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Kundenrezensionen

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Ein interessanter Bildband mit vielen eindrucksvollen S/W-Fotos einer Industrieära, die uns heute weit entfernt erscheint! Funkenspeiende Maschinen mit Arbeitern ohne Schutzbrille, nachkittende Arbeiter, die Unregelmäßigkeiten in penibler Handarbeit ausgleichen, Pause in einer düsteren, öligen Kantine, das Nähen der Fussmatten mit einer Singer-Nähmaschine oder die "Hochzeit" der Karosserie mit der Bodengruppe sind auf den Fotos zu sehen. Am meisten hat mich das Einsetzen der Nockenwelle in das Motorgehäuse fasziniert, denn man glaubt nicht, dass es sich hier um einen industriellen Arbeitsschritt handelt, sondern um einen kleinen Handwerksbetrieb, der das zum ersten Mal macht!

Diese Fotos von 1953 wurden erst kürzlich wiederentdeckt und zeigen das VW-Werk in Wolfsburg, das in großen Stückzahlen den neuen Käfer produzierte. Es war die neue Modellreihe des ungeteilten Heckfensters, von dem alleine in diesem Jahr 1953 222.000 Stück von 25.000 Arbeitern produziert wurden. Es war die Zeit des Wirtschaftswunders. Der 2. Weltkrieg war gerade mal ein paar wenige Jahre vorbei, Deutschland stand unter Militärverwaltung und die Aufnahme der Produktion des "KdF"-Wagens, der von Hitler propagiert worden war und auf den hunderttausende Deutsche schon in den 30er Jahren hinsparten, aber niemals zu Gesicht bekommen hatten, war auch ein großes Wunder. Die englische Militärverwaltung erlaubte nämlich den Produktionsstart nur, weil sie das Konzept des lächerlichen, rundlichen Wagens als kaum wirtschaftlich einschätzten. In den Jahren nach dem Krieg wollte man kein schnell erstarkendes Deutschland sehen. Und doch gefiel das Konzept des Wagens und er wurde zum weltweiten Exportschlager. Gerade in den USA wurde der ulkige Käfer von einer New Yorker Werbeagentur genial vermarktet und wurde ein Renner. In Deutschland war er das Symbol für den Wiederaufstieg und, wer es sich leisten konnte, stieg damals von den 175ccm oder 250ccm Motorrädern auf den wesentlich komfortableren Käfer um! Das Auto war einfach zu reparieren, einigermassen wintertauglich durch den Heckantrieb, hatte viel Platz und war zuverlässig.

Das Buch lässt uns nochmals in diese Ära des Aufbruches Einblick nehmen und zeigt eine industrielle Welt, die uns fremd geworden ist.

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Ein richtiger Käfer-Fan freut sich über jede neue Publikation, die ihm sein Lieblingsobjekt von einer anderen Seite zeigt. Aber da es an Büchern über den legendären Volkswagen nicht mangelt, sind inhaltliche Wiederholungen kaum zu vermeiden. Dieser Bildband ist allerdings speziell. Denn seinen Stoff bezieht er aus einem Archiv, dass auch alle Freunde der Industriefotografie interessieren dürfte.

Der Regisseur Franz Schroedther erhielt von der Unternehmensleitung 1953 den Auftrag, Geschichte und Produktion des Volkswagenwerks in einem Film anschaulich festzuhalten. Und das Selbstverständnis des Unternehmens verlangte, dass diese Dokumentation gleich „abendfüllend“ wird. Am 5. und 6. August 1955 wurde der knapp 90-minütige Film dann zu einem der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Jubiläum „1'000'000 Volkswagen“ in Wolfsburg.

Alle Aufnahmen in diesem Buch stammen aus dem Bildarchiv Schroedther und wurden als Begleitmaterial zur Filmproduktion erstellt. Die Qualität dieser Fotografien ist so hoch, dass man diesen Bildband auch unter die Meisterwerke der Industriefotografie einreihen darf. Und das ist auch der Grund, weshalb ich dem Buch fünf Sterne verleihe und über die Schwächen beim Text hinwegschaue. Immerhin gehört das Verfassen von Bildlegenden zu den anspruchsvollsten Arbeiten eines Texters, wird jedoch häufig nicht so gesehen und deshalb auch schlecht honoriert.

Für Konzept und Text ist Bernd Wiersch verantwortlich, der ab 1969 als Archivar für die Pflege der Firmenhistorie der Volkswagen AG zuständig war. Und da zu seinen Anliegen auch der Aufbau eines historischen Fahrzeugbestands gehörte, war der Grundstein für das spätere AutoMuseum in Wolfsburg gesetzt. Das schöne Layout verantwortet Noël Weustoff.

Unter der Überschrift „Als der Käfer laufen lernte“ fasst der Autor die wichtigsten Stationen nochmals zusammen. Danach begleitet man das Filmteam bei den Dreharbeiten, die der 1968 verstorbene Franz Schroedther offensichtlich mit großer Leidenschaft anging. Dass er dabei die weniger angenehmen Seiten ausblendete, ist bei einem Auftragswerk verständlich. Jedenfalls sind alle Arbeiter und Arbeiterinnen vorwiegend gut gelaunt, selbst wenn die Arbeitsbedingungen von damals nicht mit den heutigen vergleichbar sind.

Interessant finde ich den Verzicht auf ein Inhaltsverzeichnis. Nach anfänglichem Erstaunen ordnete ich diese Lücke so ein, dass damit der Ablauf in einem Unternehmen mit Fließbandarbeit angedeutet werden soll. Nach dem Kapitel „Die Käfer-Macher“ folgt „Saft und Kraft für Werk und Stadt“, so dass der Betrachter oder Leser nun weiss, was der Produktion vorangeht. Allerdings geht der Autor nicht auf Planungen, Ingenieur- und Designleistungen ein, sondern beginnt gleich mit dem Motor, dessen Produktion er in verschiedenen Kapiteln vorstellt. Wie damals eine Karosserie gefertigt wurde, erfahren wir im Kapitel „Blechkleider“, das wiederum großartige Schwarz-Weiß-Bilder zeigt. Und da ich in den 1970er-Jahren die Opelwerke in Rüsselsheim besuchen konnte, kamen beim Anblick der riesigen Pressen und Materiallager starke Erinnerungen auf.

Auch wenn der Automobilbau als typisches Beispiel für Fließbandarbeit galt, wird in diesem Bildband ersichtlich, wie viel Handarbeit geleistet wurde. Die Produktionshallen in einem Automobilunternehmen von heute sehen jedenfalls völlig anders aus, wurden doch schrittweise immer mehr Arbeiten an Roboter delegiert. Ab Seite 187 wird im Buch Hochzeit gefeiert, womit man das Zusammenfügen von Karosserie und Fahrgestell meint. Und am Schluss gibt es noch Bilder vom großen Jubiläum, als der 500'000. Volkswagen vom Band lief.

Mein Fazit: Für Käfer-Fans wahrscheinlich ein Muss. Wer eher an der Geschichte des Volkswagens, an seiner Entwicklung und an Ingenieurleistungen interessiert ist, kommt nicht ganz auf seine Rechnung. Ich würde diesen Bildband eher in die Kategorie „Industriefotografie“ einreihen, wo er sicher einen wichtigen Platz einnehmen wird.
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am 13. Juli 2015
Ich habe mir das Buch auch zugelegt.
Die Schwarz-Weiß-Fotos sind sehr schön und stimmungsvoll. Dann wird man jedoch durch knall-orange Überschriften aus der Nostalgie gerissen.
Mir gefällt das Layout nicht.
In der hinteren Umschlagklappe ist ein Fehler: "22 Sekunden braucht ein Käfer von 1954 von null auf 100" -> Dies ist schlicht falsch.
Daher habe ich zwei Punkte abgezogen.
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am 9. Januar 2014
Habe selbst zu der Zeit im V.W.gearbeitet. Im Rohbau in der Halle 2a haben an einem Band über 200 leute gearbeitet und an 6 Bändern wurde geschweißt, gelötet, geschliffen. Es war sehr schwere Arbeit, keine Absaugung, keine Klimaanlage und das Alles in Lederklamotten. Die Automation hat also auch Vorteile.
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am 20. Dezember 2013
Ein tolles Buch / Bildband über die Historie des VW Käfers mit vielen tollen Bildern. Für einen Käferfanatiker einfach ein MUSS !
Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen und ich war wie verzaubert.
Sehr gut gemacht !
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am 4. Dezember 2013
Schöne Fotos und interessante Erklärungen zum Käfer und dessen Entstehung!! Die Fotos sind beeindruckend bedenkt man wie die Arbeiter um diese Zeit Arbeiten müssten und unter denen Konditionen
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am 17. August 2014
Bestens zufrieden, schnell und gut vom Verkäufer übersandt. Das Buch selbst sehr schöne Fotos die noch nicht bekannt waren - so ist es gut.
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am 25. Juni 2015
Ich habe den Bildband gekauft um meinem Vater, der diese Zeit erlebt hat eine Freude zu machen.Auch mir hat es sehr gut gefallen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. Oktober 2013
Gleich vorweg, dieses Buch sollte jeder Käferfan besitzen.
Vom Prinzip ist dieses Buch eine Fotodokumentation über die Dreharbeiten zu einem Klassiker des Industriefilm: "Aus eigener Kraft". Schade dass dieser Film von Volkswagen nicht veröffentlicht wird, habe in den letzten paar Jahren schon sehr oft nachgefragt. Die wollen aber nicht. Zur Info: den kompletten Film kann sich auf YouTube anschauen, zwar in einer sehr schlecht Bildqualität, aber besser als gar nicht.

Nun zum Buch.

Das Buch ist in mehrer Abschnitte unterteilt, es geht los mit einem kurzen Einblick über die Situation des VW Werkes nach dem Krieg und unter den Briten.
Dann wird auf einigen Seiten der Filmemacher Franz Schroedter und die Motivation hinter dem Film "Aus eigener Kraft" vorgestellt.

>>Die Käfer-Macher<<

Hier liest man Interessantes über die Belegschaft, deren Arbeits- und Lebensbedingungen und wie jene sich im Laufe der Jahre verbessert haben. Illustriert wird dieser Abschnitt mit einigen Bildern von der Belegschaft. Das hat mir sehr gut gefallen, der Käfer wird dadurch "menschlich" :-)

Der Bau des Käfers wird in sehr großen und noch nie gesehenen Bildern dokumentiert. Auch das ist unterteilt und geht los mit

>>Das Herz des Käfers<<

Die schrittweise Entstehung des Motors

>>Blechkleider<<

Auf diesen Bilder wird deutlich wie viel Handarbeit 1953 noch beim Bau des Käfers war. Die Bilder zeigen bis ins kleine Detail wie die Karosserieteile gepresst und zusammengebaut werden.

>>Ein Käfer geht baden und wird bunt<<

Bilder von der Entfettung, Grundierung und letztendlich Lackierung der Karosserie.

>>Der Käfer macht sich fein<<

Hier sieht man wie "Accessoires" entstehen: Das schrittweise fertigen und verchromen der Radkappen und das bearbeiten der Stoßstangen.
Außerdem wird der Innenausbau gezeigt, wie der Teppichboden genäht und später dann in Wagen selbst verklebt und von Hand!! vernäht wird.
Es werden sehr interessante Bilder vorher/nachher gezeigt.
Auch war das Einziehen des Dachhimmel noch reine Hand- und Feinarbeit.

>>So kommt eines zum anderen<<

Hier sieht man die Entstehung des Kabelbaums, das Einsetzen der Fenster, den Einbau der Wagenelektrik, Lampen, Blinker, Lenkrad und noch vieles mehr. Die Herzen so manch eines Käferrestaurators werden sehr hoch schlagen bei all den heute äußerst seltenen Teilen die auf diesen Bildern massenhaft zu sehen sind.
In dieser Sektion kommt es auch zum einzigen von mir bemerkten Fehler, der Platz zum Einbau der Autoradios unter dem Lautsprecher wird als Platz für den Aschenbecher deklariert.

>>Der Käfer bekommt Rückgrat / Die Hochzeit<<

Hier wird der Zusammenbau der Bodengruppe und die letztendliche "Hochzeit" dokumentiert.

Das Buch ist zu 100% jedem Liebhaber des Käfers und jedem Technik Interessierten zu empfehlen.
Vielleicht erkennt ja Volkswagen endlich die "Zeichen der Zeit" und veröffentlicht einige seiner sehr sehr gut gemachten Werkfilme, allen voran "Aus eigener Kraft"
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am 12. Januar 2014
Habe bereits einige Bücher über den Mythos Käfer.

Dieses Buch schildert sehr schön die Anfänge des VW Käfer.
Ein absolutes Musthave für jeden Käferfreund - sehr empfehlenswert.
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