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am 18. Januar 2002
Brussigs Idee, die Erzählung aus der Ich-Perspektive statt finden zu lassen, ist insbesondere für diesen Roman genial. Die Hauptfigur Anton Glienicke, Abiturient in den späten Jahren der DDR, irrt in seinem Leben umher, mit der Gegenwart unzufrieden, mit der Zukunft schon abgeschlossen. Thomas Brussig beschreibt - beeindruckend präzise, jedoch nicht langatmig - in einzelnen, in sich übergehenden Abschnitten Antons Abiturientenleben - Schule, Berufswahl, Liebesleben, Freunde - und lässt den 17-jährigen aus seiner Sicht gelungen Kommentieren.
Der Roman ist grundsätzlich zu empfehlen, ist allerdings für Jugendliche geschrieben und aus ihrer Sicht besser nachvollziehbar.
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am 8. Dezember 2008
Diesen Roman schrieb Brussig unter dem Pseudonym Cord Berneburger. Es ist die Geschichte von Anton, der 1988 in der DDR sein Abi baut. Beschrieben werden die neun Monate davor: Liebe, Einsamkeit, Zweifel an Schule, Erwachsenwerden, Staat. Er beginnt, Kritik zu üben: Da er seiner Westverwandtschaft wegen nicht zum Journalistikstudium zugelassen wird, verweigert er das Studium überhaupt. Er weigert sich, einen verlängerten Wehrdienst abzuleisten. Er schreibt einen Aufsatz, in dem er ein Buch bespricht, das es nicht gibt. Am Ende steht er vor der Frage, wie es weitergehen soll, und beschließt, dieses Buch zu schreiben... Wasserfarben - das ist die Farbe der Jugend, in der noch alles im fluss ist. Dies ist die Geschichte eines Jungen, der im Sozialismus heranwächst - mit den gleichen Problemen, die ein 17- oder 18-Jähriger überall hat. Dazu kommt aber noch die Verlogenheit des Systems, genauer jener, die es vertreten, die ihn belastet. Ein anspruchsvolles Buch, geschrieben, als die DDR in ihren letzten Zügen lag. Allzu deutlich wird die Unzufriedenheit einer kleinen Gruppe Menschen, aber auch die Angepasstheit der Mehrzahl, das Sich-arangiert-haben. Ein Buch, das in die Tiefe geht, und das die DDR und ihr Ende besser verstehen hilft.
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am 11. Februar 2008
Volle Punktzahl! Ich bin anfangs sehr skeptisch an das Buch heran gegangen, da ich es mit dem Deutsch LK lesen musste und ich nicht davon ausgegangen war, dass man in der Schule auch gute Bücher lesen kann. Thomas Brussig hat jedoch mit seinem Roman Wasserfarben mein Weltbild gedreht. Er hat es geschafft, in einem Buch alles zu verpacken was ein Buch überhaupt brauchen kann. Er erzählt eine Spannende Geschichte aus seinem Leben, die er in einer humorvollen, lässig-ironischen und dadurch unterhaltsamen Schreibweise verfasst hat. So gelingt es ihm, dass man sich zu jeder Situation perfekt in den Protagonist Anton hinein versetzen kann. Brussig stellt in seinem Roman die großen Sinnfragen und es gelingt ihm einfach alles so ins Ironische zu ziehen, dass man nach dem lesen jeder Seit wieder denkt: „Der hat den Nagel auf den Kopf getroffen!“.
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am 19. August 2001
Mir fiel das Buch eher zufällig in die Hände. Trotzdem ist es gleich in den Rang meiner persönlichen Lieblingsbücher gestiegen. Die Geschichte wirkt locker auf's Papier geworfen und gerade das macht sie so glaubhaft. Schon der Anfang: Er wüßte nicht, wie er anfangen soll, schreibt er und die Geschichte hat begonnen, ohne das es bewußt wird mit einem kleinen Umweg über einen kleinen Jungen, der seiner Oma die besten Neuigkeiten immer gleich zu Anfang des Briefes serviert. Und dieses Buch liefert den Beweis, daß man Tiefgang auch mit oder gerade durch Umgangssprache erreichen kann. Nur so viel: Das Buch fetzt!!
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am 6. Juni 2012
Mein Sohn hat das Buch für die Schule lesen müssen. Es gefällt ihm doch recht gut, denn es sei locker geschrieben und interessant. Es liesst sich recht gut, was bei Bücher für die Schule nicht immer der Fall ist. Mit 16 Jahren hat der Sohnemann natürlich Nullahnung über die Verhältnisse in der DDR. Da muss er doch manchmal etwas aufgeklärt werden. Das schadet ihm aber auch nicht. Alles in allem ein guter Fund des Lehrers!
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am 30. Dezember 2012
Ein Roman, den man so weglesen kann. Ein 18 jähriger in der ehemaligen DDR weiß nicht so recht wie es nach dem Abi weiter gehen soll. Gedanken, die wohl jeder Jugendlicher auf dieser Welt mit sich tragen könnte. Sehr unterhaltsam und nah am Leben.
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am 30. Mai 2006
In „Wasserfarben“, dem ersten Roman von Thomas Brussig, damals noch unter einem Pseudonym veröffentlicht, geht es um den Abiturienten Anton Glienicke, der nach seiner Schullaufbahn vor der Frage steht, was er mit seiner Zukunft anfangen soll. Sein Traumberuf Journalist bleibt ihm dank Verwandtschaft im Westen verwehrt und so wird er sich wohl nur nach einem durchschnittlichen Job umschauen können. Glienicke fallen sämtliche Verbesserungsvorschläge für sein Handeln stets zu spät ein und nicht allein deshalb fühlt er sich, als sei seine Zukunft schon vorbei.

Bei „Wasserfarben“ handelt es sich um einen sehr interessanten Roman. Zum einen wird dem Leser mit der Geschichte um den Protagonisten Glienicke das Problem beschrieben, an der Grenze vom Jugendlichen zum Erwachsenen zu stehen. Glienicke spricht von vielen Verwirrungen und Problemen, die auch heute noch für viele Jugendliche interessant sein dürften. Doch wie heute werden ihm diese wirklich wichtigen Sinnfragen auf seiner Erweiterten Oberschule nicht beantwortet.

Sowohl die Thematik als auch die Handlung des Romans haben mir persönlich sehr gut gefallen. Brussig schafft es, einen über weite Strecken sehr authentischen Lebensbericht abzuliefern, ich konnte mich sehr gut mit der Hauptperson identifizieren. Nichtsdestotrotz wirkt Glienickes angebliche Jugendsprache an manchen Stellen einfach zu konstruiert. Wie auch schon an anderer Stelle bemerkt, sind zudem die Anlehnungen an J.D. Salingers „The Catcher in the Rye“ nicht zu übersehen. „Wasserfarben“ verdient trotzdem seine vier Sterne und wird von mir sicher noch mehr als einmal gelesen werden.
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am 16. Juli 2000
Nach den beiden Filmen (Sonnenallee, Helden wie wir) 'von' Brussig habe ich zufällig dieses unbekanntere Buch von ihm in die Hände bekommen - und war begeistert! Er beschreibt, vielleicht mit autobiographischen Elementen, die letzten Schuljahre eines 'Ossis' vor dem DDR-Abitur mit den ganzen Absurditäten und Geheimnissen dieses Alters. Brussig schafft etwas, was ich sonst sehr selten in Büchern finde: Er ist sowohl sehr amüsant (ich habe öfters laut gelacht) als auch sehr ernsthaft und einfühlsam. Zudem versteht er es, in einer jugendlichen Sprache zu schreiben ohne dabei anbiedernd zu werden (Gegenbeispiel: Udo Lindenberg...).
Doch das Buch hatte für mich auch noch einen weiteren Reiz. Als 'Wessi', der die DDR nur ein bischen kennengelernt hat, ist es mir bis heute weitgehend unverständlich, wie das Leben damals dort 'wirklich' war. Klar, man kann viele Berichte, Analysen etc. lesen, aber häufig erscheint die DDR dann als System, in denen die Menschen kaum Platz zum freien Atmen hatten. Brussigs Buch zeigt aber, daß sich - und da spreche ich auch aus meiner eigenen Schulzeit, die parallel zu der der Hauptperson dieses Buches verlief - die Unterschiede letztlich gar nicht so groß waren. Die Sprüche der Lehrer und sonstigen 'Oberen' waren und sind ja häufig die gleichen, egal, ob sie Karl Marx als Beleg angeben oder nicht. Ein sehr lohnenswertes und locker zu lesendes Buch!
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am 6. November 2000
Anton Glienicke oder Thomas Brussig - in Brussigs ersten Roman verschwimmen diese Unterschiede. Wie auch in seinen anderen Büchern („Am kürzeren Ende der Sonnenallee", „Helden wie wir") steht das Erwachsenwerden in der engen, sozialistisch-spießigen Gesellschaft der DDR im Vordergrund. Schonungslos und distanziert analysiert Anton/Thomas sich und seine Umwelt, seine Freunde und Gegner seine Träume und seine Wirklichkeit. Die Politisierung des Schulalltags, die bedingungslose Anpassung der meisten Mitschüler an die politischen Erfordernisse, aber auch der - manchmal fast unfreiwillige - Widerstand Einzelner wirken auf den heutigen Leser zum Teil befremdend, manchmal sogar schockierend, beispielsweise als Droost, der Physiklehrer, aus der Rolle fällt und seinen Frust in die unvorbereitete Klasse kippt. - Auf wirkliche Fragen außerhalb des Lehrbuchstoffs, die täglichen Sinnfragen bereitet die Erweiterte Oberschule in Schöneweide noch weniger vor als das Gymnasium in Neukölln.
Brussigs Stil ist mitreißend, seine Story geradlinig und flüssig, wenn man von der konstruiert-synthetischen Einleitung einmal absieht. Nach vier Stunden hat man das Gefühl, ein richtig gutes Buch gelesen zu haben.
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am 12. Dezember 2001
Man merkt dem Autor irgendwie an, dass er gern so locker wie Salingers Held daherreden möchte und das wirkt am Ende ziemlich verkrampft. Die Geschichte ist sehr persönlich und man merkt, dass hier jemand seine eigenen (pubertären)Erfahrungen verarbeitet.
Für den Ossi hat die eine oder andere Episode sicher unterhaltsamen Erinnerungswert - aber wirklich originell ist das ganze nicht. Der neue Brussig mit "Sonnenallee" und "Helden wie wir" ist einfach tausendmal lustiger und vor allem eigenständig in Stil und Humor. Schade, dass das Buch nun nicht mehr unter Pseudonym erscheint - Brussig wusste vermutlich, warum er das bei der Erstausgabe tat.
Trotzdem: keine Zeitverschwendung, es gelesen zu haben und als Gedächtnishilfe und Zeitdokument durchaus brauchbar.
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