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am 11. April 2010
Veratzstücken gleich arbeitet man sich in einem Roman vor, bei dem es um Sex, Verführung und Missbrauch geht.
Die derzeitigen Missbrauchsdebatten in unseren Medien könnten dem Roman Vorschub leisten. Doch ist die Definition hier eindeutig? Geht es um Missbrauch oder Verführung?
Victoria, eine siebzehnjährige Oberschülerin, hat sich mit ihrem Musiklehrer eingelassen. Sie scheint damit allen Mitschülerinnen der High School namens Abbey Grange und ihrer Schwester Isolde etwas voraus zu haben: Sex!
Neugierig, verschämt und abenteuerlustig bestaunen diese die Geschichte mit viel Geflüster und wohl auch Neid und Argwohn von außen.

In einem zweiten Erzählstrang geht es um eine Schauspielschule und deren Eleven. Studenten mit dem Protagonisten Stanley an der Spitze bemühen sich darum, an der Schule überhaupt angenommen zu werden. In fast surrealen Szenen wechseln Gespräche über Sinn oder Unsinn von schauspielerischer Darstellung und realem Leben.

Eleanor Catton bemüht eine fragmentarische Erzählweise. So sind die Kapitel mit Wochentagen oder Monatsnamen überschrieben, was den zeitlichen Rahmen vage hält, und man sieht sich mit immer neuen Figuren konfrontiert: Mütter, die in ihren Töchtern eigene Wünsche realisieren wollen; eine namenlose Saxofonlehrerin, die sehr bestimmend allen falschen Ehrgeiz zu durchschauen meint und gleichzeitig die Fäden zieht, mit denen sie die Schülerinnen zu manipulieren versucht. Instrumente werden zu erotischen Objekten, an denen sich Sehnsüchte nach körperlicher Berührung manifestieren. Zuletzt verschwimmt ein extraordinäres Theaterstück, das die Affäre zwischen Victoria und ihrem Lehrer Mr. Saladin zum Thema hat, mit der realen Welt der Mitspieler, und die gesamte Erzählung gleicht einer Bühne mit darin agierenden Schauspielern.
Kompliziert und schwer eingängig erscheinen diese Versatzstücke einer Erzählung, in der es letztendlich um die Pubertät mit ihren Reifeschwierigkeiten geht. Jeder erlebt sie anders, jeder und jede hat andere Vorstellungen, und die Sehnsüchte nach Vollendung und Erfüllung sehen vermeintlich doch immer gleich aus.
Eleanor Catton war selber noch mitten in ihrer Reifezeit, als sie mit 22 Jahren diesen Roman schrieb. Ausgezeichnet mit anerkannten Literaturpreisen wird der Roman auf dem Einband als"die Zukunft des Romans" 'gefeiert. Wenngleich man den Eindruck gewinnt, dass hier jemand mit Sprache und Inhalten in ungewöhnlicher Weise jongliert, kann ich mich diesem Fazit nicht anschließen.
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am 3. August 2016
Mit diesem Roman zeigt Eleanor Catton erneut, wie meisterhaft sie die Verwebung der Figuren beherrscht. Alles ist verbunden – jede Aussage, jede Situation steht im Zusammenhang. Werden die Leserin und der Leser am Anfang in das Geschehen geworfen, findet man sich schnell ein und verfolgt anschließend mit großem Interesse den verschiedenen Handlungssträngen, die immer wieder zueinander führen. Im Vordergrund stehen die High-School-Schülerin (und die kleine Schwester Victorias) Isolde und der Theaterstudent Stanley, die beide in ihrer Selbstständigkeit und in ihrer Sexualität „erwachen“. Die knallhart ehrlichen Figuren, die scheinbar längst erwacht sind – die Saxofonlehrerin, der Bewegungsleiter etc. – bleiben namenlos. Sie ziehen oftmals im Hintergrund die Fäden und manipulieren die Schüler, wie es ihnen beliebt, wodurch sie nicht unbedingt zu Sympathieträgern werden.

Der Handlungsort Schule wird zum Theater. Die Figuren werden in ihrer Pubertät zu Rollen, die sie in der Gruppe ausleben müssen – jeder hat seinen Platz. Versucht Stanley sich als Schauspieler zu beweisen, ist es bei Isolde der Kampf mit den eigenen Gefühlen, die immer im Schatten ihrer Schwester stehen. Wen kann man sich anvertrauen? Wen seine wahren Gefühle offenbaren, ohne, dass diese benutzt werden? Catton gelingt eine fabelhafte Erzählweise, die mit zeitlichen Ebenen spielt und in der man sich nie richtig sicher sein kann, wo man eigentlich gerade steht.

Fazit: Catton hat mich mit der Neuauflage ihres ersten Romans nach „Die Gestirne“ erneut überzeugt. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und bin gespannt, was die Autorin als nächstes veröffentlichen wird.
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Der Verlag hat einen guten Riecher bewiesen, dieses Buch gerade jetzt zu veröffentlichen. Im Debütroman der begnadeten Erzählerin Eleanor Catton streift der Leser ständig um das Thema Missbrauch oder Affäre zwischen Musiklehrer und Schülerin.

Die Affäre selbst -vielleicht ist es doch kein Missbrauch- wird zwar nicht beschrieben, dafür aber die Folgen für Mädchen und Lehrer. Die Idee die Affäre selbst nicht zu beschreiben finde ich als Leser grandios. Die Unsicherheiten und Ängste bei Lehrer und Schülerin danach bekommen einen ganz anderen Stellenwert und die zu bewältigende Dimensionen werden viel deutlicher.

Dieser Roman nimmt manchmal an Tempo zu und dann plötzlich nimmt die Autorin ihren Fuß wieder vom Gas, lässt ihrer Fantasie freien Lauf. Die einzelnen Kapitel im Buch überschreibt sie mit Wochen - und Monatsnamen.

Dieses Buch fällt aus dem Rahmen. Der Roman der von Macht und Sex, Verführung und Moral spricht weist deutlich in die Zukunft unserer Gesellschaft.
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am 28. Februar 2015
Eleanor Catton hat einen eigenartigen Stil, den einzuordnen mir nicht leicht fällt. Sie kann einem mit großen Metaphern und starken Momenten das Lesenlesen-Gefühl geben wie es bei - für mich - großen Schriftstellern geschieht. Aber sie kann einen auch um den Verstand bringen, wenn sie wie bei "Luminaries" nach 600 englischen Seiten Hauptpersonen verliert oder aufgibt. Ähnlich ist es auch bei DAdE: Hauptpersonen und Plot sind merkwürdigen Wechseln ausgeliefert. Setzt EC auf Prozesse, spielt sie mit dem Leser und seinem Verständnis von Story-Telling, oder hat sie zu hoch gepokert und kann die angerührte Geschichte am Ende nicht mehr beherrschen? Mir ist es nicht klar und ich will mir kein einfaches Urteil erlauben. "Luminaries" hat mich streckenweise sehr fasziniert und wegen dieser Strecken habe ich das Leseerlebnis gemocht. Die "Anatonmie des Erwachens" funktioniert ähnlich, mit vielen Passagen und Perspektivwechseln, die sich am Ende nicht unbedingt fügen und zu einem ganzen Bild auffüllen - es hat mich wieder "nur" streckenweise fasziniert. Eine Autorin, von der ich noch etwas lesen will.
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am 18. April 2017
Wenn ich ein Buch lese, will ich unterhalten werden. Leider hat mich das erste Kapitel schon so frustriert, dass diese Werk wohl ungelesen in meinem Regal verstauben wird.
Die Sätze sind sehr verschachtelt und extrem lang. Die Story ist als solches nicht zu durchblicken. Die Schreibweise der Autorin berührt mich nicht. Ich hatte das Gefühl, sie will dem Leser vermitteln, dass sie etwas ganz besonderes ist. ZB wird in einem der kurzen Kapitel beschrieben, wie sich Musikschülerinnen ein Bild ansehen... Es wirkt zwanghaft. Ist nicht flüssig zu lesen und ich habe Geld für dieses Buch verschwendet - meine Zeit zum Glück nicht.
Leider ein Fehlkauf...
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