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"Halt! Tragödien am Eisernen Vorhang" ist das (Teil-)Ergebnis eines wissenschaftlichen Projektes, bei dem Forscher aus vier Instituten aus Österreich, dem heutigen Tschechien und der heutigen Slowakei zusammengearbeitet haben. Das Buch schildert in erster Linie die Lage am sogenannten "Eisernen Vorhang" zwischen Österreich und der CSR Ende der 40er-, Anfang der 50er-Jahre.
Vergegenwärtigen wir uns die damalige Situation: 453 km lang war die Staatsgrenze zwischen der CSR (so die damalige offizielle Bezeichnung) und Österreich. Dabei muss man allerdings bedenken, dass, wer aus der CSR flüchten wollte, erst wieder in der russisch besetzten Zone Österreichs landete. Und wenn er Pech hatte, lief er einem Gendarmen oder Grenzbeamten in die Arme, der überzeugter Kommunist war. Was das in den Zeiten des Stalinismus bedeutete, kann sich jeder vorstellen.
Der 1. Abschnitt des Buches ist sozusagen ein "theoretischer Teil". Hier wird näher auf die Geschichte des Eisernen Vorhanges und auf die Hauptakteure - neben den Flüchtlingen - eingegangen ("Agenten, Spione, Schlepper"). Die Zahlen und Fakten, die die Forscher zutage förderten, sind wahrlich erschreckend: An der österreichisch-tschechischen Grenze starben mehr Menschen (meist im Kugelhagel) als an der Berliner Mauer; bis 1984 starben insgesamt am Eisernen Vorhang zwischen der CS(S)R und Deutschland/Österreich 390 Zivilsten und 648 Soldaten und Grenzbeamte.
Im 2. Teil des Buches werden einige Schicksale vorgestellt; der staatliche (stalinistische) Terror bekommt ein Gesicht. Die wenigen Beispiele sind erschütternd genug: Am 8. Dezember 1952 etwa werden an der slowakisch/österreichischen Grenze bei Kittsee 10 von 19 Flüchtlingen kaltblütig erschossen. Makabrer Höhepunkt dieser Tragödie: Ein toter(!) Flüchtling wird angeklagt, "durch seine Flucht ein Verbrechen gegen den Staat Tschechoslowakei begangen zu haben." Zynischer geht es wohl nicht mehr!
Ein 2., ebenfalls besonders tragischer Fall: Zwei Männer werden beim Fischen an einem Grenzbach erschossen. Erst 53(!) Jahre nach dieser Tat erfahren die (noch lebenden) Angehörigen vom Tod von Karl Benedikt und Ernst Wawra.
Und dass an dieser Grenze diverse Geheimdienste - vor allem bis 1955 - "ihr Süppchen kochten", kann sich jeder vorstellen. Besonders eifrig (und gefährlich): der CS(S)R-Geheimdienst. Österreich blieb eben bis 1955 "bevormundet"!
Ein ganz, ganz wichtiges Buch, das die Opfer aus ihrer Anonymität heraustreten lässt, denn viele dieser Opfer wurden anonym auf irgendeinem Friedhof verscharrt!
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am 10. Januar 2014
Habe den Titel aus Neugierde am Thema gewählt. Es gab immer wieder Gerüchte,
über Grenzverletzungen und so waren meine Ausflüge als Kind- trotz Verbot immer
Die Wachtürme der Tschechen.
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