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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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am 20. November 2014
"FISCHE FÜTTERN" von Fabio Genovesi ist eines der besten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe!

Der italienische Autor fesselt seine Lererinnen / Leser mit einer sehr lebhaften Sprache, gespickt mit viel Humor und Ironie, aber auch mit Weisheit. Es geht um Freundschaft, Liebe, Sehnsüchte und auch um banale Dinge, die jedoch gekonnt vom Autor in Szene gesetzt werden. Man ist förmlich mit dabei in einer sehr lebensfrohen und bewegenden Geschichte. Wenn man auch noch Rockmusik, Radsport, Angeln und die Toskana liebt, dann ist die Begeisterung für diesen Roman umso größer...

Kurz zum Inhalt:

Der junge Fiorenzo verliert beim leichtsinnigen Umgang mit einem selbstgebastelten "Böller" eine Hand. Dennoch ist er voller Lebensfreude und Tatendrang, träumt von seiner großen Liebe und will mit seinen Freunden und der gemeinsamen Heavy-Metal Band "Metal Devastation" berühmt werden. Fiorenzo lernt die hübsche und intelligente Tiziana kennen, die ein Auslandsstudium absolviert hat und dann in die italienische Provinz kommt. Ob sie dort bleiben wird?...
Dann gibt es noch den jungen Mirko, der sehr talentiert in Sachen Radsport ist und eine internationale Karriere anstrebt. Doch er hat auch das Bedürfnis, mal verlieren zu dürfen...
Die Protagonisten Fiorenzo, Mirko und Tiziana erleben einen Sommer in der toskanischen Provinz, der ihr Leben für immer verändern wird...

Ein herrliches Buch! Ich konnte diesen Roman kaum aus der Hand legen und freute mich über 430 Seiten Lesevergnügen.

Der Roman "Fische Füttern" von Fabio Genovesi eignet sich meines Erachtens wunderbar als Geschenk für besondere Freunde.
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TOP 500 REZENSENTam 4. Juni 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Eine Geschichte mit dem Titel 'Fische füttern' zu veröffentlichen, die von der Handlung das Leiden und Leben in einer toskanischen Provinz, abseits des Tourismus und der Industrie handelt, halte ich schon für durchaus mutig. Dargestellt wird das Leben in dieser Region der Toskana anhand von drei Personen, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Fiorenzo der mit seiner Band berühmt werden will, Tiziana die nach einem Studium im Ausland große Pläne mit Ihrer Heimatstadt hat und schließlich Mirko der eine Begabung fürs Radfahren hat. Keiner kennt den anderen und dennoch schafft es der Autor alle drei miteinander, trotz der großen Unterschiede, zu verknüpfen. Fabio Genovesi schafft es sogar das unterschiedlich Alter der Protagonisten in Ihren Charaktereigenschaften einzufangen und man wird sofort warm mit ihnen, auch wenn sie manchmal ein wenig überzeichnet sind, ob das nun bewusst vom Autor so bezweckt ist, bleibt sein Geheimnis.

Das ganze Buch wirkt trotz der Situation die eher düster erscheint, noch der Charaktere, die alle nicht das einfachste Leben haben, leicht und locker. Das liegt vor allem am wirklich herausragenden Erzählstil des Autors. Er ist ein Geschichtenerzähler mit Humor, Herz und Verstand. Selten habe ich ein Buch schneller gelesen als diese und dabei so mitgefiebert.

Dieses Buch, das Erstlingswerk von Fabio Genovesi, lebt von seiner herausragenden Erzählkunst, wie ich sie selten vorher gelesen habe. Immer wieder erwischte ich mich mit einem Schmunzeln im Gesicht, aber vor allem die Spannung wie es weiter gehen wird und auf welche Art und Weise dieses dargestellt wird, hat mich in den Bann gezogen.

Es geht ums Angeln (daher wohl auch der Titel), um den Radsport, die Liebe und das Aufwachsen und alles miteinander in einem gelungenem Mix, der Spaß macht zu lesen. Mir hat das Buch viel Freude bereitet und ich werde sicher das nächste Werk von Fabio Genovesi lesen.
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Zuerst dachte ich, na ja, das ist einfach mal so eine Geschichte von drei jungen Menschen, was soll daran schon großartig "spannend" sein, aber ich habe mich getäuscht. Ich wurde angenehm überrascht. Eine doch so einfache Geschichte kann so interessant sein, vor allem aber, wenn es der Autor so gut versteht wie Genovesi, mit seiner Sprache den Leser unweigerlich mitzuziehen. Bei mir hat es blendend funktioniert.

Ich konnte mir die Figuren richtig lebhaft vorstellen (nicht nur, weil ich italienische Freunde habe, die die typische italienische Familie darstellen). Ich finde, dass es Fabio Genovesi richtig gut gelungen ist, seine Geschichte auf Papier zu bringen. Er hat es verstanden, den Leser zu begeistern (hat bei mir jedenfalls funktioniert). Man erfährt nicht nur, dass Fiorenzo seine rechte Hand verloren hat, sondern man erlebt den Unfall mit, weiß eigentlich schon, was passieren muss, als ihm seine grandiose Idee einfällt, ein Kanalmonster zur Strecke zu bringen. Gut nur, dass er eine begnadete Stimme hat, denn als Rennradfahrer würde er wohl keine Karriere mehr machen, zumindest hatte ihn der Vater nach dem Unfall einfach "fallen lassen" und sich mehr oder weniger einen Ersatzsohn gesucht, der seinen Traum nun weiterleben konnte. Es ist auch interessant, zu erfahren, dass Mirko nicht nur ein begnadeter/talentierter Rennradfahrer ist, sondern vielmehr ein richtiges Genie, ein Musterschüler war, der an einem für ihn entscheidenden Tag im Leben den Schulunterricht geschwänzt hatte, und zwar aus purer Angst, von einem Mitschüler - den Gott nicht mit Intelligenz gestraft hatte und dem die Karriere eines Bestatters drohte - "umgebracht" zu werden. Mirko hatte aus Verzweiflung die Schule geschwänzt, als er durch einen Aufsatz seinen Lehrer dazu gebracht hatte, den Job an den Nagel zu hängen. Dabei wäre er beinahe zwei ausgehungerten Schäferhunden zum Opfer gefallen, die in ihm nichts weiter als eine etwas größer geratene Mahlzeit sahen. Und dann die Begegnung mit Tiziana. Hier hat einfach alles gepasst. Für mich hat Genovesi Talent bewiesen, den Leser mit einer doch recht einfachen Geschichte in den Bann zu ziehen. Mit einer gewürzten Prise Humor treibt er die Geschichte voran. Ich habe mich auf alle Fälle köstlich amüsiert (sprachlich hat mich das Buch ebenfalls angesprochen/es liest sich fast wie von selbst. Natürlich muss man am Anfang ein bisschen aufpassen, damit man die Zusammenhänge richtig versteht und keine wichtige Info verpasst, aber das ist eigentlich bei allen Büchern so. Irgendwann ist man genau an der Stelle angelangt, wo man als stiller Beobachter einfach in die Geschichte mit einfließt und nur noch interessiert und gespannt zuschaut, was sich daraus entwickelt. Es ist schon sehr interessant, die Gedanken der Figuren aus erster Hand/Ich-Perspektive zu erfahren. Es war zu keinem Zeitpunkt verwirrend, ich konnte der Handlung sehr gut folgen.

Fazit: Ein erfrischender Roman! Ich habe ihn gerne gelesen und ich werde ihn sicher wieder einmal aus meinem Bücherregal fischen. Denn der "moderne" Erzählstil von Genovesi hat die Geschichte richtig aufgefrischt. Super!
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Juni 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
"Fische füttern" ist ein Roman, der die Emotionen dreier junger Menschen sehr offen und sehr natürlich beschreibt. Titiana, Fiorenzo und Mirko sind Menschen, wie sie verschiedener nicht sein können. Trotzdem haben sie Gemeinsamkeiten.

Der Autor Fabio Genovesi versteht es, dem Leser peu à peu die bedeutungsvollen Begebenheiten aus dem Leben dieser drei sympatischen Protagonisten zu schildern.
Nebenher wird das Leben im Dorf mit den ALTEN, die Teil der Story sind, beschrieben.
Es sind kurze, unterhaltsame Kapitel, die einen Tiefgang haben, der überrascht.
Dabei bedient sich der Autor besonders bei Fiorenzo's Erzählstil einer flapsigen Sprache, die wundervoll dazu dient, dessen Sensibilität und Verletzlichkeit zu kaschieren.

Das Buch beschreibt real life, was besonders deutlich am Beispiel von Titiana wird, deren Leben von Trostlosigkeit und Niederlagen geprägt ist.
Putzig dagegen wirkt der junge Radrenn-Star Mirko, der in jedem Gespräch seine Ehrfurcht gegenüber Fiorenzo offenbart.
Zwischendurch gibt es mal einen Zeitungsbericht oder ein paar Schüleraufsätze.

Anfangs war ich sehr gespannt, wie das Schicksal die drei jungendlichen Hauptprotagonisten zusammenführen wird. Im Mittelteil wird die Spannung hinsichtlich einer evtl. Liebesbeziehung aufrecht gehalten und im letzten Drittel entwickelt sich ganz unvorhersehbar...
...doch halt, mehr schreibe ich jetzt nicht!

Lesen Sie dieses Buch selbst. Es wird sie berühren!
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am 28. Juni 2012
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Fiorenzo hat bei einem Unfall eine Hand verloren. Er steht kurz vor dem Abitur und ist der Sänger einer Band.
Mirko ist ein Außenseiter, aber er ist ein sehr guter Radfahrer. Er träumt von einer Profikarriere. Tiziana ist
nach ihrem Auslandsstudium nach Hause in ihr italienisches Dorf zurückgekehrt. Nun arbeitet sie im Jugendzentrum.
Alle drei versuchen im Leben ihren Weg zu finden, und treffen dabei nicht immer die richtigen Entscheidungen.

Das Buch erzählt die Geschichte von drei jungen Menschen, die ihren Platz im Leben suchen. Dabei erzählen die drei
kapitelweise wechselnd von ihrem Leben. Das ist am Anfang etwas verwirrend. Man findet sich dann aber doch gut
in die Geschichte ein. Es geht dabei um ganz normale Dinge, wie die erste Liebe, Freundschaft, das Erwachsenwerden
oder der Konflikt zwischen Eltern und Kindern.

Fabio Genovesi hat einen sehr schönen Schreibstil und das Buch lässt sich dadurch recht gut lesen. Jedoch wurde es
zwischendurch auch ein wenig langatmig. Stellenweise passiert einfach zu wenig. Man hätte die Geschichte sehr gut
ein wenig kürzen können, dann wäre die Spannung vielleicht eher erhalten geblieben.
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juni 2012
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Dieses Buch hat mir wirklich überdurchschnittlich gut gefallen.

Mit fortschreitendem lesen wächst man in die Charaktere hinein, die man erst einmal einzeln für sich kennenlernt, bis sich später die Fäden kreuzen und zusammenspinnen und vieles zusammenhanglos scheinende plötzlich ganz anders wirkt.

Viel mehr soll an dieser Stelle auch gar nicht verraten sein, möchte ich ja niemandem den Lesespaß nehmen. Nur soviel noch: Der Schreibstil ist wunderbar aus einem Guß und bevor man es sich versieht, ist man auch schon mittendrin :)

Sicher nicht der weltbeste Roman, der je geschrieben wurde, aber aus den Reihen der Unterhaltungsliteratur auf jeden Fall sehr empfehlenswert und vom Aufbau her willkommen ungewöhnlich.
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VINE-PRODUKTTESTERam 3. Oktober 2012
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Zugegeben, angesichts des Klappentextes und der Verlagsbeschreibung hatte ich mir nicht allzu viel erhofft. Radfahren, Angeln, ein junger Mann mit nur einer Hand, und ein langweiliges, italienisches Dorf, das auch noch Heimat einer Metal-Band sein soll - die leider völlig verkannt ist...? Konnte das gut gehen? Es konnte. Ich wurde sehr angenehm überrascht, da das Buch gänzlich unangestrengt allen diesen disparaten Versatzstücken so etwas wie einen Rahmen und einen ironischen Ton verleihen konnte.

