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Kundenrezensionen

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am 25. Dezember 2012
Diese Krimireihe hat eine ungewöhnliche und spritzige junge Heldin. Gegen alle Widerstände untersucht sie die anliegenden Fälle und versteht es, den Leser gut zu unterhalten sowohl durch ihre Intelligenz als auch durch das etwas skurile Umfeld. Interessant und amüsant
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am 3. Mai 2015
3,5 Sterne

Also die Cover sind wirklich toll gemacht! Ich liebe ja Scherenschnitte und die Stimmung der Bücher wird da wunderbar transportiert - leicht morbide und mit einer guten Portion trockenem Humor. Der Autor ist sich auch im dritten Band seinem Schema gleichgeblieben. Der Schreibstil ist wirklich was besonderes und aus der Sicht von Flavia eine erfrischende Abwechslung.

Nur wenige Monate nach dem Mord an dem Puppenspieler stolpert die 11jährige Flavia wieder über eine Leiche. Dieses Mal hält sie auch bewusst Informationen zurück, die der Polizei weiterhelfen könnten, denn Inspektor Hewitt scheint in ihr nicht die hilfsbereite Ermittlerin zu sehen, die Flavia gerne sein würde.
Der Start war hier anders als in Band 2 gleich mit einigem Rummel verbunden und es gibt einige Hinweise und Spuren, die die kleinen grauen Zellen zum Rattern bringen. In der ersten Hälfte fand ich das Gleichgewicht zwischen dem Tempo der Handlung und Flavias geistlichen Ergüssen gut ausgewogen, ab der zweiten Hälfte war es dann etwas langatmiger und hätte mit mehr Spannung aufwarten können.

Schön finde ich in dieser Reihe, dass man das Dort Bishop's Lacey und seine Bewohner immer besser kennenlernt, da fühlt man sich immer mehr zu Hause. Natürlich kommt einem auch Flavia immer näher - ein sehr einsames Mädchen, das nie wirklich tiefe Gefühle erfahren durfte. Der Vater hat sich nach dem Tod ihrer Mutter sehr zurückgezogen, trotzdem weiß sie auf eine verschrobene Art, dass er sie liebt. Ihre beiden älteren Schwestern sind einfach nur ätzend zu ihr und geben ihr das Gefühl, von niemandem gewollt zu sein. Dadurch hat Flavia eine sehr eigenwillige Methode gefunden, mit dieser Ablehnung fertig zu werden: sie flüchtet in die geistige Welt der Fantasie auf eine eher sarkastische Weise und widmet sich mit viel Eifer ihrem größten Hobby, der Chemie. Dadurch wirkt sie sehr erwachsen und natürlich auch äußerst merkwürdig - aber es kommt auch immer wieder das Kind in ihr durch und die Sehnsucht nach Gesellschaft und einer Freundin, der sie sich anvertrauen kann.

Bei der Aufklärung gab es viele Verwicklungen, bei denen man lange nicht so richtig durchblickt, zumindest mir ist es hier etwas schwerer gefallen. Das Ende war aber stimmig und insgesamt gut durchdacht - allerdings hätte man es etwas dramatischer gestalten können, aber das ist halt nicht Flavias Art :D

Fazit

Ein unterhaltsamer dritter Band der Reihe, der stellenweise etwas träge war. Die Wortspielereien des Autors sind einfach köstlich, die Protagonistin herzerfrischend und die Atmosphäre gut gelungen. Bin gespannt auf die Fortsetzung!

© Aleshanee
Weltenwanderer

Flavia de Luce Reihe

1 - Mord im Gurkenbeet
2 - Mord ist kein Kinderspiel
3 - Halunken, Tod und Teufel
4 - Vorhang auf für eine Leiche
5 - Schlussakkord für einen Mord
6 - Tote Vögel singen nicht
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am 8. Januar 2013
...mit viel englischem Humor! Ich liebe Flavia, die mal wieder alle in den Sack steckt! Wesentlich besser als ihr zweites Abenteuer, kommt sehr nahe an den Mord im Gurkenbeet, den ich auch richtig gut fand! Lohnt sich!
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am 20. Juni 2013
Flavia de Luce bleibt auch bei ihrem dritten Fall unertäglich Altklug und viel intelligenter, als ihre Umwelt vertragen kann. Ein Mädchen nach meinem Geschmack. So kann man sich Miss Marple als Kind vorstellen...
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am 13. November 2012
Dieses ist nun meine dritte Begegnung mit Flavia und alles, was ich über die Vorgängerbücher geschrieben habe, trifft auch hier wieder zu. Man muss die ersten beiden Bücher nicht gelesen haben, um die Handlung des dritten zu verstehen, aber es wäre schade, wenn man Flavia nicht von Anfang an richtig kennenlernen würde.

Zum Inhalt ist nicht viel zu sagen. Es geschieht natürlich ein Mord und die Zahl der Verdächtigen ist nicht gerade klein. Wenn man denkt, so langsam hinter das Schema schauen zu können, fühlt man sich getäuscht. Bis zur letzten Seite bleibt der Täter im Verborgenen. Dass er zum Schluss doch noch gefasst wird, sind nicht DNA-Analysen oder Recherchen im Internet zu danken - die gab es zum Zeitpunkt der Handlung noch lange nicht. Nein, bei Flavia ist alles noch Hand- und Geistesarbeit. Damit setzt sich Alan Bradley erfrischend von der Masse der Krimischreiber ab.

Sicher ist man als Leser bestrebt, das Motiv und die Identität des Mörders zu enträtseln, aber das ist nicht das Wichtigste und Schönste an den Büchern. Es ist die Protagonistin schlecht hin und die Art und Weise, wie der Autor die Geschichte erzählt. Sie kommt locker flockig daher, ist gewürzt mit prickelndem Humor und versetzt den Leser in eine vergnügliche Stimmung. Die Heldin muss man einfach lieb haben. Ich würde fast so weit gehen, dass Flavia und ich schon richtig gute Freundinnen geworden sind. Leider kann ich ihr dies nicht selbst sagen und weiß doch, wie sehnsüchtig sie sich eine wünscht. Aber sie hat ja noch Gladys - ihr Fahrrad. Gladys ist immer für sie da, verlässlich, treu und mutig - wie es eine Freundin sein sollte. Was wäre Flavia ohne sie? Aufgeschmissen. Das weiß Flavia und wenn ihre Schwestern sie wieder einmal gepiesackt haben bis zum Geht-nicht-mehr, ist Gladys da, der sie ihr Herz ausschütten kann. Allerdings muss man gestehen, dass Flavia oft nicht gerade unschuldig an der negativen Energie ist, die in ihrem Elternhaus herrscht. Gerne setzt sie ihr Wissen auf dem Gebiet der Chemie ein, um eine Substanz in ihrem Labor zu entwickeln, mit der wiederrum sie das Leben ihrer Schwestern zum Brodeln bringt. Es ist demnach nie langweilig im Haus und so das Buch auch nicht. Es verspricht kurzweilige, unterhaltsame, humorvolle, spannende Lektüre und wer dem Charme der Protagonistin nicht unterliegt, sollte lieber nicht mit ihr und Gladys durch die Wiesen pesen, sondern sich lieber einem anderen Buch zuwenden.
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Oktober 2011
Mit Begeisterung las ich schon die ersten beiden Abenteuer der Nachwuchsdetektivin Flavia de Luce und bei diesem Buch erging es mir nicht anders.

Flavia Sabina de Luce ist 11 Jahre alt, interessiert sich sehr für Chemie (hat sogar ein eigenes Chemielabor im Elternhaus, das sie von ihrem Onkel Tarquin übernommen hat, der es seinerzeit benutzte) und leidet unter ihren beiden Schwestern Daphne, genannt Daffy, 13 Jahre alt, einer ausgewiesenen Leseratte und Ophelia, genannt Feely, 17 Jahre alt, die ihren Lebenszweck darin gefunden zu haben scheint, sich selbst im Spiegel zu bewundern. Wie alle Schwestern wahrscheinlich sind sie sich nicht immer grün, aber für ihre 11 Jahre ist Flavia schon erstaunlich tough. Zum Haushalt gehören noch die Haushälterin Mrs. Mullet, ihr Vater Colonel Haviland de Luce und Dogger, eine Art Gärtner und Vertrauter Flavias. Ihre Mutter Harriet starb vor einigen Jahren in Tibet, stürzte von einem Berg. Alle zusammen leben sie auf Buckshaw, ihrem Anwesen nahe des künstlichen Sees in Bishop's Lacey, einem idyllischen, kleinen englischen Dörfchen, das Flavia vorrangig auf ihrem Fahrrad Gladys erkundet und mehr oder minder unsicher macht, denn Geduld ist nicht ihre Stärke - wohl aber ihre unerschöpfliche Neugier und der Drang, sich immer in die Angelegenheiten anderer Leute zu mischen.

Sein drittes Flavia-Abenteuer startet Alan Bradley mit einem Jahrmarktsbesuch Flavias bei Fenella Faa, einer Wahrsagerin. Diese bescheinige Flavia etwas Düsteres. Durch Unachtsamkeit (sie ist ein wenig tollpatschig bisweilen) setzt Flavia ihr Zelt in Brand und bietet ihr danach aus schlechtem Gewissen an, in der Nähe von Bugshaw den Wagen aufzustellen, hat sie doch erfahren, dass Fenella seinerzeit von ihrer Mutter Harriet ebenfalls die Erlaubnis hatte, bis ihr Vater Colonel Haviland sie weggejagt hat. Fenella wurde damals verdächtigt, das Baby der Familie Bell geraubt zu haben...

Später macht Flavia noch Bekanntschaft mit Porcelain Lee, der Enkelin von Fenella - und es geschieht ein Mord... Wer oder was ist Hilda Muir und die Humpler ??

Wirklich erstaunlich, dass Bradley nur aufgrund des ersten Kapitels von "Mord im Gurkenbeet" (Abenteuer Nr. 1) den begehrten und renommierten Dagger Award erhielt. Seitdem hat er sich auch mit dem zweiten Flavia-Krimi "Mord ist kein Kinderspiel" eine breite Fan-Base aufgebaut, zu der auch ich mich begeistert zähle. Krimis habe ich schon viele gelesen, aber Flavia war auch für mich überraschend neu, sehr erfrischend und herrlich zu lesen.

Man fühlt sich regelrecht, als streife man mit Flavia vorbei an all den bezaubernden, kleinen Cottages mit ihren Stockrosen und Butzenscheiben.
Flavia ist neugierig, wissbegierig und neunmalklug - wäre ich noch 11 Jahre alt, sie wäre wohl ein Detektiv-Vorbild für mich. So hat sie mich aber auch hervorragend unterhalten.

Das Cover ist wie bei den Vorgängern wieder sehr schön gestaltet.

Nur beim Titel hätte man - ebenfalls wie bei den Vorgängerbänden - meiner Meinung nach dicht beim Original bleiben sollen, denn diese passten einfach besser.

Bradley schafft es, auch mit "leisen" Worten die Spannung so aufzubauen, dass man immer weiterlesen muss. Seine Bücher kommen ohne großes Blutvergießen aus und er legt viel Wert auf das Umfeld von Flavia, erzählt auch über ihre Familiengeschichte und die Nöte eines heranwachsenden Mädchens, wie z. Bsp. der Zoff mit ihren Schwestern. Das macht seine Geschichten umso lebendiger und authentischer.

Kleiner Kritikpunkt war für mich wieder, dass es mir zuviel um die Chemie ging teilweise. Flavia ist sehr chemiebegeistert, in Ordnung, aber das muss ja nicht immer wieder erwähnt werden.

Alles in allem aber wieder ein außergewöhnlicher Krimi mit einer noch außergewöhnlicheren Protagonistin, der sehr gut unterhält !
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am 19. Dezember 2012
Flavia de Luce lößt ihren 3. Fall in gewohnt spannender Manier und fesselt den Leser bis zur letzten Seite. Das Buch ist leider viel zu schnell durchgelesen und gehört wie auch die zwei Vorgänger in jedes gut sortierte Bücherregal.
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am 16. November 2011
Flavia ist 11 Jahre alt, liebt die Chemie und hat einen gefährlichen Hang zum Auflösen von Mordfällen. Schon zum dritten Mal macht sie sich nun auf die Suche nach dem Täter und findet sich diesmal zwischen Zigeunern, einer vergessenen Sekte und gleich zwei Leichen wieder. Doch Flavia wäre keine de Luce, wenn sie trotz düsterer Orte und zickiger Schwestern ihren messerscharfen Verstand verlieren würde, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht.

Im Gegensatz zum zweiten Buch der genialen, jungen Detektivin, welches mich leider ziemlich enttäuscht hatte, konnte mich Flavia in ihrem dritten Fall wieder voll und ganz für sich begeistern. Nicht nur ihre humorvolle, sarkastische Art bereitete mir ein köstliches Lesevergnügen, auch die außergewöhnlichen Figuren und die dunklen Geheimnisse, die auch diesmal ans Licht kamen, ließen mich den Roman nicht mehr zur Seite legen. Dabei hatte man trotz der jungen Protagonistin niemals das Gefühl ein Jugendbuch zu lesen, denn besonders Flavias Begeisterung für chemische Substanzen und deren Zusammensetzung sorgten dafür, dass sie oft älter erschien, als sie eigentlich war. Das Buch eignet sich deshalb sehr gut für Krimifans jeden Alters.

Auch in diesem Teil beschreibt die kleine Hobbydetektivin den Verlauf der Geschichte durch ihren Blickwinkel und überzeugt mit ihrem klaren und logischen Verstand. Dabei steht nicht nur der Mordfall im Vordergrund, sondern auch ihre eigene tragische Geschichte, die man bereits in den ersten beiden Teilen verfolgen konnte. Das macht die junge Protagonistin gleich noch etwas sympathischer und verleiht ihr die nötige Tiefe, um eine wirklich gelungene Hauptfigur zu werden.
Doch auch die Nebenfiguren, wie ihre beiden, gewöhnungsbedürftigen Schwestern, ihrem ruhigen Vater oder dem liebenswürdigen Dogger wecken Interesse und wirken nicht nur wie Statisten auf die sich Flavia ab und zu bezieht. Sie haben Charakter, ihre kleinen Macken, und somit einen bestimmten Wiedererkennungswert, sodass ich sofort wieder in die Welt der Flavia de Luce eintauchen konnte.

Was außerdem sehr positiv zu erwähnen ist, ist die Unabhängigkeit der einzelnen Teile voneinander. Zwar gibt es einen ersten, zweiten, dritten Teil, aber man braucht die Vorgänger nicht gelesen zu haben, um Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel zu verstehen. Natürlich hat es an mancher Stelle seinen Vorteil, einfach, weil man Flavia und ihre Ambitionen schon kennt, aber für den Verlauf des Falls ist dies nicht von Belang. Jedes Buch ist eine für sich geschlossene Geschichte, was dieser Reihe, im Vergleich zu vielen anderen, einen gewissen Vorteil verschafft.

Mein Urteil:

Freudig erwarte ich nun den vierten Teil Flavias, der im Original schon erschienen ist, auf Deutsch aber sicher auf sich warten lässt. Wer geniale, außergewöhnliche Protagonisten und mörderische Detektivgeschichten mag, der wird Miss de Luce lieben.
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am 2. Februar 2014
Dieser Band hat mir auserordentlich gut gefallen. Hier war es wieder recht zu Beginn schon sehr spannend. Es passiert schneller was, als in den anderen Büchern.
Flavia ist mir auch in diesem Buch wieder sehr sympathisch und auch Fenella konnte mich in ihren Bann ziehen.
Ich habe mitgefiebert ob Fenella den Übergriff überleben wird oder nicht. Und als dann auch noch ihre Enkelin hinzukommt, war das Buch für mich perfekt. Ich kann sagen, dass ich diese mal mehr und mal weniger mochte, aber das lag halt auch an dem, was sie gesagt und getan hat. Genau das war aber auch gut so.
Ich selbst bin während des Lesens nicht auf die Lösung des Rätsels gekommen - das hat mir sehr gut gefallen. Ich finde Bücher bei denen ich frühzeitig auf den Täter komme nämlich sehr langweilig. Das war hier zum Glück nicht der Fall.
Auch die Taten der Schwestern untereinander haben mich wieder sehr schmunzeln lassen.
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Nach dem ersten Schreck, als ich begriff, dass ich noch vor ein paar Stunden mit jemandem gesprochen hatte, der inzwischen im Jenseits weilte, packte mich die Neugier.
Ich hatte keine Angst vor Leichen. Im Gegenteil, augrund meiner beschränkten Erfahrung wage ich zu behaupten, dass ihr Anblick mich geradezu aufleben lässt. Ein Toter ist viel interessanter als ein Lebender, und die meisten Leichen haben sogar die spannenderen Geschichten zu erzählen. Ich schätze mich glücklich, bereits die Bekanntschaft mehrerer Leichen gemacht zu haben. Genau genommen war Brookie die dritte.
Jetzt erkannte ich auch, was da in der Sonne glänzte. Aus Brookies Nase - nicht au seinem Mund- ragte etwas eher Flaches, Durchbrochenes aus Silber, das mich auf den ersten Blick an ein längliches Medaillon denken ließ.An seinem Ende hing ein Tropfen von Brookies Blut.
Aus dem flachen, länglichen Silber war ein Hummer herausgestanzt, und darunter war das Monogramm der de Luces eingraviert.
Es war eine silberne Hummergabel - aus unserem Familiensilber!
Ein solches Besteckteil hatte ich zuletzt bei Doggers Putzaktion auf dem Küchentisch liegen sehen.
Die Gabel lief in zwei Zinken aus, die wie Fühler einer Schnecke aussahen und dazu dienten, das rosige Fleisch aus der Hummerschale zu pulen- und die jetzt wohl in Brookies Harewaoods Hirn steckten.
Tod durch Familiensilber, ging es mir durch den Kopf.

(Halunken, Tod & Teufel, Seite 105).

Mit einem brennenden Zelt einer Wahrsagerin auf dem Jahrmarkt beginnt der dritte Fall mit Flavia de Luce, wobei die sonst so coole Elfjährige für eben diesen Brand verantwortlich ist. Bestürzt über das tragische Versehen bietet die hilfsbereite Flavia der Versehrten Obdach auf dem Familiensitz Buckschaw an. Doch die Tragik nimmt trotz aller guten Absichten ihren Lauf: die alte Fenella wird zunächst übel beschimpft und mit Vorwürfen bezüglich des Todes eines Kindes in der Vergangenheit überhäuft und dann wird die alte Frau auch noch Opfer eines brutalen Angriffs, den sie nur schwerverletzt übersteht. Flavia steht vor einem Rätsel, aber auch wenn sie selbst eigentlich nicht abergläubisch ist, ist das plötzliche Auftauchen des Wilderes Brookie Harwoods im väterlichen Salon zu früher Morgenstunde ein weiteres Mysterium. Obwohl die seltsamen Warnungen vor einem Geist auf Buckshaw aus dem Munde des rothaarigen Eindringslings eher komisch, denn gruselig wirken, stellt sich die Frage, welche geheimnisvollen Vorgänge den Familiensitz der de Luces auf einmal umgeben. Als Flavia den höchstwahrscheinlich kriminellen Machenschaften des rätselhaften Mannes und anderer im nahegelegenen Ort nachgeht, ahnt sie nicht, dass sie bald die Gelegenheit haben wird, einen weiteren Mordfall in ihrer nächsten Umgebung aufzuklären. Ein unzweifelhaftes Vergnügen für die unerschrockene Chemikerin, die damit ihrem Traum bei Inspektor Hewitt und seiner Frau zum Tee geladen zu werden, wieder ein Stück näher rückt...

Wieder einmal verbindet Alan Bradley ein älteres Rätsel bzw. einen früheren Todesfall mit einem aktuellen Mord. Flavia de Luce hat alle Hände voll zu tun, die Zusammenhänge zu klären, wobei sie diesmal auch ein Puzzleteil ihrer eigenen Vergangenheit entdeckt. Der schräge Charakter der jungen Heldin und ihr kluges Köpfchen sorgen wieder für angeregte Lesestimmung. Ein Wehmutstropfen ist, dass die Romane um Flavia de Luce immer kürzer werden So hat dieser Roman fast 50 Seiten weniger, wie der Erstling! Hoffentlich ist dies keine anhaltende Tendenz, denn jegliche Form der Dekadenz passt eindeutig nicht zu Flavia de Luces Charakter.
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