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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
24
4,1 von 5 Sternen
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am 13. April 2017
Ein großer Vorteil dieses Werkes besteht darin, dass es nicht "hochgestochen" wirken will, und ein noch größerer, das es dies letztlich auch nicht geworden ist. Herzl schreibt einfach und klar, wobei er eine gesunde Portion Pragmatismus, jedoch eine weniger gesunde Portion Realismus an den Tag legt. Man merkt jedem Satz an, dass Herzl eine Botschaft weitergeben will, und zwar an alle Juden (und Nichtjuden), dass er etwas bewegen möchte. Dieses Bestreben wird von hohem Idealismus und auch Humanismus begleitet; das macht einem (mir zumindest) Herzl äußerst sympathisch. Ich bin zwar nicht Gegner eines jüdischen Staates, aber sehr wohl der einer (meines Erachtens nach) ungerechtfertigten Landnahme. Zu Beginn werden für das Territorium eines jüdischen Staates zwei Alternativen genannt, nämlich Palästina und Argentinien. Ich kann natürlich verstehen, dass Palästina als historisches Siedlungsgebiet der Stämme Israels und den Juden als praktisch von Gott zugesichertes Land Kanaan attraktiver erschien. Eine Staatsgründung in einem Teilgebiet des Flächenstaates Argentinien wäre jedoch sicherlich reibungsloser und mit weniger Kollateralschäden verlaufen, vorausgesetzt der argentinische Staat wäre angemessen entschädigt worden. Aber das sind Was-Wäre-Wenn-Spielchen. Vielleicht konnte sich Israel gerade wegen den vielen Schwierigkeiten und seinen allgegenwärtigen Feinden in der Umgebung erst so gut entwickeln. Beim Lesen lernt man auch allgemein viel über kulturphilosophische und soziologisch Aspekte. Herzl's Beschreibungen führen einem immer wieder die typischen Phänomene der Gruppenkohäsion vor Augen, die es in der Menschheitsgeschichte immer gab und voraussichtlich auch immer geben wird.
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am 9. November 2012
Sehr gutes und gut zu verstehendes Buch rund um den Zionismus und Israel. Sehr einfach zu lesen, Grundsatzlektüre für alle die sich mit Israel beschäftigen.
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am 5. Januar 2012
Beim Lesen des Werks auf meinem Kindle wurde mir erst bewusst, wie weitsichtig die Mehrzahl der im Text des Buches vom Autor gemachten Aussagen bereits zum Zeitpunkt ihrer Niederschrift waren! Als betroffene Person der Shoa lese ich das Werk stets von Neuem und würde mir eine weite Verbreitung unter den Kindle-Lesern wünschen, weswegen ich den Erwerb, der zudem erfreulicherweise kostenfrei ist, jedem ans Herz lege, der leichtfertig über Israel urteilt. Mit der Gründung dieses Staates entstanden zugleich alle Probleme eines "ganz normalen Staatswesens", aber vielleicht muss man dem Grauen von Birkenau selbst knapp entronnen sein, um den Text von Herzl in seiner ganzen Tiefe zu erfassen. Ich wünsche mir einen Großen Leserkreis! Shalom!
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am 11. August 2016
Der Inhalt des Buches ist selbstverständlich für die Bewertung unerheblich, der Verkäufer hat diesen ja nicht verfasst. Jedoch ist der Vorname von _Herzl vorne auf dem Cover falsch geschrieben, das war schon arg peinlich als mir das auffiel...
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HALL OF FAMEam 12. Mai 2009
Die Idee war nicht neu: Schon seit den 1860er Jahren hatten Anhänger des Zionismus angesichts judenfeindlicher Pogrome in Osteuropa einen eigenständigen jüdischen Staat gefordert. Was Theodor Herzls 1896 erschienenes Manifest Der Judenstaat von den vorausgehenden Entwürfen unterscheidet, ist seine visionäre Kraft, gepaart mit einer gesunden Portion Pragmatismus. Niemand sollte behaupten, die Idee eines modernen, liberalen und toleranten jüdischen Musterstaats, der dem Antisemitismus ein Ende bereiten und der ganzen Menschheit als Vorbild dienen würde, sei bloß ein Hirngespinst. Mit pedantischer Detailversessenheit widmet sich der Wiener Journalist Fragen der Provinzverwaltung und der Arbeitszeit, des Handels und des alltäglichen Zusammenlebens im neuen Staat ' ohne dabei je den grandiosen Traum aus dem Blick zu verlieren. Herzl, der manchen als Spinner, anderen als neuer Messias galt, setzte sich leidenschaftlich für seine Idee ein. Langfristig mit Erfolg: Die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948, die der früh Verstorbene selbst nicht mehr erlebte, geht wesentlich auf diese schmale Schrift zurück.
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am 15. März 2007
Theodor Herzl war nicht nur der Begründer des politischen Zionismus, sondern auch ein sozialpolitischer Visionär. So waren für ihn schon 1896 die 35-Stunden-Woche und Kombilöhne feste Bestandteile des künftigen Judenstaates. Er schreibt:

'"Ich habe die Überzeugung, daß der Siebenstundentag vollkommen durchführbar ist. Man kennt die Versuche in Belgien und England. Einzelne vorgeschrittene Sozialpolitiker behaupten sogar, daß der Fünfstundentag vollkommen ausreichen würde. Die Society of Jews und die Jewish Company werden ja darin reiche Erfahrungen sammeln - die den übrigen Völkern der Erde auch zugute kommen werden -, und wenn sich zeigt, daß der Siebenstundentag praktisch möglich ist, so wird ihn unser künftiger Staat als gesetzlichen Normaltag einführen.'"

Daß dies ein zentrales Thema ist, erkennt man spätestens dann, wenn es um die Fahne des neuen Staates geht:

'"Ich denke mir eine weiße Fahne mit sieben goldenen Sternen. Das weiße Feld bedeutet das neue, reine Leben; die Sterne sind die sieben goldenen Stunden unseres Arbeitstages. Denn im Zeichen der Arbeit gehen die Juden in das neue Land.'"

Zu Kombilöhnen heißt es weiter:

'"Die Arbeitshilfe gibt also jedem Arbeit. Hat sie denn für die Produkte Absatz? Nein. Wenigstens nicht genügenden. Hier ist der Mangel der bestehenden Organisation. Diese Assistance arbeitet immer mit Verlust. Allerdings ist sie auf den Verlust gefaßt. Es ist ja eine Wohltätigkeitsanstalt. Die Spende stellt sich hier dar als Differenz zwischen Gestehungskosten und erlöstem Preise. Statt dem Bettler zwei Sous zu geben, gibt sie ihm eine Arbeit, an der sie zwei Sous verliert. Der lumpige Bettler aber, der zum edlen Arbeiter geworden ist, verdient 1 Franc 50 Centimes. Für 10 Centimes 150! Das heißt, die nicht mehr beschämende Wohltat verfünfzehnfachen. Das heißt, aus einer Milliarde fünfzehn Milliarden machen!'"

Theodor Herzl hat die Gründung des Staates Israel nicht mehr erlebt; sie erfolgte erst über vierzig Jahre nach seinem Tod in 1904. Aber Israel ist doch gegründet worden und so bleibt zu hoffen, daß sich auch die 35-Stunden-Woche und Kombilöhne gleichermaßen durchsetzen werden.

Wer also ein spannendes Zeitdokument zu den Voraussetzungen für die Entstehung des Staates Israel lesen möchte, dem sei der 'Der Judenstaat' ans Herz gelegt. Die Edition bei Manesse ist schöner, handlicher und zudem preiswerter. Sie erspart einem aber auch den Kommentar des Talkshow-Berufsjuden Henryk M. Broder, auf den man getrost verzichten kann.
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am 11. März 2007
Viele reden über Israel und auch Herzl, ohne über die waren Beweggründe für die Idee der Staatsgründung bescheid zu wissen.

Das Buch belegt, daß der Autor Herzl und seine Idee von der Staatsgründung keineswegs rassistisch oder kaltherzig motiviert sind, sondern mit ihr eine Wohlwollensideologie verwicklicht wird.

Der von Herzl propagierte Staat Israel soll eine Verbesserung der Lebensqualität, nicht nur für die neuen Immigranten, verwirklichen.

In der "Novelle" steckt so viel wissenwertes. Zum Beispiel die Diskussion um die Gestaltung der neuen Häuser. Auch im modernen Europa stellen sich doch viele die Frage, warum Arbeitersiedlungen oder Reihenhäuser immer noch optisch kalt, monoton und individualitätslos gebaut werden, anstatt jedem Haus eine eigene Pointe zu geben.

Ich bin begeistert von Herzls Ideen und seiner Friedfertigkeit. Er war ein großer Denker und seiner Zeit voraus. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen.
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am 8. Dezember 1999
Theodor Herzl hielt zu seiner Zeit die Judenfrage weder für eine soziale noch für eine religiöse; Mit seinem Buch "Der Judenstaat" wollte er erläutern, daß es sich um eine nationale Frage handelt, die vor allem zu einer politischen Weltfrage gemacht werden sollte. Die sollte dann im Rate der Kulturvölker geregelt werden.
Er entwickelte den Gedanken, daß seinem Volk nur durch Gründung eines eigenen Staates zu helfen sei. Als Gebiet dafür standen Palästina oder - man glaubt es kaum - ein Stück von Argentinien zur Auswahl. Er erläuterte, welche Lösung er bevorzugt und wie er sich den Aufbau - das Organisationstalent der Juden betrachtend - vorstellte.
Man muß für dieses Buch kein großartiges, politisches oder soziologisches Wissen haben, denn alles ist sehr einfach beschrieben und der Gedankengang leicht nachvollziehbar. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 9. Dezember 2012
Von allen bis jetzt von mir bestellten 0 Euro- Bücher bin ich sehr enttäuscht. Extrem viele Rechtschreibfehler die wahrscheinlich beim Einscannen passieren.
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Herzl schreibt das Begründungswerk eines neuen Staates - auf Deutsch. Der Staat wird ein halbes Jahrhundert später Israel sein, das 1948 von den Siegermächten aus der Taufe gehoben wird. Herzls Vision warb eindringlich dafür, einen eigenen Staat aufzubauen. Er war nicht der erste, doch der überzeugendste Anwalt dieser zionistischen Sache.

Es ist eher das gemeinsame Verfolgtsein, was diesen "Judenstaat" zusammenhalten sollte, als etwa religiöse Sitten. Herzl zählt en passant auch sozialistische Reformideen wie Arbeitszeitverkürzung auf, um dieses neu zu erfindende Gebilde zu einem wahren Musterstaat zu machen. Wen es interessiert, der mag parallel Thomas Morus' "Utopia" lesen, wie es Herzl offensichtlich auch getan hat und aus deren Stärken und leider auch Schwächen er schöpft.

Bei aller Fortschrittlichkeit, allem exzellenten Stil und aller Menschenfreundlichkeit bleibt eine Frage beim Lesen offen: kann - systembedingt - ein Staat, der unbedingt "jüdisch" (oderoderoder) sein möchte, einer Form der 'Apartheid' wirklich entgehen, zumal als neuerfundener Siedlerstaat in bereits bewohntem Gebiet? Lässt sich dieses Dilemma einer neu geschaffenen Nation auflösen? Konnte dies überhaupt gelingen?

Spannende Fragen: Herzl im kompletten Original zu lesen, sind gut genutzte 2 Stunden. Die Manesse-Ausgabe ist obendrein gut gemacht.
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