Hier klicken Amazon-Fashion Hier klicken Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More WAR Badaccessoires Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC HW16

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
88
4,1 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. März 2012
Fred Vargas schmiedet immer wieder besondere Fälle für ihren Kommissar Jean-Bapiste Adamsberg; so auch in ihren neuen Krimi 'Die Nacht des Zorns'. Und wieder einmal beschäftigt sich Vargas dabei mit einer mythischen Legende. Diesmal bezieht sie sich auf die Legende vom 'wütenden Heer', die der Historiker Ordéric Vital schon im 12. Jahrhundert aufzeichnete und die beschreibt, wie ein Trupp mittelalterlicher Reiter in einer 'wilden Jagd' diejenigen stellt, die sich eines Verbrechens schuldig gemacht haben, ohne je zu Rechenschaft gezogen worden zu sein. Von dort ist der Schritt nicht weit zu ihrem zweiten Thema, den Ungerechtigkeiten der modernen französischen Justiz. Und auch hier weiß der einfallsreiche Kommissar einen seiner stets ungewöhnlichen Wege, um der Gerechtigkeit schließlich genüge zu tun. Vargas gibt ihren Figuren wieder viel Platz, um ihre ganz unterschiedlichen Talente und skurrilen Eigenarten zu entfalten. So entwickelt sie eine ebenso spannende wie in sich verwobene Story mit viel hintergründigem Humor und Sprachwitz. Und keine Angst: Was anfänglich etwas wirr wirkt, entpuppt sich bald als fesselnder und durchaus logischer Plot mit erfrischenden Dialogen und überraschenden Wendungen. Mittendrin ein intuitiv ermittelnder Kommissar, der seine ganz eigenen Methoden zur Aufklärung verzwickter Fälle hat. Großes Lesevergnügen aus Frankreichs herb-romantischer Nordwestecke.
0Kommentar| 51 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2012
Vorab, ich fand die Übersetzungen von Tobias Scheffel und Julia Schoch auch besser.

Daran liegt es aber nicht in erster Linie, dass mich der neue Vargas - wie auch schon sein Vorgänger "Der verbotene Ort" - nicht so sehr fesseln kann. Ich würde sterben für Fred Vargas und ihre Adamsberg-Krimis, aber seit dem Höhepunkt "Die dritte Jungfrau", den ich hier hoch gelobt habe, ist irgendwie der Wurm drin, ohne dass ich genau sagen kann, woran es liegt.

Missraten ist jedenfalls die Auflösung des Falls, das ist mir zu weit hergeholt, zu konstruiert. Vargas schreibt zwar selten Krimis, die mitten aus dem Leben gegriffen sind, die romantisch-gruselige Komponente gehörte schon immer zu ihren Lieblingszutaten, das mögen Vampire, Werwölfe oder andere alte Legenden sein, aber am Ende machte doch immer alles Sinn - hier aber konnte ich mich nur schwer mit dem Ende abfinden.

Hinzu kommt, dass "Nacht des Zorns" phasenweise doch ein wenig - ich sage es nur ungerne - langweilig ist. Ich schätze und respektiere Vargas für ihre gemächliche Erzählweise, gerade weil sie blitzschnell auf atemraubende Spannung umschalten kann, aber dies hier ist und bleibt tempolos und behäbig, Spannung kommt selten auf. Es fehlt der genialische Moment, der die Vargas-Krimis ansonsten aus der Masse herauskatapultiert. Auch in der ansonsten so faszinierenden Interaktion zwischen den Polizisten, vor allem Danglard und Retancourt, springt der Funke nicht wirklich über.

Davon abgesehen verstehe ich nicht, warum man den Originaltitel ("L'armée furieuse" - "Das wütende Heer") nicht einfach wörtlich übersetzt hat, sondern zu diesem etwas reißerischen Don-Winslow-Titel greifen musste.

Alles in allem einer der schwächeren Vargas-Krimis, an ihren eigenen Maßstäben gemessen, und doch ein überdurchschnittlich gutes Buch.
0Kommentar| 57 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Dezember 2012
Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf das Hörbuch. (Zur Handlung des Romans im Einzelnen möchte ich nichts schreiben, denn diese haben viele meiner Vorrezensenten bereits wiedergegeben.)
Wie bei jedem Vargas-Hörbuch habe ich mich auf ein Wiedersehen (bzw. Wiederhören) mit den verschiedenen Charakteren und eine spannende Handlung, in die man versinken kann, gefreut. Leider war ein richtiges Eintauchen in die Geschichte nicht möglich, was vor allem an den dauernden Musikeinspielungen lag, die ich als äußerst nervend empfand. Volker Lechtenbrinks Interpretation der Figuren hat mir auch nicht besonders gefallen (z.B. brüllt sein Capitaine Emeri des Öfteren bei der Vorbringung von Verdächtigungen, so dass man sich fragt, warum Kommissar Adamsberg ihn als kooperativ oder gar hilfreich ansieht. Es ist einfach "to much" im Vergleich zu den Schilderungen der Buchvorlage.) Die Vargas-Lesungen von Barbara Nüsse und Susanne von Borsody haben mir besser gefallen, weil man das Gefühl hatte direkt zwischen den Figuren zu stehen - das war diesmal vor allem wegen des Akkordeon-Gedudels nicht der Fall.
Für die Geschichte des Hörbuchs gibt's vier Sterne: Nicht der stärkste Vargas-Roman, aber auf jeden Fall ein überdurchschnittlicher Krimi; für die Hörbuch-Umsetzung gibt's nur zwei Sterne, vor allem wegen der störenden Musik. Insgesamt bleiben also drei Sterne.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. März 2012
Spannung über 453 Seiten hinweg.

Ich bin, das gebe ich gerne zu, bekennender Vargas-Fan. Mit 'Die Nacht des Zorns' setzt die Französin mit dem interessanten Pseudonym ihre Reihe fort und lässt Kommissar Adamsberg, seinen Stellvertreter Danglard und die bereits aus den vorangegangen Romanen bekannten Figuren der Brigade in gleich drei Fällen parallel ermitteln.

Sicherlich ist es der Möglichkeit des Serienromans zu verdanken, dass Vargas' Figuren so ganz besonders gut gelingen, mir inzwischen fast wie gute alte Bekannte vorkommen und mir in ihren Schwächen, Eigenarten und Macken so richtig ans Leserherz gewachsen sind. Adamsberg selbst, ein wenig abgehoben, schrullig im besten Sinne, ein Mann der großen Schwächen und gleichzeitig von unschlagbarer Intuition. Danglard, der gerne einen über den Durst trinkt, einem wandelnden Lexikon gleichkommt und darüber hinaus an seiner eigenen Eitelkeit, seinem Perfektionismus und seinem Stolz wächst und wiederum zu krepieren scheint.

Ich bin kein Krimi-Fan.
Die Begegnung mit Fred Vargas und ihren mystisch geheimnisvollen Romanen verdanke ich einem Zufall, für den ich dankbar bin.
Ihr gelingt nämlich genau das zu umgehen, was mich vom Lesen anderer Kriminalromane a la Beckett und Co. dauerhaft abzuhalten versteht: Sie lässt ihre Figuren in die Irre gehen, sie lässt sie scheitern und lässt sie zu Erkenntnissen gelangen, denen ich als Leser absolut folgen mag und kann.
Ich begegne keinen Stereotypen und sehe mich keinen grell beleuchteten Hausecken gegenüber, um die mich der Autor locken will, um mir von hinten ins Genick zu schlagen. Nein, Vargas nimm mich mit ihrer angenehmen Erzählstimme, ihrem unauffällig eingeflochtenen umfassenden Wissen, ihren klugen Recherchen und ihren spannenden Wendungen von der ersten Seite an gefangen. Und das in bisher jedem ihrer bereits erschienen Romane. Ausnahmslos.

Kleiner Störfaktor in diesem Band ' die großen Brüste von Lina, die für meinen Geschmack über viele Seiten hinweg allzu oft Erwähnung finden, ohne Adamsbergs ohnehin kompliziertes Lebensleben auch nur ansatzweise wirklich berührt zu haben.

Das besondere an ihren Kriminalfällen ist das vorerst scheinbar im Bereich des Mystischen liegende Motiv ' sie umgibt ihre Morde mit Legenden und Aberglauben ' um sie zuletzt absolut plausibel und zutiefst menschlich begründet aufzulösen. Legt sie falsche Fährten, dann so, dass der Leser wohl die Lunte riecht, sich aber gerne auf das Verwirrspiel zwischen Fiktion und Realität einlässt.

Wer also wissen möchte, was General Michel Ney, die Schlacht bei Preußisch Eylau, der Fluch eines Heeres Untoter und die ungeklärten Mordfälle in der Normandie mit einer verletzten Taube, einem brennenden Großindustriellen und einer seltsamen Familie in einem kleinen französischen Dörfchen, ein jugendlicher Brandstifter und eine Unmenge an Zuckerwürfeln miteinander zu tun haben, der lese diesen feinen, unglaublich spannenden, atmosphärisch wie gewohnt starken Kriminalroman.

Fünf Sterne für Fred Vargas und den Aufbau-Verlag, dem mit dieser Autorin ganz sicher ein großer Glücksgriff gelungen ist.

Und nun heißt es: Warten auf den nächsten Coup aus dieser berufenen Feder.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. März 2012
Auch in ihrem neuen Buch geht die 1957 in Paris geborene und unter dem Künstlernamen Fred Vargas publizierende französische Schriftstellerin und Archäologin mit dem Spezialgebiet Mittelalter weit zurück in die Geschichte Frankreichs und bleibt gleichzeitig ganz aktuell in der Gegenwart. Zu einen geht es um eine mythische Legende in einem Dorf in der Normandie. Es ist die Legende vom "wütenden Heer", die der Historiker Orderic Vital im 12. Jahrhundert aufzeichnete und die bis in die heutigen Tage in bestimmten Perioden die Menschen in dem Dorf beschäftigt. Nach dieser Legende greift sich eine Gruppe mittelalterliche Reiter diejenigen aus dem Dorf, die ein bislang ungeahndetes Verbrechen begangen haben oder sonst irgendwelche Schuld auf sich geladen haben. Immer wieder tauchen alle paar Jahrzehnte mit seherischen Gaben versehenen Menschen auf, die das "wütende Heer" sehen und denen auch die Namen der Menschen, die zu Tode kommen werden, offenbart werden.

Als eines Tages eine alte, verwirrt scheinende Frau bei Kommissar Adamsberg im Büro auftaucht, und berichtet, ihre Tochter habe das "wütende Heer" gesehen, und auch einen Namen genannt, beginnt Adamsberg nach ersten Zweifeln sich mit der Sache zu befassen. Er fährt zum Entsetzen seiner Kollegen, die Fred Vargas wieder in ihrer ganzen Unterschiedlichkeit beschreibt, in das Dorf in der Normandie und beginnt zu ermitteln.

Das ist sozusagen der eine Handlungszweig, der anhand einer Legende aktuelles Unrecht beschreibt. In einem zweiten wird etwa zu der Zeit, als die alte Frau aus dem Dorf in der Normandie Adamsberg zum ersten Mal aufsucht, ein Auto abgefackelt. Etwas, das nicht nur in französischen Städten häufig vorkommt. Sofort wird Momo verdächtig, auch von Adamsbergs Kollegen. Denn in dem Auto ist ein hochgestellter und angesehener Industrieller mit viel Einfluss in der Politik zu Tode gekommen, und die Vorgesetzten bis hinauf zum Minister verlangen schnelle Aufklärung, d.h. sie brauchen einen Schuldigen. Doch Adamsberg zweifelt. Er traut Momo keinen Mord zu und hat den Verdacht, irgendjemand wolle hier etwas vertuschen.

Es sind wieder einmal Adamsbergs besondere Methoden, seine mit viel Humor und Witz gezeichneten Kollegen aus seiner Brigade, eine der ungewöhnlichsten Ermittlungsgruppen der Krimigeschichte, die ich kenne, und sein Sinn für die Kleinigkeiten dieser Welt ( er ermittelt, wer in seinem Stadtteil Tauben die Beine zusammenbindet), die auch das neue Buch von Fred Vargas zu einer außergewöhnlich spannenden, aber auch genussvollen Lektüre machen.

Mit hintersinnigem Humor werden hier nicht nur Geschichten erzählt, sondern Vargas versteckt unverhohlen immer wieder ihre Kritik am mangelhaften Rechtssystem in Frankreich in ihren auch literarisch anspruchsvollen Texten.
11 Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2012
Fred Vargas und ihre Bücher mag man, oder man mag sie nicht. Auf jeden Fall unterscheiden sie sich sehr stark von jedem "normalen" Krimi. So auch dieses Buch. Wie alle Vargas-Bücher lebt es von seinen Charakteren. Gäbe es den wunderbaren Wolkenschaufler Adamsberg nicht, den empfindsamen Alleswisser Danglard, die monströse (im positiven Sinn!) Retancourt oder Zerk, der Retancourt und eine Taube liebt ... mit anderen Worten, wären das ganz normale, durchschnittliche Menschen, käme auch der Krimiplot kaum zum Tragen.

Aber mit diesen Figuren durchzieht ein großartiger Hauch von Human Touch" den Roman. Da ist der sehr menschliche, langsam denkende, aber intuitiv sehr kluge, nachsichtige Kommissar Adamsberg, der jedem aus seiner Brigade seine Macken zugesteht ("Er rieb sich den Hals, während er Danglards Nummer wählte. Es war 11 Uhr, der Commandant musste am Arbeitsplatz sein. Zu früh, um schon einsatzfähig zu sein, aber anwesend.") Oder eben Danglard, der Adamsberg mit seinen langatmigen Erklärungen häufig langweilt, aber als wandelndes Lexikon unersetzlich und Adamsberg - oft gegen seinen Willen - treu ergeben ist. Allein mit diesem Personal hat jeder Autor schon gewonnen.

Diesmal will Adamsberg unbedingt die Tierquäler einer Taube finden, außerdem hat er es mit mehreren Morden zu tun, in Paris und in der Normandie. Während er Retancourt zu Recherchen in Paris lässt, nimmt er Danglard, Veyrenc, seinen Sohn Zerk, den von der gesamten Pariser Polizei als Mörder gesuchten Mo und die rekonvaleszente Taube namens Hellebaud mit in die Normandie, in der mehrere Morde und zwei Mordversuche aufgeklärt werden müssen. Was Adamsberg natürlich in letzter Minute gelingt, nachdem schon alles geklärt scheint.

Die Frage, wie nahe an der Realität diese märchenhafte Crimestory ist, stellt sich hier nicht. Die Romane der Vargas spielen in einer anderen Dimension, funktionieren nach anderen Regeln. Hier geht es um Geist, um Originalität, um Menschlichkeit, um ein grandioses Lesevergnügen, das bereichert wird durch einzigartige Charaktere und ihre kleinen Verrücktheiten.

Wie gesagt, man mag die verzauberten Bücher der Vargas, oder man mag sie nicht. Das Einzige, was ich hier zu bemängeln habe: Retancourt kommt viel zu kurz!
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. März 2012
Ich liebe die Krimis von Fred Vargas sehr. Sie erschließen ein ganz besonderes Universum, für mich sind sie ganz eigenständige und nicht vergleichbare Werke im Krimi Genre. Somit habe ich auch schon mit Ungeduld auf ein neues Werk von ihr gewartet. Es hat die Erwartungen nicht ganz erfüllt - die aber zugegebenermaßen sehr hoch waren. Ich würde jedem diesen Krimi empfehlen, weil Vargas einfach auf sehr hohem Niveau schreibt - aber für mich war es ein kleines bisschen zu wenig ... zu wenig "Wolkenschaufeln", zu wenig neues von den spannenden Charakteren. Das Wow-Gefühl, das mich sonst immer erwischt bei Vargas Krimis ... war leider bei mir diesesmal nicht vorhanden.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Juni 2013
Wer gern Fred Vargas liest, dem wird auch dieses Buch gefallen. Was ich jedoch jedem raten möchte: man sollte die Bücher von Fred Vargas in der ungefähren Reihenfolge des Erscheinens lesen - die Charaktere machen eine langjährige Entwicklung durch. Sonst könnte man, auch wegen der häufigen Querverweise auf frühere Bücher - evtl. etwas irritiert sein.
UNd man muss den - vielleicht etwas eigenwilligen, eher ruhigen, trotzdem teilweise sehr spannenden - Erzählstil von Fred Vargas mögen. Und die schrägen Charaktere. Ist nicht jedermann`s Sache. Meine schon!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Juli 2016
Das war das erste Buch dieser Bestsellerautorin, dass ich gelesen habe. Mir wurde Fred Vargas empfohlen aber ich muß sagen ich bin sehr enttäuscht. Ich habe mich durch das 400 Seiten dicke Buch gequält und fans es zwischendurch total langweilig und langatmig. Es sind gute Ideen in dem Buch. Der Einstieg ist gut, danach flacht das Buch aber ab. Es sind zu viele Personen die in dem Buch auftauchen, man verliert den Überblick und ich glaube die Autorin selbst auch. Die Figuren erscheinen mir nicht wirklich psychologisch durchdacht, viele Dinge an den Haaren herbeigezogen. Die Auflösung war auch merkwürdig und nicht wirklich glaubhaft. Aber vielleicht sollte ich trotzdem noch einen Versuch wagen und eines der ersten Bücher lesen. Ich habe den Eindruck, wenn Bestsellerautoren Masse produzieren kommt wenig Qualität zustande und das ist schade, deshalb weniger ist mehr, lieber weniger Seiten die aber voller Spannung und Witz sind als so ein langatmiges Buch. Mein Highlight war als ich das Buch endlich zuklappen konnte.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Mai 2013
Dieser Roman von Vargas erinnert mich wieder an die Anfänge der Adamsberg Reihe ( der 1. Adamsberg war ja schon 1991 heraus gekommen ( Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord ) - übrigens schon vor der Trilogie der "Evangelisten" - und später wurde die Figur " Adamsberg " wieder neu aufgenommen.
Ja dieser Roman ist etwas ruhiger ausgefallen, nicht ganz so spannend wie ihr Roman " Die dritte Jungfrau " und nicht ganz so inkonsequent in der Handlung wie " Der verbotene Ort "
Aber die Magie von Vargas Romanen bleibt erhalten.

Zu einigen Kritken folgendes.
Meiner Ansicht nach sollte die Adamsberg Reihe von Anfang an gelesen werden. Die Entwicklung der vielen Charaktere ( einschließlich die Figur Adamsberg ) ist eigentlich nur in ihren feinen Nuancen zu erfassen, wenn man die vorherigen Romane gelesen hat. Jede der Figuren hat ihre eigene Geschichte in einem der Adamsberg Romane von Vargas. Viele Dialoge kann man nur nachvollziehen, wenn man die Vergangenheit der Personen dazu kennt. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Vargas so liebevoll nuancenhaft die Charaktäre Ihrer Akteure heraus arbeitet und die tlw. absolut skurilen Dialoge sind eine Liga für sich.

An alle Hörbuch Fans - es gibt bestimmt viele gute Hörbücher von Romanen, aber ich kenne kein einziges Hörbuch von Vargas, in dem der/ die Vorleser nur annähernd die Magie von ihren Romanen gut rüberbringen ( gekürzt oder ungekürzt - ich finde sie allesamt grottenschlecht ).
Es stimmt wohl wirklich - entweder man ist fasziniert von der Erzählweise von Vargas oder man lehnt sie ab.
Es scheint bei dieser Autorin kaum einen Mittelweg zu geben.
Pragmatiker, die einen perfekt aufgebauten Krimi wünschen, werden enttäuscht sein, auch solche die vorwiegend Action lieben.
Aber Menschen die die Philosophie des " Wolken schaufelns " so fasziniert, werden die Romane von Vargas wohl immer lieben. Ich gehöre nach wie vor dazu.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden