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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
202
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am 6. November 2014
Über den Inhalt wurde hier schon an anderer Stelle genug geschrieben, ich will auch nicht zu viel verraten. Ich selber unterrichte Deutsch an einer Schule in Niedersachsen und wir haben im letzten Jahr "Erebos" im Unterricht gelesen. Dieses Jahr hatte ich dann blind "Die Verratenen" auf eine klasseninterne Leseliste gesetzt, weil den Schülern "Erebos" so gut gefallen hatte.

Ich selber wurde dann wahrlich umgehauen. Nachdem ich nämlich am Beginn der Herbstferien Zeit für "Die Verratenen" erübrigen konnte, habe ich keine drei Tage gebraucht, bis ich es durch hatte. Die Geschichte wird toll erzählt und hat viele ungeahnte Wendungen. Auch die Andeutungen rund um die Naturkatastrophe machen es einem quasi unerträglich, das Buch wegzulegen und etwas anderes zu machen. Man will einfach immer weiterlesen und erfahren, was es damit auf sich hat und wie es mit Ria weitergeht.

Jedenfalls war ich knapp vor dem letzten Wochenende mit "Die Verratenen" fertig und musste dann bis Dienstag warten, ehe ich "Die Verschworenen" und "Die Vernichteten" endlich zu Hause hatte. "Die Verschworenen" hatte ich dann Mittwochmorgen durch und "Die Vernichteten" habe ich soeben fertig weggelegt. Immerhin fast 1000 Seiten in drei Tagen! Man kommt wirklich kaum noch zu etwas anderem, Fernsehen oder Internet werden zur Nebensache, ich habe wirklich von morgens bis spät in die Nacht gelesen.

So ein tolles Leseerlebnis hatte ich bislang selten und dafür möchte ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken! Diese Trilogie ist der Wahnsinn! Und was bin ich froh, dass ich nicht schon vor einem oder zwei Jahren darauf aufmerksam geworden bin! Ich wäre verrückt geworden, wenn ich auf die jeweiligen Nachfolger hätte warten müssen...
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am 16. März 2017
Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich in der Welt dieses Buches zurechtzufinden, fand sie dann aber sehr spannend. Die Idee mit den Menschen, die unter Kuppeln leben und zwar alles bekommen, was sie brauchen, aber auch völlig kontrolliert werden, war sehr interessant. Vor allem, weil diesem Leben das in der Wildnis gegenüber gestellt wird.
Nicht mit allen Charakteren bin ich sofort warm geworden, aber ich fand die Figuren trotzdem faszinierend. Habe auch nicht vorhersehen können, wer der Verräter ist.
Insgesamt war das Buch ein guter Mix aus Dystopie und Thriller.
Ich bin gespannt auf den nächsten Teil!
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am 29. Dezember 2016
Ich muss ehrlich gestehen, dass mich diese Triologie absolut umgehauen hat.
Ich hatte es bisher sehr selten, dass ich ein Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte, überall und zu jeder Zeit darin gelesen habe, wo es mir möglich war. Ich hatte alle drei Bücher zu Hause - Gott sei Dank - ich glaube ich wäre wahnsinnig geworden, hätte ich mehrere Tage auf das nächste Buch warten müssen. Letztendlich hatte ich die drei Bücher innerhalb zwei Wochen durch. Was mich besonders an der Reihe fesselt sind die Rätsel und Ungereimtheiten der "Verschwörung", die man selber versucht zu durchschauen und letztendlich doch feststellen muss, dass man mit diesem Wandel und dem Hintergrund der Storie im Leben nicht gerechnet hätte.
Einfach großartig fantasievoll und stimmig geschrieben.
Ich finde es auch persönlich sehr schade, dass die Bücher zu Ende sind. Es fehlt irgendwie etwas, nach diesen 2 Wochen intensivem Eleria Erlebnis. Man möchte gerne wissen, wie es in dieser so anderen Welt nun weiter geht. Das hat etwas, von einer guten Serie.
Man kann sich wirklich sehr gut in die Protagonistin einfühlen und fiebert regelrecht in dem Geschehen mit, möchte an manchen Stellen gerne laut rufen: "Warum tust du das?!" Obwohl in dem Buch (leider) nicht alle Fragen geklärt werden und man immer noch am Ende das Gefühl hat, irgendwie gibt es noch so viel mehr über diese Welt zu erzählen, hat dieses Buch nichts anderes als 5 Sterne verdient für die Nähe zu den Charakteren und der unfassbar tollen Storie, die überrascht und schockiert göleichzeitig.

Seit ich die bücher durch gelesen habe, versuche ich ähnliche Bücher in diesem Genre zu finden und bin bisher ziemlich enttäuscht worden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Oktober 2012
Dass sie ihrem Vorgesetzten misstrauen, ist das Beste, was mir passieren konnte. Zeit, den Mund zu halten. Abwarten, zu welchem Schluss sie ohne weitere Manipulation kommen.
"Verdammt, ich will das nicht allein entscheiden" sagt der andere Sentinel. Er macht einen großen Schritt auf mich zu, hebt den Bogenstock über den Kopf, ich begreife zu spät, was er vorhat, höre Aureljo schreien -
Der Schlag trifft die rechte Seite meiner Stirn, er lässt mich taumeln, fallen. Die Welt verschwindet.
--

INHALT:
In der Zukunft schutzen Kuppeln, genannt Sphären, die Menschen vor der Kälte draußen - jedenfalls die Privilegierten. Ria ist eine Bewohnerin der Sphären und noch dazu gehört sie zur Elite, wird einmal Anspruch haben auf eine hohe Stellung innerhalb des Bundes. Doch dann scheint sie plötzlich Teil einer Verschwörung zu werden. Jemand hat ihr und einigen anderen Studenten einen Verrat angehängt und nun sollen sie sterben. Gerade noch rechtzeitig können die Sechs sich retten und landen geradewegs in den Händen der Außenbewohner, die als grausame Mörder bekannt sind...

MEINE MEINUNG:
Von Ursula Poznanski kennt man bisher nur Krimis und Thriller - eine Dystopie ist da neues und gewagtes Terrain. "Die Verratenen" allerdings macht schnell klar, dass das Buch keine schnelle Idee ist, sondern ein durchdachtes Machwerk. Erzählt wird es aus der Ich-Perspektive von Protagonistin Ria, einer privilegierten Elite-Studentin, die die Sphären für das Beste hält, was den Menschen je passieren konnte. Der Schreibstil ist dementsprechend anfangs sanft und gibt das wunderbare Bild einer perfekten Gesellschaft in klaren Worten und schönen Beschreibungen wieder. Erst später wird das Ganze rasanter, so erhält man allerdings erst einmal die Gelegenheit, das dystopische Weltbild kennenzulernen und sich darin auch zurechtzufinden.

Mit der Protagonistin Ria kann man sich sofort perfekt identifizieren. Zwar ist dem Leser schneller klar, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht, aber ihr erster Unglauben und ihr späteres Eingestehen sind in einer solchen Situation absolut glaubwürdig. Sie ist eine sympathische Figur mit Ängsten sowie Stärken und Schwächen. Besonders interessant macht sie ihre Fähigkeit zur Manipulation, da ihr Schwerpunkt in der Akademie auf Kommunikation lag. Aureljo, ihr langjähriger Freund und ein junger Mann mit viel Charisma und Überzeugungskraft, gibt ihr Halt und Kraft, ist aber gleichzeitig geradezu besessen von einer sehr gefährlichen Idee. Seine Art ist ruhig und gutmütig, bis kurz vor Ende allerdings auch naiv - dies allerdings ist in einer solchen Lage durchaus nachvollziehbar.

Sowieso ist die große Stärke der Autorin wohl die der glaubhaften Entwicklung der Charaktere. Denn auch Rias übrige Weggefährten bestechen durch perfekte Ausarbeitung: Der junge, gescheite Tycho, der kreative Dantorian, der ruhige und abweisende Fleming sowie die naive, etwas nervige Tomma sind glaubhaft und authentisch, ob man sie nun mag oder nicht. Und auch die Mitglieder des Clans, der die Flüchtigen aufgreift, lassen nicht zu wünschen übrig: Viel Hass schlägt den Jugendlichen entgegen, aber durch Menschen wie Adrin, der seine Meinung über sie ändert, Sandor, der von Anfang an ein gutes Wort für sie einlegt, und Quirin, der ihnen Schutz bietet, gibt es immer wieder kleine Lichtblicke.

Gänzlich neu ist die Geschichte selbst sicherlich nicht: Ein angesehenes junges Mädchen, das in eine ihr unbekannte Welt katapultiert wird, die voller Gefahren ist, und sich fragen muss, ob die Welt, die sie kannte, wirklich so perfekt und gut war. Dafür überzeugt aber die Umsetzung komplett und weiß daher von Anfang an zu überzeugen. Die eingangs eingeführten Begriffe wie Sphäre, Salvator oder Sentinel erklären sich im Laufe der Handlung wie von selbst und auch wenn nicht erklärt wird, wie es zu der neuen Wirtschaftsform kam, so werden doch immer wieder Begriffe wie Wasserkriege eingestreut, die Vermutungen nach sich ziehen. Nach dem langsamen Einstieg wird das Werk dann bald auch zu einem echten Pageturner. Denn das Leben draußen, außerhalb des geschützten Lebensraumes, ist kalt, anstrengend und gefährlich. Hinzu kommen noch mysteriöse Nachrichten, die Ria empfängt und von denen sie nicht weiß, ob sie ihnen glauben soll. So kommt es, dass sie schließlich jedem misstraut...

Das Besondere an der Geschichte ist auch die fast vollständig fehlende Liebesgeschichte durch die bereits zu Anfang des Buches währende Beziehung zwischen Aureljo und Ria, die allerdings komplett ohne Liebesschwüre auskommt. Möglicherweise tut sich da auch noch eine andere Möglichkeit auf. Erfrischend ist es aber in jedem Fall! Ebenso auch, dass der Clan, bei dem die 6 unterkommen, die ganze Zeit über feindselig bleibt, was zu einigen Ausschreitungen führt - und letztendlich auch zu dem Ende, das man so trotzdem nicht erwartet hätte. Der Schluss ist kein Cliffhanger und daher nicht übermäßig frustrierend, hinterlässt aber doch ein ungeduldiges Gefühl beim Leser, da viele Fragen unbeantwortet blieben, ebenso wie der Fortgang der Geschehnisse. Ein zufriedenes Gefühl bleibt aber - ebenso wie das fast zittrige Warten auf den Folgeband. Mehr davon, und zwar bitte schnell!

FAZIT:
Ursula Poznanski ist mit ihrem Trilogie-Auftakt "Die Verratenen" eine nicht neue, aber perfekt umgesetzte Dystopie gelungen, die von Anfang an fesselt und durch die Storyline sowie die wunderbaren Charaktere schnell mitreißt. Die Welt ist glaubwürdig und gut durchdacht und kommt ohne Logiklücken aus, was gemeinsam mit der [beinahe] fehlenden Liebesgeschichte sehr erfrischend ist. Dafür gibt es uneingeschränkte 5 Punkte!
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am 11. Oktober 2012
Zum Inhalt: Eliria hat ihren Namen von "Eleonore von Aquitanien" und "Adriadne, Tochter des kretischen Königs Minos". Kurz wird sie "Ria" gennant und ist eine der vielversprechendsten Studenten an der Akademie. Das hier beschriebene System legt großen Wert auf Ideale. Das beginnt bei den Namen, die den in vitro gezeugten Kindern gegeben werden. Physiker, Maler, Entdecker oder andere bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte. In der Akademie werden sie zur neuen Elite ausgebildet, aufgezeichnet wird die Entwicklung durch ein internes Ranking. Ria ist derzeit die Nummer 7, ihre Fähigkeit ist Redegewandtheit, sowie das erkennen und lesen von Gesichtszügen. Später einmal wird sie einen hohen Posten als Rednerin innehaben.

Doch eines Tages belauscht sie ein folgenreiches Gespräch. Es soll eine Verschwörung geben und diese Studenten müssen schnellstens eliminiert werden. Darunter auch die Nummer 7...
...

Dystopie und Endzeit sind schon das ganze Jahr über ein großer Trend. Es ist die Vorstellung, wie unsere Welt in naher Zukunft aussehen könnte, die das Thema so reizvoll macht. Denn natürlich kann niemand in die Zukunft schauen, aber man kann sich Gedanken machen und ein mögliches Szenario präsentieren. Viele Bücher sind meiner Meinung nach bereits an der "Möglichkeit" gescheitert, allen voran "Tötentöchter". In "Die Verratenen" hingegen wird ein System präsentiert, das durch seine schlüssige Art und Weise völlig überzeugen kann.

Ursula Poznanski erschlägt den Leser zu Beginn nicht mit Informationen, sondern baut ihre Welt Kapitel für Kapitel auf. Die Geschichte beginnt an der Akademie und dafür reicht es zu wissen, dass hier die Elite ausgebildet wird, für eine Welt, die unter einer Sphäre lebt. Die Sphäre schützt vor den Witterungsbedingungen außerhalb, denn statt einer Klimaerwärmung herrscht außerhalb eisige Kälte. Die Sphäre schützt und schränkt gleichzeitig ein, denn Natur hautnah gibt es nicht mehr. Es gibt Menschen innerhalb (die Privilegierten) und diejenigen Außerhalb der Sphäre. Außerhalb leben die Menschen organisiert in Clans und kämpfen täglich um ihr Überleben. Im Inneren dagegen, gibt es eine Unterteilung aus "normalen" Menschen, die Güter produzieren und für einen reibungslosen Tagesablauf sorgen. Und aus den ganz Besonderen, die dafür bestimmt sind Großes innerhalb der Sphäre zu erreichen.

Das Grundkonzept ist nicht unbedingt neu, aber bis in seine Details gut durchdacht und ergibt völlig Sinn. Auch die Charaktere lassen nicht zu wünschen übrig. Ria als Protagonistin hat mir besonders gut gefallen. Natürlich ist sie zu Beginn überzeugt vom System, aber sie hat es auch nicht anders gelernt. Doch als sie das Gespräch belauscht, beginnen sich die Rädchen zu drehen. Sie nutzt ihre Fähigkeiten um Klarheit hinter die "Verschwörung" zu bringen und zögert keine Sekunde, das Richtige zu tun um zu überleben. Wirklich cool gemacht ist ihre Fähigkeit Gesichtszüge zu lesen. Ähnlich wie bei "Lie to me" schätzt sie ihre Gegenüber ein und kann die kleinste Regung interpretieren. Leider ließ das Augenmerk darauf zum Ende hin nach, aber auch das ergibt Sinn. Indem Ria so viel analysiert, erfährt man auch eine Menge über die einzelnen Nebencharaktere. Sie ist vor allem Beobachterin, nicht allein der Mittelpunkt des Universums.

Jedes andere Buch hätte damit geendet, dass es die Charaktere jenseits der Sphäre schaffen. "Die Verratenen" geht hier erst richtig los. Frau Poznanski schafft es die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten und eine Herausforderung nach der nächsten zu stellen. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als das Buch in zwei Nächten auszulesen. Das Ende schließt einige Fäden ab, genügend bleiben jedoch noch offen und ich kann es kaum erwarten weiterzulesen!

Fazit: Endlich wieder eine Dystopie mit einem logischen und durchdachten System! Mit einer behutsamen Einführungsphase wird dem Leser der Entwurf intelligent nähergebracht. Das Rad wurde hierbei nicht neu erfunden, konnte mich aber vollkommen überzeugen. Ria ist eine erholsame Protagonistin im Vergleich zu den restlichen eher weinerlichen Heldinnen ihres Genres. Auch gibt es keine allumfassende Liebesgeschichte, sondern zurückhaltende Beschreibungen, die das Gesamtbild vervollständigen. Durchgehend fesselnd, durchgehend spannend, ich bin begeistert!
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am 29. November 2012
Ria ist Teil des durchorganisierten und behüteten Leben innerhalb der Sphären, Glaskuppeln, die zu Beginn einer Klimakatastrophe (die „Lange Nacht“) errichtet wurden. Sie besucht die Akademie, wo die Elite ausgebildet wird und ist Spezialistin für das Lesen von Körpersignalen und die Überzeugung des Gesprächspartners von ihrem Standpunkt. Eines Tages belauscht sie zufällig ein Gespräch, das alles für sie verändert; sie selbst, ihr fester Freund und einige andere Studenten sollen wegen eines angeblich begangenen Verrats ermordet werden. Niemand glaubt ihr und zudem ist es extrem schwierig in der überwachten Welt der Sphären, in der man ständig überwacht wird, über die drohende Gefahr überhaupt zu sprechen. Sie beginnt am System zu zweifeln. Und dann werden genau die 6 Studenten, die „auf der Abschussliste“ stehen, ausgewählt, um den Präsidenten in einer entfernten Sphäre zu treffen.

