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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
29
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am 11. November 2012
1929, mitten in Berlin wird ein Jutesack mit grausigem Inhalt gefunden. Makaber arangierte Kinderknochen geben Kriminalsekretär Willi Kraus ein Rätsel auf, das zu lösen seinen Ehrgeiz weckt. Als Jude hat er jedoch einen schweren Stand in der Berliner Kripo. Sein Vorgesetzter und die Kollegen übergehen ihn und der spektakuläre Fall wird an einen Kollegen übertragen. Kraus soll nun in einem weniger brisanten Fall ermitteln, stößt aber im Laufe seiner Nachforschungen immer wieder auf mögliche Zusammenhänge mit den Kindermorden. Als seine Beobachtungen weiterhin keine Beachtung finden und sich ein Abgrund aus Vertuschung und Lügen auftut, folgt Kraus den Spuren auf eigene Faust. Währenddessen verschwinden immer mehr Jungen auf mysteriöse Weise.

Meine Meinung: Ein toller, spannender Krimi, ja fast schon ein Thriller, in dem keine Sekunde Langeweile aufkommt. Paul Grossmann versteht es ausgezeichnet die Stimmung im damaligen Berlin darzustellen. Der Übergang von den wilden 20iger Jahren zu den Anfängen des Nationalsozialismus bekommen Willi Kraus und auch seine Familie deutlich zu spüren. Der historische Hintergrund fliest unaufdringlich in die Handlung ein und der Leser fühlt sich regelrecht in das alte Berlin hineinversetzt.
Auch die Krimihandlung ist extrem spannend. Der Autor zeigt die schwierige Ermittlungsarbeit, in der jedes Indiz, jedes Detail wie ein Puzzle von Kraus zu einer stimmigen, schockierenden Erkenntnis zusammengesetzt wird.
Doch nicht nur trockene Ermittlungen prägen das Buch, sondern es gibt auch rasante Verfolgungsjagden, Zweikämpfe etc., die viel Tempo in die Geschichte bringen.
Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen und kann es jedem Krimi und auch Thrillerfan nur empfehlen. Den ersten Band der Serie kenne ich bisher noch nicht, doch ich hatte keinerlei Schwierigkeiten in die Handlung des Buches hineinzufinden.
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am 8. November 2012
Die anfängliche Befürchtung, als deutscher Leser ein latent schlechtes Gewissen beim Lesen mit sich herum zu tragen, weil es abermals die mißliche Lage der Juden vor und zu Beginn des sog. 3. Reiches betont, hat sich glücklicherwiese als falsch erwiesen.

Stattdessen macht sich der Autor dieses im Geschichtsunterricht und durch zahlreiche Veranstaltungen propagierte Wissen offenbar zunutze, um die spezielle Situation, in der sich der Protagonist befindet, ohne große Erklärung darzustellen und - darauf aufbauend - weitere Aspekte dieser Zeit aus einer ganz anderen Sicht als der allgemein bekannten darzustellen.

Besonders freut es mich, dass der Autor eine Beschreibung der nichtjüdischen Umwelt des Kommissars nicht zur Nebensache werden lässt - und dies auf eine Art und Weise, die das Buch nicht nur an Spannung gewinnen lässt, sondern auch dem Anspruch gerecht wird, geschichtlich über den Tellerrand des Hauptthemas dieser Zeit blicken zu können.

Kurz: der jüdische Hintergrund des Kommissars wird nicht überbetont, sondern spielt einfach in die Gesamtdarstellung der Zeit rein.
Die Geschichte wäre auch mit einem anderen Charakter enorm fesselnd, wird so aber gelungen abgerundet.
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am 17. Dezember 2012
„Kindersucher“ ist der zweite Teil einer, hoffentlich weitergeführten, Krimireihe. Der neue Plot um Willie Kraus spielt zeitlich vor dem ersten Teil „Schlafwandler“. Ich würde Neueinsteigern auch empfehlen mit „Kindersucher“ anzufangen (, obwohl auch ohne diese Vorwissen „Schlafwandler“ schlüssig ist.)
Das Genre des Romas reiht sich in Philip Kerrs „Bernie Gunther“- Reihe und Volker Kutschers „Gereon Rath“- Fällen ein. Gunther ist ein derber Nazi-Schläger und Rath eher ein gesitteter Kommissar, mit Hang zur Damenwelt. In dieser Welt stellt Kraus einen neuen Charakter dar, den eines sorgenden Familienvaters. Dieser schafft, nicht zuletzt durch seine jüdische Identität, eine ergreifende Atmosphäre für die Leser_innen.
Alles in einem, ein spannender Kriminalfall, mit Gänsehaut, Tränen und Blutvergießen.
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am 14. Oktober 2014
Spannend ist Kindersucher schon. Allerdings auch fast schon ein Horrorroman, man fühlt sich an KZ -Arzt Mengele erinnert und mehrere Punkte des Romans sind doch etwas klischeehaft und unstimmig. Sowohl das geschichtliche Umfeld wirkt sehr grob recherchiert als auch die Geschichte selbst hat Sprünge, die nicht ganz logisch erscheinen. Kurz: im Vergleich mit Volker Kutschers Büchern über Gereon Rath kann Grossmans Werk nicht ansatzweise mithalten.
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am 26. Juni 2015
Ich wusste nicht, was mich erwartet. Im Berlin der 40er Jahre wurden schon einige Krimis geschrieben. Aber diese Geschichte hat so viele Aspekte, dass es mich zumindest begeisterte. Die Nazi-Machtergreifung aus Sicht eines jüdischen Kommissars und seiner Familie. Die psychopathischen Gräueltaten, die am Ende in Anlehnung an eine historische Figur geschrieben wurden. Die Lebensumstände Berlins nach und vor dem Weltkrieg. Kurzum gute Unterhaltung mit hartem Tobak.
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am 13. Juni 2016
Dieser Roman geht unter die Haut. Zwar wird der Fall irgendwie konstruiert erzählt und nur wenige Inhalte sind schlüssig, es ist aber ein spannendes Buch mit Detailbeschreibungen, welche nicht hätten unbedingt erforderlich sein müssen.
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am 22. Oktober 2014
Ein spannender, toll geschriebener und recherchierter Krimi aus dem Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Mitunter nichts für schwache Nerven, fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite! Wer also gerne historische Krimis liest, sollte zu diesem Buch greifen und sich von Paul Grossman nach Berlin entführen lassen, der gekonnt das Berlin der "roaring twenties" zum Leben erweckt.
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am 26. August 2014
Insgesamt ist es etwas schwierig, eine zusammenfassende Bewertung abzugeben, da das Buch sehr vielschichtig ist. Trotzdem hier der Versuch einer Kurzversion: Sehr, sehr spannend, mit der richtigen Dosis an geschichtlicher Hintergrundinformation und Beschreibung, stellenweise sehr brutal, mit eigentlich perverser Brutalität und davon soviel, dass es auf den letzten 100 Seiten an Glaubwürdigkeit einbüßt. Eigentlich 5 Sterne, für ein fast unerträgliches Maß an perfidere Brutalität gibt es einen Punkt Abzug.
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am 3. Juli 2015
Ich habe den Roman als Version für Kindle gelesen.
Sehr spannend. Sehr interessant.
Die handelnden Figuren kommen authentisch rüber.
Durchaus "Tiefgang". Verbindung aus Krimi und deutscher Geschichte (Erstarken der Nazis) aus meiner Sicht gut gelungen.
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am 23. Januar 2014
Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem ich zuvor die Bücher von Volker Kutscher und Cay Rademacher gelesen hatte, die kurz vor, bzw. kurz nach der Zeit des Nationalsozialismus spielen.
Die Geschichte ist nach einer etwas langatmigen Einleitung sehr spannend geschrieben und hat stellenweise etwas von einem Thriller. Das Buch möchte unbedingt zu Ende gelesen sein. Leider finde ich die Personen etwas schwach gezeichnet und die Geschichte ist teilweise unrund geschrieben. Der Fortgang der Story ist manchmal z.B plötzlich eine Rückblende, ein stilistisches Mittel, dessen Sinn sich mir nicht erschlossen hat. Der Fortgang des Verhältnisses zu den Nachbarn ist bereits anfangs bei Schilderung der guten Beziehung angesichts der jüdischen Abstammung des Kriminalbeamten vorhersehbar, leider geht das Thema dann nicht mehr in die Tiefe und bleibt plakativ. Nicht nachvollziehbar ist für mich weiter, weshalb die Situation des jüdischen Kriminalbeamten im Polizeipräsidium zu Beginn des Buches umfänglich beschrieben wurde, zumindest aber in der zweiten Hälfte des Buches die Dienststelle dann kaum noch vorkommt. Nur weil dann plötzlich eine Polizeiaktion ansteht hat man den Eindruck, dass der Ermittler tatsächlich noch im Polizeipräsidium arbeitet.

Ach wenn die kritischen Punkte in meiner Bewertung überwiegen, gebe ich letztlich wegen der spannenden Handlung vier Punkte. Ich habe mir auch den "Schlafwandler" gekauft und werde ihn ebenfalls lesen.
Wer sich allerdings für historische Kriminalromane in dieser Zeit interessiert, dem würde ich eher die Reihen von Kutscher und Rademacher empfehlen, die in sich stimmiger wirken.
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