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am 28. Mai 2010
Was soll man schon über Sherlock Holmes gross erzählen. Er ist einfach genial und als rechte Hand an seiner Seite möchte man niemand anderen als den lieben Dr. Watson sehen.

"Das Zeichen der Vier" ist ein toller Krimi in dem es darum geht eine alte Rechnung zu begleichen. Ein toller und spannender Roman, der für meinen Geschmack aber wie immer zu kurz ist. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, will man einfach mehr ;o)
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am 30. März 2013
Der Krimi: Das Zeichen der Vier von Arthur Conan Doyle ist im Jahr 1890 zum ersten mal in London erschienen.Das Buch handelt hauptsächlich von Sherlock Holmes,Dr. Watson und Miss Mary Morstan. Mary Morstan erzählt Sherlock Holmes von ihrem verschwundenen Vater und von den Perlen,die nach dem Tod von Major Sholto,ein alter Freund ihres Vaters,gesendet wurden. Doch dann erfährt sie von einem Schatz und die Verfolgungsjagt beginnt,indem Sherlock Holmes genau ermitteln muss.

Ich finde dieses Buch sehr spannend und würde auch sagen,dass man es für die Schule benutzen könnte.
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am 7. September 2004
Sherlock Holmes neu interpretiert!

TITANIA-Medien präsentiert mit der Sherlock Holmes-Story Das Zeichen der Vier seine zweite Ausgabe der Krimi-Klassiker-Reihe, die mit Das indische Tuch von Edgar Wallace eine gelungene Premiere feierte. Sir Arthur Conan Doyle (geboren 1859 in Edinburgh, verstorben 1930 in Crowborough) war der Erfinder der Detektivgeschichten als Unterhaltungsliteratur. Sein Meisterdetektiv Sherlock Holmes wendet bei der Lösung seiner Fälle die "Wissenschaft der Deduktion" an, d.h. aus einer naturwissenschaftlich genauen Beobachtung von Fakten lassen sich gültige Schlüsse ableiten. Wenigen Autoren ist gelungen, was Doyle gelang: die Phantasiegestalten Sherlock Holmes und Dr. Watson haben eine Existenz, an deren Realität Unzählige unerschütterlich festhalten. Holmes ist und bleibt die einzig mystische Detektivfigur, deren Gegenwart und Wirklichkeit unbestreitbar erscheint. The New York Times Book Review unterstreicht diese Sicht: "Sherlock Holmes ist die einzige große populäre Legendenfigur, die in der modernen Welt geschaffen wurde." (G. K. Chesterton).
Conan Doyle ist weiterhin der Pioneer des psychologischen Kriminalromans. Holmes faszinieren lediglich Fälle, welche unwirklich erscheinen und die er mit seiner gelassenen, unterkühlt-arroganten Denkweise zu lösen versteht. Als Inbegriff eines britischen Edelmannes gibt Sherlock Holmes die perfekte Hauptfigur im Zeitalter viktorianischer Biederkeit. Neu sind für den Hörer dieses Hörspiels - welcher noch kein Conan Doyle-Experte ist - die innersten Geheimnisse des unnachgiebigen Spürhundes, wie etwa die Schwäche für zerstörerische Drogen und seine unüberwindbare kritische Distanz zum weiblichen Geschlecht, welche er nur einmal bei einer anderen Geschichte in Person von Irene Adler, einer femme fatale, fast zu überwunden schien.
Das Zeichen der Vier und Das indische Tuch weisen eine interessante Parallele auf: beide Geschichten finden ihre Ursprünge in der britischen Kolonialzeit Indiens. Exotische Personen und die düstere Schwüle des Subkontinents schwingen im Hintergrund der komplexen Handlung stets mit. Verschwundene Personen, mit der Post versandte Perlen, unerklärliche Todesfälle und die Suche nach einem sagenhaften Schatz bilden die Elemente einer abwechselungsreichen Abenteuergeschichte. Für Holmes ungewöhnlich ist die Story, da sie besonders zum Ende hin auch von Action bestimmt ist. Zudem zeigen sich hier auch die Grenzen seines Verstandes. Nicht alle Wendungen kann er voraussehen und so muss er, wie auch seine Anvertrauten mit Enttäuschungen umgehen lernen. Holmes überzeugt jedoch erneut mit raffinierten Tricks und Winkelzügen. Mit seinen Methoden, Schlussfolgerungen und Verkleidungen schafft Sherlock Holmes es immer wieder Dr. Watson in Erstaunen zu versetzen. Im Laufe des Falles äußert Holmes zunehmend sein Missfallen über die Aufzeichnungen Dr. Watsons. Er möchte keine Anerkennung, sondern er sieht in ihnen allenfalls den Nutzen als Fall-Archiv.
Das Zeichen der Vier ist eine aussagekräftige und prägende Kurzgeschichte von insgesamt sechsundfünfzig, die Conan Doyle über den Detektiv und Dr. Watson verfasst hat. Sie ist schlüssig, logisch aufgebaut und auch über zwei Hörspielstunden hinaus fesselnd. Die Abenteuer des Sherlock Holmes leben allgemein weniger von atemberaubender Spannung, als vielmehr vom oft etwas verklemmten britischen Charme und der Mischung aus Logik und Naivität. Die oben genannte geglückte Auswahl gilt ebenso für die sehr renommierten Sprecher, die als Schauspieler, Kino-Synchronstimmen und Mitwirkende bei Hörspielproduktionen auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückblicken können. Wie bei TITANIA-Medien üblich, wird das Hörspiel mit aufwendiger Musik und dichten Hintergrundgeräuschen angereichert. So entsteht die Atmosphäre des London im späten 19. Jahrhundert. Holmes typische Blasiertheit nimmt man ihm ebenso ab, wie die oft einfältige Denkweise Dr. Watsons, auch wenn beide Hauptpersonen ungewöhnlich jung besetzt sind. Die Sprecher erweisen sich als Glücksfall und Idealbesetzung beider Charaktere. So muss man wirklich an die Existenz Holmes glauben. Denn wie sagt der Meisterdetektiv doch so einleuchtend: "Hat man das Unmögliche eliminiert, so muss, was übrig bleibt, mag es noch so unwahrscheinlich erscheinen, die Wahrheit sein."
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am 18. März 2013
Zumindest aus diversen Verfilmungen. Ich habe mich jetzt an den Klassiker von Arthur Conan Doyle gewagt und bin in vielerlei Hinsicht überrascht worden. In den Filmen hat es der Zuschauer mit einem luperschwingenden Superdetektiv - mit der typischen Deerstalkermütze - zu tun. An seiner Seite der immer etwas streberhaft wirkende Dr. Watson. Am Ende kombiniert Sherlock Holmes und löst den Fall.
Im literarischen Original ist der Gegensatz der beiden Charaktere Holmes und Watson der eigentliche Reiz der Geschichten. Gerade da die Begebenheiten aus der Sicht des Arztes erzählt werden, wird Dr. Watson deutlich aufgewertet. Interessant ist vor allem das Eintauchen in die Atmosphäre des viktorianischen England.

Zum vorliegenden Band "Das Zeichen der Vier":
Das Buch beginnt damit, dass sich der Meisterdetektiv erstmal eine Spritze Morphium in die Vene ballert. Am Ende gönnt sich Sherlock Holmes ein wenig Kokain zur Anregung. Der lupenreine Kämpfer gegen das Verbrechen soll ein Morphist und Kokser gewesen sein? Ja, genau dies war er im literarischen Original.
Dennoch verlor er dabei nicht seinen Spürsinn und der folgende Fall hatte es in sich: das schöne Fräulein Morstan bitte Sherlock Holmes und Dr Watson um Hilfe bei der Suche nach ihrem verschollenen Vater. Dabei führen einige mysteriöse Perlen zu einem sagenhaften Schatz. Doch gelingt es den beiden Freunden diesen Schatz für die geheimnisvolle Schöne zu sichern?

Fazit: Gerade die Abgründe des Sherlock Holmes machen das Buch besonders interessant. Auf der anderen Seite gibt Dr. Watson das klassische Ideal der reinen Liebe...

Offizieller Werkkanon:

- Eine Studie in Scharlachrot
- Das Zeichen der Vier
- Die Abenteuer des Sherlock Holmes
- Die Memoiren des Sherlock Holmes
- Der Hund der Baskervilles
- Die Rückkehr des Sherlock Holmes
- Das Tal der Angst
- Seine Abschiedsvorstellung
- Sherlock Holmes: Buch der Fälle
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am 9. Juni 2015
Klappentext:
Endlich ein neuer Fall für Sherlock Holmes! Sieben Jahre sind seit seinem Zusammentreffen mit Dr. Watson und ihrem ersten gemeinsamen Fall vergangen. In dieser Zeit schienen die Verbrechen zu pausieren. Doch nun erreicht Holmes das verzweifelte Hilfegesuch einer jungen Frau, und Watson knüpft amouröse Bande…

Einordnung:
„Das Zeichen der Vier“ ist der zweite Roman, einzuordnen nach „Eine Studie in Scharlachrot“, dem ersten Roman.

Rezension:
In der ersten Szene des Buches wird schon deutlich, dass Sherlock Holmes‘ bekannter überragender Verstand nicht nur Vorteile mit sich bringt. Wann immer er keinen Fall zu lösen hat, langweilt er sich so sehr, dass er auf Drogen zurückgreift, um seinen Geist anzuregen. Als Arzt ist Dr. John Watson, aus dessen Perspektive auch dieser Roman geschrieben ist, natürlich absolut nicht begeistert davon, dass Sherlock sich Kokain und Morphium in solchen Maßen spritzt, dass bereits sein ganzer Arm vernarbt ist.

Um ihn von weiterem Konsum abzuhalten, hinterfragt John die Theorien, die Sherlock aufstellt und lässt sich über die Werke informieren, die er geschrieben hat. So erhält der Leser einen tieferen Eindruck in die verschiedenen Bereiche, die den Detektiv besonders interessieren. Beispielsweise hat er Abhandlungen über die Asche verschiedener Tabaksorten, das Lesen von Fußspuren und die Form von Händen in unterschiedlichen Berufen geschrieben. Außerdem erklärt er ausführlich einige Deduktionen, die er an John vornimmt und die im ersten Moment vollkommen undurchsichtig, nach der Erklärung jedoch ziemlich offensichtlich sind.

Wenig später findet eine Klientin den Weg zur Baker Street. Ihr Vater ist vor beinahe zehn Jahren verschwunden. Seit sehr Jahren erhält die Klientin jährlich ein Päckchen, in dem sich immer eine wertvolle Perle befindet. In diesem Jahr jedoch hat sie einen Brief erhalten, in dem ein unbekannter Mann um ein Treffen bittet, um eine Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen. Zur Sicherheit dürfen sie zwei Freunde begleiten – und sie entscheidet sich für Sherlock Holmes und John Watson.

Auch dieser Roman blickt wieder über die Grenzen Großbritanniens hinaus, auch wenn die aktuelle Handlung den britischen Boden nicht verlässt. Durch die Verknüpfung mit Indien bietet das Buch ganz nebenbei einen Einblick in die englische Geschichte und in Sitten und Lebensweisen anderer Völker. Der Leser erlebt so mehr Abwechslung, weil sich die Charaktere dadurch nicht bloß mit Schusswaffen gegenüber stehen.

Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass auch Sherlocks brillanter Verstand manchmal nicht ausreicht, um alle Details eines Falls vorauszusehen. Eine einzige falsche Schlussfolgerung treibt ihn fast in den Wahnsinn, auch wenn der Denkfehler nur sehr klein ist. Frustriert macht er sich selbst auf die Suche. Dabei verwendet er eines seiner Kostüme, mit denen er sein Aussehen so komplett verändern kann, dass nicht einmal John ihn erkennt. Durch die vielen Deduktionen, die Sherlock in seinem Leben schon gemacht hat, weiß er um alle verräterischen Details, sodass seine Verkleidung fast perfekt ist.

Ein kleiner Detailfehler, der Doyle in diesem Roman unterlaufen ist, ist die Tatsache, dass John Watson offenbar in den sieben Jahren zwischen diesem und dem letzten dokumentierten Fall vergessen hat, dass er aus dem Krieg eine Schussverletzung in der Schulter und nicht im Bein davongetragen hat. So sind längere Strecken in diesem Buch manchmal ein Problem für John und bei jedem Wetterumschwung hat er starke Schmerzen.

Außerdem ist ein Punkt, in dem ich Sherlocks Missfallen ganz und gar zustimme, John Watsons Hochzeit. Obwohl der Leser die Ereignisse aus Johns Journal erfährt, wird nur sehr wenig Wissen über seine zukünftige Frau vermittelt. Sie scheint eine bescheidene, ehrliche und freundliche Frau zu sein, tiefere Einblicke in ihr Wesen und Geschichten über ihr Leben gibt es jedoch nicht.
Allerdings muss ich hier anmerken, dass ich nach der Beschreibung einiger weiterer Beziehungen bzw. Ehen zu dem Schluss gekommen bin, dass es zur damaligen Zeit (Ende des 19. Jahrhunderts) normal gewesen zu sein scheint, sich eine Woche nach der ersten Begegnung zu verloben. Sherlock missfällt diese Entwicklung dennoch, auch wenn er denkt, dass sie die geeignete Frau für John ist, da die Liebe in seinen Augen zu sehr den Verstand beeinträchtigt.

Fazit:
Auch dieser Sherlock Holmes Fall ist wieder detailreich beschrieben. Es gibt mehr Schwierigkeiten als im ersten Roman, vor allem funktioniert nicht immer alles so, wie sich Sherlock das vorstellt. Natürlich sind auch die Deduktionen nach wie vor beeindruckend und mir gefällt die Freundschaft, die Sherlock und John verbindet. Daher bekommt auch „Sherlock Holmes: Das Zeichen der Vier“ fünf Schreibfedern.
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am 23. Oktober 2007
Nach Edgar Wallace hat sich das Label Titania-Medien nun einem weiteren wichtigen Kriminalschriftsteller gewidmet. Mit der zweiten Folge der Krimi-Klassiker wurde eine der berühmtesten Erzählungen des britischen Arztes und Schriftstellers Sir Arthur Conan Doyle vertont.
"Das Zeichen der Vier" ist die zweite Novelle mit dem berühmtesten Detektiv der Welt. Insgesamt wurden vier längere Erzählungen Doyles mit Sherlock Holmes und Dr. Watson veröffentlicht, der Rest setzt sich aus Kurzgeschichten zusammen, die erstmalig im Strand Magazin publiziert wurden.
Das vorliegende Hörspiel wartet mit einer sehr spannenden Handlung auf, die ideal die Arbeitsmethoden des Meisterdetektivs dokumentiert und auch wichtige Nebencharaktere vorstellt, die häufig in den Geschichten wiederzuentdecken sind. Da wären zum einen Mrs. Hudson, die Haushälterin und Vermieterin des Duos Holmes/ Watson, die wunderbar von Regina Lemnitz gesprochen wird. Der kleine Wiggins, der Anführer der "Baker Street-Spezialeinheit", wird selbstverständlich von Lucas Mertens verkörpert. In Sachen glaubhafte Darstellung von Kindern verlässt sich das Label gern auf die Geschwister Mertens und ist damit auch sehr gut beraten.
Inspektor Jones wird von Hörspiel-Altmeister Christian Rode zum Leben erweckt. Über diesen Sprecher Worte zu verlieren, hieße Eulen nach Athen zu tragen.
Nun aber zu den Hauptrollen: Mr. Sherlock Holmes wird grandios von Joachim Tennstedt verkörpert, der Synchronstimme von John Malkovich, und Deltef Bierstedt leiht Dr. John Watson seine Stimme. Man kann sicherlich geteilter Ansicht darüber sein, ob die deutsche Stimme von George Clooney angemessen für diese Rolle ist. Tatsache ist aber jedoch, dass Dr. Watson in den Geschichten selbst erst Mitte dreißig ist und Bierstedt seine Sache darüber hinaus einfach erstklassig macht. Ab und zu kommt er zwar zu theatralisch rüber, wenn sich Watson über seinen Freund Holmes echauffiert, aber ansonsten nimmt man ihm die Rolle durchaus ab. Die weibliche Hauptrolle der Mary Morstan wurde sehr professionell von Janina Sachau übernommen, die mit ihrer wunderbar weichen, melodischen Stimme dem Charakter Tiefe verleiht.
Das Drehbuch ist Marc Gruppe exzellent gelungen und hält sich so nah wie möglich an die Vorlage. Lediglich der Vorspann, also der erste Track, wurde aus dramaturgischen Gründen vorne angestellt.
Das extralange Hörerlebnis, welches aufgrund seiner Länge von mehr als 120 Minuten auf zwei CDs gepackt wurde, wird von einer meisterhaft komponierten Musik begleitet. Die Effekte sind lebensecht und sehr realistisch. Gerade über Kopfhörer, wenn man einzelne Regentropfen und das Plätschern von Wasser vernimmt, hat man das Gefühl mittendrin in der Handlung zu stecken.
Das Cover ziert die berühmte Lupe von Sherlock Holmes, der gerade die mysteriösen Fußspuren am Tatort untersucht. Das Bild erfüllt seinen Zweck auf das Hörspiel aufmerksam zu machen, kann aber mit den erstklassigen Illustrationen von Firuz Askin nicht mithalten, welche die Reihe "Gruselkabinett" schmücken.

Fazit:
Durch und durch gelungene Sherlock-Holmes-Vertonung in Spielfilmlänge. Sollte man die Wahl haben, eine der Verfilmungen des Stoffes zu sehen oder dieses Hörspiel zu hören, sollte man sich für die Doppel-CD entscheiden. Erstklassige Sprecher und ein nah an der Vorlage gehaltenes Skript machen auch den zweiten Krimi-Klassiker zu einem Volltreffer.
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Sherlock Holmes langweilt sich...und das bedeutet nicht, dass er, wie ein normaler Mensch in dieser Situation, Zerstreuung sucht, sondern sich in den Kokainrausch flüchtet, um der schrecklichen Qual der Untätigkeit seines Ermittlergehirnes, irgendwie zu entgehen. Glücklicherweise werden er und sein Gehilfe Dr. Watson von der reizenden Mary Morstan, deren Vater seit 10 Jahren vermisst und die seit einiger Zeit in regelmäßigen Abständen mit edlen Perlen, so wie einer Notiz, dass jemand mit diesen ein Unrecht wieder gut machen möchte, versorgt wird, aus ihrem Trott gerissen. Im Laufe der Ermittlungen gesellen sich zu dieser bereits erwartungsvollen Kombination eine Leiche, ein Kannibale und die Geschichte um einen rätselhaften Schatz, der auch nicht ganz unschuldig an den Geschehnissen sein soll.

Der zweite Roman um den großen Detektiv und seinen nicht minder bedeutenden Gehilfen toppt den an sich schon exzellenten Vorgänger "Eine Studie in Scharlachrot" noch einmal um Längen. Das liegt zum einen an der erweiterten Ermittlungsarbeit und ihrer recht detaillierten Beschreibung, aber auch an passend eingeflochtenen "Actionszenen", wie einer Verfolgungsjagd per Dampfboot auf der Themse. Nicht zuletzt ist es aber erneut der Verdienst der tollen Übersetzungsarbeit von Gisbert Haefs, der den 123 Jahre alten Detektivroman sprachlich hervorragend in die moderne Zeit bringt.

Zum Handwerklichen: Wie vom Insel-Taschenbuch gewohnt gibt es einen vernünftigen stabilen Einband und ein erneut hochwertig wirkendes Cover, das in seiner dezenten Art und Weise gut mit dem Inhalt des Buches harmoniert. Das Glossar im Anhang ist ebenfalls vorbildlich geraten, da es die unbekannten Begriffe sauber und deutlich erklärt, damit der Krimigenuss seinen Geschmack vollends entfalten kann ;). Für 7 Euro ist der zweite "Holmes"-Band also für alle Krimi-Leseratten eine ordentliche Investition, wenngleich man Doyle/Haefs hier eindeutig den Vorwurf machen muss, dass sie einfach zu spannend schreiben - nach 3-4 Stunden ist man nämlich durch, so fesselnd ist das Teil.
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am 30. Mai 2005
Dieser zweite Roman über den großen Logiker aus der Baker Street spielt im Gegensatz zur Studie in Scharlachrot nun fasst gänzlich in der englischen Hauptstadt. Zwar gibt es auch hier einen etwas längeren, die Tat erhellenden Einschub, aber die meiste Zeit spielt die Handlung im typisch britischen Flair. Der erläuternde Einschub führt den Leser dann für kurze Zeit nach Indien. Wie immer ermittelt Holmes auf geniale Weise die Tatzusammenhänge, auch wenn er hier erstmals für eine gewisse Zeit die Spur verliert.
Erschien Holmes schon im ersten Roman als zwar genialer, aber doch kauziger Zeitgenosse, so offenbart diese Geschichte nun hinlänglich seinen wahren Charakter: Wer Holmes bislang als biederen, britischen Vertreter wahrgenommen hat, sieht sich nun mit einem sympathischen Außenseiter konfrontiert: Seine Kontakte zur armen Unterschicht, seine Drogensucht oder seine Distanz zum weiblichen Geschlecht (aus Angst, dass sein logisches Denkvermögen darunter leiden könnte) lassen ihn nicht gerade als typischen Durchschnittsmenschen des 19. Jahrhunderts erscheinen. Wunderbar lakonisch fallen im Laufe der Geschichte einige tiefsinnige Bemerkungen über das Leben. Lesenswert!
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am 31. August 2012
Ein "klassischer" Sherlock Holmes Roman. Staunend begleitet der zum Teil etwas treu doof wirkende Dr. Watson, den zwischen Genie und Wahnsinn schwankenden Sherlock Holmes. Interessant sind - neben der flott erzählten und für Sir Arthur Doyles Verhältnisse geradezu aktionsreichen Story - auch die Passagen in denen auf Holmes` Charakter und Psyche eingegangen wird. Offensichtlicher als in anderen Romanen tritt hier zu Tage, dass der Detektiv manisch-depressiv ist und seine depressiven Stimmungen durch Drogenkonsum erträglich zu gestalten versucht. Aus einer anderen Welt erscheinen heutzutage, die unverhohlen rassistischen Äußerungen über unzähmbare, bösartige, mordlüsterne (natürlich schwarze) Wilde. Etwas hölzern und unfreiwillig komisch gerät die Liebesromanze zwischen Dr. Watson und Mary Morsten. Trotz aller Schwächen und der etwas angestaubten Erzählweise ist das Buch auch heute noch unterhaltend und lesenswert, insbesondere wenn man es mit vielen zeitgenössischen Autoren vergleicht, die nicht selten mangelndes schriftstellerisches Talent und Einfallslosigkeit, durch Brutalität zu kaschieren versuchen.
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am 28. September 2007
Zunächst einmal über die Geschichte selbst. Ich halte sie für die beste Holmes-Story, die Conan Doyle jemals geschrieben hat. Was nicht jeder weiß: Nicht alle Fälle werden von Holmes dank seiner Kombinationsfähigkeit (Deduktion) gelöst. Und nicht in allen Geschichten hat der Leser die gleichen Informationen wie der Detektiv, so dass bei der Auflösung der gewünschte Aha-Effeckt eintritt. In "Das Zeichen der Vier" ist allerdings beides vorhanden. Ein Sherlock-Holmes in Bestform.
Um so erfreulicher ist es, dass Titania sich sehr getreu an die Romanvorlage hält und auch Kürzungen unterlässt. Mit starken Sprechern, aufwändiger Geräuschkulisse und dramatisch abgestimmter Musik ist dieses Hörspiel ein wahrer Hörgenuss, wenn auch nicht gerade für Kinder geeignet.
Ein Vorschlag: Lassen Sie abends mal den Fernseher aus. CD in die Musikanlage, Augen zu und los gehtŽs. Es lohnt sich.
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