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TOP 500 REZENSENTam 27. April 2017
Madama Bovary ist wohl Gustav Flauberts berühmtester Roman und erzählt auf rund 450 Seiten recht realitätsnah die Geschichte sowie den Untergang einer jungen Frau, die - enttäuscht vom für ihren Geschmack zu wenig glanzvollen Leben als Frau eines bodenständigen Landarztes, vergeblich versucht, durch Affären ihre Glück zu finden.

Das Buch besticht durch klar gezeichnete Figuren, eindrucksvolle Beschreibungen und Flauberts ausgeprägte Liebe zu Details, die es leicht macht, auch heute noch in die Welt des 19. Jahrhunderts einzutauchen. Nach dem Erstabdruck des Romans 1856 in einer Zeitschrift wurde Flaubert sowohl wegen dem "Verstoß gegen die guten Sitten" als auch wegen Verherrlichung des Ehebruchs angeklagt.

Bei der hier vorliegenden Ausgabe handelt es sich um aktualisierte Fassung der klassischen Übersetzung von Arthur Schurig. Der Fokus liegt auf sprachlicher Annäherung an das Original, der Roman zeichnet ein insgesamt lebendiges, ausdrucksstarkes Bild der damaligen Zeit. Trotz gelegentlicher Längen lohnt es sich, das Buch zu lesen.
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am 26. März 2017
Gustave Flaubert ist einer der genialsten Autoren seiner Zeit, dessen Genialität und Komplexität sich auch in diesem Buch widerspiegelt. Es ist auf französisch und liest sich teilweise etwas zäh, da es keine eigentliche Handlung gibt. Setzt man sich jedoch tiefgründiger mit dem Roman auseinander, entdeckt man die vielen Parallelen und versteht die Kunstgriffe des Autors, der versucht, das Abbild der damaligen Gesellschaft zu porträtieren. Absolut lesenswert, Pflichtlektüre für Literaturwissenschaftler der Romanistik!
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am 17. August 2014
Ein Klassiker in schöner Aufmachung. Da kann man für den Preis wirklich nicht meckern. Liest sich schnell runter und macht sich schön im Regal :)
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Sehr gut verarbeitet, ich finde es hat ein schönes Cover und die Seiten sind angenehm griffig und nicht zu dünn wie es oft bei dicken Büchern der Fall ist. Kann es jedem nur empfehlen. Unglaublicher Preis!
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am 20. Februar 2015
ein interressantes Buch, das ueber eine Frau, die hoffnungslos nach der grosse Liebe sucht und trotzdem scheitert und trotzdem alles verliert.

Sandra
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am 5. Dezember 2016
Gewohnter Klassiker (was Buch selbst und Vertrieb angeht) und sollte nicht nur im schulischen Bereich dazu gehören. Vor Jahren in der Schule gelesen, vor kurzem erneut
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am 31. Mai 2014
„Wenn es irgendwo auf Erden ein Wesen gab, stark und schön und tapfer, begeisterungsfähig und liebeserfahren zugleich, mit einem Dichterherzen und einem Engelskörper, ein Schwärmer und Sänger, warum war sie ihm nicht zufällig begegnet? Ach, weil das eine Unmöglichkeit ist! Weil es vergeblich ist, ihn zu suchen! Weil alles Lug und Trug ist! Jedes Lächeln verbirgt immer nur das Gähnen der Langeweile, jede Freude einen Fluch, jeder Genuß den Ekel, der ihm unvermeidlich folgt! Die heißesten Küsse hinterlassen dem Menschen nichts als die unstillbare Begierde nach der Wollust der Götter!“

Der Klappentext weiß zu berichten, dass der Roman nach seinem Erscheinen einen Skandal verursachte. Der Grund dafür hat sich mir nicht erschlossen.

Das Buch erzählt die Geschichte von Emma, die Zeit ihres Lebens auf ihren Märchenprinzen wartet. Die sich todunglücklich wähnt, da sie mit einem Arzt verheiratet ist, der sie zwar liebt und alles für sie tut, aber nicht auf die Idee käme, ihr täglich irgendwelche romantischen Verse vorzulesen. Der nicht von strahlender Schönheit ist und der den größten Teil des Tages über für seine Patienten da ist. Der nicht in Geld schwimmt und mit dem sie „nur“ eine Tochter zusammen bekommen hat und nicht den gewünschten Sohn, aus dem sie dann einen kleinen Prinzen hätte formen können.
Bei ihrer beständigen Suche nach dem Märchenprinzen fällt sie immer wieder auf die Sorte Männer rein, die schnell versteht, dass man ihr nur romantisch ins Ohr säuseln muss und schon sinkt sie in seine Arme und in sein Bett. Wenn sie irgendwann bemerkt, dass ihr Prinz es nicht ernst meint, wird sie depressiv und beklagt seitenweise ihr furchtbares Schicksal. Ichbezogen bis zum Ende, gelingt es ihr, mehr als ein Leben vollständig zu zerstören.

Selten habe ich mich so über einen Charakter aufgeregt wie über diese Emma. Allein wie sie sich ihrem Mann und ihrer Tochter gegenüber benimmt, hat beim Lesen regelmäßig meinen Blutdruck steigen lassen.
Wo war der Skandal in dem Buch? Lag der darin begründet, dass eine Frau so denkt und handelt? Das wäre ein möglicher Grund gewesen, aber dann hätte sie mit einem ihrer Liebhaber glücklich werden müssen. Das Gegenteil ist der Fall. Ihr Handeln wird zu jeder Zeit in dem Buch deutlich verurteilt. Unaufhörlich wird mit dem moralischen Zeigefinger gedroht, wird ganz klar gemacht: „Achtung, liebe Frauen! Wenn ihr euch so unmoralisch benehmt, dann droht euch folgendes schlimme Schicksal…“

Und wie steht es mit der Rolle der Frau in dieser Zeit? „Frau“ war damals nicht unbedingt zu beneiden, in vielen Bereichen wurde ihr nichts zugetraut, wurde sie nicht ernst genommen. Das Thema klingt zwar an der ein oder anderen Stelle sanft an, aber man hätte wesentlich mehr draus machen können. Emma ist zwar ein Charakter, der sich nicht mit seiner Situation einfach abfindet, aber dabei geht es ihr nur darum, dass sie meint, ihr müsste doch das Leben einer Prinzessin zustehen. Emanzipation oder Gleichberechtigung sind ihr völlig gleichgültig, solange sie auf Händen getragen wird und mit Geld um sich werfen kann.

Das einzig Angenehme an den 448 Seiten war die schöne, natürlich der damaligen Zeit entsprechenden Sprache und einige gelungene Landschaftsbeschreibungen. Und sicher ist das Buch eine absolute Empfehlung für Leser, die auch in den Leiden des jungen Werther schwelgen können. Das ergibt in der Summe wohlwollende 3 Punkte.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Oktober 2014
Emma Bovary ist zeitlos. Eine zeitlos depressive Frau, deren Problem es ist, nicht in der Gegenwart zu leben, sondern sich von romantischen Träumen geleiten zu lasse. Das handfeste, griffige Jetzt wird als erdrückendes Mittelmaß empfunden und nicht als Realität akzeptiert, auf der immerwaehrenden Suche nach etwas Besonderem kann nur grosses Unglück warten.

Die drei Bovarys haben mir eigentlich die ganze Zeit leid getan. Charles, ein einfacher aber nicht dummer Mann, der in seiner Emma nur das Gute sieht und sie vergöttert, Berthe, die völlig vernachlässigte Tochter einer depressiven Mutter und Emma selbst, die in sich selbst gefangen ist und immer wieder nach der vermeintlichen Lösung in Form fremder Liebhaber greift. Dass das keine Lösung ist weiss sie im Grunde genommen selbst, denn schmerzhaft genau wird beschrieben, wie in beiden grossen Affären Emma diese nach einiger Zeit genauso banal und belanglos empfindet wie die Ehe - dennoch flieht sie sich dort in Wunschvorstellungen, hängt Erinnerungen an Momente ihres Lebens nach und bricht nicht fort von ihren belanglosen Liebhabern.

Dass dieses Leben ein weiteres Ventil sucht ist völlig klar und so stürzt Emma sich in hohe Schulden beim örtlichen Händler, welche letztendlich ihr Grab sein sollen.

Alle handelnden Personen sind hervorragend gezeichnet. Flaubert hat sehr genau gearbeitet, sehr genau beobachtet und uns das Innenleben der kleinen Gemeinschaft genauestens nahegebracht. Ich glaube allerdings nicht, dass er selbst Emma als depressiv erkannt hat, denn diese Krankheit war Mitte des 19 Jahrhunderts in ihrer Gänze noch nicht beschrieben. Um so spannender, sie in allen Details auf Papier vorgelegt zu bekommen. Neben den Bovarys ist insbesondere der Apotheker Homais ein wichtiger Character: ein eitler, aufgeblasener Mann, voll von sich selbst, drückt er dem Leser und seinen Mitmenschen seine mittelmäßigen Ideen und Visionen auf. Seine Familie ist geblendet von ihm, Charles Bovary lässt sich im Sog mitziehen und begeht angestachelt durch Homais einen schlimmen Fehler. Als es den Bovarys zum Ende hin sehr schlecht geht lässt Homais sie eiskalt fallen - er bringt uns als Leser ab und an zum Schmunzeln, er ist uns auch nicht unsympathisch und man weiss die ganze Zeit - dieser Mann ist nichts Besonderes, aber ein Gewinner aus allen Situationen. Welch Gegensatz zu unseren Bovarys. Die beiden Liebhaber von Emma sind verhaftet in zwei unterschiedlichen Klischees, weit davon entfernt, irgendetwas besonderes zu sein. Nette Nebenfigur ist der blinde Seher, der mit seinem Erscheinen die Ausmasse einer griechischen Tragödie suggeriert.

Trotz alle der positiven Kritik durch mich nur vier Sterne, denn das Buch ist wirklich sehr langatmig, gerade in den beiden Liebschaften wiederholt sich einiges. Ich habe mich in der Mitte ein wenig gequält, als Emma in allen zwischenmenschlichen Beziehungen immer wieder die selben Hebel zieht und selbst wenn es mir klar ist, dass genau diese Eintönigkeit Emmas Weltbild beherrscht, wurde ich als Leserin irgendwann doch sehr geduldig, ehe die Geschichte dann zum Ende hin nochmals an Dramatik und Fahrt aufnahm.
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am 3. Februar 2016
Ich hätte nie gedacht, daß Madame Bovary ein so schreckliches Ende nimmt ... das wird so genau beschrieben, diese Arsen-Vergiftung - war Gustave Flaubert Arzt ?
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am 30. Januar 2016
Da Andere an dieser Stelle schon viel über die Handlung und den Stil des Romans geschrieben haben, möchte ich nur etwas zum zentralen Thema des Romans ergänzen bzw. betonen:

Emmas Träume und Vorstellungen von der Liebe und vom Leben werden kontrastierend zu einem als langweilig empfundenen Alltag dargestellt. Der echten Liebe ihres Ehemanns Charles kann sie nichts abgewinnen; statt dessen verachtet sie ihn sogar wegen seiner Einfachheit.

Meiner Meinung nach berührt das ein zeitloses menschliches Thema, nämlich die Unfähigkeit, zufrieden zu sein und wirklich wertvolle und schöne Dinge im Leben zu schätzen. Daher jagt man etwas hinterher, das verlockend aussieht, aber nur scheinbar erfüllend ist - in Emmas Fall ist das die romantische Ekstase und im Fall des Apothekers ein Orden. Auf der Suche nach den begehrten Scheinwerten ist man völlig davon eingenommen und unfähig, sich auf Andere einzustellen (in Emmas Fall wird das Kind vernachlässigt und das Dienstpersonal zum Teil ungerecht behandelt).

Dieses Buch hat mir mehrere schlaflose Nächte beschert, da es ein so grundlegendes Thema mit erzählerischer Wucht extrem eindringlich darstellt.
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