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am 28. April 2009
Andreas Varesi hat mit "Die Gräfin Báthory" einen unterhaltsamen, leicht konsumierbaren historischen Roman geschaffen, der auch - zumindest andeutungsweise - Fantasy-Elemente enthält. Die Sprache ist dabei zwar sehr schön und verständlich, aber auch sehr einfach ausgefallen. Damit ist das Buch ebenso für jüngere Leser geeignet, deren Eltern sich über zu viel Blut und Gewalt keine großen Sorgen machen müssen. Der Autor kommt praktisch immer mit Andeutungen von furchtbaren Gräueltaten der "Blutgräfin" (und ihrer Gegner, die vor Folter genauso wenig zurückschrecken) aus. Das führt für den erwachsenen Leser beinahe zwangsläufig zu einem Problem: mehrmals im Roman wird auf sehr gute Art und Weise Spannung aufgebaut und die Freude auf eine Auflösung geschürt - allein, diese kommt nicht bzw. verliert sich in nebulösen Andeutungen. Natürlich ist es nicht notwendig, dass jede Grausamkeit bis ins kleinste Detail beschrieben wird, aber ein wenig mehr "Härte" wäre dem Thema, dem Hintergrund und der Zeit der Handlung durchaus angemessen gewesen.

Bis auf diesen Makel kann man dem Werk allerdings nicht allzu viel vorwerfen. Die Recherchearbeit scheint gut zu sein (soweit ich als interessierter Laie das beurteilen kann) und das mittelalterliche Ungarn wurde entsprechend düster in Szene gesetzt. Auch die Sprache der Akteure liest sich in meinen Augen durchaus authentisch. Die Handlung selbst erweckt allerdings ein wenig den Schein von Oberflächlichkeit, was zum einen sicher am einfachen Erzählstil, zum anderen vielleicht an den lückenhaften, verfügbaren Fakten über die Gräfin Báthory liegt. Dadurch entsteht relativ früh im Buch der Eindruck, dass der (relativ dünne) rote Faden der "Kriminalgeschichte" (wenn man den Massenmord, der hier stattfand so nennen will/darf) ohnehin nur Mittel zum Zweck ist. Viel ausführlicher werden religiöse, politische und philosophisch-wissenschaftliche Fragen des späten 16./frühen 17. Jahrhunderts erörtert. Ungefähr in der Mitte des Buches geht das sogar soweit, dass man das eigentliche Thema des Romans beinahe vergisst. Inwiefern man sich durch solche "Abschweifungen" gestört fühlt, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Mir haben die Exkurse recht gut gefallen.

