Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More sommer2016 Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle Roosevelt festival 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
25
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Der Roman erzählt von der großen Zeit Attilas, in der er die Macht über den Teil seines Bruders Bleda übernahm und einen Vielvölker-Feldzug gegen West-Rom nach Gallien (Orléans) und Norditalien (bis vor Rom) führte. Es beginnt mit der Schlacht gegen die Burgunder 436 - deren Untergang später zum Kern des Nibelungenliedes wurde, und er endet im Wesentlichen mit dem Tod Attilas 453. Nach seinem Tod brachen sowohl das Hunnenreich als auch das Weströmische Reich zusammen. Vordergründig begleiten wir Goldrun, ein fiktives burgundisches Mädchen, das 436 als Sklavin zu Attilas Königshof entführt wird und dort als 'Pferdeflüsterin' aufwächst. Sie verliebt sich später in Ernak, einen von Etzels Söhnen.
Röhrig hat sich zweifellos ein interessantes Kapitel der Weltgeschichte ausgesucht. Die Story ist auch aktionsgeladen. An der Stimmung kratzt, dass Röhrig alles aus heutiger Sicht erzählt - in Umgangssprache und mit geographischen Namen, die damals noch gar nicht existierten. Mit 'Hundsfott' kallt Attila sogar waschechtes Kölsch. Befremdlich ist auch, dass sich die Beteiligten, insbesondere Attila, in zig kleinen Situationen einfach unrealistisch verhalten. Der Großkönig, der zigtausende Krieger in die Schlacht führt, der seinem eigenen Bruder den Kopf abschlägt, der tausende Sklavinnen zur Verfügung hat - dieser Mann soll politische Entscheidungen auf Druck der Königin treffen, "weil sie ihn sonst vielleicht nicht mehr an ihre warme Pforte lässt" - und erzählt das auch noch herum? Er legt sein Wams nicht ab, weil er eventuell stinkt? Sohn Ernak soll sich nicht an einer Sklavin erfreuen? Die Königin hat Probleme mit den Standesunterschieden zu ihrer Hofdame und Sklavin? Witzig auch: der wichtigste Berater des Nomaden- und Reitervolks lässt sich ein römisches Marmorbad bauen, einfach so, mitten in die Steppe in sein Zelt.
Röhrig stellt den Königshof als sehr unsicher dar. Und als hätte es der Autor gespürt, schwillt Attila dann regelmäßig "die Zornader" mit Todesandrohung, bei Kleinigkeiten, die einfach dessen unwürdig sind. Attila wird zur Witzfigur. Einer der Höhepunkte des Buches dagegen, die Intrige gegen seinen Bruder und die Machtübernahme, läuft wie selbstverständlich völlig unspektakulär ab. Meines Erachtens wird hier verkannt, welche Autorität und Charisma solche Persönlichkeiten hatten. Mut, Ruhm, Ehre, Loyalität - Werte, von denen historische Quellen oder auch das Nibelungenlied ausführlich erzählen, kommen hier nicht oder nur in kleinkariert-egoistischer Form vor. Attila war sicherlich ein brutaler Führer, eine Tatsache, mit der sich gerade die deutsche Geschichte schwer tut, aber deshalb muss man ihn ja nicht gleich zum neurotischen Bubi machen. Mein Tipp: Lieber eine gute Fassung des Nibelungenepos lesen.
11 Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. April 2009
Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Roman ist eine sehr spannend und kurzweilig geschriebene Erzählung, die einen bunten Einblick in die Welt der Spätantike gibt. Thema ist das Leben der Burgunderin Goldrun, die als Sklavin an den Hof des hunnischen Herrschers Attila verschleppt wird und dort aufgrund ihrer Fähigkeiten und ihres liebenswerten Charakters zur Stallmeisterin des Königs aufsteigt. Parallel dazu wird die Geschichte Attilas und seiner Kriegszüge erzählt.

