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Kundenrezensionen

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Ich konnte die 2. Auflage dieses Buches (jetzt 6. Auflage 2011) bei einer vierwöchigen individuellen Iranreise vor zehn Jahren testen. Unter den zur Reisevorbereitung benutzten Büchern war es sicher eines der besten, um sich mit Kunst und Kultur dieses faszinierenden, den Europäern weitgehend unbekannten Landes vertraut zu machen - eine alte Kulturnation und ein Reich, das uns aus dem Schulunterricht allenfalls als (geschlagener) Gegner der Griechen in Erinnerung ist.
Nachdem die ersten 100 Seiten über Geschichte, Natur und Kultur informieren, werden anschließend nach Provinzen gegliedert die Sehenswürdigkeiten beschrieben, bewertet und z.T. mit Stadtplänen und Fotos vorgestellt. Meiner Erfahrung nach ist die getroffene Auswahl sinnvoll, umfassend und bietet weit mehr, als man vor Ort bewältigen kann. Erfreulicherweise wurden einige damals noch vorhandene Lücken inzwischen gefüllt - so z.B. die überaus sehenswerte Tekiyeh Moaven al Molk in Kermanshah. Zusätzlich sind jetzt verstärkt Hotels und Restaurants, ebenso wie Öffnungszeiten der Museen angegeben. So weit, so gut.
Nicht dem Anspruch des DuMont-Verlags gerecht werden allerdings die geschichtlichen Informationen, die fehlerhaft und teilweise lückenhaft anmuten. Einige Beispiele (ausführlich dargestellt, damit die nächste Auflage besser werden kann):
S. 35: Unsinn ist die Behauptung, Mithras sei 307 n. Chr. zum "obersten römischen Reichsgott erhoben" worden. Der Mithraskult war immer ein persönlicher, auf Geheimhaltung ausgelegter Erlösungskult nur für Männer; M. Clauss stellt das in "Mithras - Kult und Mysterien" klar: "Der Mithraskult ist nie staatlich geförderter Kult geworden" (S. 36), sondern sei "weder offiziell noch öffentlich" gewesen (S. 37).

Die auf S. 61 zu findende Feststellung, bei den römisch-parthischen Kriegen seien "die Römer meist den Parthern unterlegen" ist ebenso falsch; von den dort als besiegt erwähnten Kaisern haben z.B. sowohl Traian wie auch Septimius Severus die parthische Hauptstadt Ktesiphon erobert; es gelang ihnen nur nicht, das Zweistromland dauerhaft dem Imperium einzugliedern.

Gravierender ist aber in meinen Augen der im Buch zu findende Mangel an fundierter Kenntnis der islamischen Geschichte. So konnte Abu al-Abbas um 750 n. Chr. wohl kaum in Bagdad zum Kalifen ausgerufen werden, da diese Stadt erst 762 gegründet wurde (S. 67). Wirklich unverzeihlich ist in diesem Abschnitt aber das völlige Übergehen der Kämpfe zwischen der ersten Kalifendynastie, den Umayaden (661-750 n.Chr.) und den Nachkommen Alis (Schwiegersohn von Mohammed), die die heute noch existierende Abspaltung der Schiiten auslöste - ein entscheidender Faktor für den religiösen und politischen Sonderweg Irans.
Ein letztes Beispiel: Die auf S. 283 zu findende Falschaussage, Isfahan sei "vom 7. bis 10. Jh. Unter umayadischer Herrschaft" gestanden, hätten der Autor oder das Lektorat nur mit der korrekten Zeittafel auf S. 90 vergleichen müssen, um den Fehler auszumerzen.

Genug der Beispiele - so etwas würde ich in einem auf praktische Reisetipps angelegten Buch (z.B. Lonely Planet) achselzuckend übergehen, hier wird es dem Anspruch der Leserschaft leider nicht gerecht, weshalb ich nur vier Sterne vergebe.
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am 28. September 2001
Dieses Buch war uns als deutsch-iranischem Ehepaar bei einer Reise (2001) auf eigene Faust sehr hilfreich, da es wie alle Dumont-Kunstreiseführer sehr ausführlich auf die kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten eingeht und auch gute Anfahrtsbeschreibungen für diejenigen bietet, die nicht mit dem üblichen Reisebus, sondern mit dem eigenen Auto anreisen. Leider ist es etwas zu "europäisch" gemacht, d. h. viele, nur Moslems zugängliche Sehenswürdigkeiten (Mashad, Ghom etc.) werden nicht oder nur sehr oberflächlich behandelt. Ansonsten hat es sehr viel Spaß gemacht, mit diesem informativen Buch zu reisen. Wir empfehlen es in Kombination mit dem Lonely Planet "Iran" (wegen der Hoteltips etc. und der Iran-Karte des RV Verlages, dann ist man für eine Reise perfekt gerüstet.
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am 19. Dezember 2001
In unserer Reisegruppe im November 2001 hatten wir insgesamt zwei Exemplare von Rashads Reiseführer dabei, die von Hand zu Hand gingen. Das Buch bietet wesentlich detailliertere historische und kunsthistorische Informationen zu den Sehenswürdigkeiten als die anderen Reiseführer für den Iran. Infos über Unterkünfte oder Teehäuser, etc. finden sich nicht, da muß man dann mit dem Lonely Planet ergänzen (oder noch besser den einheimischen Reiseleiter fragen, so man einen hat), aber das ist ja auch nicht das Ziel dieses Reiseführers. Tip: Vorher lesen (zum Appetit machen), mitnehmen (um alles richtig zu genießen) und hinterher noch mal lesen (und Fernweh kriegen).
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HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 7. September 2011
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Ich war noch nie im Iran und werde in der nahen Zukunft vermutlich auch nicht hinreisen. Trotzdem interessiere ich mich sehr für das Land und seine Kultur und deshalb habe ich mich auf dieses Buch auch sehr gefreut.
Und ich habe es wirklich mit Gewinn gelesen! Der Autor schreibt fundiert und man merkt dem Text an, dass er nicht einfach so "weggeschrieben" worden ist, sondern dass sich jemand wirklich Gedanken gemacht hat und dem Ganzen eine sinnvolle Struktur verliehen hat.
Wenn man in das Land reist, sollte man sich dessen bewusst sein, dass dieses Buch kein herkömmlicher Reiseführer ist, in dem z.B. Hotels, Restaurants etc. empfohlen werden, sondern eben ein Kunst- und Kulturführer (deshalb kann man das Buch auch als Mensch, der nicht in den Iran reist, mit großem Gewinn lesen!).
Ich mag die Dumont-Kunstreiseführer sehr gerne und nutze sie auch regelmäßig - natürlich v.a. für Gegenden, in die ich selbst reise oder in denen ich selbst war.
Der vorliegende Band gliedert sich in einen umfangreichen Einführungsteil, in dem man als Leser etwas über Natur, Kultur und Geschichte des Landes erfährt. Hier kann man wirklich viel lernen und ich war fasziniert vom Facettenreichtum des Irans - leider weiß man hierzulande ja meist nur das, was in den Medien über die aktuelle politische Situation berichtet wird (und das auch nur aus einem bestimmten Blickwinkel). Wer also etwas über Persien wissen möchte (und nicht nur einen oberflächlichen wikipedia-Artikel zu Rate ziehen möchte), ist hier goldrichtig. Ich fand v.a. die Abschnitte über die Volks- und Sprachgruppen und über die Religionen spannend. Aber auch die Geografie (hätte auch hier nicht diese Vielfalt erwartet!) und Geschichte sind sehr interessant.
Im zweiten Teil werden verschiedene Reiserouten vorgestellt:
Die Provinzen beiderseits des Elbruz-Gebirges (Teheran, Provinz Teheran, Qom, Provinz Markazi, Provinz Qazwin, in den Provinzen am Kaspischen Meer)
Zwischen Kaspi und Urmia-See (Provinz Ardabil, Provinz Ostazarbeidjan, Westazarbaidjan)
Die Zagrosprovinzen (Kurdistan, Provinz Hamadan, Kermanshahan, die Provinzen Ilam und Luristan)
Die Provinzen am Persischen Golf (Khuzistan, Die Provinzen Bushehr und Hormozgan, Fars)
Die Wüstenrandgebiete (Provinz Isfahan, Provinz Yazd, Provinz Kerman, Doppelprovinz Sistan-Baluchistan)
Entlang der Seidenstraße (Provinz Khorasan, Provinz Semnan)
Ein Glossar kunst- und kulturgeschichtlicher Begriffe und eine Liste mit Literatur über Persien rundet das Ganze sinnvoll ab.
Im dritten Teil findet man dann Reiseinformationen von A-Z, schließlich noch einen kleinen Sprachführer, ein Karten- und Grundrissverzeichnis und ein Register. Im vorderen und hinteren (ausklappbaren) Buchdeckel findet man eine übersichtliche Karte des Landes.
Besonders hervorheben muss man die gelungene Bebilderung des Buches. Man findet zahlreiche hervorragende Farbfotografien, die einen sehr lebendigen Eindruck von Land und Leuten vermitteln.

Fazit: Interessiert man sich für Persien oder hat man vor, in den Iran zu reisen (oder war schon da), ist dieses Buch genau richtig. Man erfährt mehr als nur Grundlagen und hat nach der Lektüre das Gefühl wirlich etwas über ein Land erfahren zu haben. So kann man sein durch die Medienberichterstattung geprägtes Bild vom Iran auch enorm erweitern! Ich kann das Buch nur empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. August 2011
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Ausführlich und gut geschrieben werden auf den ersten 90 Seiten Details zu Natur, Kultur und Geschichte des spannenden, kulturell reichen Landes beschrieben. Zu jeder Phase gibt es einen kurzen Abschnitt mit Fakten zu Personen, Bauwerken und Kunst. Am Ende nochmals eine Tabelle zur Übersicht der historischen Geschehnnisse. Bevor der Einstieg in die Reiserouten beginnt, wird in einer "Galerie der Persönlichkeiten" nochmals alles von Rang und Namen in der Kultur vorgestellt. Danach weiß man wirklich Bescheid.

Beginnend mit der Region zu beiden Seiten des Elburz Gebirges (auf dem man ganz kulturfern auch Skifahren und Wandern kann!) arbeitet sich der Führer durch den gesamten Iran, natürlich mit Schwerpunkten auf den großen Städten. Dabei werden aber die kleinen Provinzen am Meer oder die entfernten wie in den Wüstenrandgebieten oder die kulturell weniger interessanten am Golf ebenfalls umfassend vorgestellt.

Am Rand gibt es dazu Hinweise zu Öffnungszeiten, Telefonnummern oder Verweise auf Karten. Eingefügt in Extra-Kästchen REISEN & GENIESSEN findet man auch Hotels und Restaurants mit allen wichtigen Daten. Ausserdem Informationen oder Detailkarten von Stadtteilen oder kleineren Städten mit den Sehenswürdigkeiten. Sehr übersichtlich, sehr genau. Ebenso für Architekturfreunde gibt es Grundrisse bedeutender Gebäude oder Zeichnungen zu Figuren an Gebäuden wie in Persepolils, die diese genau erläutern. In einem Glossar am Ende, werden Begriffe erläutert und das Buch schliesst mit einem kurzen Teil REISEINFORMATIONEN VON A-Z.

Natürlich kann ein Prachtband wie dieser nicht nur als Textwüste daherkommen: darum sind über das ganze Buch zahlreiche Fotos eingefügt, die tatsächlich Lust machen, vor den Palästen, Moscheen, Stadttoren oder inmitten der grandiosen Landschaften zu stehen.

Der Schwerpunkt dieses Buches liegt wie der Name sagt in Kunst/Kultur des Landes und stellt sie auf beeindruckend klare und nahezu erschöpfende Weise vor. Wer allerdings auf etwas weniger betretenen Pfaden reisen will, wer Preisvergleiche von Hotels, Restaurants haben möchte, wer "off the beaten track" wandern möchte oder die Natur erkunden will, der sollte einen anderen Führer wählen. Als Zweitführer und zum Verständnis der Kultur ist dieses Buch aber wohl das beste auf dem Markt erhältliche. Für Infos über Buspläne, Reisezeiten, Preise, versteckte Orte, Bademöglichkeiten, Sportangebote, Popkultur und Jugend oder Skurrilitäten muss man aber ein anderes kaufen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. August 2011
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Bevor ich näher auf die inhaltlichen Aspekte dieses Kunst-Reiseführers eingehe, möchte ich vorausschicken, dass ich leider bislang noch nicht im Iran gewesen bin und deshalb nicht beurteilen kann, ob das Buch auf alle bedeutenden persischen Kunstschätze und architektonischen Gegebenheiten eingeht. Ich nehme ausschließlich auf das Bezug, was ich durchs Lesen vermittelt bekommen habe.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Reiseführern - die der Verlag auch anbietet - liegt der Fokus bei den Kunst-Reiseführern von DuMont hauptsächlich auf der Kultur und Geschichte des jeweiligen Landes. In diesem Fall ist es der Iran, dessen kulturellen Reichtum der interessierte Leser durch eine Vielzahl von Farbfotografien, Grundrissen von Bauwerken und Rundgängen durch Paläste, Moscheen und Museen kennenlernen kann. Die Beschreibungen der einzelnen Kunstwerke und Gebäude sind sehr detailliert und geben Auskunft über geschichtliche und kunsthistorische Besonderheiten. Die ausgewählten Fotos sind qualitativ hochwertig, wenngleich ich sie mir teilweise größer gewünscht hätte, was das Format der Reihe aber wohl nicht zulässt.

Im Inneren der Klappbroschur befinden sich Karten des Landes und im Anhang bilden ein Glossar und wichtige Reiseinformationen von A bis Z (was muss man beispielsweise bei einem Moscheebesuch beachten und welche islamischen Festtage gibt es im Islam) den Abschluss des Buches. Besonders gut gefallen hat mir allerdings der kleine Sprachführer mit Aussprachehinweisen. Die Öffnungszeiten der einzelnen Sehenswürdigkeiten befinden sich zwecks besserer Übersichtlichkeit am Rand, ebenso wie kurze Informationsblöcke zu bestimmten Themen, wie z.B. der Schatzkammer im Nationalmuseum in Teheran. Immer mal wieder wird der Text durch die Rubrik "Reisen und Genießen" aufgelockert, unter der der Leser nützliche Tipps für Hotels und Restaurants findet.

Neben jeweils mehrseitigen Informationen zu Geografie, Bevölkerung und Religionen werden die verschiedenen Herrscherdynastien (u.a. die von Shah Mohammad Reza Pahlavi gegründete) vorgestellt und bedeutende Personen hervorgehoben. Dann folgen geeignete Reiserouten durch die Provinzen des Landes. Ich führe hier mal nur die Obergruppen auf:

- Die Provinzen beiderseits des Elburz-Gebirges
- Zwischen Kaspi und Urmia-See
- Die Zagros-Provinzen
- Die Provinzen am Persischen Golf (mit Persepolis)
- Die Wüstenrandgebiete (mit Isfahan)
- Entlang der Seidenstraße

Fazit: Der Autor Mahmoud Rashad erwähnt in seinem Vorwort, dass es ihm wichtig war, sein Heimatland dem europäischen Reisenden näher zu bringen und ihm zu zeigen, dass der Iran sowohl landschaftlich als auch kulturell sehr viel mehr zu bieten hat, als unsere Medien in ihren Berichten vermitteln. Bei mir hat Rashad sein Ziel erreicht: Ich finde den Kunst-Reiseführer Iran sehr informativ, ansprechend gestaltet und so aufbereitet, dass der geneigte Leser schnell seine Berührungsängste mit der fremd anmutenden Kultur ablegt. Als alleinigen Reiseführer würde ich ihn jedoch nicht empfehlen, da er sich für diesen Zweck aufgrund seiner Spezialisierung auf kulturelle Themenfelder weniger eignet, worauf aber schon der Untertitel "Geschichte, Kultur und lebendige Traditionen - antike Stätten und islamische Kunst in Persien" auf der Vorderseite hinweist. Für Kunstinteressierte dürfte sich dieser Band der Reihe auch ohne konkrete Reisepläne als lohnende Lektüre erweisen. Das mir vorliegende Buch ist übrigens erst vor Kurzem (Mai 2011) aktualisiert worden und liegt somit als 6. Auflage vor. Also bitte nicht wundern, wenn das Titelbild ein anderes als abgebildet ist!
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. August 2011
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Offensichtlich bieten die Dumont- Reiseführer sowas wie ein garantiertes Qualitätssiegel. Zumindest bin ich jedesmal, wenn ich einen Reiseführer von Dumont in den Händen halte, ganz erstaunt über die Fülle an Informationen, die hier in diesem Fall auf 408 Seiten wiedergegeben wurden.
Nett finde ich die Idee, gleich auf der ersten Seite die wichtigsten Orte aufzulisten mit anschließender Seitenangabe ( mit einem Sternchen versehen heißt "Umweg lohnt", 2 Sternchen bedeuten " keinesfalls versäumen". So kann man schon vor Reisebeginn quer lesen und bekommt Lust, sofort loszufahren und das Land selbst zu erkunden.
Wie der Name sagt, bietet dieser Reiseführer hauptsächlich Kultur, also Informationen zu Bauwerken, antiken Städten und islamische Kunst. Ideal also um sich mit dem Land vorab vertraut zu machen. Vor Ort würde ich auf alle Fälle zusätzlich einen praktischen Reiseführer wie z.B. Lonely planet mitnehmen , der mir Auskunft gibt über Busverbindungen, tolle Cafes und sonstige praktische Dinge.
Wer wirklich etwas über die Kultur des Landes erfahren will, kommt allerdings um diesen schön bebilderten ausführlichen Reiseführer keinesfalls herum. Kaufempfehlung!
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am 10. Oktober 2011
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"Iran - Geschichte, Kultur und lebendige Traditionen - antike Stätten und islamische Kunst in Persien"
Der Untertitel zeigt schon die Schwerpunkte auf, die der Kunst-Reiseführer von DUMONT hat. Es geht nicht um die neuesten und besten Hotels, oder Erlebnistouren etc., sondern um Grabmäler, Moscheen, Palastanlagen und antike Stätten eines Landes, das schon im 4. Jhrtsd. v. Chr. eine Hochkultur entwickelte.
Entsprechend diesem frühen Eintritt in die Geschichte und entsprechend der schieren Größe des Landes, ist der vorliegende Band mit etwa 400 Seiten auch relativ ausführlich geraten.

Er beginnt mit etwa 100 Seiten Basiswissen zu Religionen, Sprachen, Völkern, Geschichte (bis ins Jahr 2011), Geografie etc. um sich dann mit etwa 30 Seiten zunächst der Stadt Teheran zu widmen.
Weiter geht es dann durch verschiedene Provinzen: beiderseits des Elburzgebirges, zwischen Kaspi und Urmia-See, die Zagrosprovinzen, die Provinzen am persischen Golf und die Wüstenrandgebiete. Ein Extrakapitel widmet sich den Sehenswürdigkeiten entlang der Seidenstraße.
Jedes Kapitel wird abgeschlossen mit ein paar wenigen Tipps zu Reisen&Genießen.

Sehr gut finde ich die ausführlich beschriebenen Sehenswürdigkeiten, immer auch mit Homepageadresse, falls es eine gibt oder mit Öffnungszeiten versehen. Zum Teil gibt es Detailzeichnungen und Pläne von Stadtteilen und Gebäuden.
Leider ist die Illustration mittels Fotografien wieder etwas spartanisch ausgefallen.

Im Schlussteil fehlen weder ein Minisprachführer noch die Standardauskünfte zu Trinkgeldgepflogenheiten, Toiletten, Auskunftsmöglichkeiten, Postwesen und vor allem zu der Kleiderordnung, die es auch für Männer gibt.

Alles in allem ein gewichtiges Stück Wissen, das sicher einer der besten Reisebegleiter in Sachen Kunst und Geschichte, also genau das ist, was er sein will - ein Kunstreiseführer.
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Nachdem timediver® im Juni 2013 Dr.Mahmoud Rashads Dissertation Die Entwicklung der vorgeschichtlichen und frühgeschichtlichen Stempelsiegel in Iran. Im Vergleich mit Mesopotamien, Syrien und Kleinasien, von ihren ... bis zum Beginn des 3. Jahrtausends v. Chr." rezensiert hatte, bin ich nunmehr mit einer vom Autor persönlich geführten Reisegruppe im Iran unterwegs.

Der seit 1998 bereits in seiner sechsten Auflage erschienene "Dumont-Kunstreiseführer" des gebürtigen Yazdi Rashad ist mittelerweile zu einem Standardwerk avanciert, welches seine Leser nicht nur umfassend über Archäologie und Geschichte des Landes informiert. Vielmehr bietet es auch eine ganze Reihe toppaktueller Hinweise und Tipps, wie timediver® aus eigener Erfahrung, insbesondere der empfohlenen Hotels bestätigen kann.

Neben beeindruckenden Farbotos und inhaltlich nahezu erschöpfenden Texten, sind es brauchbare Karten, erläuternde Lagepläne, Aufriss-, Rekonstruktions-Querschnittszeichnungen usw. sowie thematische Synopsen, den "den weißen Dumont" zu einer ersten Empfehlung machen. Zur Vor- und Nachbereitung einer Besichtigung hervorragend geeignet.

Ein sachlicher Fehler ist jedoch auf Seite 34/35 festzustellen. Im Abschnitt 'Religionen' wird unter dem Lemma 'Mithraskult', der Gott des Lichts und der Sonne und Schirmherr der Verträge, Eide und Wahrheit und höchster Gott des 'aliranischen' Pantheons als 'Mithras' vorgestellt. Dr. Rashad schließt den Artikel mit der Bemerkung, dass gegenüber den zahllosen Mithräen im einstigen Römischen Reich, im Iran keine einzige Ruine erhalten geblieben sei, die ohne letzte Zweifel mit dem Mithraskult in Verbindung gebracht werden könnte. Hierzu ist anzumerken, dass der seit dem 14. Jahrhundert v. Chr. belegte, altiranische Gott Mithra (ohne 's') hieß. Der vornehmlich unter römischen Legionären verbreitete 'Mithraskult', auch 'Mithraismus' genannt, entstand jedoch erst um die Zeitenwende in Kleinasien als 'Mysterienreligion', die erstmals von Publius Papinius Statius (um 40 - 96)erwähnt wird. Seinen Höhepunkt erreichte der Kult am Ende des 2. Jahrhunderts und im 3. Jahrhundert, nachdem sich ihm Kaiser Commodus (180–192) ihm angeschlossen hatte. Später wurde Mithras mit dem Sonnengott Sol zum 'Sol Invictus Mithras' verschmolzen und seit Aurelian von zahlreichen Kaisern verehrt, so auch noch vom jungen Konstantin I. (306–337). Mit der Durchsetzung des Christentums im Römischen Reich sollte der Mithraskultverschwinden und erst bis in der Neuzeit durch archäologische Funde wiederentdeckt werden. Somit kann von einem 'Mithraskult zur Zeit der Achämeniden' (S. 35) keine Rede sein.

Zum Ende meiner Rezension möchte ich noch anmerken, dass in den Ruinen der sasanidischen Stadt Bishapur Dr. Rashad von einem Mitglied einer anderen Reisegruppe ansgesprochen und um die Signatur seines mitgeführten 'Dumont' gebeten wurde.

Das Standardwerk des Archäologen Dr. Rashad, den man auch durchaus selbst als eine 'Institution' bezeichnen kann, ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten.

Shiraz, den 23. Mai 2014
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am 22. Juni 2007
... eine kleine Schwäche von Du Mont - denn mit ein paar Seiten mehr aktueller Reisetipps oder konkete Verweise auf Adressen und WEB-Sites um sie selbst einzuholen stünden dem Buch gut an - so bleibt einem vor der Erstreise nüscht andres übrig als - na watt wohl - das IRAN - Reise-know-how Buch (nochmal so viel Geld ausgeben)zu kaufen und beim Packen den DuMont zu hause zu lassen - denn beide mitnehmen ist zu gewichtig !

Ansonsten in gewohnter Weise übersichtlich gegliedert und historische Zusammenhänge zwar verkürzt aber unzerhackt dargestellt- die Zeittafel könnte größer und übersichtlicher sein.

Bild- und Druckqualität hervorragend, wenn auch eher die touristischen Klassiker die eindeutige Übermacht haben.

Ergänzend hierzu blieben zwei Bildbände zu empfehlen PERSIEN von Harscher

und PERSIEN von Beaumont/Held
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