Was allerdings nicht verhehlt werden soll: die Auflösung der ganzen Geschichte ist nicht so befriedigend, wie ich mir das gewünscht hätte. Grund dafür sind die bereits angesprochenen, dunklen Andeutungen, bei denen Varesi es bis zum Schluss belässt. Dadurch bleiben die Handlungsstränge zum Teil in der Luft hängen und wirken unfertig, was schade ist. Da der Geschichte einige Fantasy-Elemente hinzugefügt wurden, die kaum auf historischen Tatsachen beruhen dürften, hätte meiner Meinung nach auch ein etwas fantasievollerer Schluss die Geschichte nicht beeinträchtigt. So reicht es leider nur zu 3 Sternen und zur Erkenntnis, dass mein persönliches Lieblingswerk über die Blutgräfin weiterhin das Album "Cruelty And The Beast" der englischen Band Cradle Of Filth ist (aber das nur als Anmerkung am Rande, es ist mir durchaus bewusst, dass hier nur wenig Vergleichbarkeit gegeben ist...).
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am 19. März 2010
Ehrlich gesagt hatte ich mir von dem Buch ein wenig mehr erwartet, muß ich sagen. Nämlich mehr Grusel und mehr Schauer. Allerdings handelt es sich ja um einen historischen Roman und den haben wir hier natürlich auf jeden Fall. Die Facts sind total interessant und sicherlich auch gut recherchiert. Das Thema der Hexenverfolgung und als Schauplatz das düstere Mittelalter haben mich 100%ig angesprochen. Leider zieht sich die Geschichte zu Anfang doch sehr und erst im letzten Drittel (geschätzt) kommt so richtig Spannung auf - dafür aber wirklich.
Alles in Allem sind die Hauptpersonen nicht allzu tiefgründig, dafür liest das Werk sich wunderbar und der Schreibstil, die Wortgewandtheit des Autors gefallen mir unheimlich gut.
Ich war davon ausgegangen das Geschichte noch mehr aus Sicht der Barthory erzählt wird bzw. diese intensiver beleuchten und beobachten würde. Leider schlägt man sich einen Großteil der Zeit mit ihren Anverwandten oder sonstigen Beteiligten der Handlung herum. Alles in Allem ein sehr gelungener Historischer Roman, mit einer super Pointe!
P.S. Zur Geschichte: Nach einer Einleitung zu Beginn zu Zeiten des Vlad Dracul und dessen Geschergen (finsterste Ketzerei) gehen wir an den Anfang des 17. Jahrhunderts. In der Gegend um die Grafschaften der Erszebet Barthory verschwinden MASSENWEISE junge Mädchen, die auf grauenvollste Art und Weise ihr Leben verlieren. Natürlich wird dem gewitzten und informierten Leser ziemlich schnell bewusst daß die schöne Gräfin für die Machenschaften verantwortlich sein muß. Jedoch lüftet die Story ihr Geheimnis wirklich erst sehr spät und wir erleben die Ermittlungen des obersten Richters und der eifrigen Schwiegersöhne der Dame quasi live mit. Reizendes Pärchen übrigens; der junge Graf Zrinyi und die pfiffige Maria Czobor ;-)
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am 1. September 2013
S U P E R, s e h r s c h n e l l e L i e f e r u n g !
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am 20. Oktober 2012
Der Klappentext des Buches machte mich neugierig, eine Geschichte basierend auf historischen Tatsachen - genau mein Fall! Voller Freunde machte ich mich ans lesen, und legte das Buch nach dem ersten Kapitel erst mal auf die Seite. So zog sich das über Wochen (oder waren es Monate?) hin, Häppchenweise gelesen und wieder weggelegt. Warum? Nun, der Stil des Autors war eigentlich nicht schlecht, es las sich recht flüssig, aber mir waren die ersten zwei Drittel des Buches etwas zu langatmig, es kam keinerlei Sogwirkung oder gar Spannung auf. Ich dachte schon ans aufgeben, aber dann wollte ich doch wissen was es mit der legendären "Blutgräfin" noch auf sich hat.
Und siehe da, das letzte Drittel wurde dann noch spannend! Endlich kam Leben ins Buch und am Schluss wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen bis ich wusste wie alles zusammenhing. Zugute möchte ich dem Autor halten, das er seine Protagonisten recht deutlich gezeichnet hat, ich konnte mir von ihnen ein gutes Bild machen und war recht rasch schon am Sympathiepunkte verteilen
Was die historischen Daten anbelangt, so kann ich mir über Korrektheit kein Urteil bilden, da ich mit der Geschichte der Gräfin Bathory viel zu wenig vertraut bin.
Zu erwähnen sei noch das sich in diesem Buch ein Personen - und Sachregister, sowie ein Literaturverzeichnis befindet.
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am 13. April 2010
Hui, der Klappentext klingt aber nett, dachte ich. Ich war gespannt, was ein Mann, der angeblich Jahrzehnte auf die Recherche für dieses Buch verwendet haben soll, zu dem Thema Neues zu sagen haben könnte. Das Konzept des "Schattenwolfs" machte mich neugierig, weil ich davon ausging, daß hier etwas mehr auf die Perspektive der bäuerlichen Bewohner in der Umgebung der Gräfin eingegangen würde. Aber: Zu früh gefreut.
Der Anfang kommt noch recht spannend daher, der Rest liest sich aber sehr schleppend. Trotz der angekündigten bombastischen Rechercheleistung erfährt man nichts, was man nicht entweder schon wußte oder sich auf irgendeine Art denken könnte. Wem die Geschichte um die Vampirgräfin schon vorher bekannt war, weiß, daß es da bessere Behandlungen des Themas gibt. Sogar die alten billigen Horrorfilmchen und -geschichten, die dazu schon produziert wurden, kommen einem interessanter vor, wenn man sich erst einmal durch das Buch gequält hat.
Sämtliche Figuren bleiben einem fremd, die Handlung dümpelt vor sich hin und nach der letzten Seite ist die dringendste Frage, die man sich stellt, die, wie jemand nur auf die kranke Idee kommen konnte, DARAUS einen Film zu machen. Denn - oho - das Buch wurde verfilmt. Schön, mir ist klar, daß das auch nicht unbedingt für Qualität sprechen muß. Aber bei einer Geschichte, die in einen teuren Film umgesetzt wird, hat man ja gewisse Erwartungen. Filmproduzenten wollen Geld verdienen, also muß an der Sache doch eigentlich irgendetwas Kundenwirksames dran sein.
Leider ist "Die Gräfin Báthory" hauptsächlich viel heiße Luft. Faktenfülle sorgt hier nicht dafür, daß die Erzählweise lebendig und authentisch erscheint, im Gegenteil: Das Herumdozieren des Autors erstickt jedes aufkommende Interesse im Keim. Schade, daß ein Buch über DIESE Frau dermaßen blutleer ist - und damit meine ich nicht den Mangel an Folterszenen...
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am 13. September 2010
Wenn jemand zehn Jahre lang an einem Buch arbeitet, sollte man eigentlich meinen, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann. Im Fall des Romans "Die Gräfin Báthory" von Andreas Varesi trifft das nur bedingt zu. Sicher, der Roman ist ganz unterhaltsam und für Zwischendurch gut geeignet, hat aber auch seine Längen. Da werden Exkurse über Astronomie und Astrologie eingeschoben, die zwar durchaus interessant sein mögen, mit der Handlung aber nur bedingt zu tun haben. Die Handlung selbst plätschert so vor sich hin; Varesi gelingt es dabei immer wieder mal, Spannung aufzubauen, aber er schafft es selten, diese Spannung auch befriedigend aufzulösen, ohne gleich in Klischees zu verfallen.

Was mich am meisten gestört hat, waren die furchtbar blassen, blutleeren Protagonisten, die sich teilweise völlig konträr zu ihrem Charakter verhalten haben - oder zumindest haben sie zum Teil Handlungen gesetzt, die in krassem Gegensatz zu dem standen, was man bisher über die Figur wusste. Selbst die Gräfin Báthory war ein einziges wandelndes Klischee. Mir hat einfach eine nachvollziehbare, gut durchdachte Entwicklung der Charaktere gefehlt - die waren entweder nur böse oder nur gut, mit sehr wenig Abstufungen dazwischen. Bei der Gräfin war beispielsweise von Anfang an klar, dass sie nicht astrein ist - Beschreibungen wie "eiskaltes Lächeln", "eisige Augen" und dergleichen mehr sind jedenfalls nicht dazu angetan, die Dame als Sympathieträgerin darzustellen. Überhaupt haben mir die Sympathieträger gefehlt - der Rote Magyery sollte offenbar ein solcher sein, ebenso Graf Zrinyi und die Nichte der Báthory. Mir waren diese Figuren vollkommen egal. Sie waren derart blass und schablonenhaft gezeichnet, dass es mir zu keiner Sekunde gelungen ist, Mitgefühl mit ihnen zu empfinden. Das gilt umgekehrt auch für die "Bösen" oder zwielichtigen Personen. Auch die waren mir einfach egal. Und wenn es ein Autor nicht schafft, dass seine Figuren irgendeine emotionale Reaktion hervorrufen, dann hat er meiner Ansicht nach nicht alles richtig gemacht.

Auch der Umstand, dass Varesi sich bis zum Schluss nicht recht entscheiden konnte, ob er einen historischen Roman oder doch lieber eine Horrorgeschichte mit Fantasyelementen vorlegen will, hat gestört - gut, in den letzten Kapiteln fällt der Autor diesbezüglich eine Entscheidung, und das Jonglieren mit Genres kann ja durchaus reizvoll sein, ist in diesem Fall aber nur bedingt gelungen.

Interessant fand ich die Idee des Schattenwolfs und die Auflösung der Geschichte in den letzten Kapiteln inklusive Epilog; hier fanden sich einige spannende Ansätze, nicht zuletzt in Bezug auf Graf Thurzo. Der Kreis zum ersten Kapitel, das zunächst keinen Bezug zur Handlung zu haben scheint, schließt sich am Ende, wobei ich die Auflösung nicht 100%ig logisch fand - dramaturgisch interessant, aber nach genauer Lektüre des ersten Kapitels nicht unbedingt völlig logisch.

Stilistisch kommt Varesi nicht über gutes Mittelmaß hinaus; er arbeitet sehr gerne mit Andeutungen, wobei er hier oft den Fehler macht, die Andeutung in Form eines Cliffhangers zu gestalten und die Auflösung erst sehr viel später nachzuliefern, meist zu einem Zeitpunkt, an dem schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, dass hier noch was kommen würde. Um die Leser nicht völlig im Dunkeln zu lassen, lässt Varesi hin und wieder - vor allem gegen Ende hin - Rückblenden einfließen, die in dem Duktus "Also, ich erzähl euch jetzt noch schnell, was ihr wissen müsst und was die Figuren nicht wissen" gehalten sind - teilweise zusammenhanglos bzw. dramaturgisch einfach an den falschen Stellen platziert. Der Splatterfaktor ist dabei erstaunlich niedrig, was mich persönlich nicht weiter gestört hat.

Fazit: Wer sich hier einen Vampirroman erwartet, ist ebenso an der falschen Adresse wie Leser, die mit ausführlichen Schilderungen der diversen Folter- und Hinrichtungsmethoden rechnen. Ein nettes Buch für Zwischendurch, das sicher sauber recherchiert ist und mit einigen kreativen Ideen aufwarten kann, das aber nicht vollends zu überzeugen vermag.
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TOP 500 REZENSENTam 23. Januar 2010
Inhalt:
Im Ungarn des 17. Jahrhunderts verschwinden zahlreiche Frauen unter mysteriösen Umständen. Vor allem das einfache Volk lebt in Angst und Schrecken, der Adel fürchtet primär um die Sicherheit der Gräfin Báthory, in deren Hoheitsgebiet das Unheil geschieht. Schließlich wird eine Untersuchungskommission eingerichtet, die die Verbrechen aufklären soll.

Mein Eindruck:
Der Roman kommt nicht recht in Fahrt. Dem Autor gelingt es meiner Meinung nach nicht oder kaum, Spannung aufzubauen oder die minimal aufkommende Spannung zu halten. Eigentlich gibt es genügend Situationen, in denen man als Leser mitfiebern könnte, z.B. beim Überfall der päpstlichen Truppen, beim Verschwinden von Christina oder während des Aufenthalts bei Fürst Vlad III in der Walachei. Doch all diese Ereignisse geschehen einfach - sie nehmen den Leser nicht mit zu den Schauplätzen, sie ziehen nicht in ihren Bann, sie ermuntern nicht zum Weiterlesen.

Mein Resümee:
Leider habe ich mich zu keinem Zeitpunkt ins 17. Jahrhundert zurückversetzt gefühlt und habe mich nicht wirklich für die Geschehnisse begeistern und interessieren können.

Eine eher langweilige Lektüre, die ich nicht weiterempfehlen kann.
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am 8. Dezember 2014
Ich glaube, dieses Buch ist ok, sofern man sich noch nicht vorher mit dem Thema der der Erzebeth Bathory beschäftigt hat und wenn man es eigentlich auch nicht vorhat.
Während das Buch m.E. spannend startet, wird es im Verlauf zusehends trivialer geht letztlich als "gruftiger" Mystery-Thriller für Jugendliche durch, mehr aber eigentlich nicht.
Genau genommen wundert es mich, dass bei dem fantastischen Stoff und der Profession des Autors nicht "mehr" heraus gekommen ist. Fazit ist aus meiner Sicht, dass es definitiv nichts ist für Leser, die der "Fall" wirklich interessiert:

Meine Kritikpunkte:
-Die vergleichsweise triviale Sprache ist angenehm zu lesen, vergleicht man es z.B. mit der aus der Natur der Sache heraus komplexeren Sprache der Werke die z.B. die Original-Prozessdokumente veröffentlichen. Aus meiner Sicht nimmt dies dem Stoff jedoch auch einen Teil der fraglos tatsächlich vorhandenen Dramatik und Schwere.
-Die um die eigentlichen Ereignisse herum konstruierten fiktiven Themen und Handlungsstränge (Schattenwolf, Alchimistenbuch mit dem Geheimnis ewigen Lebens) sind m.E. völlig unnötig und verwässern den eigentlich psychologisch und historisch spannenden Fall.
-Die Protagonisten sind relativ wenig profiliert, was ich - wenn sich der Autor schon die Freiheit völlig fiktiver Handlungsstänge und fantastischer Ereignisse nimmt - nicht erwartet hätte.
-Die Erkenntnisse um die eigentlichen Geschehnisse wurden zugunsten der neuen, fiktiven Handlungsstränge dramatisch reduziert und teilweise "verbogen": M.E. wird man scheitern, wenn man versucht, sich (nach der Lektüre) die offensichtlich fiktiven Fantasy-Elemente "wegzudenken", um zu verstehen, was wirklich passiert ist, was dem einen oder anderen die Lust nehmen könnte, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.
-Nch dem relativ furiosen Start der eigentlichen Geschichte, flacht diese wirklich ab und erreicht auch inhaltlich das Niveau der Sprache: Mich hat das Finale teilweise mehr an eine 70er Jahre Slapstick-Komödie (A rennt 'raus aus dem einen Zimmer, rein in ein anderes Zimmer, vorbei an B, der ihn aber nicht sieht usw.) erinnert, als an einen historischen Roman.

Insgesamt schade, denn m.E. läßt der Markt absolut genug Platz für einen Roman auf Basis der Ereignisse, der eben genau die tatsächlichen Ereignisse wirklich in eine gut lesbare Geschichte verwandelt, ohne die Realität komplett zu verdrehen und der Autor müßte ja auch locker das Handwerkszeug hierzu gehabt haben.
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am 17. Juli 2010
Ich hätte mir etwas mehr Realitätstreue und weniger Blutgräfin erwartet. Wenn man betrachtet, dass die Gräfin Báthory während der Kriege gegen die Türken und nach dem Tod ihres Mannes vor allem als Familienoberhaupt agierte, was damals für eine Frau ungewöhnlich war, so kann man vielleicht auch verstehen, dass Neider (Habsburger und Ungarns Palatine) sich nur schwer dem verführerischen, durch die Bathory angehäuften/angeheirateten Familienvermögen entziehen konnten. Somit wurde politisch taktierend ein Grundstein für eine Verleumdungskampagne gelegt, der gestützt durch - unter Folter - gemachter Zeugenaussagen der Dienerschaft aus einer Gräfin eine Blutgräfin machte. Bei der "Behandlung" von Dienerinnen niedrigen Standes war übrigens die Prügelstrage leider allgemein üblich. Deswegen ist dies nur ein weiterer typischer Bathory-Roman, der sich nicht besonders hervorhebt, hat aber kaum etwas mit der historischen Gestalt der Bathory zu tun. Irgendwie habe ich doch tatsächlich gehofft endlich die Geschichte einmal aus einer anderen Perspektive wahrnehmen zu dürfen, leider wieder einmal ein typischer Roman über die Bathory wie schon so viele zuvor.
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am 21. Mai 2010
Also, ich habe das Buch gekauft ohne mich von den anderen Meinungen beeinflußen zu lassen.
Mußte aber festellen, das der Großteil der Rezensionen völlig zutreffen.
Laut Klappentext klingt ja alles ganz spannend. Mädchen verschwinden und werden verstümmelt aufgefunden und so weiter und so fort. Im Buch selbst aber findet man kaum zusammenhängende Passagen in denen das auch mal geschildert wird. Es wird erwähnt das ein Mädchen gefunden wird und das es verstümmelt ist, mehr aber auch nicht. Mir war im Buch einfach zuviel politisches. Nicht das es mich nicht interessiert hätte, aber wenn ich ein Buch über die Blutgräfin kaufe, möchte ich auch etwas von ihr lesen. Man kann die Seiten wirklich zählen, auf denen etwas von Ihr selbst steht. Wenn dann endlich mal was von ihr zu lesen kommt sind es Belanglosigkeiten. Im ganzen Buch gibt es keine spannende Stelle, zumindestens meiner Meinung nach, geschweige denn einen Höhepunkt auf den man hinfiebert.
Varesi hätte das Buch aus der Sicht der Gräfin schreiben sollen, dann wäre es wesentlich spannender.
Im Großen und Ganzen, man kann es mal gelesen haben muß aber nicht sein. Man wartet auf was was eh nicht kommt.
Also lest lieber was spanndenderes. :)
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