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am 5. Mai 2006
1908 bricht Professor Peaslee während einer Vorlesung zusammen und als er erwacht, ist er schrecklich verändert.

Sein gewohntes Leben gibt er auf: Statt weiter Vorlesungen zu halten, belegt er selbst Kurse in den verschiedensten Fachrichtungen und unternimmt Reisen in die unterschiedlichsten Regionen der Welt.

Als er schließlich wieder in seiner Heimat angekommen ist, beginnt er mit der Konstruktion einer geheimnisvollen Maschine und als diese fertiggestellt ist, fällt er abermals in eine tiefe Ohnmacht. Als der Mann erwacht, beendet er den Satz, mit dem er in seiner Vorlesung 1908 zusammengebrochen ist: Offenbar ist für den Professor keine Zeit vergangen.

Als Professor Peaslee wieder zu sich kommt, liegt sein Leben in Trümmern. Nach und nach bemüht er sich um die Rekonstruktion dessen, was er in den vergangen sechs Jahren getan und erlebt hat und was ihm zunächst unbegreiflich erscheint, beginnt sich ihm zu erschließen, wobei es seine Träume sind, die ihn näher an die Wahrheit heranführen. Als er schließlich in den Wüsten Australiens die Bestätigung für die schlimmsten Auswüchse seiner Alpträume findet, begreift er, welch schrecklicher Erkenntnis er sich stellen muss ...

Weder an visionärer, noch an visueller Kraft hat Lovecraft je einen Text entworfen, der es mit dem „Schatten aus der Zeit" aufzunehmen vermag.

Bereits der Übergriff der Wesen aus der Vergangenheit in die Gegenwart des Protagonisten zeigt, dass Raum und Zeit Begriffe sind, die nichts tun, als die engen Grenzen der kurzlebigen Rasse namens Mensch aufzuzeigen.

Wenn sich Lovecraft in der „Musik des Erich Zann" selbst vorstellt, dann findet der Leser im „Schatten aus der Zeit" den Entwurf seiner Welt.

Mag der Cthulhu Mythos auch "nur" ein loses System von monströsen Gottheiten sein, so finden sich in der Erzählung doch Hinweise auf das restliche Werk Lovecrafts und was wir an Informationshäppchen bekommen, verweist auf die gedankliche Geschlossenheit in Lovecrafts schriftstellerischem Vermächtnis.

Lovecraft hat die bis dahin geltenen Konventionen der Horrorliteratur überwunden und so lässt sich der „Schatten aus der Zeit" nur schwer in eine bestimmte Kategorie pressen, sondern mischt virtuos Erzählstränge des Okkulten, mit Science Fiction, Dystopien mit typischen Märchenelementen um schließlich ein Finale aufzufahren, dass Horror vom Feinsten ist.

David Nathan stellt sein überragendes Gespür für den Text unter Beweis und überzeugt durch seine unaufdringliche Art, die eben so sehr den wissenschaftlichen Anspruch Peaslees an die Aufarbeitung seiner unerklärlichen Erlebnisse wiedergibt, als auch den Umstand, dass dieses universitäre Gebaren nur ein kläglicher Versuch ist, mit dem Grauen, dass sich hinter all dem verbirgt, irgendwie umzugehen.

Wie ein Handschuh passt die Musik Andy Materns, die die ganze Erhabenheit, die die Äonen umfassende Geschichte umgibt, perfekt wiederspielt. Wie schon in „Der Flüsterer im Dunkeln" kreiert Matern einen Soundtrack für das Audiokino.

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LPL Records hat einmal mehr einen Leckerbissen kredenzt, den sich kein Fan klassischer Horrorliteratur entgehen lassen sollte: In dem geschmackvollen Schuber findet sich ein weiterer Grund, warum „Die Bibliothek des Schreckens" längst die Referenz für Hörbücher ist.
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am 25. April 2006
Ich habe mich schon gefreut wie ein Schneekönig, als ich sah wer die Geschichte liest.

David Nathan ist für mich einer der genialsten Erzähler und Sprecher im deutschen Raum. Seltsam, dass LPL Records diese Tatsache augenscheinlich als erste bemerkt haben.

Andererseits: Gott sei's gedankt.

So kommt man in den Genuss einer spannenden und (ich bin versucht wieder genial zu sagen) wohldurchdachten Geschichte gelesen von einem Profi in einer Produktion bei der alles zusammenpasst.

Rundum gelungen, ganz groß!
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am 30. Mai 2006
H.P. Lovecraft - Der Schatten aus der Zeit

Professor Peaslee bricht während einer Vorlesung bewusstlos zusammen und erwacht erst Stunden später. Er leidet unter völligem Gedächtnisverlust. Sechs Jahre später beginnt er mit der Konstruktion einer seltsamen Maschine. Kurz darauf findet man ihn wieder bewusstlos. Die Maschine ist verschwunden. Die Schriften, die er in den letzten Jahren verfasste, verbrannt. Am nächsten Tag erlangt er das Bewusstsein wieder, ohne sich an die vergangenen sechs Jahre erinnern zu können. Was ist passiert? Seine Alpträume zeigen ihm nach und nach die schreckliche Wahrheit...

Meinung:

Mit dem Schatten der Zeit liegt nun die fünfte Audiobuchumsetzung der Lovecraft - Werke aus dem Hause LPL - Records vor. Während noch bei der - mit dem deutschen Phantastik - Preis 2003 - Geschichtensammlung Der Cthulhu Mythos" oder bei Der Schatten über Innsmouth" der Schrecken plastisch/visuell vermittelt wurde, so konnte man schon bei dem Feuerwerk der Sprachkunst" von Thorsten Michaelis und David Nathan beim Flüsterer im Dunkeln" eine subtilere Vermittlung des Grauens bestaunen.

Ähnlich verhält es sich mit Der Schatten aus der Zeit".

David Nathan lebt" Professor Peaslee mit distanzierter Sachlichkeit und setzt die entsprechenden Nuancen und Variationen geschickt an den Stellen ein, an denen das Grauen an Dynamik und Substanz gewinnt. Utopisch und Visionär sind zwei Worte, welche man durchaus für diese Geschichte benutzen darf, wobei das typische" Flair auf CD 3 seinen verdienten Platz bekommt.

Ein großes Kompliment geht an den Übersetzer des Textes, denn das Niveau der Sprache ist mit Sicherheit ein Level höher, als man es für Hörbücher (oder Hörspiele) gewohnt ist.

Andy Matern ist erneut für die Musiken verantwortlich und ich kann bzw. darf erneut schreiben: Der Mann versteht sein Handwerk und trägt - trotz der Kürze und Seltenheit der Stücke - zur Gesamtstimmung hervorragend bei.

Fazit:

LPL, die Sprecher (in diesem Fall David Nathan), Andy Matern und die Werke von Lovecraft...kurz gesagt:

Auch die fünfte Vertonung eines Werkes von H.P.Lovecraft aus dem Hause LPL verdient die Note:sehr gut!
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am 18. März 2006
H.P. Lovecraft – Der Schatten aus der Zeit
Gelesen von David Nathan
H. P. Lovecrafts Erzählung „Der Schatten der Zeit“, welche Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt, ist in zwei ungleiche Teile aufgegliedert. Im größeren Teil berichtet er aus seiner Perspektive von seinen Erlebnissen, Überlegungen und Erkenntnissen. Der kleinere, zum Verständnis jedoch weitaus wichtigere Teil, beschäftigt sich mit über 6 Jahren im Leben des Professors, an die er keinerlei Erinnerung hegt.
Es beginnt damit, dass er mitten in einer betriebswirtschaftlichen Vorlesung in Ohnmacht fällt und daraus trotz intensiver ärztlicher Versuche für Stunden nicht mehr zu erwecken ist. Als er die Augen wieder aufschlägt, kann er sich nicht mehr daran erinnern, wer er ist. Eine völlige Amnesie hat ihn gepackt, die alle Lebensbereiche umfasst und letztlich seine Frau dazu veranlasst, sich von ihm scheiden zu lassen und ihm das Sorgerecht für seine drei Kinder zu entziehen. Während dieser Zeit unternimmt er zahlreiche Reisen in entlegenste Gebiete wie den Himalaja oder die arabischen Wüsten. Den Rest der Zeit verbringt er in Bibliotheken auf der ganzen Welt, in denen er sich in obskure Werke wie das (fiktive) Nekronomicon vertieft und anscheinend Studien der schwarzen Magie betreibt. Doch genauso plötzlich, wie die Amnesie begann, verschwindet sie eines Tages wieder und der Professor erwacht wie aus einem Traum. Neugierig geworden versucht er, die letzten Jahre seines Lebens zu rekapitulieren um hinter das Geheimnis seines „Sekundärcharakters“ zu kommen…
Wer von Lovecraft bisher nur die Geschichten rund um Cthullu-Mythos oder Schatten über Innsmouth kennt, wird von dieser Erzählung sehr überrascht werden, denn primärer Bestandteil sind immer wiederkehrende Albträume des Erzählers, die ihm mehr Aufschluss über die Geschehnisse vermitteln als rationale Nachforschungen. Er befleißigt sich auch einer etwas „moderneren“ Sprache als in seinen vorhergehende Werken, da er hier die Nähe zum englisch eines Edgar Allen Poe vermeiden will, greift er doch in literarisch freier Form die Idee der multiplen Persönlichkeit auf, macht daraus jedoch keinen, wie heute üblich, Thriller, sondern erklärt das Phänomen dadurch, dass der „Erkrankte“ von einer außerirdischen, hochentwickelten Rasse übernommen wird. Warum dies geschehen soll, erklärt und begründet Lovecraft glaubhaft, überzeugend und dadurch extrem beunruhigend.
David Nathan ist, wie bereits in den Vorgängern der Reihe, der Sprecher. Und genauso gekonnt interpretiert er auch diese Geschichte. Gerade seine ruhige, intensive Sprechweise, die so gar nichts erschreckendes beinhaltet, verursacht beim Hörer ein nachdrückliches Unwohlsein und man fragt sich, wieder einmal, woher die Deja-vu-Erlebnisse eigentlich wirklich rühren. Dieses Hörbuch ist mehr Stephen King und Science-Fiction denn Horror und damit der ideale Einstieg für alle Freunde gehobenen Gruseln ohne hinter dunklen Ecken versteckten Horrorkreaturen.
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am 1. Juni 2014
Stellen Sie sich vor sie können sich nicht erinnern was Sie in den letzten 6 Jahren gemacht haben. Dieses Passiert hier in der Geschichte von H.P.Lovecraft.

Professor Nathaniel Wingate Peaslee schreibt seinen erschütternden Bericht 1935 an Bord eines Dampfers, der ihn von West-Australien nach Amerika bringen soll. Noch muss er sich von den grauenerregenden Erlebnissen in den Tiefen einer vorzeitlichen Stadt erholen, die er in der australischen Wüste mit seiner Expedition ausgegraben hat. Doch wie konnte er in diesen schlimmen Zustand geraten? Und warum glaubt er, uns vor einem namenlosen Grauen aus der Tiefe warnen zu müssen?
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am 7. August 2003
Als ich mir dieses Buch gekauft haberechnete ich nicht damit,dass ich es schon nach wenigen Stunden gelesen haben würde.
Ich habe unzähluge andere Bücher von H.P.Lovecraft und so rechnete ich damit eine Geschichte im Stile von "Schatten über Innsmouth" vorzufinden.Diese tolle Novelle ist jedoch eher mit "Berge des Wahnsinns" zu vergleichen(übrigens waren das vorliegende Buch und "Berge des Wahnsinns" seine beiden letzten und einige der besten Werke).
Das er die Zeitreisenden alle aufführt vermittelt einen guten Eindruck in das Geschehen des Buches und baut Atmosphäre auf.
Die Schlusspointe ist absolut gelungen und lässt einem das Buch mit offenem Mund wieder ins Regal stellen.
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am 23. Januar 2001
Es ist schon faszinierend, wie Lovecraft es schafft, mit den immer gleichen Stilmitteln seine Leser in den Bann zu ziehen. Ihm geht es um die Schaffung einer ganz bestimmten Atmosphäre, und das gelingt ihm meistens ganz vorzüglich. "Der Schatten aus der Zeit" handelt von einer uralten Rasse, die sich des Körpers eines Menschen bemächtigen. Ich möchte mich nicht in Details verlieren, deshalb empfehle ich: Lesen Sie das Buch selber, es lohnt sich!
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am 13. März 2001
Ein grandioses Werk, das den Leser gleich nach der ersten Seite in seinen Bann zieht. Schon die ersten Zeilen enthalten eine Andeutung auf den Schrecken, der sich langsam aber sicher steigert und bald darauf vom Leser Besitz ergreift. Es ist eine Schande, dieses Buch nicht zu lese und jene, die es langweilig finden, sind entweder total abgebrüht oder mögen keine Horrorliteratur... Lesen, auf jeden Fall!
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