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Wie ein gnadenlos erzählter Thriller klingt diese Lebensgeschichte und dabei ist sie doch der authentische Bericht eines Menschen der davon erzählt wie aus Thomas Christiane Völling wurde.

Es ist nur sehr schwer vorstellbar, aber mit fast 50 Jahren stand Christiane Völling vor dem nichts. Plötzlich war sie eine Frau. Das man ihr während einer Blinddarmoperation ihre Geschlechtsteile nahm ist ein Skandal, dass der Arzt darüber nicht mit ihr sprach ein noch größerer.

Dieses Buch macht sehr betroffen. Vor allem auch deshalb, weil Christiane Völling sehr offen und nichts beschönigend über ihre Situation schreibt. Es geht sehr nahe wenn die Autorin über den langen Weg der Schadensersatzklage berichtet und zum Abschluß schreibt: "Als ich drei Wochen danach die vielen Nullen auf meinem Girokonto sah, konnte ich es immer noch nicht fassen. Ich hatte gewonnen. 100 000 Euro waren ein Witz für ein verpfuschtes Leben . . ."

In einem Glossar werden am Ende des Buches alle Fachausdrücke ausführlich und gut verständlich erklärt. Dass Deutschland auf diesem Gebiet einen großen Nachholebedarf hat, beweist dieses Buch eindrucksvoll. Man muss es einfach gelesen haben.
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am 7. Juli 2011
Als Thomas Völling sich mit Mitte 40 auf die Suche nach seiner Krankenhausakte macht, hat er keine Ahnung, was der Grund seiner inneren Zerissenheit ist. Schon immer war er irgendwie anders - von seinem künstlichen Glied über anormale Entwicklungssprünge bis hin zu andauernden Hormonbehandlungen und Harnwegsinfekten.
Bei der Teilnahme an einer Studie zur Intersexualität fällt es ihm wie Schuppen von den Augen - so bin ich auch! Völling findet heraus: Er ist in Wirklichkeit eine Frau, nur waren bei seiner Geburt die Schamlippen verwachsen. Die Ärzte formten aber aus seiner vergrößerten Klitoris ein männliches Genital. Gebärmutter und Eierstöcke entfernte man noch mit 18 bei einer Operation, zu der es keine Einwilligung gab. Damit war Völling ein normales Leben verbaut.
In ihrem fesselnden Bericht erzählt Völling schonungslos von der qualvollen Jugend bis hin zum langsamen Herantasten an das Leben einer Frau. Am Ende bringt sie den damals operierenden Arzt vor Gericht und gewinnt den Prozess - ein Meilenstein für viele andere Betroffene, auch wenn er das Leiden der Opfer nicht ungeschehen machen kann. Ein wichtiges Buch, das wütend macht.
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am 8. Oktober 2012
Mann oder Frau? Die Autorin schildert in diesem Buch über Intersexualität ihren persönlichen (Leidens-)Weg zwischen den Geschlechtern. Ihr jahrelanger Kampf wird einfühlsam und absolut nicht voyeuristsich dargestellt-eine sehr bewegende Geschichte, über die man noch lange nachdenkt...
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am 23. März 2012
Ein wunderbares Buch, was aufrüttelt und Fragen stellt!
Es ist eine sehr ehrliche Erzählung, die uns schonungslos mit der Macht unserer Normen konfrontiert. Ich habe es in wenigen Tagen gelesen, ich war gepackt von dieser Geschichte, dem Leiden eines Menschen dessen Menschlichkeit zu sehr vergessen wird, der zu grossen Macht der Ärzte und der noch grösseren Macht der Normen.
Ich konnte dieses Buch nicht mehr loslassen, habe geweint, gegrübelt, mitgefiebert und gejubelt. All diese Fragen schwirren seit dem in meinem Kopf. Ab wann wird ein Mensch nicht mehr als Mensch gesehen? Ab wann löst er Aggressivität aus weil er unser Weltbild zu sehr erschüttert. Wie stark strukturieren uns Normen und wie stark zerstören sie uns.
Dieses Buch weckt auf! Denn gleichzeitig ist es ein Schrei ums Leben, darum lieber "Anders" zu sein und dazu zu stehen, als sein Leben lang vor sich selbst zu flüchten. Es ist ein Buch was Hoffnung macht... Denn letztenendes erfährt Christiane Völling ab dem Moment wo sie den äusserst unbequemen Weg zu sich selbst geht eine Form von Solidarität und Empathie die man ihr schon vorher gewünscht hätte.
Die aber auch zeigt dass es letztenendes nie zu spät ist um den Sprung ins Leben zu wagen. Und dass es sich lohnt!
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am 30. Dezember 2010
Die Lektüre dieses Buches macht wütend ' wütend über das, was die Gesellschaft, allen voran die Ärzteschaft, einer Frau angetan hat, die aus der Norm fällt, einer Transsexuellen. Ihre Geschlechtszugehörigkeit ist bei der Geburt nicht eindeutig, sie wird zum Jungen erklärt und mit dieser 'Diagnose' allein gelassen. Kein Arzt spricht mit ihr über ihren Zustand, niemand klärt sie auf. Ihr Hausarzt sieht in ihr einen Freak, der auf den Jahrmarkt gehört. Der Chirurg, den sie zwecks Blinddarmoperation aufsucht, entfernt ihre weiblichen Geschlechtsorgane, ohne ihr Einverständnis einzuholen, ohne sie auch nur zu informieren. Informiert wird lediglich das Kreiswehrersatzamt, dem angeraten wird, diesen 'Mann', der eigentlich eine Frau sei, nicht einzuziehen ' im Nachhinein ein Eigentor, weil aus diesem Schreiben klar hervorgeht, dass Frau Völling über ihr wahres Geschlecht bewusst im Unklaren gelassen wurde. Die Ärzte, mit denen sie es im Lauf ihrer Geschichte zu tun bekommt, sehen in ihr vor allem ein Demonstrationsobjekt, das fotografiert, vermessen und vorgeführt wird. 'Zuerst einmal nicht schaden', an diesem ethischen Grundsatz des Hippokrates haben sich Ärzte bei Frau Völling in schlimmer Weise vergangen.
Frau Völling hat nach fast 30 Jahren erfolgreich auf Schadensersatz geklagt und damit im Hinblick auf die Rechte Intersexueller Justizgeschichte geschrieben. Ein wirklich lesenswertes Buch!
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am 1. Juli 2011
Ich habe das Buch von Christiane Völling noch nicht gelesen - bin aber gerade dabei, es zu bestellen. Im Übrigen bin ich mit dem Thema bestens vertraut. An dieser Stelle möchte ich lediglich zu einer "Begriffsvertauschung" in der Rezension von Monika Niehaus Stellung nehmen, die zwar sehr häufig vorkommt, nichts desto trotz sehr ärgerlich und auch verletzend ist für Menschen, die als intersexuell oder als Menschen mit einer "Störung der Geschlechtsentwicklung" von Diagnostikern einsortiert werden. Und zwar geht es um die Kategorie :"Transsexualität". Transsexualität und Intersexualität sind zwei qualitativ ganz klar verschiedene Phänomene. Jeder, der sich mit den Unterschieden näher befassen will und dazu bereit und in der Lage ist, findet problemlos die entspechenden Informationen. Zu dem laxen und über die Gefühle der Betroffenen hinweg gehenden Umgang mit diesen Begriffen trägt meines Erachtens eine große, allgemein verbreitete Angst vor dem Thema bei und damit verbunden der Wunsch, sich damit nicht näher befassen zu müssen. Auch ist es leider gängige Praxis, dass einige Menschen mit einer Transsexualität ihre Biografie umschreiben und sich als intersexuell darstellen. Das ist - obwohl auch ärgerlich - verständlich, da transexuelle Menschen in unserer sozialen Umwelt noch stärker einer Ächtung und Ausgrenzung ausgesetzt sind, als dies bei intersexuellen Menschen der Fall ist.
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am 24. August 2016
Die Fehler meines Berufstandes schockieren mich und berühren mich zutiefst. Ich hoffe, Sie durften doch noch menschlichen Nähe, Wärme und Liebe erfahren.
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