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Der Münchner Literaturwissenschaftler und Kulturhistoriker Joachim Nagel hat im gleichen Verlag bereits das Buch "Femme fatal- faszinierende Frauen" herausgegeben. Das ist deshalb erwähnenswert, weil eine intensive Beschäftigung mit diesem Thema eine gute Voraussetzung ist, um auch über Vampire mehr berichten zu können, als die meisten Blutsaugerfreunde bereits wissen. Denn diese mythischen Freunde der Nacht haben sich im kulturellen Gedächtnis auch deshalb so verankert, weil sie auf Archetypisches verweisen und heimliche Sehnsüchte ebenso verkörpern wie uneingestandene Ängste.

Konzept und Qualität dieses Buches werden gleich in der Einleitung klar. Mit exemplarischem Bildmaterial und klugen Texten will Joachim Nagel seinen Lesern aufzeigen, wie überregional und überzeitlich die Welt der Vampire ist. Und natürlich auch, was diese Welt mit dem Leser selber zu tun hat. Wer also lediglich erfahren will, warum der Twilight-Zug so rasant durch alle Länder rast, wird nicht auf seine Kosten kommen. Im Gegenteil, Joachim Nagel scheut sich nicht davor, Stephenie Meyers Saga und dessen Verfilmungen als durchschnittliche Produkte zu bezeichnen, deren Erfolge er selber nicht erklären kann. Das allerdings wäre gar nicht so schwierig, wenn Joachim Nagel mehr auf die Kraft des Unbewussten und die Tricks der amerikanischen Marketingmaschinerie eingehen würde. Doch offenbar will er dem Twilight-Phänomen gar nicht so viel Aufmerksamkeit schenken, was angesichts wichtigerer Themen durchaus verständlich ist.

Joachim Nagels Mischung zwischen Kulturgeschichte und Hommage an die Vampire beginnt mit einem Kapitel über die antiken Ursprünge des Vampirismus. Danach geht es ausführlich auf die Themen Volksaberglauben und die Bedeutung der Vampire in der Romantik ein. In der Literatur nach dieser Periode bleiben die Vampirinnen dann heterosexuell orientiert, womit wir automatisch die Grenze zur Femme fatale überschreiten. Dunkler wird es dann wieder, wenn der Autor seine Leser in die transsylvanischen Wälder mitnimmt, um sie mit Dracula bekannt zu machen. Als Nosferatu schon 1922 bekannt geworden, spielt dieser wohl bekannteste aller Vampire eine Symphonie des Grauens, die immer wieder neu intoniert, bzw. verfilmt wurde. Und wenn Joachim Nagel die Meisterwerke des Vampir-Films in Text und Bild vorstellt, erweist er sich als großer Kenner des cinematographischen Schaffens.

Mein Fazit: Eine kulturhistorische Reise in die Welt der Vampire, die mich auch deshalb überzeugte, weil der Autor eine umfassende und reich bebilderte Übersicht gibt. Er stellt also nicht nur die künstlerisch überzeugenden Filme und Bücher vor, sondern auch misslungene, billige und allzu kommerzielle Varianten eines uralten Mythos. Die erhellenden und oft unterhaltsamen Texte verdienen ebenso die Höchstnote wie das sorgfältig ausgewählte Bildmaterial, das Layout und der Druck.
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am 29. Juli 2013
Dieses Buch ist sehr anschaulich was das Thema "Vampirgeschichte" betrifft. Unterstützt wird dies durch eine Reihe an anschaulichen Bildern. Sehr schön!
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am 19. Mai 2011
Der Autor dieses ansprechenden und großzügig edierten Buches über die Kulturgeschichte der Vampire als "Mythische Wesen der Nacht" , der Münchner Literaturwissenschaftler und Kulturhistoriker Joachim Nagel, hat schon im Jahr 2009 mit einem reich bebilderten Kunstband unter dem Titel "Femme fatale" die Ergebnisse seiner Forschungen zur "Schwarzen Romantik" vorgelegt, einer Richtung, die das Phänomen der femme fatale maßgeblich geprägt hat.

Ähnlich kompetent geschrieben und mit vielen beeindruckenden Bildern illustriert nähert er sich in seinem neuen Buch einem Thema, das seit Jahren im Trend liegt. Einhundert Jahre sind es nun, seit Bram Strokers sein "Dracula" veröffentlichte, und der sensationelle Erfolg der Twilight -Saga von Stephanie Meyer in Buch und Film zeigt, dass die Faszination für die blutsaugenden Untoten ungebrochen ist.

Das vorliegende kulturgeschichtliche Werk setzt sich von den Anfängen in der Antike über Bearbeitungen in Geschichten, Gemälden und Fotos in Literatur und Film mit dem Thema der Vampire auseinander, und auch hier gibt es in der schwarzen Romantik, die schon bei den Femme fatale eine Rolle spielte, zahlreiche Beispiele, etwa bei Lord Byron oder E.T.A Hoffmann. Auch die Rezeption in der Musik, etwa bei Meat Loaf oder dem Musical "Phantom der Oper" wird gewürdigt, ähnlich wie die Vampirdarstellungen in den zeitgenössischen Comics.

Der Band schließt mit dem Hype um die Cullens, die berühmteste Vampirfamilie der letzten Jahre aus der Twilight-Serie.

Ein beeindruckendes Buch, dem es in Wort und Bild hervorragend gelingt, der Faszination der "mythischen Wesen der Nacht" zwischen dämonischen Zauber und erotischer Verheißung auf den Grund zu gehen.
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