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am 25. Juli 2002
„Pardon, ich bin Christ" - muss man sich für sein Christsein entschuldigen? Nein. „Pardon, ich bin Christ" ist zu verstehen als die Nachdrücklichkeit, mit der Lewis die Grundlagen christlichen Glaubens darlegt.
In vier Hauptteilen spannt er den Bogen von der Frage nach dem Schöpfer und der Schöpfung, über die Grundaussagen christlichen Glaubens, die „Gebrauchsanweisungen für den Menschen" - die Ethik - bis hinein in das Sein Gottes und unser eigenes Werden. Denn: Geht es nur um „nette Leute", oder um „neue Menschen"? Pardon, die Frage muss gestellt werden.
Spannend, wie stark er Vernunft und Erkenntnis und auch schwierige Sachverhalte mit nachvollziehbarer Logik untersucht. Verständlich: Gott will keine Maschinen, sondern freie, selbständig denkende Menschen. Als Autor folgt Lewis diesem Leitbild.
„Pardon ich bin Christ" geht auf Radiovorträge von Lewis zurück. Es wendet sich an Suchende, an Skeptiker & Kritiker des christlichen Glaubens, aber auch an Christen und Menschen, die selbst immer wieder Fragen an die Grundaussagen ihres Glaubens stellen. Hier spricht der Atheist, der Christ wurde und der Glaube mit Vernunft verbindet. Was besonders auffällt, ist, wie wenig „Christsein" nach Lewis Konfessionsgrenzen kennt. Im Gegenteil, er skizziert mit dem großen Blick die Landkarte, ohne Grenzen vorzusehen.
C.S. Lewis war Professor für englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance in Cambridge. Erst im Alter von 31 Jahren bekehrte er sich vom überzeugten Atheisten zum Christen. Zu diesem Zeitpunkt beschrieb er sich selbst als den „widerwilligsten Bekehrten von ganz England." Diese bewusste Entscheidung durchzieht sein ganzes Werk. Er war u.a. freundschaftlich verbunden mit J.R. Tolkien, dem Autor von „Herr der Ringe", und ist selbst Autor bekannter Kinderbücher, Erzählungen und Bücher zum christlichen Glauben. Lewis-Bücher sind nichts für eilige Leser.
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am 19. Februar 2010
Diese Buch beantwortet auf nur 200 Seiten alle wesentlichen Fragen, die den modernen Menschen am Glauben zweifeln lassen, z.B.:

* Warum passieren frommen, gottgefälligen Menschen manchmal schlimme Dinge?

* Warum verhungern täglich so viele Menschen auf unserer Welt? Warum gibt es soviel scheinbar unverschuldetes Leid? Haben diese Menschen es in Gottes Augen vielleicht doch verdient? Dieses sogenannte Theodizee-Problem wurde schon vielfach und umfangreich, bisher aber nur wenig ergiebig diskutiert.

* Warum hat Gott einen so unglaublichen Aufwand betrieben, um uns zu erschaffen? Unser Universum enthält etwa 100 Milliarden Galaxien und jede davon etliche Billionen Sonnen, ähnlich der unseren und von diesen Sonnen haben viele auch Planetensysteme. Nach dem Schöpfungszeitpunkt (Urknall) dauerte es mehr als 13 Milliarden Jahre, bis der Mensch auf die Erdoberfläche kam. Wäre es nicht auch eine Nummer kleiner und dafür etwas schneller gegangen? Schließlich sind wir das Ziel seiner Schöpfung oder Gott hat zumindest einen Plan mit uns.

* Warum heilt Gott keine Amputationen? Gott kann auch medizinische Wunder bewirken. Es gibt zahlreiche Aussagen:"Ich betete und der Tumor verschwand ohne einen anderen erkennbaren Grund!" Warum gibt es keine vergleichbaren Berichte zu Heilungen von Amputierten? Hat Gott einen besonderen Plan mit Amputierten?

* Warum hinterließ nicht ein einziges Wunder aus der Bibel irgendwelche Beweise/Spuren/Überreste? Für Gott wäre es doch ein Leichtes, seine Existenz oder sein Wirken zu beweisen?

* Warum fordert Gott in der Bibel den Tod so vieler unschuldiger Menschen? Er ist schließlich ein uns liebender Gott.

* Warum befürwortet Gott in der Bibel die Sklaverei? Es ist weltweit allgemeiner ethischer Konsens, dass Sklaverei nicht akzeptabel ist.

* Warum enthält die Bibel viele Aussagen, die für uns heute so unglaublich klingen? Zum Beispiel: Die Welt wurde in 6 Tagen erschaffen. Vor 6000 Jahren. Es gab eine Flut, die alles Land bedeckte. Jonas lebte 3 Tage im Bauch eines Wales. Adam wurde aus einem Haufen Lehm erschaffen.

* Warum wünscht Jesus, dass wir sein Fleisch essen und sein Blut trinken? Warum wünscht sich der allmächtige Gott etwas, das in anderen Zusammenhängen widerwärtig und kanibalistisch wirken würde?

* Warum ist die Scheidungsquote von Christen nicht kleiner als die von nicht-Christen? Bei kirchlichen Trauungen beten in der Regel alle Anwesenden für das Brautpaar. Selbst wenn die Gebete nicht erhört werden, müssen doch die christlichen Werte und der Glauben der Eheleute eine niedrigere Scheidungsquote gewährleisten.

Natürlich gäbe es auf alle diese Fragen eine sehr kurze und einfache Antwort:
Gott ist nur imaginär und die Bibel ist nur eine Sammlung sehr alter, erfundener Geschichten.
Alle, die es sich nicht so leicht machen wollen, erhalten die wahren Antworten auf 200 Seiten bei C.S. Lewis.
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am 12. April 2013
Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich es zum wiederholten Mal verschenken "musste". C.S. Lewis gibt wunderbare, schlüssige und kluge Antworten auf viele Fragen, die ein Christ oder jemand, der sich mit dem Christentum beschäftigen möchte, stellt. Dieses Buch ist erstaunlich aktuell und erfrischend. Es ist kaum zu glauben, dass es in den 40gern geschrieben worden ist und dass der Autor seit einem halbem Jahrhundert nicht mehr lebt.
Wer nach einem lebendigen Glauben sucht wird hier die besten Impulse finden!
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am 20. November 2013
"Pardon, ich bin Christ" von C. S. Lewis ist eine hervorragende, anschaulich geschriebene theologisch-philosophische Einführung in das christliche Glaubenssystem. Hier soll besonders auf die grundlegenden Kapitel (I. Recht und Unrecht, Wegweiser zum Sinn des Universums" und "II. Vom Glauben des Christen") eingegangen werden - in der Hoffnung nicht nur zum intensiven Studium dieser Kapitel anzuregen sondern auch zur Lektüre der weiteren Kapitel ("III. Gebrauchsanweisung für den Menschen" und "IV. Jenseits der Persönlichkeit oder Deutungsversuche der Trinitätslehre").

