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Kundenrezensionen

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Ich weiß nicht, wie viele Bücher ich von Erdmann, Moitessier, Schenk, Laura Dekker, Jessica Watson oder Susanne Huber-Curphey schon gelesen und besprochen habe, es waren jedenfalls eine Menge! Jedes einzelne Buch ließ mich träumen und war eine Ersatzdroge, für die langen Wintermonate oder für Jahre, in denen es mir beruflich nicht möglich war in See zu stechen! Seit meiner Kindheit verehrte ich Bernard Moitessier und er bleibt bis heute mein großes Vorbild, auch wenn einige Leute über diesen Asketen und Poeten der Meere heute die Nase rümpfen! Er brachte mich dazu, in den sechziger Jahren als Gymnasiast Schifferjunge zu werden, Jollen zu warten und mit einem Schärenkreuzer auch mal einige Touristen in Sichtweite des Eigners umherzuschippern. Dabei war der selbe Moitessier mit mir am Ruder gestanden und zeigte mir Atolle, Sandbänke und lange Reihen von Kokospalmen. Segeln war schon immer das Träumen von fernen Horizonten, fremden Ländern, tropischen, einsamen Inseln und ein Leben mit einer ganz aussergewöhnlichen Freiheit. Segelbücher öffnen deswegen eine neue Dimension des Lebens: naturnah, allein gegen die Naturgewalten oder in Kontakt mit interessanten Menschen, die gerne das selbe Schicksal teilen und dies voller Demut tun! Es ist ein eigener Mikrokosmos, dieses Blauwasser- oder Fahrtensegeln, eine Welt voller selbstbestimmenden, zuverlässigen und meist bescheidenen Menschen, deren Leben viel Platz für Bewunderung lässt.

Und hier möchte ich zu Wilfried Erdmann überleiten. Nach dem Meeresvagabunden Moitessier kam die Zeit der Schenks und der Erdmanns, um sich als Weltumsegler zu profilieren. Während Bobby Schenk stets der kühle Techniker war, dessen Bücher über Ankermethoden und Astronavigation ein großer Erfolg wurden, war Wilfried Erdmann eher der emotionalere Hardcoresegler! Als 18 jähriger fuhr er bereits mit dem Fahrrad um die halbe Welt, um die gesamte Welt 1968 einhand mit seinem Segelboot Kathena zu umrunden! Und dann geschah eine so herzzerreissende Ungerechtigkeit, die mir als kleiner Schifferjunge sogar nächtelang den Schlaf raubte: während Francis Chichester für seine, fast gleichzeitig stattfindende, Weltumsegelung von der Queen geadelt worden ist, die Massen in London ihm zujubelten, wurde der erste deutsche Einhandweltumsegler Erdmann in Deutschland nicht wahrgenommen und seine Geschichte heruntergespielt und sein Schiff wurde vom Finanzamt sogar an die Kette gelegt! Wie er damit allerdings umging, zollt Respekt ab- er hatte kein Trauma davongetragen, machte darüber kein Aufsehens, sondern heiratete Astrid und brach sofort wieder zu einer 3 jährigen Weltumsegelung auf!

Bislang hielt ich sein Buch "Gegenwind im Paradies" für sein privatestes, emotionalstes Buch. Er konnte es jetzt mit "Ich greife den Wind" auf alle Fälle toppen. Auf 640 Seiten Autobiografie beschreibt er sein Leben, schreibt vor allem auch über seine Familie, seine Ehefrau Astrid und sein Sohn Kym, mit denen er oft monatelang nicht in Kontakt stand, er schreibt über seine Einsamkeit, über die Gewalten des Meeres, seine zahllosen Nonstopfahrten. Man hat den Eindruck, dass er hier dem Leser sein ganzes Leben zu Füßen legt und ihm sagt "so war ich, so bin ich, so funktioniere ich". Mit 74 Jahren segelt er nur noch selten, aber sein Leben und sein Schreibstil ist mitreissend, voller Intensität und Leidenschaft in einer menschlichen Dimension. Ein Gigant der Meere, des Abenteuers und, was ihn nicht weniger beliebt macht, ein sehr bescheidener, zurückhaltender Mann, der sich und den anderen nichts zu beweisen hat!

Erdmann ist der deutsche Moitessier: präziser, zielbewusster, bodenständiger als der alte Meister (+1994) und ich würde ihn heute als den größten deutschen Segler bezeichnen!

Sein neues Buch spult sein Leben nochmals ab, lässt den Leser in eine erfrischende Brise hineintauchen und ist schlichtweg verzaubernd!
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am 26. Januar 2014
Ich war etwas in Sorge, ob es 13 Jahre nach der letzten grossen Fahrt noch etwas Neues zu lesen gibt. Ja, gibt es! Das Buch ist fesselnd, aus vielerlei Gründen, die meist schon irgendwo abgedruckt wurden.
Hier ist mein eigener, und neuer Grund: Das Buch widmet einen grossen Teil der ersten Solo-Weltumsegelung 1966. Zu dieser Zeit war das Segeln aufregend. Da fährt jemand einfach los, ohne Uhr, Radio und guten Mutes. Mit einem Boot, das zwar seetüchtig ist, aber aus heutiger Sicht vollkommen unterausgerüstet wäre. Und findet immerhin einigermassen zuverlässig und sicher bis Panama.
Gleichzeitig ist das heute geschrieben. Mit Texten aus den 60ern fange ich heute meist nicht mehr viel an. Also eine perfekte Kombination: Die Anfänge des Fahrtensegelns in Erdmann-typischer heutiger Sprache, lesenswert und ehrlich. Das ist wirklich grosse Klasse.
Nach den ganzen (immerhin auch lesenswerten) Büchern heutiger Weltumsegler, die schon seitenlang lamentieren, wenn das Funkgerät oder der Watermaker mal drei Tage nicht geht. Was für ein Unterschied! Erdmann fährt komplett mit kaputtem Motor um die Welt. Wer den Unterschied zwischen ihm und den heutigen "Abenteurern" verstehen will, sollte das Buch lesen. Man wird Augen machen.
Ich ziehe also den Hut und empfehle das Buch gern weiter.
Für Erdmann 5 Sterne, für den Verlag einige weniger, denn es hat nur für Schwarz-Weiss Fotos gereicht. Für 25 € sollte da schon mehr drin sein in 2014, lieber Delius Klasing Verlag.
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am 16. Juli 2015
Typisch Erdmann, kurzweilig geschrieben, taucht man in seine Welt ein, die da das Meer und seine Schiffe sind. In diesem Buch beginnt er ganz vorn und endet im Jetzt, fasst alles Erlebte zusammen und reflektiert es. So gibt es nicht nur Auskunft über die unglaublichen Segelleistungen, sondern auch über seine Ambitionen dazu.

Das Buch fasst mehrere Bücher zu einem einzigen "Erdmann-Kompendium" zusammen und könnte so Ausgangspunkt für den unbedarften Interessenten sein, welcher sich dann step by step immer tiefer in die Details über die anderen Bücher begibt. In jedem Falle vergisst der Leser alles andere um sich herum und wird neugierig auf die nächste und nächste Seite. Man ist wie ein Mitreisender und das ist wirklich schön. Ganz ohne sich in Gefahr zu begeben aber doch sinnierend, ob das für einen selbst machbar ist oder eher nicht.

Jedenfalls hat mich der Autor durch seine Bücher zum Segeln gebracht und da will ich - auch durch dieses Buch - wieder hin. Mache gerade ein längere Segelpause, da ich Papa geworden bin...aber das ist ein anderes Thema...

Volle Leseempfehlung auch für Landratten!
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am 9. Mai 2014
Egal ob man diesen Mann sympathisch findet oder nicht, aber respektieren muss man ihn! Seine Biografie ist einfach der Wahnsinn. Was ich gar nicht wusste ist, dass er in ganz jungen Jahren mit dem Fahrrad durch Indien ist. Das und noch vieles mehr erzählt er in diesem Buch. Auch für nicht-Segler geeignet. Die Segelpassagen müsst ihr einfach überfliegen.
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am 12. Juni 2016
Das Buch „Ich greife den Wind – Erinnerungen“ von Wilfried Erdmann ist 2014 im Delius Klasing Verlag erschienen. Ich beziehe mich hier auf die 2. Auflage. Es hat 637 Seiten, inklusive zahlreicher Schwarzweiß-Fotos, Skizzen und Karten. Der bekannteste Segler Deutschlands blickt in diesem umfangreichen und toll gestalteten Buch zurück auf ein abenteuerliches Leben. Auf mehrere ausgedehnte Segelreisen rund um die Welt. Auf viele große und kleine Abenteuer. Als ganz junger Mann bereits verlässt er die DDR und reist mit dem Fahrrad bis nach Indien. Mit kaum vorhandener Erfahrung segelt er alleine um die Welt. Diese ersten beiden Reisen nehmen zwangsläufig einen großen Teil des Buches ein. Mit Frau und Kind verlebt er Jahre im „Paradies“. Schließlich umsegelt er als erster Deutscher alleine und nonstop den Globus, um Jahre später noch eine Weltumrundung zu machen – gegen den Wind. Dazwischen erzählt er von seiner Kindheit und Jugend, schwärmt vom Leben auf dem Land und seiner Heimat, schreibt vom Hausbau, vom Lesen, vom Schreiben seiner Bücher und von Vortragstourneen.
Ich wollte mit dem Lesen dieses Buches auf eine besondere Gelegenheit warten, bekam es schließlich zum Geburtstag geschenkt und war fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite. Vom Erzählstil und von der Bescheidenheit Wilfried Erdmanns. Trotz seiner großen Leistungen ist er auf dem Boden geblieben. Außerdem ist das Buch toll gegliedert und wird nicht langweilig. Zwischen den großen Weltreisen wird auf „kleine“ Themen eingegangen. Mal gibt es ein Interview, dann wieder persönliche Gedanken des Autors. Mal kommt seine Frau Astrid zu Wort, mal wird aus Briefen und Postkarten zitiert. Wilfried Erdmann ist mit diesem ein wunderbarer Rückblick auf ein abenteuerliches und ausgefülltes Leben gelungen, das den Leser fesselt und unterhält bis zum Schluss. Dies ist mein drittes Buch von Wilfried Erdmann, und ich freue mich schon auf weitere. Vielleicht hätte ich zuerst alle anderen lesen und mir dieses wirklich bis zum Schluss aufheben sollen. Als Krönung sozusagen.
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am 4. Juni 2014
das ist spannend, interessant und vermag vermutlich nicht nur das Seglerherz zu bewegen. Ein Mann, der mutig alle Herausforderungen annahm und meisterte, verdient große Achtung. Umso schöner, dass seine Lebenserrinnerung so wundervoll geschrieben sind, dass man ihm gerne auf seinen Lebenswegen folgt. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Darstellung der informativen Fakten über Boote, Länder und Menschen ganz harmonisch in die Beschreibung seiner eigenen Gefühle übergeht. Er gesteht auch seine Schwächen und Ängste. Das offenbart die wahre menschliche Größe von Wilfried Erdmann und zeigt, dass er seine Erfolge keineswegs nur auf Glück beruhen, sondern dasss er sie sich verdient hat.

Das Hörbuch ist ein tolles Format für dieses umfangreiche Werk.
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am 31. Januar 2015
Fesselnd wie alle seim Buecher. Mit "Mein Schicksal heisst Kathena" hat es begonnen. Das buch ist ein schoener Rueckblick auf ein Leben eines Menschen der sich was traut. Seine Buecher wecken Fernweh, dieses auch nach der Zeit als die Welt noch gross und unbekannt war
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am 1. März 2014
habe zwar erst einen eher kleinen Teil gelesen, liest sich aber auf jeden Fall sehr schön, gibt Hintergründe zum Segeln (und überraschender Weise anfangs auch zum Radeln), weckt die Sehnsucht auf die Ferne und gibt auch einen schönen Rückblick, wie das Seglerleben in den 60ern war, bspw. in Spanien. Freue mich auf den Rest des Buches!
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am 15. Februar 2014
Danke für so viel Aufrichtigkeit, Mut und Ehrlichkeit. Seemann - Erdmann - Mensch - hier schreibt eine herausragende Persönlichkeit über sein Leben und lässt den Leser daran teilhaben.
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am 22. August 2014
Auch Dir Danke für alle Deine Bücher Wilfried. Du machst es gut! Dir alles Gute!

Insbesondere die Zusammenfassung Deines Lebens, ich habe nichts neues Erwartet und dann kam dieser dicke Schinken...und trotz des halben Meters Bücher von Dir in meinem Regal hat es mich wieder gefesselt!
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