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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
8
4,5 von 5 Sternen
Kultstätten und Opferplätze in Deutschland - Von der Steinzeit bis zum Mittelalter
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 30. Oktober 2015
schönsten Stätten in DEutschland mit einer tollen Beschreibung für alle Fans ein Muss, viele Fotos und macht Lust auch mehr
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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 7. November 2009
"Die von den Vätern überkommenen Traditionen, an denen wir seit undenklichen Zeiten festhalten, wird kein Logos je umstoßen, auch dann nicht, wenn er der Weisheit letzte Schluss ist."
(Der Seher Teiresias in den Bakchai des Euripides; 480 - 406 v. Chr.)

Bereits im Zuge der Christianisierung waren Orte, wie Opferplätze zu Wallfahrtsstätten umfunktioniert worden. Nach den Jahren des Missbrauchs durch den Nationalsozialismus hatte die Wissenschaft einen weiten Bogen um die Erforschung vorchristlicher Religionen und Riten gemacht und das Feld weitgehend der esoterischen Literatur überlassen. Sogenannte "Kraftorte" wurden zu Pilgerstätten von Ersatzreligionen und des Neopaganismus. Heute kann die Forschung jedoch bar jedweder Form von Deutschtümelei und Pseudowissenschaft die Kult- und Opferbräuche mit archäologischen Fakten belegen und dadurch einen direkten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt unserer Vorfahren erlauben.....

Das Buch bietet einen spannenden und abwechslungsreichen Rundgang durch die "heiligen Landschaften des antiken Deutschland". Hierbei dienen jeweils einzelne Kult- und Opferplätze mit ihren archäologischen Funden als Ausgangspunkt und Leitlinie. In neun chronologischen Kapiteln vermittelt der Archäologe Martin Kuckenburg ein umfassendes Gesamtbild vom Spektrum und Wandel vor- und frühgeschichtlicher Religionsausübung.....

Am Anfang stehen "Die Kulthöhlen der Steinzeit" und die Frage, ob diese Heiligtümer als Opferplätze oder schlichte Begräbnisstätten dienten. Hierbei werden die unterschiedlichsten Theorien zum Thema Menschenopfer vorgestellt. Beeindruckend ist das Foto des "Löwenmenschen", einer über 30.000 Jahre altenElfenbeinplastikaus dem Lonetal in Baden-Würtemberg. Das zweite Kapitel widmet sich den "Gestirnen und magischen Steinen". Deutschland besitzt mit dem Gollenstein bei Blieskastel im Saarland, den Lübbensteinen bei Helmstedt und dem Heiligtum von Goseck mehrere jungsteinzeitliche Sonnenheiligtümer. Mit Hilfe der "Himmelscheibe von Nebra" konnte man bereits um 1600 v. Chr.das kalendarische Datum durch einfache solare Peilung ermitteln. "Nahrung und Schätze für die Götter" stehen im Mittelpunkt des dritten Kapitels. Hölzerne Götzenbilder, wertvolle Waffen, Gebrauchsgegenstände und Schmuck wurden "gehortet", vergraben (Dieskau/Sachsen-Anhalt, Bullenheimer Berg in Bayernoder) oder in Seen, Flüsse oder Moore geworfen. Kapitel vier befasst sich mit "Grabstelen und Ahnenverehrung" und führt zu den Kultplätzen an frühkeltischen Fürstengräbern. Der beeindruckenste Fund ist die Sandsteinstatue des keltischen Fürsten vom hessischen Glauberg. "Naturheiligtümer und Heilige Haine" als Kultstätten der "klassischen" Kelten sind Gegenstand des fünften Kapitels. Neben Gewandspangen und Ringen, die z. B. am "Heidentor" bei Egesheim auf der schwäbischen Alb geopfert wurden, gab es auch Brandopferplätze im Alpenvorland. Ein besonderes Kleinod ist das 70 cm hohe "Kultbäumchen von Manching".

Das Kapitel "Moorleichen und Externsteine" berichtet von den umstrittene Kultgebräuchen der Germanen, die während der NS-Zeit für ideologische Zwecke missbraucht wurden. Braune Esoterik machte die Externsteine bei Detmold zu einer "nationalen Kultstätte", an der die Himmlers "SS" alljährliche Sonnenwendfeiern und Rekrutenvereidigungen veranstaltete. Das "Mädchen von Windeby" ist die bekannteste Moorleiche Deutschlands. In Braak bei Schleswig fand man 2,75 große Kultidole, die aus verzweigten Holzstämmen gefertigt wurden. Mit der Besetzung von Teilen des heutigen Deutschland durch die Legionen des Imperiums ging auch "Die Romanisierung des Kultwesens" einher. Religiöse Riten fanden fortan in den sogenannten "Gallorömischen Umgangstempel" mit erhöhtem Zentralbau und niedrigerem Säulenumgang statt. Neben der keltischen Pferdegöttin Epona (Walheim in Würtemberg) wurden auch römische Götter, wie ein Torques tragender Merkur (Weißenburg in Bayern) verehrt. In Trier wurde bei den römischen Staatskulten auch die "Kapitolische Trias" (Jupiter, Juno und Minerva) verehrt. Hinzu kamen verschiedene Muttergöttinen, die mit einem Säugling abgebildet zu Vorläufern der Marienstatuen wurden. Im achten Kapitel offenbaren "Heilthermen und Mithrashöhlen" die Mannigfaltigkeit provinzial-römischer Religion. Neben des Quellenheiligtums von Heckenmünster in der Südeifel kommt Nida im heutigen Frankfurter Stadtteil Heddernheim eine besondere Bedeutung zu. Mit dem Jupiter-Dolchenus- und dem Mithras-Kult waren dort zwei orientalische Religionen anzutreffen, die bereits einen Schritt in Richtung Monotheismus machten. Vor der Saalburg bei Bad Homburg kann man sich die Nachbildung eines Mithräums anschauen, das dem spätantiken Höhlenkult als Versammlungs- und Andachtsraum diente. Das letzte Kapitel "Von der Spätantike zum Mittelalter" beschreibt, wie heidnische Kultstätten dem Christentum dienstbar gemacht wurden. Aus den Externsteinen wurde im 12. Jahrhundert ein monumentales Relief heraus gemeißelt, das die Kreuzabnahme Christi zeigt. Während Heilige Bäume (Donarseiche) gefällt wurden, konnte ein Menhir zum "Fraubillenkreuz" in Rheinland-Pfalz umgearbeitet werden.

Vor den abschließenden Hinweisen zu Anmerkungen und Zitaten, je einem Literatur- und Bildnachweis gibt es eine Zusammenstellung von Ausflugstipps, die gleichfalls chronologisch gegliedert sind. Sie beinhalten Anfahrtsbeschreibungen mit Telefonnummern von Museen und Stätten, sowie Internetadressen. Dazu gehört auch eine topographische Deutschlandkarte, in der die die beschriebenen Ziele eingezeichnet sind. Neben einer Vielzahl beeindruckender Fotos, Luftaufnahmen, farbiger Abbildungen und dem Text, verfügt jedes Kapitel über - farblich in hellblau abgesetzte - Essays zu verschiedenen Themata, wie z. B. Menhire, Megalithische Großsteingräber, Näpfchensteine, Druiden, Moorleichen, Jupitersäulen usw.

"Kultstätten und Opferplätze in Deutschland: Von der Steinzeit bis zum Mittelalter" ist eine aktuelle Bestandsaufnahme mit vielen Anregungen, sich mit der Thematik zu beschäftigen und den ein oder anderen Ort zu besuchen.

5 Amazonsterne für diesen (kultur)historischen Reiseführer.
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am 10. November 2011
Als ich den Büchertitel gesehen habe, war ich mir erst nicht ganz klar darüber, was mich zwischen den beiden Buchdeckeln erwartet. Der Titel hatte in mir den Verdacht geweckt, dass das Buch leicht in die esoterische Richtung geht. Solche Bücher gibt es ja einige. Das ist auch okay - aber nicht das, was mich interessiert. Um so erfreuter war ich, als ich anfing im Buch zu blättern. "Kultstätten und Opferplätze in Deutschland" ist eines dieser seltenen Diamanten im Geschichtsbereich für den interessierten Laien. Religiöse Riten und Gebräuche sowie vor allem deren Orte stehen im Mittelpunkt. Aber der Autor geht als Historiker an dieses schwierige und von den Nationalsozialisten zum Teil leider negativ besetztem Feld heran.

Von Kulthöhlen der Steinzeit (die Vogelherdhöhle in Baden-Württemberg oder die große Ofnethöhle in Bayern), über die Sonnenheiligtümer und Megalithen der Jungsteinzeit (z.B. der Gollenstein im Saarland oder ein jungsteinzeitliche Sonnenheiligtum in Sachen-Anhalt) zu den Weiheorte und Opferaltäre der Bronzezeit (z.B. ein frühbronzezeitlicher Hortund in Sachen-Anhalt oder der Schälchenstein in Schleswig-Holstein) gibt er Einblicke in das Leben und Sterben der Menschen. Dann geht es weiter mit den Kultplätzen an frühkeltischen Fürstengräbern (der berühmte Fürst vom Glauberg in Hessen darf natürlich nicht fehlen) und den Kultstätten der klassischen Kelten (Bayern und Baden-Württemberg heben sich hier mit Funden hervor). Auch nicht fehlen dürfen die umstrittenen Kultgebräuche der Germanen (die Externsteine fallen einem da ja sofort ein), die auch die Moorleichen und andere im Moor gemachten Funde beinhalten. Als nächstes kommen die Römer mit ihren Heiligtümern (das Trier Land ist voll davon) und die Vielfalt provinzialrömischer Religionen (Heckenmünster in der Südeifel wird unter anderem erwähnt). Zum Schluss geht der Autor noch auf das Christentum und die heidnischen Kultstätten ein. Das alles ist in einer extrem verständlichen Sprache geschrieben. Es gibt eine Menge Abbildungen, die dem Leser helfen sich ein Bild von dem zu machen, was der Autor beschreibt.

Was mich dann aber wirklich begeistert hat, ist das Kapitel "Ausflugstipps". Dort werden viele der beschriebenen Stätten aufgeführt. Es wird noch einmal kurz erläutert, was es zu sehen gibt und welche Internetseiten man sich dazu ansehen kann. Am Ende des Buches findet man eine Deutschlandkarte, auf der die wichtigsten Stätten noch einmal eingezeichnet sind, so dass man sehr gut sehen kann, welche davon sich in der Nähe des Wohnortes oder eines eventuellen Urlaubsortes befindet. Man solle dabei beachten, dass das Buch aus dem Jahr 2007 stammt und einige dieser Informationen veraltet sind. Da aber Internetseiten mit angegeben sind, ist es wirklich kein Problem sich selbst auf den neuesten Stand der Öffnungszeiten zu bringen.

Unsere Neffen haben sich z.B. vor Jahren extrem für Moorleichen interessiert. Natürlich kann ich mich hinsetzen und mir im Internet Material zusammensuchen über Moorleichen in Deutschland. Das Buch hätte mir aber eine Menge Arbeit erspart. Ich glaube, dass es genau solche Bücher sind, die helfen können, den Staub vom Fachgebiet Archäologie zu pusten und Kinder, Jugendliche und Laien für dieses spannende Thema zu interessieren.

Ich habe mich wirklich gefreut, dieses Buch zu entdecken. Für alle interessierten Laien kann ich es nur empfehlen. Und für die, deren Kinder sich für Geschichte interessieren ist dieses Buch ebenfalls eine super Anschaffung. Gerade der Anhang "Ausflugtipps" ist super und zeigt noch einmal, dass dieses Buch nicht hauptsächlich für Archäologen, sondern für Laien geschrieben wurde. Ich vergebe hier sehr gerne fünf Sterne.
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am 3. März 2016
Mit super Bildern hinterlegter Text mit Fußnoten für die Recherchierbarkeit der Aussagen.Interessante Orte werden hier dargestellt und der Autor bewegt sich nicht lokal, sondern zeitlich nach vorn, so dass die Zuordnung der Funde/Orte zeitlich immer möglich und nachvollziehbar ist. Die Orte kann man dann ja auf der Karte nachsehen, bzw. werden auch gute Infos zu den Orten direkt im Buch dargestellt.

Wirklich schönes Gesamtwerk!
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am 10. August 2014
Kann ich jedem der sich dafür interessiert nur empfehlen. Super Erklärungen und auch tolle Tipps für den nächsten Ausflug. Bereue den Kauf in keiner weise.
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am 24. April 2017
sehr interessant, gut bebildert und dabei lehrreich. Danke dem Autor, den Suchmaschinen und Amazon. Solche Bücher wünsche ich mir mehr am deutschen Markt.
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am 26. März 2016
Am Buch liegen nur drei Sterne, liegt nicht am Buche selber, doch der Inhalt geht etwas am Thema vorbei, weil ich bedauere allemal, daß Menschheit frühe Siedelungen und merkwürdige Steinorte, als spätere Kultorte nannte, weil Legenden sich dort fanden.
Ich finde mehr Orte von Grund der alten Zeiten, als weit und breit im Buchen stehen. Darum sage ich den Leuten: Geht und seht unser Deutsches Land selber an - und horcht auf alle Winde, denn Winde flüstern leise alle Weisen der alten Orte.
Doch was die Schreiber selber glauben, daß steht dannauch im Buche drinn, leider kein Gewinn. - Und mancher Ort, der dort angepriesen steht, den sollten Menschen meiden, weil aus einem Hort von Ehre konnte in den verschiedenen Ländern dieses Deutschen Landes später werden: Ort von Schrechen und Tat, weil die Tat die dort geschah, war fast immer Mord. - Und wer ehrt den Mord?

Andere Siedelungen sind mir ungeheuer, weil wenn Stadtplaner wagen zu schreiben Worte, dann sagen sie stetig: Kulte, doch normales Leben finden sie nicht, warum blieb dann der Orte?
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am 8. April 2016
Das Buch ist gut, kommt auch vom AID, sollt eine Abo nehmen, das würde sichre noch viel interessanter und spannender sein.
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