Überhaupt war die Sprache eine der angenehmsten Überraschungen für mich. Der Autor trifft eine ganz eigene Mischung, die einen teils schmunzeln, dann wieder zustimmend nicken lässt - und die manchmal einfach nur wahr ist. Manchmal gerät er dabei gefährlich nahe in die Nähe des Slapstick-Humors, besonders wenn es um die fruchtlosen Bemühungen der Möchtegern-Metal-Band geht, oder um die skurrile Rentner-Gang. Doch wirkt dies ausgesprochen erfrischend! Immer wieder gibt es jedoch Passagen wie diese: "Ich glaube, das ist das Leben: ein Strom von Dingen, die alle an dir vorbeiziehen. Manches erwischst du, manches verlierst du, von manchem merkst du gar nicht, dass es schon vorbeigetrieben ist, und vielleicht wäre gerade das für dich das Richtige gewesen." Wie kann man ein Buch, das solche Sätze enthält, nicht lieben?

Den schriftstellerischen Ansatz, den Fabio Genovesi mit diesem Buch verfolgt, kann ich nur innovativ nennen. Er wählt sich eine sehr begrenzte Zeit, nämlich ungefähr einen Sommer im fiktiven Muglione, dem Dorf am Ende der (italienischen) Welt. Diesen Sommer füllt er mit allerlei Episoden, die drei Perspektiven zugeordnet sind: erstens, Fiorenzo, der Einhändige, der Probleme mit dem Heranwachsen und mit der Liebe hat, und der gern angelt; zweitens, Tiziana, die studierte Sozialarbeiterin, die seit ihrer Rückkehr ins Dorf vor sich hin gammelt; und drittens, Mirko, das Radfahr-As, welcher insgeheim mit seinen Talenten eher ringt, als sie zu nutzen.

Für jede dieser Perspektiven lässt der Autor sich eine ganz eigene "Stimme" einfallen. Fiorenzo erzählt aus der Ich-Perspektive, und wirkt dabei in seiner Mischung aus Selbstüberschätzung und Naivität oft ausgesprochen drollig. Tiziana wird vom Autor mit "Du" angeredet; das hat einen sehr eigenen Effekt, der beinahe zynisch gerät. Doch dahinter spürt man die Absicht des Autors, Tiziana als "Gestrandete" in diesem Dorf zu schildern. Schließlich Mirko - er wird nur indirekt, aus der Sicht aller anderen, beschrieben; ferner lesen wir von ihm diverse Aufsätze und geheime Aufzeichnungen. Dennoch gerät dieser Junge sehr lebendig. Ich habe mit ihm gelitten - von Trainer, Radsport-Welt und den Zeitungen vergöttert, aber von den anderen Jugendlichen gehasst, weil er ihnen die Schau stiehlt. (Umso schöner die Wende, die Mirko im Laufe des Buches durchmacht.)

Ich möchte das Buch nicht einmal gerne "Roman" nennen. Es ist für mich viel eher ein Album mit allerlei absonderlichen Szenen, die sich alle im Laufe eines Sommers abgespielt haben. Manchmal sind die Verknüpfungen logisch und eng, dann wieder weniger. Doch im Laufe des Geschehens bleibt keiner, wie er anfangs war. Jeder macht Entwicklungen durch, was manchmal nicht ohne Schmerzen (physisch und emotional) abgeht. Wir sehen den drei Charakteren zu, begleiten sie, lachen, schmunzeln, leiden mit. Und am Ende wünschen wir ihnen alles Gute, für ihren Aufbruch zu neuen Ufern.

Ich habe das Buch gerade deswegen so gemocht, wenn nicht gar geliebt, weil es sich kaum in eine Schublade stecken lässt. Dorf-Satire? "American Pie" auf Italienisch? Abrechnung mit elterlichem Größenwahn? Hymne auf das Heranwachsen? Zarte Liebesgeschichte? Alles das, und noch mehr. "Da Capo", möchte man rufen.
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am 31. Mai 2012
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Wirklich gefesselt hat mich der Titel nicht: "Fische füttern". Wieder ein Autor, der über einen scheinbar in Mode gekommenen, eher nichtssagenden Titel auf die Aktualität und das Must-have seines Werkes hindeuten will, das letztlich mehr Flop als Top sein würde?!?

Letztlich reizte mich jedoch der Inhalt der Story, der auf eine Verstrickung der Charaktere hindeuten lässt.

Und tatsächlich: Zunächst in zusammenhanglosen Abschnitten berichtet der Autor aus den wechselnden Perspektiven der Protagonisten von ihrem Leben, teils ihrem Schicksal, ihren Träumen und Hoffnungen, bis schließlich unverhofft alle Hauptpersonen an ein und dem selben Ort mit verschiedenen Gemütern aufeinander treffen.

Was Anfangs eher schleppend und Zusammenhanglos wirkt ergibt von Seite zu Seite mehr und mehr Sinn und nachdem die ersten trägen Zeilen überstanden sind, wird der Leser für seine "Vorarbeit" belohnt: Durch die verschiedenen Charakter und der Perspektivwechsel, findet sich der Leser als Allwissender in einem Strudel der Gefühle und fiebert mit jedem Protagonisten um die Erfüllung seines Traumes mit.

Neben der Story selbst lässt sich das Buch als Solches durch den beschwingten Schreibstil des Autors sehr flüssig und behände lesen.

Man mag das Buch wirklich nicht aus den Händen legen, hat man erstmal begonnen, sich in die Personen einzufinden.

Ich verspührte nach dem Lesen immer einen unerklärlichen Tatendrang, aktive zu werden und etwas zu verändern. Wahrscheinlich färbt der unaufhörliche Mut und die Willensstärke für seine Ziele zu kämpfen auch auf den Leser ab - Ein jedenfalls wunderbarer Nebeneffekt ;)

KURZ:
Merkwürdiger Titel mit denkwürdiger Geschichte und starken Charakteren, die den Leser emotional mitreißen und mit ihren Schicksälen tief berühren. Ein fließender Schreibstil und die selten Lesewirkung des Tatendranges runden das Buch perfekt ab!