Mit überzeugenden Argumenten verteidigt Lewis die Lehre des Christentums, dass es ein in der menschlichen Natur begründetes universales Sittengesetz (Naturrecht) gibt, das sich dem gesunden Menschenverstand durch die Lebenserfahrung (empirisch) erschließt. (S. 27f) Lewis: "Das Gesetz der menschlichen Natur dagegen sagt, was die Menschen tun sollten und nicht tun. ... Das Gesetz der menschlichen Natur oder von Recht und Unrecht muß etwas sein, das jenseits der Tatsachen der menschlichen Verhaltens steckt." (S. 29, 32) Wir haben also Grund zu der Annahme, dass hinter diesem Gesetz eine geheimnisvolle geistige Kraft steckt, die uns zum rechten Handeln anhält. (S. 36f) Und Lewis weiter: "Durch das sittliche Gesetz erfahen wir mehr über Gott als durch die äußere Welt, genauso wie wir mehr über einen Menschen erfahren, wenn wir uns mit ihm unterhalten, als wenn wir uns ein Haus ansehen, das er gebaut hat." (S. 39)

C. S. Lewis geht also vom traditionellen Christentum aus, welches das Sittengesetz als eine der Vernunft zugängliche absolute Wahrheit über die Welt betrachtet. Oder philosophisch-theologisch ausgedrückt: "Das Gute" ist ein abstrakter Begriff (Universalie) mit einen objektiven inhärenten Sinn, den jeder Mensch beim Nachdenken erkennen kann. Gegen diese Position des "Inhärentismus" wendet sich seit über sechs Jahrhunderten der "Konstruktivismus", der behauptet, dass abstrakte Begriffen wie "das Gute" von jedem Menschen mit Sinn gefüllt werden könnten - wobei heute allerdings kaum noch jemand auf heiligen Geist vertraut. (Universalienproblem: Inhärentismus, Essentialismus oder Realismus contra Konstruktivismus mit Subjektivismus, Anti-Essentialismus, Relativismus, Voluntarismus, Dezisionismus, Utilitarismus, Konsequentialismus usw.)

In Kapitel "II. Vom Glauben der Christen: Rivalisierende Vorstellungen von Gott, Gutes und Böses in der Welt" warnt Lewis seine Leser vor den irreführenden und falschen Weltbildern, denn die Wirklichkeit sei ganz anders, als wir uns einbilden. (S. 48f) So gibt es etwa Philosophen, die sich gedanklich über "Gott" emporschwingen, um ihn von oben herab als Weltenschöpfer und Weltregenten zu definieren. Nach einem solchen Weltbild wäre die Welt ein göttliches Machwerk mit guten und schlechten Eigenschaften, ein Weltenherrscher würde entweder autoritär unter Androhung von Strafe ein strenges Sittengesetz erlassen (Dezisionismus) oder aber als ein "lieber Gott" keinerlei moralische Vorschriften machen und alles verzeihen (Werte-Nihilismus, S. 46f). Das philosophische Hirngespinst, Gott entscheide willkürlich, was in unserer Welt gut und schlecht sei (Voluntarismus), hat manchen absolutistischen Herrscher darin bestärkt, sich auf ein selbstherrliches "Gottesgnadentum" zu berufen, anstatt sich demütig einem universal gültigen Sittengesetz zu unterwerfen. Theologen sollten wissen, dass Christen nicht zwei Herren gleichzeitig dienen können und dass sie am Ende aller Tage nach ihrem Dienst am Nächsten beurteilt werden - und nicht nach ihrer Dienstbeflissenheit gegenüber den Mächten dieser Welt.

Gott erkennen bedeutet das Gute tun

Wer dagegen "Gott" als subjektives tiefenpsychologisches Kraftfeld definiert, das bei individuellen, allzu menschlichen Bedürfnissen und existentiellen Ängsten hilfreich sei, macht "Gott" offensichtlich (zumindest nach christlicher Auffassung) zum Komplizen der eigenen Selbstsucht. (S. 37) Wenn nun aber das Böse eine Realität in der Welt ist, dann bleibt dem Stoiker und Pantheisten nur die Möglichkeit zur Weltflucht in sein Innerstes - um doch immer nur bei sich selbst zu bleiben. Vielleicht könnte ich mich ja als materialistischer Atheist stoisch damit abfinden, dass meine Vorstellung von Gerechtigkeit lediglich eine belanglose private Idee sei. (S. 46) Aber das Erleiden des Bösen und Ungerechten in dieser Welt drängt doch die meisten zu der Frage: "Warum lässt Gott das Böse zu?" (S. 45) In dieser Anklage steckt jedoch die stillschweigende Annahme, "Gott" sei etwas, über das man Bescheid wissen könnte. Erst wenn wir darüber nachgedacht haben, was gutes Handeln in dieser Welt bedeutet, kann offenbar werden, dass "Gott erkennen" gleichbedeutend ist mit "Das Gute tun". Priorität hat also die Beantwortung der Frage: (1) "Was ist das Gute und was das Böse?" Erst danach können wir uns der Frage zuwenden, was "Gott" mit unserem Weltbild zu tun haben kann: (2) "Was bedeutet Gottes Liebe zum Guten für diese Welt?"

(1) Was ist das Gute und was das Böse?
C. S. Lewis verteidigt den ontologischen Realismus, er ist davon überzeugt, dass das Gute eine Tat-Sache und wirksame Wirklichkeit in dieser Welt ist und keine subjektive oder gegenstandslose metaphysische Idee.

Lewis: "Man kann allein um der Güte willen gut sein, aber beim Bösen geht das nicht. Wir können etwas Gutes tun, auch wenn uns nicht danach zumute ist und wir keinen Nutzen davon haben; einfach weil das Gute recht ist. Aber niemand hat je eine Grausamkeit begangen, einfach weil Grausamkeit schlecht ist, sondern vielmehr weil es Vergnügen bereitet oder Nutzen bringt. Dem Bösen gelingt es nicht einmal, auf die gleiche Weise böse zu sein, wie das Gute gut ist. Das Gute ist sozusagen "es selbst". Das Böse ist nur das verdorbene Gute. Und es muss zuerst etwas Gutes geben, ehe es verdorben werden kann." (S. 50)

(2) "Was bedeutet Gottes Liebe zum Guten für diese Welt?"
"Gott ist die Liebe" bedeutet, dass Gottes Handeln Liebe zum Guten ist. Gottes übernatürliche Liebe (Agape) zur Welt ist mehr als ein intimes Gefühl, sie ist eine für Menschen unerreichbare Harmonie aus Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Der einzelne Mensch erkennt in Demut, dass er nicht allein leben kann. Wer in Einklang mit Gott leben will, versucht SEINE Liebe nachzuahmen, indem er nach dem absoluten Guten strebt. Wer diese Kernbotschaft des Christentums mit der Lehre anderer religiöser Glaubenssysteme vergleicht, wird erkennen, dass jene sich vom Christentum in der Bewertung des Guten und bei der Ermutigung zu guten Taten erheblich unterscheiden.

Lewis: "Die erste dieser Vorstellungen, die Gott jenseits von Gut und Böse glaubt, nennt man Pantheismus. Der große Philosoph Hegel bekannte sich zu ihm, und soweit ich beurteilen kann, tun es auch die Hindus. Die andere Anschauung wird von den Juden, Mohammedanern und von den Christen vertreten. -- Im Zusammenhang mit diesem grundlegenden Unterschied zwischen Pantheismus und christlicher Gottesidee begegnet uns noch eine Verschiedenheit. Die Pantheisten glauben, Gott beseele sozusagen die Natur wie die menschliche Seele den Leib; ja die Natur sei gewissermaßen Gott, und wenn es sie nicht gäbe, dann existiere auch Gott nicht; alles was sich in der Welt befinde, sei ein Teil von Gott. -- Die christliche Vorstellung ist ganz anders. Die Christen glauben, dass Gott die Welt erdachte und schuf, wie ein Künstler ein Bild erschafft oder eine Melodie komponiert. Ein Maler ist kein Bild, und er stirbt nicht, wenn sein Bild vernichtet wird. Man kann zwar sagen, er habe viel von sich in das Bild hineingelegt; aber das bedeutet nur, dass aller Zauber und alle Schönheit aus seinem Inneren gekommen sind. Seine Geschicklichkeit ist nicht so sehr in dem Bild selbst zu finden als vielmehr in seinem Kopf und vor allem in seinen Händen. Ich denke, es ist klar, wie eng diese Vorstellung mit dem oben erwähnten Unterschied zwischen Pantheismus und Christentum zusammenhängt. Wer den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht sehr ernst nimmt, kann leicht sagen, alles auf dieser Welt sei ein Teil von Gott. Wer aber manche Dinge für wirklich schlecht hält, Gott dagegen für wirklich gut, muss anderer Meinung sein. Er muss glauben, dass Gott von der Welt zu unterscheiden ist und dass vieles in der Welt seinem Willen widerspricht." (S. 44f)

Fazit:

Gottgläubige und Atheisten sind verbittert, wenn sie das Böse erleben und die Ungerechtigkeit und Schlechtigkeiten dieser Welt ertragen müssen. Atheistische Materialisten glauben an einen von der "seelenlosen" Materie vorgezeichneten Weg des Fortschritts, den es in "fortschrittlicher Gesinnung" und mit rationalem und innerweltlich nützlichem Handeln zu verfolgen gelte. Für den Pantheisten ist Gott jenseits von gut und böse. Dagegen glauben Christen, dass Gott die Liebe ist: Deshalb vertrauen sie auf die Vernunft und Güte Jesu Christi, dem sie auf dem Weg in eine unbekannte Zukunft nachfolgen wollen, indem sie SEINE guten Taten nachahmen. Weit mehr als die materialistische Ideologie und die pantheistischen Religionen fordert offensichtlich das Christentum von den Gläubigen unablässig nach dem rechten Weg und nach der Wahrheit zu suchen, um ein aktives und gutes Leben zu führen. In Freiheit folgen sie Jesus Christus nach, denn ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. (Joh 14,6)

Man kann also die Gottesfrage darauf zuspitzen, ob wir die Freiheit haben, innerweltlich nützlich zu handeln - oder ob wir das absolut Gute tun sollten. Jeder steht vor der Gewissensfrage, ob er sein Handeln kompromissbereit an subjektiven, möglicherweise irrigen, innerweltlichen Nützlichkeiterwägungen ausrichtet, oder ob er mit Herz und Verstand nach dem unerreichbaren absoluten Guten strebt - mit einer Liebe, die gleichermaßen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit ist. Seit der Mensch Selbstbewusstsein hat, steht er vor dem unüberbrückbaren Gegensatz zwischen dem Ich und den anderen. Wie sollen wir denn gleichermaßen uns selbst und dem Nächsten gerecht werden? Schon Thomas von Aquin lehrte: "Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit, und Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit ist die Mutter der Auflösung."
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am 19. August 2010
Das gute Buch hätte einen anderen Titel verdient. Seit wann müssen sich Christen dafür entschuldigen, dass sie Christen sind?
Das sind also die Argumente des Autors für seinen Glauben. Ich gebe eine klare Leseempfehlung. Es finden sich hier in diesem Buch jedenfalls auch für überzeugte Christen neue Aspekte zu ihrem Glauben, neben dem Altbekannten und dem Gemeingut. Bei Lewis geht es einem oft so, wenn man es liest, weiß man sofort, er hat Recht. Er formuliert was sonst in der Theologensprache zu abstrakt und abgegriffen klingt mithilfe von anschaulichen Beispielen um. Aber auch für Lewis gilt: "bei einer Sache, von der ich keine Ahnung habe, ist es manchmal besser zu schweigen". Auch Lewis ist nicht irrtumsfrei und auch er neigt zuweilen zu übertriebenen Vereinfachungen, ganz gegen seine richtige Behauptung, dass der christliche Glaube mit all seinen wesentlichen Facetten nichts Einfaches sei. Z.B. im Kapitel über christliche Ehe.
Aber Lewis schreibt vieles, was man sich merken sollte, wenn man Christ sein will, und vieles was Nicht-Christen zur Kenntnis nehmen sollten. Denn das Buch steckt voller Weisheiten, die für alle Menschen Gültigkeit haben, aber - zu ihrem Unglück - meist nicht von ihnen beachtet wird.
Im Buch gibt der Autor einen Wegweiser zum Sinn des Universums. Er philosophiert über Recht und Unrecht, über das Gute und Böse und was Gott und wir damit zu tun haben müssen, notwendigerweise. Er erklärt Sozialethik, die Kardinaltugenden, äußert sich über Psychoanalyse, Sexualität, er versucht sich an der Trinitätslehre und outet die größte aller Sünden: der Hochmut. Der Mensch ist bei Lewis vergleichsweise wie ein Zinnsoldat, dem Gott göttliches Leben einhauchen will. Wie das geschieht, das wird eindringlich beschrieben. Und anscheinend wird Gott sein Ziel mit den Menschen, wenn nicht in diesem Leben, dann danach erreichen.
Lewis selbst ist zum Christentum gekommen wie so viele vor ihm. Er wollte Argumente finden, um es zu widerlegen und fand sich dann selber widerlegt. Mit schlauen Antworten und Fragen will er das anderen auch nahelegen. Er fordert zum Nachdenken auf:
"Mein Argument gegen die Existenz Gottes lautete, die Welt sei grausam und ungerecht. Woher aber hatte ich meine Vorstellung von gerecht und ungerecht? Mann kann eine Linie erst dann als krumm bezeichnen, wenn man weiß, was gerade Linien sind....Damit aber erweist sich der Atheismus als zu einfach. Denn wenn die ganze Welt tatsächlich ohne Sinn wäre, dann hätten wir selbst gar keine Möglichkeit, dies zu begreifen."
Die Welt müsste ganz anders sein, wenn das Christentum unrecht hätte, sagt Lewis. "Die Wirklichkeit ist meistens ganz anders, als wir vermutet hätten. Das ist einer der Gründe, weshalb ich dem Christentum glaube." Er dreht also Argumente der Atheisten ins Gegenteil um und versucht durch Logik dahin zu kommen, wo er mit dem Glauben schon ist.
Immer wieder überrascht er mit seinen Gedanken: "Man kann allein um der Güte willen gut sein, aber beim Bösen geht das nicht....niemand hat je eine Grausamkeit begangen, einfach weil Grausamkeit schlecht ist, sondern vielmehr weil sie Vergnügen bereitet oder Nutzen bringt.....Das Gute ist sozusagen es selbst". Das Böse ist nur das verdorbene Gute."
Und somit muss sich der Dualismus, der behauptet, dass das alles schon immer so war, wenn man ihn konsequent zu Ende denkt, selbst ad absurdum führen. Und warum gab Gott dem Menschen einen freien Willen? "Weil der freie Wille - obschon er das Böse ermöglicht - auch das einzige ist, was Liebe und Güte und Freude überhaupt möglich werden lässt."
Was Lewis zu beweisen bemüht ist: die Welt ist so wie sie ist, genau so wie sie sein muss, wenn das Christentum recht hat.
Zum Zustand der Menschheit schreibt Lewis: "Das Wesen der Trunkenheit begreift man in nüchternem Zustand, nicht wenn man betrunken ist. Gute Menschen wissen um Gut und Böse, schlechte Menschen wissen von beidem nichts."
Lewis hat für Dummschwätzer nichts übrig. Es lohnt sich nicht, sich mit ihnen abzugeben. Denen, die nur Witze über die Bibel machen, sagt er: "Solchen Leuten muss man antworten: Wer unfähig ist, ernste Bücher ernst zu nehmen, soll wenigstens den Mund halten." Aber Lewis hat auch für fade Scheinchristen warnende Worte: "Erst seitdem die Christen weithin aufgehört haben, an das Jenseits zu denken, sind sie in dieser Welt ohne Wirkung...Auch unsere abendländische Kultur werden wir nur retten können, wenn wir etwas anderes, Unvergängliches im Auge haben." Das schrieb er in den Vierziger Jahren!
Das wichtigste Kapitel für Christen ist das über den Werdegang eines Christen. Wenn wir versuchen, uns ernsthaft in den christlichen Tugenden zu üben, lernen wir vor allem eines, nämlich dass wir versagen." Warum ist das so? Vielleicht deshalb: "Niemand weiß wie schlecht er ist, bevor er nicht ernsthaft versucht hat, gut zu sein." Was ist also zu tun? Erst wenn der Mensch seinen eigenen Bankrott erkannt hat, kann er die rechte Beziehung zu Gott finden.
Nach Lewis sieht Gott im Menschen bereits das, was er einmal sein wird. Und dahin gelangt der Mensch dann, wenn er alles, was er von Gott bekommen hat, als das seinige erkennt du bereit ist in seinen Dienst zu stellen. Erst dann wird er frei, seine eigentliche Bestimmung, die er bei Gott schon immer hatte, zu finden. Er muss sein Leben verlieren, um göttliches Leben zu gewinnen. "Das einzige, was wir behalten können, sind die Dinge, die wir Gott aus freien Stücken geben. Was wir für uns selbst behalten wollen, werden wir mit Sicherheit verlieren." Es geht also nicht so sehr darum, immer alles richtig zu machen, als sich ganz seinem Willen zu unterstellen. "Es ist leicht Gott zu gefallen, aber schwer, ihn zufriedenzustellen." Wie schon Mc Donald sagte.
Wie sollte also das Verhältnis eines Christen zu Christus aussehen? "Je mehr wir das, was wir unser "Selbst" nennen, aus dem Weg räumen und Christus von uns Besitz ergreifen lassen, desto mehr werden wir wirklich wir selbst... Erst wenn ich mich zu Christus hinwende, wenn ich mich selbst aufgebe, fange ich an, eine eigene Persönlichkeit zu besitzen."
Und was ist mit denen, die es nicht tun? Sie bleiben das, was sie aus ihren Erbanlagen gemacht und was die Umwelteinflüsse aus ihnen gemacht haben - ausschließlich vergängliches! Und so vergehen auch diese "Persönlichkeiten".
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am 23. Januar 2006
C.S. Lewis ist einer der wenigen christlichen Buchautoren von denen man sagen kann das er mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben ist. Auf einer sachliche und einleuchtende Weise schildert er in "Pardon ich bin Christ" seine Argumente für den Glauben und wieso man "seinen Verstand nicht über Board werfen muss", um überzeugt ans Christentum glauben zu können. Er schildert auch in Bezug auf andere Religionen sachlich, warum er sich nach langem überlegen entschieden hat, Christ zu werden.
In einem charmanten Schreibstil erklärt er wichtige Charaktereigenschaften die nach seiner Ansicht einen Christen ausmachen. "Pardon ich bin Christ" ist hierbei eines der wenigen Bücher, bei denen der Autor sympathisch argumentiert und man nicht den Eindruck bekommt, dass er wie viele seine Kollegen mit dem Glauben den Bezug zur Realität verloren hat. Ein Buch das ich auf jedenfall empfehlen kann, wenn man sich sachlich mit Argumenten für den christlichen Glaube auseinandersetzen möchte.
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am 29. Januar 2013
Warum eigentlich in der Übersetzung „Pardon“ – der Originaltitel (auch frei übersetzt: „Christentum schlechthin“) suggeriert eigentlich nicht, dass Lewis meinte, sich für seine Überzeugungen irgendwie entschuldigen zu müssen. Das verlangt auch keiner - selbst wenn es mir als Atheistin bzw. „religiös Unmusikalischer“ wirklich ziemlich schwer fällt, mich mit dem ausreichenden Ernst solcher Literatur zu widmen bzw. mich mit „absoluten“ Wahrheiten auseinander zu setzen.
Die wissenschaftlichen Erklärungen in den zahlreichen Büchern des Evolutionsbiologen Richard Dawkins sind mir dagegen sehr einleuchtend,d.h.,ich kann sie mit meiner spezifischen „von Gott gegebenen“(?) Logik nachvollziehen (z.B. „Die Schöpfungslüge“, „Der blinde Uhrmacher“ usw.). Leider(?)finde ich zu metaphysischer Verbalakrobatik bzw.religiös- spirituellen Höhenflügen keinen mentalen Zugang.
Im Voraus möchte ich warnen, denn bei dieser Kritik komme ich nicht ohne Polemik und Blasphemie aus.

Die Buchkritik ist also – unter diesem Aspekt betrachtet – relativ witzlos. Trotzdem ein Versuch, denn sogar der Theologe E.Drewermann hat sich über Sinn bzw. Funktion von Märchen geäußert. Wie Lewis (einst Laienmitglied der anglikanischen Hochkirche) selber annimmt, erreicht er mit seinem Buch vorrangig Gläubige – d.h. die Menschen, für die der christliche Gott in keiner Weise mehr zur Disposition steht. Es sind also jene, die „absolute“ Wahrheiten - genau wie er selber - bereits völlig verinnerlicht haben und kaum noch ein Interesse haben dürften, diese logisch bzw. wissenschaftlich zu hinterfragen. Sie erhalten mit der Lektüre lediglich eine zusätzliche Bestätigung für die „Richtigkeit“ ihrer Welterklärung - dürfen sozusagen weiter im eigenen Saft schmoren (das ist ausreichend, um für Gläubige zum Klassiker bzw. Bestseller zu werden!) und müssen „weiß Gott“ nicht mehr überzeugt bzw. missioniert werden.

Auf der Rückseite des Buches wird von einem atemberaubendem Panorama, das Lewis zeichnen würde und einer messerscharfen, schlüssigen und überzeugenden Argumentationsweise gesprochen. Das wird - wie schon bemerkt - nur ein Christ so sehen,
weil er eben gar keine Argumente mehr benötigt! Wer gottesfürchtig ist, wird sich in seinem Glauben bestätigt und gefestigt fühlen, wer es aber nicht ist, könnte eher in seiner Ungläubigkeit bestärkt werden. Das heißt, bei mir würden etwaige eigene Zweifel (an meiner naturalistischen Weltensicht) sogar Seite für Seite ausgeräumt - unter anderem wegen der atemberaubenden Naivität dieses „großartigen“ Dichters, Philosophen und Gelehrten. Falls sich dennoch ein Atheist durch dieses Buch bekehrt fühlen sollte, so war dessen religiöses Potential höchstwahrscheinlich bereits unterschwellig vorhanden (aufgrund frühkindlicher Indoktrinierung). Und wenn einige nach den „Erklärungen“ von Lewis nun sogar noch meinen, die Trinität völlig verstanden zu haben, so kann ich nur schmunzelnd sagen: Hut ab! Wenn allerdings „Bahnhof“ verstehen schon ausreicht, um im Glauben gefestigt zu werden, dann „Selig sind die im Geiste Armen“ ...(siehe Bibelspruch!).

Weiter wird von der Aktualität und Frische und einer Schlichtheit (Bescheidenheit) des Buches gesprochen. Zur „Aktualität“ möchte ich nur anmerken, dass selbst die von den Kanzeln Predigenden heute nicht mehr an eine unsterbliche Seele glauben, sie dies aber tunlichst ihren Schäfchen verschweigen, um bei denen keine Schockstarre auszulösen.
Bezüglich der Schlichtheit (man könnte auch eingestandenes Unwissen bzw. freundliche Naivität dazu sagen) wäre einzuwenden, dass diese wirklich nicht als Kriterium zur Welterkennung und für eine moralische Deutungshoheit ausreichen dürfte.
Lewis spricht von einer Vorhalle (Christentum) und den Wohnzimmern (verschiedene Glaubensrichtungen – warum diese existieren, versteht er nach eigenen Worten - wie noch vieles andere in der Theologie - selber nicht).
Aber man sollte ja nie aufhören, um Erleuchtung zu beten und er meint weiter, wir sollten uns immer wieder fragen, welches die richtige Tür (Religion) ist und nicht, welche Tür uns am besten gefällt. Und wir sollten Nachsicht walten lassen mit Menschen, die sich in der Tür geirrt haben (d.h., wer sich geirrt hat, bestimmt natürlich die christliche Lehre)
– spätestens jetzt würde mir der Hut hochgehen, wenn ich einen auf hätte!

Lewis möchte also seinen Glauben nur erläutern und verteidigen - in der sanften Bescheidenheit von christlicher Selbstgewissheit - wörtlich: „die Tatsache“(?) erklären, was „Gott“ ist und was er tut.“ Er will also - welch Witz - Gläubigen ihren Glauben verständlich machen. Das hätten diese allerdings wirklich nötig, aber nicht mithilfe der Bibel, von Theologen oder anderen gläubigen Missionaren!
Besser geeignet wäre die Lektüre von:
„Denn sie wissen nicht, was sie glauben – Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann“ (Franz Buggle)
oder das hervorragende Buch „Die Logik der Nicht - Logik“ des Biologen Andreas Kilian.

„Unter allen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten.“ Mahatma Ghandi (indischer Rechtsanwalt)

Wissen und Glaube sind für mich als Naturalistin nicht vereinbar; Gottesfürchtige sehen das natürlich völlig anders:
Je unlogischer bzw. unwahrscheinlicher eine Annahme ist, umso fester ist ihr Glaube.
Und wenn sie das „Totschlagargument“ anbringen, jede Art menschliche bzw. irdische Argumentation gegen eine Gottesexistenz wäre sowieso unmöglich und chancenlos (und damit überflüssig), so bräuchten wir „weiß Gott“ wirklich gar nicht erst unser Hirn einschalten. Und außerdem wären dann nach meiner Logik Argumente für „Gott“ genau so unsinnig bzw. nicht relevant (weshalb dann das permanente Missionieren?).

„Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und man vom Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei unvereinbare Geschenke gemacht.“
Denis Diderot (franz. Schriftsteller)
Zum Buch:
Es wird von „gut“ und „böse“, vom „freien“ Willen, von Teufel und Erzengel, vom ewigen
Leben, dem Ringen um Keuschheit, einer höheren Instanz usw. fabuliert. Des weiteren kommt die Sichtweise zum Ausdruck, dass der Mann das Oberhaupt der Familie sein sollte und sich die Frau ihm unterzuordnen habe. Wörtlich: „Gläubige Frauen geloben bei der Eheschließung, ihrem Mann zu gehorchen. In der christliche Ehe ist der Mann das „Haupt“. Und weiter: „Wenn also ein Oberhaupt notwendig ist, warum der Mann? Nun – zum einen, sollte wirklich jemand ernsthaft wünschen, es sollte die Frau sein?“(solchen Unsinn schreibt ein zu diesem Zeitpunkt noch Unverheirateter). Und durch die Blume kundgetan - nur das Christentum ist die einzig wahre und gültige Religion, die auf der ganzen Welt verbreitet werden soll. Dann redet Herr Lewis noch mehrfach über ein Naturrecht, eine christliche „Sittenlehre“ (heute: universelle Menschenrechte, die auf der Aufklärung basieren und nicht auf einer Religion) und ist der felsenfesten Überzeugung, dass wir Auserwählte sind. Homosexuelle sind natürlich Geisteskranke bzw. Perverse und auch seine Ansichten über die Juden offenbaren sich zwischen den Zeilen und es wird deren Lernprozess erwähnt (über den schon im AT geschrieben worden sei). Sehr fragwürdig finde ich auch die Aussage, dass es nichts mit „moralischem“ Fortschritt zu tun habe, wenn heute keine Hexen mehr verbrannt werden, weil man ja schließlich nicht mehr an Hexen glaubt. Frei übersetzt : Wenn Gott will, dass wir an Hexen glauben, dann ist es auch richtig, diese zu verbrennen. Hat eigentlich der Glaube etwas mit dem uns vom Allmächtigen geschenkten „freien“ Willen zu tun?
Lewis’ kreationistische Sichtweise erkennt der aufmerksame Leser auf Seite 191, wo er Saurier und Menschen in dasselbe Zeitalter verfrachtet. Außerdem meint er, die Zeugen der „Auferstehung“ und anderer damaliger Geschehnisse seien absolut glaubwürdig und könnten sich unmöglich geirrt haben.
Wenn Lewis noch leben würde, könnte er ja mal
„Die gröbste Fälschung des Neuen Testaments“ (Gerd Lüdemann) lesen bzw.
„Falsche Zeugen – Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand“ von H. Detering

Wissenschaftler haben heute eine Erklärung dafür, wie sich der Glaube höchstwahrscheinlich evolutionsbiologisch entwickelt hat bzw. sich durchsetzen konnte und warum Menschen immer noch an Übernatürliches glauben.
K. Deschner (dtsch. Schriftsteller, Religions- und Kirchenkritiker):
„Weil der glückliche Mensch gewöhnlich keine Religion braucht, können Religionen gewöhnlich keine glücklichen Menschen gebrauchen.“

Die meisten kennen sicher auch den Spruch: Not lehrt beten - und da spielt oft sogar der Intelligenzquotient nur eine untergeordnete Rolle.
Ich kann in diesem Buch beim besten Willen kein einziges schlüssiges Argument für die Annahme einer höheren Macht entdecken. Und es ist mir schleierhaft, wie die plötzliche (?) sogenannte „Bekehrung“ von Lewis (Wandlung eines „Atheisten“(?) zum Gläubigen)als Beleg für das Eingreifen eines Gottes dienen könnte. Für mich verdeutlicht das alles lediglich eindrucksvoll, wie richtig man mit den Erkenntnissen aus der Hirnforschung liegt (ein regelrechtes Paradebeispiel!).
Auseinandersetzung mit dem Tod führt zu Angstgefühlen und löst religiöse Wunschvorstellungen aus; Ängste und Religion sind stark korrelierend und gegenüber der Wahrheit gewähren viele dem Trost den Vorzug.
Ich denke, dass es in diesem Kontext ziemlich aufschlussreich sein könnte, sich etwas intensiver mit der Biografie von Lewis zu beschäftigen!
(Jeder sollte vielleicht mal selber nachlesen!)
- Lewis Kindheit kann man nicht gerade als besonders glücklich bezeichnen. Seine Mutter
(Pfarrerstochter!) starb an Krebs (am Geburtstag seines Vaters) als er gerade mal neun!
Jahre alt war.
Lewis wörtlich:
„Mit dem Tod meiner Mutter verschwand alles gefestigte Glück, alles Ruhige und
Verlässliche aus meinem Leben.“
- Im selben Jahr starben dramatischer weise auch noch sein Großvater und sein Onkel.
- Sein Vater fiel in eine tiefe Depression und konnte ihm und seinem 3 Jahre älteren Bruder
kaum Trost spenden.
- Lewis hatte eine blühende Phantasie und gemeinsam mit seinem Bruder erging er sich in
vielfältigen Phantastereien, die den Geschwistern sicherlich auch als Ablenkung von den
schweren „Schicksalsschlägen“ dienten (infantile Denkmuster, die oft auch Erwachsene
nicht ablegen können).
- Auf dem Internat, das Lewis ab 1908 besuchte, konnte seine Psyche ebenfalls kaum
stabilisiert werden. Dort herrschten „Zucht“ und Tyrannei des Schulleiters (wahllose
Prügel). In einer Autobiografie bezeichnet Lewis diese Bildungseinrichtung als
„Konzentrationslager“.
- 1910 -Wechsel in ein Internat in Belfast, von dort musste er aber schon nach zwei
Monaten wegen schwerer Atemprobleme wieder heruntergenommen werden.
- Wechsel auf ein College in dem Kurort Malvern. Auch hier erging es ihm nicht gut, er
wurde vielfältig gemobbt und fühlte sich ungerecht behandelt. Die dortigen
obligatorischen Sportarten, die er überhaupt nicht beherrschte, empfand er als unerträglich.
Sein Zufluchtsort war meist die Bibliothek.
- 1913 verließ er auch dieses Internat auf eigenes Drängen wieder (Er kam eigentlich nur
mit Privatunterricht klar).
In jener Zeit (mit ca. 14 Jahren - Beginn des pubertären Protestalters!) soll er
seinen christlichen Glauben abgelegt haben (ich denke, er war Atheist!).
- Mit 19 Jahren kam Lewis an die Front (ein gerade begonnenes Studium wurde durch den
Weltkrieg unterbrochen und er (Offiziersausbildung) wurde schwer verwundet, sein
Zimmergenosse und bester Freund fiel im Krieg.
- Später hatte Lewis zahlreiche christliche Freunde, die ihn stark beeinflussten und mit
denen er auch einen „philosophischen“ Gesprächskreis bildete. Er las bevorzugt
Schriftsteller, die zufällig(?) alle Christen waren und bekannte sich mit 31 Jahren nach
Vielen Diskussionen mit diesen Freunden (Dozenten und Literaten wie er - darunter auch
J.R.R. Talkien – Verfasser von „Herr der Ringe“) endgültig zum Christentum.
- Wie bereits erwähnt, zeichnete sich Lewis schon im frühen Kindesalter (und anhaltend)
durch eine überbordende Phantasie aus – natürlich auch ein gute Vorraussetzung für
metaphysische Höhenflüge.
- In den späteren Jahren entwickelte er sich immer stärker zum Apologeten, verfasste
zahlreiche Artikel in christlichen Zeitschriften, hielt Vorlesungen und Radioansprachen
(dieses Buch beruht darauf) und erhielt die Ehrendoktorwürde für Theologie und Literatur.
- Erst mit 59 Jahren trat er in den Ehestand - mit einer amerikanischen Schriftstellerin, die
zu diesem Zeitpunkt bereits schwer an Krebs erkrankt war und mit 45 Jahren starb.
Er selber starb ebenfalls ziemlich früh – kurz vor seinem 65. Geburtstag.
Aus dem Buch „Die Logik der Nicht – Logik“ von Andreas Kilian (sollte Schulstoff werden!):
„Werden wir psychisch verletzt, so versuchen wir, den Schaden zu reparieren und unser Selbstbild wieder herzustellen. In einem Alter, in dem Kinder von Natur aus „Geister“ unter dem Bett sehen, sucht die Psyche nach Lösungen für diese Bedrohung. Und je traumatischer diese Bedrohung empfunden wird, desto schwerer ist die Verletzung - desto tiefer sitzt die
Angst und umso mehr klammert sich die Psyche an Hilfsvorstellungen, die ihr das Gefühl von Sicherheit geben.“ Und weiter sinngemäß:
Ist das Kind erst einmal auf ein Thema sensibilisiert und das Bedürfnis nach Hilfe geweckt, so ist es schwierig, den Prozess umzukehren. Und mit dergleichen kindlichen Phantasie werden auch irrationale Hilfsvorstellungen in die Psyche integriert. Wir füllen die Verletzungen und Wunden unserer Psyche mit Phantasien auf. Solche Hilfskonstrukte gegen die eigene Hilflosigkeit, Ohnmacht und Unvollständigkeit der Psyche sind unsere Errettungsphantasien.
Greift man solche Hilfskonstruktionen an, d.h. legt den Finger in die Wunde, bedeutet dies, das Selbstbild und den biologischen Selbsterhalt der Psyche anzugreifen.
Deshalb sind auch die Reaktionen auf solche Angriffe entsprechend heftig.

„Die Religion ist ein verzweifelter Versuch, der grausamen Welt und unserem fürchterlichen Los zu entfliehen. Wir leben in diesem Universum ohne die geringste Ahnung, ob unserer Existenz irgendeine wirkliche Bedeutung zukommt. Kein Wunder also, dass viele Menschen das Bedürfnis nach einem glauben verspüren, der ihnen Halt und Sicherheit gewährt; und kein Wunder, dass sie Leuten wie mir böse sind, die ihnen sagen, dass sie sich einer Illusion hingeben.“ Fred Hoyle (brit. Astronom)

Wenn „absolute“ Gewissheiten zur Disposition gestellt werden, geht’s halt an’s Eingemachte,mit der Folge einer immer wieder festzustellenden fatalen Immunität gegenüber logischen, auf gesundem Menschenverstand basierenden Einwänden (Logik der Nicht- Logik!).
Es ist eindeutig festzustellen, dass eine frühkindliche Prägung (Indoktrinierung) zwar zeitweise „ruhen“ kann, aber fast immer irgendwann wieder zum Tragen kommt.
Z.B. wird das auch sehr schön bei den Amish - People in den USA deutlich: Klug genug, lassen sie den Jugendlichen zu Beginn ihrer pubertären Phase völlige Freiheit, obwohl die Mitglieder für die Einhaltung von zahlreichen „unsinnigen“ religiösen Gesetzen und Vorschriften und extremer Askese bekannt sind. Nach der Pubertät finden die jungen Menschen zu sehr hohem Prozentsatz (manche früher, manche etwas später) wieder in die Reihen ihrer angestammten strengen Glaubensgemeinschaft zurück.
Und das hängt nicht im geringsten mit einer plötzlichen göttlichen Offenbarung bzw. einem Bekehrungserlebnis zusammen!
Nach eigenen Worten fühlte sich Lewis bei seinem Offenbarungserlebnis wie der verworfenste und widerwilligste Bekehrte in ganz England. Da könnte man ja spitzfindiger weise gleich mal mit einer Diskussion über den - uns von „Gott“ geschenkten - „freien“ Willen beginnen. Eine etwas präzisere Schilderung seiner Bekehrungsoffenbarung (unwillkürlicher Kniefall und beten!) bleibt er uns leider - zumindest in diesem Buch – schuldig. Ich habe allerdings auch noch nichts anderes von ihm gelesen. Science- fiction Romane sowie extrem realitätsferne Geschichten wie z.B. die Märchensaga (Die Chroniken von Narnia) sind nicht so mein Fall und eben reine Geschmacksache.
Man unterscheidet bei Geschehnissen Ursache und Anlass. Die Ursache von Lewis’ „Bekehrung“ hat sich für mich anhand seiner Biografie recht deutlich herauskristallisiert, über den Anlass kann man spekulieren, aber mit ziemlicher Sicherheit war er weltlicher und nicht göttlicher Art.
Weiter aus dem Buch zitiert:
„Uns wird gesagt, das Christus für uns getötet wurde, dass sein Tod unsere Sünden weggewaschen und den Tod selbst zunichte gemacht hat. Das ist die Formel. Das ist das Christentum.“ Und weiter: „Jeder, der ehrlich versucht, ein Christ zu sein, wird bald erkennen, dass sein Verstand an Schärfe zunimmt. Einer der Gründe, weshalb man keine besondere Ausbildung braucht, um Christ zu werden, besteht darin, dass das Christentum selbst eine Bildungsmacht ist.“
Hier wird das Geäußerte für mich wirklich fast unerträglich und deshalb die Einfügung eines Auszuges aus dem Artikel „Gläubige Gehirne“ (Bild der Wissenschaft 1/2010):
„Das Gott im Gehirn „wohnt“, bezweifeln Hirnforscher angesichts der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse inzwischen kaum mehr, dafür spricht auch die Zwillingsforschung. Speziell Autoritätsgläubigkeit scheint eine starke genetische Prägung zu besitzen und Autoritarismus, Konservatismus und Religiosität sind eng miteinander verbunden. Je religiöser eine Gesellschaft ist, desto schlechter ist es um sie bestellt - zu diesem Ergebnis kam der amerikanische Statistiker Gregory Paul nach sehr aufwendigen Analysen (Zahl der Morde, Suizide, Gefängnis -Insassen, Drogendelikte, Teenager -Schwangerschaften, Abtreibungen und Geschlechtskrankheiten sowie das Ausmaß von Alkoholabhängigkeit, Arbeitslosigkeit, Armut, Übergewicht, psychischen Erkrankungen, schlechter Bildung und verringerter Lebenserwartung). Die Skala beinhaltet fünfundzwanzig Indikatoren. Und wo gewalttätige Dogmen verbreitet sind, - von göttlichen Strafgerichten, Hölle und Teufel - herrscht höhere Aggressivität und es kommt zu mehr Morden.Die Menschen in armen Ländern sind viel religiöser als in reichen und es gibt wahrscheinlich eine Rückkoppelung: Ungleichheit führt zu mehr Religion und mehr Religion bewirkt wiederum eine größere Ungleichheit. Gesellschaftliche Verbesserungen gehen mit einem Bedeutungsverlust der Religionen einher.“

Nachdem sich das Christentum im Mittelalter durchgesetzt hatte, schrumpfte übrigens die Zahl der Menschen, die lesen und schreiben konnten, auf nur noch 5%. In der Antike waren es noch über 50% (lesen: „Schatten über Europa“ von R. Bergmeier).
Das nur zum Thema: „Christentum als Bildungsmacht!“ - frei nach dem Motto:
„Beschränkungen des Vernunftgebrauchs im Dienste des Glaubens“ -
so lautet z.B. der Untertitel von: „Joseph Ratzingers Rettung des Christentums“ (H. Albert).

„Soweit ich weiß, wird in keinem Kirchenlied das Hohelied der Intelligenz gesungen.“
Bertrand Russell (britischer Mathematiker und Philosoph)

„Die Wissenschaft hat in 100 Jahren mehr für ein zivilisiertes Leben getan als das Christentum in achtzehnhundert Jahren.“ John Burroughs (amerik. Dichter)

„Theologie ist das Königreich der Dunkelheit.“
Thomas Hobbes (engl. Mathematiker und Philosoph)
Wie schon erwähnt, sind für die Interpretation vieler Vorkommnisse bzw. Verhaltensmuster keine göttlichen Mächte nötig; logische weltliche Erklärungen sind absolut ausreichend.
Im Verlauf von Lewis’ „Argumentation“ (eigentlich keine Argumente, sondern postulierte „absolute“ Wahrheiten) kristallisieren sich immer eindrucksvoller wahnhafte Denkstrukturen heraus, die sich gegen Ende des „Werkes“ mit Seelenrettung und Erlösung zu einem irrwitzig - metaphysischen Supergau verdichten.
All das entbehrt nicht einer gewissen Tragik- Komik, denn bei Lichte betrachtet geht es ja eigentlich um nichts anderes als „nur“ um die Rechtfertigung und Verteidigung der christlichen Dogmen.

„Was für großartige Narren macht die Religion aus den Menschen.“
Ben Jonson (engl. Dichter)

Albert Ellis (amerik. Psychologe und Psychotherapeut, Begründer der Rational - Emotion Therapie) bringt es glasklar aber etwas unsanft auf den Punkt:
„Beim Glauben haben wir es höchstwahrscheinlich mit einer grundlegenden psychischen Störung zu tun. Religion ist nichts als Unsinn.“

Ich möchte nochmals an die Äußerung von Lewis zum Tode seiner Mutter erinnern (Zitat).
Der Glaube war für ihn ein Rettungsanker, er gab ihm genau das zurück, was er als Kind so plötzlich verloren hatte - nämlich gefestigtes Glück (Sinn und Hoffnung), das Ruhige (den inneren Frieden) und das Verlässliche (Vertrauen).

Meiner Einschätzung nach handelte es sich bei Lewis um einen psychisch labilen, vom „Schicksal“ gebeutelten, nicht gerade vor Gesundheit strotzenden, sensiblen, hochintelligenten und fantasievollen Menschen, der versuchte, mit schweren kindlichen Verletzungen der Psyche und auch späteren zahlreichen Schicksalsschlägen fertig zu werden.Für ihn war - aufgrund der genetischen Disposition bzw. seines stark ausgeprägten Hanges zur Spiritualität - der Gottesglaube eine naheliegende Strategie, seine traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten, Trost, Sinn und Hoffnung zu finden bzw. mit dem Leben irgendwie klar zu kommen.

Auf seinem Grabstein, den er sich mit dem Bruder teilt (starb 10 Jahre später) ist zu lesen:
„Men must endure their going hence“ (aus König Lear, Shakespeare).
Und es bleibt die Hoffnung (wie ich meine), dass Menschen dies irgendwann besser können als heute und keine imaginären höheren Mächte und die Illusion einer unsterblichen Seele dazu benötigen (als „Opium, „Krücke“, „Strohhalm“).
Erfreulicher weise hat sich die Zahl der Gläubigen seit 2005 weltweit um 9% verringert und der Trend hält weiter an.

Zum Schluss noch zwei weitere Zitate, die mir aus der „Seele“ sprechen:
„Ich meine, die in vielerlei Hinsicht intellektuell gefährdete Gattung Homo sapiens hat sicherlich einiges an Unsinn fabriziert, die christliche Erlösungssaga aber setzt dem schier unerschöpflichen Arsenal hominiden Schwachsinns zweifellos die Krone auf.“
(M. Schmidt Salomon – Philosoph und Autor)

„Ich verteidige den Atheismus als notwendige und selbstverständliche Form der menschlichen Intelligenz.“
(Max Bense, dtsch. Philosoph, Schriftsteller und Publizist)

Lewis’ Buch ist ein leidenschaftliches und ehrliches Plädoyer für den Glauben – ausgestattet mit der üppigen Phantasie eines guten Schriftstellers.
Dafür drei Sterne!

Allerdings macht auch dieses Missionierungswerk eine Gottesexistenz um keinen Deut plausibler.
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am 12. Oktober 2004
Ein bedenkenswertes Meisterstück von Clive St. Lewis, bedenkt man auch die Tatsache, daß er eine Reise vom christlich erzogenen Jungen zum Atheisten machte. Am Ende bekannte er, daß er "der widerwillig bekehrteste Mensch in England" war, der nach einer Begründung für seinen Atheismus suchte und am Ende das Christentum als einzig logische Antwort auf seine Fragen fand.
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am 23. November 2012
Ein Buch, das ich nur jedem empfehlen kann, egal ob Christ, Atheist, Suchender...C.S. Lewis geht mit gesundem Menschenverstand und in gut verständlicher Sprache der Frage nach, ob es logisch ist, an Gott zu glauben. Seine Argumentation ist brilliant und messerscharf. Wenn man nicht weiß, was man vom Christentum halten soll, wird man in diesem Buch bestimmt hilfreiche Antworten finden. Wenn man schon Christ ist, wird man die einfache Logik, die nichts mit hochtheologischen und komplizierten Überlegungen zu tun hat, und trotzdem zutiefst theologisch ist, schätzen. Ich habe das Buch auch Jugendlichen zu lesen gegeben, die es ebenso hervorragend fanden wie ich. Wirklich ein Buch, das man gelesen haben sollte, wenn man sich irgendwie für die Frage nach Gott interessiert.
Wer noch ein weiteres gutes Buch zum Thema lesen möchte:
Gott: Eine kleine Geschichte des Größten
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am 20. Juli 2002
Nein. „Pardon, ich bin Christ" ist zu verstehen als die Nachdrücklichkeit, mit der Lewis die Grundlagen christlichen Glaubens darlegt.
In vier Hauptteilen spannt er den Bogen von der Frage nach dem Schöpfer und der Schöpfung, über die Grundaussagen christlichen Glaubens, die „Gebrauchsanweisungen für den Menschen" - die Ethik - bis hinein in das Sein Gottes und unser eigenes Werden. Denn: Geht es nur um „nette Leute", oder um „neue Menschen"? Pardon, die Frage muss gestellt werden.
Spannend, wie stark er Vernunft und Erkenntnis und auch schwierige Sachverhalte mit nachvollziehbarer Logik untersucht. Verständlich: Gott will keine Maschinen, sondern freie, selbständig denkende Menschen. Als Autor folgt Lewis diesem Leitbild.
„Pardon ich bin Christ" geht auf Radiovorträge von Lewis zurück. Es wendet sich an Suchende, an Skeptiker & Kritiker des christlichen Glaubens, aber auch an Christen und Menschen, die selbst immer wieder Fragen an die Grundaussagen ihres Glaubens stellen. Hier spricht der Atheist, der Christ wurde und der Glaube mit Vernunft verbindet. Was besonders auffällt, ist, wie wenig „Christsein" nach Lewis Konfessionsgrenzen kennt. Im Gegenteil, er skizziert mit dem großen Blick die Landkarte, ohne Grenzen vorzusehen.
C.S. Lewis war Professor für englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance in Cambridge. Erst im Alter von 31 Jahren bekehrte er sich vom überzeugten Atheisten zum Christen. Zu diesem Zeitpunkt beschrieb er sich selbst als den „widerwilligsten Bekehrten von ganz England." Diese bewusste Entscheidung durchzieht sein ganzes Werk. Er war u.a. freundschaftlich verbunden mit J.R. Tolkien, dem Autor von „Herr der Ringe", und ist selbst Autor bekannter Kinderbücher, Erzählungen und Bücher zum christlichen Glauben. Lewis-Bücher sind nichts für eilige Leser.
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