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TOP 500 REZENSENTam 30. März 2017
Der Autor

Timothy Keller (* 1950) ist erfahrener New Yorker Gemeindegründer und Pastor. Er zog in den 1980er-Jahren in die urbane Grossstadt, um eine christliche Gemeinde zu gründen. In den letzten Jahrzehnten hat er sich intensiv mit der Verkündigung des Evangeliums für das gesamte Leben an säkular geprägte Städter, seien es Singles, allein Erziehende, Doppelverdienende oder junge Akademiker befasst. Dabei hat er Gehör in den Leitmedien wie der New York Times gefunden oder ist beispielsweise an Google Talks aufgetreten. Sein schriftliches Werk ist bewusst pastoral gehalten. Er spricht als Pfarrer zu Nichtchristen und Christen.

Die Voraussetzung: Einen gemeinsamen Bezugsrahmen schaffen

Keller blickt auf einerseits auf die globale Entwicklung der Religionen und stellt dabei fest, dass das Christentum und der Islam schnell wachsen. Gleichzeitig sieht er die lokalen Gegebenheiten seiner New Yorker Gemeinde. In diesem Territorium sind die Säkularisten in der überwältigenden Mehrheit. Keller schlussfolgert: „Wir befinden uns in einer Phase unserer kulturellen Entwicklung, in der Gläubige wie Skeptiker sich in ihrer Existenz bedroht fühlen, weil beide – Säkularismus und religiöser Glaube – massiv auf dem Vormarsch sind.“ Er plädiert deswegen für gleich lange Spiesse. Solange der Säkularismus eine „neutrale“, aussen stehende, religionskritische Instanz bleibt, fehlt die gemeinsame Basis zur Verständigung. Deshalb fordert er: „Um sich vernünftig streiten zu können, braucht man einen gemeinsamen Bezugsrahmen, auf den man sich verständigt hat.“

Die Struktur

Das Buch enthält zwei Teile. Zuerst werden die wichtigsten Einwände des säkular geprägten Westens gegen den christlichen Glauben behandelt, nämlich: 1. Es kann nicht nur eine wahre Religion geben. 2. Wie kann ein guter Gott Leiden zulassen? 3. Das Christentum ist eine Zwangsjacke. 4. Das Christentum ist für so viel Unrecht verantwortlich. 5. Wie kann ein liebender Gott Menschen in die Hölle schicken? 6. Die Wissenschaft hat doch das Christentum längst widerlegt. 7. Man kann die Bibel doch nicht wörtlich nehmen.

Im zweiten Teil geht Keller der Frage nach, warum der christliche Glaube Sinn macht. Er beginnt bei den Hinweisen auf Gott, behandelt das (offensichtliche) Problem der Sünde, um dann das Evangelium mit der Botschaft des Kreuzes und der Auferstehung zu entfalten. Er schliesst ab mit der äusserst wichtigen Thematik der Dreieinheit Gottes.

Ein Beispiel: Warum lässt Gott Leid zu?

„Wenn Gott allwissend ist, warum soll er dann nicht moralisch hinreichende Gründe dafür haben, Böses zuzulassen, die du dir nicht vorstellen kannst?“ Dies ist eine der häufigsten Fragen in unseren nach-christlichen Ländern. In Kapitel 2 gibt Timothy Keller zu bedenken:

1. Nur weil ich Leid nicht erklären kann, muss es noch lange nicht sinnlos sein. Hinter der Frage steckt die Prämisse, dass nämlich “etwas Böses, das mir sinnlos vorkommt, auch tatsächlich sinnlos ist”. Oder anders ausgedrückt: “Wenn wir keine zufriedenstellenden Antworten auf das Problem des Leidens finden können, dann kann es keine geben.” "Viele Menschen scheinen davon auszugehen, dass, wenn es gute Gründe für die Existenz des Bösen gibt, diese auch unserem Verstand zugänglich sein müssten."
2. Die Tatsache, dass ich etwas als ungerecht bezeichnen kann, spricht sogar gerade für Gott. (C. S. Lewis) “Woher aber hatte ich meine Vorstellung von gerecht und ungerecht? … Womit verglich ich diese Welt, wenn ich sie ungerecht nannte?” (Alvin Plantinga) “Böses kann es nur geben, wenn wir irgendwie wissen, wie rationale Wesen leben sollten, leben müssen.”
3. Dass Gottes Sohn die tiefsten Leiden erfahren musste, gibt Hoffnung und Mut. "In Jesus Christus hat Gott die tiefsten Tiefen des Leidens erfahren. Glaube, obwohl er nicht jedes einzelne Leiden erklärt, kann uns ungeheuer helfen, dem Leiden nicht mit Verbitterung und Verzweiflung, sondern mit Hoffnung und Mut gegenüberzutreten." "Gott nimmt unser Elend und Leiden so ernst, dass er bereit war, es selber auf sich zu nehmen."
4. Die Auferstehung wird das Leid verwandeln. "Wir brauchen auch die Hoffnung, dass unser Leiden 'nicht umsonst ist'." "Alles Schreckliche und Falsche, das je passiert ist, wird nicht bloß ausgelöscht oder repariert werden, sondern es wird in gewissem Sinne die Freude und Herrlichkeit noch größer machen."

Wer soll das Buch lesen?

Ich sehe drei Zielgruppen:
• Jeder Mensch in der westlichen Welt, der sich noch nie mit dem Christentum auseinandergesetzt hat.
• Jeder Jugendliche und junge Erwachsene in der westlichen Welt, der die säkular dominierte gymnasiale Ausbildung und Hochschule durchläuft
• Jeder Christ, der sich glaubensstärkend mit den wichtigsten Einwänden gegen den christlichen Glauben sowie seinen Fundamenten (erneut) auseinandersetzen will

Fazit

Es gibt drei kritische Stellen, bei denen ich nicht gänzlich mit dem Buch mitgehe:
a) Die selbstverständliche Übernahme der theistischen Evolution – mit der Abgrenzung, dass sich dies nicht auf die Historizität des Sündenfalls beziehe – scheint mir zu voreingenommen.
b) Der Sündenbegriff wird vor allem in der horizontalen Dimension (Beziehungsstörung) betont. Die stärkere Betonung der vertikalen Dimension wäre unverzichtbar gewesen.
c) Die Trinität mit Metaphern zu beschreiben scheint mir generell heikel. Ich kann dem „Tanz der Dreieinigkeit“ nicht viel abgewinnen.

Abgesehen davon ist das Buch ein ausgezeichnetes Beispiel für negative (Einwände behandelnde) und positive (das Christentum darstellende) Apologetik.
12 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 2. Dezember 2016
Ein tolles Buch in dem Wirklich die wichtigsten Fragen zum Thema Schöpfung etc. beantwortet werden. Sehr zu empfehlen für Zweifler und für überzeugte
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am 12. November 2015
Ganz besonders gut geeignet fuer Logiker und andere die gerne tief nachdenken. Tim Keller ist fuer mich wie ein moderner C.S. Lewis.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 22. März 2014
Tim Keller legt mit diesem Buch eine Antwort auf die Neuen Atheisten vor und gibt jedem intellektuellen Zweifler, Kritiker, Zyniker, Interessierten und Informierten die wohl balancierteste Annäherung an die Gründe für einen Glauben.

Ich studiere Theologie und finde in dem Buch einige der großen Namen der aktuellen wissenschaftlichen und populären Debatten. Keller hat gründlich gearbeitet und beweist seine Ausgeglichenheit und Fairness gegenüber allen Seiten.

Kein Buch habe ich in den letzten Jahren mehr empfohlen, als dieses. Pflichtlektüre für alle Fragenden.
16 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 27. September 2013
Ich habe das Buch nun gelesen. Vieles erschien mir gut durchdacht, anderes ist eine Glaubensfrage, da Antworten nicht so einfach zu finden sind. Das erkennt der Autor, schätzt jedoch die Indizienlage zu Gunsten eines uns liebenden drei personifizierten Gott ein. Ich gehe in vielen konform aber gerade die letzten Kapitel erschienen mir zu sehr den Missionierunggedanken zu tragen. Sicher Glaube braucht die Überzeugung und Menschen die das Gedankengut weitertragen, aus dieser Perspektive folgt der Autor natürlich seiner Überzeugung. Mich persönlich stellt die genannte Selbstzentrierung vor Probleme, ich glaube auch das diese Blickrichtung verzerrt, eine Objektivität ist damit nicht mehr möglich, der Mensch kreist um sich Selbst und wird blind, Ersatzmechanismen greifen und werden zum Problem. Anderseits macht mir die völlige Loslösung vom Selbst hin zu Gott ein paar Probleme, völlige Hinwendung damit alles geheilt wird. Gerade die Aufklärung und der Individualismus ermöglichte vor nicht langer Zeit freies Denken, der Moderne westliche Mensch befinden sich in einem unausgewogenen System zwischen Glauben und Denken, hier liegt das Kernproblem. Die Aufforderung der Hinwendung zu Gott im ständigen Tanz und Lobpreisung, für Gott möglich? Ich als Mensch brauche aber manchmal neben dem Halt auch Unabhängigkeit und vielleicht auch Einsamkeit, auch hier ist es ein Wechselspiel zwischen Nähe und Abstand. Ein etwas profanes Beispiel: Ein kleines Kind braucht seine Eltern, diese sind der zentrale Mittelpunkt, folgt das älter werdende Kind seinen Eltern jedoch immer auf Schritt und Tritt, kann das für beide Parteien auch belastend wirken. Anders gesagt, ich als Individuum brauche von Gott Unabhängigkeit und Zuwendung zugleich, damit das Verhältnis "gesund" bleibt und ich denke bei Gott ist es ähnlich. Aus der Perspektive des Glaubens ist das Buch zu empfehlen und sicher auch um seine Gedanken zu ordnen, für mich bleiben dennoch ein paar Fragen offen, dies ist jedoch natürlich, denke ich.
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 6. Februar 2018
Timothy Keller ist ein bekannter Pastor und Gemeindegründer in den Vereinigten Staaten. Das Besondere an seiner Gemeinde ist, dass sich besonders alleinstehende, karriereorientierte, junge Leute von ihr angesprochen fühlen. Sie haben Fragen und auch Kritik an den christlichen Glauben, der ihnen fremd geworden ist. Timothy Keller lässt sie zu Wort kommen, und geht ausführlich auf ihre Fragen ein.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist in zwei Teile aufgeteilt. In dem ersten Teil werden, eingeteilt in verschiede Themenbereiche, kritische Fragen zum Gauben beantwortet, und im zweiten Teil geht Keller auf wesentliche Indizien für den Glauben ein.
Besonders im ersten Teil fand ich Kellers Argumentationsweise fesselnd und sehr hilfreich. Er beantwortet Fragen wie, „Wie kann ein liebender Gott jemanden in die Hölle schicken?“ „Wie kann ein guter Gott Leid zulassen?“ oder „Es gibt so viele Religionen. Wie könnt ihr behaupten, dass ihr die Wahrheit habt?“ Immer wieder zeigt sich, dass der Maßstab, den Kritiker an den Glauben anlegen, ihre eigene Argumente zum Einstürzen bringen würden, wenn sie ihre Vorstellungen mit demselben Maßstab messen würden. Kellers Beweisführung lädt zum Mitdenken und Hinterfragen von gängigen Vorstellungen und Argumenten ein.
Im zweiten Teil behandelt Keller theologische Fragen wie Schöpfung, Sünde oder Dreieinigkeit. Mit einem ganz anderen Ansatz als im ersten Teil zeigt er, dass der Glaube an Jesus sehr viel Sinn macht, wenn man mit Logik und gesundem Menschenverstand darüber nachdenkt, anstatt sich von Vorurteilen leiten zu lassen. Und das, finde ich, ist die Stärke dieses Buchs: Christen sind nicht Menschen, die zu faul sind um nachzudenken, und die einfach das übernehmen, was ihnen vorgesetzt wird. Je mehr man sich mit unserem Ursprung und unserem Wesen als Menschen beschäftigt, desto mehr weist das uns auf den Schöpfer und Erlöser hin, den wir in der Bibel kennenlernen.
Fazit: Meiner Meinung nach ist „Warum Gott“ ein gutes Buch, um sich selbst mit seinem Glauben und mit seinen Zweifeln auseinanderzusetzen, aber auch ein gutes Buch um sich auf Gespräche mit Suchenden vorzubereiten, und natürlich auch zum Weitergeben an fragende Menschen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 8. Februar 2016
Tim Keller denkt einfach weiter. Im Sinne eines CS Lewis differenziert er vermeintlich offensichtliches, entlarvt Argumente die über sich selber stolpern. Der Mann hat sehr gute Gedanken, neue Herangehensweisen. Auch sein podcast ist sehr empfehlenswert...
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 9. Mai 2013
Timothy Keller gelingt es in diesem Buch die wesentlichen Bedenken an die Existenz eines Gottes aufzugreifen und eine durchaus überzeugende Gegenargumentation darzustellen. Es ist ein Buch für Christen und Nicht-Gläubige, da sowohl allgemeine Fragen über Gott aufgegriffen werden, was die Existenz angeht und auch Fragen über das Christliche Gottesbild (Trinität) betrifft. Der Autor besticht in seinen Antworten dadurch, dass er die Annahmen der kritischen Fragen genaustens analysiert und darauf seine Argumentation aufbaut. Was z.B. die Trinitätslehre angeht, so ist Keller in der Lage nicht nur oberflächlich diese zu beleuchten, sondern auch die tiefergehende Bedeutung der Trinität für die Beziehung zwischen Gott und den Menschen aufzudecken. Generell besticht das Buch durch seine leicht verständliche, aber präzise Schreibweise, was ein recht einfaches Lesen und Verstehen gewährleistet.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 5. Juli 2015
Warum Gott ? Schon dieser Frage ist einer der Fragen, die sich so mancher stellt, der von Gott Antworten auf seine Fragen möchte.

Der bekannte Autor und Pastor Timothy Keller geht in diesem Buch, das bereits in 6.Auflage erscheint, verschiedenen wichtigen Fragen nach, die sich die Menschen in Bezug auf Gott stellen, z.B. die Frage, wie kann ein guter Gott Leiden zulassen oder wie kann ein liebender Gott die Menschen in die Hölle schicken ?

Der Autor arbeitet die Fragen gut heraus, bringt viele Beispiele und sein Schreibstil ist so angenehm, dass auch Leser ohne theologische Vorbildung das Buch gut lesen können. Es findet sich hier eine Fundgrube an Argumenten, Gedankengängen, Beispielen, die zum Nachdenken anregen und manchmal auch für den persönlichen Glauben neue Aspekte bringen.

Ganz klar muss man aber auch bei diesem Buch sagen, wer von Gott nichts wissen will, wird auch schwerlich durch dieses Buch überzeugt werden. Wer sich mit Gott und einigen wichtigen Glaubensfragen beschäftigen möchte, findet hier ein tolles Buch zum Nachdenken. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die anderen Bücher des Autors.
33 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 12. April 2016
Geniales Buch für alle, die Zweifel und Fragen über den Glauben haben.
Kann man nur empfehlen, und selber lesen. Danke
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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