Positiv hervorzuheben ist, dass Tilman Röhrig sich offenkundig in seiner Schilderung der Ereignisse und auch in der Auswahl der geschichtlich belegten Figuren zentral auf die Quellen der damaligen Zeit stützt, die die historischen Ereignisse im Römischen Reich zur Zeit Attilas überliefern. Der Autor entwickelt so eine sehr spannende Geschichte, die ich in wenigen Nächten bis zur Erschöpfung durchgelesen habe. Der Stil ist nicht zu anspruchsvoll oder abgehoben, es geht schlichtweg um eine packende Erzählung. Besonders gefallen haben mir neben den "großen" politischen Ereignissen die Schilderung der "kleinen Leute". Besonders die wehrhaften hunnischen Frauen, die sich gegen die Übergriffe der Männer zu wehren wissen, und die Beziehung der zunächst ruppigen, doch nach und nach zu Sympathiefiguren aufsteigenden Charaktere Mela und Keve bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Sehr anschaulich und interessant sind überhaupt die Lebensweise und der Alltag der Hunnen als Reitervolk, wie z.B. auch die intensiven Schilderungen der Rituale und Visionen des Schamanen. Gelungen ist auch die Ambivalenz der Hauptfiguren (besonders von Attila), die meist weder "nur schlecht" oder "nur sympathisch" entwickelt werden, so dass sie sehr lebendig wirken und ihre Handlungsweisen zum kritischen Mitdenken anregen. Plastisch und erschütternd sind zudem die Darstellungen der Schrecken des Krieges, die unter die Haut gehen. Bis dahin war mir Röhrig eher als Jugendbuchautor bekannt, so dass auch ich die sexuellen Darstellungen erst sehr irritierend fand. Als störend habe ich diese jedoch nicht empfunden, da es sich offenkundig ja nicht um ein Jugendbuch handelt, und die geschilderten Tatsachen auch der damaligen Zeit entsprechen dürften. Außerdem bedient sich Röhrig hier oftmals einer sehr poetischen und kreativen Sprache, die sich sehr gelungen fand.

Negativ sei als Kritikpunkt anzumerken, wie Tilman Röhrig den Stil und die Erzählperspektive des Romans im letzten Drittel abrupt ändert, so dass man als Leser nicht mehr recht weiß, woran man ist: Handelte es sich bis dahin um einen historischen Roman, so dass man sich mit Phantasie in die "damalige Zeit" hineinversetzen konnte, erscheinen plötzlich die apokalyptischen Reiter als scheinbar real existierende Personen (jedenfalls ist eine metaphorische Bedeutung durch die Dauerpräsenz und Darstellung dieser Figuren nicht überzeugend). Auch werden Wunder aus der christlichen Mythologie als historisch wahre Begebenheiten dargestellt, etwa wenn die Hunnen ihre Angriffe auf westeuropäische Städte abbrechen, da sie von charismatischen Heiligen erschreckt werden. Hier hat der Autor vermutlich auch die katholischen Heiligenviten und Märtyrerlegenden, in denen Attila vorkommt, bedenkenlos übernommen. Dadurch driftet der historische Roman in die Bereiche der Fantasy ab, was doch sehr irritierend ist und die Lesart vollkommen umkrempelt. Etwa stereotyp ist auch, wie Goldrun zum Schluss ihre burgundische Heimat besucht und sich dort als Fremde fühlt (Motto: freiheitliches, edles und sympathisches Naturvolk trifft auf engstirnige, intolerante, an Konventionen und Vorurteile gebundene städtisch-feudale Gesellschaft). Schade ist auch, dass im Schluss der bis dahin dominierende Erzählstrang von Goldrun und Prinz Ernak zugunsten einer Kurzzusammenfassung der Geschichte vom Ende des weströmischen Reiches aufgegeben wird. Wenn man bis dahin so viel Wert auf eine liebevoll angelegte und emotionale Geschichte der Hauptfiguren gelegt hat, erwartet man doch etwas mehr Herzblut in der Schilderung des happy end. So verschwinden auch Keve und Mela im Orcus der Geschichte. Da hätte der Autor sich doch für einen konsequenten und einheitlichen Stil entscheiden oder mehr Einsatz und Sorgfältigkeit zeigen sollen. Den Schluss fand ich also sehr unbefriedigend. Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass das ein echtes Ende war, und das Buch etwas enttäuscht weggelegt.