Tatsächlich ein Must-Have!
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'Manche Wörter bleiben tief in einem drin, ein Leben lang, ohne je rauszukommen. Aber sie sind wie auf einer Schnur aufgefädelt, und wenn ein Wort sich löst und heraussprudelt, rutschen die anderen nach wie bei einem Wasserfall.'
Fabio Genovesi's Roman ist eines der besten Bücher, die ich bisher in diesem Jahr gelesen habe. Es liest sich flüssig, ohne jedoch ins Banale abzudriften. Es nimmt den Leser mit und ist von der ersten Seite an sehr lebendig. Man kann das südländische Temperament herauslesen.
Ein Dorf in der Toskana, wo Menschen leben, die bemüht sind, ihren Alltag zu bewältigen. Eigentlich nichts anderes als in jedem anderen Ort der Welt. Da ist Tiziana, eine Frau Anfang Dreißig, hatte an renommierten Universitäten studiert und ist letzten Endes wieder in Muglione gelandet, wo sie befristet das hiesige Jugendzentrum leitet. Sie weiß, dass sie mehr kann.
Dann wäre da noch Fiorenzo, ein angehender Abiturient, der aber lieber in den Tag hineinträumt und sich mit seinen Freunden einer Heavy Metal Band trifft, mit ihnen probt, aber zu mehr reicht es nicht. Er hilft im Angelladen seines Vater aus. Er lebt allein mit seinem Vater, da die Mutter verstorben ist.
Das Trio vervollständigt Mirko, 14 Jahre alt und ein künftiger Rennradprofi, der von Fiorenzos Vater entdeckt wurde und gefördert wird.
Mirko begibt sich aber auch unter die Fittiche Fiorenzos, und auch wenn es nicht so aussieht, werden die beiden doch so was wie Freunde. Hat Fiorenzo es doch eigentlich Mirko zu verdanken, dass Tiziana seine erste große Liebe wird. Überhaupt schlägt dieses Buch eine Menge solcher Haken, die dieses Buch erst recht interessant machen.
Die kurzen Kapitel machen das Buch sehr übersichtlich. Und in jedem Kapitel spricht ein anderer Protagonist, wenn auch hauptsächlich Fiorenzo. Doch dem Autor ist es gelungen, jedem Akteur auch seine eigene Sprache zu geben, sie zu individualisieren. Und er macht es in einfachen Sätzen und benutzt eine verständliche Sprache. Gewiss bricht die Ironie des Öfteren sehr deutlich hervor, aber gerade das macht dieses Buch so lesenswert. Es ist auch alles so herrlich nachvollziehbar, seien es die Gedanken der Akteure, die Ereignisse, ihr Denken und Handeln und ihr Fühlen. Es gibt Tod, Liebe, Gleichgültigkeit, der Druck der Öffentlichkeit, Erwartungshaltungen, die gesamte Palette, die das Leben ebenso zu bieten hat. Wie Genovesi es beschreibt ist gerade die Stärke dieses Buches. Die über 400 Seiten langweilen zu keinem Zeitpunkt.
Die Akteure sind sehr gut beschrieben, auch wenn man nun nicht jede persönliche Ansicht teilen muss. Aber die Figuren in sich sind stimmig, nicht nur flach und mit Klischees beladen, auch wenn Genovesi des Öfteren mit ihnen spielt (ein Metall Fan ist eben ein Metall Fan und hat eben dementsprechend auszusehen). Zur Liebe gehört das Glück ebenso wie der Schmerz. Oder der ewige Generationskonflikt wird auf witzige Weise ein wenig überhöht, macht das Ganze aber umso lesenswerter. Und auch die moderne Sensationsgier wird auf die Schippe genommen. Aber ich möchte nicht zu viel verraten. Dieses Buch ist bei weitem keine Zeitverschwendung. Absolut volle Punktzahl wert und eine Weiterempfehlung gibt es ebenfalls.
'Ich glaube, das ist das Leben: ein Strom von Dingen, die alle an dir vorbeiziehen. Manches erwischt du, manches verlierst du, von manchem merkst du gar nicht, dass es schon vorbeigetrieben ist, und vielleicht wäre gerade das für dich das Richtige gewesen.'
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TOP 1000 REZENSENTam 6. Juli 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
In meinem ersten Kommentar zu dem Buch, ich hatte gerade 10 Seiten gelesen, bezeichnete ich es als zauberhaft. Zwei Seiten weiter flog Fiorenzos Hand in die Luft und das Wort zauberhaft paßte nicht mehr so ganz. Trotzdem hat mich dieses Buch bezaubert, mal wieder zu Tränen gerührt und hingerissen. Ein kleines Dorf in Italien, aber eigentlich könnte es jedes kleine Dorf auf jeder Welt sein, man ist dort zu Hause, man fühlt sich sicher, aber irgendwie erdrückt es einen auch. Die Leute die einen Kennen, die Menschen die man mag, die aber alles von einem Wissen, was das Leben nicht immer so einfach macht.
Der Stil ist ein sehr seltsamer auch das Stilmittel der wechselnden Perspektive beim Erzähler hat mich zunächst beim Lesen ein wenig verunsichert, führte aber letztlich dazu, daß ich es immer besser fand. Gut ich kann mich nicht wirklich in einen 19jährigen hineinversetzen, der sich in eine 32jährige verliebt und Angst hat zu versagen oder gar in einen kleinen Radsport Champion, aber bei aller Skurrilität bleibt es doch ein wenig denkbar, es bleibt im Bereich des Möglichen und auch der Erfolg im Leben der Charaktere bleibt im Bereich der Möglichkeit, der vorbeigezogenen Chance, der verpaßten guten Sekunde und dem doch immer wieder unverhofft auftauchenden Glück.
Für mich eine wirkliche Überraschung dieses Buch, das so anders war, als ich erwartete, daß ich mir durchaus auch gut als Jugendbuch vorstellen könnte und daß mich gut unterhielt und mich sicher noch eine ganze Zeit beschäftigen wird.
In der Zeit werde ich ein paar Fische füttern oder die Alten hier im Dorf ärgern, angeln gehen, eine Metalband gründen... Dinge halt, die man tut, während das Leben drauf wartet einen zu überraschen....
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