find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Storyteller AlexaundMusic AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
16
4,1 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:22,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 25. April 2008
Das ist schon einmalig: Da erscheinen auf dem deutschen Sachbuchmarkt der letzten Jahrzehnte mehr als ein Dutzend Bücher mit genau dem selben Titel "Die Freimaurer". Wer dann noch viele davon gelesen und die anderen durchblättert hat, verspürt eigentlich keinen Reiz oder Anlaß mehr, das vorliegende Buch auch nur in die Hand zu nehmen. Aber allen denjenigen, die jetzt die Qual der Wahl haben, welches der vielen verschiedenen Bücher gleichen Titels sie lesen sollten, kann gesagt werden: Hier ist der Testsieger!

Der Unterschied zu den Namensvettern liegt in der Teamarbeit von 18 ungenannten Mitautoren. Jeder Einzelautor über diese global operierende Organisation aus mehreren hundert selbstständigen Großlogen läßt sich zwangsläufig durch persönliche Eindrücke oder Wunschvorstellungen leiten.

Hier liegt stattdessen eine ausgewogene Gemeinschaftsarbeit vor, die weder beweihräuchert noch verurteilt und dennoch kritische Töne nicht unterdrückt. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, daß sich dieser "österreichische Weg" und die geschilderten Standpunkte zum Teil stark von den Großlogen in anderen Ländern unterscheidet.

Vielleicht hätte diese Tatsache noch stärker herausgearbeitet werden sollen im Hinblick auf die freimaurerischen Hauptblöcke USA und England mit ihrem Hang zu Charity, vereinnamt vom vorherrschenden kirchlichen Protestantismus ihrer Länder bzw. Bevölkerung.

Besonders gut ist auch die Konzentration auf die gegenwärtige Situation der Freimaurer. Die meisten namensgleichen Bücher befassen sich zu ausführlich mit geschichtlichen Details und basieren dabei auf den Sprachregelungen der ersten englischen Großmeister. Das macht sie durch moderne historisch-kritische Forschung angreifbar.

Wer sich ein schlüssiges Bild über die Freimaurer von heute machen will, ist mit diesem Bande, herausgegeben vom derzeitigen Großmeister der erfolgreichen Freimaurer von Österreich wirklich gut bedient.
0Kommentar| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Nachdem er 2005 bereits für das Buch "Mächtig - Männlich - Myteriös: Geheimbünde in Österreich" als Vertreter der österreichischen Freimaurerei interviewt und in seiner Amtszeit als Großmeister der Großloge Österreich engagiert für eine Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit der österreichischen Freimaurerei eintrat war es kein Wunder dass sich Michael Kraus 2007 als Herausgeber für die erste Auflage von "Die Freimaurer" gewinnen ließ. Wie schon Boberski, Gnaiger, Haidinger, Schaller und Weichingers Bestseller über Geheimbünde in Österreich (das 2010 vom Haymon Verlag neu aufgelegt wurde) sorgte der Erfolg von "Die Freimaurer" dafür dass das Buch ebenfalls zwischenzeitlich vergriffen wurde. 2011 wurde der Bestseller nun in leicht überarbeiteter Fassung wieder neu aufgelegt. Bis auf ein neues Vorwort und kleine Anpassungen (mittlerweile hat sich ja auch Thrillerautor Dan Brown dem Thema Freimaurer angenommen) konnte die Substanz früher Auflagen bewahrt werden.

Im Gegensatz zur Überalterung der Logen anderer Länder hat die Freimaurerei in Österreich nicht mit Nachwuchssorgen zu kämpfen und hat sich eine beachtliche Dynamik erhalten. Diese Offenheit einer ansonsten geschlossenen Gesellschaft findet auch in "Die Freimaurer" ihren Widerhall. 18 Autoren haben am Buch mitgewirkt und zu den unterschiedlichsten Themen ihre Expertise und ihren ganz persönlichen Stil einfließen lassen, allerdings namentlich nicht genannt, denn nicht der einzelne Freimaurer sondern die Organisation, ihre Geschichte und Kultur sollen im Mittelpunkt stehen. Michael Kraus "Die Freimaurer" versteht sich jedoch nicht als Lexikon oder sehr grundlegende Einführung, sondern als eine Art Aufsatzsammlung die interessierten (zumindest etwas vorgebildeten) Lesern Innenansichten zu vermitteln versucht. Kurz gesagt, Freimaurer erklären was die Anliegen moderner Freimaurern eigentlich sind.

Wichtig zu erwähnen ist übrigens dass sich Kraus "Die Freimaurer" vor allem in den geschichtlichen Exkursen auf die Rolle der österreichischen Freimaurerei konzentriert, wenn auch die ebenfalls vorgestellten Prinzipien und Ideale universell sind. Wie zu erwarten beschäftigen sich die Autoren übrigens auch mit einigen populären Mythen und Irrtümern in Sachen Freimaurerei, die fundiert widerlegt werden können. "Die Freimaurer" ist weder Weißbuch noch militante Gegendarstellung, sondern schlicht ein interessanter Blick hinter die Kulissen für interessierte Laien, gelungene Öffentlichkeitsarbeit eben.

Im Standardwerk über österreichische Geheimbünde "Mächtig Männlich Mysteriös" wurde der Großmeister der österreichischen Großloge, Dr. Michael Kraus, bereits interviewt und brachte etwas Licht in das Dunkel, das die Freimaurer auch am Beginn des 21. Jahrhunderts für so manchen noch immer darstellen. Umso interessanter ist es, dass die Freimaurer Österreichs mit diesem Buch endlich selbst zu Wort kommen und sich einem interessierten Publikum vorstellen können.

[Diese Rezension basiert auf einem kostenfreien Rezensionsexemplar]
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. April 2010
"Die Freimaurer", zusammengestellt von Michael Kraus, handelt in erster Linie nicht über die Rituale und den Aufbau der Freimaurerei, sondern darüber warum bestimmte Regeln so festgelegt sind, wie sie sind. Dabei werden Fragen geklärt wie zum Beispiel: Wie steht die Freimaurerei zu Religion und Frauen? und Warum ist es für die Freimaurer so wichtig verschwiegen zu sein? Diese Fragen werden in vielen verschiedenen Kapiteln geklärt, die alle von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden......
Es war sehr interessant dieses Buch zu lesen, da es keinen "trockenen" Inhalt hatte, sondern sehr anspruchsvoll war und sich auch mit interessanten Themen wie Humanität beschäftigte. Allerdings fiel es mir durch die anspruchsvolle Sprache manchmal etwas schwer dem Inhalt als 16-jährige zu folgen. Auch, dass die Kapitel von unterschiedlichen Autoren stammten, machten es mir etwas schwer, aber trotz allem ist es ein tolles Buch für alle, die sich mit dem Thema Freimaurerei beschäftigen. Sehr gute drei Sterne von mir!
22 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Goethe war übrigens Freimaurer und Mozart ebenfalls.

Dr. Michael Kraus ist der Großmeister der Großloge von Österreich. Seit 27 Jahren gehört er den Freimaurern an. Er ist der Herausgeber dieses Buches, in dem erklärt wird, was man unter so genannten Freimaurern, auch unter deren Logen zu verstehen hat, seit wann es das Freimaurertum gibt, welches Menschenbild man dort präferiert und welche Werte im Vordergrund stehen.

Gleich zu Beginn wird verdeutlicht, dass Personen, die in die Loge kommen und primär dort die Geselligkeit suchen, fehl am Platz sind. Erwartet wird Logenarbeit. Wie diese aussieht wird auch aufgezeigt. Die Freimaurerei ist kein philosophisches System, sondern ein humanes Verhaltensmuster für die menschliche Gesellschaft, das freimauerische Menschenbild dabei grundsätzlich verbindend, integrierend und ausgleichend angelegt. Eng mit dem freimaurerischen Menschenbild verbunden ist die Idee der Humanität, in der Sprache der Freimaurerei "allgemeine Menschenliebe" genannt. Humanität soll der Freimaurer in der Loge und im profanen Leben erleben, indem er sich als Mensch unter Menschen zu begreifen versteht und von dem, was er an sich selbst erfährt, auf die Menschheit schließt.

Die Humanität beginnt beim Freimaurer mit der Erkenntnis seiner eigenen Leidenschaften, Wünsche und Sinnfragen. Sie wird grundsätzlich bestimmt von der Idee, dass der Mensch besserungsfähig ist, als von einer genauen Kenntnis des Guten. Es werden Gedankenverbindungen zwischen Freimaurerei und Aufklärung aufgezeigt und es wird der Aufklärungsbegriff definiert, um schließlich auf das eigentliche Ziel der Freimaurer abzustellen: Alle Freimaurer sollen gleichsam an einem Werk- dem Haus für alle Menschen- arbeiten, das nie einen Abschluss findet. In der Diktion der Freimaurer ist das die (Wieder)-Errichtung des "Tempels Salomonis", also die nie endende Arbeit an einer Aufenthaltsstätte, die allen Menschen wohnlich ist und bei dem das Ganze und seine Teile im harmonischen Einklang stehen.

Toleranz ist der Grundwert der Freimaurer. Er bedeutet die Bejahung von Humanität, Freiheit und Gleichheit. Gradmesser für die Freiheit und Toleranz in der Gesellschaft ist, so der Autor, häufig wie man mit Freimaurern umgeht. Nicht selten wurden diese in der Geschichte verboten oder gar verfolgt. In der Folge wird wird von den Pflichten der Freimaurer gesprochen, die sich auf das Streben nach Wahrheit, Toleranz, Brüderlichkeit und die Achtung der bürgerlichen und maurerischen Gesetze sowie auf die Verschwiegenheit beziehen. Ferner sind für ihn die Dombauhütten als gedanklicher Ursprung der Freimaurerei ein Thema . Rituale und Symbole der Freimaurer werden näher erläutert und es wird dargelegt, was man unter einem "Baustück" zu verstehen hat. Auf Fotos in der Mitte des Buches darf man u.a. den "rauhen Stein", Symbol eines unvollkommenen Menschen, verschiedene Tapise, die "Großen Lichter" der Freimaurerei samt Schwert, dem Zeichen des Großmeisters, wie auch die Gegenstände der "Schwarzen Kammer" betrachten. Auch wird angesprochen, wie die Freimaurerei zur Religion, zur Politik und zu wirtschaftlichen Aspekten, wie etwa zur Globalisierung und zum Neoliberalismus steht.

Ein spezielles Kapitel ist der Entwicklung der Freimaurerei in Österreich gewidmet, um schließlich zu verschiedenen Missverständnissen und zum Missbrauch in der Freimaurerei Stellung zu nehmen. Aufgeräumt wird mit der Idee der freimaurerischen Weltverschwörung, Stellung genommen wird zu Templern, Illuminaten und Rosenkreuzern. Man liest von Schwindlern, Gauklern und Skandalen in vergangenen Zeiten, so auch über die Machenschaften des Grafen von Cagliostro und verdeutlicht wird nochmals, dass die Grundideen der Freimaurer immer die Ideale der Humanität, Toleranz, kosmopolitische Ausrichtung und Brüderlichkeit waren und es heute noch sind.

Es wird nicht verschwiegen, dass in der regulären Freimaurerei keine Frauen zugelassen sind. Begründet wird diese Tatsache historisch und es wird unterstrichen, dass dies nichts mit Frauenfeindlichkeit oder Geringschätzung der Frauen zu tun hat.

Ich selbst habe - trotz des Ausschlusses von Frauen - kein Problem mit diesem Männerbund, da dessen Zielsetzungen positiv und alles andere als rückwärtgewandt zu sein scheint. Die fortschrittlichen Freimaurer werden in ihrem "Tempel Salomonis" sicher ein schönes Plätzchen für uns Frauen bereithalten. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Empfehlenswert.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. März 2017
Ich hab versehenlich icht das Buch gekauft sondern für eBook. Leider kann ich da nichtrs mit anfangen. Es gibt auch keine Mögelung dies irgendwie auszutauschen. Schwach!!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
'Aus erster Hand: Was bedeutet Freimaurerei heute?' Zusatz ' Spannend ' steht auf der Rückseite des Buches. Spannend wird es nicht und die Antwort auf die Frage erhält der Leser nur teilweise.

Wer nun meint, er erführe in diesem Buch etwas über den Ablauf der Zusammenkünfte der Freimaurer, über die Inhalte ihrer Zeremonien oder über eine (mögliche) Verflechtung in Kultur, Politik oder Wirtschaft, der wird ordentlich enttäuscht werden. 'Verschwiegenheitspflicht' ist das grundlegende Motto dieses Buches. Geschrieben werden nur allgemeine Dinge, wie die geschichtliche Entwicklung, die mittelalterliche Bauhütten, Humanismus als Grundprinzip oder Toleranz als Grundwert.

Die sechs Kapitel - ein ideales Modell, Wesen und Werte, Freimaurer und Loge, Positionen, Fakten sowie die Weltmaurerei - geben schon Information über das grundsätzliche Wesen der Freimaurerei. Aber überall dort, wo es nun wirklich interessant wäre, etwas zu erfahren, verweisen die Autoren (auch die werden nicht genannt, Kraus ist nur der Herausgeber) auf ihre Verschwiegenheitspflicht. Die Autoren philosophieren aber gerne.

Vielleicht ist es auch nur die Langatmigkeit vieler Kapitel, die manchmal sehr ausgeschmückte Beschreibung von im Grunde schnell erklärten Dingen, die mir dieses Buch fade erscheinen ließen. Nehmen wir uns das Kapitel 'Rituale und Symbole' heraus: etwas länger als drei Seiten, 'unter einem Ritual versteht man einen feierlichen Handlungsablauf nach genau festgelegten Regeln'' die aber nicht weiter erläutert werden; 'Symbole sind sinnlich wahrnehmbare, äußere Zeichen für Ideen oder Vorstellungen' und weiter ''Alles kann, aber nichts muss Symbol sein'.

Freimaurer sollen nicht öffentlich zu Vorwürfen Stellung nehmen und daher haftet ihnen so viel Geheimnisvolles an. Dieses Buch lüftet keines ihrer Geheimnisse, wenn denn da überhaupt welche sind. Auch das lassen die Autoren offen. Eben, weil doch alles der Verschwiegenheitspflicht unterliegt.
11 Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. August 2011
Michael Kraus gibt hier ein Werk mit zahlreichen Beiträgen verschiedener Freimaurer heraus. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Mit Vorurteilen wird aufgeräumt, die Hierarchie innerhalb des Bundes wird erklärt und letztlich kommen natürlich auch Erläuterungen bezüglich der Sinnhaftigkeit und Motivation der Freimaurerei zur Sprache.

Schon die Schreibweise lässt erkennen, dass sich das Buch eher an intellektuell orientierte LeserInnen wendet. Dieses Element ist - obwohl im Buch so nicht direkt angeführt - wohl auch ein wesentliches Kriterium der Freimaurerei schlechthin, so zielt das Buch sehr direkt auf den Geist der/des Lesenden, es vermag aber nur selten das Herz zu berühren. Obgleich viel von Brüderlichkeit, Toleranz und Akzeptanz die Rede ist, wirkt das Buch oftmals wie ein philosophisches Universitätsskriptum. Die Kopflastigkeit entströmt dem Buch aus jeder Seite, so bleibt das Gefühl leider meist auf der Strecke.

Die Illustrationen in der Mitte des Buches sind eine Bereicherung und durchaus interessant. Viele davon stellen einen Bezug zum geschichtlichen Kontext der Freimaurerei her. Natürlich wird auch auf das Freimaurer-Museum im Waldviertel verwiesen, welches ja durchaus sehenswert ist.

Fazit:
Ein gelungenes Buch, das den Interessierten einen etwas tieferen Einblick in die Freimaurerei gewährt.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juli 2010
Ein wenig zu unbemerkt kam der fast schon Klassiker auch als Hörbuch heraus: hervorragend interpretiert vom erfahrenen Radiosprecher Wolfgang Riemerschmidt. Mir kommt vor, der Text wirkt dadurch eindringlicher als beim Lesen. Das Buch selbst wird übrigens bei Amazon sehr gut bewertet. Ein deutscher Rezensent schreibt (gekürzt): 'Das ist schon einmalig. Dutzende Bücher erschienen mit genau demselben Titel. Man verspürt keinen Reiz mehr, das vorliegende Buch auch nur in die Hand zu nehmen. Aber nach dem Lesen muss ich sagen: Hier ist der Testsieger! Der Unterschied liegt in der Teamarbeit von 18 ungenannten Mitautoren. Dieses Buch ist eine ausgewogene Gemeinschaftsarbeit, die weder beweihräuchert noch verurteilt und dennoch kritische Töne nicht unterdrückt. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass sich der 'österreichische Weg' zum Teil stark von anderen Ländern unterscheidet.' Gratulation! Die wenigen Schlechtbewertungen meinen übrigens nicht das Buch sondern die Freimaurerei an sich.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. August 2015
Dieses Buch erklärt die Geschichte von den österreichischen Freimauern. Sehr interessant doch das spannende fängt erst in der Mitte des Buchs.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Im Standardwerk über österreichische Geheimbünde "Mächtig Männlich Mysteriös" wurde der Großmeister der österreichischen Großloge, Dr. Michael Kraus, bereits interviewt und brachte etwas Licht in das Dunkel, das die Freimaurer auch am Beginn des 21. Jahrhunderts für so manchen noch immer darstellen. Umso interessanter ist es, dass die Freimaurer Österreichs mit diesem Buch endlich selbst zu Wort kommen und sich einem interessierten Publikum vorstellen können.

Bereits im Vorwort soll jedoch klargestellt werden, dass "Die Freimaurer" nicht für eine breite Öffentlichkeit geschrieben wurde, da diese nicht anspruchsvoll und qualifiziert genug für ein vorurteilfreies Verständnis sein soll, deshalb sollen vor allem engagierte und interessierte Leser angesprochen werden, die sich, so hoffen die Autoren, auch für das freimaurerische Gedankengut aufgeschlossen sind. Dabei ist die Geheimhaltung der Mitgliedschaft eigentlich ein integraler Bestandteil und so erfährt man außer vom Großmeister selbst nichts über die daran beteiligten Co-Autoren, welche die einzelnen Kapitel verfasst haben. Denn eines ist den Freimaurern sehr wichtig, nämlich ernst genommen zu werden und dafür nimmt man die Verschwörungstheorien gerne in Kauf, um einer Banalisierung vorzubeugen.

Dabei erfährt man so einiges über die Ideale und Ziele der Freimaurer, welche fern von jeglichen Verschwörungstheorien gelagert sind. Im Gegenteil, die Persönlichkeitsnetwicklung der einzelnen Mitglieder steht im Vordergrund und unter Berufung auf Humanismus und Aufklärung, sowie die UN-Menschenrechte versucht man sich daran Utopien zu verwirklichen. Ob diese auch verwirklicht werden können, erforscht man jedoch auch in den Logen, wo eine vertraute Offenheit unter Brüdern herrscht. Neben dieser Darstellung des Lebens in einer Loge und den allgemeinen Zielen der Freimaurerei wird jedoch auch ein kurzer Blick auf Themenbereiche wie Freimaurer und Politik oder auch Freimaurer und Religion geworfen, wobei dieser auch kurz in die Vergangenheit gerichtet ist und die Geschichte der österreichischen Freimaurer (darunter auch Mozart) vom 18. Jahrhundert an über Ständestaat und Nazi-Diktatur, mit einer langjährigen Unterdrückung durch Kaiser Franz II. im 19. Jahrhundert. Auch die letzten Jahrzehnte und die Mithilfe beim Wiederaufbau von Logen auf dem Gebiet des ehemaligen Ost-Blocks werden nicht ausgespart, ebenso wie den Dialog mit dem berühmten Kardinal Franz König.

Wer also ein Aufklärungsbüchlein über Riten und Bräuche der Freimaurer erwartet wird herb enttäuscht sein, ebenso wie Leser die sich ein sehr allgemein formuliertes Werk gewünscht haben, denn "Die Freimaurer" von Michael Kraus kann zwar durchaus auch über die allgemeinen Prinzipien der Freimaurerei und Verhältnisse in den Logen Auskunft geben, doch ist das Buch ansonsten eher auf Österreich zugeschnitten. Ganz im Sinne moderner Öffentlichkeitsarbeit ist es ein überaus anregendes Werk, das hoffentlich zu einem besseren Verständnis der Freimaurerei beitragen kann, indem es wichtige Einblicke gewährt. Mit knapp 165 Seiten samt Stichwortverzeichnis wird auch klar was mit dem Bezug auf "interessierten und engagierten" Leser gemeint war, denn in Anbetracht des momentanen Preises ist das ein sehr geschickt kalkuliertes Preis-Leistungsverhältnis.

Fazit:
Ein interessanter und lohnenswerter Blick hinter den Mythos Freimaurerei!
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden