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am 28. November 2012
Nachdem hier bisher nur negative Meinungen geäußert wurden, sehe ich mich "genötigt" hier mal eine Lanze für dieses Buch und den Autor zu brechen.

Ich habe die Bücher von Greene und Hawking gelesen. Wer hier ein ähnliches Buch erwartet, der wird sicher enttäuscht.
Hier ist ein Quantenphysiker der nicht einfach nur das materielle Universum erklären will und den aktuellen Stand der Wissenschaft, sondern sich daran stört, dass es bisher keine vernünftige Theorie darüber gibt, wie das Bewußtsein und das Universum zusammenhängen. Der Dualismus kann es nicht und auch der reine Materialismus nicht. Der Autor versucht zu zeigen, wie es ein echtes Bewußtsein und einen freien Willen innerhalb einer Wissenschaft des Universums geben kann und sich beides nicht ausschliesst.

Daher ist das Buch auch nicht nur ein rein wissenschaftliches Buch über die Quantenmechanik und ihrer Deutung, sondern beinhaltet auch philosophische und spirituelle Aspekte und Debatten. Goswami ist sich dabei nicht zu Schade, auf paralellen seiner Deutung mit buddhistischen und hinduistischen Texten hinzweisen. Da seine Hypothese auf dem Bewußtsein als Grund allen seins basiert, ist er davon überzeugt, dass es dann zwangsläufig schnittmengen mit Philosophien geben muss, die sich mit dem Phänomen Bewußtsein und dessen Natur auseinandersetzen.

Viele Wissenschaftler lehnen es ab, sich mit dem Phänoment Bewußtsein intensiv auseinander zu setzen, zumindest in ihren Publikationen. Es gilt als wissenschaftlich (zumindest im physischen Sinne) als kaum greifbar und wird daher ignoriert oder von manchen einfach als Sekundärphänomen der Materie abgetan. Goswami zeigt die Probleme dieser Denkweise auf. Allgemein gillt die Ansicht, dass das Bewußtsein nur eine Frage der Komplexität ist und ein Computer oder Computerprogramm (Skynet läßt grüßen) Bewußtsein entwickelt, wenn es ausreichend Komplex geworden ist. Andere gehen noch weiter und tun das Bewußtsein und freien Willen komplett als Illusion ab. Goswami zeigt auch hier eine andere Sichtweise auf und stellt diese Hypothese wohl fundiert in Frage.

Die Phänomene der Quantenmechanik sind allgemein anerkannt und experimentell bestätigt. Die Deutung oder Interpretation derselben klafft jedoch weit auseinander. Goswami hat hier nun eine neue Deutung gefunden, die in sich logisch und koherent ist. Er weißt in seinem Vorwort auch darauf hin, dass eine seine Motivationen die ist, dass die persönliche Erfahrung des Bewußtseins einfach der wissenschaftlichen Darstellung desselben als Sekundärphänomen der Materie oder gar Illusion, widerspricht.

Der Autor stellt eine wissenschaftliche Hypothese auf, nämlich die, dass das Bewußtsein die Materie hervorbringt und nicht umgekehrt. Dann zeigt er anhand der Phänomene der Quantenmechanik, wie er zu diesem Schluss kommt und wie sich die Paradoxa durch seine Deutung auflösen und erklären lassen. Darüberhinaus zeigt er auf, wie seine Deutung der Quantenmechanik andere wissenschaftliche Theorien wie die des Multiversums beinhaltet und sich damit sogar oft belächelte Phänomene der Para-Physik erklären liesen wie Telepathie oder die Beinflussung von Zufallsexperimenten durch den bewußten Beobachter. Goswami zeigt dadurch seine Offenheit und sein wissenschaftliches Arbeiten, indem er solche Dinge nicht einfach von vorne herein ausschliesst, sondern als Hypothese untersucht und kommt zu dem Schluss, dass solche Phänomene innerhalb der Quantenmechanik möglich sind, aber weder bewiesen noch widerlegt sind bisher. Für viele, scheint mir, ist dies jedoch unwissenschaftlich, wobei m.E. das Gegenteil der Fall ist.

Nur weil es ungewöhnlich ist, das Bewußtsein über die Materie zu stellen und von vielen direkt und ohne Prüfung als esoterisch oder Humbug abgetan wird, so ist diese Hypthese nicht automatisch falsch. Im Gegenteil. In der Wissenschaft ist eine Theorie solange gültig, bis diese widerlegt wird.

Ich für meinen Teil finde dieses Buch sehr gelungen, sehr tiefsinnig und doch wissenschaftlich sehr solide. Ich finde es erfrischend, dass es hier mal einen Wissenschaftler gibt, der nicht einfach nur Physik populärwissenschaftlich darzustellen versucht, sondern einen Bogen zu spannen versucht zwischen Philosphie und Wissenschaft und diese anhand konkreter Beispiele aus der Quantenmechanik.

Wer immer sich für das Phänomen Bewußtsein interessiert und wie es sich mit physichen Universum ein Einklang bringen läßt, sollte sich von den negativen Kommentaren nicht abschrecken lassen und sich seine eigene Meinung bilden. Es lohnt sich. Es setzt aber ein gewisses Maß an Offenheit vorraus, welches nicht jeder mitbringt. Wer also einfach nur den neuesten Stand der Forschung haben will bezüglich String Theorie, Relativität, Multiversen und Dimensionen, der sollte Greene und Hawking lesen und wird dort nicht enttäuscht.

Die Meinung der anderen Rezensenten in allen Ehren, aber ich finde dieses Buch alles andere als "substanzlos" oder für eine "ernsthafte Auseindandersetzung mit der Thematik wertlos". Ich habe beim Lesen genau der Gegenteil empfunden. Es gibt kaum einen Aspekt, der hier unbehandelt bleibt. Der Autor ist dabei sehr gründlich und präzise. Er geht u.a. auf Computer und Bewußtsein ein, die Probleme des Materialismus und Dualismus, Turing Maschinen, van Neumann-Ketten etc. Eine Abrechnung mit der gängigen Wissenschaft oder Rechthaberei kann ich hier nicht rauslesen. Warum sollte es eine Abrechnung sein, wenn man aufzeigt, dass eine bestimmte Theorie bei der Erklärung eines bestimmten Phänomens versagt oder sich wissenschaftlich nicht halten läßt, wie zum Beispiel der Dualismus?

Wer weiß, vielleicht gillt Goswami in einigen Jahrzehnten als wissenschaftlicher Vordenker, der als erster den Mut hatte eine solch gewagte Theorie aufzustellen.
Jedenfalls sucht und führt der Autor die intensive Debatte mit seinen Kollegen und ist nicht jemand, der eine Theorie aufstellt und dann jeder Diskussion darüber aus dem Weg geht. Wer darüber Diskutieren will, muss sich jedoch erstmal damit vertraut machen. Demjenigen empfehle ich dieses Buch wärmstens.
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am 30. Juni 2009
Die Idee, die geistige Welt als primär anzusehen und die materielle Sicht darauf nur als eine Idee darin aufzufassen fand ich spannend. Zunächst wurde ein Abriß der physikalischen Theorien bis zu unserer Zeit unternommen. Dann jedoch tut sich der Autor schwer damit, die wissenschaftliche (wozu?!?) Sichtweise auf die Phänomene des Geistes anzuwenden und - während er sich mit Zitaten und Referenzen abzusichern versucht - eine "Abrechnung" mit der verbreiteten wissenschaftlichen Sicht zu unternehmen.
Insbesondere fällt mir auf, daß - obschon er annimmt, es handele sich bereits um eine solche - er keine spirituelle Haltung einzunehmen vermag. Zuviel Recht haben und zuwenig Versöhnliches sind das Ergebnis.
Ich bedauere, mir die Zeit dafür genommen zu haben. Für mich als naturwissenschaftlich Gebildetem und auch spirituell Erfahrenem war das Buch eine große Enttäuschung.
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am 8. April 2009
Schade,

dass Buch übersteigt leider mein Physikverständnis. Es wird ziemlich viel vorausgesetzt.
Ich bin jetzt umgestiegen auf "Der Stoff aus dem der Kosmos ist" von Brian Greene. Damit komme ich besser klar.
Vielleicht verstehe ich das andere ja danach.
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