Zusammengefasst gesagt: Eine sehr bunte, plastische und spannende Darstellung aus der Geschichte der Völkerwanderungszeit mit vielen liebenswerten und informativen Details. Störend sind die inkonsistenten Sprünge in der Erzählweise und der Gewichtung der Inhaltsebenen, so dass das Buch leider keine wirklich geschlossene Einheit bildet, was sehr schade ist.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. September 2006
Dieses Buch erzählt die Geschichte der Hunnen zur Zeit des großen Hunnenkönigs Attila. Allerdings stehen im Mittelpunkt der Handlung nicht nur Attila, sondern eine burgundische Sklavin und der jüngste Sohn des Großkönigs. Und natürlich deren Liebesgeschichte.

Im fünften Jahrhundert besiegen die Hunnen in Worms die Burgunder. Bei ihrem Abzug nehmen sie ein junges Mädchen als Sklavin mit. Goldrun wächst bei den Hunnen auf, versteht wie kaum jemand anderes den Umgang mit Pferden und verliebt sich in den jüngsten Sohn Attilas.

Um diese Liebesgeschichte herum werden die Ränkespiele zwischen Hunnen und Römern, deren Kriege und politischen Verhältnisse wunderbar erzählt. Die Geschichte vom Brudermord durch Attila, dessen Aufstieg als Großkönig, seine Beziehungen zu den Ost- und Weströmern sowie sein Charakter werden wunderbar beschrieben.

Fazit: sehr lesenswert, da, obwohl sehr dick an Seiten, einfach zu lesen, spannend bis zum Schluss und eine wunderbare Mischung aus Historie, Schlachten, Macht und Liebesgeschichte.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Januar 2006
Man hört sie tatsächlich kommen. Die Hunnen. Beklemmend und gewaltig jagen sie wie ein Sturm durch Europa und morden und plündern. Die junge Burgunderin Goldrun fällt ihnen zum Opfer und wird als Sklavin ins hunnische Reich verschleppt. Allein ihre Begabung als Pferdeflüsterin rettet ihr das Leben und fortan erzählt sie ihre Lebensgeschichte.
Der Sound ist imposant und aufwendig inszeniert. Begleitet vom Berliner Filmorchester und Kammerchor brillieren bekannte Synchronstimmen mit ihrem Einfühlungsvermögen. Über 30 Sprecher machen das Hörspiel zu einer beeindruckenden Hörreise in die Zeit der Völkerwanderung - atemberaubend, unterhaltsam und nicht zuletzt sehr informativ.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2006
Ich lese gerne historische Romane, möchte aber Kitschromane vermeiden, im Besonderen bin ich hier von Rebecca Gable sehr verwöhnt, weil sie in Ihren Büchern vor allem die englische Geschichte behandelt, gehört sie zu meinen Lieblingsautoren. Schon öfter habe ich auch die Inhalte von Tilman Röhrig gelesen, aber keines der aufgegriffenen Themen hat mich speziell interessiert. Mit dem neuen Roman wird nun ein Teil der Geschichte berührt, der einerseits nicht so gut bekannt ist und andererseits aber sehr interessant ist. Habe ich doch schon vieles über die Zeit der Römerherrschaft (im Zusammenhang mit den Briten, Kelten und Germanen) gelesen hat mich auch das neue Buch angesprochen. Ich bin vom Stil des Buches sehr angetan, denn es beschreibt ausführlich die Zeit und das Leben damals, die Brutalität der Kriegshandlungen und den Lauf der Geschichte sowie auch den Verlust der römischen Macht. Trotz allen historischen Hintergründen wird auf das Gefühl nicht ganz vergessen und eine Liebesgeschichte begleitet die Handlung.

Ich werde sicher noch weitere Bücher des Autors lesen, hoffe natürlich dass dieser sich in Hinkunft mit für mich interessanten sowie noch nicht wiederholt beschriebenen Themen beschäftigt und kann das Buch allen Freunden von historsichen Romanen mit Begleitgeschichte ohne Kitsch empfehlen.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2012
Von den bereits gelesenen von Tilman Röhrig ist mir dies das Liebste. Nicht nur ob des hochinteressanten Themas rund um Attila den Hunnenkönig, sondern vor allem wegen der gut erzählten Geschichte und des prallen Lebensgefühls, welches der Roman vermittelt. Angefangen beim wunderschönen Cover über den kongenialen Titel (der leider in der Taschenbuchausgabe bis zur Unkenntlichkeit zu DIE BURGUNDERIN verhunzt wird) hin zur mitreißenden Sprache, dem ausgefeilten Erzählstil. Mir haben die Personen gefallen, die glaubhaft rüberkamen, das wilde Leben, welches die Hunnen führten und sogar das Blut und die Grausamkeiten. Nachhaltiger Lesegenuss ohne Schmalz trotz Liebe und Schmerz.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Februar 2006
Eine mitreissende Liebesgeschichte in der Zeit des frühen Mittelalters! Spannend und sehr einfühlsam schildert Tilman Röhrig die Geschichte der jungen Burgunderin, die von den Hunnen verschleppt wird. Trost und Unterstützung findet Goldrun bei ihren Leidensgenossinnen und auch bei den Pferden, denn sie erhält auf Grund ihrer besonderen Fähigkeit mit Tieren umzugehen eine Aufgabe im Gestüt des Hunnenkönigs Attila. Dort lernt sie den jüngsten Sohn von Attila kennen und beide verlieben sich ineinander. Doch die Liebenden müssen um ihr Glück bangen, denn eine Heirat zwischen dem Königssohn und der Sklavin wird vom Vater nicht geduldet.
Wie diese Geschichte in der turbulenten Zeit des 5. Jahrhunderts endet will ich nicht verraten. Ich jedenfalls habe begeistert diesen Roman verschlungen.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2005
Tilman Röhrig ist wieder ein gewaltiger Roman gelungen, der alle Leser historischer Romane fesseln wird.
Wirre Zeiten der Völkerwanderung,politische Kämpfe, grausame Schlachten, Aberglauben, Opfermut, über all das erzählt Tilman
Röhrig mit erstaunlichem historischen Wissen.
Wie immer besticht seine Sprache, die wirklich einzigartig ist.
Ein Roman, der einem wunderbare Stunden garantiert.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. August 2009
Die Hunnen kommen ein Schreckensruf hallt durch das 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und als Metapher für eine aufziehende Gefahr bis in die heutige Zeit. Bei Tilman Röhrig klingt das literarisch aufbereitet so: "Ein Sturm wird kommen von Mitternacht". Mit diesem Roman bleibt der bekannte Schriftsteller, der in der Nähe von Köln lebt, nach Romanen wie "Wir sind das Salz von Florenz" und "Wie ein Lamm unter Löwen" weiterhin in der Erfolgsspur.

Das Römische Reich liegt in seinen letzten Zügen. In Konstantinopel herrscht ein Eunuch an Stelle des schwächlichen Kaisers Theodosius, im Westen der wahsinnige Valentinian, kaum von seiner Mutter Galla Placidia im Zaum gehalten. Sie sind für den Hunnenführer Attila eine willkommene Beute. Lediglich der gallische Oberbefehlshaber Flavius Aëtius leistet den Hunnenhorden Widerstand - bis zur berühmten Schlacht auf den Katalaunischen Feldern im Jahre 451. Eine historisch bedeutsame und interessant Konstellation, um die herum Tilman Röhrig einen nicht minder interessanten, ja aufregenden Roman schreibt. Einen Roman, der uns auch ein etwas differenzierteres Bild von der "Geißel Gottes", vom Hunnenkönig Attila, zeigt, als es die trockene Geschichtswissenschaft kann.

"Ein Sturm wird kommen vor Mitternacht", erweist sich bereits vor der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern als schreckliche Wirklichkeit. Bei Worms werden die Burgunder von den Hunnen vernichtend geschlagen. Eine der wenigen Überlebenden ist die junge Goldrun. Sie wird als Sklavin von den Hunnen verschleppt. Dass es ihr in der Gefangenschaft besser geht als ihren Leidensgenossen, liegt daran, dass sie ein "Gespür für Pferde" hat, eine für die Hunnen besonders geschätzte Begabung. So steigt sie bis zur Stallmeisterin am Hof des Großkönigs Attila auf. Goldruns Aufstieg wird von einer Reihe Personen begleitet, die der Romanautor als sehr eigenwillige Charaktere vorzustellt: den einfachen Truppenführer Keve, die Vorsteherin des Gestüts Tarcal, eine starke und selbstbewusste Frau in einer von Männer dominierten Welt, und und die mitfühlende Großkönigin Kreka. Mitfühlend auch mit Sohn Ernak, der sich in die jungen burgundische Pferdeflüsterin Goldrun verliebt. Einmal mehr eine große Liebe in Zeiten des Krieges.

Das bring viele zwischenmenschliche Probleme mit sich, die letztlich zu politischen Problemen werden. Geht es doch auch um die Nachfolge des Großkönigs, für die Ernak vorgesehen ist. Röhrig schafft aus erfundenen Geschichten und historisch belegten Fakten ein großartiges Panorama, vor dem sich die Geschehnisse und Beziehungen miteinander verzahnen. Denn während die Welt in Krieg und Brand versinkt, versuchen die beiden Liebenden, ihr kleines, persönliches Glück zu retten.

"Auf den Schwingen der Zeit" führt uns der Autor geschickt und gekonnt durch die aufregende Epoche. So ist dieser fulminate Roman ein wunderbares Geschichtenbuch und ein großartiges Geschichtsbuch. Ein historischer Roman mit Gütesiegel.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. September 2005
Wieder ein ausgezeichneter historischer Roman von Tilman Röhrig!
Gleich von den ersten Sätzen an war ich gefesselt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Er beschreibt jene Zeit, als Hunnenhorden in Europa einfielen, plünderten und mordeten, angeführt vom machthungrigen König Attila. Das dekadente Römische Reich ist bereits im Zerfall begriffen.
In diesen Wirren wird das junge Burgundermädchen Goldrun von den Hunnen als Sklavin verschleppt und Tilman Röhrig schildert, wie sie in dieser fremden und furchterregenden Welt überlebt. Gebannt verfolgt man ihr Schicksal.

Tilman Röhrig erzählt dieses Schicksal mit Bildern, die sich in das Gedächtnis des Lesers einbrennen. Auch mit diesem Roman beweist er wieder, was für ein exzellenter Schriftsteller und Erzähler er ist, der dem historisch interessierten Leser anschaulich und immer spannungsreich Geschichte zu vermitteln weiß! Wie immer lässt er die Figuren seines Romans lebendig werden und stellt sie in all ihren Widersprüchen, mit Stärken, aber auch mit ihren menschlichen Schwächen und Ungeheuerlichkeiten dar.
Auf seine eigene, unnachahmliche Art beschreibt Tilman Röhrig Entsetzliches, doch er schafft es auch wieder, den Leser mit seiner wunderschönen klaren Sprache mit Schönem und Tröstlichem zu versöhnen.
Besondere Aktualität beweist dieser Roman für mich mit der Frage „Wer trägt die Schuld an einem Krieg? Wer hat den Ausbruch zu verantworten? Niemals der Angreifer selbst, er sorgt und sorgte immer schon dafür, dass der Grund bei dem Überfallenen zu suchen ist."
Das Buch ist wieder ein gelungener und unbedingt empfehlenswerter Tilman-Röhrig-Roman!
Deshalb meine Empfehlung: sofort lesen!
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken