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am 15. September 2013
Ich bin auch eine von jenen. Den Überflüssigen. Eigentlich. Noch produziere ich, und konsumiere, deshalb stört sich gerade niemand wirklich an mir. Doch, ein wenig vielleicht, weil ich partout nicht exzellent sein will, mich nicht fortwährend optimieren möchte, das widerspricht dem Zeitgeist - aber noch wiege ich mich in Sicherheit. Ich funktioniere, also bin ich? Einstweilen. Irgendwann aber, wird es wohl auch wieder enger für mich; im Alter vielleicht, weil mein Nutzen für die Gesellschaft dann nicht mehr unmittelbar ersichtlich ist. Wehe mir wenn da das Boot gerade voll ist und nur kalt rechnende Logik globaler Eliten zählt. Wir, die Gewinner. Seltsam, dennoch scheinbar ein ziemlich überflüssiger Mensch zu sein ... Als 'Luxus der Wohlhabenden' wird die individuelle (Ver)Zweiflung über das vorherrschende System in Ilija Trojanows Essay 'Der Überflüssige Mensch' bezeichnet, ein Mensch in den Slums von Bombay habe diesen Freiraum nicht. Also wer frisst da am Ende eigentlich wen? Und was tun? Ohne Empathie, schreibt Trojanow, sei die Realität des überflüssigen Menschen nicht zu bekämpfen. Dem selbstoptimierten Menschen unserer Leistungsgesellschaft falle es aber zunehmend schwer Empathie zu spüren, Glück zu empfinden. Keine wirklich neue Erkenntnis, und dennoch ein wertvoller Anstoß. "Sind Sie überflüssig?", fragt Ilija Trojanow gleich zu Beginn seiner Streitschrift und geht der Frage zu Würde und Wert des Menschen im Spätkapitalismus nach - nachdenklich, geistreich, kritisch und zornig. Zornig genug jedenfalls in seinen eindringlichen Betrachtungen und Gedanken, um Unruhe zu bewahren. Lesenswert!
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am 26. Oktober 2015
TROJANOW, Ilija: „Der überflüssige Mensch“, München 2015
Der Autor setzt sich in kurzen Geschichten mit der Überbevölkerung auseinander. Historisch betrachtet er etwa das Verhalten von Schiffbrüchigen, die wie Kannibalen über die Schwächeren herfallen oder wie es Berechnungen gab, die aufzeigten welche Länder „zu viele Menschen an Bord“ hätten. Die Reichen kommen bei einer Reduzierung nie in Frage. Gesellschaftspolitisch wird diskutiert, wie man verhindert, dass sich die Armen weiter vermehren.
Er zeichnet ein Zukunftsszenario, indem „die Herrschaft des Kapitals nur noch durch den Einsatz von Gewalt (also außerökonomischen Zwang) aufrechtzuerhalten sein wird.“ (Seite 71). Man kann nur hoffen, dass er nicht Recht hat, aber als Warner kann er vielleicht eine Änderung bewirken.
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am 2. Dezember 2013
In der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts findet sich der "überflüssige Mensch" als wiederkehrender Topos. Oftmals geht es dabei um einen aristokratischen, intellektuellen Geniesser, welcher -durchaus zu idealistischem Denken neigend- beinahe an der gesellschaftlichen Realität zerbricht. Doch obwohl er sich der wütend regierenden Dummheit um ihn herum bewusst ist, bleibt er letztlich gemütlich auf dem Sofa sitzen.

Nicht anders, als es heute in den Industriemetropolen vielen gebildeten Menschen ergeht. Sie sehen soziale Ungerechtigkeit in ihrem Umfeld...und halten sie für gottgeben. "Die Überflüssigen sind Flaschen ohne Pfand, sie werden weggeworfen" heisst es in Trojanow lesenswerten Buch. Der Autor wirft die Frage auf, wer heute im "Raumschiff Erde", einer Lebensgemeinschaft mit einer wachsenden Bevölkerung und einer fortschreitenden Automatisierung, verzichtbar und überflüssig ist.

In seiner Analyse zeigt er schlüssig auf: Statt die Armut zu bekämpfen, werden die Armen bekämpft. Statt sich der zunehmenden Atomisierung der Gesellschaft zu widersetzen, stürzen sich viele in entwürdigende Selbstoptimierungsprogramme.

Fazit: Das Buch von Trojanow ist ein Aufruf zu mehr Empathie. Eine Streitschrift gegen die Akzeptanz sozialer Ungerechtigkeit und für ein beharrliches gemeinsames solidarisches Handeln.
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am 23. November 2013
Vor längerer Zeit habe ich von Arthur Koestler das Buch "Der Mensch, Irrläufer der Evolution" gelesen. Das Buch "Der überflüssige Mensch" unterstreicht die Gedanken von Arthur Koestler in erschreckender Weise. Die Menschheit ist tatsächlich auf dem besten Weg sich zu vernichten und die Politiker sind dabei diesen Vorgang noch zu beschleunigen.
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am 20. September 2015
Trojanows Ausgangsthese: In der Logik der spätkapitalistischen Marktwirtschaft gilt eine wachsende Zahl von Menschen als überflüssig, da sie für den globalen Markt weder als Produzenten, noch als Konsumenten von Nutzen und Bedeutung sind. Hierzu zählt die von den westlichen Industrienationen gerne so genannte Überbevölkerung anderer Kontinente, aber ebenso die wachsende Zahl der (ökonomischen) Verlierer unserer Gesellschaft.
Den jährlich millionenfachen Tod durch Unterernährung und Verwahrlosung verurteilt Trojanow als „Massenmord durch Unterlassung“ und fordert, „dass wir unseren Wohlstand reduzieren müssen, um anderen wenigstens das Recht auf Nahrung und ein würdevolles Leben zu garantieren“. Er verweist dabei auch auf die oft verharmlosend als ‚Superreiche‘ betitelten Oligarchen unserer westlichen Gesellschaften. Ihre Vermögenskonzentration werde in der öffentlichen Diskussion kaum grundsätzlich infrage gestellt, obwohl sie den demokratischen Gleichheitsanspruch beschädige und soziale Konflikte förderte. Trojanow hält es daher für überfällig, „dass wir massives Vermögen grundsätzlich infrage stellen, denn es gefährdet das Gemeinwohl und ist moralisch nicht zu rechtfertigen“.
In einem weiteren Argumentationsschritt führt der Autor vor Augen, dass die Fortschritte der Computer- und Automatisierungstechnik sowie die „globalen Triebkräfte der Effizienzsteigerung und Profitmaximierung“ zwangsläufig Arbeitsplätze vernichten. Damit aber entzögen sie dem bestehenden Wachstumsprinzip, das wesentlich auf der durch Lohnarbeit erworbenen Kaufkraft gründet, den Boden. Vielleicht, so schlussfolgert Trojanow, liege daher „der Ausweg im Ende von Profit und Kapital“.
Im Schlusskapitel „Auswege“ gibt Trojanow zwei Antworten auf die Frage, was wir tun können: zum einen Utopien entwerfen und zum anderen im Hier und Jetzt konkrete Schritte tun: „Wir müssen uns unverzagt vorstellen, wie eine bessere Gesellschaft und ein tatsächlich gerechtes nachhaltiges Wirtschaften aussehen könnten. Wir benötigen utopische Entwürfe, wir brauchen Träume, wir müssen Verwegenes atmen.“ Und andererseits: „Visionäres Denken und konkretes Handeln schließen einander nicht aus. Man kann einer Überwindung des Systems das Wort reden und sich trotzdem dafür einsetzen, dass vorab bescheidene alternative Ansätze in die Wege geleitet werden.“
Fazit: Trojanows Essay ist eine Kritik an der Stigmatisierung derer, die in der Logik des Marktes ohne Nutzen sind, eine Kritik an der Konzentration von Vermögen und Macht bei einigen wenigen sowie an unserer gemeinsamen Duldung dieses Zustandes. Er ist zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für das demokratische Gleichheitsprinzip und das universale Menschenrecht auf ein würdevolles Leben, verbunden mit dem Appell für den Mut zu utopischem Denken und aktives Handeln.
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am 27. Juli 2014
Das kleine Büchlein ist die schriftliche Version einer Vortragsreihe und zeichnet sich weniger im Inhalt, als mehr durch die Vortragsweise aus, der eine Wut deutlich anzumerken ist. Das Besondere ist eigentlich, dass hier jemand anklagend schreit, von dem man dies in dieser Weise nicht unbedingt so erwartet hätte.

Zwar muss es inhaltlich einigermaßen oberflächlich bleiben und, ja, es gibt einige Wiederholungen und Überschneidungen gar. Das unterstreicht nur die Emotionen. Aber es ist gerade nicht so, dass die Analysen und Bewertungen schon bekannt beziehungsweise abgearbeitet wären. Zwar findet sich Ähnliches, allerdings selten in derart zugespitzter Form, bei manchem Autor, den man politisch links einordnen würde; aber das bedeutet nicht, dass es unwahr oder auch nur unzeitgemäß wäre.

Im Gegenteil, gerade in Bezug auf das Titelthema "Der überflüssige Mensch" haben sich frühere Warnungen längst als berechtigt herausgestellt. Sei es der Aberwitz durch die Hartz-Gesetzgebung, die schonungslose Ausbeutung ferner Rohstoffe oder die Arbeitsbedingungen bei asiatischen Zulieferern. Entscheidend ist, dass weder die Warnung Beachtung fand, noch die heute längst eingetretenen Folgen bemerkt werden wollen.

Das zeigt sich meines Erachtens auch in den meisten Kritiken des Buchs hier auf Amazon. Linkes Zeug, damit reif für die Tonne! Oder: Kennen wir schon, daher ist es unwichtig oder unwahr! Eben nicht, sage ich und spüre dabei die selbe Wut wie der Autor. Er zeichnet übrigens auch keine Endzeit, sondern entwirft nur konsequent die Zukunft. Wem das nicht gefällt, der muss Argumente finden, dass diese Konsequenzen nicht eintreten werden. Von denen liest man aber nichts. Vielmehr wird hier nur das Vorurteil fortgesetzt, indem man einfach per Dogma glaubt, dass diese Schwierigkeiten nie eintreten werden. Ähnlich einem Menschen, der aus einem dreißig Stockwerke hohem Haus stürzte und dann für sich sagt: Jetzt ist schon neunzwanzig Stockwerke alles gut gegangen, was soll das Gefasel von meinem Untergang?

Eine Schwierigkeit besteht darin, dass nur jene die Sicht des Autors wirklich nachvollziehen können, die mit diesen Überflüssigen in Berührung kamen. Oder es selbst sind. Nur sind das eben selten die Leser eines solchen Buches. Und die, die es lesen, wollen es nicht wahrhaben, aus Selbstschutz und zur Aufrechterhaltung ihres heilen Welt-Glauben. Also jene, die die Katastrophen und Kriege in den Nachrichten sehen, sich ein wenig gruseln, aber dann abschalten - ist ja alles weit weg.

Auch die Kritik an der Konstruktivlosigkeit ist falsch. Zum einen gibt der Autor Hinweise und begründet deren manchmalige Vagheit. In einigen Punkten spricht er es kurz aus, etwa bei den Allmenden. Zum anderen hat er ja Rech mit seiner Begründung: Es ist nichts wert, wenn er Vorschläge unterbreitet, denen dann niemand folgt, weil die Einsicht fehlt. Man muss erst selbst erkennen, seine eigenen Schlüsse ziehen und dann... meiner Meinung nach ist man dann eh auf der Seite des Autors beziehungsweise der betroffenen Überflüssigen. Würde er "Verbesserungsvorschläge" machen, so würden sie bestenfalls zum Erhalt dieses System genutzt werden, meist jedoch schlicht, um ihm vermeintliche Dummheit nachzuweisen.

Und damit lautet das Fazit, dass dieses Buch vor allem wütend machen sollte. Aber nicht auf den Autor, sondern mit ihm zusammen auf anderes! Tatsächlich kann es, wie der Vortrag, nur so als Versuch verstanden werden, einige wenige Menschen, die noch nicht ganz ihren Verstand und ihre Moralität verloren haben, aufzuwecken.
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am 22. Januar 2014
Das Buch hat einige gute Einsichten, ist aber zu tendenziös, um vertrauenswürdig zu sein. Hier werden nur drei Sachen erwähnt. Erstens kritisiert Trajanow Bill Gates, weil er behauptete, dass die Weltbevölkerung durch neue Mittel im Bereich der Fortpflanzung um 10 bis 15% vermindert werden könnte (S. 21). Das glaubt T. nicht, und dadurch zeigt er seine Ahnungslosigkeit über die exponentiellen Verhältnisse, die einsetzen, wenn Völker seit Jahrzehnten eine Fruchtbarkeitsrate weit unter dem Bestanderhaltungsniveau haben. Bei einem Journalisten ist solche Ignoranz nicht zu entschuldigen.

Ein Sündenbock, den man anprangern kann, wenn die Sachen schief gehen, ist immer nützlich. Für T. ist er die Oligarchie der Reichen, von denen ein Paradebeispiel der US-Präsidentschaftskandidat 2012 Mitt Romney ist. T. erwähnte eine unkluge Rede Romneys, indem er sagte (laut T.), dass 47% der Bevölkerung Parasiten seien, vom Staat abhängig sind, keine Steuer zahlen, und sich als Opfer des Systems darstellen. (S. 48) Im betreffenden YouTube-Clip aber verwendete Romney das Wort „parasite“ nicht. Das ist ein fantasievoller Zusatz von T. Er ignorierte auch den Zusammenhang. Man kann dem Obama-Team vorwerfen, die Wahl 2012 mit öffentlichen Geldern gekauft zu haben. U.a. hatten sie das Lebensmittelmarken-Programm enorm expandiert. Die ca. 15 Millionen neuen Begünstigten wählten dann Obama, damit sie ihre Gratisessensquelle weiter haben könnten.

Ich habe gehofft, dass zumindest das letzte Kapitel, „Auswege“ einige Ideen hervorbringen würde, um unsere Probleme zu entschärfen, aber das ist auch mangelhaft. Warum gibt es hier keine echt revolutionären Ideen? Was ist z.B. mit den Amischen in Amerika? Sie haben kleine Bauernhöfe, einen einfachen Lebensstil, sind kinderreich, und kommen mit sehr wenig Geld zurecht. Können wir etwas von ihnen lernen? Was ist mit der Distributismus-Ideologie, die ihren Ursprung in römisch-katholischen Kreisen hatte? Könnte eine Art Kibbutz-Bewegung die Bedürfnisse vieler landloser Menschen erfüllen? Hat das Fair-Trade-Projekt eine Zukunft? Könnte sich das zu einer großen Bewegung ausbreiten? Weder solche Fragen noch die Antworten sind hier zu finden.

Man könnte viel mehr über das Buch schreiben, aber das wird reichen. Lies es mit Vorsicht.
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am 5. September 2014
Trojanow ist ein sehr kritischer Schriftsteller, der sich mit dem gegenwärtigen gesellschaftlichen und politischen Elend auseinander setzt.
Der Kern des derzeitigen Übels – der Kapitalismus, welcher an keinster Stelle in diesem Buch, auch nur ansatzweise definiert wird. Jeder weiß genau was Kapitalismus ist und wie er funktioniert.

Die Folgen des Kapitalismus sind: Hartz-IV und Menschen die in der sogenannten Dritten Welt um ihr Überleben kämpfen. Diesen Menschen geht es schlecht, schlecht ist nicht gleich schlecht, aber es könnte um ein vielfaches besser sein. Im Laufe der Zeit lernen die die nicht so finanziell gut dastehen, mit dem wenige Geld umzugehen. Haben aber keine Rücklagen oder Gelder zur Verfügung wenn der Fall der Fälle eintritt. Leben am finanziellen Limit.
Meist liegt es an der ungerechten Verteilung des Geldes und das auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene. Die Menschen die wenig Geld haben und an der Armutsgrenze leben denen geht es finanziell schlecht und die genug Geld haben, leben meist im Überfluss.
Vielen dieser Menschen geht es schlecht, so richtig schlecht und andere die noch weniger haben denen geht es noch schlechter. Dem einen macht der Verzicht nichts aus, andere wiederum leiden weil Sie sich und ihrer Familie nichts bieten können, weil Sie sich gesellschaftlich ausgegrenzt fühlen und sehen wie ihre Kinder darunter leiden. Schulausflüge/Nachhilfe/Sportverein - überall dass muss das Amt entscheiden. Das ist keine Frage der Selbstentscheidung, die Entscheidungen trifft ein Dritter.
Diese Menschen fühlen sich schon schlecht und durch die ganzen Vorgaben und Vorschriften kommen sie sich noch schlechter vor. Am liebsten würde man diese Menschen abschaffen.

Soziale Ungerechtigkeit ... statt die Armut zu bekämpfen, werden die Ärmsten der Armen bekämpft.
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am 11. Oktober 2015
Trojanow bringt es in seinem Essay sehr treffend auf den Punkt, worauf das kapitalistische Wirtschaftssystem - aber auch der weit verbreitete konsumistische Lebensstil - basiert: Auf Gewinner und Verlierer, auf Konkurrenz und Macht. Menschen, die nicht (mehr) am Markt - sei es als Arbeitende oder als Konsumierende - teilnehmen, gibt man das Gefühl, 'überflüssig' zu sein bzw. zeigt ihnen gegenüber mit verschiedenen Maßnahmen, dass sie 'überflüssig' sind.

Der Essay ist spannend zu lesen, hervorragend geschrieben und besticht nicht zuletzt durch die humorvoll-sarkastische Kritik der bestehenden wirtschaftlichen Verhältnisse.
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am 28. Januar 2014
Natürlich hat Trojanow Recht mit dem, was er schreibt! Doch auch ich hätte mir, nachdem ich einige seiner Bücher gekauft und gelesen hatte, deutlich mehr zum Thema erwartet. Eine "gebundene Ausgabe" von ca. 90 jeweils mit ein paar Zeilen bedruckten Seiten zu diesem Preis anzubieten, finde ich nicht reell.
So könnte Trojanow von einem sonst durchaus geschätzten Literaten zwar vielleicht schnell wohlhabend, aber dennoch noch schneller selbst ÜBERFLÜSSIG werden.
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