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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
Der Mond - Entstehung, Erforschung, Raumfahrt
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:29,99 €+ 3,00 € Versandkosten

am 7. März 2009
Dieses ausgesprochen wertvoll ausgestattete und aufgemachte Buch ist seinen Preis wert, das sei gleich zu Anfang bemerkt. Mit wunderbaren Farbbildern reich illustriert, ist es nicht nur eine Geschichte des Mondes, seiner Entstehung, seiner Erforschung und als Ziel von verschiedenen Raumfahrtmissionen, sondern es ist auch eine Geschichte der Raumfahrt selbst. Die beiden Herausgeber vom DLR-Institut für Planetenforschung, Ralf Jaumann und Ulrich Köhler haben die beiden erfahrenen Astronauten Buzz Aldrin und Thomas Reiter nicht nur für Originalbeiträge zu diesem Buch gewonnen, sondern sie auch miteinander ins Gespräch gebracht.

Diese Gespräche machen das Zentrum des Buches aus, geben ihm eine für ein Sachbuch ungewöhnliche persönlichen Authentizität und machen es gut lesbar. Mit diesen Gesprächssequenzen wechseln sich ab sehr informative wissenschaftliche Aufsätze der beiden Autoren des DLR, die die Geschichte der Raumfahrt ebenso spannend nachzeichnen, wie sie einführen in die Geschichte der Erforschung des Mondes, die längst nicht abgeschlossen ist.

Immer wieder wird öffentlich diskutiert, ob denn die enormen Kosten all dieser Mondexpeditionen gerechtfertigt sind. Die Lektüre dieses wunderbaren Buches zeigt, wie wichtig die Erforschung des Mondes für die Menschen ist, und dass es durchaus angemessen ist, sie in der bisherigen Intensität weiter zu betreiben.

Man wird sehen, ob die Menschheit in der Lage ist, den Mond und seine Erforschung als gemeinsames wissenschaftliches Ziel zu begreifen, oder ob er irgendwann zum Spielball ganz anderer, unter anderem auch militärischer Interessen wird, was man von einigen Seiten der ganzen Raumfahrt von Anfang an unterstellt.
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am 27. März 2009
Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond haben eine Geschichte geschrieben, die auch 40 Jahre danach eine Meisterleistung der menschlichen Zivilisation darstellt. Als am 20. Juli 1969 die Landefähre Eagle im Mare Tranquillitatis aufsetzte, war das wie ein Wegweiser für die Menschheit, dass sie mehr leisten kann, als es sich die aus der eigenen Spezies stammenden Skeptiker hätten jemals träumen lassen konnten. Das Bewusstsein der Menschheit war erstmals als Ganzes zu sehen, die menschlichen Zankereien auf dem blauen Planeten mehr als bedeutungslos geworden, und doch hörten die Menschen nicht auf mit ihren lächerlichen Scharmützeln, gar scheint die Mondlandung heute bei vielen fast in Vergessenheit geraten zu sein. Die Autoren Professor Ralf Jaumann und Ulrich Köhler haben ein umfassendes Werk geschaffen und gleichzeitig ein unvergleichliches Gespräch zwischen dem deutschen Neuzeit-Astronauten Thomas Reiter und Apollo-11-Legende Buzz Aldrin portraitiert. Zahlreiche Hintergründe werden aufgezeigt, wie die Stimmung der Zeit war, welche Gefühle im Spiel waren und welche Eindrücke blieben. Da die NASA wieder plant, abermals zum Mond zurückzukehren, ist es von Vorteil, sich mit diesem schwergewichtigen Werk alle notwendigen Informationen zu holen, die dafür notwendig sind, um mitzureden.
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am 18. Februar 2012
Das Buch ordnet sich ein in die Klasse von "Moonfire" von Norman Mailer. In Übergröße und mit ebenso großen und zahlreichen Bildern im Hochglanzformat über den Mond und die Apollo-Missionen besticht es mit einer Unmenge an Fakten und Hintergrundwissen. Den spannenden Anfang stellt ein Interview dar, das der deutsche Kosmonaut (Astronauten sind Sternenreisende (Astro=Stern), Kosmonauten sind Weltraumreisende (Kosmos=Weltall), weshalb Weltraumreisender besser passt, da noch kein Mensch zu den Sternen gereist ist) Thomas Reiter mit dem zweiten Menschen auf dem Mond, Buzz Aldrin, führt. Die anschließende Passage über den Mond ist sehr faktenreich, wenn auch nicht vollständig, was bei einem thematisch so umfangreichen Buch auch nicht umsetzbar ist. Die Apollomissionen sind ebenfalls sehr detailiert beschrieben. Das Buch ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen, sehr gut lesbar, vielleicht sogar speziell für Laien und Einsteiger in diese Thematik gut geeignet. Der Experte wird seine Gier nach tiefgründigen Details wohl nicht im vollen Umfang befriedigen können. Jedoch ist es ein Buch, das ich mit viel Spaß und sehr gern mir zu Gemüte geführt habe.
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am 11. Januar 2010
Der umfangreichere Teil dieses Buches befasst sich mit dem Mondmissionen und den dabei gefundenen wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie diesbezüglich interessanten Bildern. Für diesen Teil vergebe ich fünf Sterne. Nur leider hat das Buch eben nicht den Titel "Erkenntnisse der Mondmissionen" oder so ähnlich.

Unter dem Titel "Der Mond" erwartete ich auch zusammengefasste wissenschaftliche Erkenntnisse zu dessen Entstehung. Und dieser Teil ist leider sehr fragmentarisch und kaum mit konkreten Fakten versehen.

Warum der Mond durch den Zusammenstoß mit einem marsgroßen Planeten auf der Erdumlaufbahn entstanden sein soll, welche Beweise es für diesen ehemals marsgroßen Planeten auf der Erdumlaufbahn gibt, welcher Beleg dafür vorliegt, dass dieser gerade zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Winkel die Erdbahn gekreuzt hat usw. - zu keiner dieser Fragen gibt es Antworten. Auch auf die weltweit vorhandenen alten Überlieferungen zur Mondentstehung zu Lebzeiten den Menschen wurde nicht eingegangen. Alexander von Humbold hatte diese Hinweise zumindest noch erwähnt.

Stattdessen beendet der diesbezüglich wissensdurstige Leser das Buch eher irritiert als erleuchtet. So wird z.B. auf S. 224 auf den nach Meinung einiger Wissenschaftler noch glühenden Kern des Mondes hingewiesen, gleichzeitig seitens der Autoren (berechtigt) die Frage gestellt, wie denn das bei dem kleinen Himmelskörper und dessen langer Existenz möglich sein könnte. Die Erklärungen sind nicht gerade überzeugend und lassen für den logisch denkenden Leser die Möglichkeit offen, dass der Mond viel jünger ist als heute angenommen wird.

Auf Seite 284 wird zwar erwähnt, dass man über Beginn und Ende des Vulkanismus auf dem Mond nichts weiß, dennoch wird die Erkenntnis vermittelt, dass vor etwa 3.500.000.000 Jahren der Vulkanismus deutlich nachließ und heute wohl keiner mehr möglich ist. Gleichzeitig wird aber über Hinweise auf "sehr jungen" Vulkanismus berichtet. Auch diese Hinweise sind widersprüchlich und können auch auf einen jungen Mond hindeuten.

Auf den Seiten 185 und 186 wird daüber berichtet, dass der Mantel des Mondes in den ersten eineinhalb Milliarden Jahren warm, ja sogar heiß gewesen sei. Warum er sich in dieser Zeit nicht bzw. so langsam abgekühlt hat, wo doch in der Strahlungsgleichung mit der 4. Potenz gerechnet wird, darüber gibt es keine Auskunft. Um so irritierter wird man, wenn man auf Seite 260 über den Grund für die Existenz von Mondglas liest: Die Lava ist dabei in "kürzester Zeit" um "mehrere hundert Grad" abgekühlt worden, so dass keine basaltischen Kristalle entstehen konnten. Auch wenn beide Abkühlungsvorgänge nicht direkt miteinander vergleichbar sind, die durch die Glasbildung einerseits nachgewiesene extrem schnelle Abkühlung und der andererseits vermutete heiße Mondmantel über angeblich 1.500.000.000 Jahre passen irgendwie nicht zusammen.

Das scheint auch den Autoren nicht anders gegangen zu sein: Auf Seite 256 schreiben sie zu einem Bild: "Die von Feuerfontänen über die Mondoberfläche gesprühten, durch Titanoxid orange gefärbten vulkanischen Gläser sind jedoch Milliarden Jahre alt." Auf Seite 260 heißt es dann diametral entgegengesetzt: "Im Verlauf von Jahrmillionen jedoch rekristallisiert das Glas, es wird schwarz und undurchsichtig wie die vulkanische Asche der Umgebung."

Während das "Milliarden Jahre alte" orangefarbene Glas einen entsprechend alten Mond suggerieren soll, verweist die vier Seiten später erwähnte Rekristallisation des orangenen Glases indirekt auf das genaue Gegenteil: Da dieses Glas existiert, kann es noch gar nicht so alt sein, kann es nicht über "Millionen von Jahren" rekristallisiert sein, muss die ausgebrochene Lava und damit der Vulkanismus viel, viel jünger sein als aus der Zeit vor 3,5 Mia. Jahren.

Aus diesen Beispielen ist ersichtlich, wie widersprüchlich die vermittelten Hinweise hinsichtlich des Mondalters sind. Ich habe den Eindruck, dass die Wissenschaftler selbst zur Mondentstehung und zu den dem heute angenommenen Mondalter widersprüchlichen Hinweisen noch immer kein umfassendes gesichertes Wissen haben und die hier aufgezeigten Widersprüche eine Folge dieser Unsicherheit sind.
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