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am 9. August 2009
Mir hat der neue Thriller von Karin Slaughter sehr gut gefallen!
Mit dem neuen Protagonisten Will Trent beginnt sie eine neue Reihe, unabhängig von der Grant-County-Reihe.
Das Cover, der Buchumschlag, ist ansprechend gestaltet, jedoch hat sich mir das gezeigte Bild, Nägel mit Draht in Y-Form, nicht erschlossen. Den Titel Verstummt" habe ich auf die entfernten Zungen der Mädchen gedeutet.

Der Roman und die Kapitel sind in Tagebuchform und drei Teile aufgebaut. Es gibt zwei Zeitschienen. 1985, als ein Mord an einem jungen Mädchen geschah, und 2006, als eine Prostituierte auf grausame Weise umkommt. Dazwischen sind anfangs auch Zeitungsartikel des Mordes von 1985 eingestreut, was meiner Meinung nach die Neugierde aufs Weiterlesen erhöht.

Der Thriller lässt sich sehr flüssig lesen. Die verschiedenen Handlungs- und Zeitstränge entwickelten einen Lese-Sog" bei mir, der mich immer weiter getrieben hat.
Am Ende des zweiten Teils gibt es ein Aha-Erlebnis, das mich fast aus der Bahn geworfen hat. Danach musste ich immer Verknüpfungen und Verbindungen aufbauen, die das Lesen umso interessanter gestaltet haben.
Und gerade diese Komplexität hat mich fasziniert! Es ist Karin Slaughter in meinen Augen bravourös gelungen, Verwicklungen aufzulösen und Verbindungen herzustellen, und das Ganze in ein Meisterwerk zu verpacken!

Der obligatorische Showdown hat mich zittern lassen, jedoch mit einem Happy-End versöhnt.

Um nicht zu viel vom Inhalt zu verraten, kann ich nur jedem diesen Thriller ans Herz legen! Allerdings sollten zartbesaitete Leser etwas Abstand davon nehmen, denn es gibt schon die ein oder andere grausame" Situation, über die ich besser nicht mehr genauer nachdenken möchte.

Dieser Anfang einer neuen Serie von Karin Slaughter hat mich sehr überzeugt! Ich freue mich schon, mehr von Will Trent aus Atlanta zu lesen!

Dieses Werk bekommt fünf von fünf Sternen von mir!
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Der Polizist Michael Ormewood hat privat gleich mehrere Probleme - die Ehe mit seiner Frau läuft schon seit Jahren nicht mehr so richtig, sie müssen eine Schicht nach der anderen abarbeiten um die nötige Versorgung für ihren behinderten Sohn Tim aufzubringen und seine Schwiegermutter Barbara macht ihm täglich klar, dass sie nichts von ihm hält. Und auch beruflich muss er mal wieder mit schlimmen Dingen umgehen: eine Prostituierte wurde brutal ermordet, ihre Zunge abgebissen und sie erstickte an ihrem eigenen Blut. Und dies scheint erst der Anfang einer grauenhaften Reihe von ähnlichen Mordfällen zu sein.
Special Agent Will Trent wird hinzugezogen und hat schon zu Beginn der Zusammenarbeit Vorbehalte gegen seinen Kollegen Ormewood. Als dann auch noch dessen Nachbarin eines der Opfer wird, scheint ihm das doch ein unglücklicher Zufall zuviel....

Die Schauspielerin Nina Petri liest dieses leider nur gekürzte Hörbuch (7 Stunden im Gegensatz zum englischsprachigen Original mit 13 Stunden) sehr gekonnt vor und liess mich gleich zu Beginn in die Geschichte eintauchen. Ich ermittelte auf den Spuren der Protagonisten und war schon recht bald auf der richtigen Spur, wenn mich die vielen Hauptdarsteller und die Zeitsprünge auch erst etwas verwirrten. Der Plot ist fachmännisch entwickelt und mit grausamen Morden gespickt, jedoch fehlte mir leider komplett die Spannung, es wollte sich bei mir kein Nervenkitzel einstellen. Trotzdem ein netter Hörgenuss, von einem Pageturner könnte ich im Zusammenhang mit einem Hörbuch ja eh nicht sprechen. Ein typisch amerikanischer Thriller, der sich da in meinem Kopf abspielte und mich gut unterhielt - aber kein zweites Mal gehört werden muss.
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am 22. März 2017
"Verstummt" ist der erste Teil der Reihe, um Will Trent. Ich war gespannt, wie ein Karin Slaughter Buch ohne Sara und Jeffrey funktionieren kann, aber es kann! In diesem ersten Teil liegen Ekel, verstörende Vergangenheiten und Zuneigung sehr nah bei einander.

Will Trent ist ein sehr ungewöhnlicher Polizist. Er hat schreckliche Dinge in seiner Familie erlebt und ein Dasein im Kinderheim gefristet. Dort lernte er Angie kennen, die auch Jahrzehnte später noch die Hauptrolle in seinen Leben spielen sollte. Doch die beiden teilen eher eine verrückte Beziehung miteinander. Doch seine Vergangenheit ist nicht alles, was Will antreibt. Obwohl er nicht lesen kann, kämpft er sich durch schwierige Ermittlungen.

Ein brutaler Mord an einer Prosituierten ruft Will auf den Plan. Die lokale Polizei ist alles andere als begeistert sich von außen bei den Ermittlungen helfen zu lassen, doch Will lässt nicht locker. Dieser Mord passt nämlich zu einer ganzen Reihe an Vergewaltigungen und Morden, die eine umfassendere Ermittlung benötigen. Die Beschreibungen der Opfer und des Vorgehens des Täters sind meiner Meinung nach wirklich nichts für schwache Nerven. Bei abgeschnittenen und abgebissenen Zungen dreht sich selbst mir der Magen um.

Die Geschichte um die Ermittlungen wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Neben dem lokalen Polzist Michael, Will und Angie, berichtet auch John, ein ehemalige Sexualstraftäter, aus seiner Sicht. Dieser Mix war meiner Meinung nach wirklich gelungen. So ergab sich auch eine Mischung aus blutigen Fällen und tiefgehenderen Hintergrundinformationen zu den Charakteren. Manche dieser Rückblenden war mir allerdings etwas zu langatmig. Leider war auch die Ausgang der Geschichte nach 200 Seiten mehr als deutlich, sodass es wenig Überraschungen gab.

Der Schreibstil von Karin Slaughter ließ sich wie immer sehr gut und schnell lesen. Die Autorin weiß meiner Meinung nach einfach, wie man blutig und brutal schreibt. Leider gab es trotzdem immer wieder Längen, die mich beim Lesen gehemmt haben. Alles in allem ist es aber ein solider Thriller, der Luft nach oben lässt..
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am 30. April 2011
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, das war nix.
Ich hatte bis jetzt alle Bücher von Karin Slaughter mit voller Begeisterung gelesen, aber ab diesem Buch ist echt Schluss!!! Den ich versteh nicht, warum sie nicht mit ihren vor ran gegangen Helden aus den anderen Büchern einfach weiter gemacht hat, denn dieser "neue Held" ist mir mehr als nur Unsympatisch. Bis zur Seite 189 hab ich es geschafft und es dann gut für ein halbes Jahr es aus der Hand gelegt. Vor kurzem dachte ich mir einfach, ich versuche es noch mal aber diesmal bin ich schon bei Seite 67 gescheitert. Da es wirklich so miserabel ist.
Da dieses Buch nee gute Abschreckung ist, werde ich mir schon gar ihr neustes "Entsetzen" zu legen, denn dort sehen die Kritiken nicht besser aus.
Schade, das so eine eigentlich gute Schriftstellerin so einen Mist momentan schreibt.
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am 10. Juli 2013
Schon auf der ersten Seite begrüsst ein typischer Fehler der Backlist-Konvertierung von Verlagen: leider, leider. Sinnlose Leerzeichen inmitten von Wörtern: Woher es nur kommt?
nach dem Erschrecken bereits auf der ersten Kindle-Seite verspricht der fortlaufende Lesegenuss weiterhin unterbrochen zu bleiben. Ja, regelmäßig zum Kapitelbeginn sind Auge und Gehirn gefordert, Schlüsselbegriffe neu zu definieren: wo scheinbar ein Wort sinnlos getrennt wird, hat sich nur ein schlampiger Konvertierungsfehler eingeschlichen und sein Überleben bis zum Verkauf bei Amazon und damit bis auf meinen Reader gesichert.
So wunderbar es ist, wenn Verlage ihre Backlist aufarbeiten (dafür ein dickes Dankeschön), die Fehler zeigen eine Häufigkeit, die das Lesen erschwert und damit den Film samt Story im Kopf zum Stocken bringen. Eine saubere Qualitätskontrolle wäre wünschenswert; wo sie doch mit hinterlegten Wortlisten so einfach wäre - Wunder der Technik :-)
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Das war mein allererstes Buch von Karin Slaughter und ich hab es ehrlich gesagt nur gelesen, weil ich es gewonnen hatte :-) Zum Glück, wie ich jetzt festgestellt habe, denn es war sicher nicht mein letztes von der Autorin! Obwohl ich mit Spannung gerechnet hatte, hatte ich nicht erwartet, ein wahrers Thriller-Meisterwerk vor mir zu haben!

Zum Inhalt:
Michael Ormewood wird an den Ort eines Verbrechens gerufen: eine Prostituierte wurde auf grausamste Art ermordet. Die Art der Verstümmelung lässt auf einen Serientäter schließen, der bereits zwei weitere Male zugeschlagen hat. Um diesen Fall zu lösen, bekommt Ormewood Hilfe von Will Trent, einem Agenten, der ihm alles andere als symphatisch ist. Trent dagegen hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen wahnsinnigen Kriminellen zu stoppen und hat nicht vor, sich davon abbringen zu lassen.
Als dann ein Verbrechen in Ormewoods Hinterhof passiert, wird klar, dass etwas nicht so ist, wie es zu sein scheint und Trent muss alle Kaliber auffahren, um den Täter zu finden, bevor noch mehr in Gefahr geraten...

Meine Meinung:
Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch gefesselt, ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich ständig wissen wollte, wie es weiter geht, was jetzt passiert. Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte kam Langeweile auf, die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet ohne zu überspitzt zu wirken, alle haben sympathische und weniger sympathische Seiten, keiner ist der Überheld.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt: im ersten wird die Handlung aufgenommen, der Leser lernt die ermittelnden Polizisten kennen und erlebt die ersten Stunden der Ermittlungen.
Im zweiten Teil wird eine weitere wichtige Person eingeführt und Slaughter arbeitet mit Zeitsprüngen in die Vergangenheit, in denen einiges deutlich wird, dass sich auf die Gegenwart bezieht. Diese zeitlichen Ebenen sind immer deutlich gekennzeichnet und immer an den Lauf der Geschichte angepasst.
Der dritte Teil entwickelt sich zum nervenaufreibenden Finale, die meisten Kapitel enden mit fiesen Cliff-Hangern, so dass sogar mir ein paar mal der Atem stockte und ich mich nicht getraut habe weiterzulesen. Natürlich hab ich trotzdem weitergelesen, weil ich es auch nicht ertragen konnte, nicht zu erfahren, wie es weiter geht ;-)
Der große Show-Down am Ende ist kurz, aber knackig, das Ende angemessen und der letzte Satz hat mir dann den Abschied nochmal versüßt :-)

Fazit: Uuuuunbedingt lesen!!! Ein Muss für alle Fans von wahrer Spannung!
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am 4. März 2010
Ich habe schon sehr viel von der Autorin gelesen und wurde hier nun überrascht. Ich kannte ja den Stil aus den vorherigen Büchern, aber diesmal war es doch anders. Ich kann nicht sagen warum, das müßt ihr selber herausfinden.
Die Spannung baut sich langsam auf und man weiß ja auch ab der 2. Hälfte des Buches, wer der Täter ist! Und das ist toll, man fiebert mit, WIE und WANN er geschnappt wird und ob es nicht schon zu spät. Man hofft, dass es endlich alle begreifen, wer der Täter ist! Alle kennen ihn.
Ich fand die Überraschung eben toll, dass erst aus der einen und dann plötzlich aus einer völlig anderen Perspektive geschrieben wird. Und genau DAS hat es so gut gemacht. Man wird selber in die Irre geführt und man muß erst ne Weile lesen, bevor man begreift, dass es ja plötzlich ne andere Perspektive ist.
Ich war begeistert und habe das Buch gleich meiner ganzen Familie geliehen, die auch alle begeistert waren.
Die Autorin hat ja ein Faible für "kaputte" Figuren, die als Kinder mißhandelt wurden, oder eben eine andere schlimme Kindheit hatten...aber daran gewöhnt man sich. Das ist wohl das Salz in der Suppe bei ihr, die Würze.

Also ich kann das Buch nur empfehlen. Die Figuren sind ausbaufähig und es würde mich nicht wundern, wenn wir hier bald einen neue Reihe haben. Ich hoffe es doch.

LESEN!
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am 22. April 2013
Was für ein Buch!
Nach "Vergiss mein nich"t und "Dreh dich nicht" um wollte ich nicht noch mehr von Karin Slaughter lesen, weil ich ihre Thriller für mich zu blutrünstig fand.
Daher war ich Ewigkeiten dem neuen Taschenbuch "Verstummt" zwar im Laden öfters begegnet, aber mehr oder weniger ausgewichen. Bis ich es doch mitnehmen musste und nur mal reinlesen wollte.... und nicht mehr davon loskam.

Die Kurzbeschreibung hat mich sehr angesprochen.
Mit dem Lesen des Buches erfährt man allerdings, dass diese Kurzbeschreibung einen gewaltig in die Irre geführt hat. War das vom Verlag beabsichtigt oder hat der Mensch, der den Klappentext verfasst hat, das Buch nur bis zum ersten Drittel gelesen? Egal. Es tut der Spannung im Buch keinen Abbruch - ganz im Gegenteil.
Was kann ich zum Inhalt erzählen, ohne zu viel verraten?
John Shalley wird mit 16 Jahren des Mordes an einer Schulfreundin beschuldigt und zu lenbenslänglicher Haftstrafe verurteilt. Er soll sie brutal vergewaltigt, gequält und ihr die Zunge abgeschnitten haben. Ihr Körper war zudem voller Biss-Spuren. Vom Vater wird er verstoßen, seine Schwester Joyce hasst ihn, weil er die Familie zerstört hat. Einzig seine Mutter glaubt an ihn, und er übersteht den Gefängnisalltag, weil sie ihm das Versprechen abgenommen hat, nicht aufzugeben.

Michael Ormewood ist Polizist, ehemaliger Kriegsveteran und ein harter Kerl. Er hat eine Frau, Gina, und einen geistig behinderten Sohn, Tim.
Angie Polaski ist ein Cop bei der Sitte, Will Trent beim GBI angestellt (Georgia Bureau od Investigation).
Alle Personen spielen in der Story eine tragende Rolle.
Von der ersten bis zur letzten Seite fand ich die Geschichte einfach nur genial spannend und unterhaltsam - auch wenn es einige Ungereimtheiten oder Unklarheiten gab, die am Ende mehr oder weniger aufgelöst wurden. Ich habe das Lesen jeder Seite genossen. Zwar geht es ordentlich zur Sache, aber dennoch ist das Buch nicht zu voll von ekligen Details der Morde. Der Gefängnisalltag ist hart, das Leben auf der Straße ist hart - das Buch zu lesen war klasse. Ich kann es nur weiterempfehlen.
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am 21. Februar 2010
Kurzinhalt: In Atlanta wird die Leiche einer abgehalfterten drogensüchtigen Prostituierten gefunden. Sie wurde vergewaltigt, misshandelt und der Täter hat ihr die Zunge abgebissen. Die Frau ist an ihrem eigenen Blut erstickt. Die abgebissene Zunge ruft Special Agent Will Trent auf den Plan. Sie ist das besondere Kennzeichen eines Serienvergewaltigers, der seit einigen Jahren in und um Atlanta aktiv ist. Nur zwei Dinge stören Special Agent Will Trent. Die Prostituierte ist zu alt und sie ist tot. Kurz nachdem er sich in die Ermittlungen eingeschaltet hat, wird die 15 jährige Nachbarstochter des ermittelnden Officer tot aufgefunden. Auch ihre Zunge fehlt.

Es beginnt eine Reise in die Abgründe der bürgerlichen Welt. Niemand ist der, der er zu sein scheint. Weder der Sexualmörder, der nach 25 Jahren Haft als Autowäscher arbeitet, noch der treu sorgende Familienvater und Polizist. Selbst der Spezialagent nicht, der ständig versucht den Eindruck zu erwecken, er könne lesen und die Narben in seinem Gesicht würden von Unfällen herrühren.

So oder ähnlich könnte es auf dem Cover stehen. Der Verlag hat es jedoch vorgezogen, Nebelbomben zu werfen. Dabei liegt nichts Karin Slaughter ferner, als die Handlung zu vernebeln. Sie hält sich einfach an die Grenzen der einzelnen Perspektiven und lässt den Leser seine Schlüsse ziehen. Das diese zu Anfang zwangsläufig falsch sind, ist ein genialer Schachzug, nur trägt der nicht über 527 Seiten, also braucht es ein gewisses Maß an Blindheit und Indolenz bei den ermittelnden Protagonisten, damit der Mörder nicht schon auf Seite hundert einkassiert wird. Gewürzt mit viel Blut greift Karin Slaughter ein bisschen tief in die Zufallskiste, um ihre Protagonisten aufeinander zu hetzen. In der zweiten Hälfte zieht sich die Geschichte bis zum blutigen Showdown, bei dem eine der Protagonistinnen wie der Idiot auf dem Speicher in die Hände des Psychopathen gerät und in letzter Sekunde gerettet wird.

Fazit: nicht ganz schlüssige Story, mit pfiffigen Dialogen und gut gezeichneten Figuren, die aber häufig gezwungenermaßen betriebsblind sind und deshalb unterhalb ihrer Möglichkeiten agieren.
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HALL OF FAMEam 6. August 2010
Karin Slaughter ist durch ihre Grant County-Krimiserie mit Chief Jeffrey Tolliver und der Gerichtsmedizinerin Sara Linton bekannt. Verstummt" (blanvalet 37221 - Triptych", 2006) gehört nicht dazu. Als Ermittler stehen Special Agent Will Trent vom Georgia Bureau of Investigation und die ihn mehr privat unterstützende Angie Polaski, Detective im Atlanta Police Department, sowie John Shelley, als eines der Opfer eines an Opfern reichen Opus, im Mittelpunkt. Und John Shelley ist wahrhaft ein Opfer. Als 15jähriger - unschuldig wie dem Leser bald klar ist - wegen Vergewaltigung und Mord angeklagt und nach Erwachsenenrecht verurteilt, kommt er nach 20 Jahren Martyrium und Reifung frei. Er muß viele Bewährungsauflagen erfüllen und unterliegt strengen Kontrollen durch seine Bewährungshelferin. Als er sich - trotz seines geringen Einkommens als Arbeiter bei einer Autowaschanlage - auf Kredit einen Fernseher kaufen will, stellt er zu seinem Erstaunen fest, dass der aufgrund der Daten einer Kreditauskunftei einen großen Kreditrahmen hat. Seine Schlüsse daraus: o Ein anderer agiert mit seiner Identität. o Das kann nur der Mörder sein. o Dieser hat damit nichts Gutes vor. So sucht der den, der als John Shelley mit dem gleichen Geburtsdatum und der gleichen Sozialversicherungsnummer agiert und findet ihn. Parallel dazu ermittelt Will Trent mit zwei Detectives, Michael Ormewood und Leo Donnelly, vom Atlanta Police Department an einem Mordfall. Aleesha Monroe wurde nicht nur brutal getötet, sondern es wurde ihr auch noch die Zunge abgebissen. Will Trent deshalb, da er Serienmord-Spezialist ist und es in den letzten Jahren einige Morde gegeben hat, wo jungen Frauen das gleiche passiert ist. Hilfe bekommt Will Trent von Angie Polaski, die ihn schon seit ihrer gemeinsamen Zeit in einem Waisenhaus kennt. Und es kam wie es bei einem derartigen Plot kommen musste: die beiden Handlungsstränge führen zusammen und es kommt zu einem spannenden Finale. Insgesamt ein interessanter 506 Seiten langer Krimi, der das Problem eines unschuldig Verurteilten aufgreift, der allerdings nur Leser mit starken Nerven empfohlen werden kann. Aufgrund des Erfolgs von Verstummt" wird es sicher weitere Romane mit dem ungewöhnlichen Ermittlergespann Will Trent & Angie Polaski geben.
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