Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16 Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
289
4,3 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 17. September 2011
Vorab möchte ich sagen: Ich LIEBE Zeitreisegeschichten! Bevor ich allerdings mit dem Lesen dieses Buches begann, wusste ich nicht, dass es darin auch um Zeitreisen geht, denn ausschlaggebend für mein 'Will ich unbedingt lesen'-Gefühl war eher das wunderschöne Cover, das dem Leser nicht nur einen Augenschmaus ob der Gestaltung und Farben bietet, sondern auch einem 'Buch-Streichel-Fetischisten' wie mir einen Höchstgenuss der Extraklasse bietet. Denn der Schutzumschlag fühlt sich so wunderbar weich an, wie ich es bisher von keinem Buch kannte. Ich kann es leider auch nicht beschreiben, aber es fühlt sich nicht an, wie einfaches Papier, sondern eher leicht 'gummiert'.

Schon nach ein paar Seiten war mir dann klar, dass ich es schwer haben würde, aus diesem Buch wieder hinauszukrabbeln. Denn es gibt Bücher, bei denen man direkt am Anfang das Gefühl bekommt 'Hey, das Buch ist nur für mich geschrieben!' und genau dieses Gefühl hatte ich.

Anna ist eine 17jährige Schülerin, die mit ihren Eltern die Sommerferien in Venedig verbringt. Eines Tages besucht die Familie dort eine Bootsausstellung, bei der sie einem kleinen Unfall unterliegt und in den Kanal stürzt. Als sie wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass sie erstens nackt ist und zweitens die Stadt nicht mehr ausschaut, wie sie sie kannte.

Als man ihr kurze Zeit später eröffnet, dass sie sich im Jahre 1499 befindet, glaubt sie zunächst an einen Scherz, doch als sie versucht, den Leuten, die sie dort kennenlernt beispielsweise von ihrem iPod zu berichten, merkt sie, dass sie moderne Wörter wie dieses gar nicht aussprechen kann. Sie verwandeln sich automatisch. Als Beispiel sei hier erwähnt, dass aus "Klo" der "Abtritt" wird. Eben das Wort, das es zu der damaligen Zeit gab.

Schnell lernt Anna andere Menschen kennen und findet heraus, dass sie nicht die einzige Zeitreisende zu sein scheint. Und obwohl alle aus unterschiedlichen Ländern zu kommen scheinen, können sie doch alle miteinander kommunizieren, was wohl an einem 'intergalaktischen Translator' liegen muss, der anscheinend ebenfalls in ihren Sprachgebrauch eingearbeitet wurde.

Und so interessant das Venedig im Jahre 1499 auch sein mag, so versucht Anna natürlich schnell wieder in ihre Jetztzeit zurück zu kommen. Doch werden ihr bis dahin viele viele Steine in den Weg gelegt. Denn Anna ist nicht ohne Grund in die Vergangenheit gereist. Es gibt eine Aufgabe, die sie erfüllen muss ...

Ich kannte bereits zwei historische Romane von Eva Völler, die sie unter dem Pseudonym 'Charlotte Thomas' geschrieben hat und an vielen vielen Stellen hatte ich das Gefühl, als sei der 'Zeitenzauber' ein kleines Kind der Großen. Denn ich konnte mir wunderbar vorstellen, dass die Geschichte um Anna eine kleine Randgeschichte der anderen ist. 'Zeitenzauber' ist aber kein wirklich historischer Roman, denn es spielen ja sehr viele Dinge und Faktoren (und auch sehr moderne Dinge wie Facebook, Greys Anatomy usw.) eine Rolle, aber meiner Meinung nach führt dieser Roman den jungen Leser an historische Bücher heran. Denn (zumindest bei mir war es so) es entwickelt sich die Lust auf 'mehr' aus dieser Zeit.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist der Wortwitz, der immer wieder auftaucht. Gerade am Anfang gab es mehrere Stellen, an denen man in sich hineinkichert. Später wird aus der lustigen Geschichte eine sehr sehr spannende und am Ende hatte ich eine Gänsehaut am Körper. Für mich eine sehr gelungene Mischung aus mehreren Aspekten, die ein Buch lesenswert machen.

Erwähnenswert finde ich auch noch, dass es unter anderem auch ein paar typisch alte italienische Begriffe gibt, die jeweils als Fußnote erläutert werden und so kommt auch der Lerneffekt in diesem Buch nicht zu kurz.

Ich bin froh, dass dieser Roman nicht der Auftakt einer Trilogie ist, denn sonst müsste ich nun mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung warten. Vielmehr ist die Geschichte in sich abgeschlossen, schürt aber am Ende die Hoffnung darauf, dass es sich lediglich um den Auftakt einer Serie handelt. Sollte dies der Fall sein, werde ich liebend gerne auch bei einem zweiten Teil wieder dabei sein!

2009 meets 1499 und das in einer Form, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistern wird!
77 Kommentare| 189 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2013
Als ich von diesem Buch hörte, dachte ich es wäre etwas ähnliches wie die Edelstein-Trilogie. Ist es aber definitiv nicht. Anna gelangt durch einen Zufall in die Vergangenheit und bleibt auch dort. Sie sitzt quasi im 15. Jahrhundert fest und muss sich da irgendwie zurechtfinden. Ich fand das Leben in der Vergangenheit total interessant. Anna hatte da an manchen Stellen etwas Probleme und nörgelte für mich zu oft an der Hygiene etc. herum. Schon klar, ein Leben ohne eine normale Toilette, ohne Deo, etc. ist nicht toll, aber dass sie gerade die Vergangenheit hautnah miterlebt, hat sie kein bisschen interessiert.

Anna scheint auf den ersten Blick total sympathisch. An gewissen Stellen störte mich dann aber ihre unreife Art. Manchmal denkt sie zu wenig nach, und macht stattdessen einfach mal. Aber im Bezug auf Sebastiano hat sie mir mit ihrer mutigen und beschützerischen Art gut gefallen. Sebastiano hat mir unheimlich gut gefallen. Er ist zwar am Anfang extrem wortkarg, aber genau das gefiel mir irgendwie. Sein Charakter fand ich sehr interessant, vor allem da er nicht so stereotyp war.

Auch wenn Anna nur durch einen Zufall in die Vergangenheit gelangte, handelt es sich trotzdem um einen Zeitreiseroman, denn gewisse Personen können hin und her reisen. Genau bei diesem Punkt handelt es sich um mein Hauptproblem mit dem Buch, denn es werden zwar viele Sachen angetönt, aber was wirklich dahintersteckt wird nicht erklärt. Es gab so viele offene Fragen. Wenn diese nicht spätestens im zweiten Band aufgelöst werden, bin ich erst recht enttäuscht.

Einen Pluspunkt hat das Zeitreisethema aber. Um das Zeit-Raum-Kontuinum (?)-Problem zu umgehen, hat sich die Autorin etwas gutes Einfallen lassen: Auf allen Charakteren aus der Zukunft haftet eine Sperre, wenn sie mit jemandem aus der Vergangenheit sprechen, d.h. sie können keine zukünftigen Geschehnisse ausplaudern. Ausserdem werden nichtzeitgerechte Wörter übersetzt, was manchmal ziemlich amüsant war.

Fazit:
Mit der Protagonistin hatte ich an manchen Stellen so meine Probleme, dafür gefiel mir der Protagonist sehr gut. Venedig im 15. Jahrhundert war für mich richtig interessant, das Zeitreisethema ist aber, meiner Meinung nach, zu wenig gut ausgearbeitet.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Februar 2012
Zum Inhalt:
Die 17jährige Anna begleitet ihre Eltern, als diese beruflich in Venedig zu tun haben. Ihr Vater ist Archäologe, aber dummerweise hört Anna nicht richtig zu, als er von merkwürdigen Fundstücken erzählt. Denn kurz darauf fällt sie bei einer historischen Bootsparade in einen der Kanäle - und wacht in der Vergangenheit wieder auf, genauer gesagt im Jahr 1499!

Meine Meinung:
Das Buch liest sich schnell und ist eine wirklich nette Unterhaltung. Zeitreise-Romane sind eigentlich nicht so meine Leserichtung, aber dieser hier hat mir gut gefallen. Allerdings bin ich mit der Protagonistin Anna nicht so recht warm geworden. In der Gegenwart kam sie mir deutlich jünger vor als 17. Als sie dann in die Vergangenheit gereist war, hat sie sich doch als ziemlich schlaues und mutiges Mädchen entpuppt, aber gefühlsmäßig ist sie mir eher fremd geblieben.

Etwas mehr Tiefe hätte den Charakteren nicht geschadet, trotzdem habe ich Annas Suche nach dem Weg zurück in ihre eigene Zeit als kurzweiliges Lesevergnügen empfunden

Zeitenzauber ist als Trilogie gedacht, die Bände sollen aber unabhängig voneinander gelesen werden können, was aus meiner Sicht bei diesem ersten Band auch gut gelungen ist.
0Kommentar| 43 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. August 2015
Ich habe das Buch gekauft, weil mich das Cover angesprochen hatte und weil ich das Klappentext spannend fand. Das Buch jedoch konnte mich nicht ganz überzeugen. Stellenweise langatmig, manches ziemlich überzogen. Ich werde nicht näher auf die Details eingehen um nicht zu viel zu verraten, aber wer das Buch liest, wird mir vielleicht zustimmen. Im Prinzip hätte man noch mehr aus dieser Geschichte machen können, Potenzial war auf jeden Fall da. Die Sprache hatte mich auch nicht wirklich begeistern können, da ich erst kürzlich die Bücher von Kai Meyer gelesen habe - die liegen Welten dazwischen. Aber ich möchte der Autorin trotzdem Kompliment machen - das Buch wurde mit viel Liebe geschrieben und sorgfältig recherchiert. Darum ist es trotzdem lesenswert. Auch wenn ich nicht wirklich mitgerissen wurde, aus dem Grund die anderen beiden Teile nicht kaufen werde. Es sind meine ehrlichen Empfindungen, ich hätte sehr gerne mehr Sterne vergeben, aber leider hatte es für mehr nicht gereicht. Trotzdem danke.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. August 2016
Anna verbringt ihre Ferien in Venedig und hat darauf so gar keine Lust. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit ihrem Handy oder ihrem Tablet. Eines Abends sieht sie sich mit ihren Eltern ein Fest am Wasser an und fällt aus versehen ins Wasser. Ein geheimnisvoller Junge rettet sie und zieht sie in eine rote Gondel, ein Knall ertönt und alles wird schwarz. Als Anna wieder zu sich kommt befindet sie sich nicht mehr im hier und jetzt sondern ist in der Zeit zurück gereist.

Zum Anfang war ich ja ein wenig skeptisch und mochte Anna nicht so recht leiden, aber das Buch hat mich doch positiv überrascht. Anna war zwar zum Anfang sehr weinerlich und doch recht arrogant, aber zum Glück wurde es mit jeder Seite besser. Am Ende mochte ich sie sogar sehr gerne, sie hat echten Charakter bewiesen.

Mit Sebastiano hatte ich so meine Probleme, ich finde das er doch sehr blass geblieben ist und man nicht viel von ihm mitbekommen hat. Man weiß als Leser praktisch nichts von ihm und das stört mich doch schon sehr. Ich hoffe das wir in Band 2 etwas über ihn erfahren. Auch fand ich die Romanze zwischen ihm und Anna fragwürdig, weil es für mich zwischen den beiden keine Chemie gab.

Die Nebenfiguren blieben für mich alle leider auch etwas auf der Strecke, was ich sehr schade fand da ein paar sehr interessante Charaktere dabei waren. Alles in allem fand ich die Story sehr unterhaltsam, sehr spannend und sehr mysteriös. Das einzige was mich wirklich gestört hat war die Instant Love Story zwischen Anna und Sebastiano.

Sie mochten sich nicht sehr und kannten sich noch gar nicht richtig da hieß es schon "ich habe mich in dich verliebt". Das war doch ein bisschen zu viel des guten und von da an konnten sie auch nicht mehr die Finger von einander lassen. Ansonsten fand ich das Buch sehr gut, ich lasse mich einfach mal überraschen was Band 2 so mit sich bringt!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Mai 2014
Über die Zeitenzauber- Trilogie von Eva Völler wurde in letzter Zeit sehr viel gesprochen und vor allem stolperte man in so gut wie jedem Buchblog über die Rezensionen. Vor kurzem erschien nun der dritte und abschließende Band der Trilogie und so dachte ich mir, dass ich ja nun auch mal anfangen könnte, die Reihe zu lesen.

Zu der Leseentscheidung kam dann aber noch ein anderer Grund, warum ich unbedingt mal ein Jugendbuch von Eva Völler lesen wollte: Unter dem Pseudonym „Charlotte Thomas“ hat die Autorin mich bereits mehrfach mit ihren historischen Romanen verzaubert (wie man hier auf dem Blog ja auch schon lesen konnte). So schien es natürlich absolut perfekt, nun ein Buch von ihr zu lesen, in dem eine Jugendliche eine Zeitreise ins historische Venedig macht!

Nachdem ich den Roman „Die magische Gondel“ nun gelesen habe, blieb ein eher zwiespältiges Gefühl zurück.

Aber erstmal etwas zur Geschichte: Die 17-jährige Anna ist ein ziemlicher Durchschnittsteenager, der seine Sommerferien mit den Eltern in Venedig verbringt. Bei einem Spaziergang durch die Stadt fällt Anna eine rote Gondel auf, und das, obwohl doch eigentlich alle Gondeln in Venedig schwarz sein müssen. Bei einem Fest fällt Anna dann ins Wasser, nachdem sie die rote Gondel betreten hat – und erwacht im Jahr 1499. Offensichtlich hat sie einen Zeitsprung gemacht, da sie 1499 ein wichtiges Ereignis verhindern soll, um die Zukunft so zu erhalten, wie wir sie heute kennen.

Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Sebastiano, der ebenfalls ein Wanderer zwischen den Zeiten ist und weitere illustre Gestalten, die den beiden an den Kragen wollen.

Nun gut, es ist ein Jugendbuch. Deshalb hat Eva Völler wohl einige Mühen darauf verwendet, Anna so jugendlich wie möglich darzustellen, was ich jedoch eher als kindlich- naiv empfunden habe. Manchmal hätte ich ihr gerne einen gehörigen Klaps auf den Hinterkopf verpasst, damit sie die Dinge etwas klarer sieht. Trotzdem fand ich Anna und Sebastiano als Hauptfiguren recht sympathisch und auch die aufkeimende Liebesgeschichte der beiden war nett zu lesen.

Eva Völler überragte natürlich mal wieder alles mit den Schilderungen von Venedig, vom Alltagsleben, der Beschreibung der Menschen – einfache Leute ebenso wie Adelige. Dass sie das kann, hat sie ja nun auch schon oft bewiesen.

Trotzdem blieb die Geschichte für mich seltsam farblos. Ich kann nicht mal richtig beschreiben, was mir gefehlt hat, aber der letzte Funke ist einfach nicht übergesprungen. Das System der Zeitreisen, wie es hier angelegt ist, hat sich mir nicht ganz erschlossen und da half es nicht unbedingt, wenn die Hauptperson auch noch nicht sehr intelligent ist und auch keine Ahnung von nix hat.

Nichtsdestotrotz werde ich mir aber den zweiten Band auf jeden Fall noch kaufen und lesen, um mir dann eine abschließende Meinung darüber bilden zu können – auch im Vergleich – ob ich die Geschichte mag oder nicht. Bisher bin ich etwas gespalten in meiner Meinung.

Auf der einen Seite stehen das interessante Thema, die süße Liebesgeschichte und die tollen historischen Fakten, die Eva Völler wirklich gut darstellt, auf der anderen Seite stehen die Ungereimtheiten, die sich für mich nicht aufgelöst haben und die leicht dusselige Hauptfigur, die ihrem Geliebten vorschlägt, er solle sie doch bei Facebook suchen, wenn er mal wieder in der Zukunft ist. Und wenn das nicht klappt, habe sie auch noch Myspace und SchülerVZ.

Kein Kommentar.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. März 2012
'Du kannst gleich gehen, aber deinen Namen muss ich wissen, und auch den Ort, wo du wohnst.'
'Ich heiße Hannah Montana.'
'Und wo wohnst du?'
'Am Disney Kanal.'
(Zeitenzauber, Seite 40)

Hannah Montana meets 1499, als es noch Nachttöpfe gab! Spannend? Auf jeden Fall. Fragt sich nur, ob die Idee auch gut umgesetzt wurde, nachdem Kristin Gier mit der Edelstein ' Trilogie so erfolgreich war. Aber eben diese Frau Gier lobt das Buch selber in den höchsten Tönen ('Unbedingt lesen!'). Hat sie recht? Meiner Meinung nach hat sie das, allerdings nur bedingt. ;)
Wie immer ist meine Rezension in 'STORY', 'STIL', 'AUTHENTIZITÄT (der Charaktere, Handlung und der Liebesgeschichte)' und 'FAZIT' unterteilt, wer sich also nicht durch alles quälen möchte, kann schnell zu einem Kriterium springen. ;)
Eine 'Miniversion' meiner Rezension aber gleich am Anfang:

STORY: Frisch, witzig, recht spannend, zum Ende hin sehr kitschig
STIL: Angenehm, witzig
AUTHENTIZITÄT: Tolle Ideen wie eine Sprachblockade in der Vergangenheit, sodass Anna keine 'neuen' Worte wie Ipod sagen kann, jedoch unausgearbeitete Charaktere und Handlungen, eine aufgesetzte Liebesgeschichte
FAZIT: Erste Hälfte 5 Sterne, danach teilweise nur 3.. Man hätte mehr daraus machen können!

-> Story: Wer jetzt erwartet, hier genau das aufgetischt zu bekommen, was man schon aus der Edelstein - Trilogie kennt, wird eines besseren belehrt, denn schnell wird einem klar, alles ist ganz anders.. Anna hat immer ein merkwürdiges Jucken in ihrem Nacken, wenn Gefahr droht. Eben dieses Jucken wird unerträglich, als sie mit ihren Eltern in Venedig ist.. Und soll sich auch als berechtigt erweisen! Denn schneller als sie selber gucken kann, liegt sie vollkommen nackt in irgendeiner Gasse und ist im Jahr 1499 gelandet.
Mehr will ich nicht verraten, aber es ist wirklich nicht wie in der Edelstein - Trilogie, angefangen dabei, dass Anna nicht von sich aus zeitreisen kann, sondern sozusagen unfreiwillig in eine involviert wurde. Natürlich gibt es zu dieser Storyline viele liebenswürdige Charaktere und einen männlichen Akteur, der nebenbei bemerkt aussieht wie Orlando Bloom und für all den Mist mit verantwortlich ist. ;)
Zum Ende hin wird sie jedoch unübertrefflich kitschig, was ich nicht für nötig gehalten hätte, aber das ist Geschmackssache..
Die Story ist also was neues, spannendes und auch gut durchdachtes, aber dazu mehr unter Authentizität!

-> Stil: Schreiben kann die Autorin auf jeden Fall, keine Frage. Sie hat eine lockere Art zu schreiben und man ist gleich mitten im Geschehen, ohne sich lange reinlesen zu müssen. Einen tollen Humor hat sie ebenfalls, ich musste einige Male laut auflachen (bestes Beispiel das Zitat vom Anfang). ;)
Die Umgebung wird gut, aber nicht zu ausführlich beschrieben, man gerät nie in langweilige Passagen. Es ist gerade so geschrieben, dass man ein Bild von Venedig in der Vergangenheit bekommt, ohne jeden Pflasterstein in den Gassen ausführlich beschrieben zu bekommen.
Denn genau das es so kommen würde hatte ich befürchtet, da besonders bei Zeitreisegeschichten Autoren gerne jedes Haus und jede Person der Vergangenheit so ausführlich beschreiben, dass man sich schnell langweilig. Hier? Fehlanzeige!
Allerdings arbeitet sie ihre Hauptcharaktere zu wenig aus, was mich echt gestört hat (dazu auch mehr unter Authentizität).

-> Authentizität: Bingo, auch das dritte Kriterium erfüllt die Autorin teilweise spielend. Anna ist (mir) sowohl in der Gegenwart, wo sie sich am liebsten mit ihrem neuen Ipod beschäftigt, als auch in der Gegenwart, wo sie das Wort Ipod nicht mal aussprechen kann, recht sympathisch gewesen. :)
Richtig gehört, 'moderne' Worte wie Ipod, Toilette, Lady Gaga oder sonst was lassen sich nicht aussprechen, schließlich soll die Vergangenheit ja nicht durch die Zukunft beeinflusst werden. So kommt es dann, dass aus dem Wort 'Film' 'Kostümspiel' wird und Anna die eigentlichen Worte nicht sagen kann. :)
Auch sonst hat sich die Autorin auf jede Frage eine schlaue Antwort überlegt. So ist Zeitreisen schon fast logisch, wenn ich das mal so ausdrücken darf. ;)
Was mir allerdings weniger gefallen hat, war die eindeutig sehr schwache zweite Hälfte des Buches. Ich denke ich verrate hier keinem ein Staatsgeheimnis, wenn ich schreibe, dass sich zwischen Anna und Sebastiano, dem gutaussehenden Zeitreisenden, eine Romanze anbahnt. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, aber wenn diese Romanze komplett aufgesetzt und unnachvollziehbar daherkommt, ist das leider alles andere als gut. Am Anfang wechseln die beiden kaum irgendwelche Worte miteinander, und wenn, dann sagt er ständig nur 'Das kann ich dir nicht sagen', die restliche Zeit ist er unterwegs. Als sie sich dann wieder treffen, gestehen sie sich sofort ihre Liebe und alles ist in der Hinsicht geklärt. Da habe ich mich nur gefragt, ob ich den Teil, in dem sich die beiden ineinander verlieben konnten, übersehen habe, aber nichts da, den gibt es einfach nicht.
Das hat mich immens gestört, denn nicht nur das die Romanze so aufgesetzt wirkte, der Leser selber hatte auch gar keine Möglichkeit Sebastiano kennenzulernen, da er so wenig auftaucht. Da hilft es auch nichts, wenn er nach Annas Beschreibung aussieht wie Orlando Bloom. Es fehlt einfach ein Einblick in seine Persönlichkeit, ich konnte keinen Zugang zu ihm finden. Erst ist er abweisend bzw. kühl, in der nächsten Szene, in der sie aufeinander treffen, gesteht er ihr seine Liebe. Das passt einfach nicht!
Auch andere Handlungen sind, naja, etwas unglaubwürdig. Anna ist so schwer in Sebastiano verknallt, dass sie nach seinem Liebesgeständnis nicht mal mehr darüber nachdenkt! Da habe ich mich auch wieder gefragt, was das soll.. Schwärmt sie doch erst so von ihm, scheint sie das wiederum erst mal herzlich wenig interessieren.
Außerdem verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse ziemlich. Ist ansichts nicht schlechtes, aber während dem Lesen war mir manchmal nicht klar, ob der Charakter jetzt gut oder schlecht ist, warum er so handelt und wie ich dies & das jetzt verstehen soll.. Eben genau aus dem oben genannten Grund: Es fehlen einfach erläuternde Seiten, es wirkt so als hätte man manche notwendigen Stellen einfach ausradiert.
Genauso wenig hat mir das kitschige Ende gefallen.. Weniger ist manchmal mehr, aber ich will nichts zu viel verraten..

Fazit: Ein Buch, aus dem man mehr hätte machen können! Während die erste Hälfte einen noch voll einnimmt und ich dem Buch locker 5 Sterne gegeben hätte, lässt es in der zweiten stark nach.
Potential wäre auf jeden Fall da! Die Geschichte ist neu, gut geschrieben, allerdings wirken sowohl die Romanze als auch das Ende aufgesetzt.
Ich bin mir sicher, dass es nichts geschadet hätte, wenn die Autorin sich einfach etwas mehr Zeit gelassen hätte und das Buch dann um ein paar Seiten länger geworden wäre, auf denen die Charaktere weiter ausgebaut und manche Handlungen ersichtlich geworden wären.
Da es eine Fortsetzung geben wird, hoffe ich, sie lässt sich mit der mit Zeit und verleiht ihrer guten Idee den nötigen Schliff. Mit ein bisschen mehr Zeit und mehr Seiten, auf denen man die Möglichkeit hat, alles nachvollziehen zu können, wird der nächste Teil sicher besser. Hoffentlich!

-> 1 Stern für die Idee und ihre Umsetzung, 1 Stern für den Schreibstil und einen für die tolle erste Hälfte.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juli 2015
Die Geschichte ist an und für sich nett und schön! Was mir gar nicht gefallen hat, ist die Oberflächlichkeit der Schriftstellerin beim Schreiben! Die Hauptfigur fühlt sich in der Vergangenheit klarerweise vollkommen fehl am Platz und ist auf die Hilfe von einem jungen Mann, Sebastiano, angewiesen. Die Dialoge zwischen den zwei haben hauptsächlich damit zu tun, dass die Hauptfigur wieder in ihre Zeit zurückkehrt und plötzlich aus dem Nichts verliebt sich das Mädchen in den Kerl! Es fehlt jede Beschreibung, jeden Bezug zu den Gefühlen der Figuren! Somit fühlt sich der Lesen von der Liebesgeschichte nicht einmal irgendwie mitgerissen!

Komplett fehl am Platz finde ich auch die Bezüge auf "Twilight": Die männliche Hauptfigur hat ganz schöne glänzende Zähne und wird in einem Kloster so bewundert wie Edward von Bella... Es ist also Klischees, die ich überhaupt nicht mag!

Das Buch ist also gar nichts für Erwachsene und wahrscheinlich für Teenagers auch ein bisschen zu oberflächlich!

Ich werde die weiteren Bänder bestimmt nicht lesen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Anna verbringt ihre Ferien in Venedig. Während ihre Eltern beruflich die Stadt erkunden, verbummelt sie eher ihre Zeit. Doch zur großen Regatta der Gondeln möchte sie auch gehen. Und Anna schaut sich die Ereignisse viel zu nah an, denn ehe sie sich versieht, liegt sie im Kanal. Als wäre das nicht schlimm genug, erwacht sie nicht im Venedig 2009, sondern 1499. Wie kam sie dahin und was noch viel wichtiger ist: wie kommt sie da wieder weg?

Eva Völlers erstes Jugendbuch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Zeitreisen-Romane bergen immer die Gefahr von großen Logikfehlern, doch bei "Die magische Gondel" war die größte Gefahr, dass man nicht mehr mit dem Lesen aufhören kann.

Die Hauptfigur Anna erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Mit viel Humor, aber auch mit der nötigen Portion Selbstkritik und nachdenklichen Momenten hat sie mich verzaubert. Hinzu kommt, dass die Autorin das Vendig des 15. Jahrhunderts mit einer detailreichen und bildhaften Sprache beschreibt, so dass ich mich beim Lesen direkt nach Italien versetzt fühlte.

Die Geschichte um Anna und ihren Weg zurück in unsere Zeit beinhaltet neben einer Menge Spannung auch Humor, Intrigen und die nötige Portion Romantik. Mit dieser Mischung erschafft Eva Völler ein Jugendbuch, welches nicht nur die Zielgruppe ins Schwärmen versetzen kann.

Fazit: ein toller erster Teil, der mich sehr neugierig auf den zweiten macht. Eine klare Leseempfehlung.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Oktober 2011
Gerade habe ich sie beendet, die Geschichte um die rote Gondel und ich bin froh, dass ich meiner Büchersucht nachgegeben und das Buch gekauft habe. Und zwar nicht nur, weil das Cover so traumhaft schön ist.

Kurz zum Inhalt:
Anna, 17 Jahre alt, ist mit ihren Eltern - der Vater ist Archäologe - in Venedig bei einer seiner Ausgrabungen. Bei einem Bummel durch die Stadt kauft sie eine venezianische Maske. Kurz darauf fällt ihr eine rote Gondel auf,sie beobachtet einen Messerkampf, fällt ins Wasser und schwupps - ist sie im Jahre 1499 gelandet. Was sie in Venedig in einer Zeit - 510 Jahre vor ihrer eigenen - soll, wird wunderschön und mit einer großen Liebe zum Detail von Eva Völler erzählt. Und zwar alles andere als langweilig!
Allerdings spare ich mir eine Wiedergabe des Inhaltes - es ist viel schöner nicht zuviel zu wissen, wenn man es liest :-)

Als Leser kann man wunderschön dem Leben im 15. Jahrhundet folgen. Bunt und genau wird der Alltag mit seinen Widrigkeiten und schlechten Gerüchen geschildert und schnell ist man mittendrinn in diesem spannenden Plot. Und spannend ist er!

Die Protagonisten sowie die Nebenfiguren sind wunderschön und klar gezeichnet, ich hatte keine Probleme mich mit ihnen anzufreunden und empfand sie weder platt noch langweilig, wie das hier an anderer Stelle schon geschildert wurde. Der Aufbau mit den Zeitsprüngen ist logisch und nachvollziehbar, die zarte Liebesgeschichte zauberhaft - mir hätte sie ein bißchen länger sein können :-)

Fazit:
Volle Leseempfehlung!
Eva Völler hat mit ihrem Buch einen echten Leckerbissen geschaffen, für interessierte Jugendliche und Leser der 'All-Age-Sparte'. Wer die Edelsteintrilogie von Kersin Gier mag, wird hier auch voll auf seine Kosten kommen!
Herrlich geschrieben, mal ganz ohne Vampire, mit einer Protagonistin, die einen Wortwitz aufweist, der mich ein wenig an Rosa aus der 'Arkadien-Reihe' erinnert. Ja nicht unterkriegen lassen Mädels!

Für mich ein Buch, welches ich gerne noch einmal lesen werde und einen Platz im 'Lieblingsbuchregal' bekommt.
0Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden