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am 22. Juni 2017
Nun endlich auch im Suhrkampverlag, gezielt provokativ mit dem Untertitel "Die Autobiographie" versehen, obwohl ich mir nicht so hundertprozentig wäre, dass TB tatsächlich nur autobiographisches verwendet. Wie auch immer, das Gesamtwerk in einem Band, ist eine tolle Produktion. Wer sich bisher mit Bernhard noch schwer getan hat, sollte wirklich diese 5 Bände lesen, und wird einen ganz anderen Eindruck erhalten. Es ist in gewisser Weise der konzentrierte Kern seines Schaffens, sehr unterhaltsam nebenbei und unglaublich gut geschrieben und typisch bernhardeske Übertreibungskunst. Ein Werk für die Ewigkeit.
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am 19. Januar 2016
Thomas Bernhard halt: bitterböse und auf die Österreicher und speziell die Salzburger kübelt er Jauche. Zum Einstieg bei Bernhard und zur Eingewöhnung an seine Sprache sehr zu empfehlen
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am 8. Juni 2010
Zunächst sollte jeder Käufer dieses Buches wissen, daß er eine von Thomas Bernhard nicht autorisierte Veröffentlichung erwirbt. Dies betrifft erstens das Kompendium der fünf sogenannten autobiographischen Erzählungen selbst, mehr noch aber die vorliegende Kompilation im sogenannten Residenzverlag. Die Publikationspraxis Bernhards war bekannter Maßen durchaus heikel, spiegelte zugleich aber die Persönlichkeit des Schriftstellers wie seine ebenfalls heikle Beziehung zur Heimat: Salzburg, das Salzburgerland und die Republik Österreich. Bernhard ist zuvorderst ' - war und wird es bleiben - ein Suhrkampautor; wie er und Verleger Siegfried Unseld um diese Beziehung gerungen haben, läßt sich in beider Briefwechsel nachlesen, nebenbei der bedeutendsten Veröffentlichung zur Introspektion des Suhrkampkosmos überhaupt. Naturgemäß durfte Unseld darauf vertrauen, daß ihm Bernhard alle Manuskripte zur Veröffentlichung ins Haus trägt. Doch da war eben "die Irritation" Salzburg und die irrationale Institution Residenzverlag, die sich in der nymphenhaften Gestalt des Residenzverlegers Wolfgang Schaffler - eines wahren Anti-Unseld - konkretisiert. Bernhard konnte wohl nicht anders, als die "salzburgischen" Erzählungen, alle Verabredungen mit Unseld brechend, dort abzulegen. Doch mit dieser Zweitehe war Schluß, nachdem Schaffler seinen Verlag an den österreichischen Staat verkauft hatte. Bernhard bestimmte ausdrücklich, daß eine Zusammenfassung seiner fünf autobiographischen Erzählungen dort nicht erscheinen dürfe. Insofern handelt es sich bei der vorliegenden Publikation um eine Art Raubdruck - zudem eine im ideologischen Verständnis besonders schändliche.

Problematisch ist auch die durch den Untertitel veranlaßte Irreführung "Autobiographie", die allerdings in der Suhrkampausgabe (Band X der Gesammelten Werke, Erstveröffentlichung der Kompilation, Frankfurt 2004) ebenfalls gegeben ist. Denn um genau das, das der Untertitel suggeriert, handelt es sich hier nicht. Keiner der fünf Teile gibt mehr oder gibt weniger Auskunft über Thomas Bernhard oder das Leben Thomas Bernhards als es alle anderen Bücher Thomas Bernhards tun; die fünf sogenannten autobiographischen Erzählungen sind so viel oder sind so wenig wie alle anderen Bücher Thomas Bernhards auch Bernhardsche Selbstaussagen oder Beschreibung und Reflexion des bernhardschen Bernhardseins. Der lapidare, jedenfalls ein wenig unangestrengte Duktus der "Ursache" mag vielleicht noch zur Annahme verlockt haben, dies sei womöglich eine authentische Selbstaussage, ja Selbsterzählung, doch dürfte auch da die lustvolle Spiegelfechterei um Salzburgliebe und Salzburghaß genug Hinweis auf den fiktionalen Charakter des Buches geben. Spätestens ab "Der Keller" ist klar, daß hier abermals höchst virtuose, musikalisch-literarisch durchkomponierte Erzählfugen vorliegen, denen Bernhard bloß im Selbstgenuß der ironischen Artikulation das "autobiographische Thema" ' - um nicht zu sagen, Schema - vorgegeben hat.

Große Literatur also - und gerade deswegen sollte man sie im Original des Suhrkampverlags und nicht im Reprint des Residenzverlags lesen.
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am 23. März 2011
1) Sinnvollerweise wurde die alte rechtschreibung belassen.

2) Bernhard schreibt gewöhnungsbedürftig -

a) häufige wiederholungen in adjektivreicher, indes eindrücklicher sprache
b) sehr oft überlange sätze (manchmal geht ein einzelner satz über eine knappe seite)
c) er schreibt ohne jeden absatz; man kann sagen: 1 kapitel = 1 absatz

Nach 30 seiten hat man sich aber eingelesen, sich an seinen stil gewöhnt, und es geht flotter von der hand.

Teils drastische, indes sehr lebendige kriegsschilderungen und die auswirkungen auf die zivilbevölkerung, also auch auf ihn selbst. Gedanken über selbstmord und tod sind dominierend.

Er sagt über sich:
»Das ist die Geschichte eines jungen Menschen, auf dem eigentlich nur herumgetrampelt worden ist, sei es von Seiten der Stadt (gemeint ist Salzburg; R. J.), ihrer Bewohner, der Verwandtschaft, ganz gleich.«

Reinhold Janßen

(diese rezension ist in der sog. gemäßigten kleinschreibung erstellt)
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