Der Auftakt zu einer Trilogie wird spannend und schnell erzählt, Rias skeptische Art hat mir gut gefallen. Auch wenn es permanent spannend bleibt, fehlt mir ein wenig ein Spannungsbogen, vielleicht wird er deutlicher, wenn alle 3 Bände vorliegen. Das Ende bildet zwar einen gewissen Schnitt und ein paar Fragen werden aufgeklärt, aber es ist der typische Auftaktband einer Trilogie, ohne Abschluss. Mir hat auch die Spannung in Rias Liebesleben gefehlt. Zwischen ihr und ihrem Freund fehlte jedes Knistern und ein „potentieller neuer Kandidat“ bleibt doch sehr im Hintergrund in diesem Band.
Sehr gut hat mir gefallen, wie die dystopische Welt dargestellt wurde, interessante Fragen werden aufgeworfen und dass die Geschichte in Deutschland bzw. Österreich spielt emfand ich als zusätzlichen Pluspunkt.
Die erste Hälfte fand ich vom Spannungsaufbau interessanter, weniger „konstant spannend“ als den zweiten Teil, sondern alternierend, mit stetig ansteigender Spannungskurve (sozusagen ;-) ).
Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände.
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am 4. November 2012
Als Fan der (fast) ersten Stunde (ich habe sowohl "Erebos" als auch "Saeculum" und "Fünf" relativ gleich nach ihrem Erscheinen gelesen), hat mich auch dieses Buch von Ursula Poznanski absolut gefesselt.
Nach ihren Kinder- und Jugendbüchern und dem Erwachsenenkrimi "Fünf" kehrt sie wieder in den Bereich Jugendliteratur zurück, und zwar zu den Dystopien, die zur Zeit der absolute Renner am (Jugend-)buch Sektor sind. Wobei ich finde, dass sie schon ab "Saeculum" nicht nur für Jugendliche schreibt, sondern All-age Bücher herausbringt, die auch ganz sicher Erwachsene in ihren Bann ziehen können.

Natürlich hat auch ihr vorliegendes Buch mit anderen Dystopien manches gemeinsam, egal, ob es sich um "Tribute von Panem", "Delirium" oder "Godspeed" handelt - die übrigens alle tolle Bücher sind, ebenfalls All-age: eine schwer zu durchschauende Herrschaftselite, die bewusst die normale Bevölkerung in Unwissen lässt, Fortschritt, der eigentlich kein Fortschritt ist, sondern das, was den Menschen zu einem Menschen macht, unterminiert, Herrscher, die nichts unversucht lassen, ihren Anspruch zu festigen, "gute" Menschen, die daran glauben, dass der technische Fortschritt die Spezies Mensch weiterbringt, Hoffnung auf eine bessere Zukunft, und natürlich Helden und Heldinnen, die sich gegen das Regime auflehnen.

Es fließt auch bei Poznanski viel Blut, die Welt ist keine angenehme: Eliria, 18, genannt Ria, wächst in einer Sphärenwelt, irgendwo in Europa auf. Ringsum die gläsernen Blasen ist es eiskalt, zu kalt, um ein "zivilisiertes" Leben zu leben. Sie ist Studentin, soll irgendwann in die Leitung der Sphären aufsteigen, gemeinsam mit ihrem Freund Aureljo, der zur Zeit die Nummer 1 unter den Studenten ist, also irgendwann einmal Präsident werden soll. Das Leben ist klar geregelt, der Lebensweg jedes einzelnen klar vorgeplant. Ab und zu dringen Nachrichten von Zusammenstössen mit den "Prims" (primitive Lebensformen) an ihre Ohren. Niemand verlässt die Sphäre, in der er lebt, es wäre der sichere Tod. Eines Tages, rein zufällig, belauscht Ria ein Gespräch - und sie erkennt, dass sie auf einer Liste von angeblichen Verschwörern steht, die sich gegen die Regierung zusammengetan haben - und die möglichst schnell und unauffällig hingerichtet werden sollen.......und plötzlich ist das Leben ganz anders, als sie es für möglich gehalten hat, alles, woran sie bis jetzt glaubte, scheint in Frage gestellt zu sein.......

Ich fand dieses Buch so spannend, dass ich es in wenigen Stunden (unterbrochen nur von ein wenig Schlaf! ) durchgelesen habe. Faszinierend, wie Poznanski die Welten schafft, in der sich die Personen bewegen, auf der einen Seite die kopflastigen Studenten, in deren Leben es keine Sorgen, keine Not gibt, wo es nur darum geht, möglichst schnell die Karriereleiter hochzusteigen, und auf der anderen Seite die Welt der Jäger und der Clans, die in den unwirtlichen Wäldern, in denen es dauernd schneit und klirrend kalt ist, überleben müssen.

Ich mochte es, weil man nie wirklich wusste, wie es weitergeht, ich mochte, wie Ria immer versucht, rational zu bleiben (macht sie ein wenig unnahbar, doch man spürt, wie diese Unnahbarkeit immer mehr abbröckelt und sie nach und nach erkennt, dass die Realität anders aussieht als das, was sie bisher geglaubt hat), ich fand die Schilderung der Welt, in der die Personen agieren glaubhaft und schlüssig --- und bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht, ist doch dieses Buch der Beginn einer Trilogie!
Wer ihre bisherigen Bücher möchte, wird auch dieses lieben. Poznanski kann wirklich schreiben!!!
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am 29. Dezember 2014
So sehr mich die Krimis der Autorin nicht überzeugen konnten, so sehr gefiel mir im Gegensatz dazu dieser Auftakt zu einer interessanten dystopischen Trilogie!

VORSICHT, ENTHÄLT INHALTLICHE SPOILER!

Die Idee, dass nach einer langen Nacht, nach Ausbruch eines Vulkans, die Erde aus dem Gleichgewicht geriet und zweigeteilt wurde, gefällt mir sehr. Es gab für dieses Ereignis bereits Anzeichen, weshalb der eine Teil der Menschen, die daran geglaubt haben, weltweit Kuppeln erbaut haben, die den Menschen ein Leben in Sicherheit, Wärme, Vollversorgung, moderner Technologie und ausreichend medizinischer Versorgung, trotz der Umweltkatastrophe, gewährleisten sollten.
Der andere Teil der Menschen, der keine Sicherheit in den Kuppeln der jeweiligen Sphären gesucht hat, lebt heute in der Außenwelt, abgeschottet von der Moderne, zusammengerottet in Clans und kämpft ums Überleben. Die Umweltkatastrophe führte zu Jahrzehnten mit Schnee, Eis und Kälte. Die Außenbewohner, Prims genannt, kämpfen täglich ums Überleben. Bis auf die Freiheit in der Natur zu sein ist ihr Leben primitiv und schwer, da sie nur die einfachsten Mittel zur Verfügung haben.

In diesem Szenario wird eine Gruppe von Sphärenbewohnern des Verrats bezichtigt. Durch Zufall erfährt Ria, dass sie und weitere 5 aus ihrer Sphäre, wegen Verrats getötet werden sollen. Der ursprüngliche Unglaube, dass das wahr sein könnte verflüchtigt sich, als genau diese sechs Personen gemeinsam auf eine Reise geschickt werden. Wieso sollen sie getötet werden, denn sie sind sich keiner Schuld bewusst. Wer hat das angezettelt? Hat der Sphärenbund etwas damit zu tun? Ist es eine Intrige? Was ist der Plan des großen Ganzen?

Die Autorin konnte mich mit diesem ersten Teil überzeugen. Die Idee finde ich besonders, die Charaktere gut ausgearbeitet, die Welt, in der die Geschichte spielt ist gut ausgedacht und erscheint mir schlüssig. Ich war die ganze Zeit gespannt, was die "Verräter" erleben mussten und welche Geheimnisse sich langsam offenbarten. Ich habe die Protagonisten auf ihrer Flucht durch ihre Hochs und Tiefs sehr gerne begleitet.

Das Ende ist sehr interessant und macht große Lust auf den nächsten Teil! Dieses Buch war mir volle 5 Sterne wert!
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am 13. November 2012
Nachdem eine Kältezeit über die Welt eingebrochen ist, haben sich die Menschen in neue, künstliche Lebensräume, die Sphären. Hier lebt auch Ria. Sie ist auf Ihrer Akademie auf Rang 7 gereiht. Ihr steht eine vielversprechende und bestens organisierte Zukunft bevor. Ihr leben läuft in geregelten Bahnen, sie muss nicht viel tun, ausser Studieren, ihre Fähigkeiten trainieren. Alles andere erledigt der Sphärenbund für sie, bis hin zur ausgewogenen Nahrung, die über computergesteuerte Salvatoren individuell berechnet wird.
Eines Tages belauscht sie ein geheimes Gespräch und erfährt, dass sie und einige andere Studenten aus dem Weg geräumt werden sollen. Sie seien Verräter. Ria kann es nicht glauben und plagt sich tagelang mit dem gehörten herum, hat sie sich verhört, ist es ein Missverständnis? Sie vertraut sich ihrem Freund Aureljo an, er ist auf Platz 1 gereiht. Richitg Glauben schenken will er ihr nicht. Sie zweifelt immer mehr an sich selbst.
Bis in einer grossen Versammlung bekannt gegeben wird das sie und 5 andere Studenten auf eine Reise gehen sollen. Der Präsident der Sphären erwarte sie... ausgerechnet sie und die Studenten deren Namen in dem belauschten Gepräch fielen....

Ursula Posznanski hat mit "Die Verratenen" einen wunderbaren ersten Band einer Dystopien Trilogie hingelegt. Man taucht direkt in die Welt von Ria ein, versteht wie sie lebt, und was die Gefahren für Ihre heile Welt sind. Die Spannung hält sich konstant, man fiebert immer weiter mit. Die Charactere sind so unterschiedlich, das die Gruppe von allem etwas bietet und niemand sicher sein kann, wer eventuell mehr weiss als er zugibt. Gründe an der Aufrichtigkeit jedes einzelnen zu glauben, ergeben sich immer wieder. Es erscheint immer schlüssig.

Ich kann Band 2 kaum erwarten. Leider müssen wohl alle Fans bis Oktober 2013 Geduldig bleiben. Puuuuh, das wird schwer!

Rezension © 2012 by Elocin Icelandiscalling für BookOla.de
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am 15. September 2014
Die Verratenen - als Titel ungemein passend - zeigt eine Welt danach. Wie in vielen Dystopien üblich gibt es hier neue Gemeinschaften mit neuen Systemen und weiteren Kämpfen gegeneinander. Auch die Autorin, Ursula Poznanski, schafft eine solche Welt und versucht diese natürlich von anderen Weltgestaltungen abzuwandeln. Die in vito in den Sphären, die in ihrem System geschult werden und somit ihre individuellen, besten Eigenschaften ausbilden (Kunst, Rhetorik, Technik, Medizin, ..), stehen neben dem Bewohnern der Welt draußen: Den Prims (primitiven). Interessanterweise gibt es in der Welt außerhalb der Sphären nach den Dunklen Tagen nicht nur einen Einheitsbrei von Rebellen. wie in vielen anderen Geschichten, sondern auch diese Menschen unterscheiden sich in ihrer Lebensweise sehr prägant. Es gibt jene, die in kleinen Gemeinden zusammen leben und wirtschaften und jene, die sogar auf eigene Leute Jagd machen. Sicherheit ist ein Luxusgut, das sich niemand leisten kann und mittendrin stehen plötzlich Ria und eine Gruppe junger Sphärenbewohner in einer Gruppe Fremder in einer ihnen fremden Welt.

Die Charaktere, auf die der Leser trifft, sind ein buntes Sammelsorium unterschiedlichster Personen. Es ist eine interessante, ungewohnte und vor allem unpassende Mischung die dort aufeinander trifft, doch gerade das macht einen Teil des Charms dieser Geschichte aus. Die Prims sind in ihrer Rolle sehr überzeugend, denn sie leben so wie es wohl die überlebenden in der realen Welt auch tun würden. Dahingegen sind Ria und ihre Gefährten total aufgeschmissen und müssen lernen zu überleben. Doch zugleich müssen sie feststellen, dass der Sphären-Bund nicht der barmherzige Samariter ist, wie ihnen ihr ganzen Leben suggeriert wurde. Alles in allem ist der Verlauf der Geschichte gar nicht überraschend, denn das Schema hat man in diesem Genre schon viele mal gesehen und gelesen. Dennoch ist die Welt gut aufgebaut, in sich stimmig und bietet einen gewissen Unterhaltungswert. Was den Verlauf der Geschichte angeht, bin ich leider weniger euphorisch, denn für einen Trilogie-Auftakt was das doch insgesamt recht dürftig und hätte gerne intensivere, mitreißendere Szenen haben dürfen. Mich jedenfalls hat nicht alles vom Hocker gehauen, wenn auch - wie gesagt - ein gewisser Unterhaltungswert gegeben ist.

Ein interessanter Beginn, der stellenweise ruhig ein wenig spannender hätte sein dürfen. Eine stimmige Geschichte, die ein paar nennenswerte Fragen auf wirft, welche auf dann doch Lust darauf machen mehr zu erfahren. Mich hat die Geschichte jetzt nicht vom Hocker gehauen, dennoch bin ich mit dem soliden Gerüst bis hierhin recht zufrieden.
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