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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
4
4,8 von 5 Sternen
Die Memoiren des Barry Lyndon: Roman
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:24,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 11. Juni 2016
Buch ist sehr gut geschrieben, kenne es aus Jugendjahren und habe es für meinen Sohn bestellt. Einen Stern ziehe ich wegen des kleinen Formates ab. Es ist winzig.
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am 21. Dezember 2013
Da ist er wieder..., dieser provozierende Satz des Barry Lyndons und der Klassiker aller Zeiten:
" Seit den Tagen Adams gab es auf dieser Welt kaum einen Unfug, dessen Anlass nicht eine Frau gewesen wäre."
Gesprochen von einem Mann, der ein glanzvolles Leben hinter sich hat und nun als altender, verbitteter und grantiger Mann zurückbleibt.

Gisbert Haefs Neuübersetzung des Romans von William Makepeace Thackeray aus dem Jahre 1844 wurde damals unter dem Pseudonym G.S. Fitz-Boodle in "Frazer's Magazin" veröffentlicht.
Der Autor lässt Lyndon seine Memoiren erzählen und zeigt einen attraktiven charmanten jungen Mann im Alter von 30 Jahren, dem alle Frauenherzen zu Füßen liegen.

Aus niedrigem und verarmten Adel kommend versteht es Barry mit einer Unverfrorenheit und Charme, Verführung und Raffinesse in die herrschenden Gesellschaftsschichten zu gelangen und sie an der Nase herumzuführen. Er heiratet aus purer Berechnung die Comtesse of Lyndon, die vorläufig erst mal Ruhe in sein Leben bringt. Doch diese Ehe ist sein Ruin.

Die Jahre vergehen und zurück bleibt ein Mann, dessen körperliche und seelische Verfassung den Tiefpunkt erreicht hat. Selbstmitleid, kombiniert mit dem Erscheinungsbild eines verblendeten Machos sitzen tief in seiner Seele. Ein verbitteter Lebemann bedauert sich in seinem jetzigen Zustand und lässt das triste Leben neben seiner Ehefrau nicht aus. "An allem sind die Weiber schuld." Er belügt sich selbst und sieht sich als Helden, der in seiner mititärischen Laufbahn im Siebenjährigen Krieg angeblich in wüsten Gefechten zig Gegner getötet haben will.

Der Leser taucht in ein Leben der eben geschilderten Person ein, die auch in der heutigen Zeit durchaus noch aufzufinden wäre.
"Barry Lyndon" wurde 1975 verfilmt und erhielt 4 Oscars.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. August 2016
Kürzlich kommentierte ich hier Thackeray's - von vielen so bezeichnetes - Hauptwerk, den "Jahrmarkt der Eitelkeiten" und bewertete mit vier Sternen. Der im Schatten davon stehende "Barry Lyndon" erhält dagegen die Höchstwertung. Warum?

Barry Lyndon ist nur gut halb so lang, aber es geht hier viel konzentrierter vorwärts - wegen eines entscheidenden konstruktiven Unterschiedes. Vanity Fair zeichnete ein Sittenbild des 19. Jahrhunderts, in dem Tugend und Verworfenheit auf zwei Antipoden verteilt werden, deren Lebensgeschichten sich umeinander winden. Auf diese Weise entstehen quasi reine Charaktertypen, allerdings geht die dichterische Erzählung dabei manchmal unvermeidlich in die Breite, müssen doch zwei Lebensläufe nebeneinander entwickelt werden. Diese Entwicklung in die Breite, vor allem in der ersten Hälfte von Vanity Fair, war der Grund für die Versagung meines fünften Sterns dort.

Barry Lyndon ist ein Sittengemälde des 18. Jahrhunderts, aber hier, und das ist das entscheidende, vereinigen sich Tugenden und Untugenden des Helden in einer Person. Natürlich ist der Held ein Schuft, spiel- und trunksüchtig, verschwenderisch bis zum völligen Ruin; unfähig, seinen Beutel beisammen zu halten und kaltblütig im Verschwenden eines riesigen angeheirateten Vermögens; völlig skrupellos, wenn es um die Durchsetzung seiner Interessen geht, oder um das, was er seiner Ehre schuldig zu sein meint. Andererseits kann er großzügig sein, lässt in der Tat keine Spielschuld offen und pflegt genau den Glanz, den der Autor ganz offensichtlich an jenem 18. Jahrhundert so bewunderte. In dem Helden dieses Romans sind, eingefangen in dem Begriff des ländlich geprägten "Gentleman", gesellschaftlicher Anspruch und bäurische Sitten, vereinigt: der Grundtyp des "Snob", den Thackeray in seinem Episodenbuch der "Snobs" entwickelte. Barry Lyndon ist kein reiner Charaktertyp, er ist eine schillernde Figur, er ist ambivalent, und das macht ihn so viel interessanter als jede der beiden Hauptfiguren in Vanity Fair.

Und genau darin liegt auch der Grund für das konzentrierte Voranschreiten der fiktiven Selbsterlebensbeschreibung des Helden hier. Von der ersten Zeile an hat das Buch, gemäß dem Temperament seines Titelhelden und Ich-Erzählers, den Vorwärtsgang eingelegt, und bis auf eine Episode an einem deutschen Fürstenhof, die als Seitenstück klar Bezug nimmt auf reale historische Vorgänge im Königreich Württemberg, behält es diese Richtung bei, bis zum bitteren Ende. Barry Lyndon halte ich so gesehen, wegen der lebendigeren und interessanteren Hauptperson, und wegen der konsequenteren Erzählungsweise für den klar besseren Roman.

Man kann es nur loben, dass Stanley Kubrick auch das Buch mit seinem großen Historienfilm wieder populärer machte.
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am 4. März 2014
Im Rahmen der geschichtlichen Hintergründe SUPER unterhaltsam - Leider sehr teuer!
Würde mir wünschen solche Werke auch für unter 10€ zu bekommen - tja Schade
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