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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
13
4,5 von 5 Sternen
Über den Schmerz
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 14. Oktober 2016
C. S. Lewis (Clive Staples Lewis; 1898 - 1963) war ein irischer Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Universitätsprofessor für Englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance. Sein Werk "Über den Schmerz" ist zutiefst philosophisch und eine Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens, des Glaubens an Gott und des Schmerzes. Für Lewis ist ein Leben ohne Leiden ausgeschlossen. Auf dem ewigen Weg zu Gott sei der Schmerz eine göttliche Lenkung, die notwendig ist, damit der Mensch gottähnlich wird.

Interessant ist seine Erklärung aller Religionen, die durch drei Elemente gekennzeichnet sind, nämlich a) dem des Numinosen, einer gewaltigen, umfassenden Macht, die immer und überall existiert, der kein Mensch entfliehen kann, b) einem inhärenten Gesetz der Sittlichkeit, der sich alle Menschen verpflichtet fühlen, die ihnen ein "Ich muss" oder "Ich darf nicht" auferlegt, das in der Lage ist eine Ethik zu entwickeln, die für alle gültig ist, und c) das Erreichen einer religiösen Stufe, wenn die Menschen die numinose Macht, der gegenüber sie ehrfürchtige Scheu fühlen, als Wächter des Sittengesetzes verstanden wird, dem sie sich verpflichtet fühlen. In der Summe ist die Welt ein Tal der Seelenformung.
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am 18. Januar 2015
die ganzen typischen Fragen wie warum lässt Gott das Leid auf der Welt zu; freier Wille usw. kann man nach diesem Meisterwerk auf wienerisch gsagt kübbln

SUPER!

Ps leider werden wir vom Verfasser wohl keine neuen Sachen erwarten können; außer sie mögen halbanimations Filme...
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am 25. August 2014
Wie man C. S. Lewis halt so kennt: Er bringt sehr vieles auf den Punkt. Das schätze ich an ihm.
Ich liebe an diesem Buch die Art & Weise, wie C. S. Lewis sich diesem Thema nähert; dem Schmerz an sich und auch seinem persönlichen Umgang damit. Dieses Buch ist mir zu einem wertvollen Begleiter geworden.
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am 28. Juni 2016
Nicht das einfachste Werk von C. S. Lewis, aber interessant.
Habe einige Passagen mehrmals lesen müssen um sie zu verstehen.
Aber hilfreich und aufschlussreich allemal.

zero-Hessen
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am 9. Juni 2012
Ich bin beeindruckt, was C.S. Lewis für Gedankengänge macht. Es ist wirklich ein unglaublich (gutes) Buch.
Ich schreibe sonst keine Rezensionen, aber bei diesem Buch mach ich eine Ausnahme.
Über den Schmerz ist ein super Buch für Menschen, welche Gott nicht so einfach ein Platz in ihrem Herz geben können,
weil bei Ihnen alles über Logik und Verstand abläuft. Mit diesem Buch werden sie durch den Verstand und durch
eigenes Ueberlegen erkennen, dass Gott unser Herz will und verdient.
Ich denke Gott spricht sehr deutlich durch dieses Buch zu Menschen die alles begreifen und aus der Logik heraus verstehen wollen.
Grossartig wie Gott auf vielfälltige Weise zu den Menschen spricht.
So individuell und gut auf den Menschen angepasst. Auf jeden wieder anderst. Gott kennt uns jeder ganz persöndlich und weiss was wir brauchen.
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TOP 500 REZENSENTam 3. August 2016
Ein Buch eines ängstlichen Menschen

1940 hat C. S. Lewis sein erstes apologetisch ausgerichtetes Buch herausgebracht. Für diese Bücher ist er später in christlichen Kreisen so bekannt geworden. Lewis erlebte in seinem späteren Leben grossen Schmerz durch den Verlust seiner Frau Joy und – nach seinem eigenen Zusammenbruch Ende der 40er-Jahre – auch am eigenen Körper. Dazu kam die innere Ermüdung durch Überarbeitung sowie der Schatten des frühen Verlusts der Mutter und einer problembehafteten Beziehung zum Vater. Lewis merkt jedenfalls schon zu Beginn an: „Ich habe mich niemals – nicht für einen Augenblick – in einem Gemütszustand befunden, dass nicht schon die blosse Vorstellung ernsthaften Schmerzes mir schlechthin unerträglich gewesen wäre.“ (7) „Du möchtest wissen, wie ich selbst mich benehme, nicht wenn ich ein Buch über den Schmerz schreibe, sondern wenn mir Schmerz widerfährt. Du brauchst nicht lange zu raten, denn ich will es dir sagen: Ich bin ein grosser Feigling.“ (105)

Das Christentum schafft erst das Problem des Schmerzes

Lewis beginnt mit folgender Ausgangslage: „Ihre Geschichte ist weithin ein Register von Verbrechen, Krieg, Krankheit und Terror, mit nur gerade soviel eingestreutem Glück, ihnen, solange es währt, die Angstvorstellung des Verlustes zu gebe, und wenn es verloren ist, den brennenden Schmerz der Erinnerung.“ (10) Zwar würde Schmerz durch den Fortschritt der Zivilisation gelindert, die aber gleichzeitig neue Arten des Schmerzes schüfe. Das Christentum schaffe in gewissem Sinn das Problem des Schmerzes erst. „… der Schmerz wäre kein Problem hätten wir nicht, vergraben in unsere tagtägliche Erfahrung mit dieser schmerzerfüllten Welt, … die … gültige Versicherung empfangen, die letzte Wirklichkeit sei voll Gerechtigkeit und Liebe.“ (20-21) Schön, dass Lewis am Schluss des Buches eben die letzte Wirklichkeit des Himmels wieder aufnimmt.

Im Fluss von Fragen und Antworten

Das Buch besteht aus einem Bandwurm von aufgeworfenen Fragen, Argumenten und Beispielen, denen Lewis folgt. Ich folge diesem Lauf im Groben. Eben dieses Wissen um eine letzte Wirklichkeit, ausgedrückt durch eine „ehrfürchtige Scheu“ (13) sowie durch eine „allgemeine Sittlichkeit“, deren Verwirklichung den Menschen aber nicht gelingt (18), lässt nur zwei Möglichkeiten offen: Entweder ist diese den Menschen gemeinsame Erfahrung ein Hirngespinst oder aber eine unmittelbare des unmittelbar Übernatürlichen (16-17).

Fehlt es Gott an Güte oder an Macht?

Ein erster grosser Einwand lautet: „Wenn Gott gut wäre, würde Er seine Geschöpfe vollkommen glücklich machen wollen; und wenn Gott allmächtig wäre, würde Er imstande sein, zu tun, was Er will. Nun aber sind die Geschöpfe nicht glücklich. Darum fehlt es Gott entweder an Güte oder an Macht oder an beidem.“ (23) Die Tatsache der Allmacht Gottes hat Lewis schnell hergeleitet, doch: „Wie haben wir uns diese Gutheit und jenes Leiden ohne Widerspruch vorzustellen?“ (33)

„Gott ist Gutheit. Er vermag das Gute zu geben; aber es ist undenkbar, dass Er seiner bedürfte oder es erst erlangte.“ Seine Liebe ist deshalb „bodenlos uneigennützig“. Gott bedarf seiner Menschen nicht, also ist es „einzig die göttliche Allmacht … in voller Freiheit und in einer Herablassung, die alles Verstehen übersteigt. Wenn aber die Welt nicht vor allem deshalb existiert, damit wir Gott, sondern damit Gott uns lieben könne...“ (48-49) Es braucht etwas Zeit, um die Gedankengänge nachzuvollziehen.

Die erste Antwort lautet: Der Liebende fügt dem Geliebten möglicherweise Schmerz zu, „aber nur unter der Voraussetzung, dass der Geliebte der Wandlung bedarf, um ganz liebenswert zu werden.“ (53) Dafür müssen wir ganz bestimmt unsere menschliche Vorstellung vom lieben Gott als greisem Wohlmeiner (45) fahren lassen.

Menschliche Bosheit als Ursache von Schmerz

Zweitens geht es darum, die menschliche Bosheit als wichtige Ursache von Schmerz zu diagnostizieren. „Die Wiederentdeckung der alten Bedeutung von Sünde ist für das Christentum wesentlich. Christus nimmt als selbstverständlich an, dass die Menschen schlecht sind. Solange wir diese Seine Annahme nicht wirklich für wahr halten, solange werden wir … nicht zu den Hörern zählen, an die Seine Worte gerichtet sind.“ (55) Wir müssen uns auch der Illusion entledigen, dass Zeit allein die Sünde erledigen würde. „Die Schuld wird nicht durch die Zeit abgewaschen, sondern durch das Blut Christi.“ (59) „Von dem Augenblick an, da ein Geschöpf Gott als Gott und sich selbst als ein Selbst erfasst, hat sich die schreckliche Alternative vor ihm aufgetan, entweder Gott zum Mittelpunkt zu wählen oder das Selbst.“ (73) Es gibt während des ganzen Lebens keinen Winkel des Universums, „von dem der Mensch hätte sprechen können: ‚Dies ist unsere Angelegenheit, nicht Deine.‘“ (79)

Für Lewis steht also fest: „Der Mensch hat sich als Gattung selbst verwüstet.“ (87) Vier Fünftel des Schmerzes lassen sich so erklären. „Nicht Gott, sondern die Menschen haben Folter, Peitsche, Gefängnis, Sklaverei, Kanonen, Bajonette und Bomben erfunden. Armut und Überarbeitung sind nicht durch die Kargheit der Natur bedingt, sondern durch menschliche Habgier und menschliche Dummheit.“ (89) Nun bleibt jedoch drittens das Leid übrig, das nicht durch uns selbst bedingt ist.

Schmerz als Megafon Gottes für die taube Welt

Lewis ortet diese Leiden als „Sein Megafon, eine taube Welt aufzuwecken.“ (93) Mancher lebt so lange in seiner Illusion weiter, „bis ihn das Böse unmissverständlich trifft“ (95). Gott nimmt uns das weg, „was sich fälschlich als Quelle des Glückes ausgibt“ (96). Die Selbstgefälligkeit juckt so lange, bis durch Schmerz das ganze Kartenhaus zum Einsturz gebracht wird (106).

Nicht durchs Band gefolgt

Lewis betont, dass er keine Theologe sei, und dass, wenn etwas neu und unorthodox erscheine, man sich besser zu dem wende, was das Christentum seit jeher lehre (8). So lässt er sich beispielsweise nicht auf den Pelagianischen Streit ein (82) – was sicherlich noch einmal anderes Licht auf das Thema geworfen hätte. Wenn er seine Thesen über den Sündenfall und die Entwicklung der Menschheit vorbringt, halte ich mich auch lieber an das, was das erste Buch Mose uns sagt (69ff). Auch dem Argument, dass der Menschen einen freien Willen hat und dass darum „alle Gabe für ihn zweischneidig sind“ und dass daraus folge, „ dass die göttliche Bemühung um die Erlösung der Welt nicht mit einem sicheren Erfolg rechnen kann – was die Erlösung jedes einzelnen betrifft. Einige werden nicht erlöst werden.“ (119) Diesem Argumentationsstrang folge ich nicht. Schliesslich finde ich die „abgeleitete Unsterblichkeit“ von Tieren spekulativ und nicht in der Bibel verankert (143).

Ansonsten hält Lewis jedoch sehr wertvolle Überlegungen bereit. Er korrigiert das Bild von Gott als greisem Wohlmeiner (und unserem vermeintlichem Recht nach pausenlosem Glück und Wohlergehen), bringt deutlich die Sünde ins Spiel, spricht von der Hölle als der definitiven Destination des Schmerzes.

Es gab auch Momente der Betroffenheit, etwa wenn Lewis den „Akt des Bekennens“ als „unendlich flüchtigen heuchlerischen Moment“ beschreibt (58). „Wenn du, obwohl feige, betrügerisch und träge, dennoch einem Mitmenschen noch niemals grossen Schaden zugefügt hast, so nur deshalb, weil deines Nachbarn Wohlergehen mit deiner Sicherheit, deiner Selbstgefälligkeit oder Bequemlichkeit zufällig noch nicht in Konflikt geraten ist.“ (63)

Unser Verlangen nach der anderen Welt

Sehr passend für den Schluss ist das letzte Kapitel „Der Himmel“. „Es gehört zur Liebe, dass sie danach strebt, sich an dem, was sie liebt, zu erfreuen.“ (148) Lewis erzählt meisterhaft von unserem Verlangen nach der anderen Welt. „Alle Dinge, die je unsere Seele im tiefsten ergriffen haben, waren nur Anzeichen davon – Blicke von schmerzlicher Flüchtigkeit, nie ganz erfüllte Versprechen, ein Echo, das sogleich dahinstarb, wenn es unser Ohr erreichte.“ (149) Die Leiden der Jetztzeit sind nicht wert verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit (Röm 8,18, zit. am Anfang des Kapitels). Schmerzen und Freuden sind für diejenigen, die Gott lieben (weil er sie zuerst liebte), „frühe Einübungen“ in den kommenden Tanz des Himmels (156).
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am 10. Dezember 2009
Da ich meine trauernde Freundin begleite,
war mir das Buch teilweise schon eine Hilfe.
Allerdings lag mir persönlich das Buch von Jörg Zink
"Trauer hat heilende Kraft" mehr. Es hat mich
mehr im Herzens berührt.
Es hängt auch von der Stimmung ab, was ich gerade brauche.
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am 17. Oktober 2010
Wer Antworten sucht auf die Frage, wie man als (gläubiger) Mensch einen Standpunkt finden kann zu Leid und anderen schwierigen Themen, sollte dieses Buch lesen. Es fördert eine akzeptierende Haltung gegenüber eigenen Problemen (wenn vielleicht auch nicht den allerschlimmsten) und regt an, einen konstruktiven Umgang mit Lebensängsten zu finden. Der logisch-argumentativ Stil ist nicht immer einfach zu lesen, manchmal scheinen auch die Prämissen fragwürdig, die am Anfang von Argumentationsketten liegen. Alles in allem aber lesenswert und durchaus tröstlich.
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am 21. Februar 2013
Schmerz als Sühne für Schuld, als Weg zu Gott, als bittere Medizin zur Veredlung des menschlichen Charakters oder auch, wenn der Schmerz andere betrifft, als Mittel zum Hervorrufen positiv verstandenen Mitgefühls, - über all das denkt C.S.Lewis in seinem Buch „Über den Schmerz“ nach.

Doch wie bei Glaubensthemen wohl kaum anders zu erwarten, bleibt nach dem Lesen natürlich der Eindruck, dass es sich bei alledem letztlich nur um, wenngleich gut durchdachte, Spekulationen handelt, die zutreffen könnten oder auch nicht.

Besonders im Kapitel über den „Schmerz des Tieres“ (ab S. 131), wo auch über ein mögliches Weiterleben von Tieren nach dem Tod spekuliert wird, oder im Kapitel über den „Fall des Menschen“ (ab S. 67), wo Lewis phantasievolle Gedanken über den prähistorischen Menschen entwickelt, wird das sehr deutlich.

Konsequenterweise sagt Lewis selbst, dass sein Buch „einzig von dem Problem spricht, das der Schmerz für das Denken darstellt“ (S. 7).

Manches versteht man vielleicht nicht gleich auf Anhieb. Ich jedenfalls musste die folgende Aussage im Zusammenhang mit der von Gott Abraham auferlegten Gehorsamsprüfung (Opferung seines Sohnes Isaak) mehrmals lesen, um sie zu verstehen:
„Wenn ich sagen würde: ‚Gott hätte dieses Experiment nicht nötig gehabt’, dann würde das heißen: Weil Gott es wusste, brauchte das, was er wusste, gar nicht existieren.“ (S. 102)

Trotzdem fällt es meist nicht allzu schwer, die von C.S. Lewis auf den 157 Seiten des Buches anschaulich ausgebreiteten Gedanken mitzudenken und sich an Wortschöpfungen wie „selbstische Liebe“ (S. 47), „gottwärts gerichteter Wille“ (S. 99) oder „goldener Apfel der Selbstheit“ (S. 156) zu erfreuen.

Eingerahmt werden die Spekulationen „über den Schmerz“ von der interessanten Frage, ob „die Größe und Leere des Universums“ nun ein Indiz gegen (S. 9) oder für (S. 156 f.) Gott ist.
Der Schmerz jedenfalls ist für Lewis, den bekehrten Atheisten, kein Indiz gegen einen guten Gott – im Gegenteil.
Doch auch nach dem Lesen des Buches muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er dem zustimmt.

„Über den Schmerz“ ist nach meiner Meinung ein lesenswertes Büchlein, besonders für alle, die Lewis und seine Art zu schreiben (vielleicht aus „Pardon, ich bin Christ“), kennen und mögen.
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am 16. September 2010
Wie gewohnt von Lewis liest man in dem Büchlein das typische Lewisch`sche Fabulieren und Räsonieren über Dinge, die jeden denkenden und fühlenden Menschen interessieren müssen, die er aber nicht wirklich fest zu fassen bekommt, sofern er überhaupt zu so viel Selbstbetrachtung und Selbsterforschung neigt wie es bei Lewis der Fall ist.
Auch wenn er das Buch unter der Prämissse geschrieben hat, dass er nicht nach seinen eigenen Grundsätzen lebt. Es hört sich meistens so an, was er zu sagen hat, als sei es seine eigene persönliche Meinung zu einer bestimmten Sache.
Aber nicht nur, denn im ersten Kapitel über die Göttliche Allmacht erklärt er Selbstverständliches und Banales. Gott kann nicht allmächtig in dem Sinne sein, dass er an sich unmögliches möglich macht. Eine Verneinung bleibt eine Verneinung. Das ist ein schwacher Beginn für so ein anspruchsvolles Buch. Aber es wird stärker. Er erklärt uns in dem Kapitel Die Gutheit Gottes", dass sie notwendig ist, weil man sich sonst die Welt wie sie ist, nicht erklären kann. Eine mutige Behauptung, weil ja meist das genaue Gegenteil behauptet wird: So wie die Welt ist, könne Gott nur machtlos oder ungut sein. Lewis überrascht hier mit der Erkenntnis, dass Gottes Liebe sogar noch größer sei als seine Güte. Aber das ist ja schon deshalb klar, weil Liebe ein höheres Gut ist als die Güte, weil sie diese mit beinhaltet.
Typisch für Lewis sind aber auch seine geistreichen Aphorismen, die meist ihren Ursprung in viel Gedankenarbeit haben: "Von allen Mächten verzeiht die Liebe am meisten, aber sie entschuldigt am wenigsten; sie erfreut sich an wenig, aber sie verlangt alles." Das ist eine Beschreibung der biblischen Liebe. Gott gab alles, sein Leben, und verlangt auch alles vom Menschen, dessen Leben. Dafür hat er umfassende Vergebung gegeben, denen, die auch umfassend vergeben.
Lewis holt also weit aus um das Phänomen von Leiden und Schmerzen erklären zu können. Dazu gehört, dass er in einem weiteren Kapitel erklären muss, was die menschliche Bosheit ausmacht. Sie scheint für das meiste Leid in der Welt verantwortlich zu sein. Aber sie kann überwunden werden. Am besten nach den Grundsätzen des Christentums, sagt Lewis. Er erklärt scharfsinnig, dass es auch nur als Christ vollständig möglich ist. Klar, so geht die theologische Aussage.
Lewis versucht es aber nicht allein mit Theologie, die er so oft es irgend geht, versucht zu vermeiden. Er bemüht logische Vernunftschlüsse. Das ist nicht immer überzeugend. Es bleibt ein Rest zu glauben, wie zu erwarten, denn sonst wäre es ja kein Glauben.
In einem weiteren Kapitel setzt er sich mit dem Fall des Menschen, genauer mit der Lehre vom Sündenfall auseinander. Für Lewis ist das Handeln Gottes in Christus nicht ohne den Fall des Adam verständlich. Inkonsequenterweise geht er nicht von einem Mensch Adam aus, sondern denkt an sich entwickelnde Menschengenerationen. Damit verwässert er seine Aussagen wieder. Er ergibt sich in vielen wirren Spekulationen, die auch mit der biblischen Aussage nicht viel zu tun haben. Er zitiert zwar: "Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle wieder lebendig", müsste aber von vielen Christussen ausgehen, damit seine Theorie stimmt.
In den Kapiteln über den menschlichen Schmerz, die besten im Buch, findet man vieles aus der Psychologie. Das Phänomen mit dem Leiden erklärt er aber biblisch so, dass es mit der Durchlebbarkeit der Freiheit des menschlichen Willens zusammenhängt. Die gute Nachricht lautet jedoch, dass Gott jedes Leiden dazu benutzt, den Menschen weiter nach seinem Bild zu formen. Gute Wesensmerkmale kann man nur erwerben, wenn man es will. Wollen kann man es nur, wenn man die Konsequenzen der unguten Wesensmerkmale begriffen hat. Sie können nur fort und fort Leiden hervorrufen.
"Gott hat uns, rein durch die Besachaffenheit dieser Welt, das stabile Glück und die beständige Sicherheit vorenthalten, die wir alle wünschen; aber Freude, Vergnügungen und Fröhlichkeit hat er breiten Wurfs ausgesät. Wir sind niemals sicher- und doch haben wir Spaß die Menge...Das Warum ist unschwer zu erkennen. Die Sicherheit, nach der wir uns sehnen, würde uns dazu verleiten, uns in dieser Welt zur Ruhe zu setzen; sie würde ein Hindernis sein für unsere Rückkehr zu Gott...Unser Vater erfreut uns auf der Reise mit manchen angenehmen Gasthaus, aber er will uns nicht ermutigen, es fälschlicherweise für unser Zuhause zu halten." Solche anschaulichen Beispiele findet man bei Lewis zuhauf, was das schwere Material dazwischen lesbarer macht.
Das Kapitel über die Hölle ergibt sich wieder in Spekulationen, wo Lewis auch Thesen aufstellt, denen er beinahe selbstverständlich unterstellt, dass sie richtig sind, obwohl er keine Beweise dafür liefert. Das ist das schwächste Kapitel seines Buches. Er vergleicht die menschliche Tragödie mit einem Spiel, das man auch verlieren können muss. Als ob Gott mit den Menschen wie beim Hinduismus spielt!
Aber Lewis verkennt nicht, dass die Lehre von der ewigen Höllenqual dafür verantwortlich ist, dass das Christentum als barbarisch verschrien ist. Er stimmt selber zu, dass es sich um eine schreckliche, unerträgliche Lehre handelt. So reißt er das, was er über den gütigen Got der Liebe gesagt hat, selber wieder ein. Seine Versuche das zu relativieren scheitern auf der ganzen Linie. Man merkt ihm an, das ihn das schmerzt. Hier wird aber auch offenbar wie wenig Lewis die Bibel kennt. Obwohl er die Hölle als einen Ort darstellt, indem der Schmerz, der zur Reue führen kann, als Banner der Wahrheit mitten in eine rebellische Festung, sprich den widerspenstigen Sünder, gepflanzt werden könnte. Lewis rechnet nicht damit, dass dies mit jedem Menschen geschehen kann. Warum eigentlich nicht? Dieser wunderbare Gedanke wird nicht einmal erwähnt. Sagt er nicht selber, am Anfag seines Buches, dass für Gott alle Dinge möglich sind, insbesondere die Dinge, die er aus Liebe tut? Die Hölle ist für Lewis ein Ort der grenzenlosen Freiheit aller, die nur sich selbst leben. Freiheit ist aber hier etwas nutzloses, unbefriedigendes.
Am Ende führt Lewis seine Vorstellung vom Himmel aus. Das ist der Ort, wo alles mit Gott eins ist, aber in Vielfalt. Dort gibt es ein immer wiederkehrendes Sterben im Sinne einer Selbstaufgabe, denn "Gottes Absicht ist aber nicht, dass wir zurückkehren in jene alte Selbstigkeit, sondern dass wir fortschreiten zu höchster Unterschiedenheit, um dann auf höhere Weise mit ihm wieder vereinigt zu werden. " Und: "Das Selbst ist dazu da, hingegeben zu werden, und durch die Hingabe wird es desto mehr es selbst, um daraufhin wieder um so mehr sich hinzugeben - und so fort." Ist das nicht eine Beschreibung einer vorzüglichen Ehe?
Sicherlich ein lesenswertes Buch mit einigen Schwächen bei den Spekulationen und mit ermüdender Langatmigkeit, wo der Autor das Gleiche wiederholt. Er will wohl seinen Punkt klar machen, hauptsächlich sich selber. Aber was geht das den Leser an? Da Lewis sich oft auf die Bibel beruft, ist es von Vorteil, wenn man sich in der Bibel auskennt.
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