Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle Soolo Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
17
3,9 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 8. Juli 2005
John Vincent hatte schon viele Namen und behält keinen für lange Zeit. Rastlos wechselt der begnadete Fälscher von einer Identität zur nächsten. Wie eine moderne Antwort auf den "talentierten Mr. Ripley" lebt John Vincent unter dem Deckmantel anderer Namen. Als er am Beginn des Romans mit einer Überdosis Tabletten im Magen und Drogen im Blut ins Krankenhaus gebracht wird, heißt er gerade Daniel Fletcher. Und der sitzt nun einem Psychiater gegenüber, der seinen Geisteszustand begutachten soll. Macht Fletcher seine Sache gut und überzeugt den Gutachter davon, psychisch fit zu sein, spaziert er am Ende als freier Mann zur Tür hinaus. Vermasselt er seine Vorstellung, riskiert er, in der psychiatrischen Abteilung weggesperrt zu werden.
Clevenger konzentriert sich in seiner Geschichte gänzlich auf die Hauptfigur. Andere Figuren agieren höchstens am Rand, im Mittelpunkt steht Daniel Fletcher, mit seiner Lebensgeschichte und mit Blick auf sein "Duell" mit dem Psychiater. Mit Fletcher hat Clevenger einen Protagonisten, der so viel Aufmerksamkeit absolut verdient hat. Ein Typ, der bis auf die letzte Seite etwas Rätselhaftes behält, dessen Geschichte zu fesseln weiß, und dessen Lebensart so skurril und faszinierend wirkt, wie der voll ausgebildete zweite Mittelfinger an seiner linken Hand.
So perfekt und detailbesessen wie er seine Fälschungen auch betreiben mag, auch ein Daniel Fletcher hat seine Schwächen. Winzige Fehler und Zugeständnisse an andere machen den Einzelgänger verwundbar. Es folgt eine Kettenreaktion von Ereignissen, die der Autor mit viel Liebe zum Detail darstellt. Fletchers Lügengerüst gerät ins Wanken. Doch Fletcher ist eiskalt berechnend und hochintelligent und so darf der Leser staunend und fasziniert verfolgen, wie Fletcher versucht die Dinge wieder unter Kontrolle zu bekommen. Die Auflösung ist dabei derart gewieft eingefädelt, dass man Clevenger nur zu so viel Erfindungsreichtum beglückwünschen kann.
Man merkt dem Roman zu keinem Zeitpunkt an, dass es sich um ein Debüt handelt. Clevengers Stil ist sehr direkt und offen, teilweise hart und explosiv, wie der Lebenswandel seines Protagonisten. "Der geniale Mister Fletcher" ist dabei ein Lesegenuss, der gleichermaßen faszinierend wie fesselnd ist und das unter anderem auch, weil Clevenger dem Leser praktisch eine Anleitung zum Fälschen einer Identität liefert. Er zählt die Schritte auf, erläutert Fletchers Vorgehensweise und weist auf mögliche Schwachpunkte hin. Zur Nachahmung wohl eher nicht empfohlen, aber auch deswegen so spannend zu lesen, weil da eben noch der Reiz des Verbotenen mitschwingt.
Fazit: absolut lesenswert, hochgradig faszinierend und fesselnd. Ein packendes Psychogramm, gerissen inszeniert und mitreißend geschrieben. Den Namen Craig Clevenger sollte man sich merken.
0Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Es ist schon eine skurrile Geschichte, die uns Craig Clevenger hier auftischt. Allerdings tut er das in einer Detailfreudigkeit, die seine Charaktere und deren Erlebnisse so realistisch erscheinen lassen, dass man schon fast wieder Angst vor der Wirklichkeit derartiger Erfahrungen bekommt.
Eigentlich geht es ja nur um einen Charakter, eine Person, den jungen John Dolan Vincent. Einzige Auffälligkeit an ihm ist ein sechster Finger an seiner linken Hand. Aufgrund immer wieder einmal auftretender, offensichtlich unergründlicher und vermutlich psychosomatischer Kopfschmerzen, die er völlig wahllos mit Drogen und Medikamenten unterschiedlichster Art zu bekämpfen sucht, findet er sich meistens mit einer Überdosis versehen in einem Krankenhaus wieder. So auch dieses Mal, wo er kaum aus seinem Rauschkoma erwacht einem Psychiater gegenüber sitzt.
Vincent wurde allerdings als Daniel Fletcher eingeliefert, so dass der Psycho-Fachmann nicht merkt, dass er einen Wiederholungstäter vor sich hat. Das ist auch das geniale Spiel des Protagonisten, der ständig wechselnde Persönlichkeiten und Charaktere annimmt, um zu verhindern, dass man ihn wegen latenter Suizidgefährdung in eine geschlossene Anstalt steckt. Er wird zum Künstler des Verbergens seiner Identität und sein größtes Persönlichkeitsmerkmal wird die Fähigkeit, unauffällig zu bleiben.
Emotional nahe gehend, weil so intim und persönlich erzählt, erfährt man als Leserin oder Leser die unzählig vielfältigen Überlegungen und nötigen Anpassungen des jungen Mannes, um sein Ziel zu erreichen, eine neue Identität anzunehmen. Es ist schon eine Manie, sich Charaktere auszuwählen, sie in kleinsten Handlungsweisen zu erforschen, ihre Lebensgeschichte kennen zu lernen und diese sich zu merken, gefälschte Papiere in höchster Präzision zu erstellen und mit einer Portion Überzeugungskraft und frecher Forschheit die jeweiligen Gegenüber hinters Licht zu führen.
Man erfährt viel über psychiatrische und psychologische Anamnesepraxis und entdeckt in den Erfahrungen des Charakters, den der Patient jeweils darstellt, durchaus Kabarettistisches. Seine häufigen Sitzungen ähnlicher Art haben ihn zum Antwortenspezialisten für psychologische Befragungen gemacht. Er kennt die Fragen, die Zielrichtung und die Deutung der Antworten. So gelingt es ihm gut, ein perfektes Täuschungskonstrukt zu entwickeln. Er gibt ein Profil von sich ab, welches in der Einschätzung des Arztes, es bestehe keine weitere Selbstmordgefährdung, und damit der Entlassung aus der Klinik endet.
Die Klugheit des Befragten trifft auf die Weisheit und Profession des Befragers und fast jedes Gespräch entwickelt sich zu einem Showdown geistiger Auseinandersetzung. Dieses Mal steht neben der Gefahr, als gefährdeter Suizidaler für lange Zeit hinter gepolsterten Wänden zu verschwinden, die Sorge um Keara, die Frau, die er liebt, an oberster Gedankenposition. Das erschwert Fletchers Denken und Konzentration. Er will sie beschützen, retten und ist somit noch mehr gefordert, die richtigen Antworten im richtigen Augenblick zu geben.
Dieses Überlegen und Bangen beschreibt der Autor zwar einfach, aber doch so dicht, dass man seine Figuren entdecken, kennen lernen will und auf das Ende gespannt ist. Es sind sehr melancholische Erlebnisse und Überlegungen, die Craig Clevenger erfunden hat und die Faszination seines Buches liegt hauptsächlich darin, dass eine einzige Handlungssituation - die der Befragungssitzung beim Psychiater - so facettenreich und interessant erzählt wird und die mit einer gänzlich unerwarteter Wendung seinen Schluss findet. © 5/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Juli 2005
Er hat es um keinen Deut besser: Daniel Fletcher (einziges besondere Kennzeichen: ein vollständiger ausgebildeter, überzähliger Finger an seiner linken Hand) lebt in einer kaputten und armen Welt. Wie wir gefühlsmäßig manchmal eben auch. Man könnte mitunter fast weinen vor Plage und Not. Aber man schlägt sich durch. Mehr recht als schlecht. Was auch sonst?
„Der geniale Mister Flechter" etwa kann sich nur als notirischer Schwindler angestrengt durchs Leben winden. Und er ist ein kongenialer Fälscher. Die listige Gaukelei ist für ihn dabei überlebensnotwendig. Er muss regelmäßig seine Identität wechseln. Grund: alle 6 Monate heftige Migräneanfälle und ganz allgemein ein übles Drogenproblem. Und in Folge landet er dann immer gleich im Krankenhaus. Die Ärzte vermuten in seinem großzügigen Konsum von Methocarbamol oder Darvocet plus Bourbon latente Selbstmordabsichten. Der Gummizelle gilt es zu entrinnen. Und so lügt Mister Daniel Fletcher (alais John Dolan Vincent) seinen abgeklärten Gutachtern das Blaue vom Himmel herunter. Nur uns Lesern erzählt er in Rückblenden die wahre Geschichte. Jetzt gerät er immer mehr unter Druck. Aber sorgen wir uns nicht: es ist nicht das erste Mal, dass er um sein Leben lügen muss. Und irgendwann ist mit dem Schwindeln auch mal Schluss. Oder will er tatsächlich mit Haut und Haaren untergehen? Und ewig vor sich selbst fliehen?
Der US-Bestsellerautor Chuck Pahlaniuk („Fight Club") hat sich über Craig Clevengers Debütroman „Der geniale Mister Flechter" euphorisch geäußert: „Bei Gott, das ist mit Abstand das beste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe". Leonardo di Caprio soll sich schon die Filmrechte gesichert haben. Und ja natürlich: die Handlung eifert dem berühmten Vorgänger „Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith nach.
„Der talentierte Mister Flechter" ist ein gekonntes Erstlingswerk. Von Craig Clevenger darf man noch viel erwarten. Natürlich auch Verbesserungen. Noch wirkt seine Sprache mitunter etwas spröde. Und der eigentliche Plot gedeiht doch eher hölzern. Am Ende will Craig Clevenger in jedem Fall zuviel. Der Roman schwankt zwischen Krimi, Liebesdrama und Abenteuerpistole. Und der junge Autor sucht zu offensichtlich die literarische Nähe zu Auster, Pahlaniuk und Highsmith. Trotz allem: das Buch ist lesenswert. Daniel Flechter macht uns sehr neugierig. Wo auch immer er sich gerade aufhält. Und egal mit welchen Namen er sich durch die Welt mogelt. In Flüsterkneipen, Motels und Krankenhäusern: Achten wir ab sofort auf Männer mit 6 linken Fingern!
22 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Es ist schon eine skurrile Geschichte, die uns Craig Clevenger hier auftischt. Allerdings tut er das in einer Detailfreudigkeit, die seine Charaktere und deren Erlebnisse so realistisch erscheinen lassen, dass man schon fast wieder Angst vor der Wirklichkeit derartiger Erfahrungen bekommt.
Eigentlich geht es ja nur um einen Charakter, eine Person, den jungen John Dolan Vincent. Einzige Auffälligkeit an ihm ist ein sechster Finger an seiner linken Hand. Aufgrund immer wieder einmal auftretender, offensichtlich unergründlicher und vermutlich psychosomatischer Kopfschmerzen, die er völlig wahllos mit Drogen und Medikamenten unterschiedlichster Art zu bekämpfen sucht, findet er sich meistens mit einer Überdosis versehen in einem Krankenhaus wieder. So auch dieses Mal, wo er kaum aus seinem Rauschkoma erwacht einem Psychiater gegenüber sitzt.
Vincent wurde allerdings als Daniel Fletcher eingeliefert, so dass der Psycho-Fachmann nicht merkt, dass er einen Wiederholungstäter vor sich hat. Das ist auch das geniale Spiel des Protagonisten, der ständig wechselnde Persönlichkeiten und Charaktere annimmt, um zu verhindern, dass man ihn wegen latenter Suizidgefährdung in eine geschlossene Anstalt steckt. Er wird zum Künstler des Verbergens seiner Identität und sein größtes Persönlichkeitsmerkmal wird die Fähigkeit, unauffällig zu bleiben.
Emotional nahe gehend, weil so intim und persönlich erzählt, erfährt man als Leserin oder Leser die unzählig vielfältigen Überlegungen und nötigen Anpassungen des jungen Mannes, um sein Ziel zu erreichen, eine neue Identität anzunehmen. Es ist schon eine Manie, sich Charaktere auszuwählen, sie in kleinsten Handlungsweisen zu erforschen, ihre Lebensgeschichte kennen zu lernen und diese sich zu merken, gefälschte Papiere in höchster Präzision zu erstellen und mit einer Portion Überzeugungskraft und frecher Forschheit die jeweiligen Gegenüber hinters Licht zu führen.
Man erfährt viel über psychiatrische und psychologische Anamnesepraxis und entdeckt in den Erfahrungen des Charakters, den der Patient jeweils darstellt, durchaus Kabarettistisches. Seine häufigen Sitzungen ähnlicher Art haben ihn zum Antwortenspezialisten für psychologische Befragungen gemacht. Er kennt die Fragen, die Zielrichtung und die Deutung der Antworten. So gelingt es ihm gut, ein perfektes Täuschungskonstrukt zu entwickeln. Er gibt ein Profil von sich ab, welches in der Einschätzung des Arztes, es bestehe keine weitere Selbstmordgefährdung, und damit der Entlassung aus der Klinik endet.
Die Klugheit des Befragten trifft auf die Weisheit und Profession des Befragers und fast jedes Gespräch entwickelt sich zu einem Showdown geistiger Auseinandersetzung. Dieses Mal steht neben der Gefahr, als gefährdeter Suizidaler für lange Zeit hinter gepolsterten Wänden zu verschwinden, die Sorge um Keara, die Frau, die er liebt, an oberster Gedankenposition. Das erschwert Fletchers Denken und Konzentration. Er will sie beschützen, retten und ist somit noch mehr gefordert, die richtigen Antworten im richtigen Augenblick zu geben.
Dieses Überlegen und Bangen beschreibt der Autor zwar einfach, aber doch so dicht, dass man seine Figuren entdecken, kennen lernen will und auf das Ende gespannt ist. Es sind sehr melancholische Erlebnisse und Überlegungen, die Craig Clevenger erfunden hat und die Faszination seines Buches liegt hauptsächlich darin, dass eine einzige Handlungssituation - die der Befragungssitzung beim Psychiater - so facettenreich und interessant erzählt wird und die mit einer gänzlich unerwarteter Wendung seinen Schluss findet. © 5/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2014
ich möchte nicht den Inhalt, die Geschichte, dieses Buches Zusammenfassen, sondern michmit der Idee und Stil des Buchesauseinandersetzen. – Mich faszinieren immer wieder solche Geschichten, die für mich nicht vorstellbar sind und dann auf einmal durch die Idee eines Schriftstellers vorstellbar und denkbar werden. Das ist in diesem Buch der Fall. Das Undenkbare, das Unvorstellbare wird hier so interessant, realistisch und spannend dargestellt, daß es tatsächlich möglich erscheint! Zudem scheint der Autor exakt zu wissen, wie gefährlich und subtil beeinflussend, gutachterliche Psychologen mit vorgefasster Meinung (häufig?) arbeiten. Hierbei sei ganz aktuell an den Fall „Gustl Mollath“ erinnert.

Die Geschichte ist sehr detailreich, sehr facettenreich und spannend erzählt. Jedes Wort ist präzise. Die Beschreibungen sehr bildhaft. Zugleich ist das Ganze so irrwitzig, dass es genau so geschehen ist oder noch geschehen könnte, obwohl es zugleich unmöglich sein muss!

Ein faszinierender Roman. Er macht unbedingt Lust auf mehr. Den Namen CLEVENGER habe ich mir gemerkt. Sein nächstes Buch ist meins!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2011
Habe das Buch in einem Ruck durchgelesen und fand es einfach nur klasse. Konnte mich gut in jede beschriebene Situation einfühlen und reindenken. Das war mal wieder ein Buch, das mich für eine kurze, aber intensive Zeit aus der Realität rausgeholt hat. Unteranderem ist es auch eine fazinierende Liebesgeschichte. Was ich aber unbedingt herrausheben möchte, ist die fundierte Sprachwahl, die einem noch lange im Kopf nachhallt. Dieses Buch ist eine wahnsinns Komposition aus Imagination und perkussiven Effekten.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. November 2010
Daniel Fletcher leidet unter heftigen Migräne-Attacken, die er mit Schmerzmitteln bekämpft. Nach einer Überdosis landet er im Krankenhaus und muss zur psychiatrischen Begutachtung. Während der Befragung zieht sein ganzes Leben an ihm vorüber. Daniel Fletcher heißt er jetzt, aber früher hatte er viele andere Namen...

Graig Clevenger erzählt in DER GENIALE MR. FLETCHER die Geschichte eines jungen Mannes, der schon als Kind sein Talent zum Fälschen entdeckt, dieses Talent im Laufe der Zeit ausbaut und immer wieder die Identität wechselt - ja manchmal wechseln muss. Während des Gespräches mit dem Psychiater reihen sich Erinnerungsfetzen seiner eigenen Vergangenheit aneinander, die Geschichte, die er erzählt ist aber eine ganz andere.

Graig Clevenger gelingt es hier voller Spannung die Lebensgeschichte einer "verkappten Existenz" zu skizzieren. Er tut dies in flüssigem Stiel, manchmal tiefgründig, manchmal mit einem Augenzwinkern und gewährt dem Leser einen Einblick in die menschliche Psyche. Und natürlich hält er für das Ende noch eine Überraschung parat...

Ich habe DER GENJALE MR. FLETCHER an einem Tag gelesen, war fasziniert von diesem (Anti)Helden, dessen Alkohol- und Drogensucht, seinen Frauengeschichten und der Art und Weise, wie er für sich immer wieder ein neues Ich erfand. Dieses Buch war die perfekte Urlaubslektüre. Dafür gebe ich voller Überzeugung 3 Sterne.
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Oktober 2010
Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, so groß ist die Enttäuschung über dieses Buch. Nach den ganzen super Kritiken wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Es fängt auch ganz interessant an, wird mit der Zeit jedoch immer unerträglicher und ziemlich langatmig, obwohl es nur etwas über 300 Seiten sind. Da Fletcher immer aus der Ich-Perspektive, in einer Art Tagebuch-Stil erzählt, wird es doch sehr anstrengend, da kein wirklicher Lesefluss zustande kommt. Außerdem werden öfters Worte benutzt, die einem ein dickes Fragezeichen an den Kopf werfen (mein Exemplar war aus der Bücherei, und war auch bereits mit etlichen Bleistift-Fragezeichen versehen), wie z.B. "Einfriedung". Super, ein Wort aus dem Baurecht, aber hier wäre eine gängigere Wortwahl (Einzäunung) besser gewesen. Fletcher ist zwar ein schlaues Kerlchen, aber ehrlich, auch er hätte im wahren Leben eher den Begriff Einzäunung gewählt. Denn wer zu hoch gestochen redet, wird meist nicht ernst genommen, eher belächelt. Der gewählte Schreibstil gefällt mir überhaupt nicht. Wahrscheinlich liegt es auch ein wenig an der Übersetzung. Aber auch diverse Rechtschreibfehler störten den Lesefluss immens. Die Geschichte an sich reizt im ersten Drittel, dann jedoch wird viel zu viel in einem anstrengenden Erzählstil über sein Leben berichtet, was die Story nicht unbedingt weiter bringt. In der Mitte des Buches musste ich dann doch mal auf "schnell lesen" umschalten, sonst hätte ich das Buch in die Ecke geworfen (sollte man mit einem Leihbuch natürlich nicht tun). Gegen Ende wird es dann zum Glück noch mal kurz interessant, und ließ mich auf eine spannende Auflösung hoffen. Fehlanzeige, Schluss, Aus, Ende. Das war es? Bitte? Was wollte mir der Autor mit dieser Geschichte erzählen? Für mich eine große Enttäuschung, aber vielleicht liegt es ja auch an mir, evtl. habe ich die Geschichte überhaupt nicht kapiert. Liegt dann wohl am "Schnell-Lese-Teil" in der Mitte. Nach den ersten Verhören des Psychiaters, welche durchaus ihren Reiz haben, hofft man, dass die Geschichte bald Fahrt aufnimmt, und man mehr über Fletcher erfährt. Doch aufgrund der zuvor beschriebenen Mängel waren dann die Dialoge zwischen Fletcher und dem Arzt doch die Highlights der Geschichte. Schade. Gerade noch 2 Sterne, für die Anleitung zum Betrügen. Meine Meinung: lieber ein Kreuzworträtsel lösen.
11 Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Oktober 2012
Wer Catch me if you can mag wird dieses Buch mit Sicherheit auch mögen.
Toller Schreibweise, interessante Handlung. Klare Kaufempfehlung von mir.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juli 2010
(Für eine Inhaltsangabe bitte andere Rezensionen bemühen.)

Ich habe mir dieses Buch als Zwischenkost für Zugfahrten bestellt. Das war ein Fehler. Nein, nicht weil das Buch schlecht war, sondern weil ich dem Buche leider nicht die Aufmerksamkeit widmen konnte, die es eigentlich verdient hätte. Auf dem Büchrücken kommentiert Chuck Palaniuk (Fight Club) : "Bei Gott, das ist mit Abstand das beste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe."

Mir gefält an diesem Buch besonders die Abgeschlossenheit des Protagonisten. Es passt einfach alles. Er charakterisiert sich selbst mit einem Satz der sinngemäß aussagt: "Meistens bin ich ganz schön schlau, aber ich kann auch oft ziemlich dumm sein."
Ein hohes Maß an Intelligenz und geometrischem Verständnis verdrängt in diesem Charakter wichtige emphatische Grundlagen im Sozialverhalten. Dadurch rationalisiert er besonders viele soziale Abläufe, und so ist es besonders interessant, alles aus seiner Perspektive zu sehen.

Insgesamt ein absolut lesenswertes Buch. Mal etwas anderes.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Benötigen sie kundenservice? Hier klicken