähflüssig und teilweise langweilig herüber. Da kann man nur hoffen, dass dem Autor bei den Folgewerken nicht noch mehr die Puste ausgeht.

Lesenswert ist das Werk auf jeden Fall bereits aufgrund des unglaublichen Wissens des Autors. Mit dem Computer und dem Internet sollte man auf jeden Fall bestens vertraut sein. Dies setzt der Autor - der diesbezüglich viele Fachbegriffe benutzt - beim Leser voraus.
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am 17. Oktober 2010
Endzeitszenario mal anders - Ich musste das Buch in der Mitte mal weglegen: die ganzen Maya Namen, die vielen übergenau geschilderten Aus- und Eindrücke von Jed2, dem Double des Ich-Erzählers, dessen ICH in die Maya Zeit transformiert wird, um das Spiel zu lernen, das ihm helfen soll, das Ende der Welt zu verhindern... aber der plot ist gut, und wenn man dann wieder drinnen ist, dann wird es immer spannender - mit einem überraschenden Ende, das einem schon Lust auf das nächste Buch macht...
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am 23. November 2010
Als Experte im Lesen dicker (historischer, Fantasy u.ä.) Romane kann ich die teils
negativen Rezensionen nicht nachvollziehen. Zwar ist der Autor kein zweiter Gary
Jennings ("Der Azteke"), wer aber seine Darstellung der Maya-Kultur als langweilig
empfindet, sollte besser zur Bild-Zeitung greifen.
Die Vermischung von Spieltheorie und Endzeit-Thriller mit durchaus auch politischem
Background (Terrorgefahr) finde ich äußerst abwechslungsreich und an keiner Stelle
überladen mit Details. Die Figur des Ich-Erzählers wirkt auf mich glaubwürdig,mit
diesem Schluss hätte ich frühestens ab Seite 925 gerechnet.
Gut, im Erzählstil sind sicher noch Verbesserungen möglich (nicht jeder schreibt wie George R.Martin!!), insgesamt kann man aber auch hier nicht meckern. Die Neben-
figuren könnten vielleicht etwas plastischer konturiert werden.
Fazit: Ich freue mich auf den nächsten Band, allerdings sollten dann aber zwei
Bände genug sind, um dem allgemeinen Serien-Trend entgegen zu wirken.
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am 29. August 2009
Die alten Maya sagten an Hand ihrer Kalender und Orakel für den 21.12.2012 das Ende aller Zeiten voraus. Der Tag, an dem die Erde untergehen wird?
Jed DeLanda ist ein unmittelbarer Nachfahre der Maya und bekam bereits in jungen Jahren von seiner Mutter ein Spiel beigebracht, mit dem es möglich ist, künftige Ereignisse voraus zu sehen. Als Erwachsener nutzt er dieses Spiel überaus gewinnbringend für seine Börsenspekulationen. Kurz vor dem vermeidlichen Weltuntergang tritt ein scheinbar allmächtiger Konzern mit er Frage an ihn heran, ob es nicht möglich sei, gemeinsam mit dem Spiel und uralten Maya-Manuskripten die Ereignisse des 21. Dezember 2012 vorher zu sagen. Schnell stößt Jed an seine Grenzen, seine Fähigkeiten sind zu limitiert. Ihm wird klar, für die wahre Meisterschaft des Spieles muss er von seinen verstorbenen Vorfahren lernen. Eine Reise zurück in die Zeit scheint die einzige Möglichkeit zu sein.

Brian D'Amato verknüpft geschickt Motive eines Endzeit- und Techno-Thrillers mit historischen Elementen der alten Mayas. Dabei weiß er es geschickt, die vorhanden Mythen und das fehlende allgemeine Wissen über die Mayas mit der aktuell latenten Angst vor Terror in den USA zu vereinen. Abgerundet wird dies mit beschriebenen Technologien, wie sie bereits in einigen wenigen Jahren möglich erscheinen. Für die Zeitreise hat sich D'Amato einen ganz besonderen Clou ausgedacht, der den Leser sehr direkt in die Handlung einbindet.
Überhaupt fühlt sich der Leser direkt in die Handlung hinein gesogen. Zum einen reflektiert die Hauptperson Jed immer wieder auf teils sehr skurrile und unterhaltsame Art das soeben Erlebte, zum anderen finden die Passagen des Opferspieles oftmals unter Einwirkung bewusstseinserweiternder Substanzen statt. Das Erzählte erfährt ein zusätzliches Tempo, die Schilderungen werden bunter und teilweise recht abgedreht. Aber auch abseits der Drogenerfahrungen erfährt man zahllose kleine Details aus dem Leben und der Kultur der alten Mayas.
Leider hemmt dieses Kaleidoskop an Erfahrungen und Begebenheiten ein wenig die Entwicklung der eigentlichen Geschichte. Hat man die Möglichkeit, sich ungestört über Stunden in das Buch hinein saugen zu lassen, so hat man ein überaus schönes Leseerlebnis. Ein Buch für den täglichen Arbeitsweg in der U-Bahn oder als 30 minütige Einschlaflektüre ist es allerdings nicht, es fehlen die gleichmäßig verteilten Anknüpfpunkte, um immer wieder in die Geschichte zu finden.
Obwohl dieses Buch in sich abgeschlossen ist, bildet das Ende doch den Cliffhanger für einen kommenden zweiten Band. Leider ist der hier erzählte Schluss für den sehr langen Anlauf doch viel zu kurz erzählt, er wirkt auch arg konstruiert und ist, weil unvorhersehbar, auch einigermaßen unbefriedigend. Sollte einem das Buch an sich gefallen haben, weiß man jedoch sehr genau, worauf man sich im zweiten Teil freuen kann.
Völlig unverständlich ist mir allerdings, wieso dieses mit fast 900 Seiten sehr umfangreiche Buch nur als Taschenbuch erschienen ist. Entschädigt wird man allerdings durch ein wunderschönes Art-Work sowie zahlreiche Karten und erklärenden Skizzen.

Eine intelligente, überaus spannende und bisweilen unorthodox erzählte Geschichte, die manch unterschiedliche Genres geschickt mit einander verbindet und ein lang anhaltendes Lesevergnügen bereitet.

Das Gegenteil von Zimt ... ;)
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am 8. August 2009
Ein Mischung aus Zeitreise, Mayageschichte, Endzeitvision und Thriller hat Brian D'amato da vorgelegt. Und laut Internet ist das Buch der 1. Teil einer Trilogie. Das erklärt auch das leicht offene Ende.

Der Klappentext beschreibt schon in groben Zügen die Handlung. Natürlich spielt sich noch viel mehr auf diesen knapp 900 Seiten ab. D'Amato schreibt flüssig, lakonisch und sehr detailliert. Das hat Vor- aber auch Nachteile.

Jed DeLanda ist ein Nachkomme der Maya, inzwischen im heutigen Amerika verwurzelt, aber sich seiner Kultur durchaus bewusst. Das zeigt sich vor allem in dem Opfer-Spiel, das er spielt. Es ist kein Wahrsage-Spiel, macht es dem geübten Spieler aber möglich, die richtigen Vorhersagen zu deuten. Jed ist ein wenig skuril, leicht autistisch und mit mehreren Inselbegabungen ausgestattet. Über seinen alten Professor kommt er mit Marena Park, die PC-Spiele designt, in Kontakt. Er soll einen alten Kodex deuten. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Eine krankmachende Substanz wurde freigelassen und Amerika gerät in einen Ausnahmezustand. Schließlich wird er mit dem Zeitreiseprogramm vertraut gemacht. Teile des Bewusstseins werden transferiert in die Vergangenheit auf eine andere Person. Diese verdoppelte Persönlichkeit verdrängt laut Plan die des Wirts, hat aber keine lange Lebensdauer. Und, für mich ein fasziniereder Gedanke, sie lebt ihr eigenes Leben weiter. Jed1 bleibt im heutigen Amerika, Jed2 reist in den Körper eines Maya, der im 7. Jhd lebt und erfüllt dort seine Mission. Und kein Bewusstsein bekommt mit, was das andere erlebt.

Leider wird der Autor immer ausgelassener in seinen Beschreibungen und Berichten, sobald Jed in der Vergangenheit ankommt. Wird zuvor noch gut Spannung aufgebaut, der eigenwillige Jed, der in der Ich-Form erzählt, uns nahe gebracht, verlor ich bald den Faden und auch ein wenig das Interesse, als wir Jed2 im Körper eines Mayas namens Schakal folgen. Wirklich fast jede Bewegung wird beschrieben, jeder Moment, das war mir dann doch etwas zuviel. Zudem wird das komplexe Spiel auf hoher Ebene im Drogenrausch gespielt, auch auch diesen Zustand lässt der Autor durch den Ich-Erzähler einfliessen.

Insgesamt ist der Roman ein interessanter Zeitreiseroman, gepaart mit dem Gedanken um das Ende der Welt 2012. Wir erfahren zudem einges über die Maya. Allerdings hätte ich mir ein Nachwort gewünscht, was Fiktion ist und was nicht. Das Spiel z.B. gibt es wohl nicht, ebensowenig wie den im Buch beschriebenen Kodex. Das Buch ist vielleicht etwas zu detailliert und ausschweifend, ein wenig Straffung hätte ihm gut getan. Die Handlung spielt 2011, also ein Jahr vor dem geweissagten Ende. Die Technik geht ja in Riesenschritten voran, aber ob wir in 2 Jahren soviel neue Gimmicks haben, wie der Autor beschreibt, wage ich mal zu bezweifeln. Brian D'Amato, der seine Hauptfigur mit Mayawurzeln sehr authentisch beschreibt aber selber wohl alles andere als das ist, kann aber gut und locker schreiben. Ich werde auf jeden Fall nach dem Nachfolgeband ausschau halten und hoffe darauf, das er ein wenig gestrafft ist. Schließlich will ich wissen, was Jed1 nun vorhat
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Michael Crichtons ebenbürtiger literatischer Erbfolger heißt Brian d'Amato!
Kaum hätte ich zu glauben gewagt, dass ein US-amerikanischer Autor Unterhaltungsliteratur auf höchstem wissenschaftlichen Niveau auf packende, ironisch-witzige, vor allem klischeefreie knapp 1000 Seiten dehnen könnte, ohne auch nur eine Zeile langatmig zu werden.
"2012 - das Ende aller Zeiten" ist mehr als nur ein Thriller, das Buch entführt unterhaltsam aus einer hochtechnisierten Welt in die Maya-Kultur des 7. Jahrhunderts und verlangt dabei dem Leser eine Menge an Allgemeinbildung ab, um dem rasanten, detaillierten, durch witzig-spontane Kommentare gespickten Plot folgen zu können. Neben einem mächtigen Hintergrundwissen der amerikanischen Popkultur, wissenschaftlicher Raum-Zeit-Thesen, ozeanischer Fauna, neuester Intelligenter Technik, Geografie und Politik Mittelamerikas verlangt das Buch überdies zumindest Grundkenntnisse des Spanischen, um dem Inhalt überhaupt folgen zu können.
Eine in sich stimmige Geschichte, die trotz allen apokalyptischen Rahmens alles andere als Sci-Fi, mehr aber packende Kulturgeschichte ist, entführt - nein taucht - den mental aufgeschlossenen Leser in eine antike Welt der mittelamerikanischen Hochkultur lange vor der europäischen Invasion, schildert diese eindringlich, plastisch, schrecklich und faszinierend zugleich und erwartet frechweg gekonnt, dass der Leser genug Atem geschöpft hat, diesen Tauchgang durchzustehen.
2012 ist ein Mentalmarathon, ein Hirnstimulant, ein geschichtsphilosophischer Thriller und eine gnadenlose Abrechnung mit dem gegenwärtigen US-amerikanischen Weltbild. Gnadenlos gut, gnadenlos tiefschürfend, gnadenlos Seitenhiebe verteilend - Genial eben!
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am 10. Dezember 2009
Die Art, wie der Autor die Höhepunkte in die Geschichte verpackt, hab ich noch selten erlebt.

Es ist nicht wie bei vielen anderen, wo der Höhepunkt am Ende eines Kapitels ist, sondern die Höhepunkte und wichtigen Aussagen/Details/Elemente/Ereignisse geschehen mittendrinnen und wenn man nicht aufpasst, überlest man sie.

Wichtige Wendungen werden gerne heruntergespielt und die Bedeutung mancher Aussagen kommen erst später richtig zur Geltung - ein Buch zum Mitarbeiten/-denken.

Zeitweilig ist der Aufwand, den der Autor betrieben hat, enorm. Jedoch die Einführung in das Leben der Maya fand ich genial.

Jed ist nicht wirklich der Held, eher ein Anti-Held - so wie eben das Leben spielt.

Das Buch ist zu beginn schwierig, man muss sich erst in die Erzählform einlesen. Danach habe ich es nicht mehr aus der Hand gegeben.

Der Schluß ist frustrierend/ernüchternd/klar und real!

Danke an den Autor für dieses Buch!

1 Punkt Abzug gibt es für die grottenschlechte Übersetzung, bzw. für die vielen Rechtschreibfehler im Text.
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am 30. Juni 2009
...allerdings doch sehr zäher Mix aus Sci-Fi, Abenteuer und Horror... mir hat es aber trotzdem wirklich gefallen!
Ich kann alle Rezensenten hier verstehen, die das Buch als zu langweilig betitelt haben, ich selber empfand die Geschichte auch als mindestens 200 Seiten zu lang.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass die positiven Aspekte überwiegen. Die wären da z.B. dass der Roman extrem orginell ist, diverse absolut unvorhersehbare Wendungen beinhaltet und im allgemeinen einen tollen und sehr anspruchsvollen Schreibstil hat. Man könnte meinen, dass DAmato ebenfalls so viele Bücher wie z.B. ein Stephen King veröffentlich hat (der ja auch immer wieder dazu hintendiert seine Romane extrem in die Länge zu ziehen).
Am Ende hat die Geschichte bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen und das erwarte ich von einem guten Buch. Geht teilweise wirklich unter die Haut...
Ist auch für (wie gesagt) Stephen King oder Dan Simmons Leser geeignet.

Das Hörbuch fand ich dagegen nur gut bis mittelmäßig, da sehr viel herausgekürzt wurde.

Freue mich insgesamt auf die Fortsetzungen, aber ich hoffe auch dass diese etwas weniger langatmig sind.
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