find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Mehr dazu Mehr dazu Storyteller AmazonMusicUnlimitedEcho AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 20. Januar 2009
Wenn ich mir die eine oder andere Rezension ansehe, dann bin ich regelrecht erschrocken, wie viele Fehler, Unglaubwürdigkeiten usw. mir bei diesem Buch nicht aufgefallen sind. Ich muss aber auch zugeben, dass ich mir nicht die Mühe mache und nach Übersetzungsfehlern, Zahlendrehern, unglaubwürdigen Szenarien oder was auch immer suche. Ist es denn tatsächlich wichtig, ob ein Magnet auf S. X die Bezeichnung 104 und auf S. Y dann plötzlich 140 hat? Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass Preston hier eine religiöse Botschaft vermitteln wollte.

Ich möchte schlichtweg gute Unterhaltung (Lesen ist für mich Entspannung und Ausgleich zum Berufsleben) - und die habe ich hier gefunden. Zugegeben, damit bin ich sicherlich sehr viel anspruchsloser als manch anderer Leser, aber wir reden hier schließlich auch nur über "schlichte" Unterhaltungsliteratur von einem entsprechenden Autor. Aber bitte nicht missverstehen - jeder hat da seine eigene Sicht der Dinge, die Geschmäcker sind glücklicherweise wirklich verschieden.

Der Inhalt des Romans wurde hier schon hinlänglich dargestellt. Es wird in meinen Augen ein interessanter Spannungsbogen aufgebaut, der zunehmend an Fahrt gewinnt und zu einem actiongeladenen Finale führt. Sicherlich sind die verschiedenen Handlungsstränge in gewisser Weise vorhersehbar, aber dennoch hatte ich nie das Gefühl unnötiger Längen oder gar Langeweile. So fand ich die ersten 200 Seiten auch absolut in Ordnung.

Unterm Strich habe ich aufgrund der einen oder anderen negativen Rezension lange mit mir gerungen, ob ich mir das Buch kaufen soll. Letztlich habe ich den Schritt gewagt und wurde - für meine Ansprüche - nicht enttäuscht.
33 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Januar 2012
Ich lese Thriller gerne. Und ich kenne von Douglas Preston 'Die Bestie von Florenz'.
Thema 'Religion trifft Wissenschaft' interessiert mich ebenfalls. Man sollte meinen ich wäre auf der sicheren Seite gewesen. Geirrt: 'Blasphemy' (Credo) ist so unglaublich schlecht geschrieben, mit einem derart hanebüchenen Plot (womit ich nicht den philosophischen Gedankeansatz meine) das ich für einige Seiten glaubte ich lese eine Satire auf einen Thriller.

Da wird ein 'geheimer' 40 Milliarden $ teurer Teilchenbeschleuniger von einem Team aus 11 (!) Wissenschaftler betreut und 1 (!) Sicherheitsmann bewacht (am CERN arbeiten im Schnitt ca. 3.000 Menschen, in Spitzen bis zu 10.000.) Zu diesem Team gesellt sich ein Anthropologe der sowohl Ex-Mönch als auch Ex-CIA-Mann ist, zufällig in der Vergangenheit mit der stellvertretenden Direktorin und String-Theoretikerin des Projekts verbandelt war und im Namen der Regierung herausfinden soll warum das teure Ding nicht läuft. Dieser Erkenntnis stehen im Weg einige Leichen, ein paar sture Navajo-Indianer, ein Fernsehprediger, ein psychotischer Priester, christliche Fundamentalisten und Geld-/machtgeile Politiker. Und ach ja: "Gott" mischt auch mit.

Die Charaktere der Protagonisten sind derart überzogen und unglaubwürdig gezeichnet dass die Handlung bis zum Erbrechen vorhersehbar wird. Jeder der Handlungsträger verkörpert einen aus anderen Büchern bereits hinlänglich bekannte Stereotyp: Vom geldgierigen Washington-Lobbyisten zum schmierigen Fernsehprediger, dazu der trinkenden/Drogen nehmenden Indianer (Kriegsveteran,) weiter zu den verqueren, aber genialen Wissenschaftler(n), bis hin zum 'Detektiv-Helden', der schwer an den Schatten seiner Vergangenheit trägt (traumatische Erlebnisse im Dienst des Vaterlandes, tragischer Verlust eines nahen Angehörigen, die unverarbeitete große Liebe, ect. ect).

Herr Preston hat hier auf der Erfahrung seiner vorhergehenden Bücher einen 'Thriller' nach der 'Baukastenmethode' geschrieben, der von vornherein auf eine potentielle Verfilmung ausgelegt und dazu langweilig und ganz und gar überflüssig ist. Gehört meiner Meinung nach in die Top 10 der Mystery-Thriller die man nicht lesen muss.
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Bekannt geworden ist Douglas Preston durch die Bestseller mit seinem Co-Autor Lincoln Child. Doch seit einiger Zeit wandelt er auch erfolgreich auf Solopfaden. Mit DER CODEX und DER CANYON hat Douglas Preston zwei überaus lesenswerte Solothriller geschrieben. Mit CREDO greift er jetzt ein aktuelles Thema auf und fragt, wie weit religiöse Überzeugung gehen darf.

In einem abgelegenen Labor in seinem Indianer-Reservat erforscht eine Gruppe von Wissenschaftlern eine neuartige Energiequelle. Sie simulieren den Urknall und versuchen auf diesem Wege neue kosmologische Erkenntnisse zu bekommen. Doch das Resultat ist nicht das, was erwartet wird, denn plötzlich erhalten die Wissenschaftler eine Botschaft: Seid gegrüsst. Eine offensichtlich übermenschliche Intelligenz verlangt von den Wissenschaftlern etwas Unglaubliches.

Douglas Preston mixt in diesem Thriller aktuelle Thesen aus Religion und Wissenschaft. Mit Wyman Ford hat er eine interessante Hauptfigur, die bereits in seinem letzten Soloroman DER CANYON eine Nebenrolle hatte. CREDO beginnt auch ausgesprochen gut, kann dieses Niveau aber nicht bis zum Schluss halten. Douglas Preston verliert sich im Verlauf der Handlung in religiösen Thesen und liefert am Ende eine Auflösung, die nicht besonders spektakulär ist.

Dabei kann man Preston für die handwerkliche Gestaltung nur ein Kompliment machen. Die zahlreichen Handlungsebenen werden geschickt verknüpft und gut platzierte Cliffhanger sorgen gerade zu Beginn für das nötige Tempo. Aber gerade dies kann Douglas Preston nicht halten. So dass am Ende nur das Resultat bleibt, dass CREDO zwar ein guter, aber bisher sein schwächster Soloroman ist.
33 Kommentare| 28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Mai 2012
Zum Inhalt: In einem Labor in einem abgelegenen Indianer-Reservat in einem ehemaligen Wepco Kohlebergwerk nordöstlich von Flagstaff in Arizona simuliert eine Gruppe von 12 Wissenschaftlern um Gregory North Hazelius mit einem Teilchenbeschleuniger namens Isabella den Urknall und versuchen auf diesem Weg zu neuen kosmologischen Erkenntnissen zu gelangen.
Doch beim Versuch, die Maschine auf 100% ihrer möglichen Leistung zu pushen, erscheint auf dem Hauptmonitor der 'Brücke' plötzlich eine Meldung: 'Seid gegrüßt.'
Die Wissenschaftler glauben zunächst, einem Hacker aufgesessen zu sein, der ein Virus in den Hauptrechner der Maschine eingeschleust habe. Doch beim erneuten Hochfahren des Teilchenbeschleunigers erscheint ein ähnlicher Text auf dem Bildschirm, und die Intelligenz, die diese Nachricht verbreitet, behauptet allen ernstes, Gott zu sein.

Kritik: Völlig unglaubwürdig erscheint mir, dass ein 40 Milliarden US-Dollar teueres hochtechnologisches Gerät, das normalerweise von hunderten, wenn nicht tausenden Leuten betrieben wird, in "Credo" von lediglich 12 psychisch labilen Wissenschaftlern von einer dem Raumschiff 'Enterprise' nachempfundenen "Brücke" aus gesteuert werden kann. Ebenso unglaubwürdig, dass die riesige unterirdische Anlage von nur einem Wachmann abgesichert wird, der sich bei den Versuchen zudem innerhalb der Anlage, anstatt außerhalb (zum Schutz) aufhält. Genauso unglaubwürdig für mich die Idee, ein durchgeknallter Priester könne per E-Mail eine Armee von tausenden fundamentalistischen Jesus-Jüngern mobilisieren, die auf seinen Befehl hin "Isabella" zu zerstören versuchen.

Fazit: Douglas Preston vermischt in seinem Thriller '"Credo"' aktuelle Theorien aus Wissenschaft und Religion. Leider nutzt Preston die Gelegenheit nicht, daraus einen spannenden Mystery-Thriller zu schaffen, obwohl seine Idee der möglichen Kontaktaufnahme von Gott zu seiner Schöpfung über eine Maschine durchaus seinen Reiz gehabt hätte. Und so ist das Ende der Geschichte' trivial und leider alles andere als eine Erleuchtung. Von einem Profi wie Preston habe ich etwas anderes erwartet - deswegen nur ***
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
In Amerika, im Red Mesa, tief unter der Erde, wollen Wissenschaftler mit einer 40 Milliarden Dollar teuren Maschine namens Isabella den Urknall simulieren.
Das passt aber den ansässigen Navajos gar nicht, sie wollen Isabella nicht in ihrem Gebiet haben. Deswegen wird der ehemalige CIA-Agent und Ethnologe Wymann Ford hinzugezogen um zwischen Wissenschaftlern und Ansässigen zu vermitteln. Sein wirklicher Auftrag lautet allerdings herauszufinden, was wirklich da unten los ist, denn Isabella sollte eigentlich schon längst gestartet sein, die Wissenschaftler geben aber keine genauen Informationen raus und es scheint schwerwiegendere Gründe zu haben, als die vorgeschobenen Soft- und Hardware-Probleme.
Wymann Ford gelingt es tatsächlich die unglaubliche Wahrheit heraus zu finden: Angeblich spricht nämlich Gott höchstpersönlich aus der Maschine.
Als dies nach Außen dringt, stürzen sich religiöse Fanatiker auf die Wissenschaft und beschwören ihr eigenes Armaggedon.

Als ob die Entstehungsgeschichte nicht eh schon ein Konfliktthema zwischen Religion und Wissenschaft ist, treibt Douglas Preston diese Geschichte mit seinem Buch auf die Spitze. Gott selbst ruft nun auf der Religion abzuschwören und sich statt dessen der Wissenschaft zu widmen. Und nicht nur das. Preston wagt es auch, den irren und blinden religiösen Glauben seiner Mitmenschen zu kritisieren, ist doch bekannt, dass es in den USA leider Realität ist, dass man die Religion dem Biologie-Unterricht vorzieht. Die wirklich glaubhaften Charaktere treiben die Handlung zunächst interessant und ein wenig ruhiger und bedachter, nach 2/3 aber sehr rasant vorran. Ein wenig zum Nachdenken bewegten die leicht philosophischen Dialoge mit 'Gott', die sich aber leicht lesen ließen.
Insgesamt ein sehr spannender Thriller, denn Douglas Preston beweist ja nicht zum ersten Mal, dass er nicht nur im Duo funktioniert.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2008
***PLOT***
Mitten in der Wüste von Arizona versucht ein Forscherteam um den charismatisch-genialen Wissenschaftler Gregory Hazelius die Geheimnisse des Big Bang zu erkunden, der Erstehung des Universums. Der Teilchenbeschleuniger, getauft auf den Namen Isabella, ist die modernste und teurste Maschien der USA - aber bei jedem Versuch, sie auf volle Leistung zu bringen, versagt das Computersystem und ein einfaches Wort taucht auf dem Bildschirm auf: Willkommen
Zunächst glauben sowohl die die Wissenschaftler als auch Wyman Ford, der in das Team eingeschleust wurde, um die mysteriösen Vorgänge genauer zu erforschen, an einen Hacker. Bis sie eines Tages beginnen, mit dem rätselhaften System Kontakt aufzunehmen - und das behauptet, es sei Gott.
Währenddssen formiert sich unter den Christen im Land Widerstand: Spates, ein berühmter TV-Prediger, bezeichnet Isabella als Blasphemie, die Gott und Jesus leugnet, und ein ansässiger Priester, Eddy, glaubt an eine drohende Apokalypse und bezeichnet Hazelius gar als Antichristen. Als die Ereignisse Überhand nehmen, ruft er im Netz Christen dazu auf seinen Worten zu folgen - und zu ihm nach Arizona zu kommen, um Isabella und seine Wissenschaftler zu vernichten und in die Hölle zu bringen.
Doch die haben sich im Innern des Berges eingeschlossen und kommunizieren noch immer mit dem Wesen, dass sich in ihr Computersystem eingeschlossen sind. Und schließlich stellen sie sich die Frage: Könnte es wirklich sein, dass sie Gott entdeckt haben?

***MEINE MEINUNG***
Dieser Solo-Roman ist anders als alle vorherigen Bücher von Douglas Preston. Waren seine Geschichten vorher eher im Genre Abenteuer einzuordnen, ist das hier viel mehr - Balsphemy ist eine Botschaft und auch eine Anklage. Dieser Roman zeigt den USA - und auch anderen Ländern - auf, wozu christlicher Fundamentalismus fähig ist. Religion vs. Wissenschaft, Gott gegen Big Bang - genau dieser Krieg wird hier dargestellt, auf eine provozierend schockierende, brutale und aufrüttelnde Art und Weise.
So ein Buch zu schreiben, in einem Land, in dem ein nicht geringer Teil der Menschen die Evolution leugnet und im Biologieunterricht die biblische Schöpfungsgeschichte durchgenommen wird - das ist mutig, aber es war auch schon lange überfällig.
"Credo" rüttelt auf - und es ist eine atemberaubende Geschichte, die den Leser bis zur letzten Seite in ihren Bann zieht.

Einziger Kritikpunkt, der sich allerdings nicht auf den Autor bezieht: Die deutschen Verlage haben mal wieder bewiesen, dass sie einfach kein Gespür für Titel haben. "Blasphemy", der Oroginaltitel, hat viel mehr Aussagekraft als "Credo: das letzte Geheimnis", was ziemlich sich ziemlich schwammig anhört und eigentlich zu jedem x-beliebigen Roman passen könnte.
33 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
... von irgendwo aus dem Inneren eines simulierten Urknalls. - Also, wenn das nicht eine eins a Eröffnung für einen Wissenschaftsthriller ist, dann weiß ich auch nicht. ;-)

Irgendwo in einem Indianer-Reservat nordöstlich von Flagstaff (Arizona) soll ein Teilchenbeschleuniger den URKNALL nachahmen - - - und 12 Wissenschaftler warten gespannt auf Ergebnisse und Erkenntnisse dieses gigantischen Versuchsaufbaus, namens ISABELLA.
Genau so gespannt, wie die Wissenschaftler ihr Urknall-Experiment, verfolge ich als Leser dieses Unterfangen, denn der Klappentext verspricht mir ja bereits, dass - auf unerklärliche Weise - GOTT aus dem Teilchenbeschleuniger spricht! Dass das freilich wie ein "schlechter Scherz" klingt, dürfte allen soweit klar sein. So gehen die 12 Wissenschaftler mit sich - relativ isoliert von den Reservats-Bewohnern, mit denen sie ohnehin nicht nett umgehen - in Klausur und versuchen krampfhaft dieser Fehlfunktion (also der Stimme Gottes ;-) auf die Spur zu kommen. Sie kappen sich noch dazu von der Kommunikation mit den Auftraggebern, sprich der von Regierung, ab. Doch die Regierung, nicht auf den Kopf gefallen, engagiert mit dem Privatdetektiv Wyman Ford, einem ausrangiertem CIA Agenten, eine Art "Maulwurf", der so schnell wie möglich herausfinden soll, warum die Wissenschafter sich abkapseln, und so beharrlich ausschweigen, so dass auch nach Monaten noch keine Ergebnisse von dem elendig teuren Experiment (=ISABELLA) vorliegen.
Die Lage hätte verzwickter nicht sein können, da kommt auch noch ein geldgieriger Lobbyist auf den Plan, der der Navajo-Regierung, die immerhin von dem Projekt profitiert, noch mehr Geld für seine Dienste abknöpfen will. Er spannt einen Fernsehprediger für seine Zwecke ein, der gegen das ISABELLA Projekt predigen soll, denn es steht ja fest: Das Projekt dient zu nichts anderem als GOTT zu lästern und die Schöpfungsgeschichte infrage zu stellen... Ab hier wird's mächtig lustig!

Ein fantastischer Thriller. Liest sich rasant und anstrengungslos. In den Hauptrollen hochintelligente - trotzdem gläubige - Wissenschaftler, sowie fundamentalistische Religions-Anhänger und eine handvoll Navajos, die mitten in einen grandiosen Showdown geraten!
Also, wenn das nicht ein hochgradig filmreifer Bestseller ist, weiß ich auch nicht. (M)Eine enthusiastisch-emotionale Empfehlung - aus unterhaltungstechnischer Sicht, freilich - für Douglas/ Preston Fans! (Aus wissenschaftlicher Sicht vermag ich dieses belletristische Thriller-Highlight nicht zu beurteilen.)

Alldieweil die Hörbuch-Ausgabe wieder einmal mit der Gebundenen Ausgabe zusammenverlinkt wurde, hier die ...

Hörbuch-Rezension: CREDO - DAS LETZTE GEHEIMNIS von Douglas Preston, gelesen von Johannes Steck | Bearbeitete Fassung | Lesung | 6CDs im im ProfilePac (aufklappbares Pappcover zum Einstecken) | 427 Minuten Laufzeit | 66 Tracks | erschienen bei LÜBBE AUDIO

Inhalt siehe oben.
In Form der vorliegenden Lesung auf 6 CDs kommt CREDO glatt noch einmal so gut! Damit das Fazit gleich vorab. - Warum? Johannes Stecks Stimmvariationen helfen dem Zuhörer nicht nur die mehr als ein Dutzend Akteure voneinander zu unterscheiden, denn Prestons Vorlage ist durchaus Dialog-lastig, - es kommt noch besser: Johannes Steck liest mit einer Hingabe, dass es die wahre Freude ist am Ball zu bleiben und der ohnehin spannenden Handlung zu folgen. Nach dem inhaltlich eher missglückten Wissenschaftsthriller 100 Stunden (Hörbuch), der nur Dank Stecks Stimmwandlungs-Talent bis zum Ende erträglich war, ist das hier die optimale Kombination aus grandios action-reichem Plot und perfektem Vortrag. - Minimal zu meckern gäb's vielleicht noch das: Es gibt ein, zwei Charaktere (Frauen), die einerseits schön weich in der Stimme betont werden (das klingt freundlich und keineswegs unfreiwillig komisch), doch bei lauten Nebengeräuschen (z.B. im Auto) können diese Dialoge schon mal als "zu leise" erscheinen. Doch spätestens wenn Reverend Don T. Spates wieder an der Reihe ist, sind Sie wieder wach. Versprochen!

Eine leidenschaftliche Lesung, die wie im Flug vergeht. Das Hörbuch kann und muss ich einfach empfehlen! Auf meiner Hörbuch-Latte ein eindeutiges: HÖRRLICH!
11 Kommentar| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. August 2016
Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch von Lübbe Audio (6 CDs, gelesen von Johannes Steck)

Die Story von "Credo: Das letzte Geheimnis" von Douglas Preston dreht sich rund um den Teilchenbeschleuniger "Isabella", der von der US-Regierung für 40 Mrd. Dollar im Gebiet der Navajo in der Wüste Arizonas gebaut wurde. Ziel des Projektes ist die Erforschung der Bedingungen während des Urknalls. Bei den Testläufen Isabellas stößt die kleine Crew aus Wissenschaftlern vor Ort auf immer neue Probleme, halten diese aber vor Washington geheim. Kurz drauf kommt es zum Selbstmord des leitenden Computerwissenschaftlers. Zur Aufklärung sendet daraufhin der wissenschaftliche Berater des Präsidenten den Ethnologen und Kybernetiker sowie Ex-CIA Agenten Wyman Ford nach Arizona.
Zeitgleich kündigt die Regierung der Navajo ihren Vertrag mit einem Washingtoner Lobbyisten, der sich in Washington für sie für den Bau Isabellas auf ihrem Land einsetzte. Um sie umzustimmen und in eine neuen Vertrag hineinzumanipulieren, heuert dieser einen fundamentalistischen Fernsehprediger an, um seine Anhänger gegen Isabella aufzuhetzen. Dessen Message trifft auf fruchtbaren Boden bei einem abgehalfterten Erweckungsprediger namens Russell Eddy, der seine Zelte im Navajo-Reservoir aufgeschlagen hat. Für ihn ist Armaggeddon gekommen, denn er hält Isabella für das Tier aus der Offenbarung und den Leiter des Projektes, den Nobelpreisträger Gregory North Hazelius, für der Antichrist. Mit einer Schar Gleichgesinnter marschiert er auf den Isabella-Komplex zu. Dort führen Hazelius und sein Team währenddessen einen weiteren Testlauf durch. Als Isabella annährend volle Leistung erreicht, taucht plötzlich eine seltsame Nachricht auf dem Monitor auf. Der Absender der Nachricht stellt sich als Gott selbst vor...

"Credo" ist für mich eine sehr zwiespältige Angelegenheit. Die Geschichte hat sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen. Sie ist insgesamt recht kurzweilig und unterhaltsam. Der Disput zwischen Wissenschaft und Religion ist auf der einen Seite spannend und gut erzählt, auf der anderen Seite nervig und klischeehaft. Die (wissenschafts-)philosophischen Aussagen "Gottes" finde ich größtenteils interessant. Hier hat der Autor viel aus der aktuellen Kommunikation zwischen westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie genommen. Der unglaubliche Dogmatismus und die Menschenverachtung der Erweckungschristen hat mich immer wieder sehr stark "gestört" (fast schon angewidert). Dies kann man auf der einen Seite als gute Arbeit des Autoren (Stichwort: Intensität) oder auf der anderen Seite als Griff in die Klischee-Mottenkiste sehen ("Gut" vs. "Böse" in einfachster Form).
Sehr blass bleibt für mich der eigentliche Protagonist Wyman Ford. Sein Anteil an der Handlung ist gering und eine emotionale Bindung konnte ich zu ihm nie aufbauen.
Ab einem gewissen Punkt der Geschichte überschlagen sich die Ereignisse förmlich und wirkten auf mich teilweise zu konstruiert und übertrieben. Einiges lässt sich dabei wohl auf die starken Emotionen und Motivationen Hazelius' und Eddys zurückführen, aber etwas mehr Zurückhaltung in der Entwicklung der Handlung hätte der Geschichte sicherlich gut getan.

Unter dem Strich steht eine Geschichte, die auf einem schmalen Grat zwischen guter Wissenschaftsthriller-Unterhaltung und Klischee-Action basierend auf den üblichen Elementen wandelt.

3(,5) Sterne
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Mai 2013
Super Thema, super aufbereitet. Leider verrät der Klappentext zu viel von der Handlung und dabei auch noch FALSCH -
denn es driftet dabei weg vom eigentlichen Thema - man hat das Gefühl, dass der Texter das Buch NICHT gelesen hat.

Gut, dass ich aus Erfahrung Klappentexten nur bedingt glaube / folge.
Das Buch ist viel MEHR als nur die primitive Geschichte vom Buch-Rücken.

Das Buch liest sich sehr leicht, schnell und angenehm - tolle Urlaubs- oder Wochenend-Lektüre.

Die knapp 600 Seiten verschlingt man leicht an einem Pfingsten- oder Oster-Wochenende - so spannend.

Hier und da gibt es ein Paar Plattitüden und Clichees - typisch Amerikanisch, tut der Sache jedoch keinen Abbruch.

Im Grossen und Ganzen geht der Stil oder auch das Thema in die Richtung DAN BROWN (DIABOLUS) oder auch PATRICK LEE (DIE PFORTE) - jedoch mehr Mystik - ist kein typischer Agenten-Thriller, wo am Ende alle Mysterien - wie z.B. bei DAN BROWN mit menschlicher Logik erklärbar sind.

Das Buch hier hat vielmehr die Aussage einer SPACE ODYSSEY 2001 - nur OHNE SPACE.

Genau sowas habe ich erwartet und bin nicht enntäuscht worden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Juni 2008
Wieder mal ein spannendender Thriller von Douglas Preston, einem Part des Autorenduos Preston/Child. Während Herr Child in Eigenregie eher die wissenschaftlich-technische Front bedient, setzt Herr Preston eher auf wissenschaftlich-mystisches. Nun, viel Mystery gibt es - wenn man davon absieht, dass Gott aus einer Singularität heraus mit Wissenschaftlern kommuniziert - in diesem Roman nicht. Und das ist in diesem Fall auch gut so. Die Beschreibung von bigotten, teilweise wirklich irren "Gläubigen" (die in den USA nun leider allzu erschreckende Realität sind) ist grusliger als jedes Monster.
Sehr mutig von D. Preston, wenn er dem fiktiven US-Präsidenten die Worte "Die (christlichen Fundamentalisten) sind auch nicht anders als Al-Qaida oder die Taliban" in den Mund legt. Hochachtung!
Ich möchte jetzt nichts von der, für mich, genialen Auflösung des Romans verraten. Bitte lesen!
Vorher gibt es erstmal in 2/3 des Buches eine langsame Einführung der Charaktere und einiges an (nachdenkenswerter, aber nicht zu anspruchsvoller) Philosophie. Im letzten Drittel geht dann actionmäßig dermaßen die Post ab, dass man das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann.
Fazit: ein gelungener Balanceakt zwischen Anspruch light und spannendem Thriller.
Ich freu mich schon auf neuen Stoff von Preston/Child!
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €
9,99 €
10,99 €
9,99 €
9,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken