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Kundenrezensionen

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am 15. April 2009
Mad Max aus Frankreich? Nun, nicht ganz, aber beinah. Aufgrund persönlicher Recherchen hab ich mich kürzlichst mit einigen sogenannten Endzeit-Romanen auseinandergesetzt.

Wen's interessiert:
SWAN SONG (Robert McCammon)
ALAS, BABYLON (Pat Frank)
LUCIFER's HAMMER (Larry Niven)
SUMMER OF THE APOCALYPSE
etc.

Sie alle haben dasselbe Thema, den ungefähr ähnlichen Ablauf: Menschen werden vorgestellt, die Bombe zerstört alles, Millionen sterben aufs mal, weitere Millionen folgen aufgrund Mangel an Medikamenten, Nahrung, die schwachen sterben noch vor den anderen, die Starken müssen sich entscheiden, welchen Weg sie wählen.

Den "guten, noblen Weg": Aus dem Vorhandenen das Maximum schöpfen, Felder reinigen, Erdoberfläche abtragen, Samen setzen, hoffen.
Den "schlechten": Sich armee-mässig organisieren, Macht gewinnen, durchs Ödland ziehen und den Obengenannten deren Gewinne streitig machen.

Es kommt, wie's kommen muss: die letzten Überlebenden kämpfen um die letzten Güter.

In Malevil geht Robert Merle meisterlich vor. Er tut uns nichts vorenthalten und stellt sich allen Fragen in dieser Situation:
- Woran hält man fest, wenn alles und jeder tot ist?
- Wie handhabt man eine kleine Kommune hinsichtlich Sex und Zusammensein, in welcher 8 Männern 2 Frauen gegenüberstehen? Kann Monogamie nicht tödlich sein?
- Wie egoistisch, bzw. mitfühlend darf/muss man sein? Soll man der anderen Kommune die Kuh überlassen und das eigene Verhungern riskieren, oder lieber die Kuh behalten und befürchten, dass der 'Anführer' der anderen Kommune mittels religiösem Fanatismus eine Armee gegen Malevil mobilisieren kann?
- Wie kämpft man, generell, mit Gewehren und anderen Waffen?
- Wenn eine marodierende Gruppe attackiert und vorerst verliert, organisieren sich diese neu? Bzw. soll man gleich ALLE umbringen, bevor sie endgültig das Schlachtfeld verlassen haben und - besser vorbereitet - wiederkehren können?

Der Roman MALEVIL isoliert eine kleine Gruppe in der Burg. Sie verlassen diese nur sehr selten, um im meilenweit entfernten LA ROQUE Kontakte zu pflegen. Ansonsten spielt die Geschichte rund um Malevil herum, und darin. Der Film hält sich bzgl. der Anzahl Standorte an das Buch. Das kann Leser langweilen, jedoch hab ich nach einigen Seiten Malevil gelebt und geatmet. Jeder Winkel dieser robinsonschen Oase, jeder Balken wurde beinah zu meinem Eigenheim. In den ersten ca. 70 Seiten gibt's einige Führungen durch das Schloss, danach sind einige Räume vollkommen zerstört. Wie die Kommune Mauern wieder aufbaut, verstärkt, weitere hinzufügt, um strategisch gute Verteidigungen gewährleisten zu können, ist auf der anderen Seite sehr spannend, setzt allerdings ein kontinuierliches Lesen voraus, damit einem die Umgebung vertraut bleibt.

Das Buch ist entgegen MAD MAX 2 (Teil 1 ist ja nur gemäss CoverRückseite ein Endzeit-Spektakel), absolut un-modern. Scheinbar eine Kritik, die Merle damals über sich ergehen lassen musste. Auch dies mag stören, ich persönlich musste mich auch dran gewöhnen. MALEVIL ist emotional und auch anderstweitig höchst authentisch. Die Überlebenden verlieren teilweise den Verstand (vor allem in anderen Kommunen fernab von M.), kleiden sich aber weniger in Leder-Lack-Kleider. Das Szenario schmeisst die Menschen in Malevil ins Mittelalter zurück. Es wird um Saat gekämpft, um erste Getreidehalme, die endlich spriessen, nicht um den Kampf um Benzin oder Autos. Deswegen kann man Malevil als ein Szenario beschreiben, dass eher eine moderne Kommune mit neuzeitlichem Wissen ins Mittelalter versetzt. Nicht unähnlich russischer ScienceFiction ("Es ist nicht einfach, ein Gott zu sein"), wo ein Astronaut auf einem Planet landet, deren Zivilisation im Mittelalter steckt. Daraus resultiert ein originelles Bild: modernste Lasertechnick trifft auf Schwerter und Königsadel. Malevil tut hier was ähnliches, so gesehen. Wer also Sadismus ala SWAN SONG oder Stephen King sucht, wird hier nicht fündig.

Malevil ist auch ein recht politisches Buch. Verschiedene Regierungsformen werden anschaulich präsentiert. In einer fremden Kommune herrscht die totale Diktatur, was sich später ändern sollte. Zum Guten?

Ein Wort zum Ende des Buches. Es hat mich vollkommen erschlagen. Emannuel, der Erzähler, wird mir insbesondere aufgrund dieses Schlusses auf ewig im Gedächtnis bleiben. Auf eine Art und Weise, wie's Will Smith in I AM LEGEND gern gehabt hätte. In Malevil geht Merle noch ein paar Schritte weiter und hinterlässt uns in eine Zufkunft mit zweifelhafter Zuversicht. Ich glaub ich werd's gleich nochmals lesen.
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am 5. Februar 2004
...daß Malevil wiederveröffentlicht wurde!

Auch ich besitze eine ältere Ausgabe, es gehört definitv zu den Büchern, das mir am meisten nachgegangen ist.
Zwar ist die Gefahr eines weltumspannenden Atomkrieges zumindestens weitgehend gebannt, trotzdem fesselt das Buch durch seinen beklemmenden Realismus.

Es ist einfach spannend zu lesen wie sich die wenigen Überlebenden aufraffen und versuchen mit aller Mühe eine neue Gemeinschaft zu gründen.

Es ist also ob man eine Blume beobachten könnte die von Beginn an immer größer wird.
Der beklemmende Realismus und die Vorstellungskraft von Merle tut sein Übriges, da braucht man kein Stephen King um das Grauen zu erleben.

Schön, daß wir dieses Werk heutzutage lediglich als spannendes Buch und mit einer gewissen Distanz betrachten können, nicht etwa als Prophezeiung resultierend aus einer Eskalation zwischen Ost und West wie es in Zeiten des kalten Krieges der Fall war.
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am 23. März 2015
Weil sie sich gerade im Weinkeller einer mittelalterlichen Burg in Südfrankreich aufhalten, überleben sieben Personen einen Atomkrieg. Angeführt vom ehemaligen Pferdezüchter Emmanuel Comte organisiert die Gruppe ihr Überleben und den Fortbestand der menschlichen Rasse.

Was die philosophisch-moralischen, religiösen und politisch-soziologischen Erwägungen anbelangt, hat Merle einen äußerst interessanten Endzeitroman geschaffen. Doch abseits des von Merle vorgestellten postapokalyptischen Gesellschafts- und Herrschaftsmodell, kann der Roman nicht überzeugen. Dies liegt zum einen an unglaubwürdigen Charakteren - insbesondere der Ich-Erzähler Comte wirkt in seiner Weisheit, seinem Machiavellismus und seiner Nüchternheit überzeichnet - andererseits aber auch daran, dass Merle dabei versagt, die Endzeitstimmung und Düsternis greifbar zu machen. Merles Werk offenbart zudem literarische Schwächen und Logiklücken. Vollkommen abstrus ist letztlich das von Merle vermittelte Frauenbild, welches sich jenseits jeglicher erwartbarer Norm bewegt.
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am 4. März 2006
Ich besitze eine ältere Ausgabe dieses Buches, doch ist es für mich eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Das Thema war nicht nicht unbekannt: Ein Leben nach dem eine Bombe (fast) alles Leben zerstörte. Schon oft habe ich habe ich mich mit diesem Stoff beschäftigt, und dachte nicht, dass mich Literatur aus diesem Bereich noch überraschend könnte, doch "Malevil" schaffte genau das.
Der Stil von Robert Merle ist einzigartig, und für uns Deutsche wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig. Doch wer es schafft durchzuhalten, den erwartet eine Welt der Phantasie wie er sie noch nie erblickt hat.
Merle's Bücher sind keine Triviallitteratur, dass muss man sich vorher klar machen. Sie haben reale Hintergründe und sind so geschrieben, dass sie auch ein ganz "normaler" Mensch verstehen kann, wenn er bereit ist, auch über das geschriebene Nachzudenken.

Mein Fazit: Ein außergewöhnliches Buch für den (außer-) gewöhnlichen Leser.
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am 3. Juli 2003
Ich besitze eine ältere Ausgabe diese Buches und es gehört inzwischen zu den am meist gelesenen im Bücherregal.
Robert Merle versteht es meisterlich Stimmungen im Leser zu erzeugen. Die Charaktere dieses Buches sind absolut glaubwürdig und lebensnah.
Einfach ein Buch zum immer wieder geniessen.
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am 9. Oktober 2011
Malevil steht stellvetretend für vieles, was Merle geschrieben hat: Menschen sind in Situationen, in denen sie sich entscheiden müssen und entscheiden dürfen - nicht beschränkt durch Regeln unserer modernen Zivilgesellschaft. Fernab von Schwarz-Weiß-Malerei entscheiden sich auch sympathische Zeitgenossen manchmal unerwartet! Das Atomkriegsszenario mag etwas altmodisch erscheinen (Erstauflage 1972) ist jedoch vor allem auch Mittel zum Zweck: Ein äußeres Ereignis stört das alltägliche Zusammenleben, stellt alles Bisherige in Frage und demonstriert die Zerbrechlichkeit von Moral und Regeln. Robert Merle beschreibt was dann kommt - ihm Perversion vorzuwerfen ist abwegig, da er lediglich nüchterner Beobachter ist. Spätestens beim Lesen von "Der Tod ist mein Beruf" wird dies klar. Es gibt daher auch keinen erhobenen Zeigefinger. Das ganze ist Merle-typisch gepaart mit Ironie, Abenteuer und einer wunderbaren Sprache. Das Buch wirkt lange nach. Für mich eines der besten Bücher, welches ich jemals lesen durfte.
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am 3. Februar 2009
Die ersten Seiten sind etwas anstrengend, doch dann packt einen dieses Buch dermaßen, dass man nicht mehr davon wegkommt. Robinsonaden und Siedlergeschichten mag ich sowieso, doch Robert Merle schickt die Charaktere nicht in ein unentdecktes Land sondern katapultiert die Menschen von Malevil durch eine Atomkatastrophe in das Mittelalter. Das bringt nicht nur technische Probleme, wie Lebensmittelbeschaffung mit sich, sondern erfordert auch eine Änderung in den sozialen Strukturen sowie einer neuen Definition der moralischen Normen.

"Malevil" bringt dich zum Nachdenken. Noch Wochen später überlegst du dir, wie du in diesen und jenen Situationen gehandelt hättest und unweigerlich analysierst du deine Umgebung, bewertest deine Chancen eine Katastrophe zu überleben und kontrollierst deine Konserven- und Trinkwasservorräte. ;)

kurz: Ich liebe dieses Buch
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Wer - wie ich - auf der Suche nach Endzeitromanen auf dieses - hochgelobte - Buch stößt, wird enttäuscht. Die Katastrophe wird wenig schlüssig geschildert (Strahlung?) und dient dem Autor erkennbar nur dazu, ein Vehikel für seine Vision mittelalterlichen Lebens zu sein. Das allein wäre nicht weiter schlimm, aber die Erlebnisse der Protagonisten sind weder besonders interessant noch gesellschaftskritisch erhellend. Zudem bleiben sämtliche Charaktere weitestgehend blass und eindimensional. Den mit Abstand größten Raum nimmt die Hauptfigur ein, die dabei wenig bescheiden sich im Wesentlichen selbst feiert. Offenbar haben andere Leser mehr Glück mit diesem Buch gehabt und konnten ihm die eigene Stimmung, die Endzeitgeschichten haben sollten, entlocken. Bei mir ist das komplett fehlgeschlagen.
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am 13. Juni 2007
Robert Merle versteht es, den Leser in die Welt seiner Geschichten hinein zu ziehen, so auch (vielleicht sogar besonders) in diesem Buch. Die Story kombiniert mit Merles Schreibstil (anfangs evtl. ein wenig gewöhnungsbedürftig) ist einfach mitreißend, man fühlt mit den verschiedenen Charakteren in Freud und Leid! Und das Wichtigste: Dieses Buch regt zum nachdenken an, die Geschichte "geistert" einem auch noch nach dem Lese-Abschluss im Kopf herum.

Mein Fazit: Absolut empfehlenswert!!
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am 26. Juli 2015
Dieses Buch gehört zu meinen persönliche Top Ten. Ich habe es jetzt bestimmt schon das 4.x gelesen. Das erst mal allerdings vor ca.30 Jahren.
Alle paar Jahre kram ich es mal wieder raus. Jetzt habe ich es mir als E-Book gegönnt. (Da kann ich die Schrift größer stellen :-) )
Wer Robinson Crousoe schon geliebt hat wird auch dieses Buch mögen. Ich glaube es gefällt mir so weil die Gemeinschaft so stark ist und die Dinge gemeinsam im Mehrheitsbeschluss gefasst werden. Die Katastrophe selber lasse ich unkommentiert, da ich persönlich nicht glaube das ein weiter Krieg sich so abspielen würde. Mir gefällt einfach die Art des Wiederaufbaus und das dadurch wieder die wirklich wichtigen Dinge des Lebens in den Mittelpunkt rücken. Keine Bürokratie mehr, keine Nichtigkeiten zum Streiten, keine gesellschafftlichen Zwänge. Und es ist spannend geschrieben.
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