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Im vorliegenden Buch versuchen sich zwei Theologen am Thema Kreuz und Kreuzestod. Ganz sicher gehört dieses Thema zu den schwersten, ist es doch auch heute schwer vorstellbar, dass ein Vater seinen Sohn hergibt um Sündern Heil widerfahren zu lassen.

Das Kreuz und der Kreuzestod Jesu sind bis heute Themen die wir gern vernachlässigen, an den Rand drängen und doch, so meinen es die beiden Autoren, ist das Kreuz eines der wichtigsten Themen und gehört mitten hinein in unser Glaubensleben.

"Karfreitags - oder Weihnachtschristentum?"

Sehr aktuelle Fragen stellen beide Autoren. So gehen sie der Frage nach: "Ist die Sühnevorstellung dem modernen Menschen noch zumutbar?" Der Leser wird Zeuge wie Theologen heute mit dieser und ähnlichen Fragen umgehen und er ist gefordert aus seiner bequemen Beobachterhaltung herauszukommen und selbst zu überlegen was er glaubt.

Dieses streitbare Glaubensbuch, dass auf der Höhe der Zeit ist und sich um Verständlichkeit auch Laien gegenüber bemüht, stellt erfrischende Fragen, die so leider nur selten zu hören sind, bei denen aber sogleich deutlich wird um wievieles reicher unser Glaube sein könnte, wenn man sich um allgemein anerkannte Antworten bemühen würde. Selbstverständlich ist dann nach dem Finden von Antworten auch ihre Weitervermittlung bis zu Basis hin zu planen.

"Hat das Kreuz eine Heilsbedeutung?"

Spannend und interessant sind dann die Predigten von Michael Herbst zu lesen. Auch wenn sie bereits aus dem Jahr 2009 sind, so zeigen die Worte des Greifswalder Professors doch deutlich, dass es sehr wichtig ist die Menschen an der Basis in die Überlegungen der Theologen miteinzubeziehen.

Die Tendenz des Buches ist klar und eindeutig. Als Leser fühle ich mich nach dieser Lektüre reicher. Michael Herbst sagt: "Gott kann leiden. Gott kann mich leiden. Gott kann für mich leiden."

Wenn wir uns weiter vor dem Thema Kreuz und Kreuzestod drücken, berauben wir uns selbst eines zentralen Glaubensinhaltes, dies wird in diesem Buch sehr deutlich!
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