Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Sommerschlussverkauf Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
3
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 9. September 2009
Es gibt so ne Ausstellungs-Kataloge und so ne. Um es vorwegzunehmen: "Ach was!" gehört zur Sorte der guten -- ach was! -- der sehr guten! Eine thematisch gegliederte Hommage mit einem Layout der Sonderklasse, fadengebunden und mit einer Begleit-CD, die neben den üblichen Verdächtigen noch fünf kaum bekannte Loriot-Tondokumente enthält.
Jeder Abschnitt enthält -- in hochauflösendem Druck und auf mattweißem festem Papier -- oft unbekanntes Bildmaterial und wird eingeleitet mit kurzen Essays und Erinnerungen von Mitarbeitern oder Parodierten. Wie das so üblich ist im Genre, sind einige dieser Beiträge geistreich, andere immerhin informativ. Wieder andere wären nicht nötig gewesen (um's vorsichtig zu formulieren). Nach der Lektüre letzterer musste zumindest ich mich fragen, "Was will uns der Dichter damit sagen?". Doch auch die wiederholte Lektüre verweigerte die Antwort. Wer beim Stichwort "Hommage" befürchtet hat, dass hier gelegentlich allzu ehrerbietig viel Lorbeer um wenig Aussage geflochten werde, der liegt also nicht ganz falsch. Sei's drum -- andere Beiträge entschädigen dafür, und einige verlassen sogar frech die genretypische Generallinie und beleuchten Loriot von einer ungewohnten Seite.
Ob man da jedem Argument zustimmen mag oder nicht, darauf kommt's nicht an -- der Denkanstoß ist das Entscheidende. Hervorzuheben sind da, meiner bescheidenen Ansicht nach, vor allem die Essays von Klaus Staeck, Herwig Guratzsch, Stefan Lukschy, Robin Detje und Manfred Sack. Aber auch etliche Beiträge (leider nicht alle!) aus der Zusammenarbeit mit Loriot lesen sich amüsant.

Anstelle einer x-ten "Best-of"-Kompilation in gedruckter Form werden hier jedenfalls nicht einfach Loriots Klassiker wiedergekäut. Dann wäre dieser Band nämlich, bei allem Respekt, ein Fall für die Remittenden-Kisten des Herbstes. Ihr eigentlicher Reiz liegt darin, dass hier relativ viel Hintergrundinformation, darunter auch einiges Unbekanntes, geboten wird: Das fängt mit den Begleittexten an und wird hervorragend ergänzt durch den Bildteil. Dass beides von der versierten Layouterin Anja Lutz zu einem Gesamtkunstwerk der besonderen Art vereint wurde, des gelernten Grafikers Vicco von Bülow würdig, kommt hinzu.

In eine thematische Gliederung wird Loriots künstlerischer Werdegang und seine Rezeption in der Bevölkerung gelungen integriert.
Die einzelnen Themen sind: "Wir sind Loriot" (allgemein über Loriot und die Bundesrepublik, im weitesten Sinne); "Zeichnungen" (Die Entwicklung von Loriots Zeichenstil, "Reinhold das Nashorn", die allmähliche Herausbildung von Herr und Frau Knollennase samt ihren legendären Accessoires von höchstmöglicher Trefferquote, außerdem Loriots Tätigkeit als Werbezeichner und Cartoonist in Diensten verschiedener Zeitschriften); "Fernsehen" (Wie Loriot überhaupt zum Fernsehen kam, die Sendung "Cartoon", das legendäre Sofa, Loriot als Meister der Parodie und Imitator bestimmter Personen, Typen und Situationen); "Kino" (na was wohl?); "Konzert und Oper" (mehr als nur Loriot und Wagner); "Galerie" (unsterbliche Meisterwerke der Malerei à la Loriot -- ein besonderes Leckerli.)

Freilich sind einige der berühmtesten Cartoons abgebildet, und ebenso einige Standfotos aus den berühmten Sketches, Zeichentrick- und Spielfilmen: Lottogewinner, Herren im Bad, die Nudel, "Das Bild hängt schief"... aber die hat ja nicht nur der hartgesottene Loriotologe längst irgendwo in irgendeiner Form parat, und sei's nur im Kopf.
Das Beste sind eindeutig die Einblicke in Loriots Näh... pardon, Tuschkästchen und Fotoalben: Abgebildet sind Entwürfe, Skizzen, Bühnenbilder, Drehbuchseiten berühmter Werke, Standfotos natürlich (u.a. Herr Lohse und Frau Kleinert bei der "geschäftlichen Besprechung"), Schnappschüsse von Dreharbeiten und aus der Garderobe (so wird aus Loriot das Monster -- "wie... was... Maske abnehmen...?"). Aber wie gesagt: Das Beste bei den Abbildungen sind die vielen unbekannten Größen. Die dürfte man so schnell nicht nochmal zu sehen bekommen.

Beigegeben ist dem Band außerdem eine CD. Die meisten Stücke darauf kennt man zwar, und die Kriterien der Zusammenstellung sind nicht recht erkennbar. Teils scheint Berühmtheit das Kriterium, teils Loriots Meisterschaft, das Charakteristische von Situationen und Medien zu parodieren: von der Weichspüler-Werbung (Werbespot) bis zur Wissenschaftssendung (Der Astronaut).
Aber an unerwarteten Geschenken mosert man nicht herum. Außerdem sind die letzten fünf Stücke kaum bekannt -- zumindest mir nicht.
Hier die schnell noch die Trackliste: 1 Fernsehabend; 2 Jodelschule; 3 Bello; 4 Herren im Bad; 5 Schnittbohnen; 6 Der Astronaut; 7 Farbfernsehen; 8 Der Kunstpfeifer; 9 Der Lottogewinner; 10 Feierabend; 11 Das Frühstücksei; 12 Sollen Hunde fernsehen?; 13 Mondbewohner; 14 Brief eines Astronauten; 15 Werbespot; 16 Festrede Philharmonie; 17 Das Männchen; 18 Kinderlied; 19 Wunderbar.
Bleibt natürlich die Frage: Wird das günstiger, wenn ich gleich mehrere nehme?
33 Kommentare| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Es mag einem schon fast unglaublich erscheinen, wie treffend Vicco von Bülow alias Loriot die Wirklichkeit in Deutschland wiedergespiegelt, aufs Korn genommen oder besonders eindrucksvoll dramatisiert hat. Beim Lesen und Betrachten des anlässlich einer Ausstellung ("Loriot. Die Hommage" in der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen) in Berlin erschienenen Bandes ist man beeindruckt, wie sehr Loriot "nachhaltig gewirkt" hat. So stellt auch der Titel des Bandes "Ach was!" einen wichtigen Punkt des LoriotŽschen Humors in den Mittelpunkt; nämlich die pointierte Akzentuierung in der Sprachanwendung.
So hat sich Loriot in das gesamtdeutsche Gedächtnis eingeprägt und findet immer wieder Anknüpfungspunkte im Alltag der Menschen unterschiedlicher Generationen.
Verdienst des ausgesprochen qualitativ arrangierten und gedruckten Werkes ist es, eine wohldosierte Mischung aus biographischen, künstlerischen und medialen Aspekten so zusammen zu stellen, dass man eine wundervolle Streuung des Könnens von Loriot erleben kann. Dazu trägt u.a. auch die in einer bedienungsfreundlichen Hülle versehene CD bei, welche beispielsweise die so bekannten Stücke wie "Das Jodel-Schule", "Herren im Bad" (Herr Dr. Klöbner und Herr Müller-Lüdenscheidt) oder "Das Frühstücksei" enthält. Hier werden Erinnerungen wach an Zeiten, als man noch mit viel weniger Fernsehprogrammen in Deutschland ausgekommen ist und es mehr Sendungen gab, welche die jungen und alten Menschen zu gemeinsam verbrachten (Fernseh-) Abenden zusammenbrachte. Loriot gelang es auf vortreffliche Weise, die gemeinsame Themenfindung der Menschen akzentuiert und detalliert aufzugreifen und den Bürgerinnen und Bürgern einen Spiegel vorzuhalten, den man gerne selber in die Hand nahm, weil man sich nicht verletzt fühlte.
Neben den bekannten Sketchen und Filmszenen u.a. mit Evelyn Hamann greift dieser Katalogband auch Loriots anderes künstlerisches Vermächtnis, wie seine vortrefflichen Zeichnungen und Operinszenierungen auf. Daneben wird auf unvergleichliche Weise auch der Mensch Loriot mit diversen biographischen Gesichtspunkten dargestellt.
Und wer die nachhaltige Wirkung von Loriot wahrzunehmen weiß, wird den Satz "Wir sind Loriot" (So ist das erste Kapitel überschrieben) nicht für untertrieben halten.
In den vielseitigen Textbeiträgen von prominenten Wegbegleitern wie Dietmar Schönherr, Friedrich Nowottny, Peter Merseburger, Stefan Lukschy u.v.a. wird der Facettenreichtum des weiten Spektrums von Loriots Schaffen noch einmal in besonderer Weise gewürdigt. Der grandiose "Wechselkünstler Loriot" wird zum einen durch die diversen textlichen Unterschiede herausgehoben, aber auch durch die unterschiedliche Verwendung von Schriftformen und -arten. Daneben bringen die vielen Abbildungen mit Zeichnungen, Gemälden und Filmsequenzen sowie - teils ganzseitigen - Photographien aus dem Kunst- und Privatleben des herausragenden Künstlers ein umfassendes Gesamtbild zustande.
Wer allein schon die so unterschiedlichen Masken betrachtet, wird berauscht sein, von Loriots Vielseitigkeit. Mögen viele Freundinnen und Freunde des "nachhaltigen Humors" sich diesen Band zu eigen machen oder diesen auch verschenken! Ein ungewöhnliches Präsent, das das (Lebens-) Werk dieses so menschen- und alltagsnahen Humoristen in besonderer Weise zu würdigen weiß!
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 28. August 2011
Dieser große Bildband ist wirklich sehr schön gemacht und eine echte FUNDGRUBE, vor allem für tiefgreifend interessierte Loriot-Fans, denn sie lernen seinen Werdegang genau kennen: einmal bspw. über die verschiedenen Fassungen seiner Zeichnungen und einmal über die Berichte seiner beruflichen Mitstreiter aus der Fernseh-Zeit. ALLES wird behandelt, ähnlich wie in der erwähnten Ausstellung zu seinem 85. Geburtstag. (Sie hat mich beeindruckt.)

Und auch die großen, gut ausgewählten packenden Fotos zu Film und Oper lassen ebenso diese Entwicklung in Loriots Schaffen (wieder) ganz lebendig werden!! (Manchmal muss es ja nicht immer gleich der Film sein, den man sieht. Und außerdem gibt es noch eine Audio-CD mit Originalaufnahmen dazu.)

Bei alledem handelt es sich nicht um eine speziell wissenschaftliche Dokumentation, sondern um eine umfassend informative Darstellung. Streng wissenschaftlich befaßt sich übrigens dieses umfangreiche Buch mit vielen typischen Kommunikationsmustern in den Dialogen à la LORIOT: "Das ist wohl mehr 'ne Kommunikationsstörung": Die Darstellung von Missverständnissen im Werk Loriots. Hier gibt es quasi nur TEXT, Zitate und vergleichende Tabellen. ...

Es ist sehr traurig, dass Loriot jetzt gestorben ist. Eine Erinnerung an ihn, die nicht an den Fernseher und seine Speichermedien gebunden ist, findet man allerdings hier sehr schön aufbereitet.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden