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am 3. Dezember 2016
Werner Heisenberg gehört zu den Schöpfern der modernen Quantenmechanik, der 1933 für sein Werk mit dem Nobelpreis geehrt wurde. Der vorliegende Band entstand aus den Gifford Vorlesungen, die der Autor im Wintersemester 1955/56 an der St, Andrews Universität vor einem größeren Kreis naturwissenschaftlich und philosophisch interessierten Studenten hielt – sie sind aus diesem Grund zum großen teil allgemein verständlich gehalten und den Beziehungen der moderner Physik zur Philosophie gewidmet.

Heisenberg wurde in die Sturm und Drang Periode der Atomphysik hineingeboren, als er 1920 in München zu studieren begann, hatte gerade sein Lehrer Arnold Sommerfeld die Quantenhypothese von Bohr mathematisch ausgebaut, aber dieser Mix von klassischer Physik und ad hoc Annahmen führten schon bei der Berechnung von Heliumatomen zu falschen Resultaten, so dass bei den Protagonisten der Quantentheorie sich rasch die Einsicht verfestigte, dass noch ein grundlegendes Prinzip fehlte. Dieser Durchbruch gelang Heisenberg im Juni 1925 in seiner berühmten Helgoland Epiphanie, die er in 'Der Teil und das Ganze' beschrieben hat. In kürzester Zeit entwickelt er gemeinsam mit Max Born und Pascual Jordan daraus die Matrix Mechanik, wie sie in der legendären Drei Männer Arbeit dargelegt wird.

Die Themen der Vorlesungen sind breit gefächert, sie betreffen natürlich die Physik und die Quantenmechanik, ihre Geschichte und Interpretation, insbesondere, aber auch die Bedeutung der modernen Naturwissenschaften in der Gesellschaft. Heisenberg kommt in seinen Vorlesungen auch immer wieder auf philosophische Aspekte der Quantentheorie zu sprechen, das ist einerseits sicher dem Hörerkreis geschuldet, andererseits gingen die beiden Revolutionen der theoretischen Physik des 20. Jahrhunderts mit Uminterpretationen des physikalischen Weltbilds einher, sowohl Einstein als auch die Schöpfer der Quantenphysik, mühten sich um die philosophischen Fundamente ihrer Theorie. Aber die Schulphilosophie half nicht recht weiter – im Gegenteil, Relativitätstheorie und Quantenmechanik haben mehr über Raum, Zeit und Materie herausgefunden, als das Philosophen im Laufe der letzten zweieinhalb tausend Jahre gelungen wäre.

So rang der Autor 1927 -- in Auseinandersetzung mit den Ansichten Schrödingers, der hoffte, dass seine Wellenmechanik der 'Quanten- Springerei' den Garaus machen würde – mit seinem berühmten Unbestimmtheitsprinzip, und geriet darüber sogar mit seinem Mentor Bohr in Streit, der die Unbestimmtheitsrelationen nur als Spezialfall seines Komplementaritäts- Prinzips verstand. Aber bereits auf der Solvay Konferenz im gleichen Jahr, fasste Bohr beide Aspekte zur Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik zusammen, der sich auch Heisenberg anschloss, und deren eifrigster Verfechter er seither wurde. Dieser Deutung ist eine eigene Vorlesung gewidmet, und in einer weiteren, verteidigt Heisenberg sie, gegen alternative Interpretationen, wie sie von u.a. Bohm und Bopp vorgeschlagen worden.

Das Buch ist leider etwas ärmlich ausgestattet, es hat weder ein Sach- oder Personenregister, noch eine Bibliographie; es ist auch nicht die beste von Heisenbergs allgemeinen verständlichen Schriften (etwa im Vergleich zu 'Der Teil und das Ganze'); aber, da die Vorlesungen alle im Laufe eines Semesters gehalten wurden, offenbart der Band einen interessanten Querschnitt von Ansichten und Meinungen des Autors zu einem ganzen Spektrum von Themen aus Wissenschaft, Geschichte und Gesellschaft, aus der Zeit des wissenschaftlichen Wiederaufbaus in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, in der Heisenberg eine aktive Rolle, u.a. als Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in Göttingen, spielte. Die Texte sind in einer schnörkellosen, präzisen Sprache verfasst, stets um äußerste Klarheit des Ausdrucks bemüht – einem Stil, der auch für viele von Heisenbergs wissenschaftlichen Publikationen charakteristisch ist.
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am 4. Dezember 1999
Das Buch +Physik und Philosophie+ von Werner Heisenberg stellt einen guten Einstieg in die Thematik dar. Die Physik und die Philosophie waren schon immer miteinander verknüpft und die Erkenntnisse der modernen Atomphysik haben an vielen Stellen das Weltbild verändert, das wir aus dem vergangenen Jahrhundert übernommen haben. Ein Umdenken ist nötig und der Nobelpreisträger Werner Heisenberg schafft mit seinem von mathematischem Formalismus nicht belasteten Werk einen Boden für dieses Umdenken. Es wird die Geschichte der Physik und der Philophie beschrieben und in geschickter Weise ein Bogen zu den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaften gespannt. Es ist äusserst kurzweilig zu lesen und nebenbei erfährt man eine Reihe interessanter Dinge über viele bekannte Physiker und natürlich auch über den Autor, den hervorragenden Wissenschaftler Heisenberg, selbst. Das Buch ist nicht nur für Physiker und/oder Philosophen geschrieben, es ist für jedermann gedacht, der sich Gedanken über die Welt macht, in der wir leben. Deswegen kann ich dieses Buch nur empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. März 2009
Der Physiker und Philosoph Heisenberg gilt zusammen mit Erwin Schrödinger als Begründer der Quantenmechanik. Im Jahre 1927 formulierte er die Unschärferelation (auch Unbestimmtheitstheorie genannt), wonach Ort und Impuls eines subatomaren Teilchens nicht gleichzeitig bestimmt werden können. Für seine quantenphysikalischen Forschungsarbeiten erhielt er 1932 den Nobelpreis für Physik.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Heisenberg Direktor des Max-Planck-Instituts. Seine "Einheitliche Theorie der Elementarteilchen" aus dem Jahre 1958 wurde als "Weltformel" bezeichnet und festigte Heisenbergs Stellung als einer der bedeutendsten Vertreter der Quantenphysik.

In zahlreichen Vorlesungen und Aufsätzen setzte sich Heisenberg mit den philosophischen Implikationen der Quantenphysik auseinander, unter anderem in "Quantentheorie und Philosophie", "Physik und Philosophie" sowie "Der Teil und das Ganze".
Nach Heisenberg war das Ganze mehr als die Summe der Teile. Ein Stück weit Idealismus ist erkennbar. Das würde aber bedeuten, dass letzten Endes alles Entstehen, alles Geschehen auf den Informationsfluss des Geistes zurückgeführt werden müsste. Der SPIEGEL" sprach in diesem Zusammenhang über Gott im Quantenchaos", denn laut Heisenberg:

"Die Quantentheorie lässt keine völlig objektive Beschreibung der Natur mehr zu...
In den Experimenten über Atomvorgänge haben wir mit Dingen und Tatsachen zu tun, mit Erscheinungen, die ebenso wirklich sind wie irgendwelche Erscheinungen im täglichen Leben. Aber die Atome oder die Elementarteilchen sind nicht ebenso wirklich. Sie bilden eher eine Welt von Tendenzen und Möglichkeiten als eine von Dingen und Tatsachen." Eine ganze Menge Idealismus, wie es scheint, aber eine zwingende Schlussfolgerung aus den Gegebenheiten der Physik? Steckt doch ein geistiges Prinzip hinter dem Weltganzen?
Die Wert als Quantenuniversum! Eine Welt, die ständig in Bewegung ist, weil sie so konzipiert ist. Nur durch die Bewegung bleibt die Persönlichkeitsstruktur aller Eigenhaften erhalten. Stillstand ist Tod, oder besser gesagt Nicht-Existenz. Gibt es Stillstand überhaupt? Nirgendwo ist er sichtbar, nirgendwo hat er Raum.
Einstein hat sich lange gegen die Quantentheorie gewehrt. Er versuchte das theoretische Fundament der Physik diesen Erkenntnissen anzupassen und gestand sich selber ein, dass er gescheitert war. Es gibt keinen festen, man könnte auch sagen materiellen Grund auf dem die Weltordnung aufbaut! Lange Jahre hat Einstein dafür verwendet, der Welt die Erkenntnis zu schenken, dass man nicht an dieser eigentlich schon metaphysischen Quantentheorie vrobeikommt, um die Wirklichkeit zu beschreiben.
In Anlehnung an die Relativitätstheorie nannte Heisenberg die Tatsache, dass alle physikalischen Systeme entweder Wellen- oder Teilcheneigenschaft besitzen und nur eines von beidem messbar ist, Unschärferelation oder Unbestimmtheitsrelation. Materie, nach Einstein nur eine Form von Zeit und Energie wird auch noch der letzten Stetigkeit beraubt. Un so etwas sollte am Anfang der Welt stehen? Das kann nicht sein, da die Quantenmechanik noch davor steht.Eine Grenzüberschreitung zum Geistigen scheint unvermeidlich!
Interessant ist, dass Heisenberg den Widerspruch der Quantentheorie zur modernen Biologie erkannte, "da die meisten Biologen zwar durchaus bereit sind zuzugeben, dass die Existenz der Atome und Moleküle nur mit der Quantentheorie verstanden werden können, dass sie aber sonst den Wunsch haben, die Bausteine der Chemiker und Biologen, nämlich Atome und Moleküle als Gegenstände der klassischen Physik zu betrachten, also mit ihnen umzugehen wie mit Steinen oder Sandkörnern."
Manch einer mag vor dem Titel und dem Namen des Autors zurückschrecken, das Buch zu lesen. Diese Angst ist unbegründet, es reichen Grundkenntnisse über die Physik aus, um zu verstehen von was der Autor schreibt. Er bedient sich einer klaren, einfachen Ausdrucksweise. Ob man seine Theorien versteht ist eine andere Sache. Aber das ist vielleicht auch der Weltanschauung geschuldet, der man anhängt. Die Schöpfung ist allem Anschein nach, wenn man den Quantenphysikern glauben will, ein raffiniertes Konstrukt, ein Innerhalb, das ein Außerhalb nicht nur denkbar macht, sondern geradezu fordert. Jeder Versuch einer "Weltformel" im Sinne Einsteins, muss deshalb scheitern, weil sie das Innerhalb ohne das Außerhalb hinreichend erklären will.
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am 5. Juli 2007
Was den Originaltext von Heisenberg anbelangt, kann ich mich ganz dem positiven, ja euphorischen Urteil der anderen Rezensenten anschließen. Vor allem Heisenbergs Versuch, die Einheit von Physik und Philosophie (und damit letztendlich die Einheit aller Wissenschaft) offenzulegen, beeindruckt mich sehr. Doch muss ich als Student der Physik einen Kritikpunkt äußern: seit dem ersten Erscheinen des Heisenberg'schen Textes (1958) hat sich die Erfahrungswelt der modernen Physik erheblich erweitert. Daher wäre die Erweiterung des Buches um ein Nachwort angebracht, das den Text in Beziehung zu den neuen Erkenntnissen setzt.

Beispielsweise ging die damalige Physik noch davon aus, dass es sich bei Protonen und Neutronen um Elementarteilchen handelt. Das in den folgenden Jahrzehnten entwickelte Quarkmodell konnte zeigen, dass Protonen und Neutronen wiederum aus elementareren Teilchen, eben den Quarks, zusammengesetzt sind. Bei der Frage nach dem elementaren Urgrund der Materie scheint mir diese Erkenntnis nicht ganz unwesentlich. Eine andere aus heutiger Sicht zu ergänzende Passage ist die Abhandlung über die Allgemeine Relativitätstheorie. Zur damaligen Zeit waren die experimentellen Befunde hierzu noch sehr dünn gesäht, daher stand diese Theorie tatsächlich auf wackligen empirischen Beinen. Doch konnte inzwischen ein solides Fundament an experimentellen Daten zu den vorhergesagten Effekten gesammelt werden. Beispielsweise konnte die von Heisenberg angeführte Wirkung der Gravitation auf das Licht durch astronomische Untersuchungen (Stichwort Gravitationslinse) vielfach exakt bestätigt werden.

Die Größe und Weitsicht von Heisenbergs Grundideen bleibt davon freilich unberührt. Doch aus Rücksicht auf Leser, die auf dem Gebiet der Physik Laien sind, wäre ein Kommentar zu dem Text sehr wünschenswert. Natürlich auch mit dem Hinweis versehen, dass niemand weiß, welche wiederum neuen Ideen und Umwälzungen die Physik in den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten bereithält ...
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am 11. Februar 2015
....auch für Nicht-Physiker! Selbst wenn man die physikalischen Hintergründe nur andeutungsweise Versteht, dieses Buch sowie
"der Teil und das Ganze" sollte von jedem Menschen gelesen werden, der Interesse hat, etwas "hinter die Dinge zu blicken", egal ob Naturwissenschaftler, Philosoph, Atheist oder gläubiger Mensch.
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am 20. September 2016
Sehr gute Ausführung, Der Übergang von Physik und Philosophie ist übergreifend. Vorkenntnisse in Punkto Physik kann bei der Lektüre nicht schaden. Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch.
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am 6. Januar 2002
Ich möchte zunächst präzisieren, daß meine Rezension sich auf die fünfte Auflage bezieht. Dieses Buch vermittelt dem Leser einen unerläßlichen Überblick über die betörende Welt der Mikrophysik und der zusammenhängenden Philosophie. Die Unschärferelation und der Begriff der Komplementarität sind m. E. der Punkt, an dem Physik und Philosophie zu einem faszinierenden Ganzen verschmelzen. Fast ohne es spüren zu können, versank ich in die Entwicklung neuer Gedanken, die meinen Anreiz erhöhen, die Voraussetzungen, auf denen meine Denkweise beruht, zu hinterfragen.
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