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am 28. Oktober 2003
Hörbuchrezension:
"Wenigen Autoren ist beschieden, was Sir Conan Doyle gelang: Seine Phantasiegestalten Sherlock Holmes und Dr. Watson haben eine Existenz erlangt, an deren Wirklichkeit Ungezählte felsenfest glauben." Diesem treffenden Zitat des Verlages und Studios für Hörbuchproduktionen kann kaum etwas hinzugefügt werden. Holmes ist und bleibt die einzig mystische Detektivfigur, deren Gegenwart und Wirklichkeit unbestreitbar erscheint. The New York Times Book Review unterstreicht diese Sicht: "Sherlock Holmes ist die einzige große populäre Legendenfigur, die in der modernen Welt geschaffen wurde." (G. K. Chesterton). Conan Doyle ist der Erfinder des psychologischen Kriminalromans. Holmes faszinieren lediglich Fälle, welche unwirklich erscheinen und die er mit seiner gelassenen, unterkühlt-arroganten Denkweise zu lösen versteht. Als Inbegriff eines britischen Edelmannes gibt Sherlock Holmes die perfekte Hauptfigur im Zeitalter viktorianischer Biederkeit. Neu sind für den Hörer - welcher noch kein Conan Doyle-Experte ist - die innersten Geheimnisse des unnachgiebigen Spürhundes, wie etwa die Schwäche für Irene Adler, einer femme fatale, welche fast den böhmischen Königsthron umgestoßen hätte.
Das Hörbuch enthält vier aussagekräftige und prägende Kurzgeschichten von insgesamt sechsundfünfzig, die Conan Doyle über den Detektiv und Dr. Watson verfasst hat. Sie sind allesamt schlüssig, logisch und fesselnd.
Die Abenteuer des Sherlock Holmes leben weniger von atemberaubender Spannung, als vielmehr vom oft etwas verklemmten britischen Charme und der Mischung aus Logik und Naivität. Die geglückte Auswahl gilt ebenso für den sehr renommierten Sprecher Peter Weis, der als Schauspieler, Synchronsprecher und Mitwirkender bei Hörbuchproduktionen auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückblicken kann. Er erschafft durch Stimme und Sprache die Atmosphäre des London im späten 19. Jahrhundert. Holmes' typische Blasiertheit nimmt man ihm ebenso ab, wie die oft einfältige Denkweise Dr. Watsons. Der Sprecher erweist sich als Glücksfall und Idealbesetzung beider Charaktere. So muss man wirklich an die Existenz Holmes glauben. Denn wie sagt der Meisterdetektiv doch so einleuchtend: "Hat man das Unmögliche eliminiert, so muss, was übrig bleibt, mag es noch so unwahrscheinlich erscheinen, die Wahrheit sein."
Folgenübersicht:
1. EIN SKANDAL IN BÖHMEN
London, 1888: Dr. Watson stattet seinem langjährigen Freund Sherlock Holmes, in dessen Wohnung in der Baker Street, einen Besuch ab. Lange hat er seinen Freund nicht gesehen und findet ihn in einen neuen Fall vertieft vor. Holmes hat einen anonymen Brief erhalten, in dem seine Hilfe erbeten wird. Der Hilfesuchende kündigt zudem seinen Besuch an. Es handelt sich um einen Adeligen aus Böhmen und dessen brisantes Anliegen. Dies ist die erste veröffentlichte Sherlock-Holmes-Geschichte (1891) und eignet sich daher auch bestens als Einstieg für diese Hörbuchreihe. Sie zeigt Sherlock Holmes oft verkannte menschliche Züge.
2. DER LETZTE FALL:
London, 1891: Sherlock Holmes zieht seinen Freund Dr. Watson zu Rate, was in der letzten Zeit selten geschehen ist, da sich durch Watsons Heirat die Freunde ein wenig auseinander gelebt haben. Holmes hat es mit Professor Moriarty aufgenommen, dem genialsten Verbrecher, der Holmes je begegnet ist. Dieser fühlt seine Vorhaben durch Holmes gefährdet und bedroht das Leben des Detektivs. Conan Doyle beschreibt Holmes als Detektiv dessen Laufbahn einen kritischen Punkt erreicht hat und es deshalb als einen guten Zeitpunkt betrachte, sie zu beenden. Doch nicht nur Dr. Watson konnte sich schwerlich mit dem Tod seines Freundes abfinden, auch Doyles Leserschaft nicht.
3. DAS LEERE HAUS:
London, 1894: Zwei Jahre sind seit dem Verschwinden Sherlock Holmes vergangen und Dr. Watson schmerzt der Verlust seines Freundes immer noch sehr. Er verfolgt im Gedenken an Holmes immer noch bedeutende Kriminalfälle, wenn er sich auch nicht in der Lage sieht, die Methoden seines mit so scharfem Verstand ausgestatteten Freundes, anzuwenden. Diese Geschichte ist die historisch unmittelbar nächste nach "DER LETZTE FALL". Holmes überzeugt erneut mit raffinierten Tricks und Winkelzügen. Zudem nimmt er es in dieser Kurzgeschichte noch einmal mit Professor Moriartys Verbündeten auf. Mit seinen Methoden, Schlussfolgerungen und Verkleidungen schafft Sherlock Holmes es immer wieder Dr. Watson in Erstaunen zu versetzen.
4. DER ZWEITE FLECK:
Ein blass-blaues Kuvert ist verschwunden, welches ein Dokument von äußerster politischer Brisanz enthält. Gerät es an die Öffentlichkeit, so muss befürchtet werden, dass es sogar Krieg geben könnte in Europa. Zwei Bedienstete des europäischen Hofs suchen Sherlock Holmes auf und beauftragen ihn mit der Auffindung und Wiederbeschaffung dieses Dokuments. Ein schwieriges Unterfangen. Im Laufe des Falles äußert Holmes zunehmend sein Missfallen über die Aufzeichnungen Dr. Watsons. Er möchte keine Anerkennung, sondern er sieht in ihnen nur den Nutzen als Fall-Archiv, der nun entfallen ist, da er sich zurückziehen und der Bienenzucht widmen möchte.
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am 1. April 2013
Dr. Watson und Sherlock Holmes dürften wohl jedem Kind ein Begriff gewesen sein. Meine Kindheitserinnerungen waren es, die mich veranlassten, dieses Buch zu kaufen.

Die Manesse-Ausgabe beinhaltet folgende Geschichten aus verschiedenen Schaffensperioden:

Ein Skandal in Böhmen
Der blaue Karfunkel
Die Pappschachtel
Der letzte Fall
Das leere Haus
Der zweite Fall
Der Hund von Baskerville

Für mein Empfinden darf man sprachlich nicht zu viel erwarten: normale Sprache, keine große literarische Qualität. Dennoch sind die Figuren sehr liebenswert und die Geschichten spannend. Es ist ein Lesevergnügen, allerdings würde ich mir keine weiteren Holmes - Bände kaufen. Zum Kennenlernen ok, ein interessanter Querschnitt.
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am 26. August 2001
"Der Hund von Baskerville" ist auf alle Fälle das beste Sherlock Holmes-Buch das er schrieb. Allein die Geschichte bekommt von mir 4 Punkte und einen Bonuspunkt für den Ledereinband. Doch nun zur Handlung: In einem Dorf im englischen Devonshire ereignen sich sonderbare Todesfälle. Nach und nach sterben alle Erben des alten Sir Hugo of Baskerville, der seine Seele dem Teufel verkaufte. Die Familiengeschichte besagt, dass er von einem großen, schwarzen Hund in die Hölle gerissen wurde... Nun liegt es an Sherlock Holmes und seinem Assistenten Doctor Watson den sonderbaren Fall zu klären. Besonders spannend wird es dadurch, dass die Geschichte aus der Sicht von Doctor Watson geschrieben ist, der nie weiß was in Holmes vorgeht... 432 Seiten voller Spannung, Spass und Witz.
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am 28. April 2003
Sherlock Holmes ist wohl eine der ältesten und langlebigsten Detektivfiguren, die man sich vorstellen kann. Jeder kennt seinen Namen und für alle diejenigen, die gerne rätseln oder Spaß an Krimis haben, sollten sich dies nicht entgehen lassen. Denn ein Markenzeichen Holmes' ist es, nur Fälle zu akzeptieren, die wirklich merkwürdig und mysteriös erscheinen. Mit dieser gelassenen, kühnen und ruhigen Figur hat Doyle einen Charakter erschaffen, der sich gleich in die Herzen der Fans brennt. Als Inbegriff eines Gentlemans stellt Holmes eine perfekte Hauptfigur für jede Art von Konfrontation mit Mitmenschen dar.
Die ausgewählten Geschichten sind allesamt schlüssig, logisch und äußerst fesselnd, ich würde also sagen: eine sehr gute Wahl.
Die Sprache ist gespalten. Teils finden sich alltägliche Begriffe, andererseits dann auch wieder eher gehobene Ausdrücke. Auf jeden Fall birgt sie einen gewissen Charme in sich!
Holmes Fans und solche, die es gerne werden wollen, können also bedenkenlos zuschlagen!
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am 10. November 2009
Folgende Sherlock Holms Geschichten finden sich in dieser Ausgabe versammelt:

Ein Skandal in Böhmen
Die Liga der Rotschöpfe
Das gesprenkelte Band
Die Beryll- Krone
Silberstern
Abby Grange

Die Geschichten sind allesamt Klassiker die ich auch schon in meiner Kindheit als Buch verschlungen habe. Diese Kriminalgeschichten ziehen einen auch dann noch in ihren Bann wenn man das Ende schon kennt. Gut erzählt, scharf kombiniert sind Doyles Geschichten allesamt. Besonders gut hat mir die Geschichte der Liega der Rotschöpfe und die Suche nach dem verschwundenen Pferd Silberstern gefallen.

Bewertung der Sprecher:
Mit seiner kultivieren Sprechweise versetzt Friedrich Schönfelder den Zuhörer noch einen Tick mehr in die Zeit des viktorianischen Englands.

Bewertung des Erscheinungsbilds:
Wie die gesamte Höredition der Weltliteratur ist dieses Werk in einer repräsentativen aufklappbaren Hülle aus stabilem Karton verpackt. Das Porträt des Autors ist mit einem dreidimensionalen Verfahren hochwertig aufgedruckt. Die CDs sind praktischer weise einzeln verpackt.

Fazit:
Das Paket stimmt. Zu einem guten Preis bekommt man sehr viele von Doyles Geschichten von einem ausgezeichneten Sprecher vorgetragen.
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am 21. Juli 2012
Inhalt

Dieser Band enthält, verteilt auf 254 Seiten, folgende Geschichten:

1. Das gefleckte Band (The Adventure of the Speckled Band)
2. Der zweite Fleck (The Second Stain)
3. Der Mann mit der Narbe (The Man with the Twisted Lip)
4. Ein Skandal in Böhmen (A Scandal in Bohemia)
5. Der Bund der Rothaarigen (The Red Headed League)
6. Der blaue Karfunkel (The Blue Carbuncle)
7. Der Teufelsfuß (The Devil's Foot)
8. Der Rote Kreis (The Adventure oft he Red Circle)

Die Geschichten sind grundsätzlich nach demselben Muster aufgebaut: Holmes' Adlatus Dr. Watson, der immer als Ich-Erzähler auftritt, berichtet zunächst, unter welchen Umständen Holmes und er in das jeweilige Abenteuer verwickelt wurden und warum er die Geschichte erzählt, obwohl der berühmte Detektiv eigentlich keinen Wert auf Publicity legt.
Bei den Ermittlungen liegt das Hauptaugenmerk auf Holmes' herausragender Beobachtungs- und Kombinationsgabe. Er löst seine Fälle, indem er - oft im Gegensatz zur Polizei - scheinbar belanglose Tatsachen überhaupt bewusst zur Kenntnis nimmt und sie in einen größeren Zusammenhang einordnet.
Im Unterschied zu anderen Krimis lässt Holmes die Täter, nachdem er sie ermittelt hat und sie ein umfassendes Geständnis abgelegt haben, aber gelegentlich laufen. Dies liegt auch daran, dass nicht alle Täter gewöhnliche Kriminelle sind, sondern teilweise für ihre Untaten einen guten Grund hatten.

Beurteilung

Man kann sich gut vorstellen, dass die Kurzgeschichten und Romane Doyles am Ende des 19.Jahrhunderts sehr erfolgreich waren, schließlich beschritten sie literarisches Neuland und schilderten nachvollziehbare und doch über den Horizont des Durchschnittsermittlers hinausgehende Untersuchungstaktiken, in die auch naturwissenschaftliche (z.B. chemische) Erkenntnisse einbezogen wurden.
Die Geschichten sind originell, sollten meiner Meinung nach wegen ihres ähnlichen Aufbaus jedoch nicht zu schnell hintereinander gelesen werden, um Eintönigkeit zu vermeiden. Für den Einschub einer solchen Geschichte jeweils zwischen zwei anderen Büchern gebe ich vor allem denjenigen Lesern eine Empfehlung, die sich nicht an der etwas altmodischen Sprache stören und die an intelligenten Schlussfolgerungen des Detektivs mehr Freude haben als an aufsehenerregenden, bluttriefenden Kriminalfällen. Ich vergebe 3,5 Sterne.
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am 24. September 2011
Hallo,

hier liegt einmal mehr eine Hörbuchproduktion an Sherlock Holmes-Kurzgechichten vor.
Sie ist gut hergestellt, und der Sprecher gibt sich ordentlich Mühe.

Die enthaltenen Gechichten in einer Kurzübersicht:

1. Skandal in Böhmen: Sherlock Holmes soll ein problematisches Foto wiederbeschaffen
2. Der letzte Fall: der Meisterdetektiv "kascht" die Bande seines größten Widersachers, beim
Kampf mit diesem Dr. Moriarty findet er scheinbar selbst den Tod
3. Das leere Haus: Dr. Watson erlebt die Rückkehr Holmes, und dazu die Lösung des
Falles eines ermordeten Adligen
4. Der zweite Fleck: ein wichtiger Brief eines europäischen Herrschers ist verschwunden: Holmes
soll das Papier wiederbeschaffen, um einen möglichen Krieg zu verhindern

Soweit so gut.

Was mich an dem Werk stört, sind folgende Punkte:

- mitunter sind die sprechenden Personen nicht richtig auseinander zu halten, als ob die
Sprechvariabiltät des Vortragenden (sehr) eingeschränkt wäre

- der Sprecher spricht ziemlich dynamisch: von sehr leise bis laut: das ist irritierend, manchmal
sörend

- er setzt ziemlich viel Emotionalität ein, was nicht gerade der "kühlen Distanziertheit" des
Charakters Sherlock Holmes entspricht (auffallend z.B. bei "Der letzte Fall")

- und schließlich ein Kardinalfehler: das englische "you" wird hier mit "Du" übersetzt, so daß
die beiden Protagonisten sich duzen
Obwohl diese Übersetzungsart möglich ist, nutzen die meisten Übersetzer das "Sie",
das wiederum besser zu der vorgenannten "Distanziertheit" Holmes paßt.

Fazit:
an den Inhalten der Geschichten gibt es nichts auszusetzen, sofern man Sherlock Holmes-Fan ist. - Einzig die eigenartige, teilweise unpassende Sprachausführung Peter Weis irritiert und schränkt den Hörgenuß ein.

Ich ziehe die zwar deutlich nüchternere, dafür aber passendere Artikulationsart Daniel Morgenroths vor, z.B. in: Die Sherlock Holmes Box 1 oder auch Das gefleckte Band. CD. . Ein Sherlock Holmes Abenteuer
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am 25. August 2003
Sherlock Holmes dürfte für jeden Krimi-Freund ohnehin ein Muß sein, aber dieses Hörbuch ist mit das Beste, was es zur Zeit mit Sherlock Holmes gibt. Hubertus Gertzen liest den Holmes besser als es die meisten echten Hörspiele schaffen, einfach genial ist allein schon die typische Blasiertheit, mit der er"seinen" Holmes spricht
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am 25. Dezember 2007
Friedrich Schönfelder, bekannter Synchronsprecher von David Niven, Alec Guiness, Reh Harrison u.a., hat (neben Hans Paetsch), die vielleicht bekannteste und angenehmste deutsche Sprecherstimme, die ich kenne. Wenn er spricht, dann ist es eigentlich egal, was er spricht, so schön klingt das. Das er hier allerdings Holmes-Geschichten, in der Haffmansübersetzung (die wohl exakteste überhaupt) vorliest, macht aus diesem Ohrenschmaus eine Genialität ohne Gleichen. Gern würde ich einen Punkt dafür abziehen, dass es davon nicht noch viel, viel mehr gibt. Aber das wäre natürlich unfair; ich freue mich sehr, daß diese Hörbücher es endlich auf die Silberscheibe geschafft haben! Bravo, Herr Schönfelder!
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am 23. Juli 2009
Arthur Ignatius Conan Doyle gilt als der geistige Urheber des hervorragend funktionierenden Detektiv-Duos Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson. Doyle wurde 1859 in Edinburgh geboren und nachdem er eine Jesuitenschule besuchte, studierte er auf Geheiss seines Vaters in seiner Heimatstadt Medizin. Während er eine Arztpraxis in Southsea bei Portsmouth führte, verfasste er erste literarische Werke und veröffentlichte bereits mit 28 Jahren seine erste Geschichte "A Study in Scarlet".

1877 traf dieser im Verlaufe seines Studiums auf den Chirurgen, Kinder- und Militärarzt Joseph Bell. Bell war Professor an der medizinischen Fakultät der Universität von Edinburgh im 19. Jahrhundert. Doyle war scheinbar dermassen beeindruckt von dessen Kombinationsgabe, dass er im Ausarbeiten der Figur von Sherlock Holmes vielerlei Merkmale seines Lehrers miteinbezog. Es ist anzunehmen, dass Bell stark als Identifikations- und Inspirationsfigur für Sherlock Holmes diente.

Arthur Conan Doyle schuf mit der Figur des Sherlock Holmes, der auf eigene Faust gegen die Verbrechen ermittelt und mit seiner hervorragenden Kombinationsgabe aus unscheinbaren Indizien messerscharfe Schlüsse zu ziehen vermag, einen völlig neuen Typ des kriminalistischen Ermittlers. Mit seiner überdurchschnittlichen Intelligenz, seiner exzentrischen und unbürgerlichen Lebensweise, seiner Missachtung von Gesetz und Moral und schliesslich der ironisierenden Einstellung gegenüber Frauen hat er sicherlich einen einzigartigen Status in der Weltliteratur inne. Obwohl sich die obskuren Eigenheiten seines Charakters zu einer genialischen Vielfalt verbinden, ist ihr aber die mentale Verwandtschaft des "Übermenschen" wie ihn Nietzsche prägte sofort anzumerken.

Welcher Faktor ist an den Sherlock Holmes-Geschichten so fesselnd, dass die Figur heute einen mythischen Ruf geniesst und die Erzählungen gegenwärtig viel nachgedruckt und gelesen werden? Zum einen hatte Doyle einen guten Zeitpunkt für seine Figur gefunden, waren im viktorianischen England die staatlichen Polizeiorgane gegen das Verbrechen in der Gesellschaft relativ machtlos. 1837 besassen etwa die Hälfte aller englischen Boroughs eine bezahlte Polizei und erst 1856 wurde sie weiträumig verbindlich. Es war zudem eine Zeit, in welcher die Bevölkerungsdichte stark zunahm. Grosse wirtschaftliche und soziale Veränderungen gingen vonstatten, was auch seine Auswirkungen auf die Menschen zeigte. Die Verbrechensrate stieg an und eine Figur wie die eines hocheffektiv und effizient-arbeitenden Superdetektives hätte man vielerorts gebrauche können.

Wie Conan Doyle die Geschichten geschrieben hatte, ist dafür verantwortlich, dass die Figur bis ins 21. Jahrhundert fortlebt und es den Eindruck vermittelt, dass die Figur tatsächlich existiert haben könnte. Durch die realistischen Schauplätze und die Bezüge auf zeitspezifische Ereignisse erhalten die Werke einen auffallend stark authentischen Zug. Die kulturellen Ideologien -und Handlungsweisen sind in den Geschichten immer erkennbar. Und Doyle`s Sprache ist meist ruhig und spartanisch, er formuliert klar, rational, dem Zeitgeiste der Geschichten und des Charakters entsprechend. Emotionen sind rar, obwohl seine Figuren sicher nicht frei davon sind. Watson ist der sensible, bodenständige und umsorgende Doktor, während der streng rational funktionierende jeglicher Sentimentalität abneigend gegenüberstehende Sherlock Holmes mit dem verborgenen Laster der Kokainsucht geradezu wie ein Pendant seines Freundes zu sein scheint. Dennoch ergänzen sie sich in den Ermittlungen in beispielloser Weise. So fungieren sie grossartig als Identifikationsfiguren, wenn es darum geht, etwas unabhängig von persönlichen Differenzen miteinander zu erarbeiten.

Die hier versammelte Auswahl versucht, einen möglichst repräsentativen Überblick über Conan Doyle`s Sherlock Holmes-Erzählungen zu geben. Von den vier langen Erzählungen enthält sie die bekannteste, "The Hound of the Baskervilles". Von den 56 kürzeren deren sechs. Sie finden sich in einer Liste der zwölf besten, die Conan Doyle selbst 1927 für die Leser einer Tageszeitung zusammenstellte. Viel zu verdanken hat der Erfolg dieser Geschichten dem "The Strand Magazine", in welchem sie damals erschienen und dabei von Sidney E. Paget illustriert wurden. Seine Zeichnungen tragen durch ihre eindrucksvolle Prägnanz massgeblich zum Umriss und der Vorstellung des Meisterdetektives bei und beherrschen es vorzüglich, den Lokalkolorit festzuhalten.

Nachdem Holmes in der erste Geschichte "Ein Skandal in Böhmen" auf seiner Meinung nach gewitzteste Gegnerin trifft, begegnet er in "Der letzte Fall" seinem gefährlichsten Gegner. Bis es am Schluss des Buches zum grossen Spannungs-Ereignis des Buches kommt: Der Hund von Baskerville. Hier schafft es Doyle gekonnt, die düsterliche, ominöse Atmosphäre des Moores fesselnd einzufangen. Das erreicht er erstens dadurch, dass er mehrere exzentrische Personen auf dem Schauplatz agieren lässt und Details über ihr Motiv und Tun lange im Unbekannten bleiben lässt. Zum anderen sind es die Legenden und Gerüchte, die er in den Schauplatz miteinbringt, was für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt. Dass die Menschen dem Moor stets mit vorsichtigem Respekt und einer gewissen dunklen Faszination gegenüberstehen, macht das Moor an sich schon zu einem spannenden Handlungsort.

Fazit: Dieser wirklich grossartige Querschnitt durch die Abenteuer des Meisterdetektives versammelt einige der grössten Herausforderungen für Sherlock Holmes und man lernt hier seine grössten Gegner kennen. Mit "Der Hund von Baskerville" das am Schluss auf den Leser wartet, ist diese Auswahl ein Muss für Sherlock Holmes-Liebhaber.
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