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Von den Familienursprüngen in Italien bis zum 80. Geburtstag als gefeierter Mit-Schöpfer von Asterix: Albert Uderzo erzählt auf etwa 280 eher groß gesetzten, dicken DIN-A5-Seiten aus seinem Leben. Enthalten sind auch einige schwarz-weiße und bunte Photos, meistenteils aus Privatbeständen.
So manche der Geschichten kennt ein eifriger Asterix-Fan aus anderer Hand bereits - vier Uderzo-Biographien und diverse Lexika etc. existieren. Und so viel Spannendes ist selbst einem Albert Uderzo eigentlich nicht widerfahren. Doch das ist immerhin die erste Lebensbeschreibung aus Uderzos eigener Hand.
Der spätere Zeichner von u.a. "Tanguy", "Umpah-pah" und "Asterix" hatte schon als Kind einen Dickschädel. Wie er aufwuchs, mit welchen Werten und wie er zu dem Starzeichner des französischen Comics wurde, erfährt man. Und dass der erste französische Satellit doch nur inoffiziell "Asterix" hieß ...

Da ich nur die deutsche Fassung vor mir habe, kann ich zur Übersetzungsleistung Klaus Jökens nur indirekt etwas sagen: der Stil des Buchs ist locker, es wirkt sehr angenehm wie eine mündliche Erzählung des Zeichners, welche womöglich von hilfreichen Ghostwritern etwas geglättet worden ist. Auf S. 106 dann freilich ein 'Hammer' (der einzige): "Eines Tages erzählte sie uns mit ernsthafter Mine[!], ...".

Ansonsten lässt sich "Albert Uderzo erzählt sein Leben" für eine Biographie gut - und auch gut inhaltlich gruppiert - lesen.
Dankeschön.
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Mit dem Titel dieser Rezension habe ich das wesentliche Anliegen von Albert Uderzos Autobiographie "Albert Uderzo erzählt sein Leben" von 2009 zusammengefasst. Denn um die Frage ob Comics überhaupt Kunst sind und wer denn nun wichtiger ist, der Texter oder der Zeichner, geht es Uderzo offensichtlich ganz besonders.. Marvel Autor Stan Lee hat seine Antwort auf diese Frage sehr schlüssig in der 3-DVD Deluxe Edition von Spider-Man gegeben: für die Kaufentscheidung im Geschäft seien die Zeichnungen zu 60 % entscheidend, für den Comic an sich seien es gut 50/50 für Zeichnungen und Texte. Eine populäre Meing ist: Asterix war das alleinige Werk des Autors Rene Goscinny und mit dessen Tod 1977 starb auch der Comic um die berühmten Gallier. Uderzo war nur der Zeichner und dessen Stil hat praktisch keine weiteren Zeichner inspiriert. Beides ist so nicht haltbar und verständlicherweise auch sehr ärgerlich und verletzend für Albert Uderzo! Um so schlimmer, dass sein eigener Bruder ihm nicht zutraute Asterix im Alleingang fortzusetzen. Diese Momente sind die spannendsten in Uderzos Buch. Allerdings sind sie oft auch nicht immer sehr viel ausführlicher als Erlebnisse aus der Kindheit des Autors. Denkt man zu Beginn des Buches noch: oh das ist in sehr grossen Buchstaben geschrieben und der Autor beschränkt seine Erlebnisse ausserhalb der grossen Asterix-Phase auf ein Minimum um den Leser nicht zu langweilen, folgt dann ein wenig die Ernüchterung, weil es später nicht so sehr ins Detail geht wie erhofft. Um ein rundes Bild von Asterix zu erhalten fehlen eben die anderen 50 Prozent: die Sicht von Goscinny. Uderzo, der italienischstämmige, bodenständige Ehemann und Familienvater und der viel gereiste, schüchterne, charmante und sehr witzige, jüdische Rene Goscinny, der erst mit 40 heiratete und Vater wurde - ein ungleiches Paar. Für den grösseren Einfluß Goscinnys sprechen mehrere Schilderungen in Uderzos Buch, etwa wenn er von den Redaktionssitzungen der Zeitschrift Pilote berichtet, an denen Uderzo nicht teilnahm.
Nach der Lektüre von Uderzos Autobiographie sieht man Asterix aus einem anderen Blickwinkel. Glückliche Kindheitsmomente von Uderzo mit Musik und Tanz erinnern an die Festtafel am Ende der Asterix-Alben. Die Besetzung durch die Römer war sicher auch eine Aufarbeitung der zeitlich viel näher liegenden Besetzung durch Deutschland. Sehr interessant in diesem Zusammenhang zwei Annekdoten Uderzos: zum einen die Frage eines belgischen Autors ob er denn gut mit einem Juden zusammenarbeiten könne und der Rechtsstreit mit dem Fix und Foxi Autor Ralf Kauka, der ein Asterix-Abenteuer als, wie Uderzo sagt, Germanen-Verherrlichung in sein Heft nahm.
Uderzos Schilderungen wirken klug, seine Schreibstil wirkt in der Übersetzung von Klaus Jöken frisch, gewitzt und sympathisch. Lediglich sein völliges Unverständnis über die Kritik an seinem Manga-Nuklearwaffen-Asterix und die Meinung, zu den aktuellen Problemen der Migranten in Frankreich (die eben aus Afrika stammen und deshalb nicht mit dem weißen Einwanderer Uderzo verglichen werden können) und die Idee vom Militär als Schule der Nation wirken etwas starrköpfig.

"Albert Uderzo erzählt sein Leben" ist eine sehr empfehlenswerte Lektüre für Freunde der franko-belgischen Comics. Private Fotos (farbig und schwarz-weiß) geben dann nochmal einen Schnellüberblick über die Stationen des Buches. Lucky Luke, Tim uns Struppi, Asterix, die Disney-Comics und Zeichentrickfilme, der Asterix Themenpark, die entsetzten Reaktionen von Goscinny und Uderzo auf die ersten Asterix-Filme, verpatze Auftritte bei Staatsempfängen usw. - es gibt viel zu erfahren in diesem Buch.
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