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Kundenrezensionen

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Dieses Buch ist für Medienwissenschaftler als eine Art Einführung geschrieben. Es ist natürlich auch eine Zeitanalyse bezogen auf Kommunikation. Alle Kapitel durchzieht die bekannte These von der Ressource Aufmerksamkeit. Nach einer Kleinen Einführung in die Geschichte der Medien beschäftigt sich Norbert Bolz mit eben dieser Ressource Aufmerksamkeit, anschließend stellt er verschiedene Bereiche der Gesellschaft in ihrer Bezogenheit auf die neuen Medien dar: Journalismus, Fernsehen, öffentliche Meinung, Politik, Unterhaltung, Schule, Netzwerke etc. Norbert Bolz versteht es, scharfsinnig Entwicklungen der modernen Medienwelt darzustellen. Allerdings verfällt er an manchen Stellen des Buches in einen Duktus, der redundant ist, Gedanken wiederholen sich und man hat den Eindruck, der Autor habe es bei einer Überartung an Sorgfalt fehlen lassen. Ansonsten ist dieses ABC eine wunderbare Lektüre, um diese Welt der Medien, des Internets und des unverbindlichen Pluralismus, der eigentlich nicht Vielfalt, sondern flache Buntheit ist, zu verstehen.
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am 10. Januar 2012
Das Buch von N. Bolz "ABC der Medien" bietet eine erstaunliche Vielfalt an Beispielen der Form "die Wirkung ist die Ursache". Nach diesem Muster lässt sich die Medienwelt trefflich neu erfinden. Das klingt dann etwa so:

Nicht weil es Fakten gibt, wird über Fakten berichtet, sondern Medien erschaffen Fakten. Nicht was geschieht, wird berichtet, sondern was berichtet wird, das ist es, was geschieht. Nicht was geschieht, verdient unsere Aufmerksamkeit, sondern der Kampf um Aufmerksamkeit entscheidet, was der Fall ist

Nicht das Leben produziert Themen und Inhalte, sondern die Medien erschaffen das wahre Leben, die wahren Gefühle

Nicht Meinungen werden in Massenmedien vermittelt, sondern Themen

Nicht in der Aufbereitung einer Nachricht liegt ihre Qualität, sondern in ihrem Wohlfühlfaktor beim Empfänger

Nicht der Mensch produziert Qualität der Berichterstattung, sondern der Bildschirm formt den Menschen nach seinem Bilde

Nicht Freiheit bringen uns Mediendemokratien, sondern Versklavung der Menschen, weil sie Minderheiten nicht mehr zu Wort kommen lassen

Nicht deshalb wird ein Buch gelesen, weil es gut ist, sondern weil es in Netzwerken empfohlen wird

Nicht weil es Waren gibt, werden sie auf Märkten gehandelt, sondern weil der Markt einer der Gespräche ist, gibt es Waren.
usw. usf.

Es mag unterhaltsam klingen, wirkt provozierend, aber erzeugt nur schlechte, weil nicht diskutierte, schon gar nicht systematisierte Widersprüche. Bolz verbreitet eine fatalistische, düstere Interpretation der Medienkommunikation im 21. Jahrhundert. Das passt weder zum programmatischen Titel des Buches noch zu dem Anspruch, Grundbebegriff der Medienwelt auch nur einigermaßen ausgewogen zu kommunizieren.
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am 3. November 2008
Ich habe dieses Buch eher zufällig in die Hand bekommen und für mich als ganz normaler User des Internets - ich kann nicht programmieren - war es eine perfekte Einführung in das Thema (Aufmerksamkeit als knappstes Gut; Dissens und nicht Konsens als treibende Kraft, neue Möglichkeiten Geld zu verdienen = Long Tail, Verhältnis zu den anderen Medien,...).
Das Buch ist wichtiger und ernster als der kindliche Buchumschlag andeutet!
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am 2. November 2009
Manches ist in dieser Aufsatzsammlung ganz richtig. Aber dann verrührt Bolz alles zu einem einzigen Metaphernbrei. "Aufmerksamkeitsmanagment", "Flaschenhals der Aufmerksamkeit", "Service des Sinns", "sinnstiftende Entlastungstechniken", usw.. Gegenüber den Massenmedien bezeichnet er das Buch als "Arche Noah in der Sintflut des Sinns". So beginnt er und so folgt eine Seite nach der anderen. Das Buch ist ein Feuerwerk von Bildern, ohne dass sie jeweils differenziert entfaltet würden. Der Effekt beherrscht die Szene. Bolz wirft dem Fernsehen Moralismus vor; sein Buch ist ein einziges Traktat des Moralisierens. Er wirft den Massenmedien vor, dass Kritik seit der Studentenrevolte der 60er Jahre zu ihrem Mainstream geworden sei. Aber auch diese Kritik trifft ihn selber: Das A-B-C der Medien, das sich an den eigenen Metaphern berauscht, ist eine Kritikkaskade. Er unterzieht sich nicht der Mühe, die in den vielen Bildern Metaphern angezielte ambivalente und komplexe Wirklichkeit zu entfalten. Am Ende bleibt nur Zynismus. Ich habe Artikel um Artikel gelesen und immer wieder erwartet, dass doch endlich "Butter bei de Fische" käme. Nach der Hälfte habe ich "Das ABC der Medien" weggelegt.
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