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am 2. November 2000
Als Amerikanerin hat Paxson gegenüber deutschen Autoren/innen einen großen Vorteil, sie kann sich der Nibelungensage unbefangen nähern. Zweifelsohne strebt Paxson eine anspruchsvolle Gestaltung an. Das zeigen die intensiven und vielseitigen Quellenstudien, die sie, wie das Buch verrät, betrieben haben muß. Paxson verwendet nicht nur das mhd. Nibelungenlied, sondern auch die skandinavischen Quellen. Richard Wagners Tetralogie ist ihr wohl auch bekannt. Außerdem versucht sie die Geschichte historisch in der Zeit der Völkerwanderung zu verankern. Die besondere Leistung Paxsons ist wohl, daß ihr Roman trotz vieler Quellen relativ einheitlich wirkt. (Die verschiedenen Quellen bieten verschiedene, sich zum Teil einander ausschließende Versionen an, z.B. Gudrun/Krimhilt als Rächerin im Nibelungenlied, in den altnordischen Versionen auf Seiten ihrer Brüder). Sehr geschickt ist auch, wie Paxson Anregungen aus den Quellen übernimmt und schlüssig ausgestaltet (Vgl. Sigurds/Siegfrieds Außenseiterrolle, die aus Ansätzen aus der Thidrek- und Wälsungensaga entwickelt wird). Doch das Buch hat noch weitere Vorzüge. Manches erinnert im Ansatz an Marion Zimmer Bradleys Avalon-Trilogie, wird aber von Paxson weiter ausgebaut. So ist die Welt von Avalon bei MZB eine noch ziemlich heile, intakte Gegenwelt, die Welt der Walküren bei Paxson von Beginn an alles andere als intakt. Trotz des Titels, der andeutet, daß der Schwerpunkt auf den Frauengestalten liegt, gelingt es Paxson auch die männlichen Hauptfiguren plausibel, oft auch interessant zu charakterisieren. Auch wenn berücksichtigt wird, dass vieles von Paxson nur aus den Vorlagen übernommen werden mußte, ist es doch beeindruckend, das sie daraus ein gutes, spannendes Buch gemacht hat. Kleinere Schwächen (manche Motive werden eingeführt und im Verlauf der Handlung nicht fortgesetzt, so z.B. das "Rheingold")fallen kaum auf, und es ist mir nicht schwer gefallen, sie zu übersehen.
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am 18. Februar 2002
Das ist eines der besten Bücher,die ich je gelesen habe! Diana Paxson gelingt es in unnachahmlicher Weise, die Nibelungensage neu und nachvollziehbar zu erzählen, wobei die Betonung auf "erzählen" liegt, denn sie lässt sich Zeit für die Schilderung der Begebenheiten, was ja heutzutage eine Seltenheit geworden ist. Es wird auch nicht die aus der Sage hinreichend bekannte Schwarz-Weiß-Malerei betrieben, sondern der Leser lernt die Figuren und ihre Handlungsweisen zu verstehen und zu respektieren. Der einsame Sigfrid, der die Geborgenheit einer Familie sucht, die von allen verratene Brunhild, eine Gudrun, die das Opfer ihrer Geliebten wird. Auch die verschiedenen Religionen werden gut dargestellt, der Ruf nach Toleranz ist hierbei allgegenwärtig. Jedem, der sich für Sagen, Fantasy o.ä. interessiert, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt!!!
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am 14. Januar 2002
Dieses Buch hat mich überwältigt. Seit "Die Nebel von Avalon" hat mich kein Roman so sehr in seinen Bann geschlagen, obwohl durchaus nicht alle drei Bücher das selbe Tempo haben und die gleiche Faszination ausüben, so sollte man dennoch alle lesen um diese dramatische Saga zu begreifen. Den Höhepunkt bildet sicher "Sigfrieds Tod" in welchem das Heidentum und seine Rituale kraftvoll und packend dargestellt werden und welches einen über Passagen fast vergessen lässt zu atmen. "Brunhilds Lied" und "Gudruns Rache" bilden einen gebührenden Einstieg /Abschluss dieser intelligent interpretierten Variante der Nibelungen-Sage. Besonders in "Gudrun...." hat mich die neue Sichtweise durch ihr Leben bei den Hunnen mit ihrer schamanisch orientierten Magie sehr fasziniert. Ein Muss und Lesegenuss...
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am 29. Januar 2007
Diana L. Paxson, eine Freundin und Mitereferentin der Avalon-Autorin Marion Zimmer-Bradley,versucht hier, den germanischen Nibelungen-Stoff auf eine ähnliche Art nachzuerzählen wie Zimmer-Bradley die Artus-Sage - aus der Sicht der Frauen, in diesem Fall der beiden weiblichen Hauptfiguren Brunhild und Gudrun-Kriemhild. Dieser Versuch ist jedoch nur teilweise gelungen. Die Autorin verschmilzt die altisländische (Eddalieder, Völsungasaga) und die mittelhochdeutsche (Der Nibelunge Not) Version des Stoffes auf eine manchmal wenig glückliche Art. Sie versucht, eine Art "Avalon der Walküren" als Brunhilds Vorgeschichte und Hintergrund zu kreieren - wofür es in den Originalquellen keine Entsprechung gibt. Nur Jacob und Wilhelm Grimm sprechen in ihrer "Deutschen Mythologie" vermutungsweise davon. Sich Brunhild als Hunnenprinzessin und Schwester des Hunnenkönigs Attila vorzustellen, entspricht dem "Jüngeren Sigurd-Lied" der Edda und der Völsunga-Saga, ist aber nicht zwingend. Brunhild als Abklatsch von Morgaine le Faye Zimmer-Bradleys (schwarzes Haar, weißes Obergewand und dunkelblauer Mantel) - ? Der Zweikampf bei der Brautwerbung um Brunhild ist aus der deutschen Fassung übernommen, und der Ring, anhand dessen der Betrug bei der Brautwerbung später deutlich wird - ist in beiden Quellen ein FINGER-Ring, kein HALS-Ring wie bei Paxson. Der Fluch, mit dem das Schmuckstück ebenso wie der ganze Schatz belegt ist, wird ebenfalls nur am Rande erwähnt. Gudrun-Kriemhild fungiert hier wie in der deutschen Fassung als Rächerin ihres Mannes an ihren Brüdern. Gelungen ist der Tod des Königs Gundohar (=Gunther) in der Schlangengrube des Hunnenkönigs, als er versucht, die Tiere mit seinem Harfenspiel einzuschläfern, aber dennoch von einer Schlange getötet wird. Gelungen ist die Ansiedlung der Geschichte in der Völkerwanderungszeit (um 400 n.Chr, Zeit der germanischen Nachfolgereiche), sowie viele Details des damaligen Alltagslebens. Die gründliche Quellenkenntnis der Autorin (Edda-Lieder, Völsunga-Saga, Tacitus' "Germania", Nibelungenlied)und das bereitgestellte Material (Karten, Stammbäume, eine Liste der gemeingermanischen Runen-Reihe) nötigen Achtung und Respekt ab. Daher 3 Sterne!
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am 6. Februar 2007
Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht leicht. Ich habe mir sagen lassen, dass man sich wirklich durch die ersten 50 Seiten kämpfen muss, und so war es auch. Die Geschichte kommt nur langsam in Gang, was ich persönlich als unangenehm beim Lesen empfand. Die Jugend der drei Hauptcharaktere, Brunhild, Sigfried und Gudrun, liest sich dann aber wieder besser. Diana L.Paxon schreibt sehr ausführlich und nimmt sich viel Zeit fürs Detail. Manchmal ein wenig zu viel für meinen Geschmack, weniger hätte es da oft getan. Gegen das Ende flacht die Erzählung wieder ab.

Alles in allem bin ich ganz zufrieden mit dem Buch, die Geschichte ist im Grunde genommen der Stoff, aus dem sich grosse Tragödien schmachen lassen, aber mir ist das Buch ein wenig zu aufgebläht. Für Fans von Marion Zimmer Bradley ist das Buch trotzdem empfehlenswert
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