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Kundenrezensionen

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am 21. Januar 2007
Leider kann ich mich den sehr positiven Kritiken meiner Vorschreiber nicht ganz anschliessen und vergebe für dieses Buch hier nur eine durchschnittliche Bewertung von 3 Sternen! Nachdem ich ein großer Fan der Highland Saga von Diana Gabaldon bin, konnte ich natürlich kaum das Erscheinen des 6. Bandes erwarten, zumal mir Band 5 nicht so zugesagt hatte und die Story damals erst in der zweiten Hälfte des Buches so richtig in Fahrt kam. Doch meine Erwartungen an Band 6 erfüllten sich leider nicht! Das Buch hat für mich zu viele Längen und wie ich finde zu viele "Nebenschauplätze", die von der eigentlichen "Hauptgeschichte" um Jamie Fraser & Co zu sehr abweichen und meines Erachtens nicht unbedingt erzählt werden müssen! Dadurch bauen sich zu viele parallel laufende Handlungsstränge auf, die dann zwar zum Ende des Buches auch wieder irgendwie zusammen laufen und viele bis dahin offene Fragen beantworten sich dadurch quasi von selbst. Aber für mich hatte das wenig mit Spannungsaufbau zu tun, sondern ich empfand es z. T. als echt nervend - wollte ich doch einfach nur wissen, wie es mit Jamie und seiner Familie in den Wirren der amerikanischen Geschichte weitergeht!

Die letzten 200 Seiten des Buches sind dann wiederum klasse erzählt und Diana Gabaldon kehrt zu "alter" Stärke zurück! Und hier tritt genau das Gegenteil ein: wichtige Passagen, v. a. gegen Ende des Buches, die ich mir nun viel ausführlicher gewünscht hätte, werden in kurzen Sätzen abgehandelt. Leider! Ich möchte aber jetzt hier an dieser Stelle nicht zuviel vom Ende verraten, um den Noch-Nicht-Lesern des Buches die Spannung zu erhalten! Als Fan dieser Serie sollte man nämlich trotz allem keinen Band verpassen! Und ich hoffe - nach dem nun offenen Ende von Band 6 - auf eine gelungene Fortsetzung in Band 7 und hier vielleicht noch einmal das ausführliche Eingehen auf das "Ende in Band 6"...
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am 13. Juni 2007
Leider hat die "Highland-Saga" schon lange nichts mehr mit den Highlands und Schottland überhaupt zu tun. Nur Jamie als waschechter Schotte bringt noch einen Hauch von einst ein. Mich stört vor allem daß es, übrigens auch schon im vorigen Band, ausschließlich um Amerika und dessen Geschichte geht. Eigentlich habe ich die Saga zu lesen begonnen weil mich Schottland so fasziniert. Mir kommt beinahe vor daß es der Autorin zu anstrengend war weiterhin "über den großen Teich" zu recherchieren und die Story kurzerhand in ihr Heimatland verlegte wo es sich leichter nachforschen läßt.

Wie einige der anderen Rezendenten bereits schrieben, es tauchen viel zu viele Leute auf und unzählige Handlungsstränge die mit der Geschichte eigentlich gar nichts zu tun haben und schließlich im Sande verlaufen. Mir ist schon klar daß die Autorin hier einfach aus dem Leben der Frasers, ihrem Alltag, erzählt, aber derart viele separate Handlungen ist nun doch etwas zu viel.

Auch klingt es für mich nicht sehr glaubwürdig welch körperliche Strapazen, Krankheiten und Qualen Jamie und Claire ertragen ohne Folgeschäden zu erleiden. Und immer sind sie relativ schnell wieder gesund. Man beachte nur das Alter der beiden, beide in den 50ern und das im 18. Jahrhundert, wo so ein Alter schon als sehr hoch galt. In der heutigen Zeit, mit guter Ernährung und bester Versorgung ist so ein aktives Leben sicher realistischer, aber nicht damals unter diesen Bedingungen. Sie agieren trotzdem noch wie Jungspunde, werkeln den ganzen Tag, lösen dutzende Probleme mit links und haben auch noch genug Energie für heiße Liebesnächte. Hier hätte die Autorin die Aktivitäten und Verletzungen der beiden etwas zurücknehmen müssen, oder sie von vornherein jünger sein lassen. Aber so paßt beides in meinen Augen nicht recht zusammen.

Da ich ungefähr wußte wie das Buch endet wurde ich immer ungeduldiger wann denn nun endlich die "großen Ereignisse" stattfinden, und mußte fast lachen als ich letztlich nur noch 30 Seiten zu lesen hatte. In denen klärte sich alles auf, passierte alles war sich bereits abzeichnete, und das ist rasender Geschwindigkeit und sehr kurz und schlecht beschrieben. Dafür waren manche - unwichtige - Ausflüge von Jamies Miliz nervtötend langatmig erzählt. Trotzdem warte ich auf den nächsten - und hoffentlich letzten - Band der Saga und bin gespannt wie Frau Gabaldon das alles einem Ende zuführen will. Ich gebe einfach die Hoffnung nicht auf daß sie wieder zu ihrer alten Form zurückfindet. Wunder soll es ja bekanntlich geben...
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Die geraubte Zeit ...

... wäre hier eine überzogene aber irgendwie doch angebrachte Überschrift um dem geneigten Leser dieser Rezension einen ersten Eindruck von meinem Eindruck nach Beendigung dieses Wälzers zu geben.

Wer die Highland-Saga von Diana Gabaldon liest, sollte nach 5 Bänden die jedes mal dicker wurden, wissen, worauf er sich einlässt. Nämlich auf eine detailverliebte Autorin, die ihre Leser auch nach 5 Bänden ausufernder Schilderungen, die zur Handlung oft herzlich wenig beitragen, noch immer bei Laune zu halten vermag.

In mir hat Frau Gabaldon allerdings eine Doofe gefunden, die sich auch Band 12 noch kaufen wird, als Gebundene Ausgabe, weil Neugierde und so. Dann wird mein Altenheim-Pfleger mir das Buch vermutlich vor die Nase halten müssen, denn vorausgesetzt meine Kalkulationen kommen hin, habe ich dann ein Buch mit 1789 Seiten in der Hand und - glauben Sie mir - die 1290 Seiten von "Ein Hauch von Schnee und Asche" waren schon extrem schwer handhabbar ... so im Bett, im Liegen. Eine falsche Bewegung, und man hat sich die Nase gebrochen, wenn das Buch aufs Gesicht fällt. - Hier ist also oberste Vorsicht geboten!

Okay, okay. Scherz beiseite - In Band 6 tauchen wir wieder tief in die interessante Familiengeschichte der Frasers ein. Wir erfahren ganz schön viel über neue Forschungen, die Claire (medizinisch) und Brianna (technisch) vorantreiben um das Leben des 18. Jahrhunderts ein kleines Stück erträglicher zu machen. - Aber manchmal frage ich mich, bei all der zuckersüßen romantischen Idylle die da auf Fraser's Ridge herrschen mag weil's mir ja ständig so geschildert wird ... Wozu, wollen die anfangen alles zu automatisieren und vereinfachen, wenn doch genug Personal da ist und wenn die sowieso nicht so den Freizeitstress haben wie unsereiner?! - Kein Fernsehen, kein Kino, kein Radio, kein Computer ... nur ab und zu zum Einkaufen oder Warentauschen in die Stadt, oder eine große Party bei der Tante unten im Tal. Da ist man doch froh, wenn man ein paar Eimer Wasser herumtragen darf, hm?

Bei aller Kritik (der Leserinnen) an dem immer noch ausgewogenen Liebesleben von Jamie und Claire, Roger und Brianna - ich kann's verstehen. Da läuft ja sonst nicht viel. Und wenn ständig einer verschollen, entführt oder sonst wo auf Reisen ist, dann ist das doch völlig verständlich. Wenn man bedenkt, dass der Gang ins Bordell lebensgefährlich ist, dann ist man doch gut bedient, mit einem eigen' Weib, das so schlecht nicht mal aussieht, hm?

Hin und wieder kommen diverse Milizrekruteure vorbei, oder man besucht halt die Freunde im Hinterland, die Indianer, nämlich. Oder man wird überfallen, entführt und vergewaltigt. Kann ja mal vorkommen. Selten genug trifft man den einen oder anderen Zeitreisenden oder ein paar sterbliche Überreste, wie z. B. einen Totenkopf mit Bleiblomben... ?! - Hä?! - Ja, es gibt ein paar Stellen in der Handlung, wo's tatsächlich ausgesprochen spannend wird - in Sachen Zeitreise, vor- und rückwärts und so! - und zumindest ich als Leser mir mehr erwarte; aber viel kommt dabei nicht herum. Da habe ich mir mehr erwartet. Hmpfm!, wie Jamie sich immer so schön klar ausdrückt.

Vor allem wartet man im Grunde genommen knapp 1300 Seiten lange, dass das passiert, was im Band zuvor als "Prophezeiung" gehandelt wird; nämlich auf den "großen Brand" auf Fraser's Ridge. Und darauf, dass Jamie und Claire darin nicht umkommen, wie's auch in dem Zeitungsausschnitt steht.

Ob sich das Warten auf das jähe Ende dann gelohnt hat, muss jeder für sich entscheiden. Für mich war das erste Drittel des Buches, zugegeben, eine sehr große Geduldsprobe. Dann irgendwann erst fand ich Ansporn genug, es tatsächlich schnell zu verschlingen. Der ganze Prozess hat sich - nur zur Erklärung - über ein Jahr hin gezogen.

Das letzte Drittel des "Schinkens" hat dann doch noch viel Freude beim Lesen eingebracht und all die Anfangsqualen sind wieder vergeben und vergessen.

Dass es nach "Schnee und Asche" mit der Highland-Saga weitergeht, steht wohl fest. Frau Apicula ist da mit Sicherheit wieder beim Ausgabetermin neugierig genug...

Demnächst gibt's übrigens das dritte Buch von Lord Johns Abenteuern ("Die Sünde der Brüder."). Kann man nicht jedem Fan von Claire und Jamie bedenkenlos empfehlen, ist aber ein netter Zeitvertreib bis zum nächsten Band!
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am 5. Oktober 2006
...oder?

Zugegeben - die ersten Seiten sind doch etwas trocken ausgefallen, dafür gewinnt Band 6 der Saga dann aber zunehmend an Fahrt. Heidewitzka, hier wird mächtig geschwitzt, mitgefiebert und tief eingetaucht in die Welt um Jamie und Claire.

In diesem letzten(?) Roman ist wirklich alles dabei, was man sich nur wünschen kann und man stürzt von einem Extrem ins Nächste. Sprich: Es ist einfach nur aufregend und nervenzerreißend. Manch Vorschreiber hat ja schon einiges verraten, daher muss ich nicht nochmal wiederholen mit welchen Handlungen der künftige Leser hier konfrontiert wird. Aber: Es bleibt spannend und aufregend und Diana Gabaldon treibt den Leser wirklich weit über die innere Schmerzgrenze hinaus und konfrontiert ihn mit vielen Geschehnissen und unerwarteten Auflösungen.

Noch bis hierher ungeklärte Fragen werden (ausführlich) erklärt, die medizinischen Beschreibungen fand ich - wie immer - äußerst interessant und dieser Roman wird allem in allem einfach nur einem großen Finale mehr als gerecht.

Eine entscheidene Sache wird erst ganz am Schluß aufgelöst, was beim schließlichen Weglegen des Buches ein Schmunzeln zurücklässt.

Das Ende ist - wie schon oft gesagt wurde - offen und man darf gespannt sein, ob es noch weitergeht. Und wenn weist dies auf einen Teil hin, der schon allein auf Grund von Andeutungen grandios zu werden verspricht.

Aber was anderes erwartet man von Gabaldon nach jenen 6 Teilen nicht. :-)

Die Charaktere überraschen auch wieder, Brianna hat etwas an Tiefe gewonnen, allerdings kann sie m.E. nicht so tief in das Leserhez hinein wie es Jamie, Claire, Roger und Co.vermögen.

Wie gewohnt sind alle Personen "sie selbst" und geradlinig, und erscheinen wieder mal sehr real vor dem bildlichen Auge. Wie schon in den letzten Bänden gefällt mir Roger als sehr, sehr starker Charakter. Allerdings fehlt noch immer etwas die Vertrautheit zwischen ihm und seinem Schwiegervater, finde ich, was ich sehr bedaure, dem Buch aber dadurch Oberflächlichkeit nimmt.

"Ein Hauch von Schnee und Asche" vermag genauso sehr zu fesseln wie die Vorgänger und lässt den Leser so tief in diese Handlung eintauchen, das alles drumherum verschwommen scheint. Wer hier nicht aufpasst, droht mit dem Buch festzuwachsen! Denn hier wird nochmal richtig "reingeklotzt" und die Spannung hält sich dann konsequent bis zum Ende, was äußerst selten ist.

Ein Buch, wie man es sich wünscht und ein Finale, was man sich spektakulärer nicht vorstellen kann. Absolut hervorragend und dringend zu empfehlen!
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am 19. September 2005
Ich kann kaum mehr zu diesem Buch sagen. Nachdem ich von "Das flammende Kreuz" recht enttäuscht war, weil es für meinen Geschmack viel zu sehr um die langweiligen Probleme von Brianna und Roger ging, hat "Ein Hauch ..." wieder einen riesigen Satz nach vorn gemacht. Claire ist nicht mehr so zickig wie im letzten Band, Brianna wird mir langsam sympathisch und die Familienverbindungen sind wieder so intensiv und lebendig wie in den anderen 4 Bänden. Auch hier wechselt die Erzählsicht öfter mal, doch die Geschichte wird zum Großteil aus Claires Sicht erzählt, was ich sehr angenehm finde.
Gabaldon hat glücklicherweise wieder dazu zurück gefunden, über das Leben, Lieben, Streben und Handeln der Frasers und ihrer Pächter zu schreiben. Während "Das flammende Kreuz" den faden Beigeschmack eines Krimis hatte, geht es hier wieder um das Leben selbst - um die großen und kleinen Geschehnisse auf Fraser's Ridge und um den historischen Hintergrund des Unabhängigkeitskrieges der Kolonien. Es gibt Stellen zum Lachen, aber auch zum Weinen, absolute Überraschungsmomente und viele Erklärungen zu Geheimnissen aus den vorangegangenen Büchern.
Nach dem natürlich absolut unvergleichbaren ersten Band, ist dies sofort mein zweites Lieblingsbuch der Reihe und ich werde es immer und immer wieder lesen.
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am 6. April 2013
Tja,von den Highlands sind wir leider lange weg,......der 1.Band war der Hammer,aber je weiter die story sich von den Highlands entfernt,desto mehr auch von der Spannung. Dieser 6.Band,den ich mehr aus Interesse,wie es weiter geht,lese,ist eine belanglose Aneinanderreihung von noch belangloseren Begebenheiten,in einer Siedlung namens Fraser's Ridge,.......im Hintergrund knistert amerikan. Geschichte,die aber leider nur bedingt in die Handlung einfließt.
Kurzum: Langweilig!
Die Story läuft sich tot,und wird immer unrealistischer,aus der Thematik,könnte man viel machen,was D.Gabaldon leider nicht mehr gelingt!
Ich werde auch,um es zuende zu bringen,den 7.Band lesen,aber erwarten tue ich nicht mehr viel!
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am 10. Juli 2007
Ich will mal brutal ehrlich sein: Ich bin ein männlicher Leser von Mrs. Gabaldons Bücher – und die gibt es vermutlich nicht allzu viel. Werden wir noch ehrlicher: Mir gefallen alle bisher veröffentlichten sechs Bände inkl. „Ein Hauch von Schnee und Asche“. Und bis heute habe ich nicht herausgefunden, wieso eigentlich.

Auf Grund der hauptsächlichen Love Story zwischen Jamie und Claire ist es einfach mal ein „Frauenroman“ – heißt Frauen sind das Zielpublikum, hat mich persönlich bei Teil eins schon nicht gestört, schließlich schlummern in uns Männern durchaus auch große Romantiker (auch wenn’s nicht alle zugeben). Aber eigentlich mag ich auch keine langen ausschweifenden Beschreibungen (und davon gibt es gerade in Band 6 wieder viele). Und ich mag keine Romane, die nicht auf den Punkt kommen. Alles Gründe, warum ich nach Teil 1 diese Reihe schnellstens ad acta legen sollte. Habe ich aber nicht.

Womöglich liegt es an den äußerst akkuraten Recherchen bezüglich des Lebens im 18. Jahrhundert. Man fühlt sich ständig als Mitanwesender und nicht nur als Leser. Oder es mag an den sehr gut geschriebenen, glaubwürdigen und sympathischen Charakteren liegen. Oder an den Anspielungen an die ganz große Weltgeschichte, von denen man einen Teil kennt und von denen man den unbekannten Teil unbedingt kennen lernen will.

Seien wir mal ehrlich: Alle 6 Bände habe ihre Überlängen, alle könnten deutlich kürzer sein, wenn man die endlosen Passagen streicht, die irgendwelche Wälder oder sonstigen Landschaften beschreiben. Oder diesen zum Teil schon enervierend häufigen Sex, die fast alle Personen haben. Oder die Liebesbekundungen zwischen den Akteuren. Aber wäre es dann noch Diana Gabaldon? Ich denke nein.

Uns so habe ich auch diesen Roman wieder mit Genuss gelesen und freue mich ebenfalls wieder auf den nächsten. In einem kann ich mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen: Bitte in chronologischer Reihenfolge lesen.

In einem kann ich mich leider nicht anschließen. Für mich war Band 2 (Die geliehene Zeit) der beste, während Band 4 (Ruf der Trommeln) mir am wenigsten gefiel. Da kommt dann anscheinend doch der Unterscheid zwischen Mann und Frau zum Tragen.
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am 23. Februar 2006
Die Qualität der Reihe liest sich wie ein Aktiensturz. Man denkt, es kann nicht schlimmer kommen - und es kommt schlimmer.
Dem Buch fehlt das Esprit der ersten Bücher, nur selten blitzt Situationskomik oder verblüffendes auf.
Dinge sind mittlerweile vorausschaubar, Chancen für spannende Handlungsstränge werden nicht genutzt. Man bekommt wirklich das Gefühl, das die Highland-Saga mit Gewalt auf Länge gestreckt wurde (oder wird??).
Die eigentliche Handlung verkommt zusehends zur Pausenfüllung zwischen den (manchmal recht harten) Sex-Szenen, die sich durchaus auch mal über mehrere Seiten ziehen können.
Die Frasers und McKenzies sind eine (sehr gesunde!) Familie, in der jeder jeden versteht, alle den gleichen Humor, weisse Zähne gepachtete Weissheit haben und auch sonst fast ohne Worte immer die gleiche Meinung vertreten - solange sie vom perfekten Übervater mit den weissen Zähnen´- Jamie - kommt ...
Frau Gabaldon verliert sich in den ewiggleichen Beschreibungen der Perfektheit des Jamie Frasers, der neben dem absoluten Macho auch den verständnissvollen Frauenversteher und Familienvater gibt. Unnötig zu erwähnen, das er die Kunst des Liebespiels nicht nur perfekt versteht, sondern dem Anschein nach auch erfunden hat ... Dies wird dem geneigten Leser schließlich in fast allen Buchkapiteln ausführlich dargelegt.
Hatte ich schon erwähnt, das er perfekte weisse Zähne hat??
Es ist wirklich sehr schade, das die Reihe nahezu vollkommen die Spannung und den Geist der ersten Bücher verloren hat. Musste ich noch in vielen Szenen der ersten Bücher aufgrund herrlich beschriebener Situationen oder Wortspielereien lachen, so erwische ich mich bei diesem Buch beim überblättern langweiliger Gespräche oder altbekannter Dinge wie den Sex-Szenen oder Zahnbeschreibungen. Die stetig wiederkehrenden Schweißtropfen zwischen Claires Brüsten dürften mittlerweile einen Putzeimer füllen ...
Einen eventuell erscheinenden Band 7 werde ich mit Sicherheit nicht kaufen.
Eigentlich schade - würde Frau Gabaldon ihre eigenen Frauenträume und Wünsche besser unterdrücken, hätte die Saga ein richtiges Highlight werden können. Die Perfektheit der Akteure hat mit dem vorliegenden Band beinahe etwas abstoßendes erreicht ..
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am 18. November 2005
Diana Gabaldon ist in meiner top-10 Authorenliste und ich habe die ersten Bücher verschlungen und an Vater, Mutter, Bruder, Bruders Freundin und deren Mutter und Bruder weitergegeben. Unsere einhellige Meinung war, dass 1-3 sehr gut waren, aber ab Band 4 sind Familienmitglieder abgesprungen. Zu viele Neben-Geschichten, einige davon die nicht zu einem Schluss gebracht wurden, zu viel Sex und zu viele unrealistische Zufälle (wie zB sich Claire und Jamie an der nordamerikanischen Küste wiederfinden...). Somit hat nur die Hälfte der Familie Band 6 noch lesen wollen. Aber die, die es taten, haben es nicht bereut.
Es ist mit Sicherheit nicht so gut wie die ersten Bücher, aber es hat mehr Tempo als Band 5, ist realistischer und bringt ein paar heisserwartete Antworten. Jedoch hätte es immer noch ein wenig Fokus gebrauchen können. zB wollte ich nach der Rettung von Claire sehr gerne wissen was mit Marsali passiert ist, was Claire ja auch sehr beschäftigt hat, aber trotzdem wird es erst Seiten später in einem Nebensatz ("ich hatte schon von Jamie gehört"...) aufgeklärt. Das passte nicht und erweckte den Eindruck, dass ein Lektor den offenen Faden gefunden hatte und DG nachträglich irgendwo einen Platz für den Knoten finden musste.
Um es auf den Punkt zu bringen: zur Zeit der Bänder 1-3 konnte ich erst um 4 Uhr morgens ins Bett gehen, Band 4 und 5 konnte ich zur normalen Zeit weg legen und mit Band 6 war ich bis 2 Uhr früh wach. Aber immerhin ;-)
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Nachdem ich von "Das flammende Kreuz" nicht so ganz begeistert war, bin ich es bei diesem wieder um so mehr. Die Handlung war spannend, interessant und voller überraschender Wendungen, die mich echt gefesselt haben. Der größte Teil spielt wieder in Fraser's Ridge, aber diesmal ohne unnötige Längen, die in diesem Buch gar nicht vorkommen.

Durch ihren wunderbaren Schreibstil, den sie immer hatte, trotz eher schwachen fünften Teil, konnte ich wieder in eine andere Welt eintauchen. Natürlich sind Jamie und Claire wieder einmal wundervoll, das steht außer Frage. Aber auch Brianna und Roger treten in ein besseres Licht, kommen endlich sympathischer und natürlicher bei mir an und hinterlassen einen positiven Eindruck. Ein Kapitel, welches mich besonders berührt hat, wollte ich auch noch hervorheben. Und zwar heißt es "Junge Wilde" und ich fand es einfach zu süß, als sich die Jungs in der Höhle versteckt haben. Mehr will ich da auch nicht verraten, aber davon war ich total hingerissen.

Die historischen Ereignisse des 18.Jahrhunderts hat Gabaldon in allen sechs Bänden auf jeden Fall sehr gut beschrieben. Waren es in den ersten drei Teilen (Feuer und Stein,Die geliehene Zeit und Ferne Ufer) noch die Jakobitenaufstände, die erzählt wurden, entwickelt sich dieser Teil in eine ganz andere Richtung und die amerikanische Geschichte (in diesem Teil besonders die Unabhängigkeit Amerikas) werden sehr beschaulich beschrieben.

Dieses Buch kann ich wieder mit voller Begeisterung weiter empfehlen, da hier Gabaldon wieder ihre ganze Stärke zeigt, denn ich fand es zu keiner Zeit langweilig.
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