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Kundenrezensionen

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am 15. September 2009
Flavia ist nich so ganz von dieser Welt, um nicht zu sagen: sie lebt in ihrer eigenen. Jüngste Tochter einer verstorbenen Mutter und eines verschrobenen Vaters, hat sie sich eine ganz besondere Lebensnische ausgeguckt: Flavia ist von allem fasziniert, was mit Chemie zu tun hat, allen voran von Giften.
Erstes Studienobjekt ist ihre gehassliebte Schwester Ophelia, kurz Feely. Erste Genossin im Kampf gegen das Verbrechen ist Gladys - ihr Fahrrad.

Und Verbrechen gilt es zu bekämpfen, denn eines unschönen Morgens entdeckt Flavia einen Sterbenden im Buckshawschen Gurkenbeet. Leider weiß sie nur zu gut, daß ihr Vater Streit mit diesem Mann hatte - Colonel de Luce steht denn auch bald offiziell unter Mordverdacht. Jetzt legt Flavia los: mit Feuereifer macht sie sich daran, den aberwitzigsten (gelegentlich nur in ihrer Phantasie existierenden) Hinweisen zu folgen. Und lernt dabei zum ersten mal ihren Vater kennen...

Das Buch wurde ja ohne Ende mit Vorab-Lorbeeren überhäuft. Ein Preis auf Grundlage eines einzigen Kapitels? Das stimmt mich eher mißtrauisch, denn ich war schon öfter von Büchern enttäuscht, von denen ich die Leseproben hochspannend fand. Bei diesem Roman hier war mein Mißtrauen jedoch unbegründet - ich mochte es vom Fleck weg. Flavia und ihre Schwestern sind in sich schlüssig geschilderte Charaktere, und auch die Schwierigkeiten eines mutterlosen Mädchens mit ihrem in sich gekehrten Vater werden berührend beschrieben. Das ist eine ordentliche Portion Tragik in einer ansonsten witzig-skurrilen Geschichte. Und das funtkioniert sehr gut zusammen. Ich fand das Buch Klasse und freue mich schon sehr auf die Folgebände.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Oktober 2009
Die elfjährige Flavia lebt mit ihren Schwestern, Orphelia und Daphne, auf Buckshaw, dem Anwesen ihres Vaters, Colonel de Luce. Flavia ist ein liebenswert schräges Früchtchen mit einem analytischen Verstand und einem dazu passenden Chemielabor, in dem sie vorzugsweise Gifte zusammenmischt. Beides braucht sie um einen Mord aufzuklären, bei dem ihr Vater als Hauptverdächtiger festgenommen wird.
Hilfe bekommt sie von Inspektor Hewitt, dem sie allerdings immer eine Nasen(weis)länge voraus ist. Der muss sich beeilen, um mit dem Dreikäsehoch Schritt zu halten, denn Flavia ermittelt auf eigene Faust, und tritt damit eine Reise in die Vergangenheit ihres Vaters an.

Favia de Luce ist ein wunderbarer Charakter, der mir während des Lesens ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert hat. Sie ist klug, selbständig und eigenbrödlerisch und weiß sich mit ihren elf Jahren gegen ihre beiden älteren Schwestern durchzusetzen. Dabei lässt sie sich nicht in eine Schublade stecken: Mal ist sie keck und taff, mal ein guter Kumpel oder ein gewitzter Sherlock Holmes, um einige Seiten weiter wieder ganz Kind zu sein.

Auffallend in dieser Geschichte waren für mich neben den etwas schrulligen Charakteren wie Flavia, Dogger oder Miss Montjoy zudem die Sprache des Autors, die sich erholsam von der Masse unterscheidet. Bei Alan Bradley sitzt jedes Wort. Er arbeitet mit Bildern und Metaphern und webt so mit jedem Satz ein lebendiges Bild seiner Heldin, die eine ganz eigene Art hat, ihre Umwelt wahrzunehmen. Das Ganze wird von witzigen Dialogen unterstrichen, wie dem auf Seite 43:
"Ich hab im Gurkenbeet eine Leiche gefunden"
"Das sieht dir mal wieder ähnlich!"

Abschließend möchte ich noch die beiden Übersetzer erwähnen, Gerald Jung und Katharina Orgaß, die einen richtig tollen Job gemacht haben.

"'Mord im Gurkenbeet'" (Original: "The Sweetness at the Bottom of the Pi'") ist der Auftakt einer Serie um Flavia de Luce und ihren abenteuerlichen Ermittlungen. Teil 2 erscheint in den USA im März 2010 unter dem Titel "'The Weed That Strings the Hangman's Bag: A Flavia de Luce Mystery"'.

Da bin ich in jedem Fall wieder mit dabei, denn der Roman war ein herrliches Lesevergnügen, den ich sehr empfehlen kann.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

ERGÄNZUNG ZUR HÖRBUCHVERSION:

War ich schon von dem Buch ganz begeistert, hat es mir die Audioversion einmal mehr angetan.
"Liebenswert" und "herzerwärmend", wie oft habe ich das während des Hörens gedacht! Davon abgesehen, dass der Roman sprachlich wunderschön ist, setzt die Sprecherin, Andrea Sawatzki, noch einen drauf. Sie trägt die Geschichte so richtig Flavia-mäßig vor, wie ein kleiner Schelm, der etwas ausgeheckt hat. Ihre Stimme passt perfekt zu Miss Naseweis.

Fazit:
Eine richtig schöne Geschichte für jung & jung gebliebene, als Buch, wie auch als Hörbuch. Klasse Erzählstil & superschön vorgetragen von Andrea Sawatzki.

Mord im Gurkenbeet
von Alan Bradley
Gelesen von Andrea Sawatzki
Gekürzte Lesung/ 6 CDs
6 Std. 51 Min.
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am 25. Oktober 2009
Famos!

Dieses Wort beschreibt passend wie ich, würde man mich auffordern das Buch mit einem Wort zu charakterisieren, dieses beschreiben würde. Durch Zufall stieß ich beim Stöbern durch neu erschienene Bücher, aufgrund des mir sofort ins Auge springenden Covers, auf dieses Kleinod eines Kriminalromans. Das Cover sprach mich, ebenso wie der Klappentext an und schwupps war es erstanden. Und ich muss sagen es hat sich mehr als gelohnt: Bereits nach dem ersten Kapitel (durch welches es auch seine Auszeichnung erhielt) war ich im Bann von der charmantesten, liebenswertesten, witzigsten und sowieso sympathischsten Detektivin, die mir je untergekommen ist, namens "Flavia de Luce" und auch die nächsten Kapitel sollten diesen nicht brechen.

Als Erstes ist das Buch, wie es sich für einen guten Krimi gehört, sehr spannend und man ist immer (aufgrund der vielen Andeutungen) am mit rätseln, aber dies allein macht das Buch natürlich noch nicht zu dem Besonderem, was es ist. Der Clou ist die Hauptperson, die 11-jährige äußerst pfiffige und intelligente Flavia, leidenschaftliche Giftmischerin mit einem heimlichen Laster: Karamellstangen. Diese entdeckt eines Tages eine Leiche und zwar nicht irgendwo, sondern bei sich im heimischen Gurkenbeet auf Buckshaw dem Anwesen ihrer Familie, einem altehrwürdigen britischen Adelsgeschlecht. Damit beginnen die Ermittlungen unserer Detektivin, die einen nicht mehr loslassen werden.
Nicht zuletzt gelingt dies Alan Bradley bzw. der kleinen Flavia durch die unzähligen herrlich komischen Vergleiche, welche Flavia in ihren Gedankengängen immer wieder zieht. Zudem schließt man Flavia einfach mit ihrer ungenierten, raffinierten und wie passend auf dem Buchdeckel geschrieben "naseweisen" Art Leute zu befragen und Dinge zu erforschen ins Herz. Liebhaber der britischen ländlichen Idylle mit ihren skurrilen, aber auch einzigartigen Bewohnern, die so manches dunkles Geheimnis verbergen (wie es auch in manch anderen englischen Krimis der Fall ist) und des zuweilen auch etwas schwärzeren britischen Humors sollten nicht zögern, denn sie werden sicherlich große Freude mit Flavia de Luce haben.
Manche die aufgrund eines Kindes als Hauptperson eventuell zögern, sei gesagt: Flavia ist intelligenter als viele Erwachsene, nur eben wesentlich liebenswerter. Das Buch ist also kein Kinderbuch in diesem Sinne, sondern für Kinder wahrscheinlich teilweise sogar aufgrund vieler Fremdwörter schwer zu verstehen, vor allem was den Humor anbelangt. Dies sollte also kein Grund zum Nicht-Lesen sein!

Der Roman ist vom Anfang bis zum Ende oder wie Flavia sich eventuell ausdrücken würde von Arsen bis Zyankali, mit seiner perfekten Mischung aus Humor und Spannung, ein kleines Meisterwerk. Flavia ist nicht nur eine würdige Nachfolgerin für so manchen Ermittler, wie Miss Marple, nein, sie ist sogar noch etwas mehr!

Das Einzige was ich zu bemängeln weiß ist daher: Beim Lesen kroch schnell in mir ein Gefühl der Trauer hoch, da ich wusste, dass ich nach den 383 Seiten vorerst Abschied von Flavia und ihrer Welt nehmen müsste! So kann ich nur hoffen, dass Flavia auch bei uns bald wieder den Leuten Löcher in den Bauch fragt!
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am 4. Juni 2011
"Mord im Gurkenbeet" gefiel mir zunächst als klassischer englischer Krimi. Es gibt zahlreiche alte Gemäuer, ein beschauliches Dorf, jede Menge skurile Typen und natürlich einen ungewöhnlichen Todesfall. Die Atmosphäre stimmt also, aber nach einer gewissen Zeit ging mir die Protagonistin doch ein bisschen auf die Nerven. Was sie mit ihrern 11 Jahren schon alles wissen soll. Neben ihrer Leidenschaft für Chemie kennt sie sich in klassischer Musik und Literatur aus und ist so super selbstständig, dass sie jeden Erwachsenen durchschaut.
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am 14. April 2015
3,5 Sterne

»Ich würde gerne behaupten, dass ich mich gefürchtet hätte, aber das stimmt nicht. Ganz im Gegenteil. Es war das mit Abstand Spannendste, was ich je erlebt hatte.« S. 37

Meine Meinung

Das Buch hatte ich vor einigen Jahren schon mal angetestet und hatte nicht wirklich reingefunden. Jetzt wollte ich ihm aber nochmal eine Chance geben und siehe da: manchmal erwischt man einfach den richtigen Zeitpunkt :)

Flavia de Luce ist 11 Jahre alt und alles andere als ein gewöhnliches Mädchen. Sie lebt mit ihrem Vater, Colonel de Luce und ihren beiden älteren Schwestern Ophelia und Daphne auf einem Anwesen nahe des Dorfes Bishop's Lane im England des Jahres 1950.
Flavias Mutter starb beim Bergsteigen, als das Mädchen erst 1 Jahr alt war. Dass ihr das sehr zu schaffen macht, verdrängt die 11jährige sehr gut, doch die gehässigen und arroganten Schwestern rufen es ihr immer wieder nur zu gerne in Erinnerung. Das Verhältnis zwischen den Geschwistern ist wirklich sehr fragwürdig, denn es kommt schon mal vor, dass die beiden Älteren Flavia im Schrank auf dem Dachboden einsperren - gefesselt und geknebelt versteht sich. Doch wie aus vielen anderen brenzligen Situationen windet scih die junge Flavia mit ihrem logischen Verstand wieder heraus.
Bei ihrem Vater hat sie leider auch kaum Rückhalt. Als ehemaliger Berufssoldat ist er zwar tapfer, unbeugsam und dabei unerschütterlich britisch; aber in vielen Situationen auch angespannt, jähzornig und trübsinnig. Familiäre Liebe wird in diesem Haushalt nie wirklich gezeigt, da anscheinend jeder Angst hat, sich vor den anderen zu öffnen; ein kaltes, eher ungemütliches Heim.

Doch Flavia lässt sich davon nicht unterkriegen, denn sie hat für sich einen Rückzugsort gefunden, der sie sogar ihrer toten Mutter näherbringt: das alte Chemielabor eines Vorfahren, das im Ostflügel des Anwesens vor sich hingestaubt hat. Für ihr Alter ist sie sehr belesen und hat sich die Grundlagen und auch einiges weitere über chemische Zusammensetzungen selbst beigebracht und experimentiert dort am liebsten mit Giften jeglicher Art.

Die Handlung ist einerseits ein nebulöser Kriminalfall, dessen Lösung das Mädchen mit entschlossenem Eifer und unerschütterlichem Ehrgeiz verfolgt - aber andererseits auch die Geschichte eines einsamen Kindes, das auf seine eigene Art irgendwie versucht, mit ihrem Leben klarzukommen. Sehr oft wirkt Flavia altklug und sie kompensiert ihr Gefühl der Verlorenheit mit einem (zu) gesunden Selbstvertrauen, dass mich überraschenderweise nicht wirklich genervt, sondern einen erfrischend positiven Eindruck gemacht hat. Allerdings gab es manchmal Stellen, die mir zu sehr mit chemischen oder anderen Fachbegriffen überfüllt waren, das war dann doch etwas zu viel des guten.

Stückweise war es sehr amüsant und hat mich gut unterhalten, dann war es wieder etwas ausschweifend und gerade der Schluss hat sich ganz schön hingezogen. Insgesamt war die Schreibweise aber angenehm spielerisch, komplex und flüssig zu lesen. Der Autor lässt die Geschichte von Flavia aus der Ich-Perspektive erzählen; das hat mich Flavia und ihren Gedanken sehr nahegebracht, war aber auch ungewöhnlich mit den vielen Wortspielereien, wenn man das Alter der Protagonistin bedenkt. Aber sie ist ja auch alles andere als gewöhnlich ;)

Fazit

Eine sehr ungewöhnliche Protagonistin, die ich ins Herz schließen konnte und eine recht untypische Ermittlung, die manchmal doch einige Längen hatte. Insgesamt hat es mich aber gut unterhalten und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Flavia de Luce Reihe

1 - Mord im Gurkenbeet
2 - Mord ist kein Kinderspiel
3 - Halunken, Tod und Teufel
4 - Vorhang auf für eine Leiche
5 - Schlussakkord für einen Mord
6 - Tote Vögel singen nicht
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Ich kann mich den so sehr vielen 5 Sterne Bewertungen und den Lobeshymnen leider nicht vollkommen anschließen. Das hat mehrere Gründe.

Es wird damit geworben, dass das Buch anhand eines Kapitels den renommierten Dagger Award gewonnen hat. Das stimmt nicht so ganz. Das Buch hat nicht den Hauptpreis, den ich als den "Dagger Award betiteln würde, gewonnen sondern nur eine Unterkategorie, die da heißt Bestes Werk eines bisher nicht veröffentlichten Autors - Debut Dagger". Und ich finde es vom Verlag ein ganz klein wenig geschummelt, vermutlich um 10 Bücher mehr verkaufen zu können, zu sagen das es DEN Dagger Award gewonnen hat. Als Debüt, ist es gut, aber mir wird vorgegaukelt, dass es den großen weltbekannten Preis gewonnen hat, und das hat es nun mal nicht. Ist wie bei den Oscars: es ist ein Unterschied, ob der Film "Bester Film" geworden ist oder eben nur einen Preis für den "Besten Tonschnitt" erhalten hat. Also für mich ist es ein kleiner Unterschied.

Einer der anderen Rezensenten hat gefragt, welches Kapitel der Jury zur Verfügung stand, denn mit dieser Aussage wird ja auch geworben. Laut Webseite des Dagger Award handelte es sich um das 1. Kapitel. Was mich fragen lässt, wie schlecht die anderen Teilnehmerbeiträge waren. Denn das 1. Kapitel hat mich ehrlich gesagt nicht so vom Hocker gehauen. Mir hat z.B. das Kapitel mit Flavias Gefängnisbesuch viel besser gefallen.

Ich finde es grundsätzlich ein wenig verwirrend, wie das Buch beworben wird bzw. wie ich es einordnen soll: es sieht aus wie ein Kinder/Jugendbuch. Nirgends gibt es eine Altersempfehlung, was eigentlich darauf schließen lässt, dass es ein Erwachsenen Roman sein könnte. Der Dagger Award wird eigentlich nicht an Kinderbücher vergeben und die Hauptperson ist 11 Jahre alt, verhält sich manchmal aber nicht so. Ich persönlich würde es eher in Richtung Kinder/Jugendbuch einordnen und möchte das an dieser Stelle noch einmal erwähnen, weil das bisher nicht getan wurde. Erwachsene sollten keinen Erwachsenen Krimi erwarten. Ich vermute, der Verlag möchte auf der Tintenherz/Biss/Harry Potter Welle mitreiten und mit einem Hypbridwerk, das angeblich sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern gelesen werden kann, ein bisschen mehr Geld verdienen. Wobei vielleicht der ein oder andere Erwachsene ein wenig enttäuscht zurückgelassen werden könnte. Man hat bei einem Dagger Award Preisträger eben gewisse Erwartungen. Übrigens hat das Buch den Preis schon 2007 gewonnen.

Komme ich nun zum Buch:

Ich finde, das das Buch ganz unterhaltend ist, allerdings vermisse ich auch ein wenig die Chemie an sich. Am Anfang ging es wirklich gut los, aber es wird mehr über die Chemie geredet, als sie angewandt und das finde ich ein wenig Schade. Denn das wäre mal wirklich was anderes gewesen. Allerdings finde ich das andere vorherrschende Thema Briefmarke" auch nicht uninteressant. Insgesamt hat der Autor da wirklich einige gute und unterhaltsame Ideen gehabt, nur befürchte ich, das das Buch zu sehr in den Himmel gelobt wurde und es bestimmt den ein oder anderen Leser gibt, der mit einer gewissen Erwartung an das Buch geht und dann unweigerlich enttäuscht werden muss. Das ist bedauerlich. Der Vergleich mit Miss Marple ist auch nicht schlecht und ich denke, wenn man sich eine junge Miss Marple vorstellt, bevor man mit dem Buch anfängt, dann ist man da schon auf dem richtigen Weg. Flavia wird wirklich ausführlich beschrieben, leider leiden einige andere Nebenfiguren unter einer leichten Oberflächlichkeit, die vielleicht in den Folgebüchern aber auskuriert werden könnte. Mir gingen die kleinen Streitigkeiten zwischen den Schwestern ein wenig auf die Nerven. Flavia ist für mich zwar nicht "die genialste Giftmischerin des englischen Kriminalromans" (so steht es auf dem Buchrücken), aber unterhaltsam ist sie auf alle Fälle. Sie ist eine gute Beobachterin und hat einen trockenen, leicht schwarzen Humor. Man kann während der Lektüre das ein oder andere Mal schmunzeln und interessant ist die Handlung auch. Ich würde jetzt nicht "spannend" und "fesselnd" sagen, aber langweilig ist es nicht. Es ließt sich gut weg, die länge der Kapitel ist angenehm, zum einen für Abends-im-Bett-Leser zum anderen für junge wenig Leser.

Das Cover hat mich übrigens sehr angesprochen und ich denke, ich werde auch weitere Bücher aus der Reihe lesen. Ich würde das Buch für Leser ab ca. 13 Jahren empfehlen. Eigentlich würde ich 3,5 Sterne vergeben, aber das geht leider nicht. Deswegen tendiere ich wohlwollend zu 4 Sternen.
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am 21. September 2009
Alan Bradleys erster Roman "Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet" ist ein bezaubernder Krimi, der mit viel Witz und Humor angereichert ist. Und nicht erst seit Miss Marple wissen wir, dass auch im beschaulichen Landleben Englands das Verbrechen hinter jeder schönen Gartenmauer lauert. Mit seiner jungen, gewitzt-vorwitzigen Heldin, die auf ihrem Rad "Gladys" der Polizei immer eine Nasenspitze voraus ist, präsentiert Bradley einen kindlich unbeschwerten All-Age-Krimi, von dem man noch viele weitere Fälle erwarten kann. Miss Marple hat hier eine würdige Nachfolgerin gefunden.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Oktober 2010
Mit "Mord im Gurkenbeet" hat Alan Bradley den Auftakt einer Reihe vorgelegt, die die beiden Genres Krimi und Jugendliteratur auf vortreffliche Weise verbindet. Im Gegensatz zu den Endloskrimireihen, bei denen meist ein geschiedener skandinavischer alkoholkranker Kommissar ermittelt, ist es erfrischend auf eine Reihe zu stoßen, die von vorneherein "nur" auf 6 Bände ausgelegt ist und bei deren Hauptfigur es sich um ein 11jähriges Mädchen mit einem ausgeprägten Hang zur Chemie handelt.

In ihren ersten Mordfall wird die 11jährige Flavia rein zufällig verstrickt. Im Gurkenbeet des de Luceschen Anwesens haucht ein Fremder seinen letzten Atemzug in Gegenwart der jungen Hobbydetektivin aus. Noch am Abend zuvor wurde Flavia Zeuge eines Streits, der zwischen ihrem Vater und eben diesem Fremden ausgetragen wurde. Sollte ihr Vater etwa den Tod des Mannes auf dem Gewissen haben? Flavia ermittelt auf eigene Faust und ist der ortsansässigen Polizei meist um eine neugierige Nasenspitze voraus. Im Laufe ihrer Ermittlungen entdeckt sie tatsächlich einen dunklen Punkt in der Vergangenheit ihres Vaters und bringt damit ihr Leben in Gefahr...

Obwohl der Kriminalfall äußerst einfallsreich konzipiert ist und ich trotz einer frühen Ahnung, wer in dem Mordfall die Finger im Spiel hatte, über die ganze Tragweite dieses Falls lange gegrübelt habe und mehr als einmal überrascht wurde, ist das Verbrechen neben dem, was den eigentlichen Charme dieser skurril-komischen Geschichte ausmacht, nur nebensächlich.
Alan Bradley hat mit Flavia eine naseweise und altkluge Figur geschaffen, die sicherlich keiner früher als kleine Schwester hätte haben wollen ;o) Neben dem kriminalistischen Handlungsstrang spielt auch Flavias Familienleben und die Beschreibung der einzelnen Charaktere eine große Rolle. Die junge Halbwaise lebt zusammen mit ihrem zurückgezogen lebenden Vater, ihren zwei älteren Schwestern, einer Köchin und dem Bediensteten Dogger auf dem ländlichen Anwesen Buckshaw. Ihre Schwestern Daffy und Feely müssen des öfteren als Versuchskaninchen für Flavias chemische Versuche herhalten, umgekehrt versuchen die beiden Großen der kleinen Schwester ständig weis zu machen, dass sie adoptiert ist, hach... da kommen beim Lesen nostalgische Gefühle auf, welchen "Spaß" man früher mit den eigenen Geschwistern hatte ;o)
Die Geschichte spielt in England Mitte des 20. Jahrhunderts unter der Herrschaft von König George VI. Sowohl das Setting als auch das begehrte und äußerst seltene Kleinod, um das sich der Mordfall dreht, sind "very british". Alan Bradley schreibt sehr authentisch, gewitzt und mit viel Sinn für Situationskomik. Wer Miss Marple mochte, wird Flavia lieben!

Reihen-Info:
1. The Sweetness at the Bottom of the Pie (Mord im Gurkenbeet)
2. The Weed that Strings the Hangman's Bag (Mord ist kein Kinderspiel)
3. A Red Herring Without Mustard
4. Seeds of Antiquity
5. Death in Camera
6. The Nasty Light of Day
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TOP 500 REZENSENTam 31. August 2014
Flavia ist elf Jahre alt, aber wenn man auf die Idee käme, sie mit anderen Kindern dieses Alters zu vergleichen, wäre das ein absurdes Unterfangen, denn Flavia ist völlig anders als wohl die meisten Kinder. Die Geschichte ist aus ihrer Sicht erzählt, und schon die ganze Ausdrucksweise zeugt von hoher Intelligenz und schneller Auffassungsgabe. Am liebsten hält sie sich in ihrem eigenen Labor auf, denn für Chemie interessiert sie sich außerordentlich. Sie als altklug zu bezeichnen, würde ihr ganz und gar nicht gerecht werden, denn sie ist auf ihrem Lieblingsgebiet ein Genie und eine geniale Giftmischerin dazu. Wenn ich die historischen Anspielungen im Verlauf der Handlung richtig interpretiere, spielt der Roman ziemlich genau zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Flavia hat noch zwei ältere Schwestern. Mit ihrem Vater leben die drei Mädchen auf dem englischen Landsitz Buckshaw. Ihre Mutter ist beim Bergsteigen in Tibet verschollen, und eigentlich nur, wenn Flavia an sie denkt, merkt man, dass sie irgendwo doch noch ein kleines, einsames Mädchen ist.
Aber meist muss sie sich gegen ihre beiden Schwestern durchsetzen, denn das Verhältnis zwischen den Geschwistern ist alles andere als liebevoll.
Als Flavia eines Morgens im Gurkenbeet ihres Anwesens einen Toten entdeckt, ist sie nicht etwa verstört, sondern eher fasziniert, wie das folgende Zitat zeigt: »Ich würde gerne behaupten, dass ich mich gefürchtet hätte, aber das stimmt nicht. Ganz im Gegenteil. Es war das mit Abstand Spannendste, was ich je erlebt hatte.«
Flavias Scharfsinn ist erstaunlich, sie betätigt sich auf eigene Faust als Ermittlerin, und auch auf diesem Gebiet kann sie der Polizei noch etwas vormachen. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo sie befürchtet, zu weit gegangen zu sein, denn ihr eigenes Leben gerät in Gefahr.
Die Story hat jede Menge Interessantes zu bieten, denn die Handlung ist einerseits skurril, dabei aber durchaus glaubwürdig dargestellt, wenn auch häufig mit einer guten Portion schwarzem, englischem Humor gewürzt. Auch Philatelisten werden ihre Freude an der Geschichte haben, denn es geht bei diesem Mordfall auch um eine sehr wertvolle, verschwundene Briefmarke. Neben der jugendlichen Heldin Flavia begegnet man noch so einigen exzentrischen und originellen Charakteren. Alles in allem ist dies ein kurzweiliges und äußerst amüsantes Buch, bei dem man herzhaft lachen und öfter mal staunen kann. Ich freue mich jetzt schon auf die weiteren Bände.
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am 12. Dezember 2014
Wenn Leichen das Gurkenbeet rocken...
und kleine Mädchen Fälle lösen müssen...

Heute habe ich für euch das Buch "Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet" von Alan Bradley aus dem Penhaligon Verlag und somit Flavias 1. Fall.

Im Leben der 11 - jährigen Flavia geht gerade alles drunter und drüber.
Gerade erst hat sie erfahren, dass sie adoptiert ist und nun folgt auch schon der nächste, äußerst seltsame Vorfall.
Als sie eines Tages eine Leiche im heimischen Gurkenbeet findet, ist die Verwunderung groß.
Wer ist der Mörder?
Warum wurde hier gemordet?
...und wie zur Hölle kam die Leiche überhaupt ins Gurkenbeet?
Die Polizei vermutet Flavias Vater als potenziellen Mörder.
Das liegt zwar nahe, da er sich noch am Vorabend mächtig mit dem Toten gestritten hat, doch das ist für Flavia undenkbar!
Sie will die Unschuld ihres Vaters beweisen...
und so...
ist Flavias erster Fall im vollen Gange!

Ich liebe Flavia total!
Ihr Charakter, ihr Auftreten und ihre Art ist einfach so raffiniert und gewitzt, dass sie einem total lebendig und real vorkommt.
Mit einem fesselnden Schreibstil und einer gehörigen Prise Kuriosität ist dieses Buch nicht nur ein Kinderbuch, sondern durchaus ein Buch für alle Krimifans.
Oftmals hat mich Flavia auch ein wenig an Emily the Strange erinnert, die ich ebenfalls total mag.
Das Cover ist einfach nur ein totales Schmuckstück im Regal und irgendwie mag ich Flavias gerissenen Blick :D
Mich hat Flavia total begeistert und ich bin schon extrem darauf gespannt, wie sie ihre kommenden Fälle so bewältigen wird ^^
Für mich ein raffiniertes Buch, mich viel Kuriosität und Spannung!

Ich vergebe mörderisch gute 5 von 5 Löwchens!

Das war es dann von mir!
Viele Grüße
Eure
Leo Löwchen
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