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am 21. September 2012
Ein feines, überaus lesenswertes Geschichtsbüchlein legt der Autor Hans Richard hier dem geneigten Leser vor.

Eklatante Verluste an Bombern, Jägern und fliegendem Personal führten in der Luftschlacht um/ über England zu einer nicht revidierbaren Schwächung der Luftwaffe, die mit ursächlich war für die Niederlage der Wehrmacht in 1945. Nicht nur der unmittelbar spürbare Verlust an Material und Personal über England/ Kanal waren irreversibel, vielmehr fehlten Piloten, Funker, Navigatoren in den späteren Kriegsmonaten als erfahrenes Lehrpersonal an den Luftwaffenschulen in der Ausbildung junger Piloten, Funker, Navigatoren. Ungenügende, deutlich gekürzte Ausbildung in Theorie und vor allem in der Flugausbildung rächten sich spätestens in der anschließenden Frontverwendung der jungen, unerfahrenen Piloten. Piloten, die gerade einmal schulmäßig ein damalig modernes Kriegs-Fluggerät in der Luft halten konnten, wurden bei Frontverwendung in den hitzigen, unerbittlichen dogfights erbarmungslos "verheizt".

Bemerkenswert anschaulich stellt H. R. die Kriegspolitik der Schweiz in den Kontext der militärischen Entwicklung an der Westfront in den Monaten 39/ 45. Dem Leser wird deutlich wie konkret und fortgeschritten die Angriffsvorbereitungen der Operation "Tannenbaum" gegen die Schweiz gediehen waren.
Bereits als jugendlicher Besucher hielt sich der Rezensent ab den 60er Jahren immer wieder in der Schweiz auf. Lebhaft in Erinnerung verblieben die Erzählungen Schweizer Senioren, die als Soldaten ihren Aktivdienst in den bedrohlichen Kriegsmonaten verrichteten. Nachdenklich memorierten diese die gegen die Schweiz gerichtete NS Propaganda, wie z.B.: "Die Schweiz, das Stachelschwein nehmen wir auf dem Rückzug ein". Wer von wem, wann eingenommen wurde, sollte sich bald zeigen, allein auf dem Rückzug der dann folgte sollte nichts mehr einzunehmen sein.
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am 2. Januar 2013
MIt diesen Schwyzer Worten hat Hans Richards Großmutter 1944 dem damals noch sehr jungen Autor die Lage in Europa erklärt. Nach einem langen Leben ist er jetzt zu den Themen der damaligen Zeit zurückgekehrt.

Das Buch behandelt die militärische und politische Lage der Schweiz während des Zweiten Weltkrieges, mit Betonung auf die militärische Lage im Jahre 1940, nach der deutschen Eroberung Frankreichs aber vor dem Überfall auf die Sowjetunion.

Den Wenigsten dürfte bekannt sein, daß damals die Wehrmacht konkrete Pläne für ein Unternehmen "Tannenbaum", den Überfall auf die Schweiz entwickelt hatte und Vorbereitungen, einschließlich von Truppenverlegungen in das Grenzgebiet getroffen hatte. Allerdings war die Luftwaffe damals durch die Luftschlacht um England gebunden, so daß die eingeplanten deutschen Fliegerkräfte der Schweizer Flugwaffe zahlenmäßig noch nicht einmal ebenbürtig gewesen wären. Nimmt man dazu die Stärke des Schweizer Heeres, seiner Befestigungsanlagen und das Gelände, so hätten sich die Wehrmacht schwer getan, ihre Pläne erfolgreich in die Tat umzusetzen. Letzlich wurde der Versuch nie unternommen, Hitler hatte wichtigere Ziele.

In diesem kurzen Werk arbeitet Hans Richard die Situation klar und lesbar heraus und stellt insbesondere die politischen und militärischen Stärken der Schweiz hervor und weist auf defensiven Rüstungsanstrengungen hin, die dort unternommen wurde. Dabei nutzt er Schweizer und Deutsche Quellen. Eine sehr empfehlenswerte Abhandlung zu dem Thema.

Trotzdem keine fünf Sterne? EIn kleineres und ein größeres Problem halten mich davon ab. Das kleinere ist, das das Buch etwas zusammenstoppelt wirkt, als ob die einzelnen thematischen Kapitel mit minimaler Überarbeitung aus einzelnen Artikeln zusammgesetzt wurden. Das größere ist für mich, daß der Autor sehr ausführlich auf die zetgleich stattgefundene Luftschlacht um England eingeht, inklusive organisatirisch-technischer Themen wie dem Aufbau des Britischen Radarsystems. Das geschieht in sehr lesbarer und kompetenter Weise, ist aber in unzähöigen anderen Bücher zur Luftschlacht ebenso gut nachzulesen. Den knappen Platz hätte der Autor lieber nutzen sollen, um auf besser auf Aspekte seines Kernthemas einzugehen, etwa um mehr Detail zu den Schweizer Plänen oder Genaueres über die späten Kriegsjahre zu erläutern.
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