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am 21. August 2017
Den Film habe ich vor ca. einem Jahr gesehen und fand den ziemlich gut. Nun ist mir das Buch "zugefallen" und ich habe es in den letzten Tagen gelesen.
Zur Handlung: Mia ist ein sehr begabter junger Mensch aus einem heilen Elternhaus im letzten Jahr auf einer Highschool. Sie verfügt über eine hohe musikalische und zwischenmenschliche Sensibiltät, die zwischen Genialität und mangelndem Zugehörigskeitsgefühl schwankt. Nach einem tragischen Ereignis mit Verlust der wichtigsten Personen in ihrem Leben befindet sie sich in einem komatösen Zustand in der Intensistation eines Krankenhauses. In diesem Zustand beobachtet sie ihre Besucher aus der Familie, aus dem Freundeskreis und ihren Freund ohne jedoch aktiv eingreifen zu können. In Rückblenden werden wichtige Ereignisse und Begegnungen mit diesen Menschen geschildert. Final wird der Titel des Buches beantwortet.
Ich finde, dass die Rückblenden (Ereignisse und Begegnungen aus dem Leben von Mia) in dem Buch intensiver wirken als in dem Film - als Leser hat man ja immer die Möglichkeit mal eine Pause einzulegen ! - Gayle Forman hat eine besondere Begabung diese kleinen Geschichten zu erzählen, die nicht nur unterhalten, sondern auch viel Lebensweisheit enthalten (genial fand ich z. B. den Rollenwechsel als Punkerin).
Wenn ich mich zwischen Film oder Buch entscheiden müsste, dann würde ich dem Buch dem Vorrang geben.
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am 5. März 2012
Eigentlich sollte es für Mia, ihren Bruder Teddy und ihre Eltern ein schöner Tag werden. Als alle Schüler und Lehrer, und damit auch Mias Vater, unerwartet wegen des Schnees schulfrei bekamen, nahm sich auch Mias Mutter den Tag frei um ihn mit ihrer Familie zu verbringen. Gemeinsam wollten sie Mias Großeltern und ein paar alte Freunde der Familie besuchen. Nachdem auch die Musikauswahl während der Fahrt geklärt war, machte sich die Familie sogleich auf den Weg. Leider sollten sie ihr Ziel niemals erreichen.

Es kommt zu einem schweren Autounfall, den Mias Eltern nicht überleben. Sie sind auf der Stelle tot. Mia und Teddy leben noch, sind aber schwer verletzt und werden ins Krankenhaus gebracht. All das erlebt Mia, obwohl sie bewusstlos ist, trotzdem mit. Wie eine Art Geist beobachtet sie sich und das Geschehen. Deshalb weiß sie auch von Anfang an, dass ihre Eltern nicht mehr leben. Nur wie es um Teddy steht bekommt sie nicht mit.

Sie begleitet ihren Körper ins Krankenhaus und nach der ersten Operation mit auf die Intensivstation. Sie sieht auch, wie ihre Verwandten nach und nach ins Krankenhaus kommen und sich große Sorgen um sie machen. Allerdings weiß sie nicht, in was für einem Zustand sie sich befindet und warum sie sich selbst beobachten kann. Während sie ihr bisheriges Leben Revue passieren lässt, beginnt sie sich zu fragen, wie es nun mit ihr weiter gehen soll. Doch dann begreift sie schließlich, dass sie allein es in der Hand hat. Sie muss eine Entscheidung treffen: Will sie leben oder sterben?

Wenn ich bleibe ist ein Roman, der sich nur schwer beschreiben lässt. Es ist ein sehr stilles und ruhiges Buch, das aber weder langweilig noch langatmig wirkt, obwohl im Grunde eher wenig geschieht.
Die Handlung umfasst einen Zeitraum von nur knapp 24 Stunden, in denen man Mia in ihrem Zustand als Beobachterin begleitet. Die Kapitel sind dabei verschiedenen Uhrzeiten zugeordnet und beschreiben immer sowohl die Gegenwart, als auch vergangene Ereignisse, an die sich Mia gerade erinnert, wie z.B. die Geburt ihres kleinen Bruders oder wie sie mit ihrem Freund Adam zusammen gekommen ist. Diese Szenen sind wunderschön beschrieben und lassen den Leser das schreckliche Ereignis vergessen, aber immer nur für kurze Zeit.

Wirkliche Spannung baut sich eigentlich nicht auf, sodass man das Buch nicht in einem Schwung liest. Trotzdem gelingt es Gayle Forman den Leser durch ihre bewegende Geschichte in ihren Bann zu ziehen.

Sie geht besonders auf die Gedanken und Gefühle der Protagonistin ein und während man Mia begleitet, kann man sich stets in sie hinein versetzen und ihre Emotionen nachempfinden. Genau wie sie würde man sich vermutlich total überfordert fühlen, wenn die wichtigste Entscheidung auf einmal nicht mehr ist, ob man auf ein College im weit entfernten New York geht oder zu Hause bei seinem Freund und seiner Familie bleibt, sondern ob man weiter leben und sterben will. Am liebsten würde sie die Entscheidung jemand anderem überlassen. Aber sie weiß natürlich, dass nur sie selbst sie treffen kann.
Spontan würde man vielleicht zuerst denken, dass man sich diese Frage gar nicht stellen würde, sondern natürlich weiter leben will. Aber würde man das wirklich so einfach sagen können? Würde man so ohne weiteres ohne seine geliebten Eltern leben können? Vielleicht sogar ohne Bruder?

All diese Fragen muss sich Mia im Laufe der Handlung stellen und sich damit auseinander setzen, was sie wirklich will. Je mehr sie sich an ihre Familie und die gemeinsame Zeit mit ihren Eltern und ihrem Bruder erinnert, desto weniger kann sie sich vorstellen, ohne sie zu leben. Natürlich würde sie Adam und ihre beste Freundin Kim vermissen, aber sie ist sich sicher, dass sie das überstehen würden. Sie zweifelt eher daran, dass sie ohne ihre Eltern leben könnte, vielleicht sogar ohne ihren Bruder. Immer wieder gerät sie ins Schwanken und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll. Warum hat sie überhaupt eine Wahl? Sie weiß es nicht. Sie ist davon überzeugt, dass ihre Eltern sie nicht hatten, denn sie hätten ihre beiden Kinder niemals allein gelassen. Also warum muss sie diese Entscheidung selbst treffen?

Sie ist müde, verzweifelt und einfach überfordert. Mehr und mehr tendiert sie zu dem Wunsch, nicht mehr weiter leben zu wollen. Sie kann nicht mehr, und sie will nicht mehr. Als ihr Großvater ihr unter Tränen an ihrem Krankenbett sagt, dass er es verstehen würde, wenn sie gehen will, auch wenn es sein Wunsch wäre, dass sie bleibt, fühlt sie sich erleichtert. Sie glaubt ihren Entschluss gefasst zu haben. Doch dabei hat sie die Hartnäckigkeit von Adam außer Acht gelassen, der sie unbedingt vom Gegenteil überzeugen will.

Neben Mia begleitet man indirekt auch ihre Verwandten und Freunde, die alle sehr unterschiedlich auf den Unfall reagieren. Während einige völlig aufgelöst sind, versuchen andere um Mias Willen stark zu bleiben. Dadurch wirkt die Geschichte umso realistischer, denn jeder Mensch reagiert anders auf ein solches Erlebnis.

Gayle Forman schafft es, den Leser zu berühren und tiefe Emotionen auszulösen. Mehr als einmal bringt sie einen zum weinen und sorgt dafür, dass man die Tränen sogar in der Öffentlichkeit kaum zurück halten kann.
Außerdem regt sie den Leser zum Nachdenken an, sowohl über das Leben, als auch über den Tod. Wie würde man sich entscheiden, wenn man tatsächlich die Wahl hätte?

Gayle Forman ist mit Wenn ich bleibe ein unheimlich gefühlvoller Roman gelungen, der den Leser auch lange nach der letzten Seite noch beschäftigen wird.
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am 7. August 2015
Ich bin letztes Jahr eher zufällig auf das Buch gestoßen. Ich glaube in Zusammenhang mit der Verfilmung des Buches. Dabei habe ich gelesen, dass das Buch viele Fans hat, besonders wegen der Liebesgeschichte zwischen Mia und Adam. Nun habe ich das Buch recht schnell durchgelesen und meine Meinung über das Buch ist eher durchwachsen.
Das Buch ist auf jeden Fall gut geschrieben, man erfährt trotz der Wendung viel über das Leben der Protagonisten. Trotzdem würde ich nicht wirklich warm mit dem Buch, fand es eher langweilig beim Lesen und plötzlich war es zu Ende. Ich bin also eher enttäuscht, hätte mehr erwartet, denn an sich ist die Idee gut, die Unsetzung mMn aber weniger gelungen. Daher leider nur drei Sterne.
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am 20. Februar 2015
Ich habe um ehrlich zu sein zuerst den Film geschaut. Und ich war so begeistert und zu gleich schockiert, dass ich sofort beide Bücher gekauft habe.
Ich musste unbedingt heraus finden, ob das Buch wie der Film ist. Und was soll ich sagen, wie immer das Buch ist um Welten besser, hat mich aber genauso schockiert!

Ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein muss in so einer Situation wie Mia sie in dem Buch erlebt, solch eine schwierige Situation Entscheidung zu treffen. Gleichzeitig frage ich mich, wie das wohl tatsächlich abläuft?. Viele Fragen habe ich mir gestellt und teilweise darüber nachgedacht, wie ich mein Leben in der Zukunft beeinflussen kann.

Es ist so ein tolles Buch!
Kurz zusammen gefasst, nach einem Unfall muss mit sich entscheiden, will sie bleiben oder gehen. Die Art wie man in diesem Buch die Entscheidung mit verfolgen kann ist wahnsinnig gut. Es zeigt sich, dass schlussendlich, egal bei was, wenn man sich entscheidet, hat man immer Sachen (Personenverkehr Gefühle) die man gewinnt oder verliert!
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am 1. September 2013
Oh mein Gott, ich bin tief betroffen und dieses Buch wird noch lange in mir nachklingen. Anfangs war ich etwas erstaunt, hatte ich doch eine Liebesgeschichte erwartet, irgendwie. Doch die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise durch Mias Erinnerungen an ihr Leben. Wir erleben mit ihr eine glückliche Familie und eine tiefe doch zerbrechliche junge Liebe. Wir schließen das alles in unser Herz und dann trifft es uns tief und schmerzlich. Ich gestehe ich habe geweint, als ich mir die Qualen von Mia vorstellte, ihrem süßen kleinen Bruder nie wieder durch sein blondes lockiges Haar streichen zu können.
Mias innerer Kampf auf der Intensivstation ist grausam, will sie leben oder will sie mit ihrer Familie sterben? Auch Adams Gefühle und sein ergreifendes Geständnis gehen einem an die Nieren. Ich hoffe für Beide, dass Mia dieses Schmerz verarbeiten kann.

Vielleicht ist es nicht so wie erwartet und hätte ich die Tragik vorher erkannt, hätte ich es wohl auch nicht gelesen, doch es war trotzdem ein Erlebnis. Es öffnet einem die Augen für die uns alltäglich scheinenden Dinge des Leben, für unsere geliebte Familie, die wir immer noch haben, Gott sei Dank!
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am 3. März 2017
Ich habe erst den Film gesehen und fand ich sooo schön. Traurig aber schön. Dann erst habe ich entdeckt, dass es dazu ein Buch gibt. Habe es gleich gekauft (und den zweiten Teil auch). Bloß leider hänge ich jetzt schon seit Monaten irgendwo in der Mitte fest. Irgendwie ist es langweilig, nachdem man den Film schon gesehen hat. Warum soll ich jetzt noch das Buch lesen? Also, es ist einfach nicht so spannend geschrieben, wie der Film gemacht wurde. Schade eigentlich. Aber zu Ende lesen werde ich es trotzdem irgendwann.
Bin eher gespannt auf den zweiten Teil, der schon im Bücherregal wartet gelesen zu werden.
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am 10. April 2011
Mia schwebt in einer Welt zwischen Leben und Tod. Alles hängt von ihrer Entscheidung ab: bleibt sie bei ihrem Freund Adam, ihrer besten Freundin Kim und dem geliebten Cello, oder folgt sie ihren Eltern und lässt all das hinter sich?
Doch gerade als sie sich sicher war, welchen Weg sie nehmen sollte, beginnt etwas an ihr zu rütteln und lässt sie einfach nicht gehen.

Wenn die über alles geliebten Menschen sterben und man selbst die Chance hat ebenfalls zu gehen, sollte man diese dann nicht ergreifen? Oder gibt es Dinge, die einem helfen werden darüber hinweg zu kommen? Gibt es etwas, "wofür es sich zu leben lohnt"?
Bevor ihr jetzt glaubt, dass das Buch in die Richtung geht "Mit Liebe ist alles möglich!" oder "Solange du einen Freund hast, kannst du jede Krise überwinden!", dann kann ich Entwarnung geben, denn Wenn ich bleibe ist vielmehr ein Roman über das Loslassen und das Verstehen. Niemand verlangt von Mia zu bleiben, jeder würde Verständnis zeigen, wenn sie sich für den Tod entscheidet und keiner nimmt ihr die Entscheidung ab. Genau das macht das Buch zu etwas Besonderem und lässt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitfiebern.

Die Protagonistin war außergewöhnlich real, so nah und glaubwürdig, dass man denken könnte, die Geschichte würde auf einer wahren Begebenheit beruhen. All ihre Gefühle, ihre Gedanken und Erinnerungen, wollten einem zeigen, wieso sie sich am Ende so und nicht anders entschied. Sie stellte sich nie in den Mittelpunkt, erzählte viel von ihren geliebten Mitmenschen und blieb dabei immer so ehrlich, dass es fast weh tat.
Anders gesagt: Ich war absolut begeistert von Mia und wünschte mir, dass viel mehr solcher Charaktere in Romanen Platz finden würden. Sie hatte durchaus ihre Ecken und Kanten - war also nicht perfekt - aber sie besaß eine Persönlichkeit, eine Einstellung, eine Meinung, die sie sehr stark erscheinen ließen, obwohl sie sich in einer der schrecklichsten Situationen befand, die sich ein Mensch nur vorstellen kann.

Zuerst befürchtete ich, dass der ganze Roman eher auf der Liebesbeziehung zwischen Mia und Adam aufgebaut wäre, aber überraschenderweise, ging es gar nicht so oft um die beiden. Die Protagonistin hielt sich nicht an ihrem Freund fest und vergaß dabei alles andere - wie es vielleicht andere Autoren beschrieben hätten - nein, sie sprach von ihm genauso wie von den anderen geliebten Verwandten und Freunden und gab ihm keine besondere Rolle. Natürlich gab es hin und wieder auch Erinnerungen mit ihm, aber diese waren nie kitschig oder oberflächlich, sondern strahlten so eine wunderschöne Liebe aus, dass ich es kaum ausdrücken kann. Man merkte, dass sie eigentlich nicht so recht zusammenpassen wollten, dass sie nicht das kleine Traumpaar waren, welches jede Sekunde miteinander verbringt, sondern sie einfach eine Zuneigung genossen, die ernster als gewöhnliche Jugendlieben und für Außenstehende kaum zu begreifen war.

Es ist unvermeidbar bei diesem Buch über den Tod nachzudenken und zu überlegen, wie man sich selbst entschieden hätte. Man kann also sagen, dass Wenn ich bleibe auch nach dem Lesen noch im Kopf bleibt und ein Thema angesprochen hat, was viele gerne vermeiden würden, aber zu jeder Zeit real ist.

Kleiner Tipp für diejenigen, die das Buch bereits gelesen und lieben gelernt haben: Am 27. Juni erscheint Lovesong (engl: Where She Went), der zweite Teil von Wenn ich bleibe, als Paperback bei blanvalet. Man darf gespannt sein.

Mein Urteil:

Ein wunderschöner Roman, der zu Tränen rührt und einen nicht loslassen wird. Egal ob Erwachsener oder Jugendlicher, das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und regt zum Nachdenken an.
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am 17. April 2011
«Hör mir gut zu», sagt Adam mit einer Stimme, die scharf klingt. Jetzt öffne ich dich die Augen weit. Ich setze mich auf, so gut ich kann. Und ich höre zu. «Bleib hier.»

Inhalt:
Die siebzehnjährige Mia führt ein ganz normales Leben in einer normal-verrückten Familie, mit ihrer besten Freundin Kim und ihrem Freund Adam. Sie liebt klassische Musik und spielt Cello und macht eben die selben Entscheidungen und Aufs und Abs durch, wie jeder andere Mensch auch. Soll sie nach New York auf die Juillard gehen und somit ihren Freund verlassen? Bis das Unfassbare geschieht und die Familie einen Autounfall erleidet. Ihre Eltern snd sofort tot. Nun steht Mia vor der großen Frage des Lebens: Bleiben oder Gehen?

Schreibstil:
Gayle Formans Schreibstil hat mir von dem ersten Satz an gefallen. Sie schreibt sehr bewegend und poetisch und bereits das erste Kapitel war wie eine Tür, die sich von selbst öffnet. Man hat sich von Anfang an in der Geschichte wohl gefühlt, obwohl sie auch sehr schockierend und traurig war. Viele Sätze oder Geschichten hätte ich dick mit einem Marker unterstreichen können, weil sie soviel Emotionen rübergebracht haben und so wahr waren. Gayle Formans Schreibstil ist aufwühlend, mitreißend und poetisch zugleich.

Meinung:
Merkwürdigerweise ist mir dieses Buch erst sehr spät aufgefallen, was mich ziemlich wundert, da das schöne Cover und der Klappentext eine emotionale Geschichte versprechen, was also genau das richtige für mich gewesen wäre. Nun habe ich zwar lange gebraucht bis ich das Buch mit dem eher nichtssagenden Klappentext für mich gefunden und gelesen habe, doch ich muss sagen, dass ich es wirklich nicht bereue und froh darüber bin, dass ich mich auf Mias Geschichte eingelassen habe.

Es ist schwer dieses Buch zu rezensieren, da man aufpassen muss, dass man nicht zu viel darüber verrät, denn dann könnte die Geschichte nicht mehr interessant für den Leser sein. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das man selbst ergründen muss, das man selbst erleben muss.Ich für meinen Teil bin immer noch tief berührt von Mias Geschichte, die mich seit dem ersten Satz nicht mehr losgelassen hat. Es ist jedoch trotzdem sehr schwer diesen Roman mit den richtigen Worten zu beschreiben. Viel zu oft fragt man sich, wie es wäre selbst in dieser Situation zu stecken, selbst zu entscheiden, ob man wirklich in die graue Realität zurückkehren will, in welcher man alles verloren hat. 'Wenn ich bleibe' ist auf keinen Fall leichte Kost, denn immer wieder wird man mit Leben, Tod und Entscheidungen konfrontiert und immer wieder denkt man daran, was man selbst tun würde. An vielen Stellen des Buches habe ich mir gedacht: 'Ja, genau so ist es.' So traurig und mitreißend die Geschichte auch ist, genau so sehr ist sie warm und zeigt einem das Leben mit all seinen Schatten-und Lichtseiten, sodass man am Ende selber entscheiden muss, welche Seite überwiegt. Die Geschichte von Mia ist auch witzig, verträumt und erzählt vom Erwachsen werden, vom Nachdenken, von der Liebe und von Familie und wie wichtig all das ist.

Jeder Charakter ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen, vor allen Dingen Mia selbst. Da das Buch aus ihrer Sicht beschrieben ist, entwickelt man direkt Sympathie für das Mädchen und leidet mit ihr, lacht mit ihr, erinnert sich mit ihr und man kann sich mit ihr identifizieren. Oft habe ich mich selbst in ihr wiedergefunden und ich habe alle ihrer Gefühle absolut nachempfinden können. Auch ihr Bruder Teddy, ihr Freund Adam, ihr Vater und Kim haben mir sehr gut gefallen, da sie sehr glaubwürdig rüberkamen und direkt diese gewisse Wärme ausstrahlten. Es ist einfach eine Familie gewesen, in der man die Liebe und Zusammengehörigkeit direkt bemerkt hat, weswegen diese Geschichte letztendlich auch so unendlich traurig ist und den Leser in einen Zwiespalt treibt, sodass man Mias Entscheidung immer verstanden hätte, ganz gleich, was sie gewählt hätte.Ihre Freunde und Familie sind Menschen, die man sich nur wünschen kann und die ihr und somit irgendwie auch mir allesamt sehr viel Kraft gegeben haben, weil sie einem zeigen, warum das Leben lebenswert ist und warum man niemals aufgeben darf.

Wie ihr seht, muss ich ein bisschen um den heißen Brei herumreden, denn wenn ich euch direkt sagen würde, was Mia geschieht, wäre es einfach nicht mehr dasselbe. Es ist ein eher stilles Buch, dass große Emotionen und melancholische Gedanken weckt, ohne das besonders viel geschehen würde. Eine Geschichte, die man nicht in einem weglesen kann, da sie viel zu schwer und traurig ist, dem Leser sehr ans Herz geht und dennoch so viel Liebe und Wärme ausstrahlt.

Das einzige, das ich zu bemängeln hätte, wäre die Länge des Buches, da es einfach viiiiel zu kurz ist und man am Liebsten immer weiter lesen würde. Außerdem sind manche Passagen, in denen es um Erinnerungen und die Vergangenheit geht manchmal etwas zu ausführlich beschrieben, was das Buch zwar nicht schlechter, manchmal aber ein bisschen langatmig erscheinen lässt.

Gayle Forman hat eine so gefühlvolle Geschichte geschrieben, dass man sie so schnell nicht vergessen und den Nachgeschmack noch lange auf der Zunge schmecken wird. Sie ist nicht nur zum Weinen, sondern auch zum lächeln, zum kennenlernen und zum leben und sie zaubert diese Wärme in den Bauch und berührt den Leser auf eine ganz eigene Art. Ich denke, ich verrate auch nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Geschichte weitergeht und zwar in "Love Song" aus der Sicht von Adam. Ich bin schon sehr gespannt darauf und hoffe, dass es ebenso gut und rührend wird, wie Wenn ich bleibe.
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am 2. Juli 2011
Einen Tag lang, den Tag des Unfalls, begleiten wir Mia. Die Kapitel bestehen aus jeweils einer Uhrzeit und abwechselnd erzählt uns Mia in der Gegenwart und lässt uns dann wieder in ihre Erinnerungen eintauchen. So lernt man Mias Familie, ihre beste Freundin Kim und ihren Freund Adam immer besser kennen und beginnt selbst diese tollen Menschen ins Herz zu schließen. Diese Tatsache mscht das Buch umso ergreifender.

"Wenn ich bleibe" ist wirklich wunderschön geschrieben. Es berührt und bringt einen zum Nachdenken. Man lernt viel von Mias Leben kennen, aber auch über die Musik erfährt man einiges. Lesen kann man das Buch auch in einem Zug, da es schön flüssig geschrieben ist.

"Wenn ich bleibe" ging mir wirklich nahe und ich musste sogar ein paar Tränen vergießen. Das Buch ließ mich Nachdenken und zeigte mir wiedermal, dass man das Leben genießen soll, man sollte jeden Tag zu schätzen wissen.

Ich habe Seite um Seite mit Mia mitgelitten. Es ist aber nicht so, dass das ganze Buch nur traurig und bedrückend ist, ein paar Mal musste ich auch schmunzeln und überhaupt waren die Stellen aus Mias Erinnerungen oft sehr schön zu Lesen.

Cover
Von "Wenn ich bleibe" gibt es ja viele verschiedene Cover. Ich finde dieses hier aber am schönsten. Besonders die Notenblätter neben dem Mädchen gefallen mir, denn sie spiegeln den musikalischen Aspekt im Buch wieder.

Mein Fazit
"Wenn ich bleibe" ist ein wunderschönes Buch, das nachdenken und träumen lässt. Es bringt einen zum Weinen und zum Lachen. Jeder der Bücher mit Tiefgang und Gefühl mag, sollte es lesen. Ihr werdet es nicht bereuen.
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am 27. April 2011
"Wenn ich bleibe" erzählt die berührende Geschichte des Mädchens Mia.
Mia liebt die Musik, Mia liebt ihr Cello, Mia liebt ihren Freund Adam und Mia liebt ihre Familie.Doch dieses Glück wird zerstört, als es zu einem schrecklichen Unfall kommt.
Mia überlebt als Einzige und liegt im Koma. Nun liegt es an ihr sich zu entscheiden..

Ich habe das Buch ziemlich schnell durch gelesen, weil es einfach geschrieben ist und
einen nicht mehr loslässt. Es ist aber ganz klar ein Jugendbuch, was man an der Sprache
wie auch an den Beschreibungen von Mia und ihrer Umgebung merkt.
Das Buch handelt hauptsächlich zu der Zeit als Mia im Koma liegt und hier reden wir auch
nur von maximal zwei Tagen. Während dem Koma "steht" Mia neben sich und bekommt
somit alles mit. In diesem Zustand kann sie sogar umherlaufen. Diese Tatsache fand ich allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Ich hätte es eher nachvollziehen können, wenn sie von ihrem Körper aus alles mitbekommt, aber halt nichts spürt und sich nicht bewegen kann, sondern nur in ihrem Kopf.

Wir begleiten Mia auf eine Reise in ihre Vergangenheit und ihre Erinnerungen an ihr bisheriges Leben. Mia denkt zurück an ihre Familie - an ihre Beziehung zu ihren Eltern und an ihren geliebten Bruder Teddy. Sie denkt an die Beziehung mit Adam, wie sich alles entwickelt hat und wie sich alles entwickeln könnte. Sie denkt an ihre beste Freundin Kim. Sie denkt an ihre Großeltern. Sie denkt an ihre Liebe zur Musik - an ihr geliebtes Cello. Und sie denkt daran in welchem Zwiespalt sie gestanden hat für was sie sich entscheiden wird - für Adam oder für die Musik? Während all diesen Erinnerungen kämpft sie mit der Entscheidung, ob sie gehen oder bleiben soll. Das Buch ist sehr einfühlsam geschrieben und für Zwischendurch hat es mir gut gefallen - ich habe sogar die ein oder andere Träne vergossen.
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