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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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3,9 von 5 Sternen
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am 10. Oktober 2015
Als Fan der Gereon Rath Reihe von Volker Kutscher habe ich mich gefreut, daß es noch einen anderen Autor gibt, der seinen "Helden" in das Berlin der 20er Jahre bzw. frühen 30er des 20. Jahrhunderts schickt, um Verbrechen aufzuklären.
Aber Bittschön, was soll das denn? Die Figur Willi Kraus, ein Berliner Kriminaler, verliebt sich in eine Prostituierte, deren Vorzüge wunderbar beschrieben werden. Ebenso wie das Gemächte des Protagonisten. Jetzt weiß ich, wie "hart" man es im Leben haben kann... Danke dafür. Das wird natürlich mehrmals erzählt. Gut, wer zwei Jahre lang keine Frau berührt hat, der darf so fühlen. Als Leser möchte ich das aber nicht so plastisch dargestellt haben.
Dann: Die deutsche Übersetzung ist grauenvoll. Ich muß gestehen, ich wußte nicht, daß Paul Grossman kein Deutscher ist, als ich das Buch hier bei Amazon erwarb. Ich merkte es erst, als ich den Satz "Alles ruhig an der Front im Westen" las. Klar. Der Roman von Erich Maria Remarque heißt auf Englisch "All quiet on the Western Front". Bei uns aber ist der Titel des Buches, sogar in die Umgangssprache übergegangen: "Im Westen nichts Neues". Ein dummer Fauxpas.
Dann: Wie kann man von der deutschen Ostgrenze des Jahres 1932 bitte 5 1/2 Stunden bis zur Freien Stadt Danzig benötigen?
Paul Grossman macht den selben Fehler wie Robert Harris in "Vaterland", der von der Oder als natürliche Grenze Deutschlands zu Polen sprach. Der Roman spielt allerdings in einem Universum, in dem Deutschland den 2. WK gewonnen hat. Die Oder war vor 1945 nie Grenzfluß.
Scheinbar weiß das Paul Grossman nicht.
Weiter: Willi Kraus scheint wirklich jeden Menschen in Berlin zu kennen. Zumindest die berühmten Zeitgenossen.
Leideer kennt Paul Grossman die deutschen Juden der 20er Jahre nicht. Niemand wanderte damals aus, weil er glaubte, es könnte schlimm werden. Zumindest nicht 1925, wie die Schwester von Willi Kraus. Wir erinnern uns: Im Jahre 1925 hatte sich die Republik von Weimar konsolidiert. Sie war ein normales politisches System geworden. Die Wahlergebnisse der Nazis waren im Promillebereich.
Leider hat Paul Grossman hier nicht gut recherchiert. Auch 1932 mag es vielleicht einigen gedämmert haben, was kommen kann, jedoch vertraute man darauf, daß der Reichspräsident Hitler schon nicht ernennen würde zum Kanzler, denn dieser machte keinen Hehl daraus, daß er Hitler nicht ausstehen konnte.
Auch der Seitenhieb auf den deutschen Kleinbürger in der S-Bahn, der sofort katzbuckelt als er die Polizeimarke sieht, ist wahrlich nicht mehr als Klischee.
Abschließend bleibt mir nur festzuhalten, daß das Buch mit den fantastischen Gereon Rath Romanen von Volker Kutscher nicht mithalten kann.
Ich würde es zurückgeben, wenn es möglich wäre. So werde ich es aufbewahren, als eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe.
Die Sache mit Sachsenhausen im Dezember 1932 lass ich jetzt mal beiseite, sonst reg ich mich nur noch mehr auf. Die Nazizeit war schlimm. Gut, daß wir sie nicht erlebt haben. Aber im Dezember 1932 gab es noch keine solchen menschenverachtenden Konzentrationslager.
Der Autor wollte halt alles rein haben.
Leider kann ich nicht 0 Sterne geben. Fazit: Schund. Schade ums Geld.
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am 9. Juli 2011
Selten hat mich ein Buch so sehr gepackt. Der vergebliche Versuch engagierter Menschen, das Rad der Zeit aufzuhalten, rüttelt den Leser auf. Die Ereignisse überschlagen sich - gelingt es dem Protagonisten die braune Brut zu stoppen? Man fiebert mit Inspektor Kraus mit; man fühlt aufgewühlt die Ereignisse, die sich teilweise fast überschlagen - mit. Natürlich ist nicht Alles ganz geschichtsgetreu - aber die Botschaft und der Verlauf dieses spannenden Romans am Vorabend der Hölle in Deutschland lassen dies in mildem Licht erscheinen und nachsichtig werden. Nichts für geruhsame Abende oder Lesestunden - starke Nerven braucht man als Leser schon, es lohnt sich!
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am 7. Oktober 2010
Kennen Sie dieses Gefühl, ein Buch möge zum einen doch bitte mindestens 1.200 Seiten haben und zum anderen bloß nicht mehr als 20 Seiten? Dieses Gefühl, es möge niemals aufhören und gleichzeitig möchte man doch ganz schnell das Ende erfahren?
Schlafwandler ist für mich eines dieser Bücher.
Die Handlung lässt sich schnell umreißen: Im Berlin des späten 1932 wird eine Frauenleiche in der Havel angespült. Eine für die damalige Zeit fast schon alltägliche Sache, währe der Fundort für Selbstmörder nicht so ungewöhnlich. Am Aussehen der Toten fällt auf, das ihre Beine an eine Meerjungfrau erinnern. Die Obduktion ergibt, dass ihre Wadenknochen in einer Knochentransplantation miteinander vertauscht wurden. Inspektor Willy Kraus und sein Assistent Gunther von der Berliner Kripo schließen sehr schnell auf ein Tötungsdelikt und übernehmen die Nachforschungen zu diesem seltsamen Verbrechen.
Fast zeitgleich verschwindet die Tochter des bulgarischen Königs auf ihrem Berlinbesuch. Kraus wird als Berlins bekanntester und erfolgreichster Ermittler zu Reichspräsident Hindenburg zitiert und von diesem mit der Suche beauftragt.
Im Zuge der Ermittlungen stößt Kraus auf Verbindungen zu dem Hypnotiseur 'der große Gustave', SA und Ärzten der SS. Er entdeckt, dass es in den letzten Monaten häufiger zu rätselhaftem Verschwinden ausländischer Frauen kam und alle wurden vorher durch den großen Gustave hypnotisiert.
Der Protagonist Willy Kraus ist Jude und erlebt die letzten Monate der Weimarer Republik bis hin zu Hitlers Machtübernahme. Immer bedrückender werdende Verhältnisse und die frühe Flucht vieler Andersdenkender und Juden ziehen sich als roter Faden durch das Buch. Kraus gehört zu den Menschen, dies sich nicht vorstellen können, wie grausam und unmenschlich die Nazis einmal herrschen werden. Durch seine Ermittlungen dringt er allerdings immer tiefer in den braunen Sumpf ein und entdeckt ein abscheuliches Verbrechen an Behinderten und Ausländern, die dem Rassenwahn zum Opfer fallen.
Sicherlich hält sich Paul Grossmann nicht in allen Details an die geschichtlichen Fakten. So verlegt er die 'Gründung' des KZ Sachsenhausen bereits in das Jahr 1932 und auch andere künstlerische Freiheiten fallen auf. Dies ist aber allein dem Buch und seiner Story geschuldet und fällt an keiner Stelle unangenehm auf. Insgesamt beschreibt Grossmann in einem sehr angenehmen und vor allem auch spannenden Schreibstil sehr treffend die damalige Zeit. Er wählt mit seinem Protagonisten die Sichtweise eines recht normalen Menschen. Zeigt aber auch in der Rahmenhandlung die politischen Intrigen und Wirren auf.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es immer nur widerwillig bei Seite gelegt, da der Mensch nun einmal ein wenig Schlaf braucht.
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am 29. Juli 2013
Der Krimi "Schlafwandler" zeigt ein wichtiges Thema und der Plot ist durchaus interessant.
Die auf vielen Seiten ausgebreitete Handlung bleibt allerdings vorhersagbar, man weiß schon bald, welche Auflösung zu erwarten ist, und das Ende braucht man nicht mehr zu lesen.
Wirklich unangenehm sind Erzählweise und Sprache. Umfassende INPUT-Passagen, die die Leserin mit hinlänglich bekanntem Wissen über die Zeit langweilen, das aus keiner ersichtlichen Perspektive dargeboten wird.
Fast komisch wirkt es, dass nicht nur alle wichtigen Orte des Berlins der Dreißiger gezeigt werden, sondern vor allem alle wichtigen Personen - angefangen von Adolf Hitler und seinen Konsorten, (auch Röhm und Schleicher fehlen nicht), bis hin zu den berühmtesten Filmstars wie der Dietrich sind sie alle so oder so mit dem ermittelnden Kommissar in Kontakt. Den Höhepunkt bildet sein Besuch im Romanischen Kaffee, wo just an diesem Nachmittag gleich alle namhaften Schriftsteller und Theaterleute anwesend sind - von Thomas Mann bis Bertolt Brecht und Max Reinhard.(Ja, bin ich hier in der Muppetshow?)
Sehr bemerkenswert wird auch das Sexualleben des Kommissars gezeigt. Erst muss er sich zu Sado-Maso-Sex bereitfinden ("da erhob sich das Tier in mir"), mit einer liebenswerten, aber leider rauschgiftsüchtigen Prostituierten, dann wird diese als Lockvogel geopfert und eine neue,richtige Frau ist schon in der Startposition. Passend zur Zeit ist sie bereits als Mutter für seine verwaisten Söhne tätig.

Die Sprache selbst ist bereits heftig kritisiert worden, dem kann ich mich nur anschließen.
Alles in allem: ein Kitschroman, mit dem man Geschichtsdarstellungen nicht ersetzen sollte.
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am 15. August 2013
An diesem Krimi stimmt ja alles nicht.

Es spricht nichts dagegen, historische Gegebenheiten in einem Roman zu verändern, ein Roman bleibt Fiktion. Doch das was der Autor hier gemacht hat ist für mich unglaubwürdig und an den Haaren herbei gezogen, nicht plausibel. Spannung fand ich auch so gut wie nicht, aber wohl, weil ich so konsterniert war, was ich da lese.

Die historischen Beschreibungen von Ereignissen (die nicht die o.g. fiktive Handlung betreffen, also die Erläuterungen, die Tatsächliches wiedergeben sollen) sind äußerst fehlerhaft Die Reaktionen der Menschen auf die politischen Vorgänge sind wenig mit der Realität zu vereinen. Die Polizeiarbeit generell und die Ermittlung wirken unglaubwürdig.

Das Kaleidoskop an historischen Personen von Bedeutung, das am Leser bzw. am Protagonisten vorbei rauscht ist in der Vielzahl lächerlich, zumal dieser die meisten der bekannten Persönlichkeiten kennt. Urkomisch ist auch, wie der Leser an allen bedeutenden Punkten des alten Berlins wie auf einer Stadtführung vorbei geführt wird. Dabei sind die Beschreibungen mäßig und auch mit Fehlern behaftet.

Katastrophal sind die Sprache und die Beschreibungen der Handlungen. Das wirkt alles gestelzt, banal, literarisch unprofessionell bis hin zu albern. Dies betrifft auch die Dialoge, die dazu noch ziemlich unrealistisch sind, denn so hart man damals nicht gesprochen. Wenn z.B. Hindenburg wüsste, dass er sich in diesem Buch so ausgedrückt hat, dreht er sich noch heute in seinem Sarg in Marburg um......

Schade ums Geld für dieses Buch.
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am 10. Oktober 2014
Ich lese gerne Kriminalromane, deren Handlung gegen Ende der Weimarer Republik oder im "Dritten Reich" spielt - vorausgesetzt, die historischen Gegebenheiten sind gut recherchiert und glaubhaft dargestellt. Beides ist bei diesem Buch der Fall, der Held, ein jüdischer Kriminalkommissar, weiß politisch nicht so recht, wie ihm geschieht in diesen Tagen um den Jahreswechsel 1932/33 - aber er behält den Durchblick...! Dass er bei seinen Ermittlungen in höchste NS-Kreise vorstößt und grausame "Menschenversuche" entdeckt, die er aber letztlich nicht beweisen kann, weil alle Unterlagen beim Reichstagsbrand vernichtet werden ist schon sehr dick aufgetragen, aber halt "dichterische Freiheit". Fazit: Eine durchaus unterhaltsame Krimilektüre.
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am 17. August 2013
Am Anfang interessant, dann etwas Spannung in der Mitte aber dann flacht es doch sehr ab. Zum Schluss war ich am Ausgang der Geschichte nicht mehr interessiert. Irgendwas hat einfach gefehlt.
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am 1. März 2014
... aber die die Ungereimtheiten sind leider erheblich. Viele schlimmen Dinge wurden einfach mal um Jahre vorgezogen; selbst wenn dies im Nachwort teilweise erklärt wurde - na ja.
Aber, großes ABER: ist denn wirklich niemandem aufgefallen, daß es einen Breitscheidplatz vor 1945 einfach nicht geben konnte? Zwar war Rudolf Breitscheid 1919/-20 kurzeitig preußischer Innenminister, jedoch in den 30er Jahren relativ unbekannt, ein Abgeordneter mit wechselnden Parteizugehörigkeiten eben. Der Grad der Bekanntheit änderte sich erst nach dem Weltkrieg II, da er ein Opfer der Nazis wurde und ab 1946/-47 Straßen und Plätze nach ihm benannt wurden. Also sind die Ortsangaben anscheinend schlecht anhand eines aktuellen Stadtplans recherchiert und dies ist weder dem Übersetzer noch dem Lektor aufgefallen.
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am 3. Juli 2015
Da mir der erste Teil bereits gut gefallen hat, habe ich auch die Fortsetzung (Kindle) gekauft.
Story, geschichtliche Einbettung, Zeichnung der Figuren sind aus meiner Sicht wieder sehr gelungen.
Empfehlung an die Leser und "weiter so" an den Autoren.

...generell sollte die Preisgestaltung bei E-Books überdacht und nach unten angepasst werden.
Das hat aber nichts mit der Bewertung dieses Romans zu tun.
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am 31. Juli 2015
Gut recherchierte Docu-fiction. Wer keine Ahnung von der Historie hat, bekommt Atmosphärisches aus dem Berlin der Dreissigerjahren hautnah geschildert. Ein Plot zusammengesetzt aus Liebe, Erotik und Action macht das Ganze zwar lesbarer, macht aber aus dem,was ein ungewöhnliches Buch hätte werden können, einen ziemlich gewöhnlichen Krimi. Schade eigentlich.
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