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HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 3. August 2014
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Weltumsegelungen sind mein Spezialgebiet und ich bin nicht nur in vielen Blauwasserseminaren Gast, sondern segelte monatelang selbst in der Inselwelt des Indischen Ozeans oder im Ligurischen Meer. Die meisten Blauwasserbücher kenne ich, viele liebe ich geradezu (wie Einhand zu zweit oder Pazifik High), andere finde ich hochinteressant, weil sie profundes Wissen oder pragmatische Seemannschaft vermitteln, nur mit diesem Buch hier hatte ich einige Schwierigkeiten.

Wie alle Seglerbücher gibt es viele Land- und Seegeschichten, 65 Farbfotos im Innenteil, und es ist die Geschichte eines jungen deutschen Paares, das 6 Jahre um die Welt segelt. In dieser Zeit kommen zwei Kinder dazu und irgendwann wurde das Stahlschiff in Südafrika vertäut, um wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Die Wahl des Schiffes war schon anfangs ein Irrtum- die Verwechslung eines Fotos - und so pinselten sich die beiden sozusagen um die Welt. Der Text ist nicht einfach zu lesen: einmal schreibt Michael in seinem etwas familiären Stil, dann wieder, in kursiver Schrift, Nathalie in einem etwas gestelzten, kühleren Stil und die beiden Schreibweisen irritieren beim Lesen. Wenn man sich einmal in eine der Geschichten eingelesen hat, bricht sie meistens kurz ab und man bleibt irgendwie hungrig zurück. Man gewinnt den Eindruck, dass es dem Paar mehr um eine Paarfindung geht, als um eine harmonische Beziehung zum Abenteuer Weltumsegelung. Gewiss, sie erleben viele aufregende Situationen und können auch monatelange Inselaufenthalte genießen. Ich ziehe meinen Hut vor dem Mut und auch der Leidensfähigkeit dieser jungen Leute, die eine nicht einfache "Auszeit" genommen hatten! Während andere nur davon träumen, haben die beiden ohne große Erfahrungen ihren Traum in Erfüllung gehen lassen! Eine tolle Reise, tolle Erlebnisse und glückliche Momente. Leider kommt das alles im Buch nicht so herüber und das finde ich ärgerlich! Ein Schreibstil, eine Sichtweise hätte genügt, um diese Reise harmonisch zu erzählen.
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am 6. Mai 2008
Alle Achtung! Diese Menge an Abenteuern, und nebenbei 2 Kinder kriegen - ich bin froh, dass ich das nicht machen musste. Und war absorbiert, von der ersten Seite an. Vergass zum ersten Mal überhaupt meine Tochter, die zum Glück friedlich vor sich hinsandelte, und sah blaue Papageienfische, eine knallende malayische Sonne, Eingeborene mit Alkoholproblem in Scarborough, unglaubliche Buchten und seltsame Menschen.
Und bin immer noch fasiniert von so viel Mut, Reaktionsfähigkeit, Genügsamkeit, Unvorsichtigkeit, Glück - und von der Liebe, die diese Familie miteinander verbindet. Vielleicht sollte man sein Leben doch auch einem Schiff verbringen. Wobei es am manchen Stellen klar ist, dass es ziemlich kurz hätte sein können, dieses Leben an Bord. Tropische Krankheiten, Monsterwellen - trotzdem: ganz klar: das IST ein Leben, jeden Moment authentisch und relevant, voll und überraschend. Wie ein Leben eben sein soll. (Ich lebe meins trotzdem lieber an Land.)

Die Route, die das sich vermehrende Paar in sechs Jahren nahm, geht einmal in etwa um die Taille der Erde, startend oben in den Niederlanden, sozusagen in Brustwarzenhöhe, dann runter über die kanarischen und kapverdischen Inseln in die Karibik, durch den Panamakanal zu den Galapagosinseln, nach Neuseeland, Papua, Singapur - schließlich in Kapstadt endend, wo die zweite Tochter zur Welt kommt, seemännisch mit einem echten Knoten in der Nabelschnur: Lena.

Die glücklichen Eltern können nicht nur allerlei anderes, Schiffe reparieren zum Beispiel oder durch richtige Diagnose Leben retten (Nathalie Müller ist im bürgerlichen Leben - und auch im nichtbürgerlichen - Ärztin -), sie schreiben auch gut, was die lesende Teilnahme an ihren Abenteuern intensiviert.

Ich sage zusammenfassend: Buch aufschlagen und abtauchen!
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am 24. April 2008
Das Buch ist spannend, unterhaltsam, informativ und mit einem Seglerjargon, den auch Nichtsegler verstehen.
Menschen, Meer, Abenteuer, Familie, Freunde aber auch Schwierigkeiten und Katastrophen, alles ist drin.
Ich finde die Abwechslung zwischen Nathalie, Michael, dem Logbuch und den wunderschönen Fotos gut, damit liest es sich so viel kurzweiliger als ein fließender Durchgangstext.
Und alles ist so menschlich, so authentisch geschrieben.
Kurz- ich bin begeistert.
Der einzigen Nachteil den das Buch hat, man kann es nicht mehr weglegen.
Also ein Buch, das jederzeit empfehlenswert ist, nicht nur für Segel-Insider sondern für alle, die sich wünschen, ihr Träume wahr werden zu lassen.
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am 29. August 2011
5 Sterne für die Zerstörung meines Traumes? Nein, so schlimm ist es nicht, doch das Buch hat mich schon ein Stück auf den Boden zurück geholt und es ist zumindest teilweise schuld an der Erkenntnis, dass ich wohl nicht dazu geeignet bin große Ozeane, oder die Welt zu umsegeln.

Das Buch ist faszinierend, in einem positiven- aber doch nüchternen und realistischen Stil geschrieben, so fesselnd dass ich es beinahe in einem zuge gelesen habe.
Es ist sicher wahnsinnig schwierig mehrere jahre intensiven Erlebens in ein Buch zu fassen, was schreibt man, was kürzt man, was lässt man ganz weg. Sicher eine schwierige Entscheidung die nicht die Erwartungen jedes Lesers erfüllen kann, doch nach meiner meinung ist es sehr gut gelungen.

Kurzweilig, spannend, abenteuerlich, humorvoll und sehr mutig, manchmal vielleicht ein bisschen blauäugig, entdecken diese beiden (oder 3) die Ozeane, fremde Völker und Kulturen.

Der Schreibstil, der die jeweilige Sichteweise von Nathalie Müller und Michael Wnuk zu bestimmten Erlebnissen oder Abschnitten wiedergibt, war nur auf den ersten Seiten gewöhnungsbedürftig, erhöht aber dann sogar noch das Lesevergnügen.

Das Buch wirkt unheimlich authentisch, beschreibt positive- wie negative Erlebnisse und Emotionen auf eine sehr schöne, natürliche und bildhafte Art. Die einmaligen Erlebnisse des Fahrtensegelns und einer Weltumsegelung werden auf sehr schöne Weise beschrieben ohne ins übertrieben romantische zu verfallen. Die negativen Seiten scheinen ebenfalls nicht übertrieben dargestellt, Klischees und Vorurteile halten sich in Grenzen, die eigenen Ängste werden aber auch nicht verschwiegen (die dennoch beschriebenen Vorurteile sind eben auch menschlich, könnten mich zu einem halben Stern Abzug bewegen, aber halbe Sterne gibt es nicht und im Zweifel habe ich aufgerundet).

Danke für ein stimmiges Buch, das mir auf wundervolle Weise meine Ziele und Träume, aber auch meine derzeitigen Grenzen gezeigt hat.
4,5 Sterne aufgerundet auf 5
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am 6. Juli 2011
Am Anfang stand die Sehnsucht, etwas zu verändern. Nicht nur die, verregnete Sommer gegen einsame Südseestrände einzutauschen. Nathalie Müller und Michael Wnuk lösen im Jahr 2000 in den Niederlanden die Leinen ihrer IRON LADY.

Eine Reise ins Abenteuer beginnt, oft abseits der herkömmlichen Seglerrouten. Erste Fahrtenseglerabenteuer auf den Kapverden, die Atlantiküberquerung, karibische Tauchabenteuer, faszinierende Tierwelten, abgelegene Buchten und Südseeparadiese, unendliches Blau während der Pazifiküberquerung, verzauberte Inselwelten in Timor, ein Vierteljahr im Herzen des Indischen Ozeans...

Der spannende Erfahrungsbericht endet im Jahr 2007. Aus der ursprünglich für drei Jahre geplanten Reise sind sieben Jahre geworden und aus den zwei passionierten Seglern eine vierköpfige Familie.

'Meer als ein Traum' ist ein ehrlich wie unbefangen geschriebener Erlebnisbericht, sowohl aus der Perspektive der 'Capitana' , als auch des Skippers. Logbucheinträge und Fotos lockern die Erzählungen auf.

Sympathisch an diesem Buch ist, dass es sich hier nicht um eine pseudointellektuell-tiefgründige Abhandlung handelt, sondern um einen lebensnahen Bericht mitten aus dem Leben der beiden Weltumsegler, eine Art Tagebuch.

Besonders hervorzuheben ist die bildhafte und lebendige Sprache von Nathalie Müller, die manchmal in Kontrast zur teilweise doch umgangssprachlichen und saloppen, aber dennoch sympathischen Ausdrucksweise von Michael Wnuk steht.

Eine authentischer Bericht, in dem auch der Südseeblues nicht verheimlicht wird. An manchen Stellen ist das Buch etwas langatmig, aber da sich die beiden Skipper immer wieder Herausforderungen stellen und einem beim Lesen dieser abenteuerlichen Ereignisse hin und wieder auch der Atem stockt, zieht das Buch einen immer wieder in den Bann.

Das letzte Drittel des Buches beschreibt die Reise mit Kind. Maya kommt in Malaysia zur Welt und segelt von nun an mit. Beeindruckend, mit welcher Ruhe und Besonnenheit, aber auch Verantwortungsgefühl und Liebe zueinander die Familie weitersegelt. Nathalie wird zum zweiten Mal schwanger und am Ende ihres Törns wird Lena geboren.

Das Buch macht in Hinblick auf eine Weltreise mit Kind sehr viel Mut, dass es sowohl schwanger, als auch mit Kind(ern) möglich ist, hoch am Wind zu segeln, mit den Launen der Natur auf See umzugehen und sich auf fremde Länder einzulassen.

Der Schwerpunkt dieses Buches liegt allerdings nicht darauf, wie eine solche Reise mit Kind konkret zu bewältigen ist. Ein positiver Impuls für Familien, die sich ein Leben auf einem Segelschiff vorstellen können, ist es aber in jedem Fall.
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TOP 1000 REZENSENTam 28. April 2008
Mit dem eigenen Schiff einmal um die ganze Welt segeln - das ist ein Traum, der vielen Menschen schon einmal durch den Kopf gegangen ist, den aber nur wenige sich erfüllt haben.

Nathalie Müller und Michael Wnuk gehören zu diesen Wenigen. Sie haben noch ihren Berufsausbildungsabschlüssen nicht nur das entsprechende Boot gekauft, sondern sind auch tatsächlich aufgebrochen um ihre Weltumseglung zu machen. Und zwar richtung Westen - meistens auf der südlichen Halbkugel. Dabei haben sie immer wieder Umwege gemacht und laufend genau die Dinge erlebt, von denen Fahrtensegler hoffen, dass sie nicht allzuoft vorkommen: Flauten, falsche Winde, Maschinenschäden, Segelrisse, Ruderbrüche, Stürme, aggressive Behörden und noch so manches weiteres Ungemach. Diese eher unangenehmen Seiten werden immer wieder eflektiert durch die traumhaften Momente der Reise, wie neue Freunde, fremde Kulturen, interessante Speisen, das Segeln an sich, schöne Tauchgänge und noch viel mehr.

Genau, wie die Stimmung immer wieder umschlägt, werden uns diese Erlebnisse auch von den beiden Abenteurern im Wechsel erzählt - und von passenden Photos begleitet.

Man kann nicht alles ohne seemännischen Hintergrund hundertprozentig verstehen, aber das ist auch nicht unbedingt notwendig. Denn eigentlich stehen die Erfahrungen und Gefühle der beiden im Vordergrund. Und diese werden hier gut dargestellt. Da verzeiht man auch kleinere Fehler - wie dass man im Oberhausener Gasometer keinen Tauchschein machen kann.
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am 12. April 2009
Habe die Natalie, Michael und später die Kinder und die Ironlady schon im Internet über mehrere Jahre verfolgt und freue mich riesig, dass jetzt das Buch draußen ist.
Die Lieferung erfolgte wie immer prompt und zuverlässig, die Bezahlung reibungslos.
Also vom Ablauf her unbedingt zu empfehlen und das Buch ist für alle Segler, die vielleicht auch mal solch einem Plan hegen, unbedingt empfehlenswert.

Viele Grüße !
Thomas Bölke
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am 8. Januar 2009
Erst dachte ich, naja, hab ja alles im Internet auf [...] verfolgt, was soll da noch kommen. Aber es hat sich gelohnt, denn die Zeilen zwischen den Zeilen und der Mix mit den Logbucheinträgen haben eine wundervolle Geschichte entstehen lassen. Ganz besonders loben möchte ich auch die traumhaften Fotos, davon hätte ich gerne noch mehr gesehen;-) Stilistisch immer heiter und kurzweilig, authentisch und wirklich Worte gefunden, die Bilder im Kopf entstehen lassen. Nicht ganz klar gekommen bin ich mit den sich abwechselnden Autoren. Da hätte es mir manchmal geholfen, wenn ich gewusst hätte, wer gerade erzählt. Zum Schluss hin, gerade weil ich wusste wie es kommt, war es dann eher ein wenig rührselig aber selbst der Epilog hat dann noch einen drauf gesetzt. Und jetzt bin ich natürlich gespannt wie es bei den Abenteurern weiter geht. Ich kann nur sagen, Dickes Lob!!! Dieses Buch nimmt einen mit auf eine traumhafte Reise.
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am 22. April 2013
Eigentlich sollte auf einem solchen Buch ganz groß der Vermerk stehen, dass man sich beim Lesen ganz unweigerlich mit dem Blauwasservirus infiziert.
Michael und Nathalie nehmen einem mit auf Ihre Reise. Nicht aber nur auf Ihre Segelreise, sondern auf Ihre ganz persönliche Reise, Ihre Sorgen - Freuden - Nöte und Erfolge.
Dieses Buch versucht nicht zu belehren oder zu überzeugen, es gibt einem die Gelegenheit mit den Beiden auf großer Fahrt zu sein und viel von Ihren Erfahrungen für sich selbst zu nutzen.
Alle paar Tage schaue ich mal in den Internetblock der Beiden, um ein paar liebgewonnen Menschen nicht ganz aus den Augen zu verlieren.
Diese Buch hat seien festen Stammplatz in der Bordbibiothek.
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am 10. November 2011
Nachdem ich mittlerweile bestimmt 70% der Weltumsegler - Buchangebote gelesen habe, die derzeit auf dem deutschen Büchermarkt aktuell sind, muss ich leider sagen, dass dieses Buch in meiner persönlichen Rangliste den letzten Platz belegt. Gut gefallen hat mir der Informationsgehalt und auch die authentische Direktheit, mit der die Verfasser den Leser auf Reise von der Idee an mitnehmen. Was mich getört hat, ist eine hin und wieder aufkommenden Überheblichkeit, fast möchte man sagen infantile Arroganz, mit der Sachverhalte abgeurteilt werden. So wird zum Beispiel die ARC (Atlantic Rally for Crusiers) als 'Rudelsegeln' abgetan, statt den hohen Lerneffekt zu würdigen, den man dort machen kann. GFK (Glasfaserkunststoff) - Boote werden als Plastikkisten abgewertet. An solchen Stellen habe ich das Buch manchmal kopfschüttelnd weggelegt. Peinlich auch, dass sich die Autoren fast dafür entschuldigen, die Weltumsegelung mit einem Zielort und an der südafrikanischen Küste nicht ganz vollendet zu haben. Immerhin, ganz schlechte Bücher landen bei mir im Kamin, das ist mit diesem hier nicht passiert, denn: Das Positive überwiegt! In diesem Sinne: Ein immer spannendes Buch, absolut lesenswert, aber Filter einschalten!
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