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Kundenrezensionen

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In der Zukunft sind die Menschen in unterschiedlichen sozialen Schichten unterteilt, genannt Kasten. Die junge America Singer gehört mit ihrer Familie der fünften Kaste an und ist damit Hunger und Entbehrungen gewohnt. Als sie eines Tages die Chance bekommt am Auswahlverfahren teilzunehmen, bei dem Prinz Maxon von Illeá seine zukünftige Frau finden will, wird sie von ihrer gesamten Familie und Freunden gedrängt daran teilzunehmen. Doch America zögert. Einerseits wäre ein Sieg für ihre Familie die Möglichkeit endlich aufzusteigen und ein sorgloses Leben zu führen. Und auch wenn sie nicht siegen würde, wäre allein schon ihre Teilnahme ein Garant dafür, dass ihre Familie für eine ganze Weile ausgesorgt hätte. Andererseits ist sie sich nicht sicher, ob sie diesem eingebildeten und aufgeblasenen Prinzen wirklich umwerben will und außerdem ist da ja auch noch ihre heimliche Liebe Aspen, dessen Heiratsantrag sie sehnlichst erwartet...

Dieses Buch lag hier eine kleine Ewigkeit herum und jetzt, kurz vor Erscheinen des zweiten Bandes habe ich es mir endlich geschnappt und konnte kaum aufhören zu lesen.
Der Schreibstil von Kiera Cass ist klasse und als absolut locker und leicht zu bezeichnen. Man fliegt förmlich durch die knapp 360 Seiten.

Die Geschichte selbst erinnert tatsächlich ein wenig an "Der Bachelor" - viele hübsche Mädels kämpfen um die Gunst eines Mannes und das in aller Öffentlichkeit und fürs Fernsehen. So oberflächlich wie sich dieses Szenario auch anhört, ist es allerdings dann doch nicht. Jedenfalls nicht ganz. Im Vordergrund geht es zwar um den Kampf um den Traummann und die Krone und der damit einhergehenden Macht und dem Reichtum, aber im Hintergrund geht es vor allem auch um die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse, die besonders in den Gesprächen zwischen America und Maxon immer wieder zur Sprache kommen, wenn sie versucht ihm nahezubringen, wie die Welt außerhalb des goldenen Käfigs wirklich ist, wenn man nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, sondern innerhalb der fünften Kaste oder sogar einer noch niedrigeren angehört.

Obwohl "Selection" in einer fernen Zukunft, weit hinter dem vierten Weltkrieg spielt, merkt man davon nicht allzu viel. Die Welt hat sich zwar drastisch verändert, vor allem was die Länderumverteilung und Politik angeht, allerdings kann von Fortschritt nicht unbedingt die Rede sein, schon gar nicht von einem technischen Fortschritt. Das hat mich allerdings überhaupt nicht gestört. Ich habe die Geschichte sehr genossen, nur halt zu keiner Zeit im Kopf gehabt, dass sie in der Zukunft spielt, außer, wenn von der Zeit vor den ganzen Veränderungen die Rede war, in der die Welt noch so beschrieben war, wie sie heute ist.

Die Protagonistin America Singer ist mir sehr ans Herz gewachsen. Sie ist eine junge Frau, für ihre Verhältnisse sehr gebildet, hübsch, natürlich, besonnen, sympathisch - ja, eigentlich schon viel zu perfekt! Tatsächlich hat die Protagonistin nur wenige Fehler, aber die paar machen sie noch einmal liebenswerter. Das empfindet wohl auch Prinz Maxon. Seine Figur ist ähnlich angelegt, hinzu kommt noch eine Portion Naivität, denn ein zukünftiger erwachsener Regent, der als durchaus interessiert und intelligent dargestellt wird und trotzdem kaum Ahnung von der Welt dort draußen zu haben scheint, den kann ich nur als naiv bezeichnen. Trotzdem würde auch ich ihm mein Herz schenken, denn seine Naivität macht er definitiv mit seinem Charme wett.
Die weiteren Figuren bleiben allesamt ein wenig blasser, was allerdings nicht allzu schlimm ist, denn sie sind eh eher Nebenfiguren.
Ein wenig hervorheben könnte man hier vielleicht noch Americas erste Liebe Aspen, auf die sie im Palast wieder stößt. Eigentlich ist Aspen ebenfalls ganz nett und ich kann gar nicht genau beschrieben wieso, aber mir ist er tatsächlich nie sonderlich sympatisch gewesen. Ob das von der Autorin gewollt ist oder ob da doch mehr meine Vorliebe für den Prinzen durchscheint, das werde ich wohl erst am Ende der Reihe wissen, wenn ich weiß, für wen America sich schlussendlich entscheiden wird.

Einerseits ärgere ich mich, dass ich diese tolle Buch nicht schon früher gelesen habe, andererseits freue ich mich auch, weil ich jetzt beinahe nahtlos zu Band 2 übergehen kann und mich allzu lange warten muss, denn das Ende ist schon gemein und absolut offen!

Meinung zum Hörbuch
Ich bin eigentlich überhaupt kein Hörbuch-Fan. Ich kann gesprochenen Büchern kaum folgen und schweife mit meinen Gedanken meist schnell ab, weswegen ich ungern Hörbücher höre.

Bei Selection wollte ich aber mal wieder eine Ausnahme machen. Zum einen war ich sehr gespannt auf die Sprecherin Friederike Wolters, die keine ausgebildete Sprecherin oder Schauspielerin ist und extra für die Aufnahmen zu Selection gecastet und schließlich auch auserwählt wurde. Dieser neuen Stimme wollte ich gerne eine Chance geben und mich auch selbst davon überzeugen, dass es eine passende Stimme für die Stimme der America Singer ist.
Außerdem habe ich vor einigen Monaten bereits die Bücher gelesen, so konnte ich mich ganz gelassen an die Hörbücher wagen, ohne Angst zu haben, dass es mir nicht schnell genug geht, weil ich ja immer schnell wissen will, wie es weiter geht, und ich musste auch nicht befürchten, dass ich etwas wichtiges verpasse, wenn ich kurzzeitig mit meinen Gedanken mal wieder woanders bin.

Friederike Wolters hat eine wirklich junge und unverbrauchte Stimme. Sie klingt aufgeweckt und meistens sanft, kann aber auch sehr bestimmend wirken. Für mich war sie wirklich die perfekte Stimme für die Protagonistin America Singer.

Ihr Erzähltempo ist angenehm und meistens richtig. Ab und an war es mir ein wenig zu langsam erzählt, aber das fiel mir nur in wenigen Szenen so auf. Die musikalische Untermalung finde ich ebenfalls gut gelungen, nicht ablenkend und genau richtig, sehr unauffällig.

In dieser Kombination hat das mit den Hörbüchern wirklich sehr gut geklappt und ich hatte wirklich viel Spaß beim Hören, was ich selbst gar nicht geglaubt hatte. Ich fand es sehr schön meine Erinnerungen diese tolle Geschichte durch diese Hörbücher wieder aufzufrischen und denke, dass ich auch vor Erscheinen des dritten Bandes im Februar noch einmal zu diesen Hörbüchern greifen würde.
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am 22. Februar 2013
Würdest du dich bei einem Casting bewerben, bei dem du mit 34 anderen Mädchen um eine Krone kämpfst? Um einem Prinzen,den du nur aus dem Fernsehen kennst? Und einem ganzen Land, dass dir dabei zuschaut? Wo du doch eigentlich einen anderen liebst?
America ist ein ganz normales Mädchen, dass mit seiner Familie im Staat Illeà lebt. Nichts besonderes - bis zu dem Tag, an dem der Brief des Königspaares kommt, das nach einer Frau für den Prinzen sucht...
Illeà ist aus den Überresten Amerikas ,nach dem 4.Weltkrieg, entstanden und jetzt herrscht dort ein Kastensystem. Je höher die Kaste, desto besser geht es einem, aber Americas Familie gehört der 5. von 8 Kasten an. Deshalb ist ihre Mutter sehr erfreut, als der Brief für das Casting kommt. Aber America möchte sich zunächst nicht anmelden, denn sie liebt Aspen, den sie nur heimlich treffen kann, da er der 6.Kaste anghört und es für sich für ein Mädchen nicht schickt, Jungen aus niedrigeren Kasten als Freund zu haben.
Aber erstaunlicherweise will auch Aspen, dass America sich anmeldet. Schließlich lässt sie sich doch überreden die Anmeldung auszufüllen und abzugeben. Große Hoffnungen macht America sich nicht, denn es werden nur 35 Frauen aus Millionen von Bewerberinnen ausgewählt und éigentlich möchte sie ja gar nicht erwählt werden...
Doch dann fällt ausgerechnet die Wahl auf sie!
Das Bild, dass sich America von Prinz Maxon im Fernsehen gemacht hat, ist das eines eingebildeten, oberflächlichen Prinzen. Aber zu ihrem Erstaunen muss sie feststellen, dass seine Majestät ganz anders ist und das es auch unter den Bewerberinnen Freund und Feind gibt...
Mehr will ich im Moment nicht verraten.
Das Buch habe ich beim stöbern auf Amazon gesehen und mir mal die Infos dazu angesehen. Schließlich habe ich es dann gekauft. ZUM GLÜCK!!!
Zuerst einmal, ist das Cover wunderschön und es hat mich gewundert, dass das nicht auf éinem Schutzumschlag abgedruckt war, sondern direkt aufs Buch. Das kommt ja nicht mehr so oft vor, bei gebundenen Büchern. Die Autorin hat einen tollen Erzählstil und ich konnt mir alles ganz lebhaft vorstellen.
Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Prinz Maxon war sehr zu meiner (und Americas) Überraschung nicht der oberflächliche, nur auf Aussehen und Rang bedachte, reiche Prinz. Ok, am Anfang war er ein bisschen steif, was aber einfach daran lag, dass er noch keine Erfahrung mit Mädchen hat. Im Laufe des Buches ist er mir total ans Herz gewachsen. Maxon, wie America ihn oft anredet, ist liebenswürdig, nett ,freundlich und echt wenig Ahnung von Mädchen (das ist aber voll süß:D). America ist oft unentschlossen, wegen Aspen, und macht es Maxon am Anfang wirklich nicht leicht. Denoch ist auch sie mir ans herz gewachsen, denn eigentlich (schon wieder dieses Wort ;D) ist sie ein sehr nettes Mädchen. Aspen finde ich leicht schwierig zu beschreiben, auf der einen Seite liebt er America, auf der anderen Seite schickt er sie fort, zu einem Casting, bei dem die Siegerin den Prinzen heiratet. Ich denke über diesen Charakter muss sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Mir hat das Buch echt super gut gefallen und würde es jeder Zeit weiterempfehlen!!! Ein Lesespaß, den man nicht verpassen sollte!!!
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am 20. März 2016
+++ Buchinhalt +++

America ist 17 Jahre jung und eins von 5 Kindern der Familie Singer der Kaste 5. Ihre Berufung hat sie im Singen und Musizieren gefunden und verdient so ihr Geld für die Familie. Jeder muss mithelfen und mit seinem Talent Geld verdienen um die Familie zu ernähren. Als der Brief vom Königshaus eintrudelt und Sie zur Bewerbung einlädt, steht das ganze Haus Kopf. Nur sie selbst ist so gar nicht begeistert, sich für das Casting zu bewerben. Gesucht wird die neue Prinzessin für Prinz Maxon, der eine Gemahlin finden möchte. Ihre Familie sieht darin die Chance, in der Kaste zu steigen und etwas mehr Wohlstand zu erlangen und endlich ausreichend zu essen haben zu können. Für America ist es die Möglichkeit, Ihre Familie zu unterstützen, dass es ihnen besser ergeht. Auch ihre heimliche Liebe Aspen – seit 2 Jahren treffen sich die beiden nachts – bittet sie, die Chance für das Casting zu nutzen.

Da sich America keine Chancen ausrechnet, überwindet sie sich und sendet Ihre Bewerbung ab. Und es kommt, wie es kommen musste, sie wird ausgesucht und ist eine von den 35 Auserwählten, die Prinz Maxon gern näher kennen lernen möchte. Die Vorbereitungen für die Zeit am Hofe starten umgehend und sie trifft sich noch einmal mit Aspen. Das Treffen läuft nicht wie von ihr erhofft, es kommt zu einem Streit und Aspen trennt sich unwiderruflich von ihr. Sie ist todunglücklich und freut sich nun auf die Zeit am Hofe, um Abstand zu gewinnen.

In der neuen Welt angekommen ist alles so neu und riesig. Sie kommt Prinz Maxon auf interessante Art und Weise näher und die beiden beginnen eine „besondere Beziehung“ und handeln einen Deal aus. Unter den Auserwählten herrscht nicht immer Friede. Jede kämpft mit ihren eigenen Mitteln, denn jede will die Königin werden. Immer wieder wird das Königshaus von Rebellen angegriffen und auch America muss um ihr Leben fürchten. Als dann auch noch Aspen am Hofe auftaucht, ist das Gefühlschaos perfekt…

+++ Buchfazit +++

Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und sich immer noch gesteigert, indem interessante Details dazu geflossen sind. America hat mit ihren Gedanken und Gefühlen das Buch belebt und die Spannung halten können. Das Prinzip der Grundgeschichte gefällt mir und ist gut durchdacht. Die Puzzleteile passen zusammen und ergeben eine spannende Story. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt, fühlte mich stets gut unterhalten und das Ende ist offen und so kann ich Band 2 kaum erwarten.

Bei diesem Buch hat mich definitiv das Cover gelockt und die zahlreichen Rezensionen die ich lesen durfte. Die Geschichte wird aus der Sicht von America geschildert und so kann ich mich gut in sie und ihre Gefühle hinein versetzen und die Story noch besser miterleben. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Kasten sticht hervor und ist erschreckend. Ebenso der geschichtliche als auch der gefühlvolle Teil hat mich zum Nachdenken angeregt. Für mich ein Buch, dass mehr vermitteln will, als nur pures Lesevergnügen.

Ich kann Euch dieses Buch nur ans Herz legen und hoffe, dass Band 2 hier anknüpfen kann. Klare Leseempfehlung.
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am 18. Mai 2016
Ok, im Gegensatz zu den anderen Bewertern hier kann ich von diesem Buch wirklich nur abraten. Lange nicht so einen Schrott gelesen, und ich lese ab und an wirklich gerne Schrott, solange ich dabei nicht das Gefühl habe dabei langsam aber stetig meine eigenen Hirnzellen abzutöten.

Das Buch spricht von einer dystopischen Zukunft, nach einer Art drittem Weltkrieg zwischen China und den USA. Oder so ähnlich. Wirklich in die Tiefe geht das Buch was das alles angeht ja nicht, und ich bin mir nicht sicher was schlimmer ist: die Seichtigkeit so wenig zu erfahren, oder die Blödsinnigkeit von dem wenigen was tatsächlich erzählt wird. Die USA schulden China viel Geld, und weil sie es nicht zurückzahlen können werden sie von China angegriffen. Und danach dann noch von Russland, und dann Revolution und jetzt heißen sie Illea, benannt nach dem Scheinheiligen besagter Revolution. Ist schonmal haarsträubend genug, aber je mehr Kiera Cass über diese Welt preisgibt desto mehr wünscht man sich sie würde sich was das angeht einfach vage und bedeckt halten, a la Hunger Games.

Die Charaktere in diesem Buch sind alle so eindimensional wie meine Gedanken jedes Mal wenn ich über dieses Buch nachdenke: „…“

Der romantische Plot und die daraus resultierende Spannung ist echt nur was für Leute, die in Serien wie „the Bachelor“ nicht nur leicht plätschernde Unterhaltung sehen, sondern das wirklich wirklich ernst nehmen.

America (hatte ich das erwähnt? Der Hauptcharakter heißt „America Singer“. Sie kommt aus dem heutigen Amerika. Und sie kann im Übrigen auch richtig gut singen) kommt aus einer sehr armen Familie. In anderen dystopischen Büchern in denen es den Leuten schlecht geht weil sie in einem faschistischen Staat leben bedeutet das, dass besagte Leute dürr sind weil sie wenig zu essen haben, Unterdrückung mittels Gewalt durch Polizei oder ähnliche Organe des Staats etc. In Kiera Cass Buch bedeutet es, das America nicht suuuuuper viele schöne Kleider hat, und ihr Make-Up Schrank könnte auch voller sein.

Kiera Cass leidet des Weiteren nicht nur akut an einem Problem vieler schlechter Autoren – „show, don’t tell“ (also: zeige mir was einen Charakter etc ausmacht, erzähl es mir nicht). Die Dinge die sie über America und andere Charaktere sagt, und das was deren Handlungen vermuten lassen widerspricht sich oft komplett. Und auch von der Wortwahl und vielem anderen erinnert mich das Ganze Werk eher an das Machwerk einer 15-jährigen Fanfiction Autorin - wobei ich sagen muss, ich hab’s im Original gelesen, vielleicht fließt der Text ja durch die Übersetzung etwas besser? Die Unsinnigen Dialoge können dadurch aber fürchte ich auch nicht gerettet werden.

Das Buch will eine dytopisch-futuristische love Story sein, die dystopische Zukunftswelt ist aber wie oben beschrieben sehr schlecht durchdacht und die love Story in etwa so aufregend wie bügeln.

Ich hatte keine hohen Erwartungen an dieses Buch, aber ich bereue wirklich jeden Cent den ich dafür ausgegeben habe.
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am 9. Mai 2013
America meldet sich auf Drängen ihrer großen Liebe Aspen zum Casting an bei dem Maxon, der nächste Herrscher ihres Heimatstaates Illeá sich seine Braut aussuchen soll, denn Aspen würde es sich nie verzeihen wenn er sie um diese Chance brächte. Gegen die Erwartungen gehört America tatsächlich zu den Auserwählten, die in den Palast einziehen dürfen. Dabei will sie doch gar nichts von Maxon.

Ich finde das beste an dem Buch ist das Cover, denn das ist ein absoluter Hingucker. Aber der Rest? Naja ...

Beginnen wir mit der Idee. Diese wurde mehrfach als eine Kreuzung zwischen den Tributen von Panem und dem Bachelor bezeichnet. Eigentlich dachte ich ja das könnte ganz unterhaltsam und „lustig“ (so lustig wie eine Dystopie eben sein kann) werden, aber das Buch kann die Erwartungen nicht erfüllen, die Autorin verschenkt fast das gesamte Potential.

Ein Kastensystem, viele Auflagen und Verbote, Sperrstunden und Bestrafungen, Rebellen die … na das tun was Rebellen eben so tun. Und was bekommen wir davon mit? Nicht viel. Viel wird nur am Rande erwähnt. Die Rebellen greifen den Palast mehrmals an, aber alle werden nur in einen Raum gesperrt und hören ein bisschen Tumult. Angst? Ja, angeblich ist sie da, aber die Autorin schafft es in keiner Weise die Stimmung für mich spürbar zu machen. Sie schreibt Sätze wie "[...] und die Stimmung war ernst und dramatisch." (S. 353, dieser Satz stammt übrigens nicht aus einer Szene mit Rebellenangriff) und denkt dies würde genügen. Wie war das noch mit dem "Show, don't tell"?

Eine gut oder auch nur mittelmäßig gut ausgearbeitete, dystopische Welt liegt mir normalerweise schwer im Magen. Das was ich hier serviert bekam war nur oberflächliches Zuckerwerk. Der Hintergrund ist oberflächlich dargestellt, die Charaktere sind oberflächlich, die Beziehungen der Mädchen untereinander ebenso. A pro pos Mädchen. Die meisten kann man nur anhand der Namen und vielleicht einer Charaktereigenschaft unterscheiden. Marlee – beliebt. Celeste - böse. Schwarz-weiß-Malerei lässt grüßen.

Zu unserer Hauptfigur: America - dieser Name! - ist eine perfekte Mary Sue und das nicht nur weil sie die Lieblingshaarfarbe aller Mary Sues (rot) hat. Sie ist hübsch, überbetont bescheiden und nicht doof, sie nimmt den Prinzen für sich ein ohne es zu merken oder gar zu wollen (Naturtalent), hat ein großes Herz für ihre Zofen … etwas weniger dick auftragen hätte die Autorin hier schon können. Ja, manchmal ist das Mädel etwas eigensinnig und auch eifersüchtig, aber alles in sehr harmlosen Rahmen. Wenn diese Figur Ecken und Kanten haben soll, dann sind das welche mit Kindersicherung.

Das Klischee wird damit abgerundet wenn America mehr anfängt für Maxon zu empfinden, dies aber selber nicht bemerkt, sondern nur nicht mehr ganz so begeistert ist wenn der Gute mit anderen Mädels spricht oder Zeit verbringt. Noch eine weitere, merkbefreite weibliche Hauptfigur also. Und dann sondert sie auch noch altkluge Sätze ab wie "Meiner Erfahrung nach findet wahre Liebe immer unter ungewöhnlichen Umständen statt." (S. 213) Liebe Autorin, welche Erfahrung hat deine ohne Freunde aufgewachsene Hauptfigur eigentlich außer ihrer eigenen kleinen Stichprobe (Aspen) mit 100% Trefferquote gemacht? Das lässt mich ein bisschen den Kopf schütteln.

Neben Lady "Perfect" America ist da natürlich noch der männliche Hauptcharakter Maxon, der ebenfalls etwas überperfekt dargestellt wird, in seinem Fall ist er der perfekte Gentleman. Schüchtern, zurückhaltend, aber absolut zuvorkommend und will immer nur das Beste für sein Volk. Würde mich nicht wundern wenn er die Dreiecksgeschichte für sich entscheidet, denn trotz der Liebesschwüre von America und Aspen zu Anfang wird Aspen einfach nicht so positiv dargestellt, wie der Mädchentraum Maxon, bei dem man bereits bei der ersten Begegnung weiß das er sich in America vergucken wird. Oh, ich würde lügen wenn ich Aspekte an Maxon nicht auch gut fände (wie gesagt Mädchentraum ;-)), aber ich habe es einfach nicht geschafft mich da mitzuverlieben. Durch den oberflächlichen Stil blieben mir Stimmungen und Gefühle ja größtenteils fremd und es war mir allgemein auch zu perfekt, zu süß, zu wenig Dystopie.

Mein Lieblingssatz in dem Buch
"Ich klammerte mich schwächlich an ihn." (S. 129)
Leider war es nicht Maxon an den sie sich da gerade klammert.

Und so dümpelt das Buch vor sich bis America am Ende in den jungen Morgen springt. Viel kann man damit nicht verraten. Und ja, diese Formulierung stammt von der Autorin.

Irgendwie hatte ich also trotzdem noch meinen Spaß, allerdings nicht so wie von der Autorin beabsichtigt. Vielleicht lese ich ja sogar die Fortsetzungen. *g*

Mein Fazit: Süße Mädchenträume die vorgeben eine Dystopie zu sein, doch in DIESEM Buch ist davon nicht viel zu spüren. Oberflächlichkeit wohin man sieht, bei den Charakteren wie bei den Beschreibungen. Und als Hauptcharakter eine Mary Sue. Nein, das überzeugt mich nicht. Wegen der netten Idee, die leider fast ihr ganzes Potential verschenkt, gibt es immerhin noch 2 Sterne.
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am 6. März 2014
Das Vorgeplänkel zum Inhalt spare ich mir an dieser Stelle. Es handelt sich um meine persönliche Meinung zu diesem Buch, ich respektiere jede andere Meinung und erwarte das Gleiche von den "Selection"-Fans.

Nachdem ich mich sehr darauf gefreut hatte, dieses Buch zu lesen, bin ich leider sehr enttäuscht.
Die Idee finde ich noch immer sehr ansprechend und interessant, leider hat die Autorin das Potenzial meiner Meinung nach total verschenkt.
Die Geschichte dümpelt vor sich hin ohne dass wirklich etwas passiert. Personen und Schauplätze werden oberflächlich abgespeist, sodass sich weder Spannung noch Tiefgang entwickelt. Beim Lesen entstanden bei mir keinerlei Bilder im Kopf und ich konnte mich für keinen Charakter wirklich erwärmen. America kann alles, weiß alles, ist talentiert, sanft aber auch wild, bescheiden und (selbstverständlich) wunderschön. Sie ist so aalglatt, dass nichts greifbar ist. Das Selbe gilt für Maxon.
Ebenfalls als sehr störend empfand ich den plumpen Schreibstil. Mir ist klar, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und man keine literarisch umwerfenden Ergüsse erwarten kann, aber ganz ehrlich - wenn ein Prinz "gluckst", so stößt mir das schon sauer auf.
Viele Dinge sind schlicht und ergreifend unlogisch. Es muss ja nicht immer alles logisch sein, aber wie kann es sein, dass der Palast (hallooooho - der Palast!) ständig von Rebellen überfallen wird? Sind die Soldaten so beschränkt oder was? Und warum weiß der Prinz nichts von der Armut in den untersten Kasten?
Fazit: Ein Punkt für die wirklich tolle Idee.
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***Meine Meinung***
Der Roman ist alles in allem zwar sehr vorhersehbar und kann daher nicht wirklich als spannend bezeichnet werden, er ist aber von der ersten bis zur letzten Seite sehr unterhaltsam. Nach dem ersten Drittel etwa hatte mich der Roman so in seinen Bann gezogen, dass ich das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.
Trotzdem habe ich einige Kritikpunkte. Zunächst erinnert mich der Roman in auffällig vielen Punkten an Die Tribute von Panem (The Hunger Games). Bei beiden Trilogien handelt es sich um Dystopien, die Protagonistin stammt aus ärmlichen Verhältnissen und wird mehr oder weniger unfreiwillig zur Hauptdarstellerin in einem öffentlichen Spektakel. Auch das Kastensystem in Selection erinnert stark an die Aufteilung der Distrikte in Die Tribute von Panem.
Eine gute Dystopie zeichnet sich meiner Meinung dadurch aus, dass sie zwar noch nicht Realität ist, aber grundsätzlich möglich wäre. Die Welt von Illéa empfinde ich jedoch als in vielerlei Hinsicht unrealistisch. Um ein paar Beispiele zu nennen: Das Casting findet überhaupt erst statt, weil der Prinz keine Zeit hat, auf anderem Weg Frauen kennenzulernen. - Für das ganze Casting-Spektakel hat er aber komischerweise Zeit. Außerdem möchte man die Moral der Volkes stärken, wenn der Prinz eine Bürgerliche ehelicht. – Okay, das ist schon eher nachvollziehbar. Dann fallen ständig Rebellen in der Palast ein, obwohl eine Armee an Wachleuten zur Verfügung steht. Witzig fand ich auch, dass die niederen Kasten aus Gründen der Geburtenkontrolle keinen Sex vor der Ehe haben dürfen, gleichzeitig werden den niederen Kasten keine Verhütungsmittel zur Verfügung gestellt, sodass sie nach der Heirat ein Kind nach dem anderen bekommen. – Wo ist da bitte die Logik? Mich hat die fehlende Logik und Konstruiertheit der Welt teilweise schon gestört. Ich bin einfach niemand, der sowas einfach überlesen kann.
Eher gut gefällt mir wiederrum der Schreibstil der Autorin bzw. Übersetzerin. Der Roman liest sich durch den ausschmückenden, aber doch einfachen Stil sehr flüssig. Teilweise empfand ich die Sprache als etwas altmodisch oder geschwollen. Dass die Sprache des Prinzens geschwollen ist, empfinde ich als natürlich und passend, allerdings verwendet auch der Erzähler teilweise Worte, die auf mich ziemlich archaisch wirken. Spontan fällt mir der Begriff "Flansch" ein, der mehrmals in dem Roman vorkam und von dem ich ohne Kontext wohl nicht gewusst hätte, was er bedeutet.
Zu den Charakteren ist zu sagen, dass es eine ausgewogene Mischung an Charakteren (America, Aspen, Maxon) und Typen (die anderen Castingteilnehmerinnen) gibt. Die Protagonistin America finde ich persönlich eher unsympathisch, sie erinnert mich an Bella aus Twilight oder Ana aus Shades Of Grey. Sie ist einfach zu perfekt: nett, aufopfernd, bescheiden, hübsch, nett zu ihren Konkurentinnen. Natürlich ist sie völlig überrascht, dass sie als Favoritin des Wettbewerbs gehandelt wird. Als der Prinz (natürlich!) hoffnungslos in sie verliebt, entsteht die obligatorische Dreiecksbeziehung. Am nervigsten finde ich, dass die Protagonistin sich einfach nicht zwischen ihren beiden Verehrern entscheiden kann und daher beide bei der Stange hält. Mit anderen einlassen dürfen sie sich aber natürlich nicht, sonst wird sie eifersüchtig! Das Privileg, zweigleisig zu fahren, steht nur ihr zu! – In meinen Augen ist das ein absolut unfaires und zu verurteilendes Verhalten, das in viel zu vielen Jugendbüchern völlig unkritisch beschrieben wird. Sowas sollte man jungen Menschen auch in Romanen nicht vorleben. Dieses Verhalten sowie ihre ansonsten fast unmenschliche Perfektheit machen America für mich zu einem wie bereits erwähnt eher unsympathischen Charakter, mit dem ich mich nicht identifizieren kann und möchte. Jüngerere Leserinnen und Leser mögen das aber vielleicht ganz anders sehen.
Der Roman eignet sich auch für jüngere Leserinnen und Leser, da er nach meinem Empfinden keine für jüngere Leserinnen und Leser bedenkliche Inhalte enthält.

***Fazit***
Der Roman Selection von Kiera Cass hat mir teilweise gefallen.
Zunächst die Kritikpunkte: Mich erinnert den Roman auffällig stark an Die Tribute von Panen, was ich weniger gut finde. Die Welt von Illéa macht auf mich einen sehr unrealistischen Eindruck. Es fehlt teilweise an Logik und sowohl die Welt als auch das Casting-Prozedere machen auf mich einen konstruierten Eindruck. Auf mich macht die Protagonistin einen eher unsympathischen Eindruck: Sie ist fast unmenschlich perfekt (geringes Indentifikationspotenzial) und hat wie die Protagonistinnen einiger anderer Bücher die furchtbare Eigenschaft, sich zwischen ihren Verehrern nicht entscheiden zu können und hält daher – unfairerweise – einfach beide bei der Stange. Andere Menschen so zu behandeln geht meiner Meinung nach einfach gar nicht und sollte Jugendlichen auch in Romanen nicht vorgelebt werden.
Der Schreibstil gefällt mir teilweise: Der Roman ist flüssig zu lesen, stellenweise wirkt die Schreibe jedoch altmodisch oder geschwollen.
Trotz vieler Schwächen finde ich Selection nicht schlecht. Wieso? Bei einem Roman, den ich in meiner Freizeit lese, zählt die Unterhaltsamkeit für mich am meisten und die ich bei diesem Roman – trotz vieler Schwächen – gegeben. Letztendlich reißt die Unterhaltsamkeit also wirklich nochmal eine ganze Menge raus.
Ich empfehle das Buch weniger Fans von Dystopien als Fans von Liebesromanen wie Twilight oder Shades of Grey. Die dürften sich auch weniger als ich an fehlender Logik oder der für mich unsympathischen Protagonistin stören.
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am 14. September 2016
Das Buch per se ist ein guter Jugendroman, der einen gleich vereinnahmt, sofern man sich darauf einlässt.

Leider ist die Kindle-Version des ersten Bandes (wird dann bei den anderen besser) ein absoluter Graus! Nullen statt Os, viele falsch gesetzte Satzzeichen und einige Rechtschreibfehler um nur an der Oberfläche zu kratzen. Also Augen zu und durch..
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am 16. September 2016
Ich habe die Selection Bücher von Kiera Cass alle förmlich verschlungen! Ich liebe Geschichten über fiktive Gesellschaftsformen, Königennen und Königen, schönen Kleidern und unerwarteter aber dafür umso tieferer Liebe. Und in diesen Büchern ist einfach alles drin, was mein Klein-Mädchen-Herz höher schlagen lässt. Kann ich nur weiterempfehlen!
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am 5. Oktober 2016
Woran erkennt man ein gutes Buch? Meiner Meinung nach ganz einfach: Ein wirklich gutes Buch macht süchtig, lässt uns die Zeit um uns herum vergessen, wird in einem Rutsch verschlungen und lässt uns nachts mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen.

Ich habe schon viele Bücher gelesen, mal gute, mal schlechte. Dieses Gefühl, dass ich oben beschrieben habe, hatte ich schon lange nicht mehr. Bis gestern. Bis ich den ersten Band der Selection-Reihe in die Hände nahm. Und bis ich 4 Stunden später, nachdem das Buch gelesen war, zu dem Entschluss gekommen bin, dass ich mehr davon haben will! Jetzt habe ich mir den nächsten Band bestellt. Und um vorzusorgen, den dritten Band gleich mit dazu!

Die Story ist nicht ganz neu, die verschiedenen Kasten, in denen die Menschen leben und der Unterschied zwischen arm und reich erinnert doch etwas an die Tribute von Panem. Doch das stört nicht. Denn der Rest ist komplett anders.
Allen voran die weibliche Hauptperson, America Singer. Zugegeben, die Namen sind doch außergewöhnlich und ich musste meistens zweimal drüber lesen, aber man gewöhnt sich daran. Kiera Cass schafft es hier auf beeindruckende Weise, America so liebenswert und auf dem Boden geblieben zu beschreiben, dass man sie einfach mögen muss. Automatisch wird man dazu verleitet, auch ihre Freundin Marlee und ihre kleine Schwester May zu mögen, während man auf der anderen Seite auch ziemlich schnell eine Abneigung gegen Celeste entwickelt, die einer Feidin wohl am nächsten kommt. Vor allem aber Americas Grundsatz, dass sie bei all dem Trubel um Prinzen und Juwelen, immer sie selbst sein möchte und sich nicht verändern lassen will, ist etwas, was sie einem schnell sympathisch macht.
Es fällt einem nicht schwer, sich in America hineinzuversetzen, die keine Ahnung hat, was sie eigentlich in diesem Wettbewerb verloren hat und was ihre Gefühle ihr sagen. Man leidet fast schon mit ihr und sieht das Geschehen durch ihre Augen. Dazu trägt auch der einzigartige Schreibstil von Kiera Cass bei, der es einem leicht man, sich die Welt, den Palast und vor allem die wunderschönen Kleider der Mädchen vorzustellen.

Abschließend kann ich sagen, dass es sich lohnt, dieses Buch zu lesen, egal in welchem Alter. Es verzaubert einen und nimmt uns alle mit, auf eine Reise, in eine andere Welt. Ